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Kabarett heute

Luttenwang: Quetschndatschi

Quetschndatschi
In einem einzigartigen Konzert taucht Quetschendatschi gemeinsam mit dem Publikum in die Atmosphäre der Rauhnächte ein, der wohl dunkelsten Zeit des Jahres. Die Musiktitel, allesamt Eigenkompositionen, sind sorgfältig ausgewählt, um die Emotionen und die Seele anzusprechen. Quetschendatschi erforscht die Mysterien der Rauhnächte und lädt das Publikum ein, sich auf diese faszinierende „Zeit zwischen den Jahren“ einzulassen, um deren tiefere Bedeutung zu erleben. Die dunkle Jahreszeit wird dabei nicht nur als Zeit der Kälte und Finsternis betrachtet, sondern als Phase, in der die Natur sich zurückzieht, verharrt und neue Kräfte sammelt – eine Vorbereitung auf das Erwachen im Frühling.
Das Trio aus vielseitigen Musikern – Johannes Sift (diatonische Harmonika, Violine), Sabrina Walter (Harfe, Hackbrett) und Stefan Hegele (Helikon, Gitarre) – nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise, die den Zauber der Rauhnächte vor allem vom Herzen aus entdecken lässt.

Johann Frietinger GaststätteHaspelstraße 2, 82276 Adelshofen - Luttenwang
Theater heute

München Einstein: BARES, RARES – UND WEG WAR ES!

BARES, RARES – UND WEG WAR ES!
Kriminalkomödie
Gegen die erdrückende Schuldenlast begibt sich der Schlossherr Elmar von Wildenburg in die beliebte Fernsehsendung „Suche Bares-biete Rares“, um eine Preziose ohne Wissen seiner Frau zu verkaufen. Er erhält 2.500, EUR für das Keramik-Huhn. Doch kurz ist die Freude; das verkaufte Huhn ist ein Vielfaches wert und plötzlich erscheinen dubiose Freunde auf der Suche nach weiteren wertvollen Antiquitäten. Sogar eine versponnene Geisterbeschwörerin schleicht sich in das heruntergekommene Schloss. Elmars Diener, Gisbert, behält die Übersicht und überzeugt seinen Arbeitgeber mit einem extravaganten Vorschlag.

Besetzung
Autorenkollektiv: DIE ACHT
Mitwirkende: Robert Bernhard, Dagmar Heinisch, Ulrike Neupert, Andreas Stiller, Wilma Kaliebe, Nicolas Hofberger, Petra Ullm, Anton Englmeier, Hubertus Janke.
Regie: Sepp Käser
Technik: Herwart Kiram
Rechte: VVB – Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller
Einstein KulturEinsteinstraße 42, 81675 München
Zugabe heute

Erding: IMAD MAGICIAN - Die Revolution der Magie

IMAD MAGICIAN live!
Die Revolution der Magie
Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Welt, in der die Grenzen des Machbaren neu definiert werden.
Erleben Sie hautnah den Magier, der Ihren Verstand herausfordert und die Gesetze der Physik zu brechen scheint.

Der erste weltweit anerkannte Hypnomagier IMAD MAGICIAN bringt seine atemberaubende Show "HypnoMagic Experience" aus den USA nach Deutschland und Sie können Teil dieses unvergesslichen Spektakels sein.

Bekannt für seine einzigartige Mischung aus Magie, Hypnose und Energie begeistert IMAD die Menschen weltweit. In den sozialen Medien erreicht er über 3 Milliarden Aufrufe, davon folgen ihm über 13 Millionen Fans aus aller Welt. Auch Prominente wie RedOne (Prod. Lady Gaga), Akon, Ludacris, Charlie Sheen und 50 Cent gehören zu seinen Unterstützern auf Social Media.

Mit der Deutschlandpremiere seiner neuesten und aufregendsten Nummer präsentiert IMAD eine Interaktion, die Sie von Ihrem Sitz reißen wird. Diese Show muss man gesehen haben, um sie zu glauben. Machen Sie sich bereit für den ultimativen Nervenkitzel und reisen Sie mit IMAD in die faszinierende Welt der Hypno-Magie!  
Stadthalle ErdingAlois-Schießl-Platz 1, 85435 Erding
Konzert heute

München: THE FE.MALE TRAIL - Ein Nick Cave-Abend mit Katharina Bach und Band bitchboy

THE FE.MALE TRAIL
Ein Nick Cave-Abend mit Katharina Bach und Band bitchboy
»Orpheus singt so schrecklich, dass die Vögel des Himmels explodieren, Hasen sich panisch die Köpfe einrennen, und selbst Gott verliert seine Geduld, schwingt seinen Hammer und drischt den Sänger in die Unterwelt.« Nick Cave

Katharina Bach ist in »THE FE.MALE TRAIL« Orpheus und drischt mit ihren Bitchboys Textskulpturen und ein Konglomerat aus Nick Cave-Songs in den Theaterorkus.

Das sorrowful wife wird zum loverman, der henry lee schraubt sich, in seiner red right hand opium tea haltend, hin nach Tupelo, um unter 15 feet of pure white snow den higgs boson blues, from her to eternity zu weepen.
Also hold on to yourself oder besser get ready for love.
Denn.
„Rache ist doch nur ein Bild, nur ein Bild, nur ein Bild.
Ich ramme mich mit dem Kopf durch den ganzen Stacheldraht der Liebenden, ich will da rein in diese Zweisam-Einsamkeit. Ich kann auch Blut in Leben verwandeln, ich kann auch Kinder gebären. Ich kann dich auch reproduzieren. Ich bin weich, warm, zwar etwas vernarbt von dem ganzen Stacheldraht.
Aber.
Leck mich ab.
Ich schlag dir den Nagel durch deine Zunge direkt in mein Herz. Wenn du richtig liegst, kannst du für immer in den Himmel schauen.
Und am Ende hängst du als zerlumpter Jesus am Kreuz, egal wie viel Frau du bist.
Ja, da muss man kurz lachen.
Das muss man.
Kurz.
Ja“

Besetzung:
Katharina Bach: Gesang und Text
Yuriy Sych: Piano
Tomek Witiak: Gitarre
Tim Roth: Bass
Martin Standke: Schlagwerk

Bergson KunstkraftwerkAm Bergson Kunstkraftwerk 2, 81245 München
Konzert heute

Ottobrunn: Free Vivaldi – 4 Seasons meet Streetdance

Free Vivaldi – 4 Seasons meet StreetdanceContemporary, HipHop & Breakdance zu Vivaldis Vier Jahreszeiten

Produktion: Katrin Wildfeuer - Artists and Brands

DIE MAGISCHE ENERGIE DER JUGENDKULTUR

Antonio Vivaldis Zyklus ist eines der bekanntesten musikalischen Werke weltweit. Mit „FREE VIVALDI!“ erobert eine aufsehenerregende Neuinterpretation quer durch alle Altersklassen die Herzen der Theaterbesucher.

Gemeinsam mit der M A K COMPANY bringt MANUEL DRUMINSKI – Violin Virtuose und gerade noch jüngster Konzertmeister der Freiburger Philharmonie - die magische Energie der Jugendkultur auf die Bühne: mit Streicherparts, ausgefeilten HipHop Choreographien, akrobatischen Breakdance Einlagen und feinsinnigem, zeitgenössischen Tanz katapultieren die jungen Künstler "DIE VIER JAHRESZEITEN" ins 21e Jahrhundert.

Wolf-Ferrari-HausRathausplatz 2, 85521 Ottobrunn
Konzert heute

Germering: ALPKAN

ALPKANMusik von irgendwo zwischen Alpen und Balkan

ALPKAN bezeichnet seinen Musikstil als „Musik von irgendwo zwischen Alpen und Balkan“. Nomen est omen - der Bandname entstand durch eine Vermengung der beiden Gebirgsregionen, die für das musikalische Selbstverständnis des Quintetts die Basis bilden: ALP – KAN.

Nachdem der Balkan bekanntlich in Wien beginnt, spielt bei ALPKAN der Wiener Slang und das Wienerlied keine unwesentliche Rolle. Da darf auch schon einmal gesudert werden, wenn man beim „Schwarzfahren“ erwischt wird. Auch alpenländische Volksmusik kommt nicht zu kurz – allerdings abseits bekannter Pfade. Denn wer sagt, dass ein Jodler nicht wie elektronische Musik klingen darf? Oder dass Flamenco und Polka nicht zusammenpassen? Kurzum: Musikalisch ist ALPKAN eine Verschmelzung aus (Techno)Brass, Balkanmusik, Wienerlied, Jazz und A-cappella-Ensemble.

