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Buchheim Museum: KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

Ausstellung vom 05. August 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie

Das Künstlerpaar Livia Kubach und Michael Kropp verwendet in seiner Arbeit meist schwarze Granite aus unterschiedlichen Regionen des Globus. Die Struktur der bearbeiteten Steine zeigt sich kristallin oder amorph, geschliffen und poliert oder rau und mit Bruchkanten. Zunächst faszinieren die Objekte und Skulpturen durch ihre besondere Ästhe k. Sie vermi eln Ruhe und Konzentra on und üben auf den Betrachter eine starke, beinahe magische Anziehungskra aus.
Jenseits der Faszina on der Oberfläche haben die Arbeiten von Kubach & Kropp auch optische und akustische Eigenscha en: Sie fordern den Betrachter dazu auf, durch Positionswechsel den optischen Veränderungen im Stein und dem subtilen Spiel mit dem Licht zu folgen. Einige sind dazu entworfen, ihnen Töne zu entlocken, diese dürfen bei Führungen bespielt werden. Livia Kubach, Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und Meisterschülerin von Günther Uecker, und Michael Kropp, als Musiker, Bildhauer Autodidakt, haben über die Jahre eine eigenständige, keinem Trend zuzuordnende künstlerische Ausdrucksform gefunden. Seit vielen Jahren sind sie mit ihren Skulpturen interna onal erfolgreich in Ausstellungen zu sehen und in vielen renommierten Kunstsammlungen dauerhaft präsent.
Das Bildhauerpaar lebt und arbeitet in Bad Kreuznach.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen: 
- Kubach & Kropp
Säuleninsel, 2023
schwarzer schwedischer Granit, Klangskulptur
Objektmaß 20,0 x 46,0 x 46,0 cm
- Kubach & Kropp
Kreuz für Licht und Schatten, 2022
schwarzer schwedischer Granit
Objektmaß 48,0 x 30,0 x 15,0 cm
Museen heute

Buchheim Museum: AUSGESUCHT. WEITERE WERKE AUS DER SAMMLUNG

AUSGESUCHT. WEITERE WERKE AUS DER SAMMLUNG

Ausstellung vom 15. November 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie

In der neuen Präsentation AUSGESUCHT im Großen Saal steht noch einmal die Vielfalt der Sammlungsstücke im Buchheim Museum im Vordergrund. Im Ansatz folgt sie der Frühjahrsausstellung MIT WACHEM BLICK & BEGABTER HAND. Doch die Auswahl der Werke unterscheidet sich stark und zeigt neue Themen. Die weltbekannten expressionistischen Meisterwerke der Sammlung Buchheim werden mit neuen Werken aus der Sammlung Hierling, weiteren weniger bekannten Stücken der Sammlung Buchheim und bisher nicht gezeigten Neuerwerbungen der Buchheim Stiftung kombiniert. Der Jahreszeit entsprechend wurde bei den Landschaften diesmal herbst- und winterlichen Ansichten der Vorzug gegeben. Nächtliche Motive spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Freuden des Eislaufens sind zu sehen, aber auch Fasching, Kirmes und Zirkusakrobatik werden thematisiert. Wieder werden mit Gegenüberstellungen ganz unterschiedlicher Werke motivische Gemeinsamkeiten in den Fokus gerückt. Die Spanne der Stile reicht von secessionistischen Werken über expressive Bildfindungen und sachlich-realistische Schilderungen bis hin zu naiven Darstellungen. Weit über 100 Gemälde sind um Papierarbeiten und Plastiken ergänzt. 

Zwei Gemälde der Sammlung Buchheim werden freistehend präsentiert, so dass auch die Rückseiten zu sehen sind. Sie stehen beispielhaft für die Provenienzforschung am Museum und werden in einer Spezialführung am 30. November, um 15 Uhr genauestens erläutert. Bei etwa einem Drittel der Exponate ist darüber hinaus über QR-Codes der direkte Zugang zu unserer Sammlung Online gegeben, wo Sie neben Fotos vieler Rückseiten auch Biografien der Künstlerinnen und Künstler, Informationen zur Herkunft der Werke und ihren Vorbesitzerinnen und Vorbesitzern finden können. 

Am ersten Wochenende der Präsentation von AUSGESUCHT findet am 15./16. November von 11 bis 15 Uhr ein offener Knetworkshop mit der Künstlerin Katharina Neubert im Buchheim Museum statt. Für ihr Playdoughartprojekt formt sie seit 2018 in Museen weltweit die für sie schönsten – meist weiblichen – Figuren in Knete. Im Workshop können Groß und Klein es ihr gleichtun und sich ihre Lieblingsfigur auf den Werken im 
Saal aussuchen, sie abfotografieren und anschließend im Foyer eine eigene Version erschaffen. Als Abschluss kann dann das neue Kunstwerk mit dem Original verglichen und im direkten Miteinander fotografiert werden. 

Bei einem Werk in der Ausstellung handelt es sich um eine nur kurzfristige Leihgabe des Künstlers Ruprecht von Kaufmann. Sein Gemälde »Der Fjord« hat er 2019 in direktem Bezug zu Ernst Ludwig Kirchners »Berglandschaft« geschaffen. Nun werden beide Monumentalbilder erstmals Seite an Seite ausgestellt. Ab 29. November wird auf der Galerie die monografische Schau RUPRECHT VON KAUFMANN. LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN zu sehen sein. »Der Fjord« ist also gleichsam ein Vorbote für die achte und letzte Präsentation, die in diesem Jahr im Buchheim Museum eröffnet wird. Beide Ausstellungen laufen dann parallel bis ins Frühjahr 2026. 

Mit Werken von: Ernst Barlach, Ludwig Maria Beck, Walter Becker, Max Beckmann, Otto Beyer, Albert Birkle, Ludwig Bock, Olga Bontjes van Beek, Heinz Borchers, Lothar-Günther Buchheim, Josef Buchty, Adolf Büger, Albert Burkart, Pol Cassel, Lovis Corinth, Grete Csaki-Copony, Edward Cucuel, Dina Cymbalist, Béla Czóbel, Hiltgund von Debschitz, Dietz Edzard, Adolf Eiermann, Friedrich G. Einhoff, Reinhold Ewald, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Alexander Fischer, Franz Frank, Fritz Gartz, Oskar Gawell, Ernst Graupner, Hans von Hayek, Erich Heckel, Jeppe Hein, Rudolf Heinisch, August Henneberger, Albert Hennig, Otto Herbig, Julius Herburger, Julius Hess, Holmead, Karl Hurm, Julius Hüther, Alexej von Jawlensky, Dora Jutz-Rümelin, Ottilie Kasper, Ruprecht von Kaufmann, Max Kaus, Anton Kerschbaumer, Ernst Ludwig Kirchner, Walther Klemm, Leo von König, Max Lacher, Anton Lamprecht, Werner Laves, Anton Leidl, Lotte Lesehr-Schneider, Rudolf Levy, Robert Liebknecht, Käthe Loewenthal, Joseph Mader, Willy Menz, Wilhelm Morgner, Otto Mueller, Josefine Mühlen Schmid, Karen Müller, Bruno Müller-Linow, Otto Ludwig Naegele, Otto Nagel, Bill Nagel, Thomas Niederreuther, Otto Nückel, Karl Oertel, Hans Olde, Willi Oltmanns, Rosmina Radler, Kurt Radtke, Elisabeth Rögner-Seeck, Christian Rohlfs, Karl Röhrig, Emil Scheibe, Hans Schellinger, Fritz Schirrmacher, Karl Schmidt-Rottluff, Gustav 
Schopf, Otto Schubert, Alois Seidl, Rose Sommer-Leypold, Ernst Stadelmann, Eugen Stoll, Ernst Straßner, Wolfgang Teucher, Hector Trotin, Albert Unseld, Sepp Vees, Herbert Vogt, Hans Waiblinger, Ernst Weiers, Gustav Weizsäcker, Paul Wellershaus, Max Wendl, Paula Wimmer, Karoline Wittmann, Alexander Wolfgang, Max Zettler, Bernd Zimmer. 

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1, 
82347 Bernried am Starnberger See
Abbildungen: 
- Lyonel Feininger
Blaue Brücke, 1920
Tusche und Aquarell auf Vergé
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn
Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
- Adolf Eiermann
Nächtliches Eisvergnügen, o. J.
Öl auf Hartfaser
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
© Rechtsnachfolge des Künstlers
Reproduktion: Joseph Hierling
- Gustav Weizsäcker
Atelierfenster, Kaiserplatz Reutlingen, 1935
Öl auf Hartfaser
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
Reproduktion: Joseph Hierling
- Anton Kerschbaumer
Lindauer Hafen, 1920
Gouache auf Papier
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
Reproduktion: Foto Marquart, Tutzing
Museen heute

Buchheim Museum: RUPRECHT VON KAUFMANN. LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN

RUPRECHT VON KAUFMANN. LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN

Ausstellung vom 29. November 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried

Der in Berlin lebende Maler Ruprecht von Kaufmann zählt zu den markantesten Vertretern der zeitgenössischen figura ven Malerei. In seiner Ausstellung LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN im Buchheim Museum widmet er sich den beiden zentralen Polen seines Schaffens: der inneren emo onalen Welt des Menschen und seinem Verhältnis zur Umwelt.
Die Ausstellung gruppiert an den Innenwänden Arbeiten, die inme Einblicke in das Seelenleben der Menschen eröffnen, während die Werke an den Außenwänden den Blick nach außen richten – auf die Beziehung des Menschen zur Natur. Im Mi elpunkt steht die großangelegte Serie »Zwischen den Stühlen. Verfall einer Familie«, inspiriert von Thomas Manns BUDDENBROOKS. Ausgehend von autobiografischen Elementen en altet sich darin über drei Genera onen ein visueller Familienroman, der zentrale Erfahrungen des Lebens berührt: Liebe und Verlust, Au ruch und Scheitern, Trauer und Hoffnung.
Die suggestiven Szenen lassen bewusst Raum für Deutung. Von Kaufmann fordert die Betrachterinnen und Betrachter dazu auf, die erzählten Fragmente emo onal zu vervollständigen – das Unsichtbare zwischen den Bildern zu erspüren und mögliche Parallelen zum eignen Leben zu finden.
Der Serietitel »Zwischen den Stühlen« spielt doppeldeutig mit Symbol und Selbstreflexion. Ein gelber, stoffezogener Stuhl erscheint in jedem Gemälde als Sinnbild für familiäre Erwartungen, Werte und Traditionen, die von Genertion zu Generation weitergegeben werden. Zugleich verweist die Redewendung auf den Künstler selbst: auf seine Rolle als Grenzgänger zwischen Welten, als jemand, der seinen Platz im Dazwischen sucht und daraus schöpferische Freiheit gewinnt.
Diese Erfahrung zieht sich auch durch von Kaufmanns Biografie. 1995 verlässt er mit 21 Jahren Deutschland, studiert in Los Angeles und erlebt einen prägenden Kulturschock. Die Fremdheit, das Gefühl des Außenseiters, wird zum Motor seines künstlerischen Ausdrucks. Nach frühen Erfolgen in den USA kehrt er 2003 nach Deutschland zurück und etabliert sich mit einem unverwechselbaren Stil, der ihm immer wieder Vergleiche mit der so genannten Leipziger Schule einbringt – zu Unrecht, denn von Kaufmanns Malerei steht eigenständig zwischen Figurtion und Metapher. Seit 2013 malt er auf Linoleum, einem Material, das er zufällig entdeckte und technisch zu einer unverwechselbaren Handschrift entwickelte.
Auch die Landschftsgemälde der Ausstellung greifen persönliche Erinnerungsfragmente auf und verbinden sie mit universellen Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Natur. Eigens für LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN schuf von Kaufmann das Werk »Schneeferner«, das die persönlichen Themen der Innenräume mit den globalen Bezügen der Außenwände verknüpft. So erkennt man ihn als den Wanderer, der die vom Klimawandel bedrohte Natur durchstreift.
Ein besonderes Highlight ist das fünfteilige Gemälde »Der Fjord«, das im Saal gezeigt wird und einen bildnerischen Dialog mit Ernst Ludwig Kirchners »Berglandschaft« aus der Sammlung Buchheim aufnimmt – ein Gespräch über Zeit, Erinnerung und künstlerische Haltung.
Mit LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN zeigt Ruprecht von Kaufmann eine ebenso Intinme wie gesellschaftlich relevante Bildwelt – ein Werk, das die Grenzen zwischen Innen und Außen, zwischen persönlicher Erfahrung und kollektiver Geschichte auf poetische Weise verschwimmen lässt.

