Blickpunkt:
Kosmos
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Inhaltsverzeichnis
Ein Meilenstein in der kosmischen Fernerkundung

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Exoplaneten - Ferne Welten

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Gammablitze aus dem All

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„Wissenschaft in die Schulen!“

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Farbiges Feuerspiel

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Sonnenfinsternis im März

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Samstag 01.08.2015
Ein Meilenstein in der kosmischen Fernerkundung
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In den Augusttagen tritt neben den zwei hellsten Sternen Arktur im Sternbild Bootes und Wega im Sternbild Leier ein weiterer Stern in den Vordergrund, der wie Wega ebenfalls zum sogenannten Sommerdreieck gehört. Es ist Atair, der Hauptstern des Adlers, der sich bereits in der Abenddämmerung markant vom Himmelshintergrund abhebt. Sein arabischer Name (Atair oder auch Altair) bedeutet soviel wie „der Fliegende“ oder auch „der Flüchtende“. Ein Hinweis auf den Mythos um ein Adlerpaar, das ebenfalls in arabischen Schriften Erwähnung findet. Im Gegensatz zum fallenden (weiblichen) Adler (Wega), der vom tödlichen Pfeil des Schützen (Sagittarius) getroffen wird, verfehlt das für das männliche Tier vorgesehene Bogengeschoss sein Ziel und so steigt der Atair zum Himmelszenit empor. Jener fehlgeschossene Pfeil ist übrigens als Sternbild Pfeil (Sagitta) direkt oberhalb von Atair sichtbar.
Die Planeten spielen im Monat August nur eine Nebenrolle. Einzig Saturn, tief im Südwesten vor dem Sternbild Skorpion stehend, ist eindrucksvoll. Dafür kann man am 12. August in der mondlosen zweiten Nachthälfte innerhalb einer Viertelstunde bis zu 30 Sternschnuppen des Perseidenstromes beobachten.
Zu welchen ingenieurtechnischen Meisterleistungen die Raumfahrt fähig ist, haben die letzten Wochen und Monate verdeutlicht. Nachdem die Mission Rosetta zum Kometen „Tschuri“ bereits ein voller Erfolg war und derzeit die Raumsonde „Dawn“ den ehemals größten Asteroiden und jetzigen Zwergplaneten Ceres untersucht, hat die Hype um die Pluto-Mission „New Horizons“ sämtliche Rekorde der Onlineklicks auf dem Gebiet der Raumforschung gesprengt.
Auch wenn bis jetzt aufgrund der riesigen Entfernungen der Raumsonde nur ein Bruchteil der Bildaufnahmen zur Leitstelle der NASA gelangt sind, stellt diese Unternehmung schon jetzt ein Meilenstein in der kosmischen Fernerkundung dar. Amerikanische Raumsonden haben somit alle neun Planeten des Sonnensystems erforscht. Denn als der Raumflugkörper vor fast zehn Jahren gestartet wurde, galt der 1930 von dem US-amerikanischer Astronomen Clyde Tombaugh entdeckte Pluto noch als Planet. Die 2006 erfolgte Herabstufung zum Zwergplaneten konnte den jetzigen Missionserfolg nicht schmälern. Die bei einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Sekunde(!) geschossenen Fotos sind einfach sensationell. Riesige Eisgebirgsformationen, mehr als acht Kilometer tiefe Schluchten und dunkle, bis zu -240 C  kalte Polgebiete geben den Forschern schon jetzt Rätsel auf. Die wissenschaftliche Ausbeute scheint immens zu werden, wenn es weiter gelingen sollte, die nunmehr schon über fünf Milliarden Kilometer weit entfernte Raumsonde sowohl auf Kurs zu halten, als auch die Datenspeicher abzurufen. Eines ist allerdings gewiss: Die Mission hat gezeigt, dass in den eisigen Welten des fernen Sonnensystems genügend astronomische Rätsel auf ihre Entschlüsselung warten.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
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Dienstag 30.06.2015
Exoplaneten - Ferne Welten
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Im Monat Juli werden die Tage kaum merklich länger, die Nächte entsprechend nur wenig kürzer. Dadurch ändert sich die nächtliche Beobachtungszeit des Sternenhimmels kaum.
