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Kinder München: Die Abenteuer des kleinen Bären
Die Abenteuer des kleinen Bären

Eine spannende Geschichte über Freundschaft und Liebe für Kinder zwischen vier und hundertvier für das Marionettentheater geschrieben von Siegfried Böhmke
Der Kleine Bär lebt mit seiner Mutter in einem gemütlichen Häuschen ganz nahe am Waldrand. Spannende Bücher zu lesen, gehört mit zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Aber noch lieber bastelt er in seiner kleinen Werkstatt, denn unser Bär ist handwerklich sehr geschickt.
Sein neuestes Projekt ist ein kleines Boot, mit dem er eine große Reise auf dem nahe gelegenen Bach unternehmen möchte. Mitten in die Reisevorbereitungen platzt das kleine Lämmlein herein, der beste Freund unseres Bären, um mit ihm verstecken zu spielen. Schnell wird dieser Plan geändert und unsere „Helden“ starten gemeinsam zur großen Reise. Eine Flasche, die sie alsbald im Wasser treibend entdecken, wird an Bord geholt. In dieser entdecken sie eine Zeichnung, die sich nach eingehender Untersuchung als Schatzplan herausstellt. Neugierig geworden machen sie sich mutig auf den Weg, den Schatz, der sich in einer alten Ruine befinden soll, zu suchen. Leider ahnen Bär und Lämmlein nicht, dass ihr Unternehmen von zwei Gaunern beobachtet wird. Dass diese beiden Herren nichts Gutes im Schilde führen, sollen unsere Freunde bald merken. Ob sich tatsächlich ein Schatz in der alten Ruine befindet und welche Gefahren auf unsere Freunde noch warten, sei hier noch nicht verraten. Aber soviel sei gesagt, Mama Bär wird unsere Helden am Abend glücklich in die Arme nehmen können.

für Kinder ab 4 Jahren

Münchner Marionettentheater, Blumenstraße 32 (Nähe Sendlinger-Tor-Platz)

Beginn: 15.00 Uhr

Dauer: ca. 90 Min. inkl. Pause




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Museen Museum Fürstenfeldbruck: Leidenschaft für Heilige
Leidenschaft für Heilige
25 Jahre Museum Fürstenfeldbruck

Mit großer Leidenschaft und kunsthistorischer Kenntnis sammelte der Fürstenfeldbrucker Bäckersohn und Geistliche August Aumiller (1868-1929) Skulpturen und Gemälde von heiligen Männern und Frauen. Mit seinen Erwerbungen aus Klöstern und Kirchen, von Händlern und Bauern brachte er es auf eine Sammlung von über 2000 Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Zeit des Rokoko.

Im Fürstenfeldbrucker Kulturleben spielte Aumiller eine wichtige Rolle. Als Hofkaplan der königlichen Landhofkirche Fürstenfeld erwarb er zahlreiche Objekte aus der säkularisierten Zisterzienserabtei Fürstenfeld und betrieb zusammen mit Brucker Bürgern die Gründung eines historischen Museums.

Neuerwerbungen und Bestände des Museums Fürstenfeldbruck, Leihgaben aus dem Diözesanmuseum Freising und aus Privatbesitz gewähren erstmals Einblick in die hochwertige Sammlung, die nach dem Tod des Geistlichen zerstreut wurde.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Funktionen der Heiligen im Wandel der Zeit, zeigt, wie sich Heilige „zu erkennen geben“ und thematisiert Heiligenschein und Märtyrertod unter aktuellen Gesichtspunkten.

Katalog zur Ausstellung ¤ 8,90

Zur Ausstellung gibt es Führungen und ein museumspädagogisches Programm.


Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck
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Museen München Lenbachhaus: BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts
BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön«gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.Bildschön unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus.
Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, pr  äsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film­ und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.
Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mitder immer reicheren Bilderwelt.Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird.
Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum.Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus.
Kuratiert von Susanne Böller

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
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Museen Dachau Gemäldegalerie: Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession
Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession

28. April bis 3. September 2017

Am 4. April 1892 traten 96 Künstler offiziell aus der Münchner Künstlergenossenschaft aus und gründeten den »Verein Bildender Künstler Münchens. Münchener Secession«. Die Künstler, zum größten Teil Maler, wollten moderne Ausstellungen auf hohem künstlerischem Niveau, an denen sich auch ausländische Kollegen beteiligten, und suchten dafür nach eigenen Möglichkeiten.
Die Münchener Secession war die erste Vereinigung dieses Namens, später folgten die Wiener (1897) und die Berliner Secession (1898). Schon 1913 spaltete sich dann bereits eine Gruppe ab, die sich von der immer konservativer gewordenen Künstlergruppe nicht mehr angemessen vertreten fühlte und »Münchener Neue Secession« nannte.
Ihre meist naturalistisch arbeitenden Künstler gaben der Kunst richtungweisende Impulse, die, ausgehend von der Landschaftsmalerei Barbizons, in den europäischen Künstlerkolonien entwickelt wurden. So ist es nicht verwunderlich, dass von den elf Künstlern, die am 29. Februar 1892 den von Ludwig Dill verfassten Aufruf zur Abspaltung von der Künstlergenossenschaft unterzeichneten, mehr als die Hälfte zum Malen in die der Künstlerkolonie Dachau fuhr.

Erstmals nach über 40 Jahren zeigt die Gemäldegalerie Dachau ausgewählte Gemälde aus der wertvollen Sammlung der Secession, vor allem der ersten beiden Jahrzehnte ihrer Sammeltätigkeit. Darunter sind Bilder prominenter Maler wie Albert von Keller, Franz von Stuck, Wilhelm Trübner oder Gabriele Münter aber auch Bilder zahlreicher Dachauer Maler wie Adolf Hölzel, Ludwig Dill, Arthur Langhammer, Hans von Hayek, Leo Putz, Rudolf Schramm-Zittau und Fritz von Uhde sowie einige wenige Skulpturen.

Gemäldegalerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
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Museen Kochel Franz Marc Museum: Blaues Land und Großstadtlärm - Die Fondazione Braglia im Franz Marc Museum
Die Sammlung der Fondazione Braglia mit Schwerpunkt auf dem deutschen Expressionismus wurde bisher nur für einige Wochen in den 2015 eröffneten Museumsräumen der Stiftung in Lugano präsentiert. Im diesem Sommer zeigt das Franz Marc Museum diese herausragende Sammlung für sechs Monate im Rahmen einer Ausstellung, die als „expressionistischer Spaziergang durch Kunst und Literatur“ konzipiert ist. Im Zentrum der Sammlung der Fondazione Braglia steht die Kunst des „Blauen Reiters“, insbesondere Paul Klees, Gabriele Münters und Marianne von Werefkins. Sie umfasst darüberhinaus wichtige Arbeiten von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Lyonel Feininger.Diese Perspektive auf den deutschen Expressionismus ist von der Vorliebe für Farbintensität, Poesie und erzählerische Elemente geprägt. Sie blendet Momente von Melancholie, Depression oder Verzerrung weitgehend aus.Im Dialog mit der Sammlung des Franz Marc Museums werden diese charakteristischen Aspekte des deutschen Expressionismus berücksichtigt, so dass –auch im Zusammenspiel mit Werken der ahlers collection, die ab 2017 den Bestand des Museums ergänzt –einerseits ein abgerundetes Bild entsteht, andererseits viele, bisher in der Öffentlichkeit kaum präsentierte Exponate gezeigt werden können.Die Ausstellung –ein Dialog zwischen der Sammlung des Franz MarcMuseums und Werken der FondazioneBraglia ist thematisch strukturiert: „Blaues Land“, „Paare,Passanten“, „Kinderspiele“ lauten einige der Überschriften zu den Ausstellungskapiteln. Unter diesen Themen werden nicht nur Bilder, sondern auch Texte zusammengefasst, denn Motive, Gedankengut und emotionale Haltung des Expressionismus in der bildenden Kunst hatten Parallelen in der Literatur, sie waren inspiriert von Texten des Symbolismus und Naturalismus und wiesen voraus auf Literatur des fortschreitenden 20. Jahrhunderts. Dieses Zusammenspiel zwischen Kunst und Literatur erweitert die Perspektive auf den deutschen Expressionismus, der durch seine Rezeption insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg auf Ausdrucksstärke, Farbintensivität und Innovationskraft beschränkt wurde, während die „dunkleren“, hintergründigen Seiten dieser Kunstepoche vernachlässigt wurden.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Abbildungen:
- August Macke
Badende mit Lebensbäumen, 1910
Öl auf Leinwand
Sammlung Braglia

- Ernst Ludwig Kirchner
Blaue Artisten, 1914
Öl auf Leinwand
Franz Marc Museum, Kochel am See
Dauerleihgabe aus Privatbesitz

- Marianne von Werefkin
Der Tänzer Sacharoff, 1912/13
Gouache auf Bütten
Sammlung Braglia
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Museen München Lenbachhaus: Mentales Gelb. Sonnenhöchststand
Mentales Gelb. Sonnenhöchststand