Die Ausstellung war bereits für 2021 im Buchheim Museum geplant und fiel damals, wie leider viele Projekte der Corona-Pandemie zum Opfer. Nun kann sie endlich gezeigt werden. Der bereits 2020 erschienene Katalog RUPRECHT VON KAUFMANN. LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN ist im Museumsshop für 32 € erhältlich.
Im Audioguide spricht Ruprecht von Kaufmann über die ausgestellten Werke.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen:
- Ruprecht von Kaufmann
Natur, 2018
Öl auf Linoleum
Privatsammlung
© Ruprecht von Kaufmann
- Ruprecht von Kaufmann
Romantische Berglandschaft, 2019
Öl auf Linoleum, auf Holz
Privatsammlung
© Ruprecht von Kaufmann
Museen heute

Städel Museum: BECKMANN

BECKMANN

Ausstellung vom 03. Dezember 2025 bis 15. März 2026
Städel Museum Frankfurt am Main
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Max Beckmanns Werk entsteht in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt und verwandelt diese Erfahrungen in eine bis heute faszinierende Bildsprache. Den intimsten Teil seines Œuvres bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung, aber auch der Bild-Erfindung. Das Städel Museum rückt diese Arbeiten nun in den Mittelpunkt und präsentiert rund 80 Werke aus allen Schaffensphasen – von bislang wenig bekannten Blättern bis hin zu herausragenden Hauptwerken. Sie eröffnen einen direkten, intensiven Zugang zu Beckmann (1884–1950), einem der bedeutendsten Künstler der Moderne.
Das Städel Museum verfügt über einen der herausragendsten Beckmann-Bestände weltweit und widmet sich seit mehr als einem Jahrhundert der Sammlung, Erforschung und Vermittlung seines Werkes. 2021 erhielt das Museum durch wichtige Dauerleihgaben aus der Sammlung von Karin und Rüdiger Volhard bemerkenswerten Zuwachs. Zusammen mit der Veröffentlichung des dreibändigen Werkverzeichnisses der schwarz-weißen Zeichnungen Max Beckmanns im Hirmer Verlag – mit dem Hedda Finke und Stephan von Wiese eine der letzten großen Forschungslücken zu Beckmanns Zeichnungen geschlossen haben – ist dies der Anlass für die retrospektive Schau.
Den Grundstock der Ausstellung bilden Zeichnungen aus dem eigenen Bestand des Städel Museums, ergänzt durch Leihgaben renommierter internationaler Museen und Privatsammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, das British Museum in London, das Art Institute of Chicago, das Kunstmuseum Basel, die Hamburger Kunsthalle, das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und das Museum der bildenden Künste Leipzig. Einzelne Gemälde und Druckgrafiken eröffnen darüber hinaus Einblicke in Beckmanns Arbeitsprozess und das
Wechselspiel verschiedener Medien.

Die Ausstellung wird durch die Förderung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, der Dagmar-Westberg-Stiftung und des Städelschen Museums Vereins e.?V. ermöglicht und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch die Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung sowie Dr.?Ina Petzschke-Lauermann.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Max Beckmann, das Städel Museum und die Stadt Frankfurt am Main sind seit über einem Jahrhundert eng miteinander verbunden. Trotz der Verluste fast aller Werke des Künstlers während der NS-Zeit verfügt das Museum heute über einen Beckmann-Bestand von internationalem Rang. Mit der aktuellen Ausstellung rücken wir nach über vierzig Jahren erstmals wieder gezielt Beckmanns Zeichnungen in den Mittelpunkt. Sie eröffnen einen eigenen, faszinierenden Kosmos seines Schaffens und machen seine künstlerische Entwicklung unmittelbar erfahrbar – nicht zuletzt dank der herausragenden Zusammenarbeit mit Hedda Finke und Stephan von Wiese, den Herausgebern des dreibändigen Werkverzeichnisses seiner Zeichnungen.“

Daniel Hoster, Vorstandsvorsitzender der Dagmar-Westberg-Stiftung: „Mit dem Blick unserer Stifterin auf Max Beckmann erscheint das Zitat aus seinem Tagebuch vom 18. Dezember 1940 als inspirierende Mahnung auch für unsere Zeit: ‚Die Rolle, die Du zur Zeit spielst, ist die schwierigste, aber auch großartigste die Dir das Leben bieten konnte – vergiß das nicht – Max Beckmann – und gerade so wie sie ist.‘ Im Sinne der großen Verbundenheit unserer Stiftungsgründerin mit dem Städel Museum freuen wir uns daher sehr, die Ausstellung zu Beckmanns Zeichnungen zu fördern. Sie eröffnet einen neuen Blick auf einen der bedeutendsten deutschen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – und auf ein Werk, das bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.“

Die Kuratoren Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1800 am Städel Museum, Hedda Finke und Stephan von Wiese, Autoren des dreibändigen Werkverzeichnisses der Zeichnungen Beckmanns, ergänzen: „Die Zeichnungen sind ein Schlüssel zu Beckmanns Werk. Zeichnend entwickelte er seine unverwechselbare Bildsprache, hielt Gesehenes und Erlebtes fest, formte seine persönliche Weltanschauung und verwandelte flüchtige Eindrücke in vielschichtige, bedeutungsgeladene Kompositionen. Im Lauf seines Lebens entstanden mehr als 1.900 schwarz-weiße, nicht in Skizzenbüchern gebundene Zeichnungen in Feder, Kreide oder Bleistift – vom raschen Entwurf bis hin zum autonomen Bild. Die Ausstellung zeigt daraus eine ebenso konzentrierte wie repräsentative Auswahl, die – ergänzt um einzelne farbigeArbeiten, Druckgrafiken und Gemälde – den Zeichner Max Beckmann in großer Intensität erfahrbar machen.“

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main


Abbildungen:
- Max Beckmann (1884–1950)
Rimini, 1927
Schwarze Kreide und Pastell, 500 × 648 mm
Privatbesitz
Konzert heute

Olching: MINGUET QUARTETT

MINGUET QUARTETT240. Eleven-Eleven Matinee
Streichquartette von - Wolfgang Amadeus Mozart KV 421 und - Felix Mendelssohn Bartholdy op. 80 
ULRICH ISFORT – 1. Violine 
ANETTE REISINGER – 2. Violine 
AIDA-CARMEN SOANEA – Viola 
MATTHIAS DIENER – Violoncello 
Alle paar Jahre einmal gelingt es uns das fast unmögliche zu schaffen, nämlich dass es der Terminkalender eines der weltweit führenden Streichquartette erlaubt uns in Olching bei ELEVEN-eleven die Ehre eines Konzertes zu erweisen. So nah und unmittelbar solch großartige Musiker von Weltrang zur erleben, dazu gibt es nur sehr, sehr selten die Gelegenheit.  
Das Minguet Quartett - gegründet 1988 - zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). 
Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee mehr denn je verpflichtet. 

Für die Saison 2027/28 bereitet das innovative Ensemble sein 40-jähriges Bestehen vor: Ab 1988 durch bedeutende Lehrerpersönlichkeiten wie Walter Levin, Eberhard Feltz, das Amadeus Quartett und das Alban Berg Quartett geprägt, konnte das Minguet Quartett schon früh sein Profil schärfen und sich auf den internationalen Podien etablieren. Nach Jahren erfüllter Konzerttätigkeit flankiert von preisgekrönten CD Einspielungen beschreitet das Quartett mit publikumswirksamen Programmkonzepten weiterhin erfolgreich seine individuelle Linie. 

Das Minguet Quartett war 2024 zum siebten Mal Gast bei den Salzburger Festspielen, nachdem es dort bereits 2004 debütierte. 2025 konzertiert das Ensemble u.a. im Robert-Schumann-Saal Düsseldorf, Diligentia Theater Den Haag und in der Fruchthalle Kaiserslautern, bei den Raderbergkonzerten des Deutschlandfunk Köln, der Société de Musique Contemporaine Lausanne, beim Bodenseefestival und Schwetzinger Mozartfest. Highlights des Jahres 2024 waren: Wiener Konzerthaus, Festspielhaus Baden-Baden, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Tonhalle Düsseldorf, Festspiele Europäische Wochen Passau, Schleswig-Holstein Musik Festival, Flagey Brüssel Klarafestival und Fundação Calouste Gulbenkian Lissabon. Projekte in 2022 & 2023 umfassten u.a. Konzerte im Prinzregententheater München, Gewandhaus zu Leipzig, in der Meistersingerhalle Nürnberg, der Alten Oper Frankfurt, bei L'association Pour l'Art Lausanne, den Meister- und Kammerkonzerten  Innsbruck, dem Schumannfest Düsseldorf, der Fondazione Prometeo Parma und dem Festival Spinacorona Napoli. 
Vorangegangene Spielzeiten führten das Ensemble in die Kölner und Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, Library of Congress und International Gallery Washington DC, das Konzerthaus Berlin, Wiener Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam, De Doelen Rotterdam, BOZAR Music Brüssel, Théâtre des Abbesses Paris, Lincoln Center New York, SouthBank Centre London und The University of Hong Kong, zum Festival 
d'Automne Paris, Grafenegg Festival, Beethovenfest Bonn, Mozartfest Würzburg, Internationalen Brucknerfest Linz, Rheingau Musik Festival, Tongyeong International Music Festival Korea, zu den Festspielen Herrenchiemsee, Schwetzinger Festspielen, zur Kammermusikwoche Schloss Elmau und Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg sowie zu weiteren Festivals und in große Konzertsäle innerhalb Europas, in Japan, Mittel- und Südamerika, Kanada und den USA. 

KOM-Kulturwerkstatt
Hauptstraße 68, 82140 Olching
Konzert heute

Planegg: Daniel Lebhardt

Daniel Lebhardt
Der ungarische Pianist Daniel Lebhardt begann seine Ausbildung als Sechsjähriger an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest; später studierte er an der renommierten Royal Academy of Music in London. 2014 gewann er die Young Concert Artist Auditions in Paris und New York – Sprungbrett für seine internationale Karriere. 2016 wurde er als Most Promising Pianist beim Klavierwettbewerb in Sydney ausgezeichnet. 

Der Musiker lebt in London und konzertiert weltweit, unter anderem mit dem Royal Philharmonic und dem Konzerthausorchester Berlin. Er gastierte in bedeutenden Sälen wie der Wigmore Hall in London, dem Kennedy Center in Washington und dem Louvre in Paris.

Daniel Lebhardt widmet sich vor allem der großen klassischen und romantischen Klavierliteratur. Beethovens dramatische „Sturmsonate“ nimmt einen wichtigen Platz in seinem Repertoire ein. Für das Label Naxos spielte er Schubert-Tänze ein. Kürzlich gastierte er beim Lucerne Festival und nahm Werke von Béla Bartók für Decca auf.

