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Museen heute

Museum Brandhorst: LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

Ausstellung vom 22. Oktober 2025 bis 27. September 2026
Museum Brandhorst, München

Erstmals seit seiner Eröffnung 2009 widmet sich das Museum Brandhorst mit „Long Story Short“ einer chronologischen Präsentation der Sammlung. Die Ausstellung vereint annähernd 80 Werke von über 30 Künstler:innen aus der Sammlung Brandhorst, darunter bedeutende Neuerwerbungen wie Martine Syms’ „DED“ (2021) sowie über 20 bisher noch nie gezeigte Arbeiten, etwa von Jacqueline Humphries, Laura Owens und Giulio Paolini.

Kunstgeschichte(n)
Der Bestand des Museums ist seit seiner Eröffnung von 800 auf über 2000 Werke angewachsen und verwebt zahlreiche Erzählstränge aus der Kunst der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit, die punktuelle wie tiefgreifende Einblicke in die Kunstproduktion der letzten 70 Jahre, vor allem in Europa und im US-amerikanischen Raum, geben. Anstatt einer vermeintlich vollständigen Geschichte dieses Zeitraums reihen sich in „Long Story Short“ ausgewählte Strömungen, ästhetische Fragestellungen und künstlerische Positionen von den 1960er-Jahren bis heute zu einer Perlenkette einzelner Kunstgeschichten.

Kunst als Spiegel der Gesellschaft
Neben formalen Entwicklungen und Zäsuren geht es immer auch darum, wie Kunst auf historische Ereignisse, gesellschaftliche Veränderungen und technologische Innovationen reagiert und sie im künstlerischen Prozess reflektiert. Welche Auswirkungen hatte das Wirtschaftswunder auf den Umgang von Künstler:innen mit Materialien? Was bedeutete die Politisierung der Gesellschaft in den 1960er-Jahren für Künstler:innen? Auf welche Weise hat die Digitalisierung die Produktion von Kunst verändert?

Von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart
Jeder Raum ist dabei eine eigene Ausstellung für sich, erzählt einen spezifischen kunsthistorischen Moment im Kontext seiner Zeit oder widmet sich einer ausgewählten Werkgruppe einzelner Künstler:innen: Beginnend mit der prozesshaften Materialreflexion der Arte Povera (mit Werken von Jannis Kounellis, Marisa Merz, Mario Merz und Giulio Paolini) und der formalen Reduktion des Minimalismus (unter anderem bei Richard Tuttles spielerisch-geometrischen Formen) über die konzeptuelle Fotografie der späten 1970er-Jahre (Victor Burgin) und die intensiven Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Identität im Kontext der 1980er-Jahre (unter anderem bei Georg Herold und Rosemarie Trockel) bis hin zum richtungsweisenden Malereidiskurs der 1990er-Jahre (mit Charline von Heyl, Albert Oehlen, Laura Owens und anderen) entsteht so ein Kaleidoskop kunsthistorischer Erzählungen der jüngeren Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit digitalen Medien und Technologien – etwa bei Kerstin Brätsch, Mark Leckey, Jacqueline Humphries oder Sondra Perry – reflektiert einen Aspekt künstlerischer Produktion der Gegenwart und bildet einen offenen Schlusspunkt.
Die Ausstellung macht die vielfältigen Ausdrucksformen und ästhetischen Strategien der Kunst als Teil eines historischen Gefüges erfahrbar. Sie zeigt, wie Kunst nicht isoliert existiert, sondern in einem ständigen Austausch mit ihrer Zeit, mit politischen, sozialen und technologischen Entwicklungen steht, diese in freier Weise reflektiert und damit ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist.
Kunst entdecken
Die Bandbreite der Exponate reicht von monumentalen Arbeiten wie Mark Leckeys zehn Meter hoher aufblasbarer Skulptur „Inflatable Felix“ (2020) – dem ersten Fernsehbild der Geschichte als Pop-Ikone – bis hin zu André Caderes nur 29 Zentimeter langem, handbemaltem Stab „Barre de bois rond“ (1976), der einst in fremde Ausstellungen geschmuggelt wurde.
Dazwischen entfaltet sich ein Panorama künstlerischer Strategien, die ebenso überraschend wie sinnlich erfahrbar sind: Marisa Merz verwandelt in dem Schwarzweißfilm „La conta“ (1967) eine alltägliche Küchenszene in ein feministisches Manifest, Victor Burgin inszeniert in „Zoo 78“ (1978) das geteilte Berlin als „Stadt des Geistes“, und Jacqueline Humphries lässt ihre „Black Light Paintings“ (2005) im Dunkeln erstrahlen – Malerei, die sich selbst zum Leuchtkörper macht und im Museum Clubatmosphäre erzeugt. Mit Martine Syms’ monumentaler Videoinstallation „DED“ (2021) trifft schließlich eine neue Generation auf die Gegenwart: Ihr digitaler Avatar durchwandert eine endlose Landschaft aus Schmerz, Humor und
Wiedergeburt – ein eindrücklicher Kommentar zu Körper, Medien und Selbstbild im 21. Jahrhundert.