Stadthalle GermeringLandsberger Str. 39, 82110 Germering
Theater heute

München Künstlerhaus: Nicholas Ofczarek

Nicholas Ofczarek 
Thomas Bernhard: Holzfällen
Die gefeierte Burgtheater-Inszenierung aus Wien erstmals in München: Wenn Nicholas Ofczarek auf Thomas Bernhards Kultroman »Holzfällen« trifft, ist literarischer Hochgenuss garantiert. Das sprachgewaltige Meisterwerk seziert mit beißender Schärfe die österreichische Kulturszene und wird im symbiotischen Zusammenspiel des charismatischen Künstlers mit der »Musicbanda Franui« zu einem Bühnenerlebnis von seltener Intensität. 
Ob am Wiener Burgtheater, als »Jedermann« bei den Salzburger Festspielen oder in gefeierten Fernsehproduktionen wie »Der Pass« - Charakterdarsteller Ofczarek überzeugt in jeder seiner Rollen durch Intensität, Tiefgang und die gelungene Interpretation seiner Figuren. Gekonnt schlüpft er auch in Bernhards vieldiskutiertem Werk aus dem Jahr 1984 in die Rolle des galligen Beobachters der Wiener Künstlerschaft und präsentiert voller Spott, Verzweiflung und mit präziser Komik Bernhard pur. 
Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard (1931-1989) gilt als einer der bedeutendsten und streitbarsten des 20. Jahrhunderts. Seine Theaterstücke sind sprachgewaltige Abrechnungen mit der bürgerlichen Welt, geprägt von bitterer Komik, radikaler Gesellschaftskritik und unverwechselbarem schwarzen Humor. 
Meisterlich kommentiert und konterkariert die 10-köpfige »Musicbanda Franui« den zornigen, scharfzüngigen und brillanten Monolog Ofczareks mit Bläsern, Streichern, Zither und Akkordeon. 
Münchner KünstlerhausLenbachpl. 8, 80333 München
Kabarett heute

Schwabhausen: Philipp Weber - KI - Künstliche Idioten

Philipp Weber
"KI - Künstliche Idioten"
Gestern ist das Heute von morgen, richtig. Aber wie schnell ist heute das Morgen von gestern? Digitalisierung, Gentechnik, Künstliche Intelligenz: Der Mensch rast in die Zukunft. Doch statt nach vorne zu blicken, starren alle auf ihr Smartphone. Der Homo digitalis stolpert so gebückt ins nächste Millennium, dass er den aufrechten Gang bald wieder verlernt hat. Gruselig! Jahrelang hat die Stasi dem Onkel Heinz die Wohnung verwanzt und heute kauft er sich Alexa. Wird der Mensch durch Maschinen ersetzt – oder befreit? Kommt das „Ende der Arbeit“? Super, dann haben wir endlich Zeit für was Sinnvolles! Aber wann hätte der Mensch jemals was Sinnvolles gemacht, nur weil er dafür Zeit hat? Oder sind wir schon längst Roboter, die nur davon träumen Menschen zu sein? Paranoid Humanoid! Und was ist aus den Versprechungen der Zukunft geworden? Wo ist die saubere Fusionsenergie, die Zeitmaschine, das Bier zum Downloaden? Wir fliegen bald zum Mars, ist ja super! Nur, was wollen wir da? Es ist ein öder, leerer und todlangweiliger Ort. Um auf so einem Planeten zu landen, muss die Menschheit bald keinen Schritt mehr machen. Man möchte als analoger Affe wirklich entsetzt von seinem Baum runterbrüllen: „Oh Gott, Mensch! Wo willst du denn eigentlich hin?“

Aber es gibt Hoffnung! Denn in der Zukunft wartet jemand auf Sie: Philipp Weber. Mit seinem Programm „KI: Künstliche Idioten!“ ist er unter die Propheten gegangen. Er gilt jetzt schon als die kabarettistische Neuauflage des Orakels von Delphi – nur noch lustiger. Wo Hellseher nur schwarzsehen, bringt Philipp Weber Sie zum furchtlosen Lachen. Denn das wichtigste Rüstzeug für alles Kommende war, ist und wird immer sein: der Humor! 
Gasthof zur PostAugsburger Str. 19, 85247 Schwabhausen
Kabarett heute

Unterföhring: 12. Unterföhringer Lachnacht

12. Unterföhringer Lachnacht

Ole Lehmann, Moderation
Mit Lutz von Rosenberg Lipinsky, Kerim Pamuk, Alice Köfer und Bumillo

Die auserlesenen Gäste dieser Show sind:
Lutz von Rosenberg Lipinsky, „Deutschlands lustigster Seelsorger“. Seit Jahren sorgt er sich auf unter- haltsame und intelligente Weise um die deutsche Seele.

Kerim Pamuk findet: Vor lauter Feedback-Meetings und Selbstoptimierung-Events kommt kaum jemand noch zum Arbeiten, das aber mit vielen Überstunden. Deshalb optimiert er das Feedback über Gott, die Welt und alle Katastrophen dazwischen.

Alice Köfer wird sich charmant berlinernd und sensationell gelaunt um Kopf und Kragen quasseln. Mal versehentlich philosophisch, mal lustig sinnentleert, widmet sich Alice den wichtigen Fragen des Lebens.

Bumillo ist Kabarettist und Hausmann, aber nur für eines der beiden kann man ihn buchen. Das andere übt er nur sehr exklusiv vor kleinem oder keinem Publikum aus.

Bürgerhaus UnterföhringMünchner Str. 65, 85774 Unterföhring
Theater heute

Unterschließheim: BAJAZZO INVASION

BAJAZZO INVASION
Spektakuläre Bruchlandung im Theater! Bajazzo Invasion verspricht eine explosive Mischung aus Clownerie, Pantomime und Magie, in der die drei Clowns Lukas Besuch, Bernd Busch und Merlin Pohse mit dem Zauberer Alexander Merk das Chaos in Kunst verwandeln.

Unversehrt von einem dramatischen Crash entfesseln die Künstler ein mitreißendes Spektakel: Beim Reparieren ihrer „Flugmaschine“ entsteht eine rasante Show voller Spaß, mit viel Musik und einem humorvollen Wettstreit um die Gunst des Publikums, der sogar zur Gründung eines Orchesters führt. Die Künstler brauchen keine Worte – ihre Sprache ist das Lachen! Diese Show ist ein Abenteuer, das die Herzen des Publikums erobert und sie mitnimmt auf eine Reise voller Kreativität und gemeinsamen Vergnügens.

In Bajazzo Invasion vereinen vier großartige international erfahrene und preisgekrönte Künstler hochkarätige Clownerie, Pantomime und Zauberei. Trashig, unverschämt komisch, wunderbar inkorrekt und schräg! Ein modernes nonverbales Clownsspektakel für Erwachsene und natürlich auch für die ganze Familie, ganz im Sinne des zeitgenössischen Zirkus. 
Bürgerhaus Unterschleißheim
Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim
Konzert heute

Murnau: Johannes Enders & Michael Wollny Duo

Johannes Enders - Michael Wollny Duo
Johannes Enders - Sopran-/Tenorsaxophon
Michael Wollny - Klavier

Mit zwei der prägendsten Stimmen des zeitgenössischen Jazz in Deutschland verabschieden sich nach über 30 Jahren die Murnauer Jazzkonzerte von ihrem Publikum.
Hier treffen sich im Kultur- und Tagungszentrum Murnau zwei Ausnahmemusiker zu einem besonderen Duoabend: Johannes Enders (Saxophon) und Michael Wollny (Piano).

Beide sind Grenzgänger zwischen Tradition und Innovation, zwischen lyrischer Tiefe und explosiver Energie. In ihrem Zusammenspiel entstehen Klangwelten voller Spannung, spontaner Kommunikation und poetischer Intensität.

Johannes Enders, bekannt für seinen warmen, expressiven Ton und seine Vielseitigkeit zwischen Jazz, freier Improvisation und Komposition, trifft auf Michael Wollny, dessen unverwechselbare Klangsprache, harmonische Kühnheit und emotionale Tiefe ihn zu einem der bedeutendsten europäischen Jazzmusiker gemacht haben.

Gemeinsam erschaffen sie einen musikalischen Dialog zwischen Intimität und Ekstase – ein Konzert, das sein Publikum auf eine Reise durch Klang, Raum und Gefühl mitnimmt.
Kultur- und Tagungszentrum Murnau am StaffelseeÖdön-Von-Horváth-Platz 1, 82418 Murnau am Staffelsee
Konzert heute

München Schwere Reiter: Masako Otha - Solo

Masako Otha SoloIn Dialogue...My Music Garden

Ohtas Reise durch Zeiten, Kulturen und innere Landschaften

Für die japanische Pianistin Masako Ohta ist ihr „Music Garden“ wie Humus, der unser aller Leben nährt.  Ohta verbindet Musik von Schubert, Mozart, Chopin, Brahms, Debussy, Zimmermann und Cage mit zeitgenössischen japanischen Klängen von Hosokawa, Fujieda und Yasuda zu einem poetischen Garten aus zarten und feinfühligen Klängen. „In Dialogue…“ spielt sie komponierte Stücke, die sie um eine Improvisation ergänzt. Mit ihrem eigenen inneren Geschehen tritt sie in Dialog mit der Komposition.

