Dieses Stück eröffnet das Doppelalbum „The Violin Concertos“, das den Abschluss einer Reihe mit Einspielungen, die das Mozarteumorchester Salzburg gemeinsam mit dem Label Berlin Classics in den letzten Jahre realisierte. Unter Leitung des Spaniers Roberto González-Monjas, der auf diesen Aufnahmen zugleich als Solist fungiert, fällt die Veröffentlichung des Werkes zeitlich mit dem Auftakt der Mozartwoche 2026 in Salzburg zusammen.
Roberto Gonzalez-Monjas hat alle fünf in Mozarts Salzburger Zeit geschriebenen Violin Konzerte, als er im fürstlichen Dienst von Erzbischof Colloredo stand, eingespielt, ergänzt durch das Rondo in C-Dur KV 373 und das Adagio in E-Dur KV 26. Die Kompositionen sind mit viel Esprit und Eleganz umgesetzt. Eindrucksvoll gerät die Dynamik, bei bemerkenswerter Transparenz und Klarheit. Hier kommt sehr postiv zum Ausdruck, dass Gonzalez-Monjas sowohl als Chefdirigent und Solist fungiert, womit sich die Gesamtdramaturgie der Aufführung in einer Hand befindet. „Mozarts Konzerte unterscheiden sich grundlegend“, erläutert der Spanier, „Das Streben nach äußerster Virtuosität ist niemals sein Hauptziel; vielmehr experimentiert er mit der Gattung und treibt die entscheidend weiter.“ So ergründet der Komponist hier die Möglichkeiten des Zusammenspiels von Soloinstrument und Orchester in vielfältiger Weise. Ist in den ersten beiden Konzerten noch eine Art rivalisierender Wettbewerb zwischen Solostimme und Orchester auszumachen, wird in den folgenden Stücken ein ausgewogeneres Miteinander deutlich spür- und hörbar. Letztendlich eine innovative Einspielung, deren motivische Verflechtungen wunderbar stimmig herausgearbeitet wurden.
Gerhart von Keußler
Wolfgang Amadeus Mozart
„The Violin Concertos“
Roberto Gonzalez-Monjas
Mozarteumorchester Salzburg
Berlin Classics
„The Violin Concertos“
Roberto Gonzalez-Monjas
Mozarteumorchester Salzburg
Berlin Classics

























