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1. HOME
2. GAZA MON AMOUR
3. MORGEN GEHÖRT UNS
4. WER WIR WAREN
5. PERCY
6. AZNAVOUR BY CHARLES
Samstag 31.07.2021
HOME
Ab 29. Juli 2021 im Kino
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Nach mehr als 17 Jahren Haft macht sich Marvin auf den Weg nach Hause – auf seinem Skateboard und im Trainingsanzug, in dem er als Teenager verhaftet wurde. Daheim in Newhall erwartet ihn seine kranke Mutter in dem heruntergekommenen Haus seiner Kindheit. Schnell merkt Marvin, dass die Bewohner der Kleinstadt seine Tat auch nach so vielen Jahren nicht vergessen haben. Besonders der Flintow-Clan begegnet ihm mit unverhohlenemHass.
Doch Marvin ist bereit, sich den Konsequenzen seiner Vergangenheit zu stellen. Als er alle Schikanen ohne Gegenwehr erträgt, beginnt die junge Delta Flintow ihn mit anderen Augen zu sehen …..
Mit ihrem tiefberührenden Langfilmdebüt ist Franka Potente ein eindringliches Plädoyer für Mitgefühl und Vergebung gelungen, das authentisch die Atmosphäre der amerikanischen Provinz einfängt. Jake McLaughlin brilliert als verletzlicher Straftäter an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Kathy Bates.

Ein Film von Franka Potente
Mit Jake McLaughlin, Kathy Bates, Aisling Franciosi, Derek Richardson,James Jordan, Lil Rel Howery, Stephen Root


Director’s Statement – Franka Potente
Wie HOME entstand

Vor etwa 17 Jahren fiel mir im NY Times Magazine ein doppelseitiges Foto eines blassen, rothaarigen jungen Mannes mit Tattoos auf. Er schien mich anzuschauen. Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich von seiner Verletzlichkeit berührt - irgendwie war ich von der bedrohlichen Schönheit, die er ausstrahlte, hypnotisiert. Ich schnitt das Bild des damals jungen Frank Carter, Sänger der britischen Ska-Band Rattlesnake, aus und stellte es in einen Rahmen. Bald darauf landete es in einem Karton, der inzwischen verschwunden ist. Nachdem ich das Drehbuch für HOME geschrieben hatte, tauchte plötzlich Frank Carter in meinem Kopf auf – mein „Posterboy“ von vor 17 Jahren. Seine roten Haare und die vielen Tattoos haben sicherlich Marvins Aussehen inspiriert. In meinen Geschichten ging es mir immer mehr um männliche Charaktere. Ruppig, vom Leben gezeichnet, mit ihren Dämonen kämpfend. Oft aus kleinen Städten. Mit Kleinstädten und Provinzmentalität bin ich vertraut. Schließlich bin ich in einer solchen Welt aufgewachsen, und ein Teil meiner Familie lebt immer noch in einem kleinen Dorf in der Nähe von Münster in Deutschland. JedesMal,wenn ich nach Hause zurückkehre, tue ich das mit gemischten Gefühlen: Auf der einen Seite finde ich das, was ich liebe und was mir noch sehr vertraut ist – die Menschen, bestimmte Gerüche und so weiter –, auf der anderen Seite gibt es die Stigmata, Vorurteile und Engstirnigkeit einer ländlichen Gemeinschaft: Menschen, die ihr Dorf nie verlassen, die über Generationen bleiben und an ihren Vorstellungen von Gemeinschaft festhalten. Ich bin immer wieder fasziniert, wie die Zeit dort stillzustehen scheint und niemand jemals etwas vergisst. Obwohl die Menschen sich an die schlechten Dinge besser zu erinnern scheinen als an die guten. Mit HOME wollte ich die Geschichte von jemandem erzählen, der angesichts der Umstände beschließt, nach Hause zurückzukehren und zu bleiben. Und er tut dies trotz des schweren Fehlers, den er begangen hat, obwohl er die Regeln der Gemeinschaft auf die schlimmste Art und Weise verletzte, als er jemanden getötet hat. Als Marvin nach Hause zurückkehrt, ist er gezwungen, sich sich selbst, den Menschen um ihn herum und den Konsequenzen seiner Vergangenheit zu stellen.
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Donnerstag 29.07.2021
GAZA MON AMOUR
Ab 22. Juli 2021 im Kino
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Der 60-jährige Junggeselle Issa führt ein ruhiges, einsames Leben als einfacher Fischer im Hafen von Gaza. Heimlich ist er in die Witwe Siham verliebt, die er täglich an ihrem Marktstand beobachtet, wo sie als Schneiderin arbeitet. Sein Liebeswerben verläuft allerdings so versteckt und langsam, dass sich kaum Fortschritt einstellt. Als ihm eines Tages ein ungewöhnlicher Fang ins Netz geht,ist es mit dem ruhigen Leben jedoch vorbei. Eine antike Apollo-Statue mit unübersehbarem erigiertem Penis stürzt den Fischer ins Chaos. Eine solch obszöne Figur ruft die Sittenpolizei des Gaza-Streifens auf den Plan. Issa muss einen Gang zulegen, um sich aus den Fängen der Behörden zu befreien und gleichzeitig endlich sein Liebesleben in den Griff zu bekommen.

Ein Film von Arab Nasser und Tarzan Nasser
Mit Salim Dau, Hiam Abbass, Maisa Abd Elhadi u.a.

In ihrem zweiten Film gelingt es den aus Palästina stammenden Zwillingsbrüdern Arab und Tarzan Nasser mit ihrer einfachen Geschichte die gesellschaftspolitischen Themen zu streifen, die das Leben im von Israel besetzten Gazastreifen prägen: das wirtschaftliche Elend, Bombenangriffe, Angst und Unsicherheit. Doch GAZA MON AMOUR ist kein stilles Drama: in erster Linie ist der Film eine charmante, witzige Komödie über die große Kraft der späten Liebe. Die beiden Hauptdarsteller agieren mit erstaunlicher Strahlkraft: die fabelhafte Hiam Abbas (LEMON TREE) und der knarzige Salim Dau(KISS ME KOSHER). Ein berührender, sympathischer Film, der schon das Festivalpublikum in Venedig und Toronto restlos begeisterte.



STATEMENT DER REGISSEURE

GAZA MON AMOUR ist ein za?rtlicher und zugleich bissiger Film, inspiriert von wahren Begebenheiten. Im Jahr 2014 fand ein Fischer aus Gaza eine Statue von Apollo im Meer. Die Hamas beschlagnahmte die Statue und begann nach einem ausla?ndischen Ka?ufer zu suchen –in der Hoffnung, damit genug Geld zu verdienen, um ihre finanziellen Engpa?sse zu lo?sen. Niemand weiß, was mit der Statue passiert ist. Geru?chten zufolge wurde sie nie verkauft und schließlich bei einem Luftangriff zersto?rt.Es war dieselbe Regierung, die im Jahr 2007 die einzige Statue in Gaza, die des Unbekannten Soldaten, unter dem Vorwand, dass die Religion diese Kunst verbiete, zersto?rt hatte. Das Verha?ltnis der radikalen Islamisten zur Kunst ist bis heute erschreckend absurd.
Wir selbst haben Kunst an der Universita?t von Gaza studiert. Nach dem Putsch und der Machtu?bernahme der Hamas wurden Abbildungen von Akten und sogar von einigen Landschaften verboten –ebenso wie der Unterricht über ganze Epochen der Kunstgeschichte. Es war schon traurig zu beobachten, dass die Regierung von Gaza nicht die geringste Idee hatte, was sie mit der Statue von Apollo anstellen sollte –außer sie in den tiefsten Keller eines hohen Offiziers zu verbannen. Aber gleichzeitig wurde unsere Phantasie angeregt: Was ko?nnte aufregender sein, als sich den Gott der ma?nnlichen Scho?nheit vorzustellen, der in Gaza auftaucht, um einen alleinstehenden alten Fischer, die Menschen in seinem Umfeld und eine heuchlerische, ru?cksta?ndige Regierung geho?rig aufzumischen?
Mit diesem Film mo?chten wir, wie mit unseren bisherigen Arbeiten, einen Einblick in das allta?gliche Leben auf diesem kleinen Fleckchen Erde namens Gaza geben. Es ist ein seltsamer Ort, an dem die einfachsten Situationen sehr kompliziert erscheinen ko?nnen. Es gibt zahlreiche Probleme: politische, finanzielle und soziale. Die israelische Besatzung ist fu?r alle hart. Durch die Belagerung hat das pala?stinensische Volk seit Jahrzehnten keine Luft zum Atmen. Aber besonders im Gazastreifen sind die Dinge nicht einfach. Im Namen der Religion und regressiver Traditionen fu?hrt eine Regierung, die eigentlich eine islamistische Bewegung ist, das Land mit eiserner Ha?rte. Jeder Versuch, Dinge von innen heraus zu vera?ndern, ist unmo?glich. Wir Pala?stinenser befinden uns in einem Teufelskreis. Mit der Zeit lernt man, sich selbst indieSchranken zu weisen. Wir haben verstanden, dass es unmo?glich ist, zu sagen, was wir wirklich denken oder uns so zu geben, wie wir wirklich sind.
Die Menschen lebenin ständiger Angst: Der Angst vor dem Leben, vor dem Morgen, vor Israel, vor der Hamas und so weiter... Fu?r uns Pala?stinenser sind Tra?ume die einzige Mo?glichkeit, die Realita?t zu ertragen.Das ist auch die Geschichte, die wir durch die Augen von Issa, unserer Hauptfigur, erza?hlen mo?chten. Er ist ein einfacher, schu?chterner Mann, der nicht wirklich weiß, wie er seine Gefu?hle ausdru?cken soll.
Einen solchen Mann wie Issa kann man u?berall in Gaza antreffen. Ein Mann, der einfach nur in Frieden leben mo?chte. Er hat keine andere Wahl, als sich in seine Fantasie zu flu?chten und nur in seinen Tra?umen das Leben zu leben, das er sich wu?nscht.
Die Liebe –und alles Ko?rperliche, das sie mit sich bringt –ist ein wichtiger Teil im Leben eines jeden Menschen. Und doch ist sie, wie u?berall in der arabischen Welt, ein großes Tabu in der heutigen pala?stinensischen Gesellschaft. Wenn wir u?ber Sex reden, sind Angst und Scham nicht weit.
In unserer Geschichte ist Apollos erigierter Penis ein Symbol fu?r Macht und Autorita?t, aber auch fu?r? die Liebe. Wenn also der Penis der Apollo-Statue gerade in Gaza abbricht,ist das eine starke Metapher. Wir wollen zeigen, dass Liebe und Sex hier unterdru?ckte Fantasien bleiben.
Die melancholische Stimmung des Films geht von der Haupthandlung zwischen Issa und Siham aus. Doch Melancholie ist ansteckend in Gaza, und so erfasst sie auch die Nebenstra?nge der Geschichte von Leila, Ali, Walid und dem Lebensmittelha?ndler. Unsere Geschichte ist das Porträt mehrerer Generationen und zeichnet auf diese Weise ein Bild vom wahren und echten Leben in Gaza.
Wir haben außerdem versucht, eine Balance zwischen schwarzer Komo?die und Charakterstudie zu schaffen. Aber wollten die Komo?die nie Oberhand gewinnen lassen. Die Helden unseres Films sind und bleiben einfache und bescheidene Menschen. Wir wollten ihren Alltag in Szene setzen und ihn in seiner ganzen Ha?sslichkeit und Scho?nheit zeigen.Die Musik von Leonard Cohen (vgl. "Dance Me to the End of Love") ist eine große Inspirationsquelle fu?r den Soundtrack unseres Films. Es ist uns wichtig, dies zu erwa?hnen, denn dieser Titel beschreibt die spezielle Tonalita?t des Drehbuchs sehr treffend.
Der Ton des Films wirkt lustig, schwarz oder auch mal zynisch, aber vor allem ist er zart und melancholisch wie Issa und Siham. Ihr Kommen und Gehen, ihre kleinen Begegnungen, der Verlauf ihrer Geschichte sind fast wie choreographierte Momente, die dieses Gefu?hl von Za?rtlichkeit, von Melancholie betonen. Ein gemeinsamer Moment unter einem Regenschirm, ein vorsichtiger Blickwechsel auf dem Markt, eine zu kurze Hose, ein Muschelarmband... Manchmal sind die einfachsten Geschichten die scho?nsten.
ArabNasser und Tarzan Nasser
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Mittwoch 14.07.2021
MORGEN GEHÖRT UNS
Ab 15. Juli 2021 im Kino
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Es sind Kinder aller Herren Länder, und sie kämpfen für ihre Überzeugungen und eine bessere Zukunft. Sie heißen José Adolfo, Arthur, Aïssatou, Heena, Peter, Kevin und Jocelyn. Obwohl sie Kinder sind, haben sie ihren Blick geschärft für das, was um sie herum nicht stimmt. Sie lassen sich von keinem sagen, dass sie zu klein, zu machtlos oder zu unwissend sind, um gegen die allgegenwärtigen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Die Zustände, unter denen sie leben, mögen beängstigend sein, doch ihr Lebensmut und ihr untrügliches Gefühl für Gerechtigkeit sind stärker.
Woher nehmen diese Kinder den Mut, aufzubegehren? Woher kommen ihre Ideen, die so erstaunlich wie unkonventionell sind? Mit ihrer unglaublichen Charakterstärke und ihrem Mut schaffen es die Kinder, Erwachsene zu überzeugen und in ihnen Unterstützer zu finden.
Regisseur Gilles de Maistre (MIA UND DER WEISSE LÖWE) gibt diesen bemerkenswerten Kindern mit seinem Dokumentarfi lm eine Plattform.
Eine neue Generation kleiner Revolutionäre wächst heran. Den unbedingten Willen der Kinder, die Welt zu verändern, mitzuerleben ist anrührend und inspirierend zugleich. Gilles de Maistre weiß diese Kraft, diese Fröhlichkeit und Energie der Kinder in seinen wunderbaren Bildern einzufangen. Ein Film, der Pflicht sein sollte für alle, die schon resigniert haben. Und für alle anderen natürlich auch.