„Was für eine Energie, was für wilde Rhythmen! Lebhardt spielte wie besessen – und gewann das Publikum im Sturm.“ (Sussex World)

Bevor der preisgekrönte Pianist sein Konzertprogramm beginnt, wird ein junges Talent aus Planegg die Klavier-Matinée eröffnen. „Präludium für die Jugend“ nennt sich dieses Format. In Zusammenarbeit mit der Musikschule an der Würm e.V. plant das Kulturforum Planegg, jedes Pay what you want Konzert mit lokalem Nachwuchs zu eröffnen.
Kupferhaus PlaneggFeodor-Lynen-Straße 5, 82152 Planegg
Konzert heute

Olching: MINGUET QUARTETT

MINGUET QUARTETT240. ELEVEN-ELEVEN MATINEE
Alle paar Jahre gelingt ELEVEN-eleven das beinahe Unmögliche: Der Terminkalender eines der führenden Streichquartette der Welt erlaubt ein Konzert im KOM in Olching. So hautnah Musiker von Weltrang zu erleben, ist eine seltene Gelegenheit. Das 1988 gegründete Minguet Quartett zählt heute zu den international gefragtesten Ensembles und gastiert in den großen Konzertsälen der Welt. Seine leidenschaftlichen und zugleich intelligenten Interpretationen sorgen für begeisternde Hörerlebnisse – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (FAZ). Namenspatron ist der spanische Philosoph Pablo Minguet (18. Jh.), der allen Menschen Zugang zu den schönen Künsten eröffnen wollte – ein Ideal, dem sich das Quartett bis heute verpflichtet fühlt.

ULRICH ISFORT – 1.Violine
ANNETTE REISINGER – 2.Violine
AIDA-CARMEN SOANEA – Viola
MATTHIAS DIENER – Violoncello
Kulturwerkstatt am Olchinger MühlbachHauptstraße 68, 82140 Olching
Kinder heute

Gauting: bosco, bambini - Ein FamilienFest der Fantasie

bosco, bambini: Ein FamilienFest der Fantasie
Kommt und erlebt ein Wochenende voller Abenteuer und Fantasie: bei bosco, bambini! dreht sich alles um mitreißende Musik, tolles Theater, magische Geschichten und kreative Workshops. Taucht ein in die Welt des kleinen Korianders und in den Karneval der Tiere, in Märchen, Musik und viele Angebote zum Mitmachen. Wir freuen uns auf alle großen und kleinen Kinder!

Fr 13.03.2026 - So 15.03.2026     |    BOSCO, BAMBINI! Ein FamilienFest der Fantasie 
Fr 13.03.2026 | 19.00 |  Auftaktkonzert  "Julia Fischer & Lena Neudauer" | € 18 / € 15
Sa 14.03.2026 |   12:15 + 13:15 + 14:15 + 15:15    | Märchenjurte am Vorplatz  
Sa 14.03.2026 | 10.00 - 12.00 |   Workshop  "Was für ein Theater" | € 15 | 4 - 10 Jahre
Sa 14.03.2026 | 11.00 |  Kindertheater  "Als der  kleine Koriander  kam" | € 10 | Ab 3 Jahren | 45 min
Sa 14.03.2026 | 14.00 - 15.30 | Workshop  "Fritzi, Ferkel, Ferdinand..." | € 15 | 4 - 8 Jahre
Sa 14.03.2026 | 16.00 | Kindertheater "Pony im Koffer"  | € 10 | Ab 5 Jahren | 55 min
Sa 14.03.2026  | 20.00 | Songwriter-Kabarett   "Mackefisch"  |    € 18 / € 15
So 15.03.2026 |   11:15 + 12:15 + 13:15 + 14:15    | Märchenjurte am Vorplatz  
So 15.03.2026  |  11.00 | Konzert  "Karneval der Tiere" | € 10 | Ab 5 Jahren | 45 min
So 15.03.2026    |   14.00 - 15.30   |   Workshop   "Bühne frei!"  |  € 15 | 6 - 12 Jahre
So 15.03.2026 | 15.00 | Konzert  "Karneval der Tiere" | € 10 | Ab 5 Jahren | 45 min
bosco, Bürger- und Kulturhaus GautingOberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Tipp heute

Olching: MINGUET QUARTETT

Foto: Irene Zandel
MINGUET QUARTETT240. Eleven-Eleven Matinee
Streichquartette von - Wolfgang Amadeus Mozart KV 421 und - Felix Mendelssohn Bartholdy op. 80 
ULRICH ISFORT – 1. Violine 
ANETTE REISINGER – 2. Violine 
AIDA-CARMEN SOANEA – Viola 
MATTHIAS DIENER – Violoncello 
Alle paar Jahre einmal gelingt es uns das fast unmögliche zu schaffen, nämlich dass es der Terminkalender eines der weltweit führenden Streichquartette erlaubt uns in Olching bei ELEVEN-eleven die Ehre eines Konzertes zu erweisen. So nah und unmittelbar solch großartige Musiker von Weltrang zur erleben, dazu gibt es nur sehr, sehr selten die Gelegenheit.  
Das Minguet Quartett - gegründet 1988 - zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). 
Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee mehr denn je verpflichtet. 

Für die Saison 2027/28 bereitet das innovative Ensemble sein 40-jähriges Bestehen vor: Ab 1988 durch bedeutende Lehrerpersönlichkeiten wie Walter Levin, Eberhard Feltz, das Amadeus Quartett und das Alban Berg Quartett geprägt, konnte das Minguet Quartett schon früh sein Profil schärfen und sich auf den internationalen Podien etablieren. Nach Jahren erfüllter Konzerttätigkeit flankiert von preisgekrönten CD Einspielungen beschreitet das Quartett mit publikumswirksamen Programmkonzepten weiterhin erfolgreich seine individuelle Linie. 

Das Minguet Quartett war 2024 zum siebten Mal Gast bei den Salzburger Festspielen, nachdem es dort bereits 2004 debütierte. 2025 konzertiert das Ensemble u.a. im Robert-Schumann-Saal Düsseldorf, Diligentia Theater Den Haag und in der Fruchthalle Kaiserslautern, bei den Raderbergkonzerten des Deutschlandfunk Köln, der Société de Musique Contemporaine Lausanne, beim Bodenseefestival und Schwetzinger Mozartfest. Highlights des Jahres 2024 waren: Wiener Konzerthaus, Festspielhaus Baden-Baden, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Tonhalle Düsseldorf, Festspiele Europäische Wochen Passau, Schleswig-Holstein Musik Festival, Flagey Brüssel Klarafestival und Fundação Calouste Gulbenkian Lissabon. Projekte in 2022 & 2023 umfassten u.a. Konzerte im Prinzregententheater München, Gewandhaus zu Leipzig, in der Meistersingerhalle Nürnberg, der Alten Oper Frankfurt, bei L'association Pour l'Art Lausanne, den Meister- und Kammerkonzerten  Innsbruck, dem Schumannfest Düsseldorf, der Fondazione Prometeo Parma und dem Festival Spinacorona Napoli. 

Aktuelle Partner des Minguet Quartetts sind u.a. die Sopranistin Sarah Maria Sun, die Pianisten Alexander Krichel und Herbert Schuch, das Piano-Duo Yaara Tal & Andreas Groethuysen, die Geigerin Ioana Cristina Goicea, der Bratschist Matthias Buchholz, der Cellist Jens Peter Maintz sowie der Schauspieler Sabin Tambrea. 
Als Solistenquartett musizierte das Ensemble mit dem WDR Rundfunkchor, den Rundfunksinfonieorchestern DSO, des SR, hr, WDR und ORF sowie dem Brucknerorchester Linz und den Nürnberger Symphonikern unter den Dirigenten Jukka-Pekka Saraste, Markus Stenz, Peter Ruzicka und Ilan Volkov. 
Mit der CD-Gesamteinspielung der Streichquartettliteratur von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Suk, Heinrich von Herzogenberg und Emil Nikolaus von Reznicek präsentiert das Minguet Quartett seine große Klangkultur und eröffnet dem Publikum die Entdeckung eindrucksvoller Musik der Romantik. 2022 erschien die vollständige Aufnahme der Werke für Streichquartett von Walter Braunfels und eine CD mit Klavierkammermusik von Ferdinand Hiller, 2023 folgte Musik von Heinrich Kaminski in Kombination mit dem einzigartigen Streichquartett von Glenn Gould. Im Oktober 2025 wird das Minguet Quartett Werke von Alberto Evaristo Ginastera und das Streichquartett von Maurice Ravel auf CD vorlegen. 
2010 wurde das Minguet Quartett mit dem ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen Diapason d'Or des Jahres ausgezeichnet, 2020 erhielt es das Stipendium RELOAD der Kulturstiftung des Bundes. 2024 war das Ensemble Schönberg150-Botschafter und Mitglied des künstlerischen Ehrenkomitees des Arnold Schönberg Center Wien. Für die Saison 2026/27 hat das Kultursekretariat NRW Gütersloh das Projekt des Minguet Quartetts „Musik in allen Farben: Hans Werner Henze 100“ ausgewählt und fördert damit zahlreiche Konzerte in Nordrhein-Westfalen. Langjähriger und regelmäßiger Kooperationspartner des Minguet Quartetts für zahlreiche innovative Projekte im In- und Ausland ist die Kunststiftung NRW.

KOM-Kulturwerkstatt
Hauptstraße 68, 82140 Olching
Kinder heute

München: Alfulimux, der Wüstenfuchs

Alfulimux, der Wüstenfuchs
Einmal um die Welt auf der Suche nach Musik

Einmal um die Welt reist der kleine Wüstenfuchs Alfulimux. Er ist auf der Suche nach Musik, schließlich hat er riesengroße Ohren. Schnell findet er Freunde, die ihm helfen: Winnie, den Wüstenwind, einen fliegenden Teppich, die Nixe Donabella, die Friedenstaube Frieda und den Flugdrachen Drago. Mit ihnen kommt er in den Orient, nach Europa, China und Afrika und wird reich beschenkt mit Musik, die überall anders und immer wunderschön klingt. Obwohl seine neuen Freunde alle unterschiedlich sprechen und aussehen, verstehen sie sich sehr gut. Am Ende ist er glücklich, denn er weiß: Wir gehören alle zusammen: Eine Welt, eine FamilieBesetzung    Violine, Kontrabass, Klavier, Oud (arabische Kurzhalslaute), Sheng (chinesische Mundorgel), Erhu (chinesische Kniegeige), Hulusi (Kürbisflöte), diverse Perkussionsinstrumente, Gesang, Moderation

Programm: Werke von Johan Sebastian Bach, Antonín Dvo?ák, Johann Strauss, arabische, bulgarische, chinesische und afrikanische Musik, improvisierte Musik
Konzept: Anastasia Reiber, Uta Sailer und Stephan Lanius
Dramaturgie: Micaela Czisch 
Gasteig HP8, Saal X, Hans-Preißinger-Str. 8, 81379 München
Kinder heute

Fürstenfeld: Die Kuh, die wollt ins Kino gehn

Die Kuh, die wollt ins Kino gehn
Das Sternschnuppe Kult-Familien-Musical

Für Menschen ab 4 Jahren, Dauer ca. 80 Minuten, ohne Pause

„I geh heut no ins Kino!“, sagt die Kuh zu den anderen Kühen. Aber die lachen sie nur aus, denn sie scheitert ja schon am elektrischen Weidezaun. Doch irgendwie schafft es dier Kuh, auszubrechen, und macht sich für ihren großen Traum vom Kino in Dirndl und Stöckelschuhen auf den langen Weg in die Stadt. Unterwegs trifft sie erst die albernen Knödel Fritz und Franzisco, die grad aus der Disco kommen. Dann kann sie nur mit Not dem scheinheiligen Metzger-Schwein entkommen. „Mei, das war sauknapp!“ Zum Glück nimmt sie dann Rosa mit ihrem roten Roller mit in die Stadt: „Mei, da is was los! Die Häuser! Die Autos! A Brunnen, der springt und a Treppn, die fahrt!“ Mit der Tram schafft sie’s endlich bis zum Kino! Aber dann: „Oh, mei! Die Schlang‘ ist lang!“ Ausverkauft? Doch da …

Bereits seit 2006 ist dieses herrlich verrückte Sternschnuppe Familien-Musical ein Publikums-Magnet. Sechs Schauspieler und eine vierköpfige Live-Combo begeistern ineiner fulminanten, temporeichen Inszenierung von Regisseurin Ruth-Claire.

