Blickpunkt:
                                                                                                                                                                                          Im Terminkalender bis Dezember über 550 Veranstaltungen:                                         KONZERTE - THEATERAUFFÜHRUNGEN - KINDERVERANSTALTUNGEN - LESUNGEN - AUSSTELLUNGEN - KABARETT - FILMANGEBOTE - TANZPARTYS - DISKUSSIONSABENDE - TIPPS                                                                                                                                                                             
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heute
Zugabe Fürstenfeld Kinosommer: Ich – Einfach unverbesserlich 3
Ich – Einfach unverbesserlich 3

Animationsfilm – USA 2017, FSK: 0 J. 120 Min.
Regie: Pierre Coffin und Kyle Balda      
     

Endlich sind sie zurück: Illumination präsentiert das neueste Abenteuer von Gru, Lucy und ihren drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes - und nicht zu vergessen, den berühmt-berüchtigten Minions.
Im nunmehr dritten Teil bekommt es Gru mit seinem bisher unbekannten Zwillingsbruder Dru zu tun. Blöd nur, dass der nicht nur besser aussieht und mehr Haare hat, sondern auch erfolgreicher ist als Gru. Die beiden Zwillingsbrüder könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als Superschurke Balthazar Bratt mit Vokuhila, großen Schulterpolstern und einem teuflischen Plan auftaucht, müssen Gru und Dru sich zusammen raufen…
Pierre Coffin und Kyle Balda inszenieren Ich – Einfach unverbesserlich 3 mit Eric Guillon als Co-Regisseur, das Drehbuch schrieben Cinco Paul & Ken Daurio. Der Animationsfilm wird von Illumination (Chris Meledandri und Janet Healy), den Machern von Pets und Sing produziert, als ausführender Produzent ist Chris Renaud an Bord.

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
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heute
Museen München Lenbachhaus: BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts
BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön«gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.Bildschön unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus.
Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, pr  äsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film­ und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.
Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mitder immer reicheren Bilderwelt.Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird.
Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum.Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus.
Kuratiert von Susanne Böller

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
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Museen Dachau Gemäldegalerie: Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession
Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession

28. April bis 3. September 2017

Am 4. April 1892 traten 96 Künstler offiziell aus der Münchner Künstlergenossenschaft aus und gründeten den »Verein Bildender Künstler Münchens. Münchener Secession«. Die Künstler, zum größten Teil Maler, wollten moderne Ausstellungen auf hohem künstlerischem Niveau, an denen sich auch ausländische Kollegen beteiligten, und suchten dafür nach eigenen Möglichkeiten.
Die Münchener Secession war die erste Vereinigung dieses Namens, später folgten die Wiener (1897) und die Berliner Secession (1898). Schon 1913 spaltete sich dann bereits eine Gruppe ab, die sich von der immer konservativer gewordenen Künstlergruppe nicht mehr angemessen vertreten fühlte und »Münchener Neue Secession« nannte.
Ihre meist naturalistisch arbeitenden Künstler gaben der Kunst richtungweisende Impulse, die, ausgehend von der Landschaftsmalerei Barbizons, in den europäischen Künstlerkolonien entwickelt wurden. So ist es nicht verwunderlich, dass von den elf Künstlern, die am 29. Februar 1892 den von Ludwig Dill verfassten Aufruf zur Abspaltung von der Künstlergenossenschaft unterzeichneten, mehr als die Hälfte zum Malen in die der Künstlerkolonie Dachau fuhr.

Erstmals nach über 40 Jahren zeigt die Gemäldegalerie Dachau ausgewählte Gemälde aus der wertvollen Sammlung der Secession, vor allem der ersten beiden Jahrzehnte ihrer Sammeltätigkeit. Darunter sind Bilder prominenter Maler wie Albert von Keller, Franz von Stuck, Wilhelm Trübner oder Gabriele Münter aber auch Bilder zahlreicher Dachauer Maler wie Adolf Hölzel, Ludwig Dill, Arthur Langhammer, Hans von Hayek, Leo Putz, Rudolf Schramm-Zittau und Fritz von Uhde sowie einige wenige Skulpturen.

Gemäldegalerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
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Museen München Lenbachhaus: Mentales Gelb. Sonnenhöchststand
Mentales Gelb. Sonnenhöchststand

Die Sammlung KICO

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus bereitet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn die Ausstellung »Mentales Gelb. Sonnenhöchststand« vor. Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Doris und Hans-Gerd Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an beiden Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung lag in ihren Anfängen auf monochromer Farbmalerei, hat sich jedoch im Lauf von zwei Jahrzehnten auf ein weites Spektrum von Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen ausgedehnt. Ankäufe erfolgen unter der Prämisse, vollständige Werkgruppen oder ganze Raumkonzepte in die Sammlung zu integrieren. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert und ermöglicht so die sinnvolle Ergänzung auch der Museumsbestände. Die Sammlung KiCo unterstützt das Lenbachhaus ebenso wie das Kunstmuseum Bonn ganz maßgeblich dabei, ihre jeweils eigene Sammlungspolitik auch in den kommenden Jahren entsprechend fortzusetzen.


Künstlerinnen und Künstler in der Münchner Ausstellung:
Franz Ackermann, Thomas Bechinger, Karla Black, Monica Bonvicini, Martin Boyce, Angela Bulloch, Heinz Butz, Antonio Calderara, Thomas Demand, Inge Dick, Thea Djordjadze, Ólafur Eliasson, Ceal Floyer, Isa Genzken, Katharina Grosse, Wade Guyton, Marcia Hafif, Charline von Heyl, Daniel Knorr, Maria Lassnig, Erik van Lieshout, Sarah Morris, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Rolf Rose, Karin Sander, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Adrian Schiess, Wolfgang Tillmans, Corinne Wasmuht

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München
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Museen München Stadtmuseum: Kurt Eisner
Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867-1919)

"Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft,
mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube an die Kraft
des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige."
(Heinrich Mann in seiner Gedächtnisrede anlässlich der Trauerfeier für Kurt Eisner im Münchner
Odeon am 16. März 1919)

Das Münchner Stadtmuseum fokussiert die Ausstellung zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner
(Berlin 1867-München 1919) auf den publizistischen und politischen Werdegang einer  charismatischen, noch heute von unterschiedlichen Interessengruppen vereinnahmten  Persönlichkeit. Die biografische Darstellung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Landeshauptstadt München 2018 / 2019 den historischen Ereignissen der  Revolution nachspüren wird.
Bis in die 1990er-Jahre, man kann sagen bis zur Veröffentlichung der Biografie von Bernhard Grau (München, 2001), die die gesamten historischen Quellen zu Kurt Eisners Leben auswertete, hielt  sich im historischen Gedächtnis nachhaltig dessen Beurteilung als Idealist und Utopist, als ein  Mann, der von Politik nichts verstand. Die Ausstellung hingegen nutzt die Gelegenheit, den  gesamten Lebensweg Eisners aufzubereiten und die ca. 105 Tage der Regierung Eisner an der  Spitze des Volksstaates Bayern zu thematisieren. Sie zeigt Kurt Eisner als engagierten  Journalisten und Politiker und macht so seinen Weg vom „Gefühlssozialisten“ zur prägenden  Persönlichkeit der Revolution vom November 1918 nachvollziehbar.
Während der Tod Eisners zunächst eine allgemeine Betroffenheit auslöste, brachen die Trennlinien einer zukünftigen Entwicklung wieder sehr bald auf. Die Ausstellung erzählt in Schlaglichtern diese  bis Mai 1919 währende Zeit der Auseinandersetzungen um die Frage „repräsentativer  Parlamentarismus oder Räterepublik“. Die Darstellung einzelner Schicksale daran Beteiligter  vertiefen das Geschehen zusätzlich.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
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Museen Dachau Bezirksmuseum: 500 Jahre Reformation
Bezirksmuseum Dachau