Mit Werken von
Kerstin Brätsch, Victor Burgin, André Cadere, DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch und Adele Röder), Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jacqueline Humphries, KAYA (Kerstin Brätsch und Debo Eilers), Jannis Kounellis, Michael Krebber, Louise Lawler, Mark Leckey, Mario Merz, Marisa Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Martine Syms, Niele Toroni, Rosemarie Trockel, Richard Tuttle, Cy Twombly, Franz West.

MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München

Abbildungen: 
- Niele Toroni 
Empreintes de pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30 cm, 1977 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Niele Toroni. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
- Amy Sillman 
Mr. Wrong, 1995 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Amy Sillman. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
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München Literaturhaus: TOVE JANSSON: »DIE WELT DER MUMINS«

TOVE JANSSON: »DIE WELT DER MUMINS«

Ausstellung vom 18. Dezember 2025 bis 12. April 2026 - VERLÄNGERT bis 31. Juli
Literaturhaus München

»Alles ist sehr ungewiss, und gerade das finde ich beruhigend.« (Tove Jansson »Winter im Mumintal«)

Vor 80 Jahren erfand die finnische Künstlerin Tove Jansson die Mumins, die kultigen rundlichen Trolle, die derzeit weltweit gefeiert werden. Ihre Geschichten sind ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. Das Literaturhaus München stellt sie erstmals in einer großen Ausstellung vor.

Im Mumintal regieren Geborgenheit, Freundschaft und Humor, aber auch eine Prise Anarchie und Rebellion, dazu jener satirische Esprit, dem Tove Jansson in den Dreißiger- und Vierzigerjahren ihren Erfolg als politische Karikaturistin verdankte.

Diese Mischung, fern jeder aufgesetzten Idylle, dabei voller Poesie und Eigensinn, bezaubert Erwachsene und Kinder gleichermaßen: Sie spricht das innere Kind im Erwachsenen an, freut Nostalgiker, die mit den Mumins aufgewachsen sind und beflügelt bei Kindern jene Vorstellungskraft, die intellektuell nicht unterfordert werden möchte. Das Finstere und das Helle, das Katastrophale und das Komische erscheinen hier in einem Gleichgewicht, das keinem Zeitgeist verhaftet ist, aber ganz besonders in unsere Epoche passt.

In der Ausstellung können Mumin, Schnüferl, Schnupferich, die kleine Mü und viele andere Figuren mit ihren Geschichten voller Geheimnisse, Überraschungen und Abenteuer erlebt werden. Originalillustrationen, Animationen und interaktive Stationen laden ein, die Welt der Mumins zu entdecken.

Literaturhaus München
Salvatorplatz 1,
80333 München
Abbildungen: 
- © Moomin Characters
- © Moomin Characters
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Lenbachhaus: Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter

Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter

Ausstellung vom 10. März bis 05. September 2026
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
Mit Werken von: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else
Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und andere.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Vorbereitungen unseres Jubiläums „100 Jahre Lenbachhaus 1929 / 2029“ statt.
Eine Kooperation des Lenbachhauses und der Gabriele Münter- und Johannes-Eichner Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung von Förderverein Lenbachhaus e. V.
Kuratiert von Melanie Vietmeier und Matthias Mühling
Kuratorische Assistenz: Johannes Michael Stanislaus

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33,
80333 München

Abbildungen: 
- Wassily Kandinsky, Improvisation Sintflut, 1913, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich, Gabriele Münter Stiftung 1957
- Gabriele Münter, Sinnende, 1917, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich, Gabriele Münter Stiftung 1957, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
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München Kunstfoyer: Lisette Model