Die Venus glänzt strahlend im Westen. Ihre Annäherung an Jupiter wird besonders zum Monatsanfang immer deutlicher. Am Abend des 18. Juli gesellt sich tief im Westen stehend noch die Sichel des zunehmenden Mondes zu dem Planetenpaar. Ein wunderbares Schauspiel, dessen gezielte Beobachtung durch ein einfaches Fernglas an Faszination gewinnt.
Zum Monatsende hin werden Venus und Jupiter allerdings schon mit der Sonne untergehen und somit ihre Abendsichtbarkeit beenden. Die Sterne des Sommerdreiecks (Schwan, Adler, Leier) beherrschen nun den Himmel in südlicher Richtung auffällig. Dabei ist die fast im Zenit stehende Wega, Hauptstern in der Leier, das hellste Objekt.
Seit fast zwanzig Jahren forschen Astronomen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. War die Durchforschung des Alls nach diesen sogenannten „Exoplaneten“ zunächst sehr aufwendig und mit der legendären Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen zu vergleichen, haben mittlerweile innovative Beobachtungsmethoden und ausgefeilte Auswertungssoftware  zur Entdeckung von mehr als 2000 fernen Welten geführt.
Dabei konzentriert sich die Suche auf Planeten, die einerseits die uns bekannte Lebensgrundlage Wasser aufweisen und andererseits ihre Umlaufbahnen um den fernen Mutterstern in der sogenannten habitablen Zone, auch Lebenszone genannt, vollziehen. Diese ist mit der Astronomischen Einheit (AE) dem mittleren Abstandes zwischen Erde und Sonne ungefähr gleichzusetzen.
Was hat diese Suche bisher gebracht? Wir kennen nun etliche ferne Planeten, die dem Giganten Jupiter in vielfacher Hinsicht gleichen, ja zum Teil noch extremere Werte aufweisen. Die Suche nach fernen Planeten mit ähnlichen Grundlagen, wie sie unsere Erde besitzt, verläuft hingegen schleppend. Es ist äußerst schwierig, bei den hohen Entfernungswerten erdähnliche „Exoplaneten“ zu identifizieren. Und wenn doch, handelt es sich häufig um kleinere Gasplaneten.
Es sind daher mit dem Kepler - Weltraumteleskop der NASA nur wenige erdähnlichen Exoplaneten nachgewiesen worden. Das bislang erdähnlichste Objekt ist der „Exoplanet“ Kepler 186-f, in ca. 490 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Schwan, dessen Umlaufbahn nicht zu dicht an seinem Zentralgestirn verläuft. Entdeckt wurde dieser Himmelskörper im Übrigen mit der Transitmethode, wobei das sichtbare Vorbeiziehen eines Planeten vor seinem Stern beobachtet und anhand seiner Helligkeitsverschiebung vermessen wird. Leider konnte auf Kepler 186-f kein Wasser nachgewiesen werden. Ein der Erde ähnlicher Himmelskörper ist somit auch nach zwei Jahrzehnten intensiver Forschung (bisher) nicht nachweisbar. So stellt sich also die Frage weiter: Sind wir allein im All?
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Autor: Siehe Artikel
Montag 01.06.2015
Gammablitze aus dem All
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Quelle: NASA
In den nächsten Wochen verkürzt sich die nächtliche Beobachtungszeit auf weniger als sieben Stunden. Man kann sich daher noch stärker als bisher auf die Planetenbeobachtung konzentrieren. Vor allem die nun extrem helle Venus hoch im Westen bietet einen wunderbaren Fixpunkt in der Dämmerung. Mit dem Einsetzen der Dunkelheit wird dann der Planetenriese Jupiter in unmittelbarer Nähe des Abendsterns sichtbar. Am 21.6. gesellt sich sogar die Sichel des zunehmenden Mondes hinzu, so dass ein interessantes Himmelsdreieck entsteht.
Gegen 23 Uhr werden die Sternbilder Großer und Kleiner Bär und der Bärenhüter hoch im Süden für den Betrachter sichtbar. Diese drei Sternbilder beherrschen momentan den spätabendlichen Himmel. Der Skorpion, als typisches Sommersternbild, ist nur knapp über den Horizont ebenfalls in südlicher Richtung zu entdecken. Sein Hauptstern Antares steht direkt unterhalb des Ringplaneten Saturn.