Ein Film von Gilles de Maistre


JOSÉ ADOLFO – 13 JAHRE – AREQUIPA, PERU
José Adolfo gründete mit sieben Jahren eine Umweltbank, über die Kinder durch das Sammeln und Recyceln von Müll für den Umweltschutz sensibilisiert werden. Die Kinder benötigen mindestens fünf Kilo wiederverwertbaren Hausmüll (Plastik oder Papier), um bei ihm ein Konto zu eröffnen und sollen monatlich mindestens ein Kilo „einzahlen“. Der so gesammelte Müll wird an spezialisierte Unternehmen verkauft. Im Ge-genzug erhalten die Kinder symbolisch Geld, das sie gegen reales Geld eintauschen können. Heute sind 3000 Kinder zwischen zehn und achtzehn Jahren bei José Adolfo Kunden.

ARTHUR – 10 JAHRE – CAMBRAI, FRANKREICH
In Cambrai verkauft Arthur seine selbstgemalten Bilder, um Essen und Kleider für Obdachlose kaufen zu können. Er hatte schon als kleines Kind den Wunsch, den Ärmsten der Armen, die auf den Straßen in seiner Stadt leben, zu helfen. Seine Eltern rieten ihm, Geld auf eine Art zu sammeln, die ihm liegt. Er wählte das Malen. Bis heute hat er an die hun-dert Bilder verkauft. Jedes Einzelne bringt ihm zwischen 50 und 200 Euro ein. Mit dem erwirtschafteten Geld geht Art-hur einkaufen und packt Tüten mit Essen, Kleidung und an-deren lebensnotwendigen Dingen. Gemeinsam mit seiner Mutter bringt er die gepackten Tüten zu den Obdachlosen. Sein größter Wunsch ist es, einmal so viel Geld zu haben, dass er ein Haus für all die Obdachlosen kaufen kann, in dem sie ein Zuhause haben und in Würde leben können.

AÏSSATOU – 12 JAHRE – CONAKRY, GUINEA
Aïssatou hat sich dem Kampf gegen Gewalt, die Frauen in ihrem Land angetan wird, verschrieben. Ihr Vorbild ist Idrissa Bah, die sich mit 13 Jahren gegen Zwangsehen engagierte und heute mit ihren 20 Jahren Präsidentin eines Young Leaders’ Club für Mädchen in Guinea ist. Aïssatou spricht auf den Märkten mit den Leuten, verschafft sich zusammen mit gleichgesinnten Mädchen durch Aktionen Gehör, spricht unermüdlich bei den institutionellen Stellen vor, um die Politiker dazu zu bringen, sich stärker gegen die stillschweigend geduldeten Kinderehen zu positionieren. Wenn sie von einer Hochzeit mit einer Minderjährigen erfährt, versucht sie zusammen mit anderen Frauen diese zu verhindern. Im Fall einer bereits geschlossenen Kinderehe klärt Aïssatou die Betroffene über die einzelnen Schritte auf, die getan werden müssen, um die Eheschließung wieder zu annullieren.

HEENA – 11 JAHRE – NEU DELHI, INDIEN
Balaknama ist ein monatlich erscheinendes Magazin, das von Kindern geschrieben wird, die in Neu Delhi auf der Straße leben und arbeiten. Balaknama heißt „die Stimme der Kinder“. Ihre Geschichten handeln von den zahlreichen Problemen, mit denen sie alltäglich konfrontiert sind, aber auch von ihren Hoffnungen auf ein besseres Leben. Heena ist eine von diesen Kinderreportern. Die gesammelten Geschichten werden in richtigen Redaktionssitzungen von den Kindern mit großer Ernsthaftigkeit diskutiert. Die gedruckten Zeitungen werden im Anschluss von den Kinderreportern an andere von Obdachlosigkeit oder Kinderarbeit betroffenen Kinder verteilt oder in Lesungen für junge Analphabeten vorgestellt. Heena setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass die Kinder auf der Straße Lesen und Schreiben lernen, um es einmal besser zu haben.

KEVIN, JOCELYN UND PETER10, 12 UND 13 JAHRE – POTOSÍ, BOLIVIEN
In Bolivien, einem Land von elf Millionen Einwohnern, wird die Existenz von über einer Million Kinderarbeitern als normal angesehen. Angesichts der extremen Armut scheint sie in armen Familien oft ein unumgängliches Schicksal. Die Kinder, die in Minen und Ziegeleien arbeiten, haben eine Gewerkschaft gegründet, um sich selbst vor ausbeuterischen Arbeitgebern zu schützen. Tatsächlich existiert diese Vereinigung auch, um ihr Recht auf Arbeit zu verteidigen. Darüber hinaus setzen sie sich in ihren Kindergewerkschaften für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und Entlohnung ein – so wie sie auch ihre erwachsenen Kollegen erstritten haben.



DER REGISSEUR GILLES DE MAISTRE
Gilles de Maistre, geboren am 8. Mai 1960, studierte Philosophie und schloss 1985 sein Studium am Centre de Formation des Journalistes ab, wo er im Anschluss an sein Studium eine Ausbildung zum Fotojournalisten absolvierte. Heute produziert er Reportagen und Dokumentationen über Kriege, Hungersnöte, Obdachlose, Gewalt oder Naturkata-strophen. Er reist mit seiner Kamera um die Welt, um Missstände aufzuzeigen, um zu alarmieren und zu informieren.
Seine Dokumentarfi lmreihe J‘AI 12 ANS ET JE FAIS LA GUERRE, von Canal+ und France 3 produziert, wurde 1990 vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Albert-Londres-Preis, dem Preis für den besten Dokumentarfilm beim International Emmy Award und dem 7 d‘Or für die Beste Reportage. 1994 führte er bei seinem ersten Spielfilm KILLER KID Regie, der bei den Filmfestspielen von Cannes den Publikumspreis und den Prix Cannes Junior gewann. 2007 realisierte er den Dokumentarfilm DER ERSTE SCHREI, der für den César für den Besten Dokumentarfilm nominiert wurde. 2017 hatte sein Dokumentarfilm LA QUÊTE D‘ALAIN DUCASSE, der dem weltberühmten Koch gewidmet ist, seinen Kinostart. 2018 kam sein Film MIA UND DER WEISSE LÖWE in die Kinos. Der Film entwickelte sich zum meistgesehenen fran-zösische Film außerhalb Frankreichs im Jahr 2019.