Lisette Model

Ausstellung vom 18. März bis 15. Juli 2026
Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung

Mit ihren aufsehenerregend direkten Bildern verändert Lisette Model (1901–1983) die Fotografie schlagartig. Ihre unmittelbare, humorvolle, oft konfrontative, manchmal aber auch empathische Form der Wiedergabe revolutioniert die klassische Dokumentarfotografie. In ihren Aufnahmen von Straßenszenen und Porträts verbinden sich sozialer Realismus und emotionaler Ausdruck: „Schieß aus dem Bauch heraus!“ lautet ihr berühmtes Credo. Die Ausstellung vereint Models wichtigste Werkgruppen aus ihrem beinahe dreißigjährigen Schaffen zwischen 1932 und 1959, darunter auch bisher noch nie ausgestellte Arbeiten.
Lisette Model wird 1901 als Elise Amelie Felicie Stern (Seybert) in eine großbürgerliche Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln hineingeboren. Sie verfolgt zunächst eine musikalische Ausbildung und nimmt von 1919 bis 1921 an der von Eugenie Schwarzwald gegründeten progressiven Schwarzwaldschule an Kursen des Komponisten Arnold Schönberg teil. Der Kontakt zu Schönberg erweist sich für Models künstlerisches Schaffen als prägend. Nach dem Tod ihres Vaters übersiedelt Lisette Model mit Mutter und Schwester 1926 nach Frankreich, wo sie zur Fotografie findet.
1934 entsteht ihre erste umfangreiche Porträtserie reicher Müßiggänger in Nizza, die im aufgeheizten politischen Klima der Zeit als entlarvende Gesellschaftskritik Furore macht. Nachdem Model 1938 nach New York emigriert, kann sie sich in der Kunstszene als freiberufliche Fotografin für stilbildende Magazine wie Harper’s Bazaar rasch einen Namen machen. Sie fotografiert die Gegensätze urbanen Lebens: In schonungslosen Aufnahmen zeigt Model die arme Bevölkerung im Stadtteil der Lower East Side, in bissigen Porträts die Upper Class bei ihren Vergnügungen und in dynamischen Serien das pulsierende Nachtleben der Metropole. In den späten 1940er- und 1950er-Jahren entstehen erstmals Werkgruppen außerhalb New Yorks. Aufgrund politischer Repressalien während der McCarthy-Ära stagniert Models künstlerisches Schaffen.
Sie startet eine einflussreiche Karriere als Lehrende und prägt dadurch eine ganze Generation von Fotografen wie Larry Fink, Diane Arbus oder Bruce Gilden. In ihren öffentlichen Äußerungen und Interviews verschleiert Lisette Model Daten und Fakten ihrer Biografie. Sie wehrt sich gegen simplifizierende Interpretationen ihres Werks, vertuscht und marginalisiert aber auch Hinweise auf politisch brisante Arbeiten wie die Veröffentlichung ihrer Aufnahmen aus Nizza in der kommunistischen Publikation Regards Mitte der 1930er-Jahre.
Falls nicht anders vermerkt, handelt es sich bei den ausgestellten Fotografien um Silbergelatineabzüge.

Kunstfoyer
Versicherungskammer Kulturstiftung
Thierschplatz 6
80538 München
Abbildungen: 
- Schaufenster Spiegelung, 1939-1945
© Estate of Lisette Model, courtesy of Baudoin Lebon and Avi Keitelman
- Sammys Bar, New York City, 1940-1944
© Estate of Lisette Model, courtesy of Baudoin Lebon and Avi Keitelman
- Fashion Show, Hotel Pierre, New York City, 1940-1946 
© Estate of Lisette Model, courtesy of Baudoin Lebon and Avi Keitelman
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Frankfurt am Main: MONETS KÜSTE. DIE ENTDECKUNG VON ÉTRETAT