In den Fachzeitschriften ist in der letzten Zeit ein Phänomen in den Focus gerückt: Die sogenannten GRBs (Gamma-ray bursts), zu deutsch Gammastrahlenexplosionen. Diese Ausbrüche entstehen, wenn eine besonders energiereiche Supernova in kürzester Zeit unvorstellbare Mengen an Energie in Form von Gammastrahlung aussenden. Erstmals entdeckte man diese Himmelserscheinung 1967 eher zufällig mit den US-amerikanischen Vela-Überwachungssatelliten, die im Grunde der Aufklärung oberirdischer Atombombentests dienten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man erst sechs Jahre später der wahren Identität diese Gammablitze auf die Spur kam. Im Jahre 2008 konnte der NASA-Satellit SWIFT den bisher energiereichsten Strahlungsausbruch bei einem Stern im Sternbild Bärenhüter nachweisen. GRB 080319B war von seiner Leuchtkraft her 1.000.000.000.000.000 Mal heller als unsere Sonne.
Was würde passieren, wenn der Gammablitz einer solchen Hypernova in Richtung Erde gelangt ? Eine Apokalypse aus dem All und damit ein Horrorszenario und Endzeitstimmung? Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Extremfall nicht. Denn die zwar unsichtbaren, aber doch hochenergetischen Gammastrahlen des GRB könnten die empfindliche Ozonschicht der Erde erheblich ausdünnen, was wiederum dazu führen würde, dass die gefährliche UV-Strahlung der Sonne über Jahre die Erdoberfläche erreicht. Ohne diesen natürlichen Schutz wäre ein Großteil des Lebens auf der Erde stark gefährdet.
Neue wissenschaftliche Studien zeigen allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses äußerst gering ist. Nur einmal innerhalb einer Milliarde Jahre könnte uns ein solcher GRB erreichen. Unsere Existenz am Rande der Galaxis scheint also relativ ungefährdet. Ein interessanter Umkehrschluss der Untersuchungen ist allerdings der Fakt, dass 90% aller Galaxien ein zu hohes Aufkommen an Gammablitzen haben, sodass die Entstehung von komplexen Leben, das einige Milliarden Jahre zur Entwicklung benötigt, nahezu unmöglich erscheint. Sollten wir also doch einzigartig sein?
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Autor: Siehe Artikel
Freitag 01.05.2015
„Wissenschaft in die Schulen!“
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Unverkennbar: Die Tage werden länger und die Nächte kürzer. Im Monat Mai zeigt sich dies besonders deutlich. Jeder Tag bringt vier Minuten mehr Licht und die Tageslänge wächst bis zum Monatsende um eineinhalb Stunden. So ist es nicht verwunderlich, dass die strahlend helle Venus den Reigen der zu beobachtenden Nachtobjekte über dem Westhorizont erst nach 20.30 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) eröffnet. Später kommen in gleicher Himmelsrichtung mit den Zwillingen und dem Fuhrmann die letzten noch verbliebenen Wintersternbilder dazu. Im Süden beherrscht der Löwe gemeinsam mit dem ihm zur Seite stehenden Jupiter die Szenerie. Hoch über ihm erreicht der Große Bär, auch als Großer Wagen bekannt, im Zenit stehend seine höchste Jahresposition. Nach Mitternacht kann in der Nähe des Sternbild Skorpion der momentan der Sonne genau gegenüberstehende Saturn im Süden beobachtet werden. Selbst mit einem Fernglas lässt sich seine ovale Flächenausdehnung erkennen. Sein ausgeprägtes Ringsystem - immerhin mit 28 Erddurchmessern vermessen - erreicht momentan seine beste Sichtbarkeit.
Inzwischen wurden von der partiellen Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 viele interessante Bilder veröffentlicht. Leider begleitete die Verfinsterung auch auch ein gehöriger Grad von Unwissenheit. Die Gefahr, dass eine ungeschützte Beobachtung die Möglichkeit einer Verletzung der Netzhaut des Auges nach sich ziehen kann, führte zu sonderbaren Verhaltensweisen. So wurde in manchen Schulen Deutschlands die Beobachtung strikt untersagt, teilweise sogar spezielle Vorhänge installiert, um das Augenlicht der Schüler (und Lehrer) zu schützen. Dabei hätte als Beispiel eine doppelt gefaltete Rettungsdecke sowohl den Schutz gewährleistet, als auch als eine Beobachtungsmöglichkeit geschaffen.
