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Inhaltsverzeichnis
Watermelon Slim „Church of the Blues“

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Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia „La Misteriosa Musica Della Regina...

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Maria Farantouri & Cihan Türkoglu „Beyond The Borders“

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Avishai Cohen „Arvoles“

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Claire Antonini & Renaud Garcia-Fons „Farangi - Du Baroque à l`Orien...

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Vor 50 Jahren: Die Kenny Clarke Francy Boland Big Band

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Freitag 28.06.2019
Watermelon Slim „Church of the Blues“
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Seine Stimme hat die Klarheit eines Bergsees und die Intensität eines startenden Düsenjets. Sein Slidespiel kommt einem schneidenden Blizzard gleich und wenn seine Band so richtig in Schwung ist, könnte sie es locker mit einem Triceratops aufnehmen – wenn es diesen heute noch gäbe.
Bill Homans, besser bekannt als Watermelon Slim, beglückt mit dem neuen Album „Church Of The Blues“ sicher nicht nur seine Fangemeinde. Sondern mit großer Sicherheit auch all jene, die den Bluesman aus Boston hier zum ersten Mal hören. Denn er schafft auf ganz wunderbare Weise eine Stimmung, die die Authentizität des traditionellen Blues in unsere schnelllebige, wie manchmal auch substanzarme Zeit mit Entschiedenheit hinüberrettet.
Seine einstigen Heroen waren Muddy Waters, Buddy Guy und B.B. King. Doch von ihnen hat sich Slim freigespielt, hat seinen eigenen kantigen, von Leidenschaft und Musikalität gekennzeichneten urbanen Stil gefunden. Über 20 Mal wurde Watermelon Slim bisher für den Blues Music Award nominiert. Auch auf „Church Of The Blues“ zelebriert er überzeugend mit aller Hingabe das Hochamt des Blues – als wäre dies das letzte Album seines Lebens.
Erfahrungen und Verrücktheiten hat er in seinem Leben genug gesammelt. Sich einst als GI für den Vietnam-Krieg freiwillig meldend, zählt er heute zu den entschiedensten (organisierten) Kriegsgegnern in den USA. Er war Trucker und Sozialaktivist, hat auf einer Farm für Wassermelonen gearbeitet (daher sein Künstlername), später Journalistik und Geschichte studiert und gehört heute aufgrund seines außergewöhnlich hohen IQs der Mensa International, einem Verein für hochbegabte Leute, an.
Das alles hält ihn aber nicht davon ab „patzig“ und „provokant“ zu klingen, den Alltag der Straße in schnoddriger Poesie zu besingen und und das definierte 12-taktige-Schema aufzubrechen. Bei Watermelon Slim ist der Blues nun einmal Lebensphilosophie, aber auch ein Ritual einer außen stehenden Seele, der die individuelle Freiheit und der Glaube an die Erlösung durch Musik weit wichtiger sind, als jeder kommerzielle Erfolg.
Jörg Konrad
 