Filmografie
2019 MORGEN GEHÖRT UNS
2018 MIA UND DER WEISSE LÖWE
2017 LA QUÊTE D‘ALAIN DUCASSE
2007 DER ERSTE SCHREI
2002 FÉROCE
1994 KILLER KID
1990 J‘AI 12 ANS ET JE FAIS LA GUERRE
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Donnerstag 08.07.2021
WER WIR WAREN
Ab 08. Juli 2021 im Kino
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„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“
Roger Willemsen

Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind?
In WER WIR WAREN blicken wir auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und fragen uns im Geiste von Willemsens Vermächtnis, ob sie an uns verzweifeln werden. Sechs Denker*innen und Wissenschaftler*innen reflektieren die Gegenwart und blicken in die Zukunft.
Produzent, Regisseur und Autor Marc Bauder begleitet seine Gesprächspartner*innen in die Tiefen des Ozeans, über das Dach der Welt, bis in die Weiten des Weltraums und beleuchtet dabei die unglaublichen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns, einen globalen Wirtschaftsgipfel, das Erbe der Kolonialisierung und die Gefühle eines Roboters.
Dieser inspirierende Blick auf unsere Welt hält eine hoffnungsvolle Botschaft für uns alle bereit: Wir selbst haben es in der Hand, wer wir sind, wenn wir unsere Verbundenheit, unsere Gemeinsamkeit, unser ›Wir‹ erkennen.
WER WIR WAREN ist ein intensives Treffen mit sechs bedeutenden Denker*innen und Wissenschaftler*innen unserer Zeit: Alexander Gerst (Astronaut), Dennis Snower (Ökonom), Matthieu Ricard (Molekularbiologe und Mönch), Sylvia Earle (Ozeanologin), Felwine Sarr (Ökonom, Soziologe und Philosoph) und Janina Loh (Philosophin und kritische Posthumanistin).

Ein Film von Marc Bauder

Poetisch, intensiv und in aufwändig komponierten Bildern erzählt WER WIR WAREN von Zuständen, Visionen, Chancen und Optionen.
Schriftsteller, Denker und Moderator Roger Willemsen (1955 – 2016) arbeitete bis kurz vor seinem Tod an einem neuem Buch. Es sollte „Wer wir waren“ heißen und unsere Gegenwart betrachten –aus der Zukunft. Als Roger Willemsen im Sommer 2015 krank wurde, musste er die Arbeit an seinem Text einstellen. Zentrale Gedanken davon aber stecken in einer mitreißenden »Zukunftsrede«, die zu seinem letzten öffentlichen Auftritt wurde. Sie ist der leidenschaftliche Aufruf an die nächste Generation, sich nicht einverstanden zu erklären.
WER WAREN feiert seine Weltpremiere in der Reihe „Berlinale Special“ bei den 71. Internationalen Filmfestspielen Berlin. Der Film ist eine Produktion von Regisseur und Drehbuchautor Marc Bauder („Master of the Universe“, „Jeder schweigt von etwas anderem“). Die Bildgestaltung übernahm Börres Weiffenbach („Body of Truth“, „Dead Man Working“). Der Film entstand in Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, dem Südwestrundfunk und ARTE sowie den Produzenten Hanfgarn & Ufer, unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg, von Hessen Film, der Filmförderungsanstalt, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Deutschen Filmförderfonds.
WER WIR WAREN wurde mit dem Hessischen Film-und Kinopreis 2020 ausgezeichnet.
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Mittwoch 30.06.2021
PERCY
Ab 01. Juli 2021 im Kino
Was tun, wenn dich ein globaler Konzern wegen Diebstahls auf Schadensersatz verklagt? Genau diese Frage muss sich Percy Schmeiser (Christopher Walken) stellen, als er ein Schreiben des Chemieriesen Monsanto auf seiner kanadischen Farm erhält. Monsanto beschuldigt ihn, anstelle des eigenen Saatgutes den genmanipulierten Raps der Firma auf seinen Feldern auszusähen. Die Chancen stehen schlecht für den 70 -jährigen Farmer. Aber Percy lässt sich nicht einschüchtern und zieht mit Hilfe eines findigen Anwalts (Zach Braff) vor Gericht. Unterstützung erhält er dabei von der Umweltaktivistin Rebecca (Christina Ricci).
"David gegen Goliath" ist ein Thema, das spätestens seit ERIN BROCKOVICH auch im Film begeistert. Basierend auf der wahren Geschichte des Farmers und Saatgutzüchters Percy Schmeiser erzählt PERCY die unglaubliche Geschichte eines Mannes, der eigentlich nur seine Farm retten wollte, aber zur Stimme für Bauern auf der ganzen Welt wurde. Für seinen Einsatz wurde dem deutschstämmigen, 2020 verstorbenen Percy Schmeiser im Jahr 2007 der "Alternative Nobelpreis" verliehen.