Auch in den neuen Medien waren viele irreführende Informationen zu finden. Dies gipfelte in Aussagen, die die Möglichkeit der Beobachtung der Sonnenfinsternis auf der Tagseite und gleichzeitig der Mondfinsternis auf der Nachtseite offerierten. Hier zeigte sich wieder einmal, dass angelesenes Halbwissen zu den unglaublichsten Fehlmeldungen führt. Vergleicht man dies mit der Arbeit des Hubble Heritage Teams, das seit zwei Jahrzehnten amerikanischen Schülern und Lehrern die großartigen Aufnahmen des seit 25 Jahren arbeitenden Weltraumteleskops Hubble näher bringt, wird deutlich, wie wichtig Bildungsinhalte der ältesten Naturwissenschaft nicht nur für den heranwachsenden Menschen sind. In Deutschland ist dieser Schritt mit der Aktion „WIS - Wissenschaft in die Schulen!“ (http://www.wissenschaft-schulen.de/) inzwischen auch schon getan.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Autor: Siehe Artikel
Mittwoch 01.04.2015
Farbiges Feuerspiel
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Nachdem die Sonne am 20.März den Frühlingspunkt durchlaufen hat, sind die Tage wieder länger als die Nächte und die Beobachtungszeiten des nächtlichen Himmels verringern sich bald merklich. Trotzdem zeigt sich Venus als brillant leuchtender Abendstern am Westhimmel. Jupiter dominiert den Südhimmel als hellstes Objekt. Saturn beherrscht im Laufe der Nacht den Osthimmel. Die Wintersternbilder verabschieden sich durch den Tageslängenzuwachs vom westlichen Nachthimmel und überlassen den Frühlingssternbildern Löwe und Jungfrau im Süden und Südosten  den Vorrang.
„Auch die Märzabende halten interessante Beobachtungen am Sternhimmel bereit.“ So begann der letzte Kosmos-Artikel vom 2. März. Dies hat sich für viele Himmelsbeobachter am Abend des 15.3. um 19.44 Uhr rein zufällig bewahrheitet, denn eine sehr helle und äußerst eindrucksvolle Feuerkugel konnte trotz Straßenlaternen und Autoscheinwerfern über mehrere Sekunden deutlich beobachtet werden.
Solche Erscheinungen, die auch Boliden genannt werden, stellen das typische Zerfallen eines außerirdischen Objektes von der ungefähren Größe eines Basketballs am Ende ihrer Flugbahn dar. In Höhen von 100 bis 120 km beginnen die aus den Tiefen des Sonnensystems stammenden Brocken (Meteoride) mit den oberen atmosphärischen Schichten zu reagieren. Aufgrund der enormen Reibungshitze kommt es dabei zu einem Zerstrahlungsprozess, denn die eiskalten Materialien des Körpers wandeln sich in Sekundenbruchteilen vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand. Dies führt zu den hellen Leuchterscheinungen, die auch als Meteor bezeichnet werden.
Bei fast unglaublichen Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde können die finalen Zerfallsmomente eines solchen Boliden von einem farbigen Feuerspiel und grandioser Helligkeit begleitet werden, was auch einige eher zufällig gewonnene Amateur-Aufnahmen vom 15. März deutlich zeigen. 
Da es seit einiger Zeit auch in Süddeutschland ein ausgeklügeltes Feuerkugel-Überwachungssystem mit automatischen Kameras gibt, ist das Ereignis wissenschaftlich gut dokumentiert. Durch die Fisheye-Objektive (Objektiv mit sehr großem Blickwinkel) dieser Kameras kann letztendlich die tatsächliche Flugbahn des Boliden berechnet werden. Das Objekt bewegte sich demnach in ca. 80 km Höhe über weite Teile Bayerns in südöstliche Richtung. Das Ereignis endete dann über der Schweiz, wo sich die von der Feuerkugel aufgestaute Luft in einem deutlich hörbaren Überschallknall entlud. In wieweit aber am Ende der Flugbahnparabel durch die Fragmentierung letzte, kleine Bruchstücke auf der Erde eingeschlagen sind, wird die Suche im Streufeld des Boliden zeigen.