MONETS KÜSTE.
DIE ENTDECKUNG VON ÉTRETAT

Ausstellung vom 19. März bis 5. Juli 2026
Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, 11. Februar 2026. Der Küstenort Étretat wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Das Städel Museum präsentiert vom 19. März bis 5. Juli 2026 eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes und seinen Einfluss auf die Malerei der Moderne. In Frankfurt sind rund 170 herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus führenden französischen,
deutschen und weiteren internationalen Museen sowie aus Privatsammlungen zu sehen, darunter allein 24 Werke von Claude Monet.
Étretat spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die als Impressionismus in die Geschichte der Kunst einging. Das Interesse der Künstler galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft, die als aufregend schön und bedrohlich zugleich wahrgenommen wurde. Maler und Schriftsteller reisten nach Étretat und machten den abgelegenen Ort durch ihre Werke über die Grenzen Frankreichs hinaus berühmt. Mit der zunehmenden touristischen Erschließung um 1850 entwickelte sich Étretat zu einem beliebten Seebad und zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum: Gustave Courbet malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy de Maupassant erhob Étretat literarisch zu einem Sehnsuchtsort und der Gentleman-Gauner Arsène Lupin, die Romanfigur von Maurice Leblanc, hortete hier seine Kunstschätze. Auch der aufstrebende Maler Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Unter dem Eindruck der sich stets verändernden Licht- und Wetterverhältnisse begann Monet in Étretat Motivreihen zu malen – eine Arbeitsweise, die sich später zu seinem Markenzeichen entwickeln sollte.
„Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ wird gefördert durch die Fraport AG, die Fontana Stiftung, den Städelschen Museums-Verein e. V. und das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon.

Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie
Dürerstraße 2
60596 Frankfurt am Main
Abbildungen: 
- Claude Monet
Étretat. Die Felsnadel und das Felsentor von Aval,  1885
Öl auf Leinwand, 65,1 x 81,3 cm
Clark Art Institute, Williamstown, acquired by Sterling und Francine Clark, 1933
Foto © The Clark Art Institute
- Claude Monet
Stürmisches Meer bei Étretat, 1883
Öl auf Leinwand, 81,4 x 100,4 cm
Musée des Beaux-Arts de Lyon
Foto © Lyon MBA – Photo Martial Couderette
Museen heute

München Kunsthalle: HAAR – MACHT – LUST

HAAR – MACHT – LUST

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Ausstellung vom 20. März bis 04. Oktober 2026

Haare sind weit mehr als ein modisches Ausdrucksmittel. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Dabei wirken sie als universelle Sprache, die seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen verhandelt. Mit HAAR – MACHT – LUST präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielschichtigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar beleuchtet. Zu sehen sind über 200 historische und zeitgenössische Werke aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum. Die Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten,
Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen entfalten ein facettenreiches Panorama berührender und überraschender Geschichten rund um das menschliche Haar.

Frisuren spielen seit jeher eine zentrale Rolle in der Kommunikation von sozialem Status und gesellschaftlichen Normen. Schon im Alten Ägypten färbten sich Menschen die Haare und trugen Perücken – und bis heute gilt sorgfältig zurechtgemachtes Haar als Zeichen von Selbstinszenierung
und Zugehörigkeit. Die Gestaltung von Kopf- und Körperhaar prägt dabei auch Vorstellungen von Geschlecht und gesellschaftlicher Rolle – indem sie diese bestätigt, hinterfragt oder, wie etwa im Drag, bewusst überzeichnet. Anhand von Abbildungen außergewöhnlich behaarter Menschen reflektierten Künstlerinnen und Künstler über Jahrhunderte hinweg die Grenze zwischen Natur und Kultur.

Darüber hinaus spürt die Ausstellung der besonderen Faszination nach, die Haare auf Menschen ausüben. Sie stehen für Schönheit und Attraktivität – und tragen zugleich eine innere Ambivalenz in sich. In Darstellungen von Figuren wie Maria Magdalena oder Medusa verkörpern
sie zugleich Anziehung und Abschreckung. Haare können auch als Quelle von Kraft erscheinen – wie in der biblischen Geschichte des Samson, dessen Stärke in der Länge seines Haars begründet liegt. Dass sie ein Leben lang – dem Volksglauben nach sogar über den Tod hinaus – weiterwachsen, macht sie zu einem Sinnbild menschlicher Vitalität. Seit der Renaissance dienten Haare deshalb auch als Liebespfand oder als Erinnerung an Verstorbene.

Gleichzeitig zeigt der Rundgang, dass Haar immer auch ein Mittel des Widerstands war – ob in den rebellischen Frisuren der Hippies und Punks oder im unbedeckten Haar der Frauen bei den jüngsten iranischen Protesten für Freiheit und Menschenrechte. Selbst die Haarstruktur – etwa bei Schwarzem Haar – kann zum politischen Symbol werden: Charakteristische Frisuren wie der Afro-Look werden zum Zeichen von kultureller Identität und Selbstermächtigung. Umgekehrt galt es über Jahrhunderte als Akt der Demütigung und Unterwerfung, jemandem die Haare
abzuschneiden.