Ihr drittes Soloalbum „My Music Garden“ ist im November 2025 bei Winter & Winter “ erschienen.

Programm
John Cage (1912 – 1992): In a Landscape:
Johannes Brahms (1833 – 1897): Intermezzo A-Dur, Op. 118 No. 2:
Claude Debussy (1862 – 1918): Clair De Lune:
Franz Schubert (1797 – 1828): Impromptu Ges-Dur, Op. 90 No. 3:
Mamoru Fujieda (*1955): Patterns of Plants: »Tea Patterns«: Pattern B »Yabe«Frédéric Chopin (1810 – 1849): Nocturne, Op. 55 No.1 in F Minor:
Toshio Hosokawa (*1955): Souvenir from Japan: Sakura
Fumio Yasuda (*1953): Rain Choral:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791): Fantasie D-Moll KV 397
Bernd Alois Zimmermann (1918 – 1970): Extemporale: Präludium

Mitwirkende
Masako Ohta (Klavier)

Schwere ReiterDachauer Str. 114, 80797 München
Konzert heute

Miesbach: Quadro Nuevo - Happy Deluxe

Quadro Nuevo Happy Deluxe
Quadro Nuevo auf Reisen: In Buenos Aires und Rio de Janeiro proben sie tagelang in flirrender Hitze, schwärmen abends aus in die Szene, begleiten Tänzer, berauschen sich an frischer Brazilian Music.
Ergebnis: Happy Deluxe – eine klangliche Hommage an Glücksmomente.
„Unsere Musik entsteht aus Erlebnissen und Begegnun­gen. Die Fröhlichkeit und Freundlichkeit vieler Menschen in Brasilien faszinierte uns. Sie färbte unsere Lieder.
Viele Menschen leben alles andere als unbeschwert. Trotzdem (oder deshalb) darf auch in Zeiten von Krisen und Kriegen die Musik eine positive Gegenwelt anbieten.“

Mulo Francel – saxes, clarinets, mandoline; Andreas Hinterseher – accordion, bandoneon, vibrandoneon, trumpet; D.D. Lowka – bass, percussion; Chris Gall – piano
Kulturzentrum Waitzinger Keller Miesbach
Schlierseer Str. 16
83714 Miesbach
Kabarett heute

Ebersberg: Martina Brandl - Prima, fein gemacht!

Martina Brandl - Prima, fein gemacht!
Sie wollen mal so richtig gelobt werden? Bei Komikerin, Sängerin und Bestseller-Autorin Martina Brandl werden Sie gefeiert und wertgeschätzt und müssen dafür nichts tun, außer da zu sein. Zusammen mit dem Musiker Martin Rosengarten spielt sie sieben Instrumente, singt über grenzdebile KI, Golfplätze an der Autobahn und die Angst, die sich mal im Glitzerkarton ausruhen darf. „Loben statt toben!“ lautet Brandls neue Parole. Das ist gesund und macht Spaß. So viel, dass ihre Texte in der „Frankfurter Rundschau“ erscheinen und sie eine eigene Hundekolumne hat. Sie ist bekannt aus Funk und Fernsehen und hat über 1 Million Follower. Oder Pullover. Ist das so wichtig? Was zählt ist, was aus dem Algorithmus tanzt, was live ist, spontan, schlagfertig, witzig und intelligent. Und da sind Brandl und Rosengarten ganz vorne mit dabei. Sie auch?
Altes Kino EbersbergEberhardstraße 3, 85560 Ebersberg
Konzert heute

Dachau: Sestetto Stradivari

Sestetto Stradivari
Das Sestetto Stradivari, bestehend aus Mitgliedern des Orchestra dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, wurde im Dezember 2001 in Rom gegründet. Das einzigartige Zusammenspiel des Sextetts, das ausschließlich auf Stradivari-Instrumenten spielt, ist geprägt von Harmonie und musikalischer Leidenschaft. Regelmäßig konzertiert das Ensemble in den großen Konzerthäusern in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien. Die CD-Einspielung „Schönberg-Tschaikowsky“, veröffentlicht
bei VDM Records, war im Jahr 2015 für den Grammy Award nominiert. Neben ihrer regen Konzertaktivität geben die Musiker ihr Können in Meisterkursen für Kammermusik weiter.

David Romano, Violine
Ruggiero Sfregola, Violine
David Bursack, Viola
Raffaele Mallozzi, Viola
Sara Gentile, Violoncello
Diego Romano, Violoncello
Programm:
Luigi Boccherini, Streichsextett, op. 23, Nr. 4, G.457
Max Reger, Streichsextett in F-Dur, op. 118
Nikolai Rimsky-Korsakov, Streichsextett in A-Dur
Schloss Dachau
Schlossstraße 1
85221 Dachau 
Konzert heute

Fürstenfeld: Duo Fortezza

Duo Fortezza„Fiesta!” – D. Milhaud („Brasileira“), A. Chatschaturjan, A. Piazzolla u.a.
Fürstenfelder Konzertreihe
Enrique Ugarte, Akkordeon / Koryun Asatryan, Saxophon

Zwei überragende Solisten begegnen sich seit mehr als 15 Jahren im Duo Fortezza. Multi-Talent Enrique Ugarte war Europa- und Vizeweltmeister am Akkordeon. Der Baske arbeitet als Musiker, Komponist, Arrangeur und Dirigent. Er orchestrierte zahlreiche Film-Soundtracks, zum Beispiel „Das Wunder von Bern“ und arrangiert beliebte Werke für das Duo Fortezza; vom „Bolero“ über Piazzollas Tangos bis zum „Säbeltanz“.

Der armenische Saxophonist Koryun Asatryan gewann zahlreiche Preise; zuletzt den Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen. Er gastiert auf renommierten Festivals wie im Rheingau oder in Luzern. Koryun Asatryan spielte viele Jahre im Alliage-Quintett, das zwei Echo-Preise erhielt. 3sat drehte ein Porträt über den erfolgreichen Saxophonisten.

„(…) zwei musikalische Seelenflüsterer … Hier haben sich zwei großartige Musiker gefunden, die auch als Menschen offenbar wunderbar harmonieren.“ (wochenzeitung-online.de)
„Es ist nicht nur die ungeheure Instrumentenbeherrschung, mit der Koryun Asatryan auf dem Saxophon und Enrique Ugarte am Akkordeon begeistern, sondern auch das breite Spektrum an Musik ... Ein phänomenales Konzert …“ (Frankenpost)
Veranstaltungsforum FürstenfeldFürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck
Theater heute

Landsberg: Das Wirtshaus im Spessart

Das Wirtshaus im SpessartLandsberger Bühne e.V.
Der Spessart ist voller Geschichten und Überraschungen. Aber Obacht, auf dem Weg bleiben, nur nicht in die Nacht kommen! Und dennoch verirren sich eine Gräfin nebst Zofe und männlichem Schutz im dunklen Wald und retten sich in ein Gasthaus. Dort sind sie nicht allein … „Das Wirtshaus im Spessart“ beherbergte schon eine Vielzahl von Gästen. Bekannt wurde es insbesondere durch Liselotte Pulver, Rudolf Vogel und Hans Clarin in der Verfilmung von 1958. Wenige wissen, dass die Handlung einer berühmten Märchenerzählung von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1828 entstammt.
Unsere Inszenierung beruht auf diesem Original. Der Autor unserer Fassung Peter Ralph Dollinger – der auch Regie führt – hat daraus ein nicht weniger turbulentes und lustiges Stück für Groß und Klein gemacht, inklusive Entführung, Verwandlungen und Verwechslungen samt einer romantischen Liebesgeschichte. Bei so viel Turbulenz darf die Musik nicht fehlen. Wir freuen uns daher auf die erneute Zusammenarbeit mit Karsten Gnettner und dem „Trio Nautico“, die unsere Vorstellungen mit Livemusik zu etwas ganz Besonderem machen wird. 
Stadttheater LandsbergSchlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech
Museen heute