Die zufälligen Beobachter haben auf jeden Fall einen dieser seltenen und gleichzeitig erhabenen Augenblicke der Vergänglichkeit des Kosmos erlebt - den man nicht so schnell vergessen wird. Natürlich durfte man sich auch bei dieser riesigen Sternschnuppe etwas (riesiges) wünschen. 
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Autor: Siehe Artikel
Montag 02.03.2015
Sonnenfinsternis im März
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Auch die Märzabende halten interessante Beobachtungen am Sternenhimmel bereit. Zum einen erreicht Venus seine östlichste Position zur Sonne (Elongation) und ist als hellleuchtendes Objekt schon in der frühen Abenddämmerung erkennbar. Der ihm zur Seite stehende Mars verblasst geradezu neben dem Schwesterplaneten der Erde.
Zum anderen bleibt Jupiter der Beherrscher der Nacht und ist das auffälligste Objekt im Süden. Zu Beginn der zweiten Nachthälfte gesellt sich Saturn im Osten zu ihm. Bereits am 20.März durchläuft die Sonne den Frühlingspunkt. An diesem Tag ist Frühlingsanfang und Tagundnachtgleiche (dabei handelt es sich um die beiden Tage im Jahr, an denen die Sonne an den so genannten Äquinoktialpunkten steht. Überall auf der Erde sind dann Tag und Nacht exakt gleich lang. Aufgrund der Schaltjahre in unserem Kalender kann der genaue Zeitpunkt geringfügig schwanken).
Am selben Tag (20. März) ereignet sich zwischen 9.30 Uhr und 11.50 Uhr eine teilweise Sonnenfinsternis. Bei gutem Wetter kann man mit entsprechenden Spezialbrillen die Bedeckung von rund zwei Dritteln der Sonne durch den Neumond beobachten.
Am darauffolgenden 21.März werden die Tage dann wieder länger als die Nächte - das Sommerhalbjahr beginnt.
Bald schon werden die Wintersternbilder im Wandel der Jahreszeiten der Vergangenheit angehören. Damit schwindet auch die Möglichkeit der Beobachtung von Sternbildern, die eigentlich zum südlichen Sternhimmel gehören. Strenggenommen geht diese Trennungslinie mitten durch die Wintersternbilder, die uns in den vergangenen Monaten zu gewohnten abendlichen Begleitern geworden sind. Allen voran ist da natürlich der Himmelsjäger Orion zu nennen. Der Himmelsäquator, der den nördlichen vom südlichen Sternhimmel trennt, verläuft mitten durch dieses Sternbild. Während zum Beispiel sein rötlich leuchtender Schulterstern Beteigeuze noch ein Nordstern ist, sind die Gürtelsterne und der Fußstern Rigel Sterne des Südhimmels. Auch die Hundssterne sind in den nördlichen Prokyon (Kleiner Hund) und den südlichen Sirius (Großer Hund) zu trennen.
Neben dem hellsten Nachtstern Sirius ist auch Kanopus als der zweithellster Nachtstern ein Südobjekt. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Carina (Schiffskiel - Teil des Schiffes der Argonauten). Die Namensgebung vieler Südsternbilder erfolgte  übrigens durch Seefahrer längst vergangener Jahrhunderte. So finden sich hier in der südlichen Hemisphäre entdeckte Tiere wie Tukan und Pavo (Paradiesvogel) ebenso wieder, wie die absonderliche Bezeichnungen Antlia (Luftpumpe), Fornax (Chemischer Ofen) und Norma (Tafelberg). Neben dem Schiff der Argonauten befinden sich mit dem Sextanten, dem Winkelmaß und dem Schiffskompass unabdingbare Peilgeräte der Navigatoren. In den Bezeichnungen Große Magellansche Wolke und Kleine Magellansche Wolke ist sogar der große Weltumsegler selbst verewigt. Hierbei handelt es sich um zwei kleine, aber mit bloßem Auge sichtbare Begleitgalaxien unserer Milchstraße.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Autor: Siehe Artikel
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