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7. DREI WINTER
8. HEARTBEAST
9. MEHR DENN JE
10. ECHO
11. HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG
12. DIE SCHRIFTSTELLERIN, IHR FILM UND EIN GLÜCKLICHER ZUFALL
Mittwoch 14.12.2022
DREI WINTER
Ab 15. Dezember 2022 im Kino
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In einem entlegenen Schweizer Alpendorf greift der zugezogene Marco dem Bergbauern Alois unter die Arme; auch beim Stammtisch lernt man den stämmigen Eisteetrinker langsam schätzen. Anna wiederum kommt ursprünglich aus dem Dorf; ihre Tochter Julia stammt aus einer früheren
Beziehung. Dass die neue klappen wird, bezweifeln so manche. Marco und Anna nicht, sie heiraten. Ihre Liebe ist behutsam und schön. sie beschwören sie mit einfachen Worten, können sie nicht fassen. Doch bald scheint Marco immer öfter die Kontrolle über seine Impulse zu verlieren …

Ein Film von Michael Koch
Mit Michèle Brand, Simon Wisler, Josef Aschwanden u.a.


INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR MICHAEL KOCH

Die schroffe, wilde Berglandschaft von DREI WINTER hat nichts mit dem polierten, idyllischen Bild zu tun, das viele Menschen von der Schweiz haben.
- Ich wollte meine Geschichte in einer Bergwelt ansiedeln, die interessanter ist als das Postkartenbild, das viele im Kopf haben, wenn sie an die Schweiz denken. Das Leben in den Bergen ist selten einfach nur schön; oft ist es rau und brutal. Das Tal, in dem wir gedreht haben, ist eng, die Hänge sind steil, die Arbeit hart. Im Winter liegt die Dorfkirche einen Monat lang im Schatten, weil es die Sonne nicht schafft, über die Bergkante zu steigen. Ein solcher Ort strahlt für mich eine ganz andere Energie aus als ein schmuckes Bergdorf in einer für Touristen herausgeputzten Bergidylle. Auch habe ich nach einem Ort gesucht, wo die Menschen primär von der Berglandwirtschaft leben und nicht, wie in vielen anderen Bergregionen der Schweiz, vom Tourismus. Ich glaube, dadurch ist ihr Verhältnis zur Natur, zu ihrem Land, das sie in täglicher Arbeit bestellen, intensiver. Im Kern kreist der Film ja um die Frage, wie unser Verhältnis zur Natur unseren Umgang mit dem Tod, dem Kranksein, beeinflusst. Und hierfür schien mir ein Ort, an dem die Naturgewalt unmittelbar zu spüren ist, sehr interessant.

Durch die Natur, die Ihre Protagonisten umgibt, können die Charaktere gar nicht anders, als sich klein zu fühlen. Was wollten Sie über die besondere Beziehung vermitteln, die die Gemeinschaft mit der Natur verbindet?
- Angesichts einer Bergwelt, die seit Jahrtausenden besteht, erscheint unsere eigene Existenz
mitunter ganz schön unbedeutend. Ich glaube das ist eine Erfahrung, die die Menschen in den Bergen prägt. Ein anderer Aspekt, der das Verhältnis der Bergler zur Natur bestimmt, ist die harte Arbeit in der rauen Umgebung. Egal zu welcher Jahreszeit, egal bei welchem Wetter, wird mit und in ihr gearbeitet. In einer Natur, die immer wieder auch ihr zerstörerisches Potential offenbart. Und wer in den Bergen aufwächst, weiß, dass die Natur am Ende stärker ist als wir. Lawinen, Schneestürme, Felsstürze zeugen von dieser Kraft. Die Bergler müssen damit umgehen und sind diesen Naturgewalten ausgesetzt. Ich glaube das ist eine prägende Erfahrung und macht sich dann auch in der Haltung im Umgang mit schwierigen Situationen im Leben bemerkbar. die Naturgewalt unmittelbar zu spüren ist, sehr interessant.

War es eine Herausforderung, die Balance zwischen dem fast schon dokumentarischen Zugang des Films und den formalen Elementen – wie dem Chor, der elliptischen Erzählweise – herzustellen? Gab es eine bestimmte Tonalität, die Sie finden oder entdecken wollten?
Ja, der Film ist durch die Laien, die gewählten Drehorte und Szenen, stark im Dokumentarischen verwurzelt. Ich wollte diesem dokumentarischen Ansatz eine fiktionale Geschichte und eine klare formale Gestaltung gegenüberstellen. Der Chor beispielsweise unterteilt die Geschichte in unterschiedliche Kapitel, die einzelnen Szenen wiederum sind in langen, choreografierten Plansequenzen gedreht. Das heißt, die formale Gestaltung ist sehr präsent und widerspricht auf den ersten Blick dem dokumentarischen Ansatz. Aber es ist diese Reibung, die mich interessiert. Ich finde die formale Stilisierung macht die Authentizität der Laiendarstellerinnen erst wirklich sichtbar. Es entsteht eine neue Ebene und ich hatte stark das Gefühl den Laien eine gestaltete Bühne schaffen zu müssen, auf der sie sich dann frei entfalten können. Immer mit dem Anspruch, den jeweiligen Wesenskern des Menschen, den ich vor mir habe, so pur und authentisch wie möglich abzubilden, damit sich etwas Wahrhaftiges auf die Leinwand überträgt.
Ich fand den Ansatz von Anfang an richtig, nicht einen Film «über» die Menschen in den Bergen zu drehen, sondern mit ihnen zusammen. Dafür ließ ich mich stark von ihnen lenken. Ich habe geschaut, welche Arbeiten gerade anfallen, was sie mit ihren Tieren machen und diese Szenen dann in die Geschichte integriert und mit einem kleinen Team gedreht. Auf diese Weise wurden uns viele, großartige Szenen geschenkt, wie beispielsweise der Moment, in dem aus dem weißen Nirwana die Heuballen abgeseilt werden und Sekunden später sich die Sicht lichtet. Es ist nicht so, dass wir solche Szene zufälligerweise, dokumentarisch gedreht haben; aber wir wussten oft erst kurz davor Bescheid und mussten dann schnell reagieren. Das erfordert neben einer guten Vorbereitung natürlich eine entsprechende Produktionsstruktur, ein kleines, sehr versiertes Team und viel Zeit. Der Film wurde in drei unterschiedlichen Jahreszeiten und in 70 Drehtagen mit einem Team gedreht, das auf dem Set nur aus 12 Leuten bestand. Viele davon arbeiteten in Doppelfunktionen. Das war anspruchsvoll, aber auch schön zu sehen, wie die Teammitglieder über ihren Bereich hinaus mitdachten und Verantwortung übernahmen. Belohnt wurden wir mit Szenen, die ich mir am Schreibtisch zu Hause nicht hätte ausdenken können.

Was hat Sie ursprünglich motiviert, genau diese Geschichte zu erzählen?
- Ich hatte am Radio eine Geschichte über eine junge Frau gehört, deren Mann sich wegen eines Tumors stark veränderte und der später daran starb. Etwa zur gleichen Zeit starb meine Cousine, damals im gleichen Alter wie ich, als Folge eines Tumors. Das hat mich sehr beschäftigt. Ich habe angefangen, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. So bin ich auf drei unterschiedliche Geschichten von Menschen gestoßen, die ihren Partner in Folge einer Krankheit in jungen Jahren verloren haben. In einer dokumentarischen Recherche habe ich über Jahre hinweg unterschiedliches Material aus Gesprächen und Recherchereisen zusammengetragen und daraus eine Geschichte geschrieben.

Wollten Sie, dass das Spiel des Laien-Casts im Film zurückhaltend, fast reserviert wirkt?
- Die Stille der Bergwelt ist einzigartig und ich bin mir sicher, dass sie auch die Menschen, die dort leben, prägt. Ich hatte das Gefühl, dass sich dies oft durch eine gewisse Ruhe und Zurückhaltung ausdrückt, im Verhalten untereinander aber auch mir gegenüber. Es war diese Tonalität, in der ich die Geschichte erzählen und mich auch den Berglern nähern wollte.
Mir missfallen Filme, die umgehend und mit großem Aufwand die Gefühle ihrer Figuren verkaufen. Und ich finde in den Gesichtern der Laien gibt es sehr viel zu entdecken. Ich interessiere mich mehr für den Menschen, den ich vor mir habe und weniger für die Figur, wie sie im Drehbuch stand. Dementsprechend sehe ich es auch als Teil meiner Arbeit, bei der Inszenierung der Laien nicht zu übertreiben. Die Gefühlsregungen der Bergler liegen oft im Verborgenen. Sie gehen nach innen, liegen in der Tiefe. Man sucht nach ihnen, wie nach einem verborgenen Schatz.

Wie schwierig war es, Laiendarsteller:innen zu finden, die engagiert genug waren, um die Rollen von Anna und Marco zu spielen?
- Die Besetzung des Films war komplex. Sie hat fast drei Jahre gedauert. Michèle Brand, die die Anna spielt, hat auf unsere Anzeige in einer Lokalzeitung geantwortet. Weil ich wusste, dass sie den Film tragen musste, habe ich über eine lange Zeit hinweg immer wieder Testaufnahmen mit ihr gemacht. Es war wichtig ein starkes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Für die Rolle von Marco habe ich mit über 250 Männern gesprochen und sie fotografiert.
Diejenigen, die ich interessant fand, habe ich dann auf ihrem Hof oder im Dorf oder auf der Alp wiedergesehen und ausführlich mit ihnen gesprochen. Simon Wisler haben wir beispielsweise auf einem Schwingfest entdeckt. Ich erinnere mich noch an seine erste Reaktion, als ich ihn bei meinem Besuch auf seinem Hof fragte, ob er sich vorstellen könne, in einem Film mitzuwirken: «Vielleicht für zwei oder drei Tage, wenn es regnet», antwortete er mir. Die Arbeit der Bergbauern ist enorm fordernd, vor allem im Sommer. Da kann man keinen einzigen Tag verschwenden. Ich bin Simon sehr dankbar, dass er sich auf das Abenteuer eingelassen hat.

War Marcos Körperlichkeit für Sie wichtig? Sowohl was seinen Charakter betrifft, als auch für sein Spiel?
- Simon (Marco) ist wahrscheinlich einer der wuchtigsten und stärksten Männer, die ich kenne!
Aber auch er ist nicht von der Gefahr einer Krankheit gefeit, die ihn befällt, ihn schwächt und letztlich zerstört. Ich glaube, das ist ein wichtiger Aspekt der Geschichte, dass wir im Leben Dingen ausgesetzt sind, die nicht in unserer Macht stehen. Es geht darum, wie wir damit umgehen. Und um diese Frage dreht sich meiner Meinung nach der Film.
Um noch einmal auf die Körperlichkeit von Marco zurückzukommen: Ich fand ihn auch deshalb interessant, weil für mich in diesem wuchtigen, mächtigen Körper eine große Melancholie schlummert und ein sensibler Wesenskern zum Vorschein kommt. Ich habe bewusst nach einem Gegensatz zu Annas Körperlichkeit gesucht, die ja sehr fein und zart ist, dann aber zum Schluss mit großer Gelassenheit und Stärke den Widrigkeiten trotzt.

Wieso war es wichtig, dass Marco nicht aus dem Tal stammt?
- Ich fand die Idee interessant, jemanden von außen in das kleine Bergdorf kommen zu lassen,
dessen Präsenz und Wirkung im Dorf vieles durcheinanderbringt. Die Bergler reagieren unterschiedlich auf den Außenseiter, den Neuen. Einige sind von Anfang an skeptisch, andere wie Alois begegnen ihm mit Offenheit, schätzen seine Tatkraft, wieder andere fühlen sich in ihren Vorurteilen bestätigt. Das Dorf reagiert mit einer breiten Palette an Reaktionen, wie sie in jeder Gesellschaft zu beobachten sind, wenn sich Neues ankündigt, Veränderungen anbahnen oder Gefahr naht. Es gibt die Skeptiker, warnende Stimmen, aber auch Menschen die offen und gelassen auf Veränderungen reagieren. Für Anna bedeutet Marco zu Beginn das große Glück, später aber, auf Grund seiner Krankheit und Wesensänderung, entpuppt er sich auch für sie als schwere Prüfung.

Sprechen wir über die Musik im Film. Sie ist sehr interessant: Zum Beispiel Ihre Verwendung des Eurodance-Hits „What is Love“, oder der Chor, der die ganze Geschichte erzählt. Sollte es sich anfühlen wie ein griechischer Chor?
- Ja, ich finde die Geschichte zwischen Anna und Marco lässt schon in ihrer Grundstruktur eine Verwandtschaft zur griechischen Tragödie erkennen. Wir haben den Tumor, der als Schicksalsschlag mit ungewissem Ausgang das Liebespaar und insbesondere Anna auf die Probe stellt. Meine Idee war es, dementsprechend den Dorfchor als Erzähler zu installieren, der das Geschehen kommentiert und strukturiert. Dem Zuschauer bietet sich so von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, das Gesehene zu ordnen, das Gezeigte zu reflektieren. Die Geschichte ist ja in großen Ellipsen und im Wechsel der Jahreszeiten erzählt. Der Chor hilft den gesamten Bogen der Geschichte zu gestalten.

Trotz der tragischen Elemente macht der Film deutlich, dass Anna kein passives Opfer der Umstände oder der Männer ist. Was fanden Sie neben der Kraft der «wahren Liebe» interessant und der enorm schwierigen Entscheidung, die Anna treffen muss?
Was mich fasziniert ist, wenn ich von Menschen höre, denen es gelingt, den Partner nicht für dessen Krankheit verantwortlich zu machen, auch wenn die Folgen oft schwer zu ertragen sind. Auf der anderen Seite trägt Anna auch eine Verantwortung ihrem sozialen, familiären Umfeld gegenüber. Das ist ein schmaler Grat und ich finde die Frage der Abwägung, wie man sich in einer solchen Situation verhält und welche Entscheidungen man trifft, ist nie leicht zu beantworten. Ich glaube auch, dass es so etwas wie «die wahre Liebe» nicht gibt. Ich denke Liebe kann ihre Form immer wieder verändern.
Das Schöne an der Geschichte ist doch, dass Anna trotz der widrigen Umstände, gegen die sie antritt und kämpft, nie ihre Haltung verliert. Sie lässt sich weder von der Dorfgemeinschaft noch durch religiöse Versprechen davon abbringen, ihrem eigenen Kompass zu folgen. Das macht sie für mich, auf eine besondere Weise, sehr stark und eigenständig. Es gelingt ihr, die Krankheit ihres Mannes als etwas zu akzeptieren, dem sie zwar ausgeliefert ist, an dem sie aber nicht verzweifelt. Darin zeigt sich für mich eine menschliche Größe, die mich berührt und beglückt.
(Quelle Verleih)
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Donnerstag 08.12.2022
HEARTBEAST
Ab 05. Dezember 2022 im Kino
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Elina (Elsi Sloan), eine 15-jährige aufstrebende Rapperin muss ihre Heimat Finnland verlassen und wegen des neuen Mannes ihrer Mutter nach Südfrankreich ziehen. Sofort fühlt sie sich zu ihrer neuen Stiefschwester Sofia (Carmen Kassovitz), 17, hingezogen, einer charismatischen Balletttänzerin. Doch diese führt ein Doppelleben voller Partys und Drogen. Schnell verwandelt sich ihre Freundschaft in ein toxisches Machtspiel.


Ein Film von Aino Suni
Mit Elsi Sloan, Carmen Kassovitz, Camille, Chilla, Adel Bencherif


In ihrem pulsierenden Spielfilmdebüt HEARTBEAST beschreibt die finnische Regisseurin Aino Suni die Beziehung zweier Stiefschwestern, die zunehmend von einer fatalen Obsession geprägt wird. HEARTBEAST ist ein dynamischer Mix aus einfühlsamer Coming-of-Age-Geschichte und packendem Psychothriller, der nicht nur durch seine prägnante Bildsprache, sondern auch mit seinem elektrisierenden Soundtrack von Air-Mitglied J.B. Dunckel in seinen Bann zieht. In den Hauptrollen glänzt neben Newcomer:in Elsi Sloan aus Finnland auch Carmen Kassovitz, Tochter des französischen Schauspielers und Regisseurs Mathieu Kassovitz (HASS uvm.). Flankiert werden die beiden Hauptdarstellerinnen von einem hochkarätigen Ensemble, dem u.a. die französische Musikerin Camille Dalmais (RATATOUILLE, CORSAGE uvm.), Adel Bencherif (EIN PROPHET, VON MENSCHEN UND GÖTTERN, SPECTRE uvm.) sowie die in Frankreich gefeierte Rapperin Chilla angehören.
Produziert wurde das französisch-finnisch-deutsche Projekt von Adastra Films (FR), MADE (FIN) sowie der Hamburger Produktionsfirma Oma Inge Film (u.a. SYSTEMSPRENGER, OVER & OUT). Unterstützt wurde das Projekt durch die Finnish Film Foundation, die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, die Région Provonce-Alpes-Côte d’Azur und dem Département des Alpes-Maritimes in Zusammenarbeit mit dem CNC und dem YLE. Die Entwicklung wurde gefördert von Creative Europe MEDIA. Für den Weltvertrieb zeichnet Kinology verantwortlich.
Seine Weltpremiere feierte der Film im Rahmen der „Nordic Competition“ des Göteborg Film Festivals und war im Anschluss auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen, darunter u.a. auf dem Champs-Elysées Festival Paris, dem Helsinki Love & Anarchy Film Festival und dem Giffoni Filmfestival. Seine Deutschlandpremiere feiert HEARTBEAST am 30.09. auf dem Filmfest Hamburg in der Sektion „Kaleidoskop“.

Die Port au Prince Pictures wird den Film am 5. Dezember bundesweit im Rahmen eines exklusiven Kino-Specials auf die deutschen Leinwände bringen.


REGIE-KOMMENTAR AINO SUNI
Ich wollte mit meinem Film die Intimität und Komplexität einer intensiven, doppelbödigen Liebes- und Hassbeziehung erkunden: Eine giftige und doch süchtig machende Beziehung, in der sich Machtverhältnisse dynamisch verschieben und verändern.
Zu Beginn des Films ist Elina jemand, der am Scheideweg ihres Lebens steht. Alles, was Elina kennt, muss sie hinter sich lassen und ihr Leben von Grund auf neu beginnen. Alleine in einer neuen Umgebung ist sie besonders verletzlich und sucht nach Bestätigung. Ihre Unsicherheit bringt ihre dunkelsten Ängste vor dem Verlassen werden zum Vorschein. Schließlich lernt Elina Sofia kennen: Für Elina ist ihre Halbschwester wie eine Retterin. Sie wird zu ihrem Idol, und Elina glaubt, dass die Liebe sie glücklich machen wird. Doch sie übersieht dabei, dass die Liebe zu unbeständig ist, um das Einzige zu sein, was sie zusammenhält. Weil Elina Angst hat, Sofia zu verlieren, geht sie letztlich bis zum Äußersten, um sie an sich zu binden.
In gewisser Weise ist HEARTBEAST eine Warnung, was passiert, wenn wir nicht ehrlich gegenüber uns selbst und unseren innersten Bedürfnissen sind. Die Liebe wird verdorben, wenn sie nur ein Mittel ist, um das eigene Unglück zu unterdrücken. Die Menschen wiederholen ihre Fehler und lernen nur selten aus ihnen. Es geschieht erstaunlich häufig, dass Menschen, die Missbrauch erfahren haben, zum Täter zurückkehren. Eine traumatische Bindung zu der Person, die ihnen ja eigentlich Leid angetan hat, lässt sie zum Opfer einer emotionalen Abhängigkeit werden.
Vor allem aber sind weder Sofia und Elina nur böse oder gute Menschen. Sie sind komplex, beide auf ihre Art verloren und unsicher. Sie sind Menschen wie jeder andere auch. Machen wir nicht alle Fehler? Ich suche in HEARTBEAST nicht so sehr nach Schuldigen – vielmehr möchte ich verstehen, was die Motivationen für Handlungen sind, die uns übermäßig leidenschaftlich und übertrieben erscheinen.



BIOGRAFIEN

AINO SUNI (Regie & Buch)
Aino Suni (geboren 1985) ist eine der vielversprechendsten skandinavischen Regisseurinnen ihrer Generation. 2014 schloss sie ihren Master in Drehbuchschreiben an der University of Salford, UK, ab. Ihre Kurzfilme TURNAROUND und WOLF CARVER wurden im Rahmen zahlreicher renommierter Filmfestivals gezeigt, darunter Clermont-Ferrand und Sarajevo, und darüber hinaus auf Canal+, RTL und YLE im Fernsehen ausgestrahlt. Ihr Dokumentarfilm NEVER AGAIN über die Gangsta-Rap-Künstlerin Mercedes Bentso feierte seine Weltpremiere 2018.
Aino Suni ist eine Berlinale Talents Alumni und lebt in Helsinki.


J.B. DUNCKEL (Musik)
Jean-Benoît Dunckel erlangte vor allem Bekanntheit als eine Hälfte des französischen Musik-Duos AIR. 2006 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum, zeitgleich mit Charlotte Gainsbourgs Album „5:55“, das er zusammen mit seinem Partner Nicolas Godin produzierte.
Nachdem er bereits mit AIR an den Soundtracks für die Filme Sofia Coppolas (THE VIRGIN SUICIDES, LOST IN TRANSLATION, MARIE ANTOINETTE) gearbeitete hatte, komponierte Jean-Benoît Dunckel auch eigenständig Filmmusik, die sich durch ihren organischen, solar elektronischen Geist auszeichnet. Seitdem komponierte J.B. Dunckel eine Vielzahl von Soundtracks, darunter die Filmmusik für den in Sundance ausgezeichneten Film THE SUMMER OF SANGAILÉ sowie für die Verfilmung von Thomas Pikettys Bestseller DAS KAPITAL IM 21. JAHRUNDERT.


CHILLA (Musik)
Die 25-jährige Rapperin Chilla ist eine derzeit eine der populärsten Newcomerinnen in der französischen Hip-Hop-Szene. Sie begann im Alter von 6 Jahren Geige zu spielen und mit verfasste mit 17 Jahren erste Rap-Texte. Erste Popularität erlangte die heute 25-Jährige mithilfe von Rap-Größen wie Big Flo & Oli, Kery James, Fianso oder Féfé, die sie einluden, ihre Konzerte als Vorband zu eröffnen. 2018 veröffentlichte sie ihr erstes Studioalbum „Karma“ bei Universal Music – eine 10-Song-EP, produziert von den legendären französischen Rap-Produzenten TEFA (Diam's, Keny Arcana, Pit Bacardi etc.). Ihre Texte zeichnen sich vor allem durch ihre feministische Grundhaltung aus.
Alle Rap-Texte der Figur Elinas in HEARTBEAST sind Kompositionen Chillas, die als MC einer von Elina besuchten Open Mic Session auch selbst einen kurzen Cameo im Film hat.
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Mittwoch 30.11.2022
MEHR DENN JE
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Ab 01. Dezember 2022 im Kino

Hélène (Vicky Krieps) und Mathieu (Gaspard Ulliel) sind seit vielen Jahren ein inniges Paar. Sie führen in Bordeaux ein glückliches Leben – bis die Konfrontation mit einer existenziellen Entscheidung Hélène aus dem Alltag reißt. Auf der Suche nach Antworten begegnet die 33jährige im Internet „Mister“ (Bjørn Floberg). Der Norweger veröffentlicht in seinem Blog Fotos und Gedanken, die sie tief berühren. Seine Art zu schreiben und die Schönheit der norwegischen Natur,
die man auf einigen seiner Bilder sieht, faszinieren sie so sehr, dass sie den Entschluss fasst, alleine nach Norwegen zu reisen. Zum ersten Mal in ihrem Leben folgt sie einfach ihrem Instinkt – gegen den Willen von Mathieu. Die ungewöhnliche Freundschaft mit „Mister“, die atemberaubende
Landschaft und die Frische und Helligkeit des norwegischen Frühlings verschaffen ihr Klarheit. Mathieu indes entschließt sich, nicht aufzugeben …


Ein Film von Emily Atef
Mit Vicky Krieps, Gaspard Ulliel, Bjørn Floberg u.v.a.

MEHR DENN JE ist ein intensiver und berührender Film über Liebe, Abschied und Loslassen. Regisseurin Emily Atef (3 TAGE IN QUIBERON) zeigt eindringlich, wie ein Paar sich neu erfinden und die größte aller Prüfungen überstehen kann. Vor der Kamera sind Vicky Krieps (CORSAGE), Bjørn Floberg (KITCHEN STORIES) und Gaspard Ulliel (EINFACH DAS ENDE DER WELT) in seiner letzten Rolle zu sehen.


Filmografie

Emily Atef wurde in Berlin als Tochter französisch-iranischer Eltern geboren. Im Alter von sieben Jahren zog die Familie nach Los Angeles, sechs Jahre später erfolgte der Umzug nach Frankreich. Nach ersten Arbeitserfahrungen an einem Theater in London zog Emily Atef nach Deutschland, wo sie an der Film- und Fernsehakademie (dffb) in Berlin Regie studierte. Ihr erster Spielfilm MOLLY’S WAY wurde – wie ihre nächsten beiden Filme – von Esther Bernstorff mitgeschrieben. 2005 gewann MOLLY’S WAY den Preis für das beste Drehbuch beim Filmfest München, den Großen Preis der Jury beim Filmfestival von Mar del Plata, dem einzigen A-Festival in Südamerika, sowie mehrere andere Auszeichnungen.
Ihr zweiter Spielfilm DAS FREMDE IN MIR über eine junge Mutter, die an einer postnatalen Depression leidet, wurde ebenfalls mehrfach ausgezeichnet und lief in der Sektion „Critics Week“ der Filmfestspiele von Cannes.
Es folgte ein Stipendium der Cinéfondation de Cannes, mit dem sie ihren nächsten Film „Töte mich“ schrieb. 2017 schrieb und inszenierte Emily Atef den Spielfilm 3 TAGE IN QUIBERON über Romy Schneider und ihr letztes deutsches Interview, das sie dem Magazin „Stern“ gab.
3 TAGE IN QUIBERON hatte seine Weltpremiere im Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin und gewann beim Deutschen Filmpreis 7 Lolas, darunter für den Besten Film und die Beste Regie. Ihr Spielfilm MEHR DENN JE feierte seine Welturaufführung auf den 75. Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2022 in der Reihe „Un Certain Regard“.
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Freitag 25.11.2022
ECHO
Ab 24. November 2022 im Kino
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In Friedland ist die Welt noch in Ordnung. Oder zumindest wieder in Ordnung, denn die Vergangenheit ist ja schon lