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7. Jean Françaix / Francis Poulenc „Chamber Music“
8. Lucian Ban, John Surman & Mat Maneri „Transylvanian Folk Songs“...
9. Terje Rypdal „Conspiracy“
10. Michael Wollny „Mondenkind“
11. Panzerballett „Planet Z“
12. Vincent Peirani & Emile Parisien „Abrazo“
Mittwoch 21.10.2020
Jean Françaix / Francis Poulenc „Chamber Music“
Bilder
Beide kannten sich nicht nur gut. Ihre künstlerische Haltung wies, trotz eines Altersunterschiedes von dreizehn Jahren, enorme Parallelen auf. Jean Françaix (1912-1996) und Francis Poulenc (1899-1996) haben in einer Zeit, die gekennzeichnet war von großen gesellschaftlichen Umbrüchen sowie künstlerischen Neuorientierungen, an ihren eigenen Überzeugungen festgehalten. Sie haben sich von neuen, avantgardistischen Strömungen in der Musik nicht beeindrucken lassen, sondern pflegten einen melodisch-eleganten und rhythmisch prägnanten Stil. In ihrem gesamten Schaffensprozess als Komponisten waren sie der Tonalität verbunden, sahen speziell die Kammermusik als einen Hort, in dem eine gewisse Leichtigkeit, eine Klarheit und auch Humor einen hörbaren Ausdruck finden.
Die vorliegenden Kompositionen, eingespielt von Sarah Rumer (Flöte), Joël Marosi (Cello) und Ulrich Koella (Klavier), stammen aus unterschiedlichen Schaffensperioden der Franzosen. Jean Françaix eröffnendes „Trio für Flöte, Cello und Piano“ ist ein Spätwerk des Komponisten, das seinem lebenslangen Motto „ernste Musik ohne Schwermut“ zu komponieren, voll gerecht wird. Überhaupt ist die Transparenz im Aufbau der Françaix-Stücke beeindruckend. Hier versteckt sich niemand hinter spieltechnisch schwierig umzusetzenden Passagen, oder fordert durch ständige Wechsel der Gefühlsstimmungen heraus.
Traditionellen Hörgewohnheiten entgegen kommt auch Poulenc mit seinen beiden Sonaten für Flöte und Piano und Cello und Piano. Poulenc, der eine Zeitlang Mitglied der „Group des Six“ war, einer Vereinigung von Kunstschaffenden, die sich unter Jean Cocteau zusammenfanden und  „Antiakademismus und raffinierten Diletantismus“ als oberstes Prinzip formulierten. Ihre Forderung war,  die Grenzen zwischen ernstem Anspruch und leichter Muse aufzulösen. So wundert es wenig, dass manche von Poulenc Kompositionen etwas Populäres beinhalten, angesiedelt sind, ganz in der Nähe der französischem Liedkunst, dem Chanson.
Die drei Instrumentalisten auf dieser auch grafisch wunderbar gestalteten CD glänzen durch eine gewisse Kühnheit, mit der sie sich das kompositorische Material mit Schwung und Gradlinigkeit erobern. Sie schaffen unterschiedliche Klangbilder, deren Lebendigkeit, Offenheit und mit ihrer Präzision beeindrucken.
Jörg Konrad