Die Sammlung KICO

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus bereitet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn die Ausstellung »Mentales Gelb. Sonnenhöchststand« vor. Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Doris und Hans-Gerd Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an beiden Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung lag in ihren Anfängen auf monochromer Farbmalerei, hat sich jedoch im Lauf von zwei Jahrzehnten auf ein weites Spektrum von Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen ausgedehnt. Ankäufe erfolgen unter der Prämisse, vollständige Werkgruppen oder ganze Raumkonzepte in die Sammlung zu integrieren. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert und ermöglicht so die sinnvolle Ergänzung auch der Museumsbestände. Die Sammlung KiCo unterstützt das Lenbachhaus ebenso wie das Kunstmuseum Bonn ganz maßgeblich dabei, ihre jeweils eigene Sammlungspolitik auch in den kommenden Jahren entsprechend fortzusetzen.


Künstlerinnen und Künstler in der Münchner Ausstellung:
Franz Ackermann, Thomas Bechinger, Karla Black, Monica Bonvicini, Martin Boyce, Angela Bulloch, Heinz Butz, Antonio Calderara, Thomas Demand, Inge Dick, Thea Djordjadze, Ólafur Eliasson, Ceal Floyer, Isa Genzken, Katharina Grosse, Wade Guyton, Marcia Hafif, Charline von Heyl, Daniel Knorr, Maria Lassnig, Erik van Lieshout, Sarah Morris, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Rolf Rose, Karin Sander, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Adrian Schiess, Wolfgang Tillmans, Corinne Wasmuht

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München
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Museen München Stadtmuseum: Kurt Eisner
Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867-1919)

"Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft,
mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube an die Kraft
des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige."
(Heinrich Mann in seiner Gedächtnisrede anlässlich der Trauerfeier für Kurt Eisner im Münchner
Odeon am 16. März 1919)

Das Münchner Stadtmuseum fokussiert die Ausstellung zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner
(Berlin 1867-München 1919) auf den publizistischen und politischen Werdegang einer  charismatischen, noch heute von unterschiedlichen Interessengruppen vereinnahmten  Persönlichkeit. Die biografische Darstellung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Landeshauptstadt München 2018 / 2019 den historischen Ereignissen der  Revolution nachspüren wird.
Bis in die 1990er-Jahre, man kann sagen bis zur Veröffentlichung der Biografie von Bernhard Grau (München, 2001), die die gesamten historischen Quellen zu Kurt Eisners Leben auswertete, hielt  sich im historischen Gedächtnis nachhaltig dessen Beurteilung als Idealist und Utopist, als ein  Mann, der von Politik nichts verstand. Die Ausstellung hingegen nutzt die Gelegenheit, den  gesamten Lebensweg Eisners aufzubereiten und die ca. 105 Tage der Regierung Eisner an der  Spitze des Volksstaates Bayern zu thematisieren. Sie zeigt Kurt Eisner als engagierten  Journalisten und Politiker und macht so seinen Weg vom „Gefühlssozialisten“ zur prägenden  Persönlichkeit der Revolution vom November 1918 nachvollziehbar.
Während der Tod Eisners zunächst eine allgemeine Betroffenheit auslöste, brachen die Trennlinien einer zukünftigen Entwicklung wieder sehr bald auf. Die Ausstellung erzählt in Schlaglichtern diese  bis Mai 1919 währende Zeit der Auseinandersetzungen um die Frage „repräsentativer  Parlamentarismus oder Räterepublik“. Die Darstellung einzelner Schicksale daran Beteiligter  vertiefen das Geschehen zusätzlich.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
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Museen Dachau Bezirksmuseum: 500 Jahre Reformation
Bezirksmuseum Dachau