Ein Film von Clark Johnson
Mit Christopher Walken, Christina Ricci, Zach Braff, Luke Kirby


Kann man etwas patentieren, das lebendig ist?
PERCY basiert auf den wahren Ereignissen des sechsjährigen Kampfes eines unabhängigen Rapsbauern gegen den globalen Konzerngiganten Monsanto. Der 67-jährige Percy Schmeiser (Christopher Walken) wird beschuldigt, das gentechnisch veränderte Saatgut (GVO – gentechnisch veränderte Organismen) des Unternehmens ohne Lizenz anzubauen. Unter dieser Anschuldigung droht Percy sein Land zu verlieren. Deshalb bringt er seinen Fall bis vor das höchste Gericht. Er möchte klären, ob es ein multinationales Patentrecht auf Saatgut und Pflanzen geben kann. Von dem Agrochemie-Giganten öffentlich in die Enge getrieben, wird Schmeiser von seinem Kampf für Gerechtigkeit völlig vereinnahmt und vernachlässigt bald seine Farm und seine Familie, denn er möchte "die Dinge richtigstellen". Als er beginnt, Monsantos Geschäftspraktiken zu erforschen, merkt Schmeiser bald, dass sein Kampf kein Einzelfall ist. Vielmehr kämpft er für Hunderttausende von entrechteten Bauern auf der ganzen Welt.
Percy geht auf die Straße, um Geld für seine Verteidigung zu sammeln, spricht zu großen und kleinen Menschenmengen und baut eine Bewegung auf. Plötzlich ist er ein Volksheld und Anführer in einem Kampf für den Schutz der Rechte der Bauern und der Nahrungsmittelversorgung für die Welt und gegen die Gier der Konzerne. Was kann ein einfacher Mann gegen globale Konzerne tun, die mächtiger als Länder sind? Die Aufgabe scheint unüberwindbar und aussichtslos. Doch Schmeiser und seine Frau Louise (Roberta Maxwell) lassen sich nicht einschüchtern und gemeinsam stellen sie sich dem finalen Kampf gegen Monsantos millionenschweres Anwaltsteam.
Percy tut sich mit dem Anwalt Jackson Weaver zusammen, der von Zach Braff (GARDEN STATE, SCRUBS) gespielt wird, und erhält Unterstützung von der Anti-GVO-Aktivistin Rebecca Salcau, gespielt von Christina Ricci (SLEEPY HALLOW, MONSTER). Neben ihnen und dem Oscar-Preisträger Christopher Walken gehören auch Roberta Maxwell (BROKEBACK MOUNTAIN, THE POSTMAN) als Percys Ehefrau, Adam Beach (HOSTILES, SUICIDE SQUAD) als Percys Feldarbeiter Alton Kelly, Luke Kirby (MARVELOUS MR. MAISEL, TAKE THIS WALTZ) als Percys Sohn; Martin Donovan (ANT-MAN, INSOMNIA) als Monsantos Hauptanwalt Rick Aarons und Peter Stebbings (IMMORTALS) als Rebeccas NGO-Boss zu dem hochkarätigem Cast.



PERCY SCHMEISER

Percy Schmeiser, ein robuster Landwirt in seinen späten 60ern, hatte sein ganzes Leben lang Lebensmittel auf dem Hof seiner Familie angebaut. Seine Welt wurde erschüttert, als er erfuhr, dass er vom weltgrößten Chemie- und Landwirtschaftsunternehmen Monsanto verklagt wurde. Das Unternehmen behauptete, dass Percy ihr neues gentechnisch verändertes Saatgut (GMO) ohne Lizenz verwendet. Percy wies die Behauptungen zurück. Er erinnerte jeden, der zuhören wollte, daran, dass er ein "Saatgut-Retter" sei und seit fast 50 Jahren sein eigenes krankheitsresistentes Saatgut entwickelt habe. Er bestand darauf, dass sein Saatgut besser sei als das von Monsanto und dass er nie etwas von den High-Tech-GVOs seines Anklägers gewusst habe. Tatsächlich glaubte Percy, dass Monsanto wusste, dass sein Saatgut besser war als ihres, und dass sie versuchten, sein Lebenswerk zu stehlen! Percy hatte die Wahl - eine kleine Geldstrafe zu zahlen und zuzugeben, etwas getan zu haben, was er nicht getan hatte, ODER den riesigen multinationalen Konzern vor Gericht herauszufordern - ein Kampf, von dem niemand außer Percy dachte, dass er ihn gewinnen könnte.
Percy blieb hartnäckig - niemand würde sein Recht verletzen, sein eigenes Land so zu bewirtschaften, wie er es für richtig hielt. Und niemand würde damit durchkommen, ihn einen Dieb zu nennen und den Namen seiner Familie in den Schmutz zu ziehen. Entschlossen, zu seinen Prinzipien zu stehen, riskierte Percy den Verlust seiner Farm und führte seinen Kampf gegen Monsanto bis zum Obersten Gerichtshof.
Im Laufe der sechs Jahren Kampf wurde dieser pragmatische, hartnäckige Familienvater zu einem internationalen Helden und zu einem Verfechter der Rechte aller Landwirte. Sein Mut inspirierte neue Gesetze zum Schutz der Menschen, die unsere Nahrung anbauen. Im Jahr 2000 wurde er mit dem prestigeträchtigen Mahatma Gandhi Award für zivile Verdienste geehrt. Letztendlich trug Percys „David gegen Goliath“-Kampf dazu bei, die Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen und die Übernahme unseres Lebensmittelsystems durch gierige Konzerne aufzuhalten.



