Musik
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Inhaltsverzeichnis
Dine Doneff „Rousilvo“

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Ulla Haesen „Rio – Só Vim Matar A Saudade“

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Oddgeir Berg Trio „Before Dawn“

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OHRENGLÜCK 39: Clarinet Summit

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Bobo Stenson „Contra La Indecisión“

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Ernst Ludwig Petrowsky: „Radau!“, „Rabatz!“, „...

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Montag 12.02.2018
Dine Doneff „Rousilvo“
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Rousilvo“ enthält die Musik einer untergegangenen, in ihrer einstigen kulturellen Identität nicht mehr bestehenden Welt. Es sind schmerzhafte Erinnerungen voller Poesie, die Dine Doneff auf „Rousilvo“ in überragende Töne übertragen hat. Voller Wehmut und Temperament, in Anlehnung an die musikalischen Traditionen, wie sie einst für die Region im Nordwesten Griechenlands typisch waren. Und zugleich findet der Komponist und Multiinstrumentalist Doneff für diese Aufarbeitung von zum Teil originalen Volksliedern auch moderne orchestrale Ansätze und jazzähnliche Versatzstücke, die dieser Balkanoper etwas prägend Zeitloses geben.
Inhaltlich handelt es sich um die traumatische Lebensgeschichte jener Menschen, die bis vor wenigen Jahrzehnten im griechischen Teil Mazedoniens, genauer im Bergdorf Xanthogeia (der slawische Name lautete Rousilvo) beheimatet waren. Ende der 1940er Jahre, nach dem griechischen Bürgerkrieg, lebten fast nur Frauen in dem Ort. Die Männer, zum Großteil Widerstandskämpfer, waren entweder im Exil oder tot. Im Dorf regierte die Trauer. „Die Frauen sangen Klagelieder in ihren Hinterhöfen, die durch die schluchtartige Lage des Dorfes überall in den Bergen widerhallten“, erzählte Dine Doneff, der mit griechischem Namen Kostas Theodorou heißt, in einem Interview. Später dann wurde die eigene Sprache, wie auch die kulturellen Riten der Vorfahren auf Geheiß der griechischen Regierung verboten. Diese Traditionen galten als anti-hellenistisch. Das Dorf vereinsamte mit den Jahren völlig und wurde 1986 zerstört. So veränderte sich das einstige Paradies, in dem Dine Doneff seine Kindheit verlebte, endgültig. Ein Bruch, den besonders die Alten des Dorfes nur schwer ertrugen.
Das „Requiem über das Verschwinden“ wurde schon 2004 aufgenommen – aber erst jetzt offiziell veröffentlicht. Grund dafür waren Repressalien, denen Doneff bis 2012 von Seiten nationalistischer Organisationen in Griechenland, als auch von staatlichen Sicherheitskräften ausgesetzt war. Mittlerweile lebt der Komponist und Multiinstrumentalist in Süddeutschland und konnte im letzten Jahr das eindrückliche polyphone Werk „Rousilvo“ mit Hilfe von ECM München herausbringen.
Das Album besteht sowohl aus alten Volksliedern der Region, als auch aus oben erwähnten Orchesterteilen, die sehr stark von mazedonischer Blasmusik beeinflusst sind. Überhaupt ist die wichtigste Inspirationsquelle für die vorliegende Arbeit jene Musik, wie sie zu Doneffs Kindheit und davor in dieser Enklave gespielt wurde. Der Komponist konnte sich an viele der Melodien erinnern, wie sie auf Hochzeiten und zu anderen Festen gespielt wurden. Die Texte aber fehlten, da die Menschen schon damals nicht wagten, diese zu singen. Nun wird die Balkanoper von sieben Sängern und sieben Instrumentalisten aufgeführt. Sowohl die klagenden Frauenstimmen, als auch die ausgelassene Festtagsstimmung finden in „Rousilvo“ Eingang. Zarte und lyrische Momente wechseln mit intensiven, kraftvollen Themen, selbstbewussten Improvisationen und treibenden Rhythmen. Es ist Musik aus dem Zentrum der Leidenschaft, ebenso kreativ wie hingebungsvoll umgesetzt. Bei aller Trauer.
Jörg Konrad