In der Ausstellung vertreten sind neben Objekten aus Frühgeschichte und Mittelalter unter anderem Werke von: Sandro Botticelli (1445–1510), Filippo Negroli (ca. 1510–1579), Giorgio Vasari (1511–1574), Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682), Jacques-Louis David (1748–1825), Jean-Baptiste Carpeaux (1827–1875), John William Waterhouse (1849–1917), Alfons Mucha (1860–1939), Albert Weisgerber (1878–1915), J. D. ’Okhai Ojeikere (1930–2014), Herlinde Koelbl (* 1939), VALIE EXPORT (* 1940), Pieter Hugo (* 1976), Simone Haack (* 1978) und Laetitia Ky (* 1996).
Begleitend erscheint im Hirmer Verlag eine umfassende und reich bebilderte Publikation, die den thematischen Rundgang vertieft und mit wissenschaftlichen Essays erweitert. Kurztexte zu ausgewählten Werken beleuchten Hintergründe und eröffnen Einblicke in faszinierende Geschichten rund um das Haar.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80 333 München

Abbildungen:
- Herlinde Koelbl
Projekt Haare, Punk, 2007
Fotografie, 100 x 80 cm
© Herlinde Koelbl
- Ilse Haider
La Stilla (2), 2002
Farbfotografie, C-Print auf Aluminium, 80 x 65 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Museen heute

Lenbachhaus: Franz Wanner - Eingestellte Gegenwarten

Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten

Ausstellung vom 24. März bis 19. Juli 2026
Lenbachhaus München

Eine Schutzbrille aus Plexiglas steht am Anfang der Ausstellung „Eingestellte Gegenwarten“ von Franz Wanner (*1975, Bad Tölz). Die Brille wurde bei Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen geborgen. Über die inhaftierte Person, die zur
Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie eingesetzt war und mit der Brille ihr Augenlicht schützte, gibt es bislang keine auffindbaren Informationen. Ihr Wunsch, sich zu schützen, zeigt sich bis heute an diesem Objekt.

Das Material, aus dem die Brille besteht, wurde 1933 von der deutschen Firma Röhm & Haas unter dem Markennamen „Plexiglas“ vorgestellt und ab 1936 fast ausschließlich in der Rüstungsindustrie für Flugzeugfenster verwendet. In Propagandaausstellungen des NS-Staats wurden die technischen Möglichkeiten des schattenlosen Materials angepriesen. Heute bestehen unterschiedlichste Gegenstände aus Plexiglas, vom Polizeischild bis zur musealen Vitrinenhaube. In der Ausstellung werden solche Gegenstände, losgelöst von ihrer ursprünglichen Funktion zu Verwahrstücken, die den Ausstellungsraum als Tatort markieren.

Im Nazismus wurden im Namen des „Kunstschutzes“ auch in Museen wie dem Lenbachhaus Zwangsarbeiter*innen eingesetzt, etwa zur Evakuierung von Kunstwerken bei Luftangriffen, wie Franz Wanner in seinen künstlerischen Analysen erforschte und erstmals öffentlich macht.
Franz Wanner interessiert sich für die Lücke zwischen Realität und Selbstdarstellung der Bundesrepublik. Dafür recherchiert er deren Geschichte und betrachtet aufmerksam, wie diese für die Gegenwart beschönigt, bereinigt und instrumentalisiert wird. Die Ausbeutung von Arbeitskraft ist das zentrale Thema seiner Ausstellung am Lenbachhaus: Im Nazismus war der Einsatz von Zwangsarbeiter*innen in allen gesellschaftlichen Bereichen weit verbreitet. Auf den massiven Strukturen der Zwangsarbeit im Nazismus fußten später die Anwerbeabkommen mit Italien, der Türkei, Griechenland und Jugoslawien. So wurden die Menschen, die ab 1955 angeworben wurden und nach Deutschland zogen, teils in ehemaligen NS-Baracken untergebracht, die als „Gastarbeiterlager” bezeichnet wurden; die gesetzliche Grundlage der Abkommen basierte auf einer NS-Verordnung aus dem Jahr 1938.