Buchheim Museum: KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

KLANGVOLLE STILLE. STEINSKULPTUREN VON KUBACH & KROPP

Ausstellung vom 05. August 2025 bis 15. März 2026
Buchheim Museum der Phantasie

Das Künstlerpaar Livia Kubach und Michael Kropp verwendet in seiner Arbeit meist schwarze Granite aus unterschiedlichen Regionen des Globus. Die Struktur der bearbeiteten Steine zeigt sich kristallin oder amorph, geschliffen und poliert oder rau und mit Bruchkanten. Zunächst faszinieren die Objekte und Skulpturen durch ihre besondere Ästhe k. Sie vermi eln Ruhe und Konzentra on und üben auf den Betrachter eine starke, beinahe magische Anziehungskra aus.
Jenseits der Faszina on der Oberfläche haben die Arbeiten von Kubach & Kropp auch optische und akustische Eigenscha en: Sie fordern den Betrachter dazu auf, durch Positionswechsel den optischen Veränderungen im Stein und dem subtilen Spiel mit dem Licht zu folgen. Einige sind dazu entworfen, ihnen Töne zu entlocken, diese dürfen bei Führungen bespielt werden. Livia Kubach, Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und Meisterschülerin von Günther Uecker, und Michael Kropp, als Musiker, Bildhauer Autodidakt, haben über die Jahre eine eigenständige, keinem Trend zuzuordnende künstlerische Ausdrucksform gefunden. Seit vielen Jahren sind sie mit ihren Skulpturen interna onal erfolgreich in Ausstellungen zu sehen und in vielen renommierten Kunstsammlungen dauerhaft präsent.
Das Bildhauerpaar lebt und arbeitet in Bad Kreuznach.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen: 
- Kubach & Kropp
Säuleninsel, 2023
schwarzer schwedischer Granit, Klangskulptur
Objektmaß 20,0 x 46,0 x 46,0 cm
- Kubach & Kropp
Kreuz für Licht und Schatten, 2022
schwarzer schwedischer Granit
Objektmaß 48,0 x 30,0 x 15,0 cm
Museen heute

Stuttgart: Romane Holderried Kaesdorf. Haltung bewahren

Romane Holderried Kaesdorf. Haltung bewahren

Ausstellung vom 27. September 2025 bis 12. April 2026 
Kunstmuseum Stuttgart 

Romane Holderried Kaesdorf (1922–2007) ist eine der interessantesten Vertreter:innen der zeitgenössischen Grafik Südwestdeutschlands. Erstmals im Kunstmuseum Stuttgart ist nun in einer Einzelausstellung ihr außergewöhnliches wie eigensinniges Werk zu entdecken.  
Fünf Jahrzehnte lang hat Romane Holderried Kaesdorf nahezu täglich gezeichnet, wobei sie sich konsequent gegen die Strömung der vorherrschenden Nachkriegsabstraktion stellte. Ihre Zeichnungen gehören mit zum Außergewöhnlichsten, was das Medium Zeichnung im 20. und 21. Jahrhundert hervorgebracht hat. 
Trotz dieser überragenden Qualität und obgleich Museen früh auf die Künstlerin aufmerksam wurden, blieb die Rezeption ihres Werkes überwiegend auf Baden Württemberg beschränkt. Die Galerie der Stadt Stuttgart begann bereits 1953 Arbeiten von Holderried Kaesdorf anzukaufen. Heute besitzt das Kunstmuseum Stuttgart zwanzig ihrer Werke.  
Ergänzt um Leihgaben aus öffentlichen und privatem Besitz, zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt ihres Werks seit den 1960er-Jahren – von den surrealen Szenerien über die Männer- und Frauenzeichnungen bis hin zu späten Serien, in denen sie ihr Sujet mit nur noch wenigen Strichen umsetzt. 
Die Werkschau gibt eine Vorstellung von der motivischen sowie stilistischen Entwicklung der unverwechselbaren Bildsprache von Holderried Kaesdorf. Die Arbeiten von Holderried Kaesdorf zeichnet ein leiser, hintergründiger Humor aus, der aus der Begegnung ihrer Figuren untereinander oder mit Dingen entsteht. Die Frauen und Männer ihrer Bildwelten scheinen immerzu beschäftigt: Sie erproben Körperhaltungen, sie hantieren und interagieren, ja ringen mit wiederkehrenden Gegenständen – mit Stühlen, Schemeln, Sesseln und Sofas, Büfetts und Schränkchen –, mal hingebungsvoll, mal mit großer Sorgfalt, mal unbeholfen oder steif. Gleichsam wie in Versuchsanordnungen erforschen die Zeichnungen mögliche Beziehungsgefüge zwischen dem Individuum zu sich selbst und seiner eigenen Körperlichkeit sowie zu der es umgebenden Umwelt. 

Manche dieser seltsam, gelegentlich auch bizarr anmutenden Episoden mögen irritieren, besonders ungewöhnlich sind sie allerdings nicht. Es könnten alltägliche Szenen sein, die die Künstlerin mit größtmöglicher Sachlichkeit schildert. Sie vermeidet dabei jede Wertung. Die Titel der Blätter, häufig längere Satzfragmente, beschreiben entweder auf lakonische Weise den Bildinhalt oder fügen als Kommentar den Zeichnungen eine weitere Bedeutungsebene hinzu. Zum Beispiel: »Vor der Tür kriechend« (1963), »Jäger üben für die 4. und letzte Dienstprüfung« (1971), »1 Frau schiebt den Stuhl, am Rand Turnerinnen« (1980), »Merkblatt, wie man ein kleines Brett mit einer Hand hält, wie man ein kleines 
Brett mit 2 Händen hält« (1990). 
Auffällig ist, dass die Aktionen und Handlungen der weiblichen Figuren gegenüber den männlichen stets dynamischer ausfallen: ihr Verhalten und ihre Haltungen sind geprägt von einer inneren Freiheit und Gegenwärtigkeit, die Selbstbewusstsein ausstrahlen. Auffällig ist auch, dass ab 1976 weitgehend nur noch Frauendarstellungen entstehen. Bis dahin dominieren Männer die Zeichnungen. Die Hinwendung zu weiblichen Figuren erfolgte in einem längeren Prozess, eine Motivation könnte gewesen sein, dass die UNESCO 1975 das »Internationale Jahr der Frau« ausrief. Es wurde damit ein politisches wie gleichermaßen gesellschaftliches Zeichen gesetzt, das weltweit auch Künstlerinnen ermutigen sollte, für eine größere Sichtbarkeit im Kunstbetrieb zu kämpfen. Als Feministin hat sich Holderried Kaesdorf zwar nie gesehen, gleichwohl hat sie sich zeitlebens für die Darstellung von Frauen in der Kulturgeschichte und für die Werke insbesondere weiblicher Kolleginnen interessiert.  
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Wienand-Verlag. 
Kuratorin: Eva-Marina Froitzheim 

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart
Abbildung: 
- Romane Holderried Kaesdorf 
Jäger üben für die 4. und letzte Dienstprüfung, 1971 
Farbstift und Bleistift auf Papier, 51 x 73 cm 
Museum Biberach 
© Nachlass Romane Holderried Kaesdorf 
Museen heute

Kallmann Museum: Sammlung Lothar Schirmer – Zeitgenössische Kunst von Cy Twombly bis Peter Handke