„Ein zauberhaftes Familienmusical mit fröhlichen Texten zu rockiger Live-Musik. Schnelle Kostümwechsel, originelle Requisiten und ein gewitztes Bühnenbild machen das Schauspiel der tanzenden und singenden sechs Hauptdarsteller perfekt. Frohsinn, Lebensfreude, Mut und Neugier sind die Hauptzutaten dieses Kindermärchens, an dem auch die Erwachsenen ihre Freude haben." (Merkur.de)
Veranstaltungsforum FürstenfeldFürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck
Konzert heute

München: Ragnhild Hemsing, Violine & Hardangerfiedel

Ragnhild Hemsing, Violine & HardangerfiedelVier Jahreszeiten: „The Norwegian Seasons“
Ensemble Barokkanerne
Italienischer Barock und eine der berühmtesten Kompositionen dieser Epoche treffen auf eine, dem ersten Blick nach, sehr gegensätzliche Musiktradition – die der norwegischen Volksmusik. Die Geigerin und Opus-Klassik-Preisträgerin Ragnhild Hemsing gilt als Expertin für traditionelle norwegische Musik. Geheimnis dieser spannenden musikalischen Grenzüberschreitung: das Nationalinstrument Norwegens, die Hardangerfiedel. Das Instrument mit dem unverwechselbaren Klang, der durch fünf zusätzliche, beim Spielen mitschwingende Saiten entsteht, ermöglicht dem Publikum, Vivaldis Meisterwerk neu zu erleben. 

Bereichert wird das Werk durch traditionelle norwegische Weisen, die sich äußerst reizvoll in den Lauf der Jahreszeiten einfügen. Begleitet wird Ragnhild Hemsing im Prinzregententheater vom norwegischen Ensemble „Barokkanerne“.
PrinzregententheaterPrinzregentenpl. 12, 81675 München
Kinder heute

München: Alfulimux, der Wüstenfuchs

Alfulimux, der Wüstenfuchs
Einmal um die Welt auf der Suche nach Musik

Einmal um die Welt reist der kleine Wüstenfuchs Alfulimux. Er ist auf der Suche nach Musik, schließlich hat er riesengroße Ohren. Schnell findet er Freunde, die ihm helfen: Winnie, den Wüstenwind, einen fliegenden Teppich, die Nixe Donabella, die Friedenstaube Frieda und den Flugdrachen Drago. Mit ihnen kommt er in den Orient, nach Europa, China und Afrika und wird reich beschenkt mit Musik, die überall anders und immer wunderschön klingt. Obwohl seine neuen Freunde alle unterschiedlich sprechen und aussehen, verstehen sie sich sehr gut. Am Ende ist er glücklich, denn er weiß: Wir gehören alle zusammen: Eine Welt, eine FamilieBesetzung    Violine, Kontrabass, Klavier, Oud (arabische Kurzhalslaute), Sheng (chinesische Mundorgel), Erhu (chinesische Kniegeige), Hulusi (Kürbisflöte), diverse Perkussionsinstrumente, Gesang, Moderation

Programm: Werke von Johan Sebastian Bach, Antonín Dvo?ák, Johann Strauss, arabische, bulgarische, chinesische und afrikanische Musik, improvisierte Musik
Konzept: Anastasia Reiber, Uta Sailer und Stephan Lanius
Dramaturgie: Micaela Czisch 
Gasteig HP8, Saal X, Hans-Preißinger-Str. 8, 81379 München
Kinder heute

Holzkirchen: Das kleine Gespenst

Das kleine GespenstFreies Landestheater Bayern
Geisterstunde auf Burg Eulenstein! Jede Nacht pünktlich um 24 Uhr erwacht das kleine Gespenst. Dann geistert es gut gelaunt durch die Gänge der Burg und trifft sich mit seinem Freund, dem Uhu Schuhu.

Das kleine Gespenst würde so gerne mal die Welt bei Tag erleben. Nur ein einziges Mal! Als dieser Traum plötzlich Wirklichkeit wird, beginnt ein aufregendes Abenteuer – nicht nur für das kleine Gespenst… Auch im beschaulichen Städtchen Eulenberg herrscht große Aufregung.

Regie: Ingrid Huber
Es spielen:
Judith Heimerl (Das kleine Gespenst)
Korbinian Langl (Eule Uhu Schuhu, Stadtpolizeihauptwachtmeister Schulz)
Julia Quaderer (Günther, ein Schuljunge)
Martina Bramböck (Jutta, ein Schulmädchen)
Nora Heimerl (Burgfräulein Genoveva Elisabeth Barbara, Sekretärin Fräulein Kniesebein)
Bernd Schmidt (Lehrer Thalmeyer, Burggraf Georg Kasimir, Herr Zifferle)
Detlef Dauer (Bürgermeister Doktor Doppelmann, General Thorsten Torstenson)
KULTUR im OberbräuMarktpl. 18A, 83607 Holzkirchen
Kabarett heute

Unterföhring: Lucy van Kuhl und die Es-Chord-Band

Lucy van Kuhl und die Es-Chord-Band
ScharfrichterBeil 2019 Jury- und Publikumspreis

Wir leben in einer Zeit, in der die Verpackung wichtiger als der Inhalt scheint: Jeder Schokoriegel wird durch Werbung zum exklusiven Geschmacksevent, die Liebe hüpft nicht mehr mit Amors Pfeil, sondern maßgeschneidert über Tinder und Parship in unser Leben. Heinz Günter verpackt sich im Frankreichurlaub in Ringelshirt und Baskenmütze und wundert sich, dass er trotz Baguette unterm Arm nicht als Jean Pierre gesehen wird…Verpackung ist eben nicht alles.

Lucy van Kuhl verpackt ihr fünftes Programm auch äußerst geschickt: Aberwitzige Betrachtungen werden in sanfte Klavierklänge gehüllt, winzige Randbeobachtungen mit dem poetischen Vergrößerungsglas versehen und die Tristesse eines Altersheims verwandelt sich plötzlich in eine mitreißende Ü80-Party.

Zarte Melancholie trifft auf krachenden Unfug, klassisches Klavier auf Boogie Woogie. Lucys überbordende Fantasie ist das leuchtende Geschenkband, mit dem sie all das spielend leicht zusammenhält und – sehr geschickt verpackt.

Bürgerhaus UnterföhringMünchner Str. 65, 85774 Unterföhring
Konzert heute

Landsberg: Nils Petter Molvær Trio

Nils Petter Molvær TrioKonzertreihe Edmund Epple
Nach langer Abstinenz kehrt Nils Petter Molvær für ein Gastspiel nach Landsberg zurück. Diesmal im Trio mit seinen langjährigen Weggefährten Jo Berger Myrhe und Erland Dahlen. Eine hochkarätige Besetzung und eine vergleichsweise intime und leise Variante verglichen mit anderen elektro-akustischen Jazz-Hybriden, für die Nils Petter Molvær steht. Diese kleine Besetzung erzeugt eine energiegeladene Spannung, allein Schlagzeuger Dahlen erscheint als eine Art Weltwunder, so unkonventionell, so melodiös, so abenteuerlustig, wie er sich zeigt. Zu dritt kreieren sie eine Klanglandschaft die stets neugierig macht. Als Hörer weiß man nie, was als nächstes passieren wird, fühlt sich trotzdem sofort sicher und irgendwie auch zuhause. Eine Gratwanderung, wie sie nur wenige beherrschen und ein Beweis, dass Dynamik in erster Linie aus Stille entsteht. Molvær und seine Mitstreiter zeigen einmal mehr, dass der Jazz nicht nur eine Zukunft hat, sondern dazu noch eine, die sowohl strahlend als auch aufregend ist.
Stadttheater LandsbergSchlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech
Tipp heute

Landsberg: Nils Petter Molvær Trio

Nils Petter Molvær TrioKonzertreihe Edmund Epple
Nach langer Abstinenz kehrt Nils Petter Molvær für ein Gastspiel nach Landsberg zurück. Diesmal im Trio mit seinen langjährigen Weggefährten Jo Berger Myrhe und Erland Dahlen. Eine hochkarätige Besetzung und eine vergleichsweise intime und leise Variante verglichen mit anderen elektro-akustischen Jazz-Hybriden, für die Nils Petter Molvær steht. Diese kleine Besetzung erzeugt eine energiegeladene Spannung, allein Schlagzeuger Dahlen erscheint als eine Art Weltwunder, so unkonventionell, so melodiös, so abenteuerlustig, wie er sich zeigt. Zu dritt kreieren sie eine Klanglandschaft die stets neugierig macht. Als Hörer weiß man nie, was als nächstes passieren wird, fühlt sich trotzdem sofort sicher und irgendwie auch zuhause. Eine Gratwanderung, wie sie nur wenige beherrschen und ein Beweis, dass Dynamik in erster Linie aus Stille entsteht. Molvær und seine Mitstreiter zeigen einmal mehr, dass der Jazz nicht nur eine Zukunft hat, sondern dazu noch eine, die sowohl strahlend als auch aufregend ist.
Stadttheater LandsbergSchlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech
Theater heute

Unterschleißheim: DR. FISCHER AUS GENF ODER DIE BOMBEN-PARTY

DR. FISCHER AUS GENF ODER DIE BOMBEN-PARTY
In seinem 1980 erschienenen Roman Dr. Fischer aus Genf oder Die Bomben-Party verknüpft der britische Autor Graham Greene ein spannungsvolles, spottlustiges Gleichnis auf die Habgier des Menschen mit einer berührenden Liebesgeschichte:

Die Abendgesellschaften des exzentrischen Schweizer Milliardärs Dr. Fischer sind legendär. Zwar müssen die Gäste die menschenverachtenden Scherze und makabren Partyspielchen des Hausherrn ertragen, aber als Lohn der Demütigungen winken Platinuhren und Millionenschecks, versteckt in bunten Knallbonbons. Fischers Tochter Anna hat sich mit ihrem Vater überworfen. Sie empfindet die Gäste als „Kriechtiere“ und meidet das dekadente Elternhaus. Doch als sie sich verliebt und heiraten möchte, besteht ihr Verlobter darauf, den Vater anstandshalber von den gemeinsamen Zukunftsplänen in Kenntnis zu setzen ...

Gero John und Sebastian Kautz von der Bühne Cipolla verwandeln Dr. Fischer aus Genf oder Die Bomben-Party in expressives und poetisches Figurentheater mit Live-Musik. Originelle Puppen, ausdrucksstarke Masken und fantastische Klänge lassen auf der Bühne eine faszinierende Welt entstehen. Erleben Sie ein atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk als intensiven Theatergenuss! 
Bürgerhaus Unterschleißheim
Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim
Kabarett heute

Fürtstenfeld: 1. Runde Paulaner Solo+ 2026

1. Runde Paulaner Solo+ 2026
Berhane Berhane / Annika Blanke / Ugo Sanchez Jr. / Sebastian Schnitzer / Moderation: Christl Sittenauer
Bewirtung im Saal, Einlass: 18:00 Uhr / Unser Tipp: 100% Kabarett - 15% sparen. Mit der Paulaner Solo+ Fankarte!

Berhane Berhane: Deutscher als Du? Vielleicht nicht im Pass, aber ganz sicher auf der Bühne! Der gebürtige Äthiopier beleuchtet deutsche Bürokratie und Beamtenlogik aus seinem speziellen Blickwinkel.