Jean Françaix / Francis Poulenc
„Chamber Music“
Prospero
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Mittwoch 14.10.2020
Lucian Ban, John Surman & Mat Maneri „Transylvanian Folk Songs“
Bilder
In der Zeit zwischen 1906 und 1918 sammelte Béla Bartók im heute zu Rumänien gehörenden Siebenbürgen abertausende Volkslieder, wie sie die Landbevölkerung sang und spielte. Anschließend katalogisierte der Ungar diese manchmal bruchstückhaften Melodien und beschäftigte sich den Rest seines Lebens, neben etlichen Orchester- und Bühnenwerken, die er verfasste, mit dieser Ausbeute, die auch immer wieder in seine kompositorische Arbeit mit einfloss.
Lucian Ban stammt aus eben jener Gegend, in der Bartók vor über einhundert Jahren als Musikethnologe unterwegs war. Ban, heute Pianist und in New York lebend, ist selbst mit diesen Volksliedern groß geworden und hat sich schon vor Jahren als improvisierender Musiker mit der Folklore seiner einstigen Heimat auseinandergesetzt.
2018 wurden Lucian Bang, der amerikanische Geiger Mat Manieri und der aus dem englischen Tavistock stammende Saxophonist und Bassklarinettenspieler John Surman in Béla Bartóks Geburtsstadt Sannicolau Mare, unweit der ungarischen Grenze eingeladen, um der lokalen Bartók-Gesellschaft ihre Interpretationen der „Bauernmusik“ vorzutragen.
Nun sind neun dieser zeitgenössischen Spielweisen auf dem Album „Transylvanian Folk Songs“ zusammengefasst. Es sind magisch schöne Melodien, die von den drei Ausnahmesolisten in einer fragilen Melancholie vorgetragen werden. Momente von eindringlicher Spiritualität wechseln mit subtiler Leidenschaft. Die Genügsamkeit der Musik berührt, wie auch die asketische Einfachheit der Vorlagen. Das Trio versteht es auf berührende Weise, Intelligenz und Hingabe in ein sich gegenseitig bedingendes Spannungsverhältnis zu bringen. Ban, Maneri und Surman erforschen diesen ländlichen Mikrokosmos, sie werden zu sensiblen Klangabenteurern, zu Übersetzern einer fast vergessenen Tonsprache, zu Instrumentalisten, die sich die Freiheit nehmen, lokale Musik-Phänomene hinaus in die weite Welt zu transportieren und diese an deren Zauber teilhaben zu lassen. Dafür sei ihnen ausdrücklich gedankt.
Jörg Konrad

Lucian Ban, John Surman & Mat Maneri   
„Transylvanian Folk Songs“
Sunnyside
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Montag 05.10.2020
Terje Rypdal „Conspiracy“
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Er gehört zur ersten Generation von Musikern, die im 20. Jahrhundert Jazz aus Skandinavien mit einem besonderen Qualitätsstempel versahen und damit internationale Erfolge feierten. 1971 erschien Terje Rypdals erstes Album für ECM München. Nun, knapp fünf Jahrzehnte und weit über zwei Dutzend eigener Alben für jenes Label später, erscheint „Conspiracy“. Natürlich hat sich der norwegische Gitarist in den zurückliegenden acht Jahren, solange liegt seine letzte Veröffentlichung zurück, nicht neu erfunden. Dafür ist seine Persönlichkeit zu stark, ist sein atmosphärischer Ton zwischen schneidigem Rock und superber Melancholie, sind seine zum Licht strebenden Improvisation zu eigenständig, zu individuell gereift.
Somit macht „Conspiracy“, im Quartett eingespielt, dort weiter, wo der Gitarrist im Grunde sich schon eine zeitlang bewegt: Inständige Soundexkursionen, die sanfte Welten von beseelten Stimmungen erschaffen, um diese dann in immer anderen, wechselnden Diktionen neu zu durchstreifen. Dabei fungieren die psychedelischen Klangflächen als eine Art Bindeglied zwischen rockigen Improvisationen und modernen Kompositionsmustern. Es entstehen intensive Spannungsfelder, die wie magische Polarlichter erhaben leuchten, Räume erwärmen und Puristen nicht selten verzweifeln lassen.
Rypdal hat bei der Wahl seiner Mitmusiker neben dem ihm vertrauten Keyboardspieler Stale Storlokken und dem Bassisten Endre Hareide Hallre auf einen alten Freund, den Schlagzeuger Pal Thowsen zurückgegeriffen. Mit ihm hat er in der Vergangenheit manche musikalische Schlacht geschlagen. Thowsen ist auf „Conspiracy“ der wichtige Mann im Hintergrund. Er folgt ergeben der Musik, gibt zeitweise die Richtung vor, koloriert die dunklen Farbströmungen mit hellen Nuancen zusätzlich, setzt rhythmische Ausrufezeichen und subversive Attacken. Er sorgt für das notwendige Gegengewicht, wenn die Soundflächen zu dominant zu werden drohen und hält mit seiner spürbaren Erfahrung die Balance in der Musik.
Jörg Konrad

