Bisher weit über 600(!!) Veranstaltungstermine für die zweiten Jahreshälfte 2021!!!
Museen heute

München Haus der Kunst: Heidi Bucher. Metamorphosen

Heidi Bucher. MetamorphosenMünchen Haus der Kunst
Ausstellung vom17. September 2021 bis 13. Februar 2022
„Räume sind Hüllen, sind Häute. Eine Haut nach der andern ablösen, ablegen: Das Verdrängte, Vernachlässigte, Verschwendete, Verpasste, Versunkene, Verflachte, Verödete, Verkehrte, Verwässerte, Vergessene, Verfolgte, Verwundete.“ Heidi Bucher

Mit Heidi Bucher (* 1926 Winterthur, † 1993 Brunnen, Schweiz) präsentiert das Haus der Kunst eine bedeutende und wiederzuentdeckende Künstlerin der internationalen Neo-Avantgarden, die mit ihren Latex-Werken die Zwänge und Befreiungsprozesse menschlicher Existenzformen ergründet. Die Retrospektive stellt erstmals alle zentralen Werkgruppen der Öffentlichkeit vor, von den Anfängen über die experimentelle Zeit in Los Angeles, das Hauptwerk mit den Architektur-Häutungen bis zum auf Lanzarote entstandenen Spätwerk.

Eingeschränkt durch genderbedingte Voreingenommenheit, wurde Heidi Buchers Laufbahn zunächst nicht in Richtung der Schönen Künste gelenkt, sondern zu Mode- und Textildesign. Sie studierte bei Johannes Itten in Zürich, hatte jedoch auch weibliche Lehrer wie z.B. die Schweizer Textilgestalterin Elsi Giauque, die ihrerseits eine Studentin Sophie Taeuber-Arps gewesen war. In den 1940er-Jahren schuf Heidi Bucher Papierarbeiten und experimentierte mit Seide oder Tüll, die sie auf Pappe, Holz oder Aluminium klebte oder darauf befestigte. In diesen Gebilden, die sich wie Gemälde ausnahmen, war ihre spätere Hinwendung zur Skulptur bereits angelegt.

Während ihr Ehemann Carl Bucher Innen- und Außenraum Objekte schuf, die wie Quallen leuchteten („Phosphorescent Inflatables“) oder wirkten, als ob sie schweben („Apparel Sculptures“), entwickelte Heidi Bucher bereits die Idee von statischer Skulptur hin zu einer bewegten. Die Form der trag- und tanzbaren Körperskulpturen „Bodyshells“ (1972), Heidi Buchers erster Werkgruppe, ist von Meerestieren inspiriert; sie wurden am Strand von Venice Beach aktiviert. In ihnen wird die das Bauhaus kennzeichnende Zusammenführung von Disziplinen erkennbar: Skulptur, Architektur, Design und Tanz verschmelzen miteinander. Zudem konnte Heidi Bucher ihr Interesse an Textilien integrieren. Noch im selben Jahr wurden die „Bodyshells“ am LACMA in Los Angeles ausgestellt. Für ein Symposium im Rahmen dieser Ausstellung werden sie rekonstruiert und erneut aktiviert.

Die Jahre 1970 bis 1973 verbrachte Heidi Bucher zunächst in Kanada, dann in Kalifornien, wo sie in Berührung mit der feministischen Kunst amerikanischer Prägung kam: Judy Chicago und Miriam Schapiro riefen zu dieser Zeit das Female Art Program ins Leben, Judy Brady veröffentlichte ihr satirisches Manifest „I Want a Wife“, und nicht weit vom Wohnhaus der Buchers befand sich das Woman’s Building, die langlebigste feministische Einrichtung von Los Angeles. Heidi Bucher war förderndes Mitglied von Womanspace, einer ähnlichen Einrichtung, und nahm an einer Ausstellung teil. Diese Begegnungen schärften ihre Perspektive ebenso wie die Bekanntschaft mit dem Werk von Eva Hesse und die aus diesen Jahren gründende Freundschaft mit Ed Kienholz.

1973, nach der Rückkehr aus den USA und der Trennung von Carl Bucher, beginnt Heidi Bucher mit der emanzipatorischen Geste der Latex-Häutung ihr Hauptwerk. Nun wird die Inbesitznahme und Verwandlung von Räumen zum Leitmotiv. Für den Abzug ihres eigenen Künstler-Studios „Borg“ (1974-78, Bucher leitete den Namen von Ge-borg-enheit ab), dem Kühlraum einer ehemaligen Metzgerei, fixierte sie Gaze mit Fischkleister an den Wänden, bestrich diese mit flüssigem Latex, um die getrockneten Schichten unter körperlicher Anstrengung, aber dennoch behutsam abzuziehen. In den Jahren von 1973 bis 1978 entstehen die „Einbalsamierungen“ und „Weichobjekte“, eine surreal anmutende Bilderwelt zur Aufarbeitung weiblicher Unterdrückung: Bucher arrangierte textile familiäre Fundstücke wie Unterwäsche, Kinder- und Frauenkleider oder Bettdecken, überzog sie mit Latex, kombinierte sie mit Muscheln und trug Farbpigmente von Perlmutt, Lila oder Gold auf. Die Idee der Überwindung sowohl von traumatischen Situationen, als auch von herkömmlichen Geschlechterrollen erreichte in dem Werk „Libellenlust (Kostüm)“ (1976) einen ersten Höhepunkt; für dieses Kostüm formte die Künstlerin die Wandhäutungen zu einem libellenartigen Fächer und balsamierte es mit Perlmutt ein.

Auch in ihrem Elternhaus trug sie flüssiges Kautschuk auf Boden und Wände des „Herrenzimmers“ (1978/82) auf, das ehemals den männlichen Familienmitgliedern vorbehalten gewesen war, und löste mit dieser Häutung sinnbildlich die patriarchale Familienstruktur ab. In den Räumen, von denen die Frauen durch häusliche und familiäre Verpflichtungen ausgeschlossen gewesen waren, gab sie durch die Häutung Schmerzliches und Persönliches preis, um Integrität und Autonomie herzustellen. Eine dritte Häutung nahm sie im „Ahnenhaus“ der Großeltern vor (1980-1982), dessen Böden nun erstmals mehrgeschossig präsentiert werden – so, wie eine Skizze der Künstlerin es vorsah.

Die Schauplätze, die Heidi Bucher wählte, besaßen vielfach private und öffentliche Bedeutung zugleich, wie die psychiatrische Klinik Bellevue am Bodensee. Heidi Bucher häutete auf dem villenartigen Gelände das „Kleine Glasportal“, das „Audienzzimmer des Doktor Binswanger“ und die Badeanstalt (1988). In dem Audienzzimmer hatte Binswanger seine erste Probandin, die vermeintliche Hysterie-Patientin Anna O. und spätere Frauenrechtlerin Bertha Pappenheim, behandelt, in engem Austausch mit Sigmund Freud. Mit der Häutung des Eingangsportals des verlassenen Grand Hôtel Brissago (1987) am Lago Maggiore stellte sich Bucher einem kollektiv von Schuld und Scham besetzten, höchst ambivalenten Raum: Das Hotel war zunächst Erholungsort für Intellektuelle gewesen und wurde während des Regimes der Nationalsozialisten zu einem staatlich organisierten „Interniertenheim“ für jüdische Kinder und Frauen.

Wenn Heidi Bucher mit ihren Häutungen gesellschaftliche wie private Machtstrukturen entlarvte, so öffnete sie in einem nächsten Schritt den Raum auch für Veränderung. Der Aspekt der Metamorphose kommt in ihrem Manifest „Parkettlibelle“ zum Ausdruck, in dem sie ihre Arbeit als einen „Metamorphosenprozess“ bezeichnet, bei dem die Loslösung von sozialer Konditionierung mit der Aufweichung und Mobilisierung von Gegenständen – eben statischer Verhältnisse – einhergeht. Bereits im weichen Material der „Bodyshells“ waren die Körper der Aufführenden geschlechtslos, verborgen und geschützt. Anders als die feministischen Künstlerinnen der USA, die sich auf die weibliche Anatomie konzentrierten, und anders auch als Louise Bourgeois, stellte Heidi Bucher Nacktheit weder explizit zur Schau, noch folgte sie dem psychoanalytischen Ansatz. Sie brachte vielmehr eine gesellschaftliche Utopie zum Ausdruck, die nach ganzheitlichen Möglichkeiten sinnlichen Empfindens strebte, wie sie sich erst nach der Überwindung herkömmlicher Geschlechterrollen auftun. So hat sie seit der Häutung des Herrenzimmers 1978 konsequent eine formal und ästhetisch einzigartige künstlerische Sprache geschaffen, ohne auf figurative Darstellungen zurückzugreifen.

In der späten Schaffensphase von 1983 bis 1993 entstehen die „Weißleimhäuser“ (1988), kleine Plastiken aus Schaumstoff, Textil und Farbe, die mit Weißleim verklebt waren. Die schmucklosen Miniaturen von minimalistischer Zurückgenommenheit zeugen von Buchers stetiger Auseinandersetzung mit Innen- und Außenräumen. Sie beziehen sich auf den Baustil kanarischer Wohnhäuser; Bucher verbrachte nun vermehrt Zeit auf der Vulkaninsel Lanzarote, in einem Haus, das weder fließendes Wasser noch Elektrizität hatte. In ihren Werken kommt der Tür symbolische Bedeutung zu, als Schwelle zum Jenseits. Ökologische und naturkosmologische Fragen treten nun in den Mittelpunkt und drücken sich auch in dem großformatigen Latexwerk „Die Rettung der Haut ozeanisch“ (1981) aus.

Für ihre Projekte fertige Heidi Bucher vorbereitende Zeichnungen, Aktionsabläufe und Werkinstruktionen an. Im Wissen um die Bedeutung ihres Werks hat sie auch den performativen Herstellungsprozess filmisch und fotografisch dokumentieren lassen. Dieses teils erst entdeckte und für die Ausstellung restaurierte Material ergänzt die über 150 Exponate um den Aspekt, dass Nachvollziehbarkeit der Künstlerin früh ein Anliegen war.

Der Katalog enthält Beiträge von Jana Baumann, Chus Martínez, Jenni Sorkin, Kathleen Bühler sowie ein Gespräch zwischen Carina Bukuts und Elisabeth Kübler, Quellenmaterial, Gedichte und andere bisher unveröffentlichte Schriftstücke.

Die Ausstellung im Haus der Kunst wird neben dem gewichtigen Sammlungskonvolut von The Estate of Heidi Bucher mit zentralen Werken aus dem Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Paris, der Jill and Peter Kraus Collection, der Kunstsammlung des Kantons Zürich oder dem Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, unterstützt.

Kuratiert von Jana Baumann; kuratorische Assistenz: Luisa Seipp
Haus der Kunst München,
Prinzregentenstraße 1,
80538 München
Abbildungen:
Heidi Bucher beim Häutungsprozess von Herrenzimmer, 1978
The Estate of Heidi Bucher
Foto: Hans Peter Siffert
Kabarett heute

Unterhaching: Christian Springer - Viel los!

Christian Springer: Viel los!

35 Jahre Kabarett. Ein Best-of-Programm

Auf vieles muss man bei Christian Springer gefasst sein, aber das gibt es bei ihm nicht: Samthandschuhe und das sprachliche Florett im Mund. Christian Springers Kabarettprogramme sind klar und deutlich. Und die bayerische Politik gibt mehr Stoff, als ein Kabarettistenleben bearbeiten kann. Sieben Ministerpräsidenten hat er überlebt, auf den berühmtesten zwei Eier geworfen – und nicht getroffen. Dafür treffen seine Pointen!

Christian Springer hat zehn Jahre Starkbieranstich in Landshut, den Münchner Nockherberg, 15 Jahre Fonsi und sieben Jahre BR-Schlachthof im Gepäck. Seit Schulzeiten ist er auf der Kabarettbühne zu Hause. Ein Vollblutkabarettist, dem wenig heilig ist und der mit großer Freude hinter die Kulissen schaut. Satire für das Oberstübchen, das ist sein Bühnenmotto. Christian Springer hat sie immer im Visier: die Hirnlosen im Land. Denn sie vermehren sich schneller als ein Virus. Sein Gegenmittel ist der Humor. Es wirkt! Und macht Mut.
KubizJahnstraße 1,
82008 Unterhaching
Konzert heute

Fürstenfeld: The Stimulators & Christian Willisohn - All you need is live

The Stimulators & Christian Willisohn
All you need is live
Mit ihrer einzigartigen Mixtur aus Latin, Reggae, Ska, Rock und Blues verzaubern die Stimulators seit über 20 Jahren ihr Publikum. Live sind die „Süchtig-Macher" (SZ) dabei noch besser als auf Ihren Alben. Neben Klassikern wie „Caipirihnha“, Flying Down To Rio“ und „I Like It“, werden ab 2021 auch zahlreiche neue Songs wie „Rock Steady Cumbia“ und „Ride Your Donkey“ die Auftritte der „Stims“ bestimmen. Peter Schneider gründete die Band 1998 nachdem er für Hans Söllner, Marius Müller-Westernhagen, Ike Turner und viele andere Gitarre und Mundharmonika bedient hatte. 10 CDs, 2 DVDs und über 1.500 Konzerte in ganz Europa und den USA sind der bisherige Output der Band. Special Guest an diesem Abend ist Christian Willisohn, „einer der weltbesten Blues- und Boogie-Pianisten" (Schwäbische Zeitung). Der Stil des in München geborenen Ausnahmekünstlers, wurde durch längere USA-Aufenthalte - vor allem in Chicago und New Orleans – geprägt. Auf Festivals in u.a. in Montreux, Luzern, Kopenhagen, Wien, Hamburg, Paris, Barcelona, New York und Sydney erspielte er sich eine ebenso große wie treue Fangemeinde. Da die "Stims" und Christian Willisohn schon seit langem befreundet sind, darf man sich auch auf eine packende gemeinsame Performance freuen!

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Absage nur bei amtlicher Sturm- oder Unwetterwarnung während der Showzeit (Infos unter www.fuerstenfeld.de). Die Mitnahme von Regenschirmen ist nicht gestattet, Regenmäntel, Decken, Sitz-Kissen etc. dürfen mitgebracht werden. Einweg-Regenponchos werden für 2.00 € angeboten. Getränke können vor Ort erworben werden. Einlass ist ca. eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Aktuell gilt bis zum Sitzplatz und zum Verzehrbereich FFP2-Maskenpflicht.
Veranstaltungsforum Fürstenfeld .
Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Konzert heute

Puchheim: Puchheimer Country Nacht

Puchheimer Country Nacht

Regelmäßig finden sich Titus Waldenfels und die legendären Wandrin" Stars zusammen, um die Gemeinsamkeiten zwischen Country und bayrischer Musik auszuloten: Manfred Pichler, stimmgewaltiger, sich an Johnny Cash und dem Kraudn Sepp anlehnender Sänger, der umtriebige Stefan Berchtold am geschlagenen Kontrabass, Gitarrist Thomas Losch mit perfekten Repliken der alten twang-guitar-licks und Michael Reiserer simultan an Schlagzeug und Akkordeon. Ein Programm aus instrumentalen Originals, Covers von Johnny Cash, Elvis, Hank Williams & Roy Orbison, deren Gassenhauer frisch klingen durch die Spezialbehandlung der ´retro´, aber nicht altmodisch spielenden Wandrin" Stars, und Klassiker der bayrischen Wirtshausmusik. Die Geige fügt etwas western-swing-flavour hinzu, die twin guitars liefern schönsten Hippie-Countryrock. Es gibt hier keine Musikapartheid: Blues, Jazz, Rock, Polka, Walzer und europäische Melodien fließen so ruhig ineinander wie das Wasser des Colorado. Als special guest mit an Bord: Schauspielerin und Sängerin Silvia-Maria Jung.
Ergänzt wird der Abend von den Hee Haw Pickin´ Band. Sie ist bekannt als stilechte Country Band mit großer Bandbreite. Ob Bluegrass mit Banjo, Traditional Country der 50er bis 90er Jahre, Pedal Steel Guitar, original Texas Honky Tonk, 3 stimmiger Satz-Gesang, Western-Swing oder eigene Nummern - die Band bietet alles, was Cowboyherzen höher schlagen lässt. Sie sind der zweifache Gold Winner Best Traditional Country Band. Eine Country-Nacht, die keine Wünsche offen lässt!
Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Str. 2
82178 Puchheim
Theater heute

München: Münchner Heldentheater „Hamletrakete“

Münchner Heldentheater „Hamletrakete“

Hamlet hadert mit dem Schicksal, ein Sinnbild des die Welt hinterfragenden Menschen zu sein. Er ist in einer privilegierten Situation. Sein Stiefvater Claudius ist CEO einer florierenden Rüstungsfirma. Und Hamlet soll einsteigen und ihn beerben. Hamlet selber hat andere Pläne. Er will mit einer Rakete dem irdischen Dasein entfliehen – ob dies im Wortsinne überhaupt möglich ist, also ob die Rakete flugtauglich ist, bleibt offen. Seine Umgebung interpretiert Hamlets Absichten dabei völlig unterschiedlich. Während sein Stiefvater eine Marketingstrategie wittert, mit der sich der junge Hamlet in der kapitalistischen Welt etabliert, ist für Ophelia die Rakete ein Mittel zum romantischen „Durchbrennen“ des Liebespaars und seine Mutter Gertrud will das sowieso verhindern.

Mit Hamletrakete hat Andreas Berner eine Komödie geschaffen, in der das Personal des Shakespeare’schen Dramas auf die gegenwärtige Realität des Kapitalismus trifft, ohne sich in seinem Gebaren wesentlich ändern zu müssen. Wahnsinnig wird nicht Hamlet, sondern die Gesellschaft ist es bereits. Wie schon in seinen letzten Produktionen ist Berners neues Stück voller Anspielungen auf die Verrücktheiten der Gegenwart. Selbstironisch lässt er auch Seitenhiebe auf seine letzten Stücke nicht aus. Inspiriert von Shakespeare zündet das Münchner Heldentheater mit der Hamletrakete ein Feuerwerk an gegenwärtiger Gesellschaftskritik.