Sammlung Lothar Schirmer – Zeitgenössische
Kunst von Cy Twombly bis Peter Handke

Ausstellung vom 05. Oktober 2025 bis 01. Februar 2026
Kallmann Museum Ismaning

Anlässlich des diesjährigen 80. Geburtstags des bedeutenden Münchner Sammlers und Verlegers Lothar Schirmer stellt das Kallmann-Museum dessen herausragende Sammlung zeitgenössischer Kunst in einer repräsentativen Auswahl vor. Gezeigt werden Fotografien, Zeichnungen, Gemälde und Objekte von prägenden Vertreter*innen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Joseph Beuys, Cy Twombly, Cindy Sherman, Jeff Wall, Claes Oldenburg, Bernd und Hilla Becher oder August Sander sind ebenso vertreten wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Struth, Cornelius Völker und Wiebke Siem.
Insgesamt sind über 100 Arbeiten von 38 Künstler*innen zu sehen. Lothar Schirmer begann seine inzwischen mehr als sechs Jahrzehnte währende Sammeltätigkeit bereits als siebzehnjähriger Schüler. Getrieben von jugendlicher Leidenschaft für die Kunst seiner Zeit erwarb er in den
1960er Jahren mit schmalem Budget und teilweise auf Ratenzahlung erste Arbeiten von Cy Twombly und Joseph Beuys und bewies schon damals einen visionären Blick für wichtige Bewegungen innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Die persönlichen Begegnungen mit diesen beiden
Künstlern, die Schirmer in ihren Ateliers in Rom und Düsseldorf besuchte, markieren zudem den Beginn teilweise jahrzehntelanger, enger und
freundschaftlicher Beziehungen zu den von ihm gesammelten Künstler*innen. Diese Beziehungen vertieften sich, als Lothar Schirmer 1974 in München den Schirmer/Mosel Verlag gründete. Zu den meisten in seiner Sammlung vertretenen Künstlern verlegte er wichtige Monographien und verzahnte so das Sammeln mit der verlegerischen Tätigkeit.
Die Ismaninger Ausstellung gliedert sich in drei Abteilungen, deren umfangreichste der Fotografie gewidmet ist. Beginnend mit Heinrich Zilles
Vintage-Abzügen Berliner Stadtansichten führt die Ausstellung über die sachlichen Fotografien August Sanders und Albert Renger-Patzschs zu den systematisch angelegten Typologien von Industriebauten und Fachwerkhäusern von Bernd und Hilla Becher, mit denen sie zu Wegbereitern einer dokumentarisch-konzeptuellen Fotografie wurden.
Daneben werden die Vertreter*innen der Becher-Schule mit Werken von Laurenz Berges, Claus Goedicke, Andreas Gursky, Candida Höfer, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich umfangreich in der Ausstellung präsentiert. Viele von ihnen eint ein neutraler Blick und eine objektivierende Sichtweise sowie der Hang zum großen Format, mit dem das Foto Form und Funktion von Gemälden
annimmt. Die Großfotografie begegnet uns auch bei den Langzeitbelichtungen Michael Weselys, die Zeitverläufe visuell erfahrbar machen, sowie bei Cindy Sherman und Jeff Wall.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung ist die Zeichnung, die in einer durch eine besondere Sensibilität und Feinheit gekennzeichneten Ausprägung vertreten ist, unter anderem mit erstmals gezeigten Arbeiten von Peter Handke, diesen aus der Perspektive des Spaziergängers
entstandenen zeichnerischen Miniaturen. Joseph Beuys wird mit außergewöhnlich ausdrucksstarken frühen Zeichnungen aus den 1940er und 1950er Jahren vorgestellt. Sie werden mit Multiples, handgeschriebenen Manuskriptseiten von Beuys, Fotografien seiner Aktionen von Ute Klophaus sowie dem ersten von Lothar Schirmer verlegten Buch zu einer umfassenderen Präsentation zusammengeführt, die die herausgehobene Rolle von Joseph Beuys in der sammlerischen und verlegerischen Tätigkeit Lothar Schirmers unterstreicht. Daneben stehen die kontemplativen Ryoanji-Zeichnungen von John Cage, sowie Cy Twomblys Zeichnungen aus den 1960er Jahren, in denen Linie, Schrift und Geste zu einer poetischen, oft mythisch aufgeladenen Bildsprache zusammenfinden. Ein weiteres Beispiel einer sensiblen Zeichenkunst ist Hanne Darbovens mehrteilige Schreibzeichnung zu Philipp Otto Runge.
In der dritten Abteilung sind die aktuelle zeitgenössische Malerei und Bildhauerei in Deutschland mit Cornelius Völker, Martin Assig und Wiebke
Siem eindrucksvoll vertreten. Während die großformatigen Gemälde von Martin Assig sich über eine innerliche, poetisch-spirituelle Bildwelt mit
dem Menschsein auseinandersetzen, zeigen die Gemälde von Cornelius Völker gewöhnliche, teils vollkommen banale Motive, die jedoch durch die Sinnlichkeit der Malerei Bedeutsamkeit erhalten und unsere Wahrnehmung der Alltagswelt hinterfragen. Eine zentrale bildhauerische Position vertreten die humorvollen, psychologisch aufgeladenen Arbeiten von Wiebke Siem, die sich mit Identität, Geschlechterrollen und kulturellen
Zuschreibungen auseinandersetzen.
Mit einem humorvollen Seitenblick werden zudem Preziosen alter Meister von Gabriel von Max, Philipp Otto Runge oder Jean-Étienne Liotard in die Präsentation integriert, die von Schirmers ganz eigenem Blick auf die Kunst und das Sammeln erzählen.
Die Ausstellung präsentiert die Schwerpunkte einer außergewöhnlichen Sammlung, die aus einem sehr persönlichen Blick auf die Kunst entstanden ist und dabei zentrale Positionen der zeitgenössischen Kunst und Fotografie umfasst.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Schirmer/Mosel Verlag.

Kallmann-Museum
Schloßstr. 3b,
85737 Ismaning

Abbildungen: 
- Jean-Étienne Liotard
Lesende Frau in orientalischer Kleidung
um 1750-1755
Öl auf Leinwand
46 x 53,5 cm
Museen heute

Lenbachhaus: Shifting the Silence. Die Stille verschieben

Shifting the Silence. Die Stille verschieben
Gegenwartskunst im Lenbachhaus ab 14. Oktober 2025

Shifting the Silence ist der Titel des letzten Buches von Etel Adnan, erschienen 2021. Die deutsche Übersetzung Die Stille verschieben erschien posthum 2022. Erkennbar am Ende ihres Lebens verfasst, reflektiert Etel Adnan darin melancholisch, poetisch und sehr persönlich die großen Themen des Lebens. Alltagsbeobachtungen, Gefühle, Anekdoten oder Erinnerungen definieren in kurzen Prosastücken die Erzählung, die jedoch
keiner Linearität folgt. Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod schafft eine ernste, philosophische Tiefe. Zugleich aber feiert Etel Adnan die Schönheit des Lebens, was als eine politische Gegenwehr gegen gesellschaftliches Verstummen verstanden werden kann. Es ist der Text einer Malerin, deren künstlerische Karriere als Schriftstellerin und Philosophin begann. Ein Raum der Ausstellung ist daher ihren Gemälden gewidmet.
Die Ausstellung möchte sich ein zentrales Anliegen von Shifting the Silence zu eigen machen: das Nachdenken über die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen. Eine Versprachlichung – also eine Übersetzung von Kunstwerken
und ästhetischen Erfahrungen in Worte und in Sprache – stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Denn Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Verständigung, sie ist zugleich begrenzt und manchmal sogar hinderlich, wenn es darum geht, vielschichtige Eindrücke und Wahrnehmung zu vermitteln. Etel Adnan schlägt vor, die Stille zu “verschieben“ – also die Grenzen des Sagbaren zu erweitern und das Poetische der vielen Ausdrucksformen der Künste nicht zu rationalisieren, sondern als Eigenwert anzunehmen.
Mit Werken von Etel Adnan, Saâdane Afif, Nevin Alada?, Harold Ancart, Tolia Astakhishvili, Leilah Babirye, Cana Bilir-Meier, Mel Bochner, Thea Djordjadze, Simone Fattal, Amy Feldman, Dan Flavin, Isa Genzken, Adrian Ghenie, Zvi Goldstein, Sheela Gowda, Giorgio Griffa, Philipp Gufler, Samia Halaby, Candida Höfer, Jenny Holzer, KAYA, Alexander Kluge, Ji?í Kovanda, Goshka Macuga, Nick Mauss, Rosemary Mayer, Ma?gorzata Mirga-Tas, Roméo Mivekannin, Matt Mullican, Marcel Odenbach, Roman Ondak, Anri Sala, Curtis Talwst Santiago, Spomenko Škrbi?, Sung Tieu, Gülbin Ünlü, Nicole Wermers und Issy Wood.
Shifting the Silence. Die Stille verschieben eröffnet Assoziationen und steht dieser Ausstellung als leitender Gedanke zur Seite, um die Kunstwerke als ein offenes Interpretationsmuster zu begleiten und zu erhellen.
Kuratiert von Eva Huttenlauch und Matthias Mühling
Mit Stiftungen von: Doris Keller-Riemer und Hans-Gerd Riemer, Jörg Johnen, Nevin Alada?, Amy Feldman, Zvi Goldstein, Goshka Macuga, Nick Mauss, Gabriel und Renate Mayer, Thorsten Eimuth, Jan Fischer, Marion Gr?i?-Ziersch, Sammlung Thiess, Mathias-Pschorr-Stiftung, Förderverein Lenbachhaus e.V.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33,
80333 München
Abbildung: 
- Rosemary Mayer, Hypsipyle, 1973, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich © The Estate of Rosemary Mayer, New York, Foto/Photo: Lukas Schramm, Lenbachhaus 
Museen heute

Pinakothek der Moderne: CITY IN THE CLOUD - DATA ON THE GROUND

CITY IN THE CLOUD - DATA ON THE GROUND

Ausstellung vom 15. Oktober 2025 bis 08. März 2025
Pinakothek der Moderne

Die zunehmende digitale Umwandlung unseres virtuellen und physischen Lebens führt zu einem exponentiellen Wachstum globaler Dateninfrastrukturen. Neue Rechenzentren werden von Städten und Ländern auf der ganzen Welt auf weitläufigen Arealen errichtet, um auf der globalen Datenlandkarte konkurrenzfähig zu sein. Ihr wirtschaftlicher Nutzen fordert jedoch einen hohen sozialen und ökologischen Preis, der vielerorts von lokalen Gemeinschaften und Umweltschutzbewegungen infrage gestellt und angefochten wird. Als energiehungrige, ressourcenintensive Anlagen sind die Rechenzentren auf sauberes Wasser und lokale Energienetze angewiesen und konzentrieren den wirtschaftlichen und politischen Einfluss in den Händen einiger weniger multinationaler Konzerne. Details zur Generierung von Daten und zu Datenrechten werden zudem meist aus öffentlichen Debatten ferngehalten. Daten sind praktisch zur neuen Währung geworden, was die Extraktion von noch mehr kritischen Rohstoffen wie Lithium, Kupfer, Kobalt und Zinn vorantreibt.