Annika Blanke: Die Oldenburger Slam Poetin und Kabarettistin lotet gekonnt die Grenzen zwischen Tragischem und Humorvollem aus und klärt ganz nebenbei die wichtigen Fragen des Lebens.

Ugo Sanchez Jr.: Das Publikum entscheidet, welche seiner absurden Nummern der italienische Clown präsentieren wird. Wortlos, voller Überraschungen und Humor, entsteht so ein einzigartiger und unvorhersehbarer Auftritt.

Sebastian Schnitzer: Der Vollblutmusiker vereint mit seinem Klavierkabarett feinsinnige Alltagskomik und humorvolle Lieder zu einem Potpourri sarkastischer Unterhaltung.

Unser Tipp: 100% Kabarett - 15% sparen. Mit der Paulaner Solo+ Fankarte!
Veranstaltungsforum FürstenfeldFürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck
Konzert heute

Germering: Richard Oehmann - Derbleckereien

Richard Oehmann
Derbleckereien
Richard Oehmann ist Autor, Regisseur und eine Hälfte von Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater. Seit 2018 ist er zudem zusammen mit Stefan Betz Verantwortlicher des Singspiels beim Politiker-Derblecken am Münchner Nockherberg. Im Laufe jeder Arbeit wurden jedoch immer wieder gute Texte verworfen, zwei fast fertige Singspiele sind nie gezeigt worden, eine Pandemie und der Überfall auf die Ukraine kamen dazwischen. Längst ist es an der Zeit, diese Texte nun im Rahmen einer Lesung endlich auch auf die Bühne zu bringen.

Außerdem kommen an diesem Abend in Germering viele politische Figuren zu Wort, von Andi Scheuer („Autoschmuserandi“) bis Hubert Aiwanger („Hubertät“), von Annalena Baerbock bis Friedrich Merz, und natürlich sehr viel Markus Söder, z.B. mit dem neuesten Lied von der „Demut und Bescheidenheit“.

Freuen Sie sich auf Gereimtes und politische Ungereimtheiten der letzten sieben Jahre!
Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
82110 Germering
Konzert heute

Dachau: Niggli – Guy – Millà

Niggli – Guy – Millà
In diesem erst seit 2025 bestehenden Klaviertrio treffen nicht nur drei erfahrene Improvisatoren aufeinander, die allesamt zu den Innovatoren ihres Instrumentalspiels zählen, sondern auch drei Musiker, die als Komponisten im Bereich zeitgenössischer Musik, Performance und aktueller Jazzformen aktiv sind. Das Piano wird nicht von einer Rhythmusgruppe begleitet, die etablierten Rollen werden ständig aufgelöst. Das Ergebnis ist eine äußerst agile und intensive Triomusik, die sich durch ein hohes Maß an formalem Bewusstsein, virtuose Wendungen, wunderschöne Klänge, Witz und eine Disziplin auszeichnet, die den Improvisationen eine besondere Dringlichkeit verleiht. Das gut eingespielte Duo Barry Guy – Lucas Niggli, das bereits auf 25 Jahre Geschichte zurückblicken kann (im Trio Demierre – Guy – Niggli, im Quintett Lucas Niggli BIG ZOOM, im Barry Guy’s London Jazz Composers Orchestra, im Trio mit Maya Homburger und im „HexenTrio“ mit dem legendären kanadischen Pianisten Paul Plimely), wird erneut zu einem Trio erweitert und findet in Jordina Millà eine passende Partnerin für einen Tanz auf dem Drahtseil ohne Netz und doppelten Boden.

Line up:
Jordina Millà (p)
Barry Guy (b),
Lucas Niggli (d)

Kunstwerke DachauThomas-Schwarz-Straße 22, 85221 Dachau
Museen heute

Buchheim Museum: KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

Ausstellung vom 05. August 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie

Das Künstlerpaar Livia Kubach und Michael Kropp verwendet in seiner Arbeit meist schwarze Granite aus unterschiedlichen Regionen des Globus. Die Struktur der bearbeiteten Steine zeigt sich kristallin oder amorph, geschliffen und poliert oder rau und mit Bruchkanten. Zunächst faszinieren die Objekte und Skulpturen durch ihre besondere Ästhe k. Sie vermi eln Ruhe und Konzentra on und üben auf den Betrachter eine starke, beinahe magische Anziehungskra aus.
Jenseits der Faszina on der Oberfläche haben die Arbeiten von Kubach & Kropp auch optische und akustische Eigenscha en: Sie fordern den Betrachter dazu auf, durch Positionswechsel den optischen Veränderungen im Stein und dem subtilen Spiel mit dem Licht zu folgen. Einige sind dazu entworfen, ihnen Töne zu entlocken, diese dürfen bei Führungen bespielt werden. Livia Kubach, Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und Meisterschülerin von Günther Uecker, und Michael Kropp, als Musiker, Bildhauer Autodidakt, haben über die Jahre eine eigenständige, keinem Trend zuzuordnende künstlerische Ausdrucksform gefunden. Seit vielen Jahren sind sie mit ihren Skulpturen interna onal erfolgreich in Ausstellungen zu sehen und in vielen renommierten Kunstsammlungen dauerhaft präsent.
Das Bildhauerpaar lebt und arbeitet in Bad Kreuznach.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen: 
- Kubach & Kropp
Säuleninsel, 2023
schwarzer schwedischer Granit, Klangskulptur
Objektmaß 20,0 x 46,0 x 46,0 cm
- Kubach & Kropp
Kreuz für Licht und Schatten, 2022
schwarzer schwedischer Granit
Objektmaß 48,0 x 30,0 x 15,0 cm
Museen heute

Stuttgart: Romane Holderried Kaesdorf. Haltung bewahren

Romane Holderried Kaesdorf. Haltung bewahren

Ausstellung vom 27. September 2025 bis 12. April 2026 
Kunstmuseum Stuttgart 

Romane Holderried Kaesdorf (1922–2007) ist eine der interessantesten Vertreter:innen der zeitgenössischen Grafik Südwestdeutschlands. Erstmals im Kunstmuseum Stuttgart ist nun in einer Einzelausstellung ihr außergewöhnliches wie eigensinniges Werk zu entdecken.  
Fünf Jahrzehnte lang hat Romane Holderried Kaesdorf nahezu täglich gezeichnet, wobei sie sich konsequent gegen die Strömung der vorherrschenden Nachkriegsabstraktion stellte. Ihre Zeichnungen gehören mit zum Außergewöhnlichsten, was das Medium Zeichnung im 20. und 21. Jahrhundert hervorgebracht hat. 
Trotz dieser überragenden Qualität und obgleich Museen früh auf die Künstlerin aufmerksam wurden, blieb die Rezeption ihres Werkes überwiegend auf Baden Württemberg beschränkt. Die Galerie der Stadt Stuttgart begann bereits 1953 Arbeiten von Holderried Kaesdorf anzukaufen. Heute besitzt das Kunstmuseum Stuttgart zwanzig ihrer Werke.  
Ergänzt um Leihgaben aus öffentlichen und privatem Besitz, zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt ihres Werks seit den 1960er-Jahren – von den surrealen Szenerien über die Männer- und Frauenzeichnungen bis hin zu späten Serien, in denen sie ihr Sujet mit nur noch wenigen Strichen umsetzt. 
Die Werkschau gibt eine Vorstellung von der motivischen sowie stilistischen Entwicklung der unverwechselbaren Bildsprache von Holderried Kaesdorf. Die Arbeiten von Holderried Kaesdorf zeichnet ein leiser, hintergründiger Humor aus, der aus der Begegnung ihrer Figuren untereinander oder mit Dingen entsteht. Die Frauen und Männer ihrer Bildwelten scheinen immerzu beschäftigt: Sie erproben Körperhaltungen, sie hantieren und interagieren, ja ringen mit wiederkehrenden Gegenständen – mit Stühlen, Schemeln, Sesseln und Sofas, Büfetts und Schränkchen –, mal hingebungsvoll, mal mit großer Sorgfalt, mal unbeholfen oder steif. Gleichsam wie in Versuchsanordnungen erforschen die Zeichnungen mögliche Beziehungsgefüge zwischen dem Individuum zu sich selbst und seiner eigenen Körperlichkeit sowie zu der es umgebenden Umwelt. 

Manche dieser seltsam, gelegentlich auch bizarr anmutenden Episoden mögen irritieren, besonders ungewöhnlich sind sie allerdings nicht. Es könnten alltägliche Szenen sein, die die Künstlerin mit größtmöglicher Sachlichkeit schildert. Sie vermeidet dabei jede Wertung. Die Titel der Blätter, häufig längere Satzfragmente, beschreiben entweder auf lakonische Weise den Bildinhalt oder fügen als Kommentar den Zeichnungen eine weitere Bedeutungsebene hinzu. Zum Beispiel: »Vor der Tür kriechend« (1963), »Jäger üben für die 4. und letzte Dienstprüfung« (1971), »1 Frau schiebt den Stuhl, am Rand Turnerinnen« (1980), »Merkblatt, wie man ein kleines Brett mit einer Hand hält, wie man ein kleines 
Brett mit 2 Händen hält« (1990). 
Auffällig ist, dass die Aktionen und Handlungen der weiblichen Figuren gegenüber den männlichen stets dynamischer ausfallen: ihr Verhalten und ihre Haltungen sind geprägt von einer inneren Freiheit und Gegenwärtigkeit, die Selbstbewusstsein ausstrahlen. Auffällig ist auch, dass ab 1976 weitgehend nur noch Frauendarstellungen entstehen. Bis dahin dominieren Männer die Zeichnungen. Die Hinwendung zu weiblichen Figuren erfolgte in einem längeren Prozess, eine Motivation könnte gewesen sein, dass die UNESCO 1975 das »Internationale Jahr der Frau« ausrief. Es wurde damit ein politisches wie gleichermaßen gesellschaftliches Zeichen gesetzt, das weltweit auch Künstlerinnen ermutigen sollte, für eine größere Sichtbarkeit im Kunstbetrieb zu kämpfen. Als Feministin hat sich Holderried Kaesdorf zwar nie gesehen, gleichwohl hat sie sich zeitlebens für die Darstellung von Frauen in der Kulturgeschichte und für die Werke insbesondere weiblicher Kolleginnen interessiert.  
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Wienand-Verlag. 
Kuratorin: Eva-Marina Froitzheim 

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart
Abbildung: 
- Romane Holderried Kaesdorf 
Jäger üben für die 4. und letzte Dienstprüfung, 1971 
Farbstift und Bleistift auf Papier, 51 x 73 cm 
Museum Biberach 
© Nachlass Romane Holderried Kaesdorf 
Museen heute

Lenbachhaus: Shifting the Silence. Die Stille verschieben

Shifting the Silence. Die Stille verschieben
Gegenwartskunst im Lenbachhaus ab 14. Oktober 2025