Regie und Ausstattung: Georg Grieshaber
Mit: Ali Akbaba, Robin Elsayed, Holger Jerzembek, Katrin Schmölz, Martina Sedlmeier, Thomas Stumpp und Katrin Thomaschewski

Einstein Kultur
Einsteinstraße 42
81675 München
Konzert heute

Ottobrunn: Colours of Guitar

Colours of Guitar, Fingerstyle, Jazz, Soul, Pop & more
PETTERI SARIOLA
Vocals & Guitar (FIN)

MICHAEL LANGER
Guitar (AUT)

special Guest: Johannes Tonio Kreusch – Guitar (DEU)

Den Auftakt des Festivals bestreiten zwei der aktuell angesagtesten Fingerstyle-Crossover Gitarristen. Im Rahmen eines Doppelkonzerte wird am Freitag Abend der finnische Sänger und Gitarrist Petteri Sariola, der mit seinen hunderttausenden von Youtube-Klicks längst kein Geheimtip mehr ist, auf Michael Langer treffen, der als Gewinner des „American Fingerstyle Guitar Festivals" in Milwaukee seit vielen Jahren auf den internationalen Festivalbühnen gastiert. Petteri Sariola gilt als einer der „Shooting Stars“ der internationalen Fingerstyle Gitarrenszene. Seine Fans lieben ihn für seine wilden Auftritte, sein interessantes Songwriting und den perkussiven Ansatz seiner Gitarre. Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Gitarrenspiel. Im Laufe der Jahre entwickelte er seinen eigenen Stil, der die Bandbreite einer ganzen Band auf einer Steel-String-Akustikgitarre abdeckt, begleitet von seinem herausragendem Gesang. Michael Langer wurde 1959 in Wien geboren und wechselte nach ambitionierten Anfängen als Rockgitarrist direkt ans Konservatorium der Stadt Wien, wo er klassische Gitarre studierte. Mit fast 30 Ausgaben gitarristischer Werke gehört er zu den erfolgreichsten Gitarrenautoren im deutschsprachigen Raum. Michael Langer ist Professor für Gitarre an der Universität in Linz und leitet eine Gitarrenklasse am Konservatorium in Wien.. Von dem amerikanischen „Guitar Player“Magazin wurde er im Rahmen des „Ultimate Guitar Competition“ mit dem Titel „Bester Acoustic Fingerstyle Gitarrist“ ausgezeichnet.
Als Special Guest wird Johannes Tonio Kreusch, der vom Akustik Gitarre Magazin als „einer der kreativsten Klassikgitarristen der Gegenwart“ bezeichnet wird, im Duo mit Michael Langer zu hören sein. Im Anschluss an die Konzerte kann man die Künstler bei einem „Meet-the-Artist“ Gespräch näher kennenlernen. Von Samstag bis Sonntag (18.- 19. September 2021) finden Gitarrenworkshops mit allen Gitarren-Künstlern des Festivals statt. Die Workshops sind offen für alle Leistungsstufen!

Aktuelle Infos zu den Ottobrunner Konzerten:
www.ottobruner-konzerte.com
Wolf-Ferrari-HausRathausplatz 2,
85521 Ottobrunn
Kabarett heute

Gröbenzell: Frank Lüdecke – Das Falsche muss nicht immer richtig sein!

Frank Lüdecke – Das Falsche muss nicht immer richtig sein!
Frank Lüdecke (Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis), einer der führenden politischen Kabarettisten in Deutschland (Scheibenwischer, Satiregipfel, Die Anstalt) ist nun seit 30 Jahren auf Tournee. Klüger ist er immer noch nicht. Geht die Welt unter – oder nur die Demokratie? Gibt es ein Leben nach der Flugscham? Und wenn das Falsche nicht immer richtig ist – ist das Richtige dann immer falsch?

Die Krise ist da. Aber ist sie auch eine Chance. Plötzlich ist eine Hotelfachfrau aus Brochterbek Bundesbildungsministerin. Da wäre es vielleicht besser, die Politiker einfach auszulosen. Aber was, wenn das Los nicht auf mich fällt, sondern auf meinen Nachbarn?
Grundeinkommen wäre auch gut. Dann hätten wir noch mehr Videoinstallationen und Modeblogger. Aber wollen wir das? Und mehr Toleranz wäre gut. Wenn nur die Leute nicht so dusselig wären! Da hilft vor allem mehr Bildung. Aber von wem werden wir die bekommen – von Alexa oder von Anja Karliczek? Und jetzt fragen Sie bitte nicht, wer das ist!
Respektlos und feinsinnig, witzig und böse seziert Frank Lüdecke unsere wankenden Gewissheiten. Ein Parforceritt durch die Debatten unserer verrückten Zeit. Eine Lösung hat er auch: Berlin! Warum, erfahren Sie erst ganz am Schluss. (Mit Musik)
Lüdecke war jahrelang Hauptautor und Mitspieler für Dieter Hallervorden und ist aktuell seit August 2019 neuer Betreiber und Künstlerischer Leiter der legendären Berliner „Stachelschweine“, dem ältesten Kabarett Berlins. Er ist Kolumnist des KICKER und schreibt seit 2013 eine wöchentliche Fußballdiagnose im Berliner Tagesspiegel („Auslaufen mit Lüdecke“).

„In seinem neuen Programm „Das Falsche muss nicht immer richtig sein!“ zeigte sich der Berliner Polit-Kabarettist Frank Lüdecke im Kieler Metro Kino einmal mehr als aberwitziger Analytiker und Querdenker, der auch mit spöttischen Songs auf der Akustikgitarre zu begeistern weiß. (…) Das Lüdecksche Spektrum ist breit, vom Kalauer über zitatgestützte und genussvoll satirisch ausgewalzte Thesen bis zu umgetexteten Coversongs über Politiker, die zukünftige Weltlage oder Berlin, alles serviert mit spitzbübischem Lächeln und erstklassig kabarettistisch aufbereitet.“
 Kieler Nachrichten, 11.2.2020

STOCKWERKIndustriestraße 29-31, Oppelner Str. 3-5,
82194 Gröbenzell
Kabarett heute

Unterhaching: Christian Springer - Viel los!

Christian Springer: Viel los!

35 Jahre Kabarett. Ein Best-of-Programm

Auf vieles muss man bei Christian Springer gefasst sein, aber das gibt es bei ihm nicht: Samthandschuhe und das sprachliche Florett im Mund. Christian Springers Kabarettprogramme sind klar und deutlich. Und die bayerische Politik gibt mehr Stoff, als ein Kabarettistenleben bearbeiten kann. Sieben Ministerpräsidenten hat er überlebt, auf den berühmtesten zwei Eier geworfen – und nicht getroffen. Dafür treffen seine Pointen!

Christian Springer hat zehn Jahre Starkbieranstich in Landshut, den Münchner Nockherberg, 15 Jahre Fonsi und sieben Jahre BR-Schlachthof im Gepäck. Seit Schulzeiten ist er auf der Kabarettbühne zu Hause. Ein Vollblutkabarettist, dem wenig heilig ist und der mit großer Freude hinter die Kulissen schaut. Satire für das Oberstübchen, das ist sein Bühnenmotto. Christian Springer hat sie immer im Visier: die Hirnlosen im Land. Denn sie vermehren sich schneller als ein Virus. Sein Gegenmittel ist der Humor. Es wirkt! Und macht Mut.
KubizJahnstraße 1,
82008 Unterhaching
Museen heute

Museum Fürstenfeldbruck: Erleuchtet! - Faszination elektrisches Licht

Erleuchtet!
Faszination elektrisches Licht

Ausstellung im Museum/Kunsthaus Fürstenfeldbruck: 2. Juli bis 26. September 2021
Eine Ausstellung im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts "Hell & Dunkel" zum 25jährigen Jubiläum des Museumsverbunds "Landpartie - Museen rund um München".
Faszination elektrisches Licht
Seit jeher versuchen Menschen, Dunkelheit durch Licht zu vertreiben. Künstliche Lichtquellen ermöglichten es, die Nacht zum Tag zu machen und ließen Tätigkeiten zu, die in der Finsternis kaum oder gar nicht möglich waren. Der Wunsch, es immer dort hell zu haben, wo und wann man möchte, trieb die Entwicklung des künstlichen Lichts mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert rasch voran. Die Erfindung der Glühbirne war ein technischer Meilenstein in diesem Prozess.
Nicht nur öffentliche Plätze, Theater oder Fabriken konnten nun erleuchtet werden, eigene verfügbare Lichtquellen schufen auch neue Möglichkeiten für einen Rückzug ins Private. Zugleich entwickelte sich ein reges Nachtleben auf hell erleuchteten Boulevards. Geselligkeit im öffentlichen Raum erhielt immer neue Facetten.Gemälde, Grafiken, Fotografien und Objekte zeigen, wie allzeit verfügbares elektrisches Licht den Alltag verändert hat. Auch Künstler*innen waren fasziniert, ließen sich inspirieren und experimentieren bis heute mit Licht.Der historische Kontext der Elektrifizierung spielt für Fürstenfeldbruck eine besondere Rolle, gehörte die Marktgemeinde durch das Wirken Oskar von Millers zu den ersten Orten mit zentraler Elektrizitätsversorgung.
Schöner Strom. Fotografien von Karl Heinz Rothenberger
Ohne Strom kein elektrisches Licht. Karl Heinz Rothenberger setzt in analoger Kleinbildtechnik mit der Leica M7 „subjektiv durch das Objektiv“ die Ästhetik von Turbinen, Generatoren und Elektrizitätswerken in Szene. Die Schwarz-Weiß Fotografien vermitteln einen ganz individuellen Blick auf Industriedenkmäler und Maschinen rund um das Thema Energie. Dazu gehören auch die frühen Kraftwerke Oskar von Millers. Rothenbergers Fotografien sind Zeugnisse menschengemachter technischer Artefakte auf höchstem künstlerischem Niveau.
Museum Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck
Abbildung:Lily Koebner-Linke
Im Kaffehaus
Öl auf Pappe
Museum Fürstenfeldbruck
Foto: Wolfgang Pulfer
Museen heute

München Artcurial: Picasso

München Artcurial: Picasso
Ausstellung vom 06. September bis 29. Oktober 2021

ab dem 06. September 2021 widmet Artcurial München dem großen spanischen Künstler Pablo Picasso eine Ausstellung. In Zusammenarbeit mit Marco Pesarese Fine Art und der Galerie Zink Waldkirchen werden im Showroom von Artcurial Deutschland 30 Druckgrafiken aus der Zeit von 1927 bis 1963 präsentiert und ergänzend fünf Positionen zeitgenössischer Kunst, welche auf angenehm unerwartete Weise Bezug auf einen der wichtigsten Künstler des vergangenen Jahrhunderts nehmen, gezeigt.

Marco Pesarese hat für die Ausstellung ausschließlich druckgrafische Werke zusammengetragen. In der Ausstellung befindet sich eine der seltensten Grafiken Picassos überhaupt: Minotaure à la coupe et son amie, 1933-34. Bisher ist nur ein einziges Exemplar dieser Radierung bekannt. Picasso hat es dem Drucker der Suite Vollard, Roger Lacourière, gewidmet und es ist eine kleine Sensation, dass dieses Werk in einer Ausstellung zu sehen ist.
Das Zitat von Pablo Picasso "Good artists copy, great artists steal" als Motto genommen, hat Michael Zink fünf zeitgenössische Künstler ausgesucht, welche in ihrem Werk manchmal ganz direkt oder auch nur formal an Pablo Picasso anknüpfen.

Der spanische Landsmann Matías Sánchezaus Sevilla portraitiert den alten Pablo Picasso 1972 im Jahr vor seinem Tod mit Palette und Pinsel vor seiner Staffelei. Der isländische Maler-Star Baldur Helgason dekonstruiert seine Figuren und setzt sie nach Altmeistermanier wieder neu zusammen. Die in Jena lebende Jana Gunstheimer zeigt aus ihrem Zyklus "Methods of Destruction", was passiert, wenn im Zuge einer Restaurierung auch das Schönheitsideal der Zeit angepasst wird.

Der belgische Zeichner und Bildhauer Dirk Zoete adaptiert die Leichtigkeit von Picassos Strich, indem er seine Figur mit Wollfäden auf die Wand zeichnet. Die amorphen Keramik-masken von Michael Sailstorfer lassen sich leicht mit den eigenwilligen Physiognomien von Picassos Portraits in Verbindung bringen, die ihrerseits wiederum inspiriert wurden von der Ästhetik traditioneller archaischer Masken aus Afrika und Ozeanien.

Alle gezeigten Werke in der Ausstellung sind verkäu?ich.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 06. September - 29. Oktober 2021 im Showroom von Artcurial Deutschland in den Arkaden des Münchner Hofgartens, Galeriestraße 2b in München.

An den Wochenenden 11./12. September und 23./24. Oktober ist die Ausstellung jeweils von 12-18 Uhr geöffnet.

Artcurial AllemagneAuktionshaus in München, BayernGaleriestraße 2B,
80539 München
Abbildungen:

Pablo Picasso Minotaure aveugle guidé par Marie-Thérèse au pigeon dans une nuit étoilée aus "Suite Vollard“ 1934 Aquatinta mit Schabeisen, Stichel und Kaltnadel überarbeitet auf Vergé de Montval mit Wasserzeichen Picasso, Plattengröße: 24,7 x 34,8 cm Bloch 225, Baer 437/IV/B.d aus der Auflage von 260 Exemplaren signiert
Pablo Picasso Faune dévoilant une Dormeuse aus "Suite Vollard" 1936 Aquatinta und Kupferstich auf Vergé de Montval mit Wasserzeichen Vollard, Plattengröße: 31,6 x 41,7 cm Bloch 230, Baer 609/VI B.d aus der Auflage von 260 Exemplaren
Museen heute

Museum Fürstenfeldbruck: Frau darf … 100 Jahre Künstlerinnen an der Akademie

Frau darf … 100 Jahre Künstlerinnen an der Akademie
Museum Fürstenfeldbruck
Ausstellung verlängert bis 26. September 2021

Im Herbst 2020 jährt es sich zum hundertsten Mal, dass Frauen an der Münchner Akademie der Bildenden Künste zum Studium zugelassen wurden. Widerstrebend musste die Akademieleitung dem hartnäckigen Drängen der Künstlerinnen nachgeben. Dies war Ergebnis der Revolution von 1918 und der Weimarer Verfassung, die den Frauen die lang erkämpfte formale Gleichberechtigung brachte.

Wie die meisten Lebensbereiche war auch die Kunst bis weit ins 20. Jahrhundert überwiegend eine Männerdomäne. Die Ausstellung thematisiert die Ausbildungsmöglichkeiten der „Malweiber“, die frühe Frauenbewegung im München, das Ringen um die Zulassung an die Akademie, die Studienbedingungen der ersten Künstlerinnen und macht sichtbar, wie hart umkämpft der Kunstmarkt in den 1920er Jahren war.

Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche jener Künstlerinnen, die vor 100 Jahren hoffnungsvoll ihr Studium begannen. Zwölf unterschiedliche Künstlerinnenbiographien zeigen, mit welchen Vorurteilen Frauen zu kämpfen hatten und welchen Themen sich die Künstlerinnen widmeten. Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste erfolgt, spürt den Wegen der Malerinnen nach, sie erinnert dabei auch an unterschiedliche Frauenschicksale dieser „verschollenen Generation“, die zwischen zwei Weltkriegen ihren Platz suchten.

Abbildungen:
Marianne Euler-Henselmann
Stillleben, um 1935,
Privatbesitz
Foto: Wolfgang Pulfer

Daisy Campi
Malven, um 1931
Privatbesitz
Foto: Franz Kimmel

Der am 4. März 2021 neu aufgestellte Stufenplan der Bundesländer bestimmt ausdrücklich, dass Museen unter den ersten Kultureinrichtungen sind, die geöffnet werden dürfen. Wenn auch mit kleinen Einschränkungen, da der Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer 7-Tage-Inzidenz von 54,09 (Stand 9.3.2021) über der „magischen“ 50er-Marke liegt.
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine vorherige Anmeldung des Besuchs unter 08141/61 13 13 oder gerne auch unter museum@fuerstenfeldbruck.de.
Für einen sorgenfreien Kunstgenuss sorgt unser bewährtes Hygienekonzept. Weiterhin gilt auch die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Museum Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck
Museen heute

Kunsthalle München: ERWIN OLAF. UNHEIMLICH SCHÖN

ERWIN OLAF. UNHEIMLICH SCHÖN
Kunsthalle München
Ausstellung vom 14. Mai bis 26. September 2021

In den Niederlanden gehört Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Kurzfilme, Skulpturen und MultimediaInstallationen aus über vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre.Den Abschluss der Ausstellung bildet seine neueste Serie Im Wald (2020), die eigens für die Retrospektive in der Kunsthalle entstanden ist.Für seine Werke entwirft Olaf bis ins kleinste Detail durchdachte Welten, die der unseren zwar zum Verwechseln ähnlichsehen, jedoch oftmals Rätsel
aufgeben: Hinter der makellosen Ästhetik, die der Filmund Werbeindustrie entlehnt ist, scheint Verdrängtes zu lauern. Auch entpuppt sich die Kulissenhaftigkeit seiner Inszenierungen oft als Hinweis auf Abgründiges. Der Fotokünstler setzt bewusst auf Irritationen, bedient sich vieldeutiger Symbolik und gestaltet seine Erzählungen bedeutungsoffen. So bleibt es dem Publikum überlassen, sich den Anspielungen gegenüber zu öffnen und die Leerstellen mit eigenen Assoziationen und Interpretationen zu füllen.

ZWISCHEN POLITIK UND POESIE
"Ich ergreife Partei für die Freiheit. Die Freiheit des Individuums, das nicht von einer bestimmten Gruppe dominiert werden darf."
Bereits während seines Journalismus-Studiums, das Olaf 1980 in Utrecht abschloss, wurde ihm bewusst, dass er seine Geschichten nicht mit Worten, sondern mit Bildern erzählen wollte. Anfang der 1980er-Jahre veröffentlichte er in internationalen Publikationen der LGBTSzene erste dokumentarische Fotografien. Zeitgleich arbeitete er an Fotoserien, in denen er Fragen nach Demokratie, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aufwarf. Wie ein roter Faden zieht sich Olafs politisches und soziales Interesse durch sein Œuvre. Bis heute gehört er zu den prominenten Stimmen, die sich in den Niederlanden für das Recht des Einzelnen auf freie Entfaltung einsetzen. Im Kampf für Toleranz und Akzeptanz schreckt er vor keiner Kontroverse zurück.
In seinem Frühwerk nutzte der Künstler das Mittel der Provokation, um gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen. So etwa in seiner 1987/88 entstandene Serie Chessmen, die den Menschen als sexuelles Wesen in den Fokus rückt und ihn in subversiv erotischen Machtgefügen darstellt. Seit den 2000ern sind es vor allem Stimmungen und Gefühle, die er inszeniert – wie etwa das Weinen der ersten Träne nach einer erschütternden Nachricht in Grief (2007) oder den Zwischenzustand des Wartens in der gleichnamigen Serie Waiting (2014).
Aber auch konkrete politische Ereignisse greift Olaf wiederholt auf. In den Werkreihen Troubled, Awakening und Tamed & Anger (alle 2015) verarbeitet er beispielsweise die Pariser Anschläge von 2015 auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo und das Kulturzentrum Bataclan.