Durch seinen prüfenden Blick auf heutige staatliche Institutionen wie den Geheimdienst und die Polizei, die Verzahnung von universitärer Forschung und Rüstungsindustrie, sowie Deutschlands aktive Rolle in der auf Abwehr ausgerichteten Migrationspolitik der Europäischen Union fragt Wanner, wo und wie sich der Nazismus von einst im Wirtschaftsliberalismus von heute fortschreibt.

Als Artist in Residence des Harun Farocki Instituts entwickelte Franz Wanner die Ausstellung „Mind the Memory Gap“ für das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Die Ausstellung am Lenbachhaus beruht auf dieser früheren Präsentation.
Die begleitende Publikation „Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten“ ist in Kooperation mit Kunst Meran Merano Arte im Hirmer Verlag erschienen.
Kuratiert von Stephanie Weber

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:
- Franz Wanner, Berlin-Lichtenberg, 2024
Video, Found Footage, 16mm digitalisiert (schwarz-weiß und Farbe, ohne Ton), 7:20 Min. / found footage, 16mm transferred to video (black-and-white and color, no sound), 7:20 min. © Franz Wanner 
Museen heute

Murnau Schlossmuseum: Paul Klee - Der Poet des Blauen Reiter

Paul Klee
Der Poet des Blauen Reiter

Ausstellung vom 26. März bis 26. November 2026
Schlossmuseum Murnau

Am 1. Juli 2023, zum 30-jährigen Bestehen des Museums, übergab die KK-Stiftung Murnau dem Schloßmuseum Murnau seine Blaue Reiter-Sammlung als Dauerleihgabe. Die Werke, die aus dem engen Kontext der legendären Murnauer Malaufenthalte von Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky zwischen 1908 und 1910 stammen und wie die Arbeiten von Franz Marc, August Macke, Heinrich Campendonk und Alfred Kubin unmittelbar in Beziehung zu den Ereignissen um die Redaktionssitzungen und die Herausgabe des Almanachs Der Blaue Reiter 1911 stehen, zählen zu den Hauptwerken des deutschen Expressionismus.
Diese Arbeiten werden nun in Dialog gesetzt zu dem Schaffen Paul Klees, der innerhalb der Künstler und Künstlerinnen des Blauen Reiter eine Sonderstellung einnimmt. Das Ehepaar, das seine Blaue Reiter-Sammlung in die KK-Stiftung überführt hat, stellt für diese Sonderschau zusätzlich ausgewählte Arbeiten aus seiner Paul Klee-Sammlung zur Verfügung.
In der Gegenüberstellung mit Gemälden von August Macke, Robert Delaunay, Franz Marc, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wird Klees enge Verbundenheit mit dem Künstlerkollektiv um den Blauen Reiter deutlich und seine Position zwischen Inspiration und künstlerischer Eigenheit nachvollziehbar.
So unmittelbar und nachhaltig der schöpferische und geistige Einfluss seines Umfelds ihn seinen unverwechselbaren Stil finden ließ, so singulär steht er künstlerisch mit der Vergabe seiner Bildtitel.

Kunstwissenschaftler, Sammler und Händler verweisen Klees fantasievolle Bildtitel immer gerne in Poesie-Nähe: Rhythmie der Fenster und Tannen, Guter Fischplatz, Das Fest der Astern, Ein Genius serviert ein kleines Frühstück und auch die Schicksal-Stunde des Kaisers sind Bildtitel, deren Motive sich erst in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Werk klären.
Die Auswahl der Werke beleuchtet nahezu jede Entwicklungsphase im Schaffen von Paul Klee. Ihren Anfang nimmt die Ausstellung mit Klees Aquarell „Hamammet“, das 1914 während der gemeinsamen Tunesienreise mit August Macke und Louis Moilliet entstand, führt über die sogenannten zerschnittenen Werke wie Garten, 1918, und Schicksal-Stunde des Kaisers, 1922, hin zu den späteren Arbeiten wie Städtebild Graben, 1931, und Figur im Garten, 1937.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5
82418 Murnau

Abbildungen:

- Paul Klee, Waldvogel, 1920, 81, Bleistift und Aquarell auf Gaze auf Papier, KK-Privatsammlung  
Museen heute