Terje Rypdal
„Conspiracy“
ECM
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Donnerstag 24.09.2020
Michael Wollny „Mondenkind“
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Das Allein-mit-sich-verharren ist nicht jedermanns Stärke. Sich auf die eigene Person zu konzentrieren, nach „innen“ zu hören, äußere Einflüsse und Ablenkungen auszuschalten und somit sich selbst ertragen, das alles bedarf schon einer gewissen Duldsamkeit und Resistenz. Wobei immer noch die Frage steht, ob man sich diesem Zustand freiwillig und bewusst aussetzt, oder ob es die äußeren Umstände sind, die diese Situation erfordern.
Michael Wollny hat ein neues Album eingespielt und man glaubt es kaum: Es ist seine erste Studio-Aufnahme als Solist. Die Bedingungen der künstlerischen Umsetzung von „Mondenkind“ waren sehr speziell. Natürlich handelte es sich um eine überlegte Produktion. Wollny wollte unbegleitet musizieren, hatte sich unter diesem Gesichtspunkt ein Repertoire zusammengestellt, das seinen Vorstellungen des unbegleiteten Solospiels entspricht. Doch dann kam im April der Lockdown. „Zwei Tage verbrachte ich, zum ersten Mal seit langem alleine und ohne Mitmusiker, im großen Aufnahmeraum des Berliner Teldex Studios. Auf dem Weg zu den Aufnahmen saß ich alleine im Auto, fuhr durch eine leere Stadt, am Abend lief ich zurück in mein menschenleeres Hotel, es gab nicht nur keine weiteren Gäste, sondern auch kein Personal. Ich war absolut allein mit mir und der Musik,und die Ideen, die sich aus dieser Situation ergaben, gingen weit über den ursprünglich gesetzten Rahmen des Albums hinaus.“
Sicher hätte „Mondenkind“ unter anderen Voraussetzungen anders geklungen. Wie genau, wissen wir nicht. Die vorliegende Aufnahme besitzt einen deutlich romantischen Charakter, was einzig der Persönlichkeit des Pianisten geschuldet ist. Wollny interpretriert mit seinem klassisch-europäischen Hintergrund beinahe alles, was ihm unter die Finger kommt, mit spätimpressionistischem Charme, der ihm zugleich erlaubt, Virtuoses und Originelles einzubringen. Wollny macht so aus allen Kompositionen, ob, wie im vorliegenden Fall, von Tori Amos, Alban Berg oder Sufjan Stevens, immer eigene Stücke. Er bleibt dabei, trotz Einsamkeit, im Dialog: Mit dem Raum in dem er spielt und den er zum klingen bringt, mit dem Instrument und natürlich mit sich selbst, mit seinen Interaktionen und Fantasien, seinen Intuitionen und auch den unbewussten Anteilen seiner Persönlichkeit. Das Solo-Spiel besitzt schließlich auch immer einen starken analytischen Anteil, ohne dass es ich bei der Musik um eine irgendwie geartete Nabelschau handelt. Schon gar nicht bei Michael Wollny. Dafür ist seine künstlerische Auseinandersetzung zu bodenständig, besitzt sein Spiel zuviel Bezugspunkte  und ist letztendlich zu inrospektiv.
Jörg Konrad

Michael Wollny
„Mondenkind“
Act
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Freitag 18.09.2020
Panzerballett „Planet Z“
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Es soll Bands geben, die für die Namensfindung mehr Zeit und Energie benötigen, als sie in ihre Musik einfließen lassen. Wie lange Jan Zehrfeld für die Benennung seines Quintetts gebraucht hat, ist nur schwer zu sagen. Letztendlich hat er ein überaus passendes Synonym gefunden: Panzerballett - womit er die Leistungsfähigkeit dieses Unternehmens aber absolut auf den Punkt bringt. Denn was der Gitarrist samt Band seit 2004 präsentiert, lässt an kraftvoller Exklusivität nichts zu wünschen übrig. Er selbst hat seine Musik einmal ganz unverbindlich so charakterisiert „Anspruchsvoll, keine leichte Kost“, oder an anderer Stelle: „Warum einfach, wenn es schwer geht?“.
Gemeint ist damit sein Spagat zwischen Metal und Jazz. Das klingt zu erst einmal exotisch, als wolle hier jemand mit Macht etwas verbinden, was nur schwer zusammen passt. Das Ergebnis dieses Prozesses klingt jedoch beeindruckend. Denn Zehrfeld verbindet einfache Strukturen und filigrane Harmonien, knackige Riffs, die eingebettet sind in komplexe rhythmische Konzepte, markerschütternde Taktwechsel und fein gedrechselte Improvisationen. Mit diesen herausfordernden Strukturen war das Panzerballett in Wacken ebenso erfolgreich, wie Zerfeld mit Sicherheit auch in Montreux oder Moers bestehen würde.
Auf „Planet Z“ ist Zehrfeld noch einen Schritt weitergegangen, in dem er einige der gefragtesten Schlagzeuger aus der Prog-, Jazz- und Fusionszene ins Studio gelockt hat, die einerseits die Musik des Panzerballetts durch ihre Anwesenheit zusätzlich adeln und gleichzeitig dem musikalischen Inhalt fast schon eine neue Dimension geben. Die Titel klingen durch Marco Minnemann (Steven Wilson, Joe Satriani), Virgil Donati (Planet X, Steve Vai), Gergő Borlai (Tribal Tech, Vernon Reid) oder Morgan Ågren (Dweezil Zappa, Bill Laswell)  noch individueller, besitzen völlig unterschiedliche emotionale Zentren und verströmen, neben jeder Menge Kühnheit, rauschhafte Provokation.
Natürlich hat Jan Zerfeld, wie schon in der Vergangenheit, auch diesmal einen Mainstream-Hit im Gepäck. Waren es zurückblickend Gassenhauer wie Paul Desmonds „Take Five“, oder Henri Mancinis „Pink Panther“, ist es diesmal der „Walkürenritt“ von Richard Wagner. Zugegeben, man ist schon beinahe perplex, wie wunderbar dieses Orchestervorspiel des Bayreuth-Heiligen in der Heavy-Metal-Version funktioniert. Die Band flirtet erfolgreich mit ihrem Skript der Gegensätze nicht nur, sie spielt mit ihnen und letztendlich lebt sie auch davon. Beeindruckend dabei ihre Kompromisslosigkeit in der Umsetzung – auch auf „Planet Z“. Bleibt zum Schluss nur noch die Empfehlung: Wer die Möglichkeit hat, ein Konzert des Panzerballetts zu besuchen: Nichts wie hin!!
Jörg Konrad