500 Jahre Reformation
Zur Geschichte der Protestanten im Dachauer Land

19. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Die öffentliche Kritik Martin Luthers an den kirchlichen Missständen, insbesondere am Ablasshandel, verbreitete sich infolge der Erfindungen im Buchdruck im ganzen deutschsprachigen Raum wie ein Lauffeuer. Sie traf den Nerv der Menschen und stieß zunächst auch in Bayern auf Sympathien.
Die Bauern im Landgericht Dachau blickten über den Lech auf die blutigen Kämpfe ihrer unterdrückten Standesbrüder. Auch in den Hofmarken und Klöstern gärte es: 1528 wurden die adeligen Brüder Augustin und Christoph Perwanger, Anhänger der Täufer-Bewegung und Hofmarkbesitzer von Günzlhofen und Vogach, als Ketzer hingerichtet. Im Kloster Altomünster begeisterte sich Johannes Hausschein, genannt Oecolampadius für die reformatorische Sache und auf Schloss Odelzhausen finden wir in Johannes Mathesius, den ersten Biografen Martin Luthers.
Was als Widerspruch begann, endete mit der Abspaltung der evangelischen Kirche. Doch Bayern blieb gemäß dem Grundsatz cuius regio, eius religio katholisch. Erst in Folge des Religionsedikts von 1803 wanderten protestantische Familien aus der Pfalz ins Dachauer Land ein. Barbara Strohms Tagebuch verrät, wie sie sich fühlte, als sie zusammen mit ihren Eltern 1819 Wagenried im Landgericht Dachau erreichte: in einem fremden Land und nicht katholisch. Damals entstanden in Kemmoden und Lanzenried die ersten evangelischen Kirchenbauten. Doch war der Weg zum toleranten Miteinander nicht selten mühevoll. Man wolle wohl auch lieber ächt katholische Dornen, Disteln und Sümpfe, als ketzerische Wiesen und Futterkräuter haben, vermutete der Protestant Friedrich Nicolai auf seiner Reise durch das Bayernland im Jahr 1781.
Schließlich wurde durch die gewaltigen Flüchtlings- und Vertriebenenströme nach dem Zweiten Weltkrieg die konfessionelle Spaltung allerorten greifbar. In Dachau und Karlsfeld machten die Protestanten nun fast ein Viertel der Bevölkerung aus. Wie aber erging es den andersgläubigen Fremden, wie den alteingesessenen Katholiken? Zuwanderung, Vorurteile, Ausgrenzung und Integration fanden damals statt.
Die Ausstellung geht der regionalen Historie mit vielen interessanten Objekten nach, darunter Ablassbriefen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, einer frühen Ausgabe der Lutherbiografie von Johannes Mathesius aus dem Jahr 1570 und Filmausschnitten über die protestantischen Neusiedler aus der Pfalz.
Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird die Ausstellung um das Thema ›Protestantische Weihnachtszeit‹ ergänzt.
Zur Ausstellung erscheint ein informativer Begleitband.


Bezirksmuseum Dachau
Augsburger Straße 3
85221 Dachau
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Museen München Lenbachhaus: After the Fact. Propaganda 2001-2017
After the Fact. Propaganda 2001-2017

Die beste Propaganda erscheint im Gewand der Entertainments.
(N.J. O'Shaughnessy)