Diese Ausstellung setzt sich kritisch mit den materiellen und räumlichen Auswirkungen der Dateninfrastruktur auseinander, indem sie die Orte aufzeigt, an denen Daten verarbeitet und konsumiert werden. Wie kann der steigende Bedarf an Daten und Dateninfrastrukturen gesteuert und mit einer gerechten und ausgewogenen Entwicklung in Einklang gebracht werden? Welche Auswirkungen hat die allgegenwärtige digitale Vernetzung auf die natürlichen Landschaften, die Produktion von Raum, die architektonische Praxis und Erinnerung oder das Kulturerbe?

Indem Orte der Dateninfrastruktur offengelegt werden und das Bewusstsein für unseren planetarischen Daten-Fußabdruck geschärft wird, entstehen Fragen zum Umgang mit Daten. Was soll behalten und was gelöscht werden? Die Ausstellung eröffnet eine Diskussion über die potenzielle Rolle von Daten bei der Förderung einer demokratischen und ökologisch verantwortungsvollen kollektiven Zukunft.
Kurator: Damjan Kokalevski

Pinakothek der Moderne
Arcisstraße 21
80333 München
Abbildung: 
- Library of Congress

Das achte Weltwunder: das Atlantik-kabel. Allegorische Szene, die Neptun mit einem Dreizack im Vordergrund zeigt, sowie einen Löwen, der Großbritannien reprä-sentiert, der das eine Ende des Atlantikkabels hält, und einen Adler, der die Vereinigten Staaten repräsentiert, der das andere Ende des Kabels hält, 1866.
Museen heute

Museum FFB: NEUE WEGE - HEINRICH REINHOLD IM KREIS SEINER KÜNSTLERFREUNDE

NEUE WEGE
HEINRICH REINHOLD IM KREIS SEINER KÜNSTLERFREUNDE

Ausstellung vom 17. Oktober 2025 bis 08. Februar 2026
Museum Fürstenfeldbruck

Um 1800 wird das Wandern zum Ausdruck eines neuen Lebensgefühls. In einer Zeit der romantischen Hinwendung zur Natur suchen Künstler abseits der Städte Inspiration in unberührten Landschaften. Der Maler Heinrich Reinhold (1788–1825) gehört zu jenen, die neue Wege beschreiten: Ab 1818 durchwandert er unter beschwerlichen Bedingungen das Voralpenland und dringt bis in abgelegene Regionen Italiens vor.

Anlässlich seines 200. Todestages widmet das Museum Fürstenfeldbruck dem bedeutenden Maler eine Kabinettausstellung. Ergänzt werden Reinholds Werke durch Arbeiten jener Künstlerfreunde, die ihn auf seinen Reisen begleiten. Zentral für die Gruppe um Reinhold ist die Arbeit im Kreis von Gleichgesinnten, sie führt durch regen Austausch zu oftmals ähnlichen Motiven und Techniken. Die Beschäftigung mit dem direkten Eindruck der sich wandelnden Natur steht für alle gleichermaßen im Vordergrund.

Die Schau stellt folgende Fragen ins Zentrum: Welche Orte suchten die Maler auf, wo verweilten sie und mit welchen Mitteln versuchten sie, die Naturerlebnisse authentisch und stimmungsvoll einzufangen? Zeichnungen, Ölskizzen und Gemälde geben einen eindrücklichen Einblick in ihre künstlerische Suche.

Die Ausstellung wird durch eine zeitgenössische Perspektive der Künstlerin Iska Jehl
erweitert. In der Werkgruppe „Davor – Danach“ untersucht sie Fotografien von Landschaften, die eine zeitlose Faszination ausüben. Oft nur schemenhaft erkennbar regen die Arbeiten dazu an, unseren Blick auf die Kulisse Natur zu hinterfragen.


Künstlerfreunde um Heinrich Reinhold:
Johann Christoph Erhard (1795–1822)
Johann Joachim Faber /1778–1846)
Carl Wilhelm Götzloff (1799–1866)
Franz Horny (1798–1824)
Johann Adam Klein (1792–1875)
Friedrich Philipp Reinhold (1779-1844)
Johann Heinrich Schilbach (1798–1851)
Julius Schnorr von Carolsfeld (1794–1872)
Ernst Welker (1784–1857)

Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck

Abbildungen: 

- Heinrich Reinhold, Haus auf Felsen bei Olevano 1821, 
Kunsthalle Bremen – Die Kulturgutscanner-Artothek
Museen heute

Haus der Kunst: Cyprien Gaillard. Wassermusik

Cyprien Gaillard. Wassermusik

Ausstellung vom 17. Oktober 2025 bis 22. März 2026
Haus der Kunst, München

Cyprien Gaillards neue Ausstellung „Wassermusik“ reflektiert über öffentliche Denkmäler und ihre Bedeutung in der heutigen Zeit.

Mit Wassermusik präsentiert das Haus der Kunst die neue Ausstellung von Cyprien Gaillard (geb. 1980, Paris), die passend zum Ende des diesjährigen Oktoberfests eröffnet. Im Zentrum steht sein neuester stereoskopischer Film Retinal Rivalry (2024), der teilweise auf dem Münchner Oktoberfest gedreht und vom Haus der Kunst koproduziert wurde. Mit modernster Technologie erschafft Gaillard eine erweiterte, geschärfte Sicht auf die Welt um uns. Das Schlüsselwerk führt die Betrachter*innen auf eine Reise durch verflochtene Zeit und unzugängliche urbane Oberflächen: Müllcontainer und unterirdische Adern, feuchtwarme Landschaften und Ausblicke aus den Augen der Bavaria-Statue über das Oktoberfest. So tritt es in einen engen Dialog mit der Stadt München und ihrem weltweit größten Volksfest, und lässt dieses wie in einer seltsamen Erinnerung nachklingen, unterläuft gewohnte Wahrnehmungsmuster mit einem skulpturalen und psychedelischen Raum, und löst die Erzählung auf, um reine Vision zu offenbaren.
Wasser durchdringt die neue Werkserie in der Einzelausstellung von Cyprien Gaillard. An den Schnittstellen von menschlichen Relikten, urbaner Geografie und Psychologie erschafft Gaillard ein Universum, das Phänomenen wie zivilisatorischen Umwälzungen und geologischer Zeit neue Gestalt verleiht. Über Medien wie Fotografie, Skulptur, Film, Video, Collage, Installation und Live-Performance entfaltet sein Werk eine Sprache des Verfalls, die Geschichte neu ordnet und die Gegenwart in einem anderen Licht zeigt.

Gaillard fasst Wasser als elementare Kraft auf – es durchquert die Zeit und verbindet Spuren zerfallener Geschichten. Durch Interventionen, Film, Skulpturen und Archivmaterial verändert er die Südgalerie mit Relikten wie Notausgangsschildern aus den 1930er-Jahren, Möbelstücken oder einem abgenutzten Teppich. Damit legt er die Spuren der einstigen Mieter*innen des Gebäudes offen. Zu den beständigsten nicht-menschlichen Zeugen gehören die Ammonitenfossilien im Marmorboden, die im Wasserlicht schimmern.
Zwei eigens von Gaillard erarbeitete Werkgruppen aus Archiven sind wichtige Bestandteile der Ausstellung: aus dem Haus der Kunst in München und dem Musée de l’Orangerie in Paris – Orte, die die Narben des Zweiten Weltkriegs tragen. Eine Auswahl an Möbeln aus dem Haus der Kunst ruft die Verhandlungen seiner früheren Mieter über die Nutzung des Gebäudes in Erinnerung. Prägnante Fotografien dokumentieren die Wasserschäden im Musée de l’Orangerie im Sommer 1944, als Bomben Decken einstürzen ließen: Wasser kroch über die Oberflächen, aufplatzende Schichten legten geisterhafte Blumenmuster frei. Durch diese Zusammenstellung entfaltet Gaillard einen Dialog zwischen Naturkräften und menschlichen Konstruktionen und verwandelt Orte in lebendige Monumente.
Diese Ausstellung setzt die Vision des Haus der Kunst fort, die Bedeutung von Baudenkmälern losgelöst von ihrem ursprünglichen Zweck neu zu definieren und zu untersuchen, wie öffentliche Denkmäler neue kollektive Erfahrungen schaffen können. Nach Einzelausstellungen wie „Voices“ von Philippe Parreno, „Mute“ von Pan Daijing und „Window of Tolerance“ von Wang Shui setzt Gaillards neue Ausstellung das experimentelle Programm des Haus der Kunst fort, indem sie modernste Technologie und zeitbasierte Medien integriert und Lebendigkeit als neue Form der
Ausstellungsgestaltung und künstlerischen Praxis erforscht.
Kuratiert von Xue Tan mit Lydia Antoniou und Laila Wu.

Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
80538 München


Abbildungen:
- Retinal Rivalry, 2024 (film still)
(3D motion picture, DCI DCP, dual 4k Projektion | projection bei | at 120fps)
2 Channel Audio
29:03 min
© Cyprien Gaillard
Courtesy the artist, Sprüth Magers and Gladstone Gallery
- Retinal Rivalry, 2024 (film still)
(3D motion picture, DCI DCP, dual 4k Projektion | projection bei | at 120fps)
2 Channel Audio
29:03 min
© Cyprien Gaillard
Courtesy the artist, Sprüth Magers and Gladstone Gallery
Museen heute

Museum Brandhorst: LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

Ausstellung vom 22. Oktober 2025 bis 27. September 2026
Museum Brandhorst, München

Erstmals seit seiner Eröffnung 2009 widmet sich das Museum Brandhorst mit „Long Story Short“ einer chronologischen Präsentation der Sammlung. Die Ausstellung vereint annähernd 80 Werke von über 30 Künstler:innen aus der Sammlung Brandhorst, darunter bedeutende Neuerwerbungen wie Martine Syms’ „DED“ (2021) sowie über 20 bisher noch nie gezeigte Arbeiten, etwa von Jacqueline Humphries, Laura Owens und Giulio Paolini.

Kunstgeschichte(n)
Der Bestand des Museums ist seit seiner Eröffnung von 800 auf über 2000 Werke angewachsen und verwebt zahlreiche Erzählstränge aus der Kunst der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit, die punktuelle wie tiefgreifende Einblicke in die Kunstproduktion der letzten 70 Jahre, vor allem in Europa und im US-amerikanischen Raum, geben. Anstatt einer vermeintlich vollständigen Geschichte dieses Zeitraums reihen sich in „Long Story Short“ ausgewählte Strömungen, ästhetische Fragestellungen und künstlerische Positionen von den 1960er-Jahren bis heute zu einer Perlenkette einzelner Kunstgeschichten.

Kunst als Spiegel der Gesellschaft
Neben formalen Entwicklungen und Zäsuren geht es immer auch darum, wie Kunst auf historische Ereignisse, gesellschaftliche Veränderungen und technologische Innovationen reagiert und sie im künstlerischen Prozess reflektiert. Welche Auswirkungen hatte das Wirtschaftswunder auf den Umgang von Künstler:innen mit Materialien? Was bedeutete die Politisierung der Gesellschaft in den 1960er-Jahren für Künstler:innen? Auf welche Weise hat die Digitalisierung die Produktion von Kunst verändert?

Von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart
Jeder Raum ist dabei eine eigene Ausstellung für sich, erzählt einen spezifischen kunsthistorischen Moment im Kontext seiner Zeit oder widmet sich einer ausgewählten Werkgruppe einzelner Künstler:innen: Beginnend mit der prozesshaften Materialreflexion der Arte Povera (mit Werken von Jannis Kounellis, Marisa Merz, Mario Merz und Giulio Paolini) und der formalen Reduktion des Minimalismus (unter anderem bei Richard Tuttles spielerisch-geometrischen Formen) über die konzeptuelle Fotografie der späten 1970er-Jahre (Victor Burgin) und die intensiven Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Identität im Kontext der 1980er-Jahre (unter anderem bei Georg Herold und Rosemarie Trockel) bis hin zum richtungsweisenden Malereidiskurs der 1990er-Jahre (mit Charline von Heyl, Albert Oehlen, Laura Owens und anderen) entsteht so ein Kaleidoskop kunsthistorischer Erzählungen der jüngeren Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit digitalen Medien und Technologien – etwa bei Kerstin Brätsch, Mark Leckey, Jacqueline Humphries oder Sondra Perry – reflektiert einen Aspekt künstlerischer Produktion der Gegenwart und bildet einen offenen Schlusspunkt.
Die Ausstellung macht die vielfältigen Ausdrucksformen und ästhetischen Strategien der Kunst als Teil eines historischen Gefüges erfahrbar. Sie zeigt, wie Kunst nicht isoliert existiert, sondern in einem ständigen Austausch mit ihrer Zeit, mit politischen, sozialen und technologischen Entwicklungen steht, diese in freier Weise reflektiert und damit ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist.
Kunst entdecken
Die Bandbreite der Exponate reicht von monumentalen Arbeiten wie Mark Leckeys zehn Meter hoher aufblasbarer Skulptur „Inflatable Felix“ (2020) – dem ersten Fernsehbild der Geschichte als Pop-Ikone – bis hin zu André Caderes nur 29 Zentimeter langem, handbemaltem Stab „Barre de bois rond“ (1976), der einst in fremde Ausstellungen geschmuggelt wurde.
Dazwischen entfaltet sich ein Panorama künstlerischer Strategien, die ebenso überraschend wie sinnlich erfahrbar sind: Marisa Merz verwandelt in dem Schwarzweißfilm „La conta“ (1967) eine alltägliche Küchenszene in ein feministisches Manifest, Victor Burgin inszeniert in „Zoo 78“ (1978) das geteilte Berlin als „Stadt des Geistes“, und Jacqueline Humphries lässt ihre „Black Light Paintings“ (2005) im Dunkeln erstrahlen – Malerei, die sich selbst zum Leuchtkörper macht und im Museum Clubatmosphäre erzeugt. Mit Martine Syms’ monumentaler Videoinstallation „DED“ (2021) trifft schließlich eine neue Generation auf die Gegenwart: Ihr digitaler Avatar durchwandert eine endlose Landschaft aus Schmerz, Humor und
Wiedergeburt – ein eindrücklicher Kommentar zu Körper, Medien und Selbstbild im 21. Jahrhundert.

Mit Werken von
Kerstin Brätsch, Victor Burgin, André Cadere, DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch und Adele Röder), Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jacqueline Humphries, KAYA (Kerstin Brätsch und Debo Eilers), Jannis Kounellis, Michael Krebber, Louise Lawler, Mark Leckey, Mario Merz, Marisa Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Martine Syms, Niele Toroni, Rosemarie Trockel, Richard Tuttle, Cy Twombly, Franz West.

MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München

Abbildungen: 
- Niele Toroni 
Empreintes de pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30 cm, 1977 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Niele Toroni. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
- Amy Sillman 
Mr. Wrong, 1995 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Amy Sillman. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
Museen heute

Potsadam Barberini: Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Ausstellung vom 25. Oktober 2025 bis 01. Februar 2026
Museum Barberini, Potsdam

Wie kein anderes Tier hat das Einhorn die Phantasie angeregt. Seit Jahrhunderten ist es in vielen Kulturen belegt. Seine Faszination hält bis heute an. Das mythische Tier ist ein vielschichtiges Zeichen, von dem eine assoziative Energie ausgeht. Die Spur des Einhorns zeigt sich in der christlichen und außereuropäischen Kunst, in Naturwissenschaft und Medizin und einer vielfältigen Symbolik. Die Beschäftigung mit der Ikonographie des Einhorns lädt ein zu Reflexionen über Phantasie, Weltwissen, Ambivalenzen und Projektionen.

Die Ausstellung versammelt fast 150 Werke aus einem Zeitraum von etwa 4000 Jahren, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken, illuminierte Manuskripte, Plastiken und Tapisserien. Viele dieser Werke werden nur selten ausgeliehen. Zu den 88 Leihgebern aus 16 Ländern gehören die Albertina, Wien, das Ashmolean Museum, University of Oxford, die Gallerie degli Uffizi, Florenz, das Germanische Nationalmuseum, Nürnberg, das Grüne Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Historische Museum Basel, die Koninklijke Bibliotheek, Den Haag, das Musée du Louvre, Paris, das MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien, das Metropolitan Museum of Art, New York, das Musées royaux d’Art et d’Histoire, Brüssel, das Museo Nacional del Prado, Madrid, das Rijksmuseum, Amsterdam, das Szépm?vészeti Múzeum, Budapest, und das Victoria and Albert Museum, London.