CHRISTOPHER WALKEN (PERCY)

Christopher Walken wurde 1943 in New York geboren. In den meisten seiner Filme verkörpert er den Bösewicht oder düstere, verstörende Figuren.
Für seine Darstellung in DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN gewann Christopher Walken einen Oscar und den New York Film Critics Circle Award. Walken erhielt eine Academy Award-Nominierung und gewann BAFTA- und SAG-Awards für seine Rolle in CATCH ME IF YOU CAN. Zusätzlich wurde er 2010 für einen Tony Award und einen Drama Desk Award für seine Darstellung in dem Broadway-Stück A BEHANDING IN SPOKANE nominiert.
Walken spielte in zahlreichen weiteren bekannten und preisgekrönten Filmen und Stücken von namenhaften Regisseuren mit, darunter PULP FICTION von Quentin Tarantino, DEAD ZONE von Stephen King, TRUE ROMANCE von Tony Scott mit Gary Oldman, KING OF NEW YORK von Abel Ferrera, BATMANS RÜCKKEHR von Bob Kane mit Micheal Keaton, 7 PSYCHOS von Martin McDonagh, HAIRSPRAY von Adam Shankman und mit John Travolta, SLEEPY HALLOW von Tim Burton und an der Seite von Johnny Depp, JAMES BOND 007 – IM ANGESICHT DES TODES in der Rolle des Gegenspielers von Roger Moore oder in DER STADTNEUROTIKER von Woody Allen.
Außerdem spielte Walken in einigen Musikvideos mit, z.B. in WEAPON OF CHOICE von Fatboy Slim, bei dem Spike Jonze Regie führte oder auch in Madonnas BAD GIRL.


CHRISTINA RICCI (REBECCA)

Christina Ricci ist eine der angesehensten Schauspielerinnen Hollywoods. Erst kürzlich hat Ricci die Produktion des Showtime-Thriller-Piloten YELLOW JACKETS abgeschlossen. Zuletzt war sie in der von der Kritik hochgelobten Amazon-Serie Z zu sehen, die von der Liebesaffäre zwischen Zelda und F. Scott Fitzgerald handelt. Ricci sicherte sich die Rechte auf das Material und stellte die Serie zusammen, wobei sie sowohl als ausführende Produzentin als auch als Hauptdarstellerin fungierte.
Zu ihren weiteren von der Kritik gefeierten Rollen gehören ihre Auftritte in BLACK SNAKE MOAN von Regisseur Craig Brewer (Hustle & Flow), MONSTER mit der Oscar-Preisträgerin Charlize Theron in der Hauptrolle, DER EISSTURM von Regisseur Ang Lee und in THE OPPOSITE OF SEX von Regisseur Don Roos. Sie wurde für einen Golden Globe Award, einen American Comedy Award und einen Independent Spirit Award als beste Schauspielerin für ihre Arbeit in THE OPPOSITE OF SEX nominiert und erhielt einen National Board of Review Award als beste Nebendarstellerin für ihre gesamte Leistung in THE OPPOSITE OF SEX, BUFFALO 66 und John Waters PECKER.
Zu Riccis weiteren Projekten gehören Wes Cravens VERFLUCHT, Woody Allens romantische Komödie ANYTHING ELSE, Sally Potters IN STÜRMISCHEN ZEITEN und ein denkwürdiger Cameo-Auftritt in Terry Gilliams FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS. Außerdem spielte Ricci an der Seite von Johnny Depp in Tim Burtons SLEEPY HOLLOW, für den sie mit dem Blockbuster Entertainment Award ausgezeichnet wurde.
Riccis Auftritt im Alter von sieben Jahren in einem Weihnachtsstück der Schule erregte die Aufmerksamkeit eines lokalen Theaterkritikers, der ihren Eltern vorschlug, eine Schauspielkarriere in Betracht zu ziehen. Ihr professionelles Schauspieldebüt gab sie ein Jahr später in MEERJUNGFRAUEN KÜSSEN BESSER in der Schlüsselrolle von Chers jüngster Tochter und Winona Ryders Schwester. Als Kinderdarstellerin überzeugte Ricci Publikum und Kritiker gleichermaßen mit ihrer gewinnenden Darstellung der seltsam liebenswerten Wednesday Addams in THE ADDAMS FAMILY. Ihre Darstellung begeisterte die Macher des Films und die Filmfans so sehr, dass Riccis Rolle in der Fortsetzung ADDAMS FAMILY VALUES erweitert wurde. Anschließend spielte sie die Hauptrolle in dem Überraschungshit des Sommers 1995 CASPER. Dafür erhielt Ricci den prestigeträchtigen NATO ShowEast Star of the Year Award und den Star of Tomorrow Award des Motion Picture Booker's Club für ihre herausragenden Leistungen und für die über 100-Millionen-Dollar-Kassenerfolge von THE ADDAMS FAMILY und CASPER.