Mit dem 21. Jahrhundert beginnt eine neue Ära politischer Propaganda. Geopolitische Ereignisse wie der 11. September, der von Georg W. Bush erklärte War on Terror, die Einführung der Gemeinschaftswährung der Europäischen Union und die Kriege im Nahen Osten haben über die Jahre zu verhärteten Fronten geführt: Okzident und Orient, Freiheitsk ämpfer und Terroristen, Wutbürger und Lügenpresse, die Europäische Union als Wunschziel (für Migranten aus kriegsversehrten und ärmeren Ländern) und Fluchtgrund zugleich (Brexit) ­­ diese und andere polarisierende Kategorien prägen seitdem die politische Diskussion. Propaganda als strategische Praxis der Kommunikation und Einflussnahme ist in aktuellen gesellschaftlichen Prozessen allgegenwärtig. Dennoch wird der Propagandabegriff heute zumeist gebraucht, um historische Phänome oder Missstände 'anderswo' zu bezeichnen. Euphemismen wie "strategische Kommunikation", »politisches Management« oder schlicht »Marketing« werden in westlichen Demokratien anstelle des negativ besetzten Ausdrucks verwendet, um Methoden unterschiedlich gearteter Meinungsmache zu umschreiben. Künstler*innen finden verschiedene Wege des Umgangs mit Propaganda. Sie adaptieren ihre historische Formensprache, karikieren oder fiktionalisieren politische Täuschungsmanöver und sehen sich zugleich mit neuen Tendenzen konfrontiert, die ihre Kunst zu instrumentalisieren suchen. Anhand von künstlerischen Positionen sowie tagespolitischer Berichterstattung beabsichtigt After the Fact, Propaganda in ihren Verfahren und Zielen im Hier und Jetzt zu lokalisieren und als Konzept neu zubeleuchten.
Begleitend zur Ausstellung findet in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen ein Veranstaltungsprogramm statt.
Mit Coco Fusco, Alfredo Jaar, Carlos Motta, Khalil Rabah, Aura Rosenberg, Sean Snyder, Franz Wanner, u.a.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München

Fotos:
1. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017

2. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017
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Museen Landsberg Museum: Servus Transall! Zum Abschied der Luftwaffe in Penzing
Ausstellung 02.06. – 01.10.2017

Ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geht zu Ende. Seit 1971 startet die Transall vom Heimatflughafen Penzing aus in weltweite Einsätze. Die Ablösung durch ein neues Flugzeugmuster beendet die tägliche Präsenz der Transall im Luftraum der Stadt Landsberg und die Geschichte des Lufttransportgeschwaders 61 in der Region.

Die Soldaten des Geschwaders berichten von ihrer Arbeit in einem fliegenden Verband. Objekte der Luftwaffe verdeutlichen den Arbeitsalltag und erzählen tragische und berührende Geschichten: wie die Dankschreiben aus Bergrettung oder das Wrackteil einer verunglückten Transall. Technikfreaks können sich ins Cockpit setzen oder das Schnittmodell eines Transall-Fahrwerks studieren. Auf den Führungen am Fliegerhorst bietet sich den Besuchern eine der wenigen Gelegenheiten, eine Transall zu besichtigen, bevor die letzten verbliebenen Maschinen den Fliegerhorst Penzing im Herbst verlassen.

Museum Landsberg
Von-Helfenstein-Gasse 426
86899 Landsberg
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Museen München Literaturhaus: OSKAR MARIA GRAF - Rebell, Weltbürger, Erzähler
OSKAR MARIA GRAF
Rebell, Weltbürger, Erzähler

Zum ersten Mal seit über 20 Jahren ist er mit einer großen Schau in München neu zu entdecken: Oskar Maria Graf (1894–1967), der Rebell, Weltbürger und große Erzähler. Im Mittelpunkt seines Schreibens und unserer Ausstellung: die Zeit des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«.
Schreiben war für Graf ein politischer Akt, ob in München, Wien, Brünn oder New York, wo er über 30 Jahre seines Lebens verbrachte. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist dort entstanden. Als Erzähler beschwört
er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Flucht, Exil, Aufbrechen, Ankommen – diese großen Themen spiegelten sich in den beeindruckenden und berührenden Fotografien von Herlinde Koelbl. Sie zeigt Geflüchtete nach ihrer Ankunft in Deutschland, Italien oder Griechenland, zeigt Aufnahmen des Wartens, des Sich-Einrichtens in einer unbestimmt langen Zwischenzeit.