Penzberg: Campendonk malt Blau

Campendonk malt Blau

Ausstellung vom 11. April bis 28. Juni 2026
Museum Penzberg Sammlung Campendonk

Blau ist die Farbe des Himmels, der Sehnsucht und für Heinrich Campendonk der Bewegung nach innen in die Tiefe. Ab 11. April 2026 zeigt das Museum Penzberg eine Ausstellung rund um Campendonks Blau: In die Ferne ziehende Gänse, auf dem Wasser schaukelnde Boote, blaue Figuren, in die Höhe wachsende Pflanzen, Ölgemälde, Hinterglasbilder und selten bzw. noch nie gezeigte Arbeiten auf Papier – zu sehen sind Werke aus der eigenen Sammlung. Eines ist ihnen allen gemein: die Farbe Blau dominiert.

„Das Blau, die typisch himmlische Farbe, der stärkste Gegensatz zu dem irdischen Gelb strahlt nicht wie dieses über die begrenzende Form hinaus und nähert sich uns, sondern die Bewegung geht nach innen wie die Windungen eines Schneckenhauses…“

In einem unscheinbaren, kornblumenblauen Schulheft hat Campendonk um 1924 Notizen zu seiner Farbtheorie „der Beweglichkeit der Farben“ festgehalten – ein ganz besonderer Schatz. Für den expressionistischen Künstler spielte Farbe eine zentrale Rolle, sie ist der Schlüssel zu seinem Werk.

Die feine Sonderausstellung im Altbau des Museums ergänzt die Dauerausstellung und eröffnet darüber hinaus neue Perspektiven auf das Gezeigte. Fokussiert wird das weithin unbekannte Spätwerk Heinrich Campendonks. Zum zehnjährigen Bestehen des Museum Penzberg – Sammlung Campendonk in seiner heutigen Form geht es auf Entdeckungsreise in der eigenen Sammlung.

Museum Sammlung Campendonk
Karlstr. 25
82377 Penzberg
Abbildung: 
- Blaue Stunde im Museum PenzbergFoto Stadt Penzberg
Museen heute

Pasinger Fabrik: United by Jazz - Was Kunst und Jazz verbindet

United by Jazz
Was Kunst und Jazz verbindet

Die Ausstellung „United by Jazz“ hat buchstäblich Musik inne. Sie fragt danach, was Kunst und Jazz bis heute verbindet.

Der Jazz aus den USA eroberte in den 1920er- und 1930er-Jahren die Tanzsäle und Ballhäuser, Bars und Cafés, Varietés und Kinos in Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1950er Jahre war Jazz ein Synonym für intellektuelle kritische Praxis und Vielfalt.
Bebop, Free Jazz und Abstraktion verkörperten idealtypisch den Modernismus und das westliche Freiheitsparadigma. So hörte der US amerikanische Maler Jackson Pollock (1912 – 1956) tage- und nächtelang Jazz, während er an seinen bekannten „Drip-Paintings“ arbeitete.
K. R. H. Sonderborg (1923 – 2008), einer der wichtigsten Maler des Informel in Deutschland und der in der NS-Zeit als Swinging Boy verhaftet worden war, veranstaltete in Stuttgart malerische Aktionen gemeinsam mit Jazz-Musikern. Der King der Pop Art, Andy Warhol (1928 – 1987), entwarf Plattencover für die legendären Blue Note Records.
Die reich bestückte Schau „United by Jazz“ zeigt anhand herausragender Werke von FotografInnen und KünstlerInnen, wie Jazz bis heute eine bemerkenswerte Rezeption in Fotografie und Kunst hervorruft. Die engen Beziehungen zwischen Jazz und der bildenden Kunst werden in sensorischen Räumen erfahrbar, wo fotografische, klangliche, künstlerische, typografische Formate sowie Objekt und Installation vermischt sind. Die Art der Präsentation würdigt das vielschichtige Verhältnis von Jazz und Bild. Eine Sektion verhandelt die Themen Jazz, Jazzorte und Jazzlabels in München.
Doch nicht nur Kunst erwartet das Publikum. An Hörstationen bringen Jazz-Komponisten die Ausstellung zum Klingen. So schafft die Pasinger Fabrik einen großen Raum für die interdisziplinäre Begegnung von Jazz und bildender Kunst. Eine von Stefanie Boltz kuratierte Konzertreihe komplettiert dieses einmalige Projekt.