Dine Doneff
„Rousilvo“
neRED / ECM
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Sonntag 04.02.2018
Ulla Haesen „Rio – Só Vim Matar A Saudade“
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Wie dicht die Welt zusammenrückt. Eine Deutsch-Finnin spielt brasilianische Musik. Völlig akzentfrei. Bossa Nova auf Nordeuropäisch, voller Sehnsucht und Melancholie. Offene Rhythmen und ein Hauch früher Jahre. Die Kölnerin Ulla Haesen singt und spielt Gitarre, als wäre sie im Blickkontakt zum Zuckerhut aufgewachsen und ihr eine Portion Leidenschaft in die Wiege an der Copacobana gelegt. Auch auf ihrem neuen Album „Rio – Só Vim Matar A Saudade“ spiegelt sich das brasilianische Lebensgefühl entspannt wieder, lassen die wunderbar leichten Melodien den Hörer an einen sonnenverwöhnten Küstenort träumen. So wird Musik zur Therapie.
Ulla Haesen suchte für diese Aufnahme akribisch nach den entsprechenden Musikern. Einige traf sie in Rio und lud diese umgehend in die Hansahaus Studios nach Bonn ein. Andere leben schon seit Jahren in Europa und pflegen hier ihre südamerikanischen Wurzeln. Zusammen zelebrieren sie diesen einmaligen sehnsüchtigen wie auch optimistischen Sound, der den Bossa Nova auszeichnet. Der immer klingt wie bittersüße Unterhaltung, oder, wie Peter Rüedi einmal schrieb: „,Diese Musik riecht nach dem glücklichen Parfüm der frühen Jahre.“
Elegant setzen Ulla Haesen und ihre Formation die kompositorischen Vorgaben von Ivan Lins, Toninho Horta und Marcos Valle um. Sie lassen virtuose Popmusik entstehen, immer nahe dran, am Klangideal. Die Intensität steckt bei ihnen im Detail, die Spannung in der Intimität. Die Frontfrau selbst ist das emotionale Zentrum der Musik, getragen von der kollektiven Lust ihrer Band.
Jörg Konrad

Ulla Haesen
„Rio – Só Vim Matar A Saudade“
Jazzline
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Mittwoch 31.01.2018
Oddgeir Berg Trio „Before Dawn“
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Musik machen die drei schon eine geraume Zeit. Keyboarder Oddgeir Berg, Bassist Karl-Joakim Wisloff und Schlagzeuger Klaus Robert Blomvik sind Studiomusiker. Großartige Instrumentalisten, die, bis auf wenige Ausnahmen, selten im gleißenden Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehen. Oft kennt man nicht einmal deren Namen. Dabei sorgen sie mit ihrem Können oft erst für den entsprechenden Sound, den eine Aufnahme auszeichnet – manchmal auch zum Hit werden lässt. Diese drei Herren waren in der Vergangenheit jedenfalls häufig „das Salz in der Suppe“ auf einschlägigen Folk-Rock Alben skandinavischer Provenienz.
Mit „Before Dawn“ legen Oddgeir Berg & Co nun ihr Debüt unter eigenen Namen vor. Elf Kompositionen, die so frisch wie erfahren klingen, deren energetisches Potenzial besticht und deren Spiellust und -freude das gesamte Album bestimmen.
Es ist Musik, die sich aus Rock, Pop, Jazz und Klassik speist. Aber Berg nutzt diese verschiedenen Zutaten nicht nach einem theoretischen man-nehme-Prinzip, dem immer der leicht bittere Crossover-Geschmack anhaftet. Auf „Before Dawn“ ordnen sich die unterschiedlichen Ausgangspunkte ganz harmonisch, gehen griffige Harmonien, einprägsame Melodien und rhythmische Finessen wie von selbst organische Beziehungen ein. Wunderbar flüssige Improvisationen runden die Gesamtdynamik ab und geben der Aufnahme einen leichten intellektuellen Anflug. Musik, die jedes Hörerherz höher schlagen lässt. Versprochen!
Jörg Konrad