Und auch unsere neue Ausstellung beschäftigt sich mit diesen Themen, denn die Lebensgeschichte des bayerischen Rebellen Oskar Maria Graf (1894–1967) ist eine Geschichte der Emigration. Seine langjährige Staatenlosigkeit und sein Rückzug in die sprachliche Isolation bieten Anknüpfungspunkte für die heutigen weltpolitischen Fragen nach Flucht und Asyl.
Die Ausstellung zeigt Oskar Maria Graf als internationalen und modernen Schriftsteller. Im Mittelpunkt steht sein Leben und Schreiben in den Jahren des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«. Oskar Maria Graf und seine Frau Mirjam lebten von 1933 bis 1938 in Wien und Brünn und ab 1938 in New York. Schreiben war für Graf ein politischer Akt. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist in New York  entstanden. Als Erzähler beschwört er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Der Besucher folgt bei seinem Weg durch die Ausstellung den Stationen einer Emigration. Begleitet von Oskar Maria Grafs biografischem Weg, werden die in den jeweiligen Phasen wichtigen Themen inszeniert. Die Räume und Denkbilder ermöglichen eine überzeitliche Auseinandersetzung mit den großen Konzepten Politik, Vernetzung, Erinnerung, Sprache und Heimat. Zugleich entfaltet das erzählerische Werk Oskar Maria Grafs seine ganze Kraft, indem die Themen anhand von literarischen Werken versinnbildlicht werden. Neben den politischen Artikeln und der Lyrik sowie dem New York Roman »Flucht ins Mittelmäßige« nimmt der große autobiografische Roman »Das Leben meiner Mutter« eine zentrale Rolle ein.

Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia
Kulturpartner: Bayerischer Rundfunk
Leitung Literaturhaus: Tanja Graf
Kuratorinnen: Laura Mokrohs und Karolina Kühn
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Elisabeth Tworek, Prof. Waldemar Fromm, Prof. Wilfried F. Schoeller
Gestaltung und Szenografie: unodue{ münchen
Audiobegleitung: Friedrich Ani
Filmberatung: Andreas Ammer

Mit freundlicher Unterstützung durch die Freunde und Förderer des Literaturhauses München

Mo-Mi & Fr 11-19 Uhr
Do 11-21.30 Uhr
Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr
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Museen Fürstenfeldbruck Kunsthaus: Graphzines aus dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Graphzines aus dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte
„New Lung Seeded Inside“ Installation von Stéphane Blanquet
Museum Fürstenfeldbruck und Zentralinstitut für Kunstgeschichte München
Donnerstag, 22. Juni bis Sonntag, 24. September 2017

Mit der Ausstellung „Graphzines“ zu französischen Künstlerpublikationen leistet das Museum Fürstenfeldbruck zusammen mit dem Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) Pionierarbeit: Zum ersten Mal überhaupt werden französische Graphzines in einem Museum
in Deutschland zu sehen sein. Über 100 Werke aus der bedeutenden Graphzines-Sammlung
der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte laden ab Donnerstag, 22. Juni 2017 ein
zur Entdeckung einer künstlerischen Szene, die seit der Mitte der 1970er abseits des großen Kunstbetriebes besteht und bis heute in immer neuen Formen lebendig ist. Begleitend zur Bücherausstellung zeigt Stéphane Blanquet (Paris), einer der wichtigsten Künstler der Szene,
auf rund 250m² Quadratmetern die begehbare Installation „New Lung Seeded Inside“, die
als begehbares Buch konzipiert ist.