Anlässlich des 60. Geburtstags des Künstlers zeigten das Kunstmuseum und das Fotomuseum in Den Haag 2019 eine äußerst erfolgreiche Doppelausstellung. Im selben Jahr wurden ausgewählte Fotografien Olafs im Rijksmuseum in Amsterdam ausgestellt. Bei der Eröffnung wurde er zum Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen geschlagen.
Mit rund 350.000 Besucher*innen jährlich ist die Kunsthalle München eines der renommiertesten Ausstellungshäuser Deutschlands. Hier, im Herzen der Münchner Innenstadt, werden pro Jahr drei große Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen gezeigt. Rund 1.200 m² Ausstellungsfläche sind mit modernster Museumstechnik ausgestattet und bieten Kunstwerken verschiedenster Gattungen eine würdige Plattform, sei es Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk, Design oder Mode. Monografische Ausstellungen und thematische Projekte wechseln sich dabei ab, aber auch interdisziplinäre Ansätze finden im vielseitigen Programm der Kunsthalle München ihren Platz.

Abbildung:
Berlin
Stadtbad Neukölln – 23rd of April, 2012
2012
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam
Aktuelle Hinweise

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: Leif Trenkler - Coloured Beauty

Leif Trenkler
Coloured Beauty
Buchheim Museum bernried
Ausstellung vom 22. Mai bis zum 10. Oktober 2021

Vor unseren Augen entfaltet sich eine fantastische Welt jenseits unseres Wahrnehmungshorizonts. An Farbgebung und Zusammenstellung wird deutlich, dass Leif Trenkler sich nicht nach der Natur richtet, sondern die Elemente seiner Darstellungen aus seinem Bildgedächtnis bezieht. In der Malerei verbindet er sie dann zu einer frei der Vorstellungskraft entspringenden Komposition. Trenkler wurde 1960 in Wiesbaden geboren. Er studierte an der Städelschule in Frankfurt und an der Kunstakademie in Düsseldorf. Heute lebt er in Köln. In seinem Werk befasst sich der Maler vorrangig mit Menschen, Landschaften und Architekturen, aber auch der Kosmos hat Einzug in seine Bildwelt genommen..


Leif Trenkler
Coloured Beauty
Der Titel ist provokativ. Er erinnert an „Black Beauty“, nur eben bunter. Der Pferderoman von 1877 und seine zahlreichen Verfilmungen lassen die Herzen der Freunde romantischer Unterhaltung höherschlagen. Zumindest eines haben diese Fernseherlebnisse und die Gemälde von Leif Trenkler gemeinsam: In einem als bedrohlich empfundenem Umfeld wird die Schönheit zum Fluchtort der Phantasie. Als Leif Trenkler in den 1980er Jahren den Weg wählte, nicht nur realistisch, sondern auch farbenprächtig zu komponieren, stand er noch im Gegensatz zur „Triebkraft der modernen Kunst“ des 20. Jahrhunderts. Der amerikanische Expressionist Barnett Newman hatte diese stellvertretend für so viele Künstler seiner Zeit in dem „Verlangen“ ausgemacht, „das Schöne zu zerstören“. Heute erkennen wir in Trenkler einen Trendsetter der „Neuen Figuration“ – einer heute tragenden Strömung der Malerei, die gleichsam aus dem Untergrund heraus die Glaubenssätze der abstrakten Moderne hinterfragte.
Trenkler ist der Inbegriff eines empfindsamen Künstlers. Die beklemmende Kindheit in einer Siedlung des sozialen Wohnungsbaus und die Errettung vom Wassertod sind die Triebfedern seiner Laufbahn. In der Malerei der italienischen Renaissance fand der Jugendliche die Ruhe und Geborgenheit, die ihm im Leben zunächst unerreichbar schienen. Als er sich schließlich mit seinen Gemälden auf die sonnige Seite des Lebens emporgearbeitet hat, lernt er die Welt der Poolvillen Floridas und Kaliforniens kennen, der so häufig seine Motive entstammen. Trotz all ihrer in Szene gesetzten architektonischen und landschaftlichen Schönheiten offenbaren die Bilder die hochfragile Vorstellungswelt eines verletzlichen Individuums. In seinen ahnungsreichen Kompositionen findet sich oft ein Wesen, ganz gleich ob Mensch oder Tier, das wie die Figur eines romantischen Gemäldes auf das Leben schaut, mit all seinen Höhen, seinen Tiefen und seiner Vergänglichkeit.
Die Kompositionen Trenklers reflektieren seine Themen. Hauchdünn massiert er die Ölfarben in den von ihm bevorzugten Malgrund des Birkenholzes ein. Wie ein zarter Schleier der Illusion legt sich das Bildgeschehen auf die noch durchscheinende Maserung. Unsere Wahrnehmung ist geübt darin, in mehrdeutigen Mustern bekannte Gegenstände wiederzuerkennen. So sehen wir zunächst mit gestochener Klarheit die Wasseroberflächen, die Häuser, die Landschaften und Personen. Doch je länger wir uns mit den Werken Trenklers beschäftigen, desto deutlicher treten die Elemente freier koloristischer Kompositionen vor unsere Augen: autonome Felder, anmutige Übergänge und krasse Kontraste.
Für Lothar-Günther Buchheim war der „Kampf“, den die Maler der Brücke „auszufechten versuchten“, bis in die Gegenwart aktuell: der Widerstreit zwischen der „dingbezogenen Form“, in der wir ein Abbild unserer Lebenswelt zu erkennen glauben, „und das autonome Schalten und Gestalten mit frei erfundenen Zeichen.“ Nur in diesem Spannungsfeld, so war sich der Gründer dieses Museums sicher, könne die Phantasie sich entfalten. Zu einem solchen Erlebnis möchten wir unsere Besucher hier einladen.
Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Säle. Im ovalen Saal des Erdgeschosses ist ein Überblick über Trenklers Bildgegenstände der vergangenen zehn Jahre versammelt: Architekturen, Autos, Menschen, Tiere, Flüsse. Der Turmsaal ist den aktuellen Arbeiten Trenklers der letzten beiden Jahre gewidmet. Im hier vorherrschenden Thema der Wasseroberfläche offenbart sich seine ästhetische Bewältigung des traumatischen Ertrinkungserlebnisses.


Leif Trenkler
1960
Trenkler wird in Wiesbaden geboren.
1984-1986
Er besucht die Städelschule in Frankfurt am Main.
1988-1990
Für ein Jahr studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf.
1988-1990
Trenkler setzt sein Kunststudium bei Thomas Bayrle und Jörg Immendorff an der Städelschule fort und kommt hier zum Abschluss.
1990-1991
Ein Auslandsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes führt ihn nach Italien.
In den Folgejahren etabliert sich Leif Trenkler zu einem wichtigen Vertreter der „Neuen Figuration“. Diese schwerpunktmäßig von Deutschland ausgehende Bewegung löst den historischen Widerspruch zwischen abstrakter Komposition und realistischer Repräsentation auf und gewinnt international höchste Beachtung. Leif Trenkler stellt in zahlreichen Galerien in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, der Türkei, Belgien, Dänemark, Tschechien, den Niederlanden, den USA und Kanada aus. Die Thomas Rehbein Galerie in Köln sowie die Galerie Karl Pfefferle in München werden über Jahrzehnte hinweg zu seinen ständigen Begleitern. Auch zahlreiche Kunstvereine und Museen, darunter das Haus der Kunst in München, das Museum Ludwig in Köln, das Museum Franz Gertsch in Burgdorf, die Kunsthalle in München, das Kunsthaus Wien und die Kunsthal Rotterdam, zeigen im Rahmen von Gruppen- und Einzelausstellungen Arbeiten von ihm.
2021
Im Hirmer Verlag erscheint eine große Monographie über Leif Trenkler mit Texten von Stephanie Götsch, Thomas Kling und Gottfried Knapp. Gleichzeitig erhält er im Buchheim Museum seine erste große museale Einzelausstellung.
Leif Trenkler lebt und arbeitet in Köln.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildung:
Leif Trenkler
Früh am Morgen in Yellow Valley
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Museen heute

München Haus der Kunst: Sweat

Sweat
Haus der Kunst München
Ausstellung vom 11. Juni 2021 bis 09. Januar 2022

Der menschliche Körper produziert Schweiß bei so unterschiedlichen emotionalen Zuständen wie Widerstand, Angst, Anziehung und Abstoßung, Freude, sexueller Erregung und Exzess. Die Ausstellung „Sweat“ erzählt – ausgehend von bewegten Körpern ¬– von lustvoller Selbstermächtigung und Geschichten des Widerstands.