Oddgeir Berg Trio
„Before Dawn“
Ozella Music
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Donnerstag 25.01.2018
OHRENGLÜCK 39: Clarinet Summit
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Es war im Jahr 1979, als der Jazzredakteur Joachim E. Berendt ein halbes Dutzend Klarinettisten verschiedener Nationalität zum New Jazz Meeting in Baden-Baden einlud. Am Ende des Workshops standen zwei Auftritte in Baden-Baden und Mainz. Mitschnitte davon erschienen auf der fast 50 Minuten umfassenden MPS-Langspielplatte „Clarinet Summit“. Dieses Album gab damals ein starkes Signal: Die Klarinette, das typische Oldtime- und Swing-Instrument, war zurückgekehrt in den Jazz – nun als Stimme einer freieren und fantasievolleren Art zu improvisieren. Sechs abenteuerlustige Klarinettisten gaben dafür ihre einzelgängerische Exoten-Rolle auf und vereinigten sich zur Klarinetten-Union. Einer von ihnen meinte: „Das war das Größte, was uns Klarinettenspielern passieren konnte. Wir hatten es noch nie so gut!“

Nach sage und schreibe 36 Jahren wurde das Projekt „Clarinet Summit“ im Herbst 2015 wiederbelebt. Fünf der Akteure von 1979 sind noch mit dabei – vier der Klarinettisten und einer der Schlagzeuger. Man spielte jetzt Konzerte in Wuppertal, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Cottbus, Schwerin – weitere Auftritte sollen noch folgen. Das neue 67-Minuten-Album „Clarinet Summit“ wurde in Frankfurt und Düsseldorf mitgeschnitten. Aus den 30- bis 40-jährigen Musikern von einst sind zwar 70- bis 80-Jährige geworden, die jetzt im Sitzen spielen, doch der Abenteuergeist dieser Pioniere der emanzipierten Klarinette ist ungebrochen.

Raffinierte Themen am Rand zur neuen Musik mischen sich hier mit lebenslustig swingenden Improvisationen. Da gibt es ironische Marschmusik, sanfte Klangerkundungen, kuriose Episoden, auch eine Gypsy-Jazz-Anspielung, massive, orchestrale Tutti-Passagen oder ein improvisiertes, unbegleitetes Klarinettenquartett. Das Album ist ein Füllhorn der Überraschungen und eine einzige Liebeserklärung an das klanglich vielseitigste aller Blasinstrumente. Auch tiefere Klarinetten, Sopransaxofon und Flöte kommen zu Wort. In Anspruch und Ausmaß hat das neue Projekt „Clarinet Summit“ schon jetzt das alte von 1979 übertroffen.