Watermelon Slim
„Church of the Blues“
Northern Blues
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Dienstag 25.06.2019
Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia „La Misteriosa Musica Della Regina Loana“
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Wenn sich Gianluigi Trovesi und Gianni Coscia aufmachen, um gemeinsam zu musizieren, dann kann man sich auf ein lebenspralles, sinnliches, intelligentes, wie auch höchstvergnügliches Musikabenteuer einstellen. Und wenn sich dann beide noch, wie im vorliegenden Fall, auf ihren vor drei Jahren verstorbenen gemeinsamen Freund Umberto Eco berufen, dann wird es zusätzlich noch wunderbar melancholisch. „La Misteriosa Musica Della Regina Loana“ ist dem aus dem Piemont stammenden Universalgelehrten gewidmet. In seinem teils autobiographischen Roman „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“, dem diese Aufnahme zugrunde liegt, geht es Eco, neben vielen anderen kleinen Nuancen, um die „Natur der Erinnerung“.
„Wir haben versucht, einige der unzähligen musikalischen Hinweise des Buches so gut wir konnten und ohne Anspruch auf Vollständigkeit durchzugehen“, erläutert Gianni Coscia. „In einigen Fällen haben wir auch ein paar Dinge eingefügt, die der Autor sicherlich im Sinn hatte, aber nicht explizit zur Sprache brachte.“
Gab es auf ECM bisher schon einmal eine Interpretation von Glenn Millers Schmachtfetzen MOONLIGHT SERENADE oder Spencer Williams Paradenummer BASIN STREET BLUES? Man müsste in den Archiven suchen – und würde bei ersterem wahrscheinlich nicht fündig. Oder?
Trovesi & Coscia – das sind Klarinette & Akkordeon, das sind aber auch Kopf und Bauch (wobei die Zuständigkeiten wechseln), konzentriertes Handwerk und flüchtige Eingebung, elegische Melancholie und jubilierende Ausgelassenheit, hintergründiger Humor und ernsthafte Auseinandersetzung. Für die beiden Instrumentalisten gibt es aber nie ein Entweder-oder. Für sie spielt sich das (auch musikalische) Leben zwischen den Polen ab, ist Kommunikation immer ein Austausch, ein Aufeinander-zugehen. Man trifft sich in einem Dazwischen, mal stärker von der einen Seite beeinflusst, mal sich mehr zur anderen Seite hingezogen. Man könnte auch sagen, Trovesi und Coscia loten mit ihrer Musik das Leben in seiner Ganzheitlichkeit aus. Sie übersetzen Erinnerung, Haltungen und Tatkraft in berührende Klänge, füllen den Äther mit individuellen Synenergien. Das klingt mal folkloristisch, mal nach Filmmusik, dann hält wieder der Blues Einzug, ehe ungezwungen und fröhlich improvisiert wird. Für dieses Erlebnis gebührt den beiden Italienern Hochachtung – und Dank.
Jörg Konrad

Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia
„La Misteriosa Musica Della Regina Loana“
ECM
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Donnerstag 20.06.2019
Maria Farantouri & Cihan Türkoglu „Beyond The Borders“
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Hier vereinen sich Geschichte und Gegenwart, bekommen unterschiedliche Kulturen einen gemeinsamen Nenner, haben Grenzen allein noch symbolischen Charakter. Im Mittelpunkt des neuen Albums „Beyond The Borders“ von Maria Farantouri steht das Überwinden von ausgrenzenden Gegensätzen. Die griechische Sängerin vereint in ihrer Person und in ihren Liedern scheinbare Unversöhnlichkeiten und auseinanderstrebende Unstimmigkeiten, sie überbrückt Widerstände, macht Mut für (Mit-)Menschlichkeit, ohne dass es ihr dabei an Haltung und Überzeugungen mangelt.
Für ihre stillen Hymnen humaner Gesinnung hat sie im vorliegenden Fall ein länderübergreifendes, zwischen Orient und Okzident angesiedeltes Ensemble zusammengestellt, das sich traditionellen und zeitgenössischen Liedern aus Griechenland, der Türkei, aus dem Libanon und Armenien widmet. Die Stimmung, die dieses kleine aber feine Orchester mit Saz und Kopuz (Cihan Türkoğlu), Cello (Anja Lechner), Kanon (Meri Vardanyan), Ney (Christos Barbas) und Perkussion (Izzet Kizil) vermittelt, ist gekennzeichnet von Stolz und Schwermut, von Freude und Leidenschaft, von Mut zu einfacher Schönheit und kluger Dramaturgie. Auf diese Weise werden geschickt und überzeugend Gegensätze überwunden, bleibt trotzdem das Individuelle autark und das Solidarische exemplarisch.
Maria Farantouri gilt als die Stimme Griechenlands. Seit über fünf Jahrzehnten prägt sie mit ihren engagierten Liedern als eine Art Botschafterin die Kulturszene des südosteuropäischen Staates. Von Beginn an ihrer Karriere hat sie sich dabei nicht gescheut, auch politisch Stellung zu beziehen, gegen jede Form der Gewalt und Ungerechtigkeit anzusingen und für eine Völkerverständigung auch als Person einzutreten.
Noch in Zeiten der Diktatur musste sie, gemeinsam mit Mikis Theodorakis, mit dem sie damals eine enge musikalische Freundschaft verband, ihre Heimat verlassen und ins Ausland fliehen. Sie lebte bei Freunden in Paris, später in London, sie trat für die damals noch breite Massen mobilisierende Friedensbewegung ein und kehrte erst 1975, nach dem Ende der Militärherrschaft, in ihre Heimat zurück, wo sie sich in der Folge auch politisch, als Abgeordnete der sozialdemokratischen PASOK-Partei einbrachte.
Trotz dieses aufregenden Lebens hat Maria Farantouri weder ihren Idealismus verloren, noch Überzeugungen eingebüßt. Vielleicht ist ihre Stimme nicht mehr ganz so kraftvoll und eindrucksvoll. Aber sie vermittelt noch immer diese lyrische Intensität, mit der sie sämtliche Schattierungen des Lebens zum Ausdruck bringt und dabei die Balance zwischen Emphase und Intimität auf wunderbare Weise hält.
Jörg Konrad