Shifting the Silence ist der Titel des letzten Buches von Etel Adnan, erschienen 2021. Die deutsche Übersetzung Die Stille verschieben erschien posthum 2022. Erkennbar am Ende ihres Lebens verfasst, reflektiert Etel Adnan darin melancholisch, poetisch und sehr persönlich die großen Themen des Lebens. Alltagsbeobachtungen, Gefühle, Anekdoten oder Erinnerungen definieren in kurzen Prosastücken die Erzählung, die jedoch
keiner Linearität folgt. Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod schafft eine ernste, philosophische Tiefe. Zugleich aber feiert Etel Adnan die Schönheit des Lebens, was als eine politische Gegenwehr gegen gesellschaftliches Verstummen verstanden werden kann. Es ist der Text einer Malerin, deren künstlerische Karriere als Schriftstellerin und Philosophin begann. Ein Raum der Ausstellung ist daher ihren Gemälden gewidmet.
Die Ausstellung möchte sich ein zentrales Anliegen von Shifting the Silence zu eigen machen: das Nachdenken über die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen. Eine Versprachlichung – also eine Übersetzung von Kunstwerken
und ästhetischen Erfahrungen in Worte und in Sprache – stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Denn Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Verständigung, sie ist zugleich begrenzt und manchmal sogar hinderlich, wenn es darum geht, vielschichtige Eindrücke und Wahrnehmung zu vermitteln. Etel Adnan schlägt vor, die Stille zu “verschieben“ – also die Grenzen des Sagbaren zu erweitern und das Poetische der vielen Ausdrucksformen der Künste nicht zu rationalisieren, sondern als Eigenwert anzunehmen.
Mit Werken von Etel Adnan, Saâdane Afif, Nevin Alada?, Harold Ancart, Tolia Astakhishvili, Leilah Babirye, Cana Bilir-Meier, Mel Bochner, Thea Djordjadze, Simone Fattal, Amy Feldman, Dan Flavin, Isa Genzken, Adrian Ghenie, Zvi Goldstein, Sheela Gowda, Giorgio Griffa, Philipp Gufler, Samia Halaby, Candida Höfer, Jenny Holzer, KAYA, Alexander Kluge, Ji?í Kovanda, Goshka Macuga, Nick Mauss, Rosemary Mayer, Ma?gorzata Mirga-Tas, Roméo Mivekannin, Matt Mullican, Marcel Odenbach, Roman Ondak, Anri Sala, Curtis Talwst Santiago, Spomenko Škrbi?, Sung Tieu, Gülbin Ünlü, Nicole Wermers und Issy Wood.
Shifting the Silence. Die Stille verschieben eröffnet Assoziationen und steht dieser Ausstellung als leitender Gedanke zur Seite, um die Kunstwerke als ein offenes Interpretationsmuster zu begleiten und zu erhellen.
Kuratiert von Eva Huttenlauch und Matthias Mühling
Mit Stiftungen von: Doris Keller-Riemer und Hans-Gerd Riemer, Jörg Johnen, Nevin Alada?, Amy Feldman, Zvi Goldstein, Goshka Macuga, Nick Mauss, Gabriel und Renate Mayer, Thorsten Eimuth, Jan Fischer, Marion Gr?i?-Ziersch, Sammlung Thiess, Mathias-Pschorr-Stiftung, Förderverein Lenbachhaus e.V.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33,
80333 München
Abbildung: 
- Rosemary Mayer, Hypsipyle, 1973, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich © The Estate of Rosemary Mayer, New York, Foto/Photo: Lukas Schramm, Lenbachhaus 
Museen heute

Haus der Kunst: Cyprien Gaillard. Wassermusik

Cyprien Gaillard. Wassermusik

Ausstellung vom 17. Oktober 2025 bis 22. März 2026
Haus der Kunst, München

Cyprien Gaillards neue Ausstellung „Wassermusik“ reflektiert über öffentliche Denkmäler und ihre Bedeutung in der heutigen Zeit.

Mit Wassermusik präsentiert das Haus der Kunst die neue Ausstellung von Cyprien Gaillard (geb. 1980, Paris), die passend zum Ende des diesjährigen Oktoberfests eröffnet. Im Zentrum steht sein neuester stereoskopischer Film Retinal Rivalry (2024), der teilweise auf dem Münchner Oktoberfest gedreht und vom Haus der Kunst koproduziert wurde. Mit modernster Technologie erschafft Gaillard eine erweiterte, geschärfte Sicht auf die Welt um uns. Das Schlüsselwerk führt die Betrachter*innen auf eine Reise durch verflochtene Zeit und unzugängliche urbane Oberflächen: Müllcontainer und unterirdische Adern, feuchtwarme Landschaften und Ausblicke aus den Augen der Bavaria-Statue über das Oktoberfest. So tritt es in einen engen Dialog mit der Stadt München und ihrem weltweit größten Volksfest, und lässt dieses wie in einer seltsamen Erinnerung nachklingen, unterläuft gewohnte Wahrnehmungsmuster mit einem skulpturalen und psychedelischen Raum, und löst die Erzählung auf, um reine Vision zu offenbaren.
Wasser durchdringt die neue Werkserie in der Einzelausstellung von Cyprien Gaillard. An den Schnittstellen von menschlichen Relikten, urbaner Geografie und Psychologie erschafft Gaillard ein Universum, das Phänomenen wie zivilisatorischen Umwälzungen und geologischer Zeit neue Gestalt verleiht. Über Medien wie Fotografie, Skulptur, Film, Video, Collage, Installation und Live-Performance entfaltet sein Werk eine Sprache des Verfalls, die Geschichte neu ordnet und die Gegenwart in einem anderen Licht zeigt.

Gaillard fasst Wasser als elementare Kraft auf – es durchquert die Zeit und verbindet Spuren zerfallener Geschichten. Durch Interventionen, Film, Skulpturen und Archivmaterial verändert er die Südgalerie mit Relikten wie Notausgangsschildern aus den 1930er-Jahren, Möbelstücken oder einem abgenutzten Teppich. Damit legt er die Spuren der einstigen Mieter*innen des Gebäudes offen. Zu den beständigsten nicht-menschlichen Zeugen gehören die Ammonitenfossilien im Marmorboden, die im Wasserlicht schimmern.
Zwei eigens von Gaillard erarbeitete Werkgruppen aus Archiven sind wichtige Bestandteile der Ausstellung: aus dem Haus der Kunst in München und dem Musée de l’Orangerie in Paris – Orte, die die Narben des Zweiten Weltkriegs tragen. Eine Auswahl an Möbeln aus dem Haus der Kunst ruft die Verhandlungen seiner früheren Mieter über die Nutzung des Gebäudes in Erinnerung. Prägnante Fotografien dokumentieren die Wasserschäden im Musée de l’Orangerie im Sommer 1944, als Bomben Decken einstürzen ließen: Wasser kroch über die Oberflächen, aufplatzende Schichten legten geisterhafte Blumenmuster frei. Durch diese Zusammenstellung entfaltet Gaillard einen Dialog zwischen Naturkräften und menschlichen Konstruktionen und verwandelt Orte in lebendige Monumente.
Diese Ausstellung setzt die Vision des Haus der Kunst fort, die Bedeutung von Baudenkmälern losgelöst von ihrem ursprünglichen Zweck neu zu definieren und zu untersuchen, wie öffentliche Denkmäler neue kollektive Erfahrungen schaffen können. Nach Einzelausstellungen wie „Voices“ von Philippe Parreno, „Mute“ von Pan Daijing und „Window of Tolerance“ von Wang Shui setzt Gaillards neue Ausstellung das experimentelle Programm des Haus der Kunst fort, indem sie modernste Technologie und zeitbasierte Medien integriert und Lebendigkeit als neue Form der
Ausstellungsgestaltung und künstlerischen Praxis erforscht.
Kuratiert von Xue Tan mit Lydia Antoniou und Laila Wu.

Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
80538 München


Abbildungen:
- Retinal Rivalry, 2024 (film still)
(3D motion picture, DCI DCP, dual 4k Projektion | projection bei | at 120fps)
2 Channel Audio
29:03 min
© Cyprien Gaillard
Courtesy the artist, Sprüth Magers and Gladstone Gallery
- Retinal Rivalry, 2024 (film still)
(3D motion picture, DCI DCP, dual 4k Projektion | projection bei | at 120fps)
2 Channel Audio
29:03 min
© Cyprien Gaillard
Courtesy the artist, Sprüth Magers and Gladstone Gallery
Museen heute

Museum Brandhorst: LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

Ausstellung vom 22. Oktober 2025 bis 27. September 2026
Museum Brandhorst, München

Erstmals seit seiner Eröffnung 2009 widmet sich das Museum Brandhorst mit „Long Story Short“ einer chronologischen Präsentation der Sammlung. Die Ausstellung vereint annähernd 80 Werke von über 30 Künstler:innen aus der Sammlung Brandhorst, darunter bedeutende Neuerwerbungen wie Martine Syms’ „DED“ (2021) sowie über 20 bisher noch nie gezeigte Arbeiten, etwa von Jacqueline Humphries, Laura Owens und Giulio Paolini.

Kunstgeschichte(n)
Der Bestand des Museums ist seit seiner Eröffnung von 800 auf über 2000 Werke angewachsen und verwebt zahlreiche Erzählstränge aus der Kunst der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit, die punktuelle wie tiefgreifende Einblicke in die Kunstproduktion der letzten 70 Jahre, vor allem in Europa und im US-amerikanischen Raum, geben. Anstatt einer vermeintlich vollständigen Geschichte dieses Zeitraums reihen sich in „Long Story Short“ ausgewählte Strömungen, ästhetische Fragestellungen und künstlerische Positionen von den 1960er-Jahren bis heute zu einer Perlenkette einzelner Kunstgeschichten.

Kunst als Spiegel der Gesellschaft
Neben formalen Entwicklungen und Zäsuren geht es immer auch darum, wie Kunst auf historische Ereignisse, gesellschaftliche Veränderungen und technologische Innovationen reagiert und sie im künstlerischen Prozess reflektiert. Welche Auswirkungen hatte das Wirtschaftswunder auf den Umgang von Künstler:innen mit Materialien? Was bedeutete die Politisierung der Gesellschaft in den 1960er-Jahren für Künstler:innen? Auf welche Weise hat die Digitalisierung die Produktion von Kunst verändert?

Von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart
Jeder Raum ist dabei eine eigene Ausstellung für sich, erzählt einen spezifischen kunsthistorischen Moment im Kontext seiner Zeit oder widmet sich einer ausgewählten Werkgruppe einzelner Künstler:innen: Beginnend mit der prozesshaften Materialreflexion der Arte Povera (mit Werken von Jannis Kounellis, Marisa Merz, Mario Merz und Giulio Paolini) und der formalen Reduktion des Minimalismus (unter anderem bei Richard Tuttles spielerisch-geometrischen Formen) über die konzeptuelle Fotografie der späten 1970er-Jahre (Victor Burgin) und die intensiven Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Identität im Kontext der 1980er-Jahre (unter anderem bei Georg Herold und Rosemarie Trockel) bis hin zum richtungsweisenden Malereidiskurs der 1990er-Jahre (mit Charline von Heyl, Albert Oehlen, Laura Owens und anderen) entsteht so ein Kaleidoskop kunsthistorischer Erzählungen der jüngeren Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit digitalen Medien und Technologien – etwa bei Kerstin Brätsch, Mark Leckey, Jacqueline Humphries oder Sondra Perry – reflektiert einen Aspekt künstlerischer Produktion der Gegenwart und bildet einen offenen Schlusspunkt.
Die Ausstellung macht die vielfältigen Ausdrucksformen und ästhetischen Strategien der Kunst als Teil eines historischen Gefüges erfahrbar. Sie zeigt, wie Kunst nicht isoliert existiert, sondern in einem ständigen Austausch mit ihrer Zeit, mit politischen, sozialen und technologischen Entwicklungen steht, diese in freier Weise reflektiert und damit ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist.
Kunst entdecken
Die Bandbreite der Exponate reicht von monumentalen Arbeiten wie Mark Leckeys zehn Meter hoher aufblasbarer Skulptur „Inflatable Felix“ (2020) – dem ersten Fernsehbild der Geschichte als Pop-Ikone – bis hin zu André Caderes nur 29 Zentimeter langem, handbemaltem Stab „Barre de bois rond“ (1976), der einst in fremde Ausstellungen geschmuggelt wurde.
Dazwischen entfaltet sich ein Panorama künstlerischer Strategien, die ebenso überraschend wie sinnlich erfahrbar sind: Marisa Merz verwandelt in dem Schwarzweißfilm „La conta“ (1967) eine alltägliche Küchenszene in ein feministisches Manifest, Victor Burgin inszeniert in „Zoo 78“ (1978) das geteilte Berlin als „Stadt des Geistes“, und Jacqueline Humphries lässt ihre „Black Light Paintings“ (2005) im Dunkeln erstrahlen – Malerei, die sich selbst zum Leuchtkörper macht und im Museum Clubatmosphäre erzeugt. Mit Martine Syms’ monumentaler Videoinstallation „DED“ (2021) trifft schließlich eine neue Generation auf die Gegenwart: Ihr digitaler Avatar durchwandert eine endlose Landschaft aus Schmerz, Humor und
Wiedergeburt – ein eindrücklicher Kommentar zu Körper, Medien und Selbstbild im 21. Jahrhundert.