Graphzines
Graphzines sind graphische, figurative Künstlerpublikationen, die eng mit dem alternativen Comic strip und den Fanzines verbunden sind. Sie werden in der Regel in kleineren Auflagen hergestellt,
oft im Siebdruckverfahren, und bei spezialisierten Buchhandlungen, Galerien und Festivals angeboten. Das formale Spektrum reicht vom fotokopierten Zine bis zu großformatigen serigraphischen Meisterleistungen und Unikaten.
Die Ausstellung über Graphzines liegt im Trend. Zahlreiche Ausstellungen über Comics, darunter umfangreiche Schauen wie Pioniere des Comic in der Schirn Kunsthalle Frankfurt 2016 und Comics! Mangas! Graphic Novels! in der Bundeskunsthalle Bonn 2017 zeigen, dass der Comic und verwandte Genres nicht mehr als Produktionen einer Subkultur gelten, sondern als bedeutende kulturelle Medien wahrgenommen werden.
Vorgestellt werden einige der wichtigsten Künstler bzw. Künstlerproduzenten von den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Im Fokus steht die französische Szene
der achtziger und neunziger Jahre, die große, prägende Zeit der Graphzines. Folgende Namen strukturieren die Ausstellung: Bazooka, Elles sont de sortie (mit Pascal Doury und Bruno Richard),
Le Dernier Cri (Pakito Bolino), Stéphane Blanquet (Chacal Puant / United Dead Artists), ferner Y5P5, Pierre La Police, Philippe UG (CBO éditions), Thierry Guitard, Blexbolex und Charles Burns als Repräsentant der angloamerikanischen Verbindungen. Seltene Plattenhüllen erinnern an die enge Verbindung der graphischen mit der musikalischen Szene. Werbegraphiken, Pop-up-Bücher, Jugendbücher und Graphic Novels verdeutlichen, dass die Graphikkünstler verschiedenste Formate nutzen. Einige sind bereits einem größeren Publikum bekannt (Stéphane Blanquet, Blexbolex, Charles Burns, Kiki Picasso, Philippe UG).

Die Installation
Der 1973 geborene französische Künstler Stéphane Blanquet zählt zu den wichtigsten Vertretern
der internationalen Comic-Avantgarde. Als Schöpfer und Produzent von Graphzines begann er seine künstlerische Laufbahn in den späten achtziger Jahren. Mit seiner Produktionsstruktur United Dead Artists ist er heute einer der bedeutendsten Verleger französischer und internationaler graphischer Künstlerpublikationen. Einem größeren Publikum wurde er durch seine unverwechselbaren Kinderbücher und graphischen Erzählungen in Scherenschnitt-Technik, seine Presseillustrationen und seine Zeichentrick-Kurzfilme für Canal+ bekannt. Großformatige Wandmalereien schuf er 2008
in den Gewölben der KABINETTpassage im Wiener Museumsquartier. Seit vielen Jahren entwirft er für den Theaterregisseur Jean Lambert-wild Bühnenbilder und Kostüme, zuletzt für dessen spektakuläre Inszenierung von Shakespeares Richard III. am Théâtre de l’Union Limoges. Blanquet ist multimedial tätig, er produziert Lithographien, Tapisserien, Porzellan - und Bronzeplastiken sowie elektronische Graphik und Musik. Umfangreich Installationen waren im Kunstmuseum Singapur 2012 und 2016 im Centre Georges Pompidou in Paris zu sehen.
New Lung Seeded Inside ist Blanquets erste Installation in Deutschland. Sie ist als begehbares monumentales Buch angelegt, das im Innern die Fantasiewelt Blanquets sinnlich überwältigend zur Anschauung bringt und gleichzeitig den Anstoß dafür geben will, Graphzines als künstlerisches Medium in die Zukunft zu tragen.
Die Sammlung des ZI
Mit mehr als 1.800 Titeln besitzt die Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (ZI)
in München die umfangreichste Sammlung französischer Graphzines außerhalb Frankreichs.
Sie wurde seit einem 2013 in Paris erfolgten Ankauf eines größeren Bestandes kontinuierlich ausgebaut. Eine auf der ZI-Sammlung beruhende Publikation zum Thema ist in Vorbereitung
und soll 2018 erscheinen (Verlag der Buchhandlung Walther König).
Künstlerbücher im Museum Fürstenfeldbruck
Mit der Ausstellung knüpft das Museum Fürstenfeldbruck an zwei erfolgreiche Künstlerbuch – Präsentationen an: „Künstlerbücher. Die Sammlung Reinhard Grüner“ (2004) und „ Freundschaften und tiefe Einblicke in die Zeit. Künstlerbücher aus der Sammlung Reinhard Grüner“ (2015/16).