Teilnehmende KünstlerInnen:
Anouk Lamm Anouk, Ralf Dombrowski, Maxim Fomenko, Gregor Hildebrandt, Sebastian Kuhn, David Mesa, Mike Meyer, Dieter Rehm, Julia Schewalie, Lena Semmelroggen, Logan T. Sibrel, Ursula Sonnenwald, Michael Steiner, Milen Till.

Pasinger Fabrik
August-Exter-Straße 1,
81245 München
Musik
Montag, 08.06.2026

Asaya Fateyeva / Eckart Runge / Andreas Borregaard „Goldberg Variations“

Die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach sind über die Jahrhunderte ein Phänomen geblieben. Ihr genaues Entstehungsdatum ist nicht bekannt, nur dass sie 1741 von Balthasar Schmid in Nürnberg veröffentlicht wurden. Die Umstände ihrer Entstehung liegen auch in leichtem Nebel. Eine Anekdote sagt, dass Graf Keyserlingk, der einstige russische Botschafter in...
Literatur
Freitag, 05.06.2026

Siri Hustvedt „Ghost Stories“

Seine Jeans, T-Shirts, Pullover und seinen einzigen Anzug hat sie verschenkt, doch die lammfellgefütterte Lederjacke, die er so lange getragen hat, will sie behalten. „Ich möchte mich in dieses Überbleibsel des Geliebten einhüllen, solange es zusammenhält.“Das New-Yorker Schriftstellerpaar Siri Hustvedt und Paul Auster war über Jahrzehnte das intellektuelle Zentrum der...
Film
Donnerstag, 04.06.2026

GOOD BOY – WIR WOLLEN NUR DEIN BESTES

Der 19-jährige Tommy (Anson Boon) genießt sein Leben als Krimineller, treibt seine Freunde immer wieder zu grausamen Gewalttaten an und prahlt damit auf Social Media – bis er eines Nachts von einem Fremden entführt wird. Als Tommy erwacht, findet er sich angekettet im Keller eines abgelegenen Vorstadthauses wieder, in dem sein Entführer Chris (Stephen Graham) mit seiner Frau Kathryn (Andrea...
Musik
Donnerstag, 04.06.2026

Stephan-Max Wirth „Water To Water“

Stephan-Max Wirth zieht seit über drei Jahrzehnten seine musikalischen Kreise. Der Tenor- und Sopransaxophonist bringt kontinuierlich aber überschaubar neue Alben heraus, hat einen ausgefüllten Tourneekalender, in den natürlich immer noch ein paar Termine zusätzlich passen. Er kann mit temperamentvoller „coltranesker Ekstase“ spielen und dann wieder das Publikum mit tiefen...
Musik
Mittwoch, 03.06.2026

Historisches in Jazz & Blues (9): Michel Petrucciani „Kuumbwa“

Trotz seiner knapp nur einem Meter Größe nahm er am Klavier die Rolle eines alles überragenden Leuchtturms ein. Michel Petrucciani wurde 1962 in Orange, in der Provence-Alpes-Côte d’Azur geboren. Der Franzose war kleinwüchsig und litt an der Glasknochenkrankheit. Sein Vater Antoine (Tony) Petrucciani, selbst Jazzgitarrist, erkannte früh die musikalischen Anlagen seines...
Musik
Dienstag, 02.06.2026

Thee Marloes „Di Hotel Malibu“

Surabaya ist Hafenstadt und zugleich Hauptstadt der Provinz Jawa Timur (Ostjava). Eine große, drei Millionen Einwohner zählende dynamische Stadt an der Nordostspitze der indonesischen Hauptinsel Java. Neben etlichen Sehenswürdigkeiten wird das Stadtbild von über einem Dutzend Universitäten und der von ihnen ausgehenden Lebendigkeit geprägt, wodurch sich Surabaya als eine junge...
Musik
Dienstag, 02.06.2026

Boi Akih „Entangled“

Zwei Solisten auf Duo-Pfaden, könnte man „Entangeld“ auch überschreiben. Denn sowohl die molukkisch-niederländische Vocalistin Monica Akihary, als auch der niederländische Gitarrist Niels Brouwer besitzen jeweils die Fähigkeit und das Selbstbewusstsein musikalisch zu solieren. Sie nutzen für ihr Wagnis mittlerweile seit gut zwei Jahrzehnten die Offenheit und die...
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