Die Bandbreite der Exponate bildet eine Zeitspanne vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart ab und umfasst neben Gemälden und Grafiken auch Skulpturen, Manuskripte, Tapisserien und Kunstkammerobjekte. Gezeigt werden dabei Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Angela Hampel, Gustave Moreau, Joachim Sandrart oder Marie Cecile Thijs.

Eine Ausstellung des Museums Barberini, Potsdam, mit dem Musée de Cluny - musée national du Moyen Âge und dem GrandPalaisRmn, Paris.
Im Musée de Cluny wird Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst vom 13. März bis 12. Juli 2026 zu sehen sein.

Museum Barberini
Humboldtstraße 5–6
14467 Potsdam

Abbildungen: 
- Hans Reisinger, Gießer
Springendes Einhorn, vor 1589
Gelbguss auf Holzsockel, 36,7 x 42,6 x 18 cm
Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
- Olaf Nicolai
La Lotta, 2006
Präpariertes Fell, Horn, Polyester, elektrische Heizung, Temperatursteuerung, 153 × 215 × 155 cm
Privatsammlung
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
- Marie Cécile Thijs
Einhorn, 2012
Aus der Serie Pferde
Tintenstrahldruck 2025 auf Fine Art Baryt, aufgezogen auf Dibond mit Plexiglas und schwarzem Holzrahmen, 120 x 150 cm
© Marie Cécile Thijs, courtesy SmithDavidson Gallery
Museen heute

Lenbachhaus: Out of Focus. Leonore Mau und Haiti. Eine Ausstellung von U5

Out of Focus. Leonore Mau und Haiti. Eine Ausstellung von U5

Ausstellung vom 4. November 2025 – 15. Februar 2026
Lenbachhaus München

"Sa w wè a se pa sa" (Was man sieht, ist nicht, was es ist. Haitianisches Sprichwort)

Kann eine Ausstellung einer deutschen Fotografin ein Bild von Haiti vermitteln, das nicht von Stereotypen geprägt ist? Mit „Out of Focus“ überführen U5 die Bilder Leonore Maus (1916 – 2013) in ein multimediales, sinnliches Environment.
Leonore Mau reiste in den 1970er Jahren während der Diktatur von Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier nach Haiti. Sie war gemeinsam mit dem Schriftsteller Hubert Fichte (1935–1986) unterwegs. Die Reise war Teil eines langjährigen Rechercheprojekts zu afrodiasporischen Religionen. Maus Fotografien wurden in den Fotobüchern „Xango“ (1976) und „Petersilie“ (1980) und in Reisereportagen in vielen deutschen Zeitschriften publiziert. Der größte Teil wurde jedoch bisher weder veröffentlicht noch in Ausstellungen gezeigt und befindet sich im Nachlass der Fotografin im bpk-Fotoarchiv in Berlin.
Während Maus Fotobücher auch Fotografien beinhalten, die das von Vorurteilen geprägte Bild von Haiti und Vodou bestätigen, finden sich in ihrem umfangreichen Nachlass zahlreiche Aufnahmen, in denen alltägliches Leben, Gemeinschaft, Diktatur, Spiritualität und Tourismus nebeneinander existieren. Das Œuvre von Leonore Mau eröffnet eine Möglichkeit, kritisch über politische, ökonomische, kulturelle wie persönliche Verflechtungen nachzudenken. Dabei werden auch Fragen der Ästhetik und Ethik des Fotografierens angesprochen. Wie können die Bilder gezeigt werden, ohne Machtverhältnisse zu reproduzieren?

„Was man sieht, ist nicht, was es ist“: Die von dem Künstlerinnenkollektiv U5 in Zusammenarbeit mit ALIAS architects entwickelte Rauminstallation spricht Fragen des Zeigens und Nichtzeigens an. „Out of Focus“ sucht nach einem Umgang mit diesen Bildern, der Ambivalenz zulässt, in dem Kritik und Schönheit kein Widerspruch sind.
Die Ausstellung ist eine künstlerische Weiterentwicklung des Forschungsprojekts „Out of Focus“ von Dora Imhof und U5 an der Universität Zürich. Gemeinsam mit der Kulturanthropologin und Künstlerin Gina Athena Ulysse, der Künstlerin und Filmemacherin Madafi Pierre, dem Houngan (Priester), Musiker und Generaldirektor des Bureau National d’Ethnologie in Port-au-Prince Erol Josué und weiteren Personen mit unterschiedlichen Expertisen entwickelt die Ausstellung einen dialogischen, kritischen und dekolonialen Umgang mit den Fotografien von Leonore Mau.
Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche viersprachige, von Dora Imhof, Gina Athena Ulysse und U5 herausgegebene Publikation im Verlag Hatje Cantz.

Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
Abbildung: 
- U5, Tourist*innen / Tourists, Überlagerung von Fotografien von Leonore Mau / layering of photographs by Leonore Mau, 2025 © U5, bpk, S. Fischer Stiftung und / and Leonore Mau
Echo
Freitag, 23.01.2026

Fürstenfeld: Botticelli Baby – Anarchische Spitzenkapelle

Fürstenfeld. Für eins können Botticelli Baby zu einhundert Prozent garantieren: Für unorthodoxe und nicht unbedingt kommerzielle Musik. Aber auf die Frage, wo man denn diese Band stilistisch eigentlich genau einordnet, will einem partout kein Schubfach einfallen, in dem man diesen heißen Sound verstaut. Was die Babys spielen ist weder Swing, noch Blues, kein Boogie Woogie, und...
Musik
Donnerstag, 22.01.2026

Wolfgang Amadeus Mozart „The Violin Concertos“ Mozarteumorchester Salzburg

Konzertante Werke in denen Streichinstrumente die Solostimmen ausfüllen, komponierte Wolfgang Amadeus Mozart fast ausschließlich in den Jahren zwischen 1773 und 1779. Bei seinem ersten dieser Werke, dem Violinkonzert B-dur, KV 207, war er nicht einmal 18 Jahre alt und kam gerade mit dem Vater Leopold von einer dritten Italienreise zurück. Geschrieben hat Mozart die Komposition in...
Film
Donnerstag, 22.01.2026

DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER

Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich...
Echo
Mittwoch, 21.01.2026

Landsberg: Clair-Obscur – Geerdete Saxophone

Landsberg. Saxophon-Quartette im Jazz? Natürlich, gab und gibt es einige. Aber auch in der Klassik? Clair-Obscur ist nur eines von vielen. Am Samstagabend gastierten die Berliner im schon seit Wochen ausverkauften Rathaussaal in Landsberg. Ein Highlight der Reihe, was zeigt, wie vielfältig die Szene und wie aufgeschlossen das hiesige Publikum ist.Dabei wird die erste...
Echo
Dienstag, 20.01.2026

Ralph Towner (geb. 01. März 1940 Chehalis, Washington, gest. 18. Januar 2026 Rom)

Ralph Towner„At First Light“ECMSein erstes Album für ECM München spielte Ralph Towner im November 1972 in New York ein. Die Besetzung für „Trios / Solos“ bestand aus ihm vertrauten Musikern, mit denen der aus Chehalis, Washington stammende Gitarrist schon zuvor in der stilistisch zwischen Kammer- und Weltmusik pendelnden Band Oregon zusammen arbeitete. Doch schon seine...
Echo
Montag, 19.01.2026

Emmering: Jakob Aumiller - Reise durch die Klavierliteratur mit rotem Faden

Emmering. Nach und nach starten sie wieder, die klassischen Konzertreihen im Landkreis. In den meisten Fällen wird die seit Herbst laufende Konzertsaison im neuen Jahr fortgesetzt. In Emmering startete das neue Konzertjahr der fünf „Bürgerhauskonzerte Emmering“ im Januar mit einem Klavierabend. Es war quasi ein Abend mit Ortsbezug, denn es spielte der 2001 geborene Emmeringer...
Echo
Montag, 19.01.2026

Germering: Simon Oslender Trio – Mehr Mut

Germering. Vor gut einem Jahr tourte Simon Oslender mit internationaler Besetzung quer durch Deutschland. Unter anderem in seiner Band: Der legendäre Schlagzeuger Steve Gadd, Bassist Will Lee, als Gäste keine geringeren als Jakob Manz und Nils Landgren. Das anschließende aus Live-Mitschnitten zusammengestellte Album „On A Roll“ war so etwas wie...
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