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck

Abbildungen:

- Blexbolex (*1966): Cahier de Jef. - Selbstverlag, 1992. - 9 Blätter, 38 x 30 cm, Serigraphie, Fadenbindung, Auflage 35 Exemplare. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Thierry Guitard (*1966): 2ème round. - Paris: Monotrash Édition, 1997. - 8 Blätter, 21 x 14,7 cm, Serigraphie, Auflage: 100 Exemplare, nummeriert und signiert. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Thierry Guitard (*1966): Fantastik. - Liancourt: CBO éditions, 1998. - 9 Blätter in Leporellofaltung, 21 x 21 cm, Serigraphie. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Stéphane Blanquet, (*1973): Ame Chimique. Paris 2015. 27 x 39 cm, Mischtechnik auf Papier.
(Foto: Stéphane Blanquet)
Aktuelle Veranstaltung
heute
Museen Kochel Franz Marc Museum: Blaues Land und Großstadtlärm - Die Fondazione Braglia im Franz Marc Museum
Die Sammlung der Fondazione Braglia mit Schwerpunkt auf dem deutschen Expressionismus wurde bisher nur für einige Wochen in den 2015 eröffneten Museumsräumen der Stiftung in Lugano präsentiert. Im diesem Sommer zeigt das Franz Marc Museum diese herausragende Sammlung für sechs Monate im Rahmen einer Ausstellung, die als „expressionistischer Spaziergang durch Kunst und Literatur“ konzipiert ist. Im Zentrum der Sammlung der Fondazione Braglia steht die Kunst des „Blauen Reiters“, insbesondere Paul Klees, Gabriele Münters und Marianne von Werefkins. Sie umfasst darüberhinaus wichtige Arbeiten von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Lyonel Feininger.Diese Perspektive auf den deutschen Expressionismus ist von der Vorliebe für Farbintensität, Poesie und erzählerische Elemente geprägt. Sie blendet Momente von Melancholie, Depression oder Verzerrung weitgehend aus.Im Dialog mit der Sammlung des Franz Marc Museums werden diese charakteristischen Aspekte des deutschen Expressionismus berücksichtigt, so dass –auch im Zusammenspiel mit Werken der ahlers collection, die ab 2017 den Bestand des Museums ergänzt –einerseits ein abgerundetes Bild entsteht, andererseits viele, bisher in der Öffentlichkeit kaum präsentierte Exponate gezeigt werden können.Die Ausstellung –ein Dialog zwischen der Sammlung des Franz MarcMuseums und Werken der FondazioneBraglia ist thematisch strukturiert: „Blaues Land“, „Paare,Passanten“, „Kinderspiele“ lauten einige der Überschriften zu den Ausstellungskapiteln. Unter diesen Themen werden nicht nur Bilder, sondern auch Texte zusammengefasst, denn Motive, Gedankengut und emotionale Haltung des Expressionismus in der bildenden Kunst hatten Parallelen in der Literatur, sie waren inspiriert von Texten des Symbolismus und Naturalismus und wiesen voraus auf Literatur des fortschreitenden 20. Jahrhunderts. Dieses Zusammenspiel zwischen Kunst und Literatur erweitert die Perspektive auf den deutschen Expressionismus, der durch seine Rezeption insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg auf Ausdrucksstärke, Farbintensivität und Innovationskraft beschränkt wurde, während die „dunkleren“, hintergründigen Seiten dieser Kunstepoche vernachlässigt wurden.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Abbildungen:
- August Macke
Badende mit Lebensbäumen, 1910
Öl auf Leinwand
Sammlung Braglia

- Ernst Ludwig Kirchner
Blaue Artisten, 1914
Öl auf Leinwand
Franz Marc Museum, Kochel am See
Dauerleihgabe aus Privatbesitz

- Marianne von Werefkin
Der Tänzer Sacharoff, 1912/13
Gouache auf Bütten
Sammlung Braglia
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.