Hans-Jürgen Schaal

Mehr vom Autor: www.hjs-jazz.de

Clarinet Summit

Perry Robinson, Theo Jörgensmann, Gianluigi Trovesi, Bernd Konrad (Klarinetten) u.a.
Jazzwerkstatt
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Freitag 19.01.2018
Bobo Stenson „Contra La Indecisión“
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Eine seiner ersten Aufnahmen spielte Bobo Stenson im November 1965 im Studio Grunewald in Berlin ein. Er begleitete die deutsche Sängerin Inge Brandenburg auf ihrem grandiosen Album „ It's Alright With Me“. Stenson gehörte damals zum international besetzten Gunter Hampel Quartett und es ist noch heute deutlich hörbar, mit welchem Einfühlungsvermögen und welcher Intention er sich pianistisch in diese Musik einfühlt.
Das haben im Laufe der folgende Jahrzehnte auch andere große Musiker zu schätzen gelernt: Jan Garbarek, Charles Lloyd, George Russell. Sie alle liebten dieses sympathische Understatement des Schweden, der es immer verstand, das Schwierige leicht und poetisch klingen zu lassen, dem Unbeschwerten eine melancholische Note zu geben, das Provozierende überzeugend zu platzieren.
Diese einzigartige Kunst kommt natürlich in den eigenen Formationen Stensons besonders zum Ausdruck. Erst recht im Trio, das einem gruppendynamischen Katalysator ähnlich,  jedem unkonventionelle Spannungsbogen eine ganz persönliche Note verleiht.
Schon die breite Auswahl des Repertoires auf seiner neuen Veröffentlichung „Contra La Indecisión“  zeigt die Sicherheit, die das gemeinsame Spiel Stensons mit Bassist Anders Jormin und Schlagzeuger Jon Fält in den zurückliegenden Jahren erlangt hat. Eine verspielte Melodie des Kubaners Silvio Rodrigue, Bela Bartóks Adaption eines slowakischen Volkslieds, ein Stück aus Frederic Mompous „Canción y Danza“, „Elégie“ von Erik Satie, dazu noch einige Titel aus der Feder Anders Jormins und „Alice“ von Bobo Stenson. Dieses Trio gibt den Kompositionen eine identitätsstiftende Gemeinsamkeit und bereichert jedes Stück mit einer eigenen, musikalisch lyrisch angehauchten Magie. Fantasiereiche, minimalistische Tonpoeme, die Intimität atmen, aber dabei nie ihren ganzen Zauber preisgeben. Die Musik berührt tief und in ihrer langsam fließenden Ausgereiftheit lässt sie Stimmungen von flüchtiger Vollkommenheit entstehen. Hier steckt die Reibung im Detail, das Hymnische in der kleinen Form, die Leidenschaft in der Poesie. Ein Trio gleichwertiger Partner, denen man ihre gegenseitige Vertrautheit anhört und die ihren ureigenen Weg ganz einfach gehen. Ja, ganz einfach gehen!
Jörg Konrad

Bobo Stenson
„Contra La Indecisión“
ECM
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Freitag 12.01.2018
Ernst Ludwig Petrowsky: „Radau!“, „Rabatz!“, „Remmidemmi!“
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Der Abend im Leipziger Kult-Club nato gehörte am 13. Dezember 2015 ganz Ernst Ludwig Petrowsky. Der Saxophonist präsentierte wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag drei Besetzungen und machte, selbst in Bestform, deutlich, wie tiefgründig die „flüchtige“ Kunst des Improvisierens sein kann. Petrowsky pur, das bedeutet: Unberechenbarkeit, Hingabe, Intellekt, musikalische Kompetenz auf höchstem Energielevel umgesetzt. Urs Leimgruber, der Schweizer Holzbläser, urteilte über den Abend, dass die Musik ihn an die Strahlkraft des legendären John Coltrane Quintets mit Pharoah Sanders erinnerte.
Petrowsky hat mit diesen Einspielungen seine ohnehin schon legendäre Lebensleistung zusätzlich gekrönt - im Trio (mit Elan Pauer und Christian Lillinger), im Quintett (Trio plus John Edwards und Robert Landfermann am Bass!), im Septett (Quintett plus Urs Leimgruber und Axel Dörner). Es ist ungezähmte Musik, die er mit seinen Mannen bändigt, ständig sich verändernde Musik, mal klar strukturiert, mal frei von allen Konventionen. Aber immer spannend, risikoreich und radikal. In allem, was Petrowsky spielt, ist eine immense Dynamik spürbar, ist ein stetiger musikalischer Veränderungsprozess akustisch nachvollziehbar. Hier gehen Sozialisation und Weltsicht, Konzentration und kreative Unruhe Hand in Hand. In seinen Formationen ist, wie im vorliegenden Fall, stets ein konsequent umgesetztes Gruppengeflecht von Einzelstimmen zu erleben. Ebenso spontan wie kompositorisch durchdacht.
Zu allen Besetzungen in Leipzig gehörten Pianist Elan Pauer alias Oliver Schwerdt und Schlagzeuger Christian Lillinger, der erst im letzten Jahr den SWR-Jazzpreis erhielt. Allein dieses eineinhalb Generationen jüngere Duo strotzt nur so vor Ideenreichtum und rhythmischer Finesse. Beide geben der Musik ständige Impulse, nehmen die Motive Petrowskys auf, entwickeln sie weiter, lenken sie in andere Richtungen – bis Neues entsteht. Sie sind ebenso hervorragende Solisten, wie empathische Sideman. Und sie tragen Petrowskys Gedanken auch in die Quintett- und Septett-Besetzungen, halten die Musik zusammen, oder lassen einfach los und schaffen so Raum für beispielhafte Improvisationen. Ganz dem Ausspruch des britischen Gitarristen Derek Bailey verpflichtend: „Wenn eine Spezies nicht improvisieren kann, stirbt sie aus.“
Der aus Güstrow in Mecklenburg Vorpommern stammende Saxophonist ist einer der Stimmführer im Reigen der europäischen Avantgarde. Ein Berserker am Instrument. Vital und unermüdlich hat er jede Form von Musik spielerisch hinterfragt, ist oft zu neuen, individuellen Ergebnissen gekommen, die er ebenfalls weiterentwickelte. Es gibt wohl keine Musik, die Ernst Ludwig Petrowsky in seinem Leben nicht gespielt hat. Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm er 12jährig noch schüchtern an der Geige. Mit 16 wurde er Mitglied des Domchores seiner Heimatstadt Güstrow. Er spielte Tanzmusik im Orchester Max Reichelt, war Mitglied des legendären Manfred-Ludwig-Sextetts und der Grenzen sprengenden Klaus Lenz Big Band. Dabei hat er alle Höhen und Tiefen eines Jazzmusiker durchlebt. Als Star einer kleinen, überschaubaren Szene in der DDR wurde er staatlich geehrt und spielte für Honorare, die nicht einmal fürs Essen reichten. Doch kreativ und besessen ist Luten, wie man ihn seit Kindheit nennt, trotzdem geblieben. Sein Spiel wurde immer druckvoller, ironisch überspitzt, frei. Ob im Free-Jazz-Quartett Synopsis, das später in Zentralquartett umgetauft wurde, im international besetzten All-Star-Ensemble des stilistischen Tausendsassas George Gruntz und selsbt im Duo mit seiner Partnerin, der Sängerin Uschi Brüning.
Der Jazz-Publizist Bert Noglik sagte einmal über ihn: „Petrowskys Stärke besteht auch darin, Risiken zu suchen und zu bewältigen“. Er selbst drückte dies einmal so aus: „Ich bin ein Feind jeder musikalischen Schmalspurphilosophie und ich möchte dies auch bewusst hören lassen.“ Dies kann man auch als Haltung bezeichnen. Eine Haltung die, wie Noglik weiter ausführt, sich und die eigenen Fähigkeiten immer wieder in Frage zu stellt und jede Möglichkeit ausschließt, sich in einem stilistischen Bereich „einzurichten“.
Allein die Titel der auf dem Leipziger Euphonium Label veröffentlichten Aufnahmen aus der nato machen diese Kompromisslosigkeit deutlich: „Radau!“, „Rabatz!“ und „Remmidemmi“. Einmalig, unwiederholbar und immer mittendrin, im Auge des Jazztaifuns: New Old Luten eben.
Jörg Konrad

New Old Luten Trio
„Letzter Radau!“

New Old Luten Quintet
„Letzter Rabatz!“

New Old Luten Septet
„Letztes Remmidemmi!“
Alle erschienen auf Euphorium Records
(www.euphorium.de)
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