Die hier versammelten 30 künstlerischen Stimmen sind an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und angesichts verschiedener Bedingungen des sozialen Druckes entstanden. Die jeweiligen Erfahrungen der Ausgrenzung und Unterdrückung – in Bezug auf Kultur, Geschlecht, Herkunft, soziale Schicht oder Sexualität – werden dabei nicht gegeneinander aufgewogen oder abgegrenzt. Ziel der Ausstellung „Sweat“ ist es vielmehr, die Aufmerksamkeit auf die Komplexität verschiedener Realitäten zu lenken und sinnliche Zugänge zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen zu schaffen.

Gegen gewaltsame Versuche, ihre Körper zu kontrollieren, wehren sich die Künstler*innen mit einer Poesie der Freude. Jacolby Satterwhite (geb. 1986, USA) verwandelt mit „We Are In Hell When We Hurt Each Other“ (2020) die Mittelhalle des Haus der Kunst in ein Nachtclub-Environment. Tanzende Avatare und faszinierende Landschaften einer Videoprojektion fungieren als Erweiterungen des eigenen Köpers. Satterwhite verschmilzt die Ästhetik von Musikvideo und Computerspiel, queerer Clubkultur und Voguing, westlicher Geschichte der Performance und afrikanische Riten mit persönlichen Video- und Tonaufnahmen. Der zweite Teil dieser Videoinstallation, „Shrines“ (2020), feiert im Oktober des Jahres im Haus der Kunst seine europäische Premiere.

Die Verbindung von Klang und Bewegung im Raum wird in einer weiteren Neuproduktion am Eingang der Ausstellung erfahrbar, einer wandfüllenden Malerei von Christine Sun Kim (geb. 1980, USA) („MAY BE HERE MAYBE HE RE“, 2021). Kim visualisiert oftmals verschiedene Gefühlszustände, die sie angesichts des Ausschlusses von öffentlichen Institutionen, den Medien und insbesondere der Kunstwelt erfahren hat – dort, wo der Zugang zu nicht-verbaler Verständigung nur unzureichend gegeben ist. In dieser neuen ortsspezifischen Malerei wiederholt sie die visuell ähnlichen Gesten für „maybe“ [vielleicht] und „here“ [hier] in amerikanischer Zeichensprache mit ihren schriftlichen Entsprechungen. Die Darstellungen aus Händen mit Pfeilsymbolen verdichten sich zu einem rhythmischen und kinetischen Muster.

Karneval als transatlantische, gemeinschaftsbildende Praxis der Maskerade, des Tanzes und der improvisierten Besetzung der Straße ist ebenfalls zentrales Thema. Eingeleitet wird es von António Ole (geb. 1951, Angola), dessen Film „Carnaval da Vitória“ (1978) vom wiedereingeführten Straßenkarneval in Luanda und Angolas anti-kolonialem Kampf um Selbstbestimmung handelt. Eine Weiterführung dieses Themas bilden die Skulpturen von Daniel Lind-Ramos (geb. 1953, Puerto Rico). Sie bestehen aus Fundstücken wie Masken, Musikinstrumenten, Stoffen und Sportartikeln, und fungieren als poetische Archive sowohl von musikalischen Traditionen, als auch von sozialen Auseinandersetzungen, Spiritualität der Vorfahren, und politischem Widerstand seines Heimatlandes Puerto Ricos.

Eine Hommage an den weiblichen Körper formuliert Mary Beth Edelson (geb. 1933, USA; gest. 2021, USA) mit „Great Goddess Cut-Outs“ (1974-1975). Mit dieser Skulpturenserie stellt sie archaische Gottheiten und Ahnenwelten dar und geht der formalen Verbindung zwischen dem Weiblichen und dem Göttlichen nach. Zeitgenössische Versionen dieser Forderung, die Bildsprache des eigenen Körpers selbst zu bestimmen, finden sich beispielsweise in den digitalen Selbstporträts, mit denen Tabita Rezaire (geb. 1989, Frankreich) archetypische Zuschreibungen an Schwarze Frauen herausarbeitet. Auch Tschabalala Self (geb. 1990, USA) drückt mit Porträts und Skulpturen unterschiedliche Haltungen gegenüber dem weiblichen Schwarzen Körper aus macht sich diese Zuschreibungen zu eigen. Zadie Xa (geb. 1983, Canada) verbindet in ihren tragbaren Textilarbeiten westliche Popkultur mit traditioneller südkoreanischer Mythologie. Ihr visuelles Vokabular nährt sich oft aus der Welt der Ozeane, die sowohl für den Ursprung des Lebens stehen, als auch für überlieferte Mythen einer matriarchalisch geprägten „Heimat“.

„What is danced nobody can take away from me“

Dieser Ausspruch von Santiago Reyes, der sich in seiner Tanzperformance „Dancing Southward“ (2016-) mehr und mehr in Schweiß getränkt materialisiert, könnte als Motto für die in „Sweat“ versammelten, Generationen und Nationen übergreifenden Geschichten des körperlichen Widerstands dienen. Die Zusammenschau von Werken der jüngsten Gegenwart und wegweisenden feministischen, queeren und postkolonialen Positionen der 1970er- und 1980er-Jahre zeigt, wie Künstler*innen die Veränderung von Körperpolitiken vorangebracht haben, und dass in den letzten Jahrzehnten künstlerische Formensprachen den kulturellen Verschiebungen ihrer Zeit voraus waren.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation im K-Verlag mit Beiträgen von Olamiju Fajemisin, Raphael Fonseca, André Lepecki, Miguel A. López, Renée Mboya, Anna Schneider, Elena Setzer, Claire Tancons und Helena Vieira.

Kuratiert von Anna Schneider und Raphael Fonseca; kuratorische Assistenz: Elena Setzer

Mit Werken von Pacita Abad, Cecilia Bengolea, Mohamed Bourouissa, chameckilerner, Mary Beth Edelson, Philipp Gufler, Sunil Gupta, Eisa Jocson, Isaac Julien, Christine Sun Kim, Daniel Lind-Ramos, Natalia LL, MAHKU (Movement of Huni Kuin Artists), MPA, Mulambö, António Ole, Santiago Reyes, Tabita Rezaire, Michele Rizzo, Guadalupe Rosales, Jacolby Satterwhite, Tschabalala Self, Tuesday Smillie, João Pedro Vales Nuno Alexandre Ferreira, Kaylene Whiskey, Zadie Xa.

Stiftung Haus der Kunst MünchenPrinzregentenstraße 1,
80538 München
Abbildung:
Zadie Xa
"Child of Magohalmi and the Echoes of Creation", 2019
Photo: Benito Mayor Vallejo
Museen heute

Franz Marc Museum: Joseph Beuys und Franz Marc - Empathie für das Tier

Joseph Beuys und Franz Marc - Empathie für das TierFranz Marc Museum Kochel am See
Ausstellung vom 15. Juni bis 10. Oktober 2021

Anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys (12.5.2021) zeigt die Kabinett-Ausstellung Tierzeichnungen und Aquarelle Franz Marcs sowie Fotografien Caroline Tisdalls von Joseph Beuys‘Aktion Coyote, die im Mai 1984 in der New Yorker Galerie René Block stattfand. Ausgangspunkt war die Frage nach der Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Beide sind Bewohner einer Welt und durch existentielle Bedingungen ihres Lebens verbunden. Joseph Beuys verbrachte eine Woche in einem durch Gitter abgesperrten Raum mit dem Koyoten Little John, während der sich ein spezielles Verhältnis zwischen dem Tier und dem Künstler entwickelte.Sowohl Joseph Beuys als auch Franz Marc sahen das Tier mit Instinkt-und Orientierungskräften begabt, die dem Menschen im Laufe seiner Entwicklung verloren gingen.
Wie sieht ein Tier die Welt? fragte Franz Marc und Joseph Beuys entwickelte das Projekt einer Partei für Tiere, zu dem eine Zeichnung entstand,  die in der Ausstellung zu sehen ist.
Vortrag:
Joseph Beuys und das TierEugen Blume, künstlerischer Leiter Beuys2021
11. Juli 2021, 11:00UhrAnlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys freuen wir uns, den Beuys-Kenner und ehemaligen Leiter des Hamburger Bahnhofs in  Berlin, Eugen Blume, für einen Vortrag zu Joseph Beuys und das Tiergewonnen zu haben.
Franz Marc Museum – Kunst im 20. Jahrhundert
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel a. See
Abbildung:
Franz Marc, Liegende Hyäne (Liegender Wolf) (aus Skizzenbuch XXXI, p. 49), 1913
Franz Marc Museum, Stiftung Etta und Otto Stangl
Foto: collecto.art
Museen heute

Franz Marc Museum: Ich bin mein Stil - Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem Reiter

Ich bin mein Stil - Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem ReiterFranz Marc Museum Kochel am See
Ausstellung vom 20.Juni bis 03. Oktober 2021
Es ging um eine „Neue Kunst“. Die Malerinnen und Maler des Blauen Reitersund der Brückewollten mit Traditionen brechen und Bilder malen, die die Welt verändern. Ihre Gemälde sind voller Farbe und Bewegung, tauchen alles in ein ungewohntes Licht und treffen den Betrachter emotional. Wer waren diese Revolutionäre der Kunst? Wie sahen sie aus und wie sahen sie sich selbst? Danach fragt die Ausstellung "Ich bin mein Stil. Künstlerbildnisse im Kreis der Brücke und des Blauen Reiters".Sie zeigt die Selbstporträts der Künstlerinnen und Künstler und die Bildnisse, die sie gegenseitig von sich malten. Neben Briefen und Tagebüchern, Programmen und Streitschriften zeigen ihre Porträts ein neues Selbstverständnis der Künstler. Ihre Selbstinszenierung greift auf alte Kompositionsmuster zurück, die Art und Weise wie diese Bildnisse gemalt sind, ist aber voraussetzungslos neu.
Das zeigt sich schon bei Max Beckmanns großformatigem Doppelbildnis mit seiner jungen Frau Minna, einer wichtigen Leihgabe aus dem Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Das ganzfigurige Porträt ist durch traditionelle Bildmuster geprägt, lässt aber eine latente Verunsicherung spüren: Die Künstler der Avantgarde mussten sich neu erfinden, was gerade in den Werken Ernst Ludwig Kirchners sichtbar wird. Sein Atelierbild aus der Sammlung Gunzenhauser in Halle zeigt die Geliebte Kirchners und seinen Freund Erich Heckel in einem exotischeingerichteten, vielfarbigen Raum. Er war Teil des Wohnateliers, in dem die Künstler mit Freunden, Modellen und Geliebten lebten und arbeiteten.
Die spezielle Atmosphäre dieser Räume spiegelt sich auch nach der Auflösung der Brücke in den Bildnissen der Künstler, so dem eindrucksvollen Selbstporträt Karl Schmidt-Rottluffs mit Zigarre aus dem Museum Wiesbaden,  auf  dem  der  Maler sein Gesicht im Stil einer afrikanischen Maske malte.
Diese künstlerische Referenz war auch für die Malerinnen und Maler des Blauen Reiters wirksam. Darüber hinaus spielt in ihren Porträts die bayerische Volkskunst eine Rolle, die sie in ihrer Ursprünglichkeit verehrten und sammelten. Die Blauen Reiter lebten und arbeiteten vorzugsweise auf dem Land und malten sich dort gegenseitig. Gabriele Münter stellte Wassily Kandinsky auf einem Gemälde aus dem Museum Burda in Baden Baden bei einer Bootsfahrt dar – mit blitzenden Brillengläsern, als intellektuellen Kapitän.
Kandinsky wiederum malte Marianne von Werefkin und Gabriele Münter auf einem roten Sofa plaudernd. Das Gemälde, eine Leihgabe aus dem Kunstmuseum Bern, vermittelt die besondere Atmosphäre des Hauses, das Kandinsky und Münter seit 1909 bewohnten und das sie neben ihren  eigenen Werken mit bayerischer Volkskunst ausgestattet hatten.
Der erste Weltkrieg zerstörte Hoffnungen und Utopien, was sich im Künstlerporträt im Ausdruck von Angst und Verzweiflung niederschlägt. Schon vor dem Krieg hatte Ludwig Meidner die Katastrophe vorausgesehen und sich selbst auf einem dramatischen Bildnis aus der Pinakothek der Moderne in München als Selbstmörder dargestellt. Die  Errungenschaften von Brücke und Blauem Reiter haben die Kunst jedoch über den Krieg hinaus nachhaltig geprägt mit einem neuen Malstil, der eine neue Sicht der Welt reflektiert: die analytische und emotionale Durchdringung ihrer oberflächlichen Erscheinung im Blick des Künstlers. Sowohl die neue Malweise, geprägt durch eine intensive, kontrastreiche Farbigkeit, die spontane Geste, eine neue Auffassung von Raum und Volumen, als auch die Subjektivität des künstlerischen Blicks spiegeln sich in seiner und ihrer (Selbst)Darstellung, die wiederum Reflex ihrer Werke ist. Dies wird in der Ausstellung erfahrbar durch die Gegenüberstellung von Bildnissen und zeitgleichen Werken der Künstlerinnen und Künstler.
Es erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Cornelia Blume, Meike Hoffmann, Isabelle Jansen, Cathrin Klingsöhr-Leroy, Olaf Peters, Carla Schulz-Hoffmann, Jean Starobinski, Maximilian Westphal, Roman Zieglgänsberger.

Franz Marc Museum – Kunst im 20. Jahrhundert
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel a. See
Abbildung:Wassily Kandinsky, Interieur (mit zwei Damen), 1910
Kunstmuseum Bern,
Schenkung Livia Klee 2001
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: GAYMANN. VON HÜHNERN UND MENSCHEN

GAYMANN. VON HÜHNERN UND MENSCHEN
Ausstellung vom 26. Juni bis 24. Oktober 2021
Buchheim Museum Bernried

Mit Charme, Witz und Wärme fu?hren uns die Figuren des Cartoonisten Peter Gaymann die bisweilen unrühmlichen Situationen unseres Alltags vor Augen: wenn wieder einmal klar wird, dass Frau und Mann grundverschiedene Wesen sind; wenn kleine Versuchungen unsere guten Vorsätze zu Fall bringen; und wenn wieder einmal alles von der richtigen Atemtechnik abhängt.

Am 26. Juni 2020 wurde Gaymann 70 Jahre alt. Die aus diesem Anlass geplante Retrospektive des deutschen Großmeisters der komischen Kunst im Buchheim Museum wird nun zum 71. Geburtstag nachgeholt. Die von Peter Gaymann gestaltete und von Reinhard G. Wittmann kuratierte Ausstellung vermittelt ein ganzes Leben im Zeichen des Humors. Sie bildet die Entwicklungslinien des Künstlers nach, der mit seinen Hühnern zu einer Marke des deutschen Cartoons geworden ist.

Dass in diesem »Huhniversum« auch menschliche Charaktere zu ihrem Recht kommen, führen u?ber Jahrzehnte nicht nur die »Paar Probleme« in der Frauenzeitschrift BRIGITTE vor Augen, sondern auch zahlreiche andere Zeichnungen und Aquarelle. Reiseskizzen, Objekte und Collagen ergänzen das Spektrum der Schau.

Die kurzweilige Präsentation zeigt die Stufen von Gaymanns Lebens- und Werklauf. Zugleich führt sie uns psychologische und politische Themen vor Augen. Gaymann hat sich immer nah am Zeitgeist bewegt. Er gilt als scharfsinniger und witziger Chronist der deutschen Befindlichkeiten der vergangenen 50 Jahre. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Forum Humor und komische Kunst e.V. und ist Bestandteil des Humorfestivals Bernried.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,
D-82347 Bernried
Abbildung:
Peter Gaymann
Das Leben ist schön!
© Peter Gaymann
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: DIE FARBEN DER AVANTGARDE

DIE FARBEN DER AVANTGARDE
Buchheim Museum Bernried
Ausstellung vom 10.Juli bis zum 07.November 2021

Heckel begeistert sich für ein »brennendes« Rot, Kirchner freut sich über das »starke Violett«, Jawlensky stimmt ein »mystisches« Blau an, Beckmann konturiert seine Motive mit »magischem« Schwarz und Modersohn-Becker schwelgt in »Farbenstimmung«. Die Farben sind von großer Wichtigkeit für die Avantgarde, jener internationalen Strömung der frühen Moderne, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Expressionismus in Deutschland niederschlägt. Was ist neu an ihrem Kolorit? Welche Bedeutung messen die Avantgardist*innen ihren Farben und Farbzusammenstellungen bei? Und warum ist das heute genauso spannend wie damals?