ZACH BRAFF (JACKSON)

Zach Braffs Erfolg als Schauspieler begann 2001 mit der beliebten Fernsehserie SCRUBS. Die Serie erhielt während ihrer neunjährigen Laufzeit zahlreiche Emmy-Nominierungen in den Kategorien "Outstanding Comedy Series" und "Comedy Writing". Braff erhielt eine Emmy-Nominierung und drei aufeinanderfolgende Golden-Globe-Nominierungen, während er gleichzeitig auch hinter der Kamera arbeitete, wo er bald als Regisseur, Autor und Produzent tätig wurde.
Nachdem er bei sieben Episoden von SCRUBS Regie geführt hatte (darunter die 100. Episode der Serie), gab Braff 2004 sein Spielfilmdebüt als Regisseur und Autor mit der Komödie GARDEN STATE, in der er auch die Hauptrolle spielte. GARDEN STATE spielte mehr als 35 Millionen Dollar an den Kinokassen ein, wurde von Filmkritikern auf der ganzen Linie gelobt und erhielt über drei Dutzend Preisnominierungen. Braff gewann einen Independent Spirit Award für den besten Erstlingsfilm und war für das beste Erstlingsdrehbuch nominiert. Der Soundtrack des Films verkaufte sich mehr als eine Million Mal und brachte Braff einen Grammy Award für das beste Compilation Soundtrack Album ein. Weitere Auszeichnungen für GARDEN STATE sind der "Breakthrough Director" auf dem Hollywood Film Festival und eine Nominierung für den Großen Preis der Jury auf dem Sundance Film Festival.
Braff schrieb 2013 Geschichte, als er seinen zweiten Spielfilm WISH I WAS HERE über eine Online-Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter finanzierte. Das Projekt übertraf sein 2-Millionen-Dollar-Ziel in nur vier Tagen und sammelte schließlich insgesamt 3,1 Millionen Dollar ein. Der Erfolg machte Schlagzeilen und trug dazu bei, Crowdfunding als praktikables Modell für die Finanzierung von Filmen zu etablieren.
Der Film wurde mit Kate Hudson, Mandy Patinkin und Josh Gad in den Hauptrollen gedreht und kam im Juni 2014 in die Kinos.
Zu seinen weiteren schauspielerischen Leistungen gehören Greg Berlantis ergreifende Komödie DER CLUB DER GEBROCHENEN HERZEN, Tony Goldwyns romantische Komödie DER LETZTE KUSS, DIE SUMME UNSERER ENTSCHEIDUNGEN, MEIN EX – MEIN ALPTRAUM an der Seite von Amanda Peet und Jason Bateman, GETTING TO KNOW YOU, adaptiert nach Werken von Joyce Carol Oates und das Walt-Disney-Fantasy-Abenteuer DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ, unter der Regie von Sam Raimi.
(Quelle: Vertrieb)
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Donnerstag 24.06.2021
AZNAVOUR BY CHARLES
Ab 17. Juni 2021 im Kino
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1948 schenkte Edith Piaf Charles Aznavour eine Paillard-Bolex-Kamera, die er sein Leben lang behielt. Bis 1982 drehte Aznavour unzählige Stunden von Bildmaterial, wie für ein sehr persönliches Tagebuch. Bei all den entscheidenden Erlebnissen und Begegnungen seines Lebens war die Kamera dabei, er filmte seine Reisen, seine Freunde, seine Liebesbeziehungen, seine Langeweile.
Kurz vor seinem Tod begann Aznavour mit dem Filmemacher Marc di Domenico das Material zu sichten und entschied, aus den Aufnahmen einen Film zu erstellen, seinen Film. Mit AZNAVOUR BY CHARLES lernen wir den Star-Chansonnier (180 Millionen verkaufte Platten) von einer ganz persönlichen Seite neu kennen.


Ein Film von CHARLES AZNAVOUR, in der Regie von MARC DI DOMENICO


AZNAVOUR BY CHARLES
Biographie

Der Abgang von Charles Aznavour, dem letzten Großmeister des französischen Chansons, markiert das Ende einer Ära. In seinen Anfängen musste er jedoch gegen die Kritiker kämpfen, um mit seiner als "unmöglich" angesehenen Physis und seiner "beklagenswert" genannten Stimme triumphieren zu können. Aber die Kraft seiner Lieder fegt alles hinweg. Der Sänger von tausend Liedern war auch ein geistreicher und lässiger Schauspieler. Mit 35 landete er seine erste wichtige Rolle in „La Tête contre les murs“ von Georges Franju (1958). Er wurde dann von François Truffaut entdeckt, der ihm seine erste Rolle in „Tirez sur le pianiste“ (1960) gab. Er beschloss bald, seine Gesangs- und seine Schauspielkarriere abwechselnd zu betreiben. Während in den Plattenläden seine Langspielplatte „Je me voyais déjà“ ganz oben auf den Hitlisten stand und seine Tournee in der Alhambra ausverkauft war, erreichte er den Höhepunkt seiner Schauspielkunst mit „Un Taxi pour Tobrouk“ (1961). Der Film erreichte fünf Millionen Zuschauer und gewann den Grand Prix des französischen Kinos.
In seiner fünfzigjährigen Filmkarriere verkaufte der singende Schauspieler 180 Millionen Alben und spielte in rund sechzig Filmen. Aber Charles Aznavour war selbst ein Amateurregisseur. Er nahm seine kleine Kamera überall mit und filmte seinen Alltag, seine Reisen, seine Erfolge. Seit 1948 hat der Sänger sein Leben als Filmemacher betrachtet, hielt seine Erinnerungen im Film fest und gab uns damit das immense Geschenk einer gemeinsamen Intimität. Der faszinierende Film AZNAVOUR BY CHARLES zeichnet mit seinen Augen das Leben eines Giganten des Gesangs und Kinos nach.
(Quelle: Vertrieb)
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