Maria Farantouri & Cihan Türkoglu
„Beyond The Borders“
ECM
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Freitag 14.06.2019
Avishai Cohen „Arvoles“
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Der Einfluss israelischer Musiker auf den Jazz ist momentan enorm. Und immer wieder rücken neue Instrumentalisten nach. Avishai Cohen, der Bassist, nicht zu verwechseln mit dem Trompeter gleichen Namens, hat in den letzten Jahren mit einigen Alben den Graben zwischen Jazz und Pop überbrückt. Mit der Zeit schien sich Cohen aber immer mehr in Richtung Mainstream zu entwickeln. Seine letzte Aufnahme „1970“ war dann, auch aufgrund der Gesangsarrangements, die stärker ins Zentrum seiner Musik gerückt sind, doch eher etwas für Freunde seichter Soul-Musik.
Auf dem neuen Album ARVOLES nun zeigt er sich wieder als großartiger Bassist, der sein Trio in die inspirierenden Zwischenwelten von Jazz, Folklore und Klassik führt. Zugleich hat die Musik einen unglaublichen Groove, begeistern die ungeraden Rhythmen, die Geschlossenheit und die Dynamik der Band.
Ausgehend vom Klaviertrio, Cohen hat für ARVOLES den aserbaidschanischen Elchin Shirinov als Klavierspieler und den in Israel beheimateten Noam David am Schlagzeug gewinnen können, gibt es mit Björn Samuelsson einen Posaunenspieler und mit Anders Hagberg einen Flötisten. Die beiden letzteren erweitern das Klangspektrum enorm und bringen immer wieder neue Farben ins musikalische Spiel.
Cohen greift in seinen Kompositionen tief in das historische Jazzarchiv, zitiert Bop und Swing, reichert diese mit orientalischen Klängen an und wagt auch immer wieder einen Blick in die überreiche südamerikanische Musikkultur. Die vertrackten und meist kraftvollen rhythmischen Strukturen bringen in „New York 90`s“ einen Hauch Fusion mit ins Spiel. Auf dem verspielten „Elchinov“ klingt sein Trio fast wie eine der akustischen Bands von Chick Corea, bei dem Cohen einige Jahre als eine Art „Hausbassist“ fungierte. Der einstige Bauarbeiter und Möbelpacker macht einfühlsam hörbar, welchen Einfluss Klassiker wie Bach, Mozart oder Brahms auf ihn bis heute ausüben („Childhood“). Und auf „Wings“ klingt das Quintett wie eine wunderbar, leicht dahin eilende Jazzband, die in der Lounge eines Edelhotels zu fortgeschrittener Stunde spielt. Auf ARVOLES paaren sich Charme, Temperament und Melancholie und somit ist diese Aufnahme im Vergleich mit „1970“ die eindeutig interessantere, spannendere, die zugleich schon jetzt neugierig auf Kommendes macht.
Jörg Konrad