WAS WAR DAVOR?
In früheren Zeiten mussten sich die Maler*innen ihre Farbpasten selbst anrühren. Dafür vermischten sie Farbpigmente mit einem Bindemittel, etwa Leinöl. Die Pigmente wurden aus anorganischen Farbmitteln hergestellt, also aus Erden wie Ocker oder Mineralien wie Eisenoxid, sowie aus organischen Farbstoffen, etwa dem Urin von Kühen bei Indischgelb oder den Blüten der Indigopflanze bei Indigoblau. Manche Pigmente waren selten und daher teuer.
DIE ERFINDUNG DER FARBTUBE
Mit Erstarken der Chemieindustrie im 19. Jahrhundert wuchs die Palette kostengünstiger synthetischer Farbpigmente. Ab 1841 gab es Ölfarben fertig gemischt und abgefüllt in verschließbaren Bleituben zu kaufen. Befreit von ihrem eigenen Farbmischlabor, konnten die Maler*innen nun mit Malkasten, Leinwand und Staffelei unterm Arm hinausziehen in die Welt. Die Bewegung der Freilichtmalerei erstarkte, so die Schule von Barbizon in Frankreich (1830–1870), die Künstlerkolonien in Dachau (ab 1875) oder in Worpswede (ab 1889). Landschaften wurden nun im unmittelbaren Abgleich mit der Realität auf die Leinwand gebracht werden.
DIE ENTDECKUNG DER FOTOGRAFIE
Neben der Entwicklung der Farbindustrie war auch das Hervorkommen der Fotografie ab 1826 eine entscheidende Vorbedingung der Avantgarde. Mit ihrer Verbreitung wurde die Malerei zur Abbildung der Wirklichkeit nicht mehr gebraucht. Wollte sie dennoch ihre kulturelle Stellung nicht verlieren, musste sie sich ändern. Ihr Akzent verschob sich von der objektiven Darstellung hin zur subjektiven Interpretation der Wirklichkeit. In Abgrenzung zur Fotografie, die bis in die 1930er Jahre hinein schwarz-weiß blieb, gewannen dabei Farben als Ausdrucksträger an Bedeutung.
IMPRESSIONISMUS
Die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts übte sich noch in realistischer Darstellungsweise. Doch wurden häufig besonders farbintensive Lichtsituationen hervorgehoben und als Stimmungsträger interpretiert. Um 1870 leitete der Impressionismus einen Wechsel der Blickrichtung ein. Es ging nun nicht mehr um die Welt vor unseren Augen, sondern um den Eindruck, den die Welt in unseren Augen hinterlässt. Die Beleuchtungssituation ist nun das Thema. Die Malerei schwelgt in reinen Spektralfarben, welche der Wiedergabe der Lichtreflexe dienen sollen. Strich für Strich werden sie mit dem Pinsel nebeneinander gesetzt. Unsere Eigenleistung ist bei der Betrachtung gefragt. Denn erst bei der Wahrnehmung setzen sich die Farbelemente des Gemäldes wieder zu den Formen der dargestellten Welt zusammen.
EXPRESSIONISMUS
Um 1900 befreien sich die Farben gänzlich von dem Zwang der objektiven Wirklichkeitswiedergabe. Die realistische Lokalfarbe und die impressionistische Erscheinungsfarbe sind bei der Farbwahl nicht mehr maßgeblich. Die Farben werden nun zum rein subjektiven Ausdruckträger. Die Worpsweder Künstlerin Paula Modersohn-Becker ist die erste, die eine expressionistische Farbtheorie entwickelt. Ihre persönliche Empfindung ist für ihre Farbkonzeption entscheidend, nicht das Studium der Natur. Ihre Farbpalette soll eine einheitliche »Farbenstimmung« zum Ausdruck bringen. Ernst Ludwig Kirchner, Mitbegründer der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe »Brücke« vertritt eine ähnliche Auffassung. Er fertig immer »zwei Malereien«, zunächst eine »von der Natur« und dann eine »ganz frei aus dem Kopf«. Er nimmt die impressionistischen Erscheinungsfarben bei der Naturbeobachtung in sich auf, um sie dann unabhängig vom Wirklichkeitsbezug frei nach seinem Empfinden einzusetzen. Während bei Kirchner die Farben Ausdruck seines Lebensgefühls sind, gelten sie für Alexej von Jawlensky, Mitglied der 1911 in München gegründeten Gemeinschaft »Blauer Reiter«, als Symbol mystischer Transzendenzerfahrung. Im Expressionismus verlieren die Farben an Realitätswert. Dafür gewinnen sie an Symbolwert. Nicht was wir sehen, sondern was wir empfinden, fühlen, glauben und denken wird durch die Farben zum Ausdruck gebracht. Hierfür werden die Farben gegenüber einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung vereinfacht, verzerrt oder verfehlt. Tonige Übergänge sowie Licht- und Schattenwirkungen werden weitgehend vermieden. Kräftige, ungebrochene Farben werden verwendet, die in harten Kontrasten zueinander stehen. Die Themen, die in den Farbkompositionen zum Ausdruck kommen, sind Erotik, Freundschaft, Naturerleben, Alltagsszenen und Transzendenzerfahrungen.



DIE AUSSTELLUNG
Zu sehen sind 76 Gemälde von Cuno Amiet, Max Beckmann, Otto Beyer, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Max Kaus, Ernst Ludwig Kirchner, Rudolf Levy, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und, als Dialogpartner der Gegenwart, Bernd Zimmer. Sie stammen aus den Beständen des Buchheim Museums, aus der Sammlung Hermann Gerlinger sowie von weiteren privaten Leihgebern. Gegliedert sind sie weder chronologisch, noch nach Namen, noch nach Bildinhalten, sondern nach den Farben und Kontrasten, die in ihren Kompositionen jeweils zentral sind. Das menschliche Auge kann bis zu eine Millionen Farben unterscheiden. Die deutsche Sprache kennt 75.000 Wörter für Farben. Dem Farbforscher und Wahrnehmungspsychologen Axel Buether folgend, werden hier stellvertretend neun Farben ausgewählt, die im Expressionismus und im Leben besonders wichtig sind, die reinen Farben des Regenbogens, die bei der spektralen Zerlegung von Licht entstehen und die nicht weiter zerlegbar sind: Gelb, Orange, Rot, Pink, Blau, Türkis, Grün; sowie zusätzlich Braun und Schwarz.
Die Ausstellung soll wegführen von einer kunsthistorischen, von Begriffen geprägten Kunstbetrachtung. Sie soll die Augen, die Herzen und den Geist öffnen für das Wunder der Farbe in der Malerei. Hier ist jeder Experte, denn wir alle haben natürliche und kulturelle Erfahrungen mit Farben und verbinden bestimmte Bedeutungen mit ihnen. So kann die Kunst ihrem eigentlichen Ziel zugeführt werden. Sie ist eine Einladung an alle zum Schauen, zum Fühlen und zum Denken. Sie gibt uns den Anstoß, unser Leben freier, offener und phantasievoller zu gestalten, gerade so, wie die Avantgardist*innen die Farben freier, offener und phantasievoller als die Künstler*innen vor ihnen einsetzten. Die Ausstellung ist Teil der Ausstellungsreihe »Avantgarde in Farbe« der MuSeenLandschaft Expressionismus.


Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildung:
Karl Schmidt-Rottluff
Junger Wald und Sonne, 1920
Öl auf Leinwand
Sammlung Hermann Gerlinger im Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Literatur
Freitag, 17.09.2021

Ayelet Gundar-Goshen „Wo der Wolf lauert“

Sie wollten ihrem Sohn Adam ein Leben fernab von Krieg und Terror ermöglichen. Deshalb sind Lilach und Michael Schuster aus Israel in die USA emigriert. Michael hat im Silicon Valley einen hochdotierten Job in der Rüstungsindustrie angenommen. Sie leben in Palo Alto, einer der ruhigsten und sichersten Städte Amerikas. Aber sie entkommen der Gewalt nicht. „Vielleicht hatten wir gemeint, Adam...
Film
Donnerstag, 16.09.2021

PAOLO CONTE – VIA CON ME

Die New York Times vergleicht ihn mit Tom Waits und Randy Newman: Seit Jahrzehnten gehört der italienische Liedermacher Paolo Conte zu einem der erfolgreichsten und innovativsten Musiker weltweit. Bevor er seine eigene Bühnenkarriere startete, arbeitete er zunächst als Anwalt und Notar und komponierte und arrangierte ab Mitte der 1960er Jahre weltberühmte Songs für Musiker wie Adriano...
Musik
Dienstag, 14.09.2021

Fanfare Ciocarlia „It Wasn't Hard To Love You“

Bis an die moldawische Grenze sind es nur gut 50 Kilometer, bis in die Ukraine gerade Mal doppelt soweit. Das kleine Dorf Zece Prajini in Rumänien hat knapp 400 Einwohner. Und man sagt, in jeder Familie im Ort gibt es mindestens einen, der irgendein Blasinstrument (perfekt) beherrscht. So ist fix eine Kapelle von zwölf Personen beieinander, die sich vor über 25 Jahren Fanfare...
Musik
Montag, 13.09.2021

Nikolaus Harnoncourt & Philharmonia Zürich „Farewell From Zurich“

Nikolaus Harnoncourt & Philharmonia Zürich „Farewell From Zurich“„Das war ohne Zweifel die verrückteste Aufführung von Beethovens Fünfter, die jemals in diesem Saal erklungen ist. Kein Wunder: Am Pult des Orchesters der Oper Zürich stand Nikolaus Harnoncourt, der noch immer für Überraschungen wie Verstörungen gut ist“, schrieb am 28. November 2011 die NZZ über...
Abzug
Sonntag, 12.09.2021

(Alp-)Traumhaft 74

Martin Gebhardt, München
(Alp-)Traumhaft 74
2021...
Echo
Freitag, 10.09.2021

Latvian Blues Band – das Blues-Kraftwerk aus Lettland

Fürstenfeld. „Und eines hat Will Moore mir immer wieder eingebläut: Spiel aus dem Herzen und aus der Seele“, erzählte John Lee Hooker in einem Interview 1991 dem Musikjournalisten und Radiomann Charles Shaar Murray. „Denk nicht an Tonleitern: zwölf, sechzehn und acht. Spiel was du fühlst. Und das habe ich gemacht. Aber ich hab auch mit gutem Timing spielen...
Film
Donnerstag, 09.09.2021

FANTASTISCHE PILZE

FANTASTISCHE PILZE – Die magische Welt zu unseren Füßen nimmt uns mit auf eine fesselnde Reise in ein unterirdisches Netzwerk, das unseren Planeten heilen und retten kann. Mit den Augen renommierter Wissenschaftler und Mykologen wie Paul Stamets („dem bekanntesten Pilz-Experten der Welt“, SZ Magazin), werden Schönheit, Intelligenz und Lösungen aufgezeigt, die uns das Pilzreich als...
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