Panzerballett
„Planet Z“
Gentle Art of Music

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Freitag 11.09.2020
Vincent Peirani & Emile Parisien „Abrazo“
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Ihr letztes gemeinsames Album nannten sie „Belle Époque“. Es war einer längst vergangenen Zeit und ihrer Musik gewidmet. Einer Musik, die jedoch noch heute, bei entsprechender Interpretation, nichts von ihrem Charme und ihrer Frische eingebüßt hat. Vincent Peirani, der melancholische Derwisch unter den Akkordeonspielern Frankreichs und der mit ungezählten Preisen ausgezeichnete  Saxophonist, mit Vorliebe für das Sopran, Emile Parisien, besitzen beide dieses musikalisch Außergewöhnliche, längst Bekanntem neue Seiten abzugewinnen. Bei ihnen klingt auch eine Sidney Bechet-Nummer, oder eine Komposition von Duke Ellington nach dem Hier und Jetzt. Nichts angestaubtes, keine nostalgische Wehmut, schon gar keine rituellen Sentimentalitäten. Warum soll diese Vorgangsweise denn nicht im Kontext des Tangos funktionieren?
Abrazo“, der neuste Streich der beiden Ausnahmesolisten, ist bestes Beispiel für die gelungene Wiederbelebung eines bekannten Phänomens. Peirani und Parisien tauchen einerseits ein, in die verzweifelte Leidenschaft des Tangos und legen zugleich mit ihren erfrischenden Improvisationen eine uneitle Zwanglosigkeit an den Tag. Hier ist die Sehnsucht ebenso zu spüren, wie die stille Rebellion, das Kunstvolle dieser Musik ebenso, wie die Alltäglichkeit eines beschwerlichen Lebens. Und doch klingt bei ihnen alles leicht und virtuos und seelenvoll.
Eine zusätzliche Dimension bekommt die gesamte Aufnahme durch die scheinbare Beiläufigkeit, in der Peirani und Parisien ihre Ideen austauschen, wie wunderbar einfühlsam sie miteinander umgehen und dabei trotzdem selbstbewusst agieren. Sie lassen sich gegenseitig viel Raum für Solopassagen, spielen sich aber auch nicht gegenseitig „an die Wand“. Es ist eher die Magie des romantisch Rauschhaften, die hier fasziniert. Weniger die spieltechnischen Finessen, die in jedem Fall (und hörbar) vorhanden sind.
Das Programm auf „Abrazo“, zu deutsch „Umarmung“, reicht von Jelly Roll Mortons „The Crave“, über Kompositionen des Spaniers Xavier Cugat, des Argentiniers Tomás Gubitsch, bis hin zu einem Stück von Kate Bush und natürlich, auch (zwei) Stücken von Astor Piazzolla. Eigene Kompositionen runden dieses französische Gipfeltreffen zwischen Jazz und Folklore temperamentvoll ab.
Jörg Konrad

Vincent Peirani & Emile Parisien
„Abrazo“
Act

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Autor: Siehe Artikel
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