Avishai Cohen
„Arvoles“
RazDaz
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Samstag 08.06.2019
Claire Antonini & Renaud Garcia-Fons „Farangi - Du Baroque à l`Orient“
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Der Franzose Renaud Garcia-Fons zeigt in seinen verschiedenen Projekten immer wieder, wie nah sich Komposition und Improvisation stehen können, welche Beziehung es zwischen der Klassik und dem Jazz geben kann, wie offen Musikformen miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Auf „Farangi - Du Baroque à l`Orient“ geht der Bassist nun noch einen Schritt voran und spannt einen weiten und berührenden Bogen zwischen dem Barock und dem Orient. Es ist ein weites Feld, das Garcia-Fons mit der Lautenspezialistin Claire Antonini beackert und dabei auf 19 mehr oder wenigen langen Stücken die glanzvollsten musikalischen Momente entwirft.
Denn zwischen den genannten Eckpunkten realisiert das Duo noch eine Unmenge an stilistischen Herausforderungen und spieltechnischen Möglichkeiten. Neugierig wie die Kinder und zugleich unerschrocken und bewusst experimentierfreudig erforschen beide auf ihren Saiteninstrumenten historische Hintergründe und folkloristische Hinterhöfe. Sie klingen ebenso verspielt, wie sie sich konzentriert in die Kompositionen regelrecht hineinknien. Sie beeindrucken mit einer melancholisch hingebungsvollen Spielweise und sind doch auch in der Lage, im nächsten Moment virtuos zu explodieren. Trotzdem ist die Grundstimmung des Albums eher getragen und harmonisch, ohne jedoch dabei zuckersüße Melodien beliebig aufzutürmen.
Diese Musik berührt durch ihre sehr persönliche Stimmung, durch das Ineinandergreifen atmender, vibrierender Klangräume. Es ist eine tiefgründige, aber auch heitere Gelassenheit, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht und dabei, trotz der sparsamen Instrumentierung, durch ihre Farbenpracht beeindruckt. Musik außerhalb gängiger Konventionen. Zeitlos und schön.
Jörg Konrad

