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Donnerstag 29.06.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Peer Gynt
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Peer Gynt

    Von Henrik Ibsen
    Landestheater Schwaben


„Peer, du lügst!“, lässt Henrik Ibsen zu Beginn seines dramatischen Gedichts Peer Gynts Mutter Aase sagen – und ein Lügner ist ihr Sohn in der Tat: ein Prahlhans, ein Fabulierer, der sehnsüchtig alles Fantastische über die nüchterne, elende Wirklichkeit stellt. Seine Mutter liebt ihn abgöttisch und lauscht begeistert den Lügengeschichten, um sich aus der Enge ihres Lebens zu träumen. Doch Peer will mehr! Auf der großen Dorfhochzeit entführt er die Braut und flieht in die Berge. Aus dem Reich der Trolle entkommt er glücklich, bevor man ihn zum Krüppel macht. Seine geliebte Solveig lässt er allein zurück. Peer wird kapitalistischer Sklavenhändler auf den Weltmeeren, gibt sich in Marokko als Prophet aus und vergnügt sich mit arabischen Schönheiten. In Kairo krönt man ihn zum Kaiser der Irren. Und auf der Schiffsreise zurück in die Heimat wird Peer aus Egoismus zum Mörder. Als der alternde Mann dem Tod ins Auge sieht, muss er feststellen, dass er weite Wege gemacht, aber nie herausgefunden hat, wer er wirklich ist. Peers Jugendliebe Solveig jedenfalls hat ein Leben lang auf einen Peer Gynt gewartet.
Der Wahrheitsfanatiker Henrik Ibsen hat neben seinen großen realistischen Dramen mit „Peer Gynt“ (1867), der als Pendant zu Goethe als “norwegischer Faust“ gilt, eine szenische Weltreise hinterlassen, ein romantisches Märchen, eine symbolreiche Abenteuer-Geschichte, vor Allem aber und eine Abrechnung mit der Selbstverwirklichungssucht des zeitgenössischen Menschen.
Nach dem Wechsel an der Spitze des Landestheaters Schwaben hat sich einiges geändert. Wie die neue Intendantin, Kathrin Mädler, angekündigt hatte, soll zeitgenössisches und aktuelles Theater gemacht werden. Daher ist auch ihre Antrittsinszenierung des Ibsenklassikers „Peer Gynt“ aktualisiert, modern und mit drei Darstellern als Peer, die die verschiedenen Facetten der Figur perfekt abdecken und immer wieder zu dritt auftreten.
Kathrin Mädler war Schauspieldramaturgin am Staatstheater Nürnberg und zuletzt leitende Schauspieldramaturgin am Theater Münster. 2009 inszenierte sie Peter Weiss‘ „Die Ermittlung“ auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und machte damit bundesweit auf sich aufmerksam. Damit das Landsberger Publikum die neue Intendantin kennenlernen kann, gibt es vor der Vorstellung um 18:45 Uhr im Foyer ein Theatergespräch mit ihr und eine Einführung in die Inszenierung.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 29.06.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeldbruck: Lesung mit Notker Wolf
Lesung mit Notker Wolf

Lesung mit dem Abtprimas Notkar Wolf  OSB aus seinem Buch “Schluss mit der Angst – Deutschland schafft sich nicht ab!”

Sie geht wieder um, die »German Angst«. Und sie scheint tief in unsere Gesellschaft eingedrungen zu sein. Nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise haben sich Verlustängste, Angst vor dem sozialen Abstieg oder vor einer »Überfremdung« und »Islamisierung« Deutschlands breitgemacht. Hinzugekommen ist die Angst vor terroristischen Übergriffen und Gewaltverbrechen. Ein diffuses Gefühl verunsichert die Gesellschaft und bringt Phänomene wie Wutbürger, AfD oder Pegida hervor.
Notker Wolf, ehemaliger Abtprimas des Benediktinerordens, war die letzten 16 Jahre auf der ganzen
Welt unterwegs und hat doch nie seine Verbindung zu Deutschland verloren. Nun ist er zurück in seiner Heimat und bezieht in seinem neuen Buch Schluss mit der Angst – Deutschland schafft sich nicht ab Stellung zu den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnissen wie zu dem persönlichen
Lebensumfeld jedes Einzelnen. Klar, scharfsinnig und furchtlos analysiert er die einzelnen Themenfelder, zieht Vergleiche zu seinen Erlebnissen im Ausland, erinnert an die christlichen Werte und ermutigt zu einem verantwortungsbewussten Handeln: „Mutbürger müssen ihr Herz in die Hand nehmen und das Herz auf der Zunge tragen. Wir müssen Menschen sein, die keine Angst davor haben, andere zu kritisieren.“ Ein leidenschaftliches, hoffnungsvolles Plädoyer für ein weltoffenes und erfolgreiches Deutschland, das gerade durch seine Vielfalt lebt.
Abtprimas Notker Wolf OSB, Dr. phil., trat 1961 in die Benediktinerabtei St. Ottilien ein und wurde 1977 zum Erzabt gewählt. Von 2000 bis 2016 war er als Abtprimas des Benediktinerordens mit Sitz in Rom der
höchste Repräsentant von mehr als 800 Klöstern und Abteien weltweit.

Treffpunkt Wagner
Geschwister-Scholl-Platz 4b
82256 Fürstenfeldbruck
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