500 Jahre Reformation
Zur Geschichte der Protestanten im Dachauer Land

19. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Die öffentliche Kritik Martin Luthers an den kirchlichen Missständen, insbesondere am Ablasshandel, verbreitete sich infolge der Erfindungen im Buchdruck im ganzen deutschsprachigen Raum wie ein Lauffeuer. Sie traf den Nerv der Menschen und stieß zunächst auch in Bayern auf Sympathien.
Die Bauern im Landgericht Dachau blickten über den Lech auf die blutigen Kämpfe ihrer unterdrückten Standesbrüder. Auch in den Hofmarken und Klöstern gärte es: 1528 wurden die adeligen Brüder Augustin und Christoph Perwanger, Anhänger der Täufer-Bewegung und Hofmarkbesitzer von Günzlhofen und Vogach, als Ketzer hingerichtet. Im Kloster Altomünster begeisterte sich Johannes Hausschein, genannt Oecolampadius für die reformatorische Sache und auf Schloss Odelzhausen finden wir in Johannes Mathesius, den ersten Biografen Martin Luthers.
Was als Widerspruch begann, endete mit der Abspaltung der evangelischen Kirche. Doch Bayern blieb gemäß dem Grundsatz cuius regio, eius religio katholisch. Erst in Folge des Religionsedikts von 1803 wanderten protestantische Familien aus der Pfalz ins Dachauer Land ein. Barbara Strohms Tagebuch verrät, wie sie sich fühlte, als sie zusammen mit ihren Eltern 1819 Wagenried im Landgericht Dachau erreichte: in einem fremden Land und nicht katholisch. Damals entstanden in Kemmoden und Lanzenried die ersten evangelischen Kirchenbauten. Doch war der Weg zum toleranten Miteinander nicht selten mühevoll. Man wolle wohl auch lieber ächt katholische Dornen, Disteln und Sümpfe, als ketzerische Wiesen und Futterkräuter haben, vermutete der Protestant Friedrich Nicolai auf seiner Reise durch das Bayernland im Jahr 1781.
Schließlich wurde durch die gewaltigen Flüchtlings- und Vertriebenenströme nach dem Zweiten Weltkrieg die konfessionelle Spaltung allerorten greifbar. In Dachau und Karlsfeld machten die Protestanten nun fast ein Viertel der Bevölkerung aus. Wie aber erging es den andersgläubigen Fremden, wie den alteingesessenen Katholiken? Zuwanderung, Vorurteile, Ausgrenzung und Integration fanden damals statt.
Die Ausstellung geht der regionalen Historie mit vielen interessanten Objekten nach, darunter Ablassbriefen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, einer frühen Ausgabe der Lutherbiografie von Johannes Mathesius aus dem Jahr 1570 und Filmausschnitten über die protestantischen Neusiedler aus der Pfalz.
Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird die Ausstellung um das Thema ›Protestantische Weihnachtszeit‹ ergänzt.
Zur Ausstellung erscheint ein informativer Begleitband.


Bezirksmuseum Dachau
Augsburger Straße 3
85221 Dachau
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Museen München Lenbachhaus: After the Fact. Propaganda 2001-2017
After the Fact. Propaganda 2001-2017

Die beste Propaganda erscheint im Gewand der Entertainments.
(N.J. O'Shaughnessy)

Mit dem 21. Jahrhundert beginnt eine neue Ära politischer Propaganda. Geopolitische Ereignisse wie der 11. September, der von Georg W. Bush erklärte War on Terror, die Einführung der Gemeinschaftswährung der Europäischen Union und die Kriege im Nahen Osten haben über die Jahre zu verhärteten Fronten geführt: Okzident und Orient, Freiheitsk ämpfer und Terroristen, Wutbürger und Lügenpresse, die Europäische Union als Wunschziel (für Migranten aus kriegsversehrten und ärmeren Ländern) und Fluchtgrund zugleich (Brexit) ­­ diese und andere polarisierende Kategorien prägen seitdem die politische Diskussion. Propaganda als strategische Praxis der Kommunikation und Einflussnahme ist in aktuellen gesellschaftlichen Prozessen allgegenwärtig. Dennoch wird der Propagandabegriff heute zumeist gebraucht, um historische Phänome oder Missstände 'anderswo' zu bezeichnen. Euphemismen wie "strategische Kommunikation", »politisches Management« oder schlicht »Marketing« werden in westlichen Demokratien anstelle des negativ besetzten Ausdrucks verwendet, um Methoden unterschiedlich gearteter Meinungsmache zu umschreiben. Künstler*innen finden verschiedene Wege des Umgangs mit Propaganda. Sie adaptieren ihre historische Formensprache, karikieren oder fiktionalisieren politische Täuschungsmanöver und sehen sich zugleich mit neuen Tendenzen konfrontiert, die ihre Kunst zu instrumentalisieren suchen. Anhand von künstlerischen Positionen sowie tagespolitischer Berichterstattung beabsichtigt After the Fact, Propaganda in ihren Verfahren und Zielen im Hier und Jetzt zu lokalisieren und als Konzept neu zubeleuchten.
Begleitend zur Ausstellung findet in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen ein Veranstaltungsprogramm statt.
Mit Coco Fusco, Alfredo Jaar, Carlos Motta, Khalil Rabah, Aura Rosenberg, Sean Snyder, Franz Wanner, u.a.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München

Fotos:
1. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017

2. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017
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Museen Landsberg Museum: Servus Transall! Zum Abschied der Luftwaffe in Penzing
Ausstellung 02.06. – 01.10.2017

Ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geht zu Ende. Seit 1971 startet die Transall vom Heimatflughafen Penzing aus in weltweite Einsätze. Die Ablösung durch ein neues Flugzeugmuster beendet die tägliche Präsenz der Transall im Luftraum der Stadt Landsberg und die Geschichte des Lufttransportgeschwaders 61 in der Region.