Claire Antonini & Renaud Garcia-Fons
„Farangi - Du Baroque à l`Orient“
e-motive / Galileo
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Montag 06.05.2019
Vor 50 Jahren: Die Kenny Clarke Francy Boland Big Band
Sie gehörten zu den ganz wenigen Big Bands, die einen Hit platzierten. Nicht in den Charts. Stattdessen in den Erinnerungen mindestens einer Generation von Autofahrern. Denn „Jay Jay“ läutete von 1966 bis ins Jahr 2005 an jedem Freitagabend die Verkehrserziehungssendung „Der 7. Sinn“ ein. Mit einem Stück, das die ganze Power und Dynamik dieses Klangkörpers in einem kurzen Jingle zum Ausdruck brachte - ihre Vollkommenheit und ihr phänomenales Miteinander. Bop und Swing als musikalisches Kraftfutter für eine Schar von Solisten mit Format. Jazz als ein kleines aber nachhaltig wirkendes Stück Fernsehgeschichte.
Kenny Clarke, der unvergleichliche Schlagzeuger des BeBop, hatte diese Komposition geschrieben. Eingespielt wurde das Stück dann von dem „besten Jazzorchester der sechziger Jahre“ (Benny Goodman), der Kenny Clarke Francy Boland Big Band. Einem Ensemble aus 17 Musikern unterschiedlichster Weltanschauung und Herkunft, unter der musikalischen Leitung eben jenes Kenny Clarke und des belgischen Pianisten und Arrangeurs Francy Boland. Die CBBB wurde 1962 gegründet und einige Jahre später von Pierluigi, genannt „Gigi“ Campi gemanagt – bis sie sich 1972 auflöste.
In der berühmten Campi-Eis-Diele, einem bedeutenden Treffpunkt der Kölner Kulturszene ab 1948 in der Hohe Straße, brachte der studierte Architekt mit italienischen Wurzeln einmal im Monat prominente Jazzmusiker aus ganz Europa zusammen. Der Musikenthusiast besorgte Aufträge von Funkhäusern und Plattenfirmen, die die „Gelegenheitsband“ in gemieteten Studios einspielte. Doch Campi wollte mehr mit diesem „Orchester der Persönlichkeiten und des perfekten Zusammenwirkens“. Am liebsten weltweit auf Tournee gehen und die vielen großartigen Kompositionen und Arrangements einem breiten Publikum auch Live vorstellen. Denn dieses Orchester, das spürte Campi schon beim ersten Zusammentreffen, war etwas ganz besonderes. Es hatte ein unglaubliches Feuer, die Chemie untereinander stimmte. Der Klang: „Kühl, ausgefeilt, klar und selbst in der gepanzerten Verschalung des Blechs angenehm frei von billigen Effekten“ (J.E.Berendt). Die Musiker konnten diszipliniert vom Blatt spielen und gleichzeitig war jeder einzelne ein großartiger Solist. Zu ihnen gehörten unter anderem Benny Bailey, Dusko Gojkovic, Phil Woods, Johnny Griffin, Sahib Shihab, Derek Humble und Ake Persson. Meist arbeitete die Formation mit zwei Bassisten und zwei Schlagzeugern, wodurch sich die rhythmische Durchschlagskraft noch um einiges erhöhte. Ihr erstes größeres Engagement hatte die CBBB 1967 beim Jazzfestival in Prag. Kurz darauf ein dreiwöchiges Gastspiel im angesagten Londoner Szeneclub von Ronnie Scott,  über das der „Daily Mail“ schrieb, dass in der Hauptstadt eine Band musizierte, „die Count Basie, Buddy Rich und Woody Herman in den Schatten stellt.“
Den künstlerischen Zenit erreichte die CBBB im Jahr 1969. Sie war auf dem Höhepunkt ihres Könnens angelangt. Es erschienen allein in diesem Jahr, in dem der Jazz seinen Einfluss zugunsten des Rock`n Roll zu verlieren begann, zehn Alben: „Sax No End“, „Latin Kaleidoscope“, „Faces“, „Volcano“, „Rue Chaptal“, „All Smiles“, „All Blues“, „At Her Majesty`s Pleasure ….“. Hinzu kommt ein Live-Mitschnitt von eben jenem furiosen Auftritt in Prag (auf dem tschechischen Label Supraphon) und eine Aufnahme mit der damals noch recht unbekannten (Jazz!-)Sängerin Gitte.
Auf allen Veröffentlichungen zeigt sich die Band in großartiger Verfassung. Bei den Studioaufnahme saßen meist schon die ersten Einspielungen, der erste Take. Man arbeitete konzentriert und effizient. Auf diese Weise konnten einige der Alben an nur einem einzigen Tag aufgenommen werden..
Als die Band sich nach einem Konzert 1972 in Nürnberg auflöste, hatte sie insgesamt 24 Alben in den zwölf Jahren ihres Bestehens veröffentlicht. Einige weitere sollten aus dem reichen Fundus des Orchesters später noch veröffentlicht werden. Doch auf keinem der Alben ist eben jenes „Jay Jay“ im Original enthalten, mit dem die CBBB ihren vielleicht größten Hit landete. Das Stück schlummert vermutlich irgendwo tief in den Archiven des WDR.
Jörg Konrad
Autor: Siehe Artikel
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