Mit Werken von
Kerstin Brätsch, Victor Burgin, André Cadere, DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch und Adele Röder), Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jacqueline Humphries, KAYA (Kerstin Brätsch und Debo Eilers), Jannis Kounellis, Michael Krebber, Louise Lawler, Mark Leckey, Mario Merz, Marisa Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Martine Syms, Niele Toroni, Rosemarie Trockel, Richard Tuttle, Cy Twombly, Franz West.

MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München

Abbildungen: 
- Niele Toroni 
Empreintes de pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30 cm, 1977 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Niele Toroni. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
- Amy Sillman 
Mr. Wrong, 1995 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Amy Sillman. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
Museen heute

Kunstmuseum Stuttgart: Rolf Nesch, Nadira Husain, Ahmed Umar - Prägungen und Entfaltungen

Rolf Nesch, Nadira Husain, Ahmed Umar
Prägungen und Entfaltungen

Ausstellung vom 08. November 2025 bis 12. April 2026
Kunstmuseum Stuttgart

Den Ausgangspunkt für die Ausstellung bilden Druckgrafiken und Reliefarbeiten von Rolf Nesch (1893–1975) aus der Sammlung des Kunstmuseums Stuttgart. Sie treten in Dialog mit Werken der zeitgenössischen Künstler:innen Nadira Husain (*1980) und Ahmed Umar (*1988). Alle drei verbinden Migrationserfahrungen, die sich in Motivik und Bildsprache ihrer Arbeiten widerspiegeln.

Der aus Oberesslingen stammende Rolf Nesch emigriert 1933 als Gegner des Nationalsozialismus nach Norwegen. Seine Formensprache wandelt sich grundlegend durch den Einfluss nordischer Natur, Kultur und Menschen. Auch das Werk der indisch-baskisch-französischen Künstlerin Nadira Husain zeugt von transkulturellen Bewegungen und Reflexionen über die kulturelle Identität einer postmigrantischen zweiten Generation. Ahmed Umar flieht vor politischer Verfolgung aus dem Sudan nach Norwegen, um dort als queerer Künstler ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit seinen spirituellen und kulturellen Wurzeln zu führen.


Rolf Nesch (1893–1975)
Rolf Nesch studiert an der Kunstakademie Dresden. Nach einem Studienaufenthalt bei Ernst Ludwig Kirchner in Frauenkirch bei Davos beginnt er mit druckgrafischen Experimenten. Bereits vor seiner Emigration 1933 entwickelt er einen besonderen Metalldruck, bei dem auf die Druckplatte gelötete Metallstücke mitgedruckt werden. In Norwegen erweitert er diese Praxis, sodass am Ende dreidimensionale Materialbilder stehen. Die Beschäftigung mit dem Land und seiner Kultur, die Faszination für nordische Landschaften und Erzählungen, aber auch Exilerfahrungen und die Anpassung an neue Lebensumstände prägen Neschs Schaffen. Von 1960 bis Mitte der 1980er-Jahre erwirbt die Galerie der Stadt Stuttgart – der Vorgängerinstitution des Kunstmuseums Stuttgart – knapp 90 Arbeiten des Künstlers. Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums und Leihgaben aus dem In- und Ausland geben Einblick in sein transmediales, kulturübergreifendes Œuvre. Rolf Nesch zählt heute zu den bedeutendsten Künstler:innen Norwegens.

Nadira Husain (*1980)
Nach ihrem Kunststudium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris zieht Nadira Husain nach Berlin. In ihren auffächernden, raumgreifenden Malereien und Installationen geht sie Themen wie Postmigration, Transkulturalität und kultureller Hybridität nach. Dabei verwendet sie traditionelle Handwerkstechniken und integriert Textilien und Keramik. Durch den Rückgriff auf Symbole und Erzählungen verschiedener Kulturkreise, die mit ihrem eigenen biografischen Hintergrund verknüpft sind, entstehen vielschichtige Bildkompositionen. In ihnen entspinnt sich ein dichtes Bezugssystem zu indopersischer Mogulmalerei, europäischen Comicfiguren und Elementen des Sufismus. Im Kunstmuseum Stuttgart präsentiert die Künstlerin neue Arbeiten, darunter eine vor Ort gestaltete Wandarbeit.

Ahmed Umar (*1988)
Der aus dem Sudan stammende Künstler und LGBTQIA+Aktivist Ahmed Umar flieht wegen der politischen Verfolgung seiner Person 2008 nach Norwegen. Dort studiert er bis 2016 Druckgrafik sowie medium- und materialbasierte Kunst an der National Academy of the Arts in Oslo. Seine künstlerische Praxis kennzeichnet eine fortwährende Beschäftigung und Erforschung neuer Materialien und die Umgestaltung von Fundstücken. Zugleich zeugt sein Werk von der Zerrissenheit eines Individuums zwischen traditionellen Geschlechterrollen, Religiosität und dem Streben nach Selbstbestimmung. Umar identifiziert sich als queer und versteht sich als politischer Künstler. Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert Ahmed Umars Werk erstmalig in Deutschland.

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 13
70173 Stuttgart


Abbildungen:
- Rolf Nesch 
Der Heilige Sebastian, 1941–1942 
Materialbild, 150 x 300 cm 
Kunstmuseum Stuttgart 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / 
Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart 
- Ahmed Umar 
Glowing Phalanges, 2025 
Arbeitsstudie 
Courtesy Ahmed Umar und OSL contemporary, Oslo 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Ahmed Umar 
- Rolf Nesch 
Landschaft von Bykleheia, 1939–1940 
Stein, Glas und Metall auf Kupferplatte,  
auf Holzplatte montiert, 96 x 156 cm 
Nasjonalmuseet Oslo 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Morten Thorkildsen 
Museen heute

Haus der Kunst: Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía

Sandra Vásquez de la Horra.
Soy Energía

Ausstellung vom 14. November 2025 bis 17. Mai 2026
Haus der Kunst, München

Soy Energía ist die erste Überblicksausstellung der chilenischen Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra (geb. 1967, Viña del Mar, Chile) in Europa und präsentiert die transnationalen und Indigenen Perspektiven ihrer multidisziplinären künstlerischen Praxis. Ihr vor allem zeichnerisches und malerisches, aber auch filmisches und performatives Lebenswerk umfasst komplexe Ereignisse, Geschichten, Riten und Glaubensvorstellungen, die sowohl in ihrem Aufwachsen in Chile als auch in den vielen Jahren ihres Lebens in Deutschland wurzeln, und eröffnet neue Perspektiven. Kuratorin Jana Baumann: „Die Multiperspektivität des Werks lädt zu einer Begegnung mit den spirituellen, Mensch und Natur versöhnenden Welten der Künstlerin ein und würdigt ihr Engagement für Selbstbestimmung, Frauen- und Menschenrechte.“

Die Ausstellung widmet sich Vásquez de la Horras experimenteller Praxis, wobei ihr räumliches, energetisches und weltumfassendes Denken im Mittelpunkt steht. Erfahrungen von Verfolgung, Unterdrückung und Migration spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Künstlerin entwickelt eigens eine Ausstellungspraxis, die sich vom Arbeiten mit organischen Materialien ableitet wie auch szenografische Ansätze in den Raum erweitert und berührende existentielle Erlebnisse vermittelt.
Vásquez de la Horras frühe Werkserien entstanden während der Herrschaft des Pinochet-Regimes in Chile in den 1980er- bis 1990er-Jahren, wobei sich die Künstlerin mit dem Körper und dessen weltlicher Einbettung mittels Zeichen, Fragmenten und Sprache befasste. Zeichnungen von fabelhaften Mischwesen mit menschlichen, tierischen und pflanzlichen Zügen spielen auf die Unvereinbarkeit von Geschichte und Moral an. Die in Bienenwachs getränkten Arbeiten – eine Technik, die sie seit 1997 anwendet – präsentiert sie in experimentellen Hängungen, um vielfältig lesbare Konstellationen zu gestalten. In ihren ersten Jahren in Europa schuf Vásquez de la Horra Video-Performances und Filme, die nun erstmals gezeigt werden. In diesen Werken verarbeitet sie bedeutsame Ereignisse und Themen wie Einsamkeit, Trennung und Rassismus. Die Ausstellung verbindet die historische Dimension des Werks mit seiner Entwicklung in der Gegenwart und würdigt die über vier Jahrzehnte umfassende transdisziplinäre Arbeit von Sandra Vásquez de la Horra.
Andrea Lissoni, Künstlerischer Direktor: „Die Ausstellung spiegelt unseren transdisziplinären, transnationalen Ansatz in der Programmgestaltung wider – einen Ansatz, der unterschiedliche, aber aufeinander abgestimmte Praktiken miteinander verwebt und sich mit der Geschichte auseinandersetzt, um gleichzeitig neue Wege zu eröffnen, die Gegenwart zu bewohnen.“

Mit „Soy Energía“ setzt des Haus der Kunst seine Vision fort, Kanons neu zu bewerten und Stimmen Raum zu geben, die lange Zeit marginalisiert waren. Vásquez de la Horras Retrospektive bildet einen Widerhall auf die neuen Lesarten der Kunstgeschichte in der Gruppenausstellung „Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968“ und die sich wandelnden Wahrnehmungen, die in „Cyprien Gaillard. Wassermusik“ untersucht werden. Ihre Zeichnungen, die zugleich intim und expansiv sind, spiegeln die Art und Weise wider, wie Ei Arakawa-Nash Zeichen und Gesten in gemeinsame Sprachen verwandelt – indem sie den öffentlichen Raum einbezieht und ihn in einen Ort verwandelt, an dem Bilder, Zeichen und Bewegungen zu Begegnungen und gemeinsamen Gesten werden.

Kuratiert von Jana Baumann mit Marlene Mützel.

Haus der Kunst | Nordgalerie
Prinzregentenstraße 1,
80538 München

Abbildungen: 
- Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía 
Ausstellungsansicht  
Haus der Kunst München, 2025 
Foto: Markus Tretter 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
- Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía 
Ausstellungsansicht  
Haus der Kunst München, 2025 
Foto: Markus Tretter 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 
Museen heute

Buchheim Museum: AUSGESUCHT. WEITERE WERKE AUS DER SAMMLUNG

AUSGESUCHT. WEITERE WERKE AUS DER SAMMLUNG

Ausstellung vom 15. November 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie

In der neuen Präsentation AUSGESUCHT im Großen Saal steht noch einmal die Vielfalt der Sammlungsstücke im Buchheim Museum im Vordergrund. Im Ansatz folgt sie der Frühjahrsausstellung MIT WACHEM BLICK & BEGABTER HAND. Doch die Auswahl der Werke unterscheidet sich stark und zeigt neue Themen. Die weltbekannten expressionistischen Meisterwerke der Sammlung Buchheim werden mit neuen Werken aus der Sammlung Hierling, weiteren weniger bekannten Stücken der Sammlung Buchheim und bisher nicht gezeigten Neuerwerbungen der Buchheim Stiftung kombiniert. Der Jahreszeit entsprechend wurde bei den Landschaften diesmal herbst- und winterlichen Ansichten der Vorzug gegeben. Nächtliche Motive spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Freuden des Eislaufens sind zu sehen, aber auch Fasching, Kirmes und Zirkusakrobatik werden thematisiert. Wieder werden mit Gegenüberstellungen ganz unterschiedlicher Werke motivische Gemeinsamkeiten in den Fokus gerückt. Die Spanne der Stile reicht von secessionistischen Werken über expressive Bildfindungen und sachlich-realistische Schilderungen bis hin zu naiven Darstellungen. Weit über 100 Gemälde sind um Papierarbeiten und Plastiken ergänzt. 

Zwei Gemälde der Sammlung Buchheim werden freistehend präsentiert, so dass auch die Rückseiten zu sehen sind. Sie stehen beispielhaft für die Provenienzforschung am Museum und werden in einer Spezialführung am 30. November, um 15 Uhr genauestens erläutert. Bei etwa einem Drittel der Exponate ist darüber hinaus über QR-Codes der direkte Zugang zu unserer Sammlung Online gegeben, wo Sie neben Fotos vieler Rückseiten auch Biografien der Künstlerinnen und Künstler, Informationen zur Herkunft der Werke und ihren Vorbesitzerinnen und Vorbesitzern finden können. 

Am ersten Wochenende der Präsentation von AUSGESUCHT findet am 15./16. November von 11 bis 15 Uhr ein offener Knetworkshop mit der Künstlerin Katharina Neubert im Buchheim Museum statt. Für ihr Playdoughartprojekt formt sie seit 2018 in Museen weltweit die für sie schönsten – meist weiblichen – Figuren in Knete. Im Workshop können Groß und Klein es ihr gleichtun und sich ihre Lieblingsfigur auf den Werken im 
Saal aussuchen, sie abfotografieren und anschließend im Foyer eine eigene Version erschaffen. Als Abschluss kann dann das neue Kunstwerk mit dem Original verglichen und im direkten Miteinander fotografiert werden. 

Bei einem Werk in der Ausstellung handelt es sich um eine nur kurzfristige Leihgabe des Künstlers Ruprecht von Kaufmann. Sein Gemälde »Der Fjord« hat er 2019 in direktem Bezug zu Ernst Ludwig Kirchners »Berglandschaft« geschaffen. Nun werden beide Monumentalbilder erstmals Seite an Seite ausgestellt. Ab 29. November wird auf der Galerie die monografische Schau RUPRECHT VON KAUFMANN. LEBEN ZWISCHEN DEN STÜHLEN zu sehen sein. »Der Fjord« ist also gleichsam ein Vorbote für die achte und letzte Präsentation, die in diesem Jahr im Buchheim Museum eröffnet wird. Beide Ausstellungen laufen dann parallel bis ins Frühjahr 2026. 

Mit Werken von: Ernst Barlach, Ludwig Maria Beck, Walter Becker, Max Beckmann, Otto Beyer, Albert Birkle, Ludwig Bock, Olga Bontjes van Beek, Heinz Borchers, Lothar-Günther Buchheim, Josef Buchty, Adolf Büger, Albert Burkart, Pol Cassel, Lovis Corinth, Grete Csaki-Copony, Edward Cucuel, Dina Cymbalist, Béla Czóbel, Hiltgund von Debschitz, Dietz Edzard, Adolf Eiermann, Friedrich G. Einhoff, Reinhold Ewald, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Alexander Fischer, Franz Frank, Fritz Gartz, Oskar Gawell, Ernst Graupner, Hans von Hayek, Erich Heckel, Jeppe Hein, Rudolf Heinisch, August Henneberger, Albert Hennig, Otto Herbig, Julius Herburger, Julius Hess, Holmead, Karl Hurm, Julius Hüther, Alexej von Jawlensky, Dora Jutz-Rümelin, Ottilie Kasper, Ruprecht von Kaufmann, Max Kaus, Anton Kerschbaumer, Ernst Ludwig Kirchner, Walther Klemm, Leo von König, Max Lacher, Anton Lamprecht, Werner Laves, Anton Leidl, Lotte Lesehr-Schneider, Rudolf Levy, Robert Liebknecht, Käthe Loewenthal, Joseph Mader, Willy Menz, Wilhelm Morgner, Otto Mueller, Josefine Mühlen Schmid, Karen Müller, Bruno Müller-Linow, Otto Ludwig Naegele, Otto Nagel, Bill Nagel, Thomas Niederreuther, Otto Nückel, Karl Oertel, Hans Olde, Willi Oltmanns, Rosmina Radler, Kurt Radtke, Elisabeth Rögner-Seeck, Christian Rohlfs, Karl Röhrig, Emil Scheibe, Hans Schellinger, Fritz Schirrmacher, Karl Schmidt-Rottluff, Gustav 
Schopf, Otto Schubert, Alois Seidl, Rose Sommer-Leypold, Ernst Stadelmann, Eugen Stoll, Ernst Straßner, Wolfgang Teucher, Hector Trotin, Albert Unseld, Sepp Vees, Herbert Vogt, Hans Waiblinger, Ernst Weiers, Gustav Weizsäcker, Paul Wellershaus, Max Wendl, Paula Wimmer, Karoline Wittmann, Alexander Wolfgang, Max Zettler, Bernd Zimmer. 

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1, 
82347 Bernried am Starnberger See
Abbildungen: 
- Lyonel Feininger
Blaue Brücke, 1920
Tusche und Aquarell auf Vergé
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn
Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
- Adolf Eiermann
Nächtliches Eisvergnügen, o. J.
Öl auf Hartfaser
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
© Rechtsnachfolge des Künstlers
Reproduktion: Joseph Hierling
- Gustav Weizsäcker
Atelierfenster, Kaiserplatz Reutlingen, 1935
Öl auf Hartfaser
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
Reproduktion: Joseph Hierling
- Anton Kerschbaumer
Lindauer Hafen, 1920
Gouache auf Papier
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
Reproduktion: Foto Marquart, Tutzing
Museen heute

Franz Marc Museum: Wilde Farben, freier Geist. 120 Jahre Künstlergruppe Brücke

Wilde Farben, freier Geist. 120 Jahre Künstlergruppe Brücke

Ausstellung vom 23. November 2025 bis 12. April 2026
Franz Marc Museum, Kochel am See

Anlässlich des 120jährigen Gründungsjubiläum der Künstlergruppe Brücke zeigt das Franz Marc Museum in Kochel am See ab Ende November herausragende Meisterwerke des deutschen Expressionismus, darunter bedeutende Leihgaben aus dem Kunstmuseum Ravensburg und aus Privatbesitz.

1905 wagte eine Gruppe junger Künstler den Aufbruch in die Moderne. Mit leuchtenden Farben, radikal vereinfachten Formen und einer neuen, subjektiven Ausdruckskraft suchten sie nach einem unverstellten Zugang zur Welt. Die Brücke-Künstler forderten den Kunstbegriff ihrer Zeit heraus und legten den Grundstein für die Entwicklung der modernen Kunst in Deutschland.

Die Ausstellung zeichnet in thematisch gegliederten Kapiteln die charakteristischen Facetten dieser Gemeinschaft nach. Ausgehend von ihrem kulturkritischen Anspruch, die starren Regeln und Konventionen der wilhelminischen Kunst durch das „Unmittelbare“ und „Unverfälschte“ zu überwinden – wie es im Programm der Brücke von 1906 formuliert wurde –, strebten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Otto Mueller nach einer neuen Einheit von Kunst und Leben. Dieses Ideal zeigt sich ebenso in den vitalen Aktdarstellungen der frühen Dresdner Jahre wie in den von der Dynamik und Widersprüchlichkeit der Großstadt geprägten Szenen der Berliner Zeit. Die Faszination des Ursprünglichen führte zugleich zur Auseinandersetzung mit außereuropäischer Kunst und Kultur, die den Künstlern als ästhetisches und spirituelles Vorbild diente.
Aus heutiger Perspektive erscheint dieser Blick jedoch auch als Ausdruck einer unreflektierten Aneignung kolonial geprägter Bilderwelten. Ebenso werfen manche ihrer Werke, etwa Darstellungen kindlicher Modelle, Fragen nach Grenzüberschreitungen und Geschlechterrollen auf, die im historischen Kontext kritisch zu beleuchten sind.

Mit rund 50 Arbeiten – Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und grafischen Werken – beleuchtet die Ausstellung die Anfänge einer Bewegung, die Kunst und Leben untrennbar miteinander verband. Zugleich lädt sie dazu ein, das Erbe der Brücke neu zu betrachten: als Ausdruck eines radikalen Aufbruchs, dessen schöpferische Energie wie auch seine Widersprüche bis in die Gegenwart wirken.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8–10
82431 Kochel am See
Abbildungen: 
- Erich Heckel, Parksee, 1914, Franz Marc Museum, Kochel a. See Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Foto: © Collecto.art
- Otto Mueller, Badende, 1920, Franz Marc Museum, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Foto: © Collecto.art
Museen heute

Lenbachhaus: Iman Issa. Lass uns spielen

Iman Issa. Lass uns spielen

Ausstellung vom 25. November 2025 bis 12. April 2026
Lenbachhaus, München

In ihrem zugleich spielerischen wie formal präzisen Werk befasst sich Iman Issa mit den immerwährenden Fragen der Kunst: Was ist ein Kunstwerk? Wie verhält sich ein Objekt oder ein Bild zu den Belangen seiner Zeit? Welche Rolle kommt den Künstler*innen in ihrer
jeweiligen Gegenwart zu?
Die gezielte Fragestellung ist für Issa (*1979, Kairo) ein Medium ebenso wie Holz, Metall oder Fotografie. Ist eine Frage aufgeworfen oder eine Hypothese skizziert, prüft sie deren Schlüssigkeit anhand neuer künstlerischer Arbeiten. Oftmals entstehen so ganze Serien, die so lange andauern, bis die Frage erschöpft scheint. Issas Arbeiten spielen auf die Kunst anderer an, auf Denkmäler, Literatur, Gemälde und Fotografien, über einen Zeitraum von Jahrhunderten und über nationale Grenzen hinweg.
Nach dem Studium der Philosophie und der Politikwissenschaften arbeitete die Künstlerin anfangs vorwiegend fotografisch. Heute nehmen Issas Werke meist installative Form an. Ihre „Displays“, wie sie diese nennt, bestehen aus sich aufeinander beziehenden Elementen: kurze Texte, Fotos, Bücher, Videos und Objekte. Oftmals unterlaufen diese Konstellationen die traditionelle Beziehung zwischen Bildunterschrift und Illustration. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Text und eine Skulptur ein abwesendes drittes Objekt heraufbeschwören oder aber gezielt aneinander vorbeideuten.
Issas Methoden werfen die Frage auf, inwiefern die Wahrnehmung von künstlerischen Formen durch ihre gesellschaftlichen Gegebenheiten geprägt ist: Ist ein Denkmal oder ist ein Bild den Interpretationen seiner Betrachter*innen ausgeliefert, sodass sich seine Bedeutung ständig ändert? Inwiefern formen umgekehrt künstlerische Objekte unseren Blick auf die Welt? Issa löst diesen Knoten mit der subjektiven Behauptung, dass eine bestimmte Form die einzig mögliche für die Darstellung eines bestimmten Konzepts sei.
Der von Issa angeregte Ausstellungtitel Lass uns spielen lädt dazu ein, aufgeweckt zu betrachten, die gesponnenen enzyklopädischen Bezüge zu verfolgen und sich selbst ein Bild zu machen.
Kuratiert von Stephanie Weber

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:

- Iman Issa, Material for a sculpture proposed as an alternative to a monument that has become an embarrassment to its people, 2010, Courtesy Sylvia Kouvali © Iman Issa 2025
- Iman Issa, Heritage Studies #38, 2020, Courtesy Sylvia Kouvali © Iman Issa 2025
- Iman Issa, Self-Portrait (Self as Alenka Zupan?i?), 2020, Courtesy Sylvia Kouvali © Iman Issa 2025
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