Die Soldaten des Geschwaders berichten von ihrer Arbeit in einem fliegenden Verband. Objekte der Luftwaffe verdeutlichen den Arbeitsalltag und erzählen tragische und berührende Geschichten: wie die Dankschreiben aus Bergrettung oder das Wrackteil einer verunglückten Transall. Technikfreaks können sich ins Cockpit setzen oder das Schnittmodell eines Transall-Fahrwerks studieren. Auf den Führungen am Fliegerhorst bietet sich den Besuchern eine der wenigen Gelegenheiten, eine Transall zu besichtigen, bevor die letzten verbliebenen Maschinen den Fliegerhorst Penzing im Herbst verlassen.

Museum Landsberg
Von-Helfenstein-Gasse 426
86899 Landsberg
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Museen München Literaturhaus: OSKAR MARIA GRAF - Rebell, Weltbürger, Erzähler
OSKAR MARIA GRAF
Rebell, Weltbürger, Erzähler

Zum ersten Mal seit über 20 Jahren ist er mit einer großen Schau in München neu zu entdecken: Oskar Maria Graf (1894–1967), der Rebell, Weltbürger und große Erzähler. Im Mittelpunkt seines Schreibens und unserer Ausstellung: die Zeit des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«.
Schreiben war für Graf ein politischer Akt, ob in München, Wien, Brünn oder New York, wo er über 30 Jahre seines Lebens verbrachte. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist dort entstanden. Als Erzähler beschwört
er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Flucht, Exil, Aufbrechen, Ankommen – diese großen Themen spiegelten sich in den beeindruckenden und berührenden Fotografien von Herlinde Koelbl. Sie zeigt Geflüchtete nach ihrer Ankunft in Deutschland, Italien oder Griechenland, zeigt Aufnahmen des Wartens, des Sich-Einrichtens in einer unbestimmt langen Zwischenzeit.

Und auch unsere neue Ausstellung beschäftigt sich mit diesen Themen, denn die Lebensgeschichte des bayerischen Rebellen Oskar Maria Graf (1894–1967) ist eine Geschichte der Emigration. Seine langjährige Staatenlosigkeit und sein Rückzug in die sprachliche Isolation bieten Anknüpfungspunkte für die heutigen weltpolitischen Fragen nach Flucht und Asyl.
Die Ausstellung zeigt Oskar Maria Graf als internationalen und modernen Schriftsteller. Im Mittelpunkt steht sein Leben und Schreiben in den Jahren des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«. Oskar Maria Graf und seine Frau Mirjam lebten von 1933 bis 1938 in Wien und Brünn und ab 1938 in New York. Schreiben war für Graf ein politischer Akt. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist in New York  entstanden. Als Erzähler beschwört er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Der Besucher folgt bei seinem Weg durch die Ausstellung den Stationen einer Emigration. Begleitet von Oskar Maria Grafs biografischem Weg, werden die in den jeweiligen Phasen wichtigen Themen inszeniert. Die Räume und Denkbilder ermöglichen eine überzeitliche Auseinandersetzung mit den großen Konzepten Politik, Vernetzung, Erinnerung, Sprache und Heimat. Zugleich entfaltet das erzählerische Werk Oskar Maria Grafs seine ganze Kraft, indem die Themen anhand von literarischen Werken versinnbildlicht werden. Neben den politischen Artikeln und der Lyrik sowie dem New York Roman »Flucht ins Mittelmäßige« nimmt der große autobiografische Roman »Das Leben meiner Mutter« eine zentrale Rolle ein.

Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia
Kulturpartner: Bayerischer Rundfunk
Leitung Literaturhaus: Tanja Graf
Kuratorinnen: Laura Mokrohs und Karolina Kühn
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Elisabeth Tworek, Prof. Waldemar Fromm, Prof. Wilfried F. Schoeller
Gestaltung und Szenografie: unodue{ münchen
Audiobegleitung: Friedrich Ani
Filmberatung: Andreas Ammer

Mit freundlicher Unterstützung durch die Freunde und Förderer des Literaturhauses München

Mo-Mi & Fr 11-19 Uhr
Do 11-21.30 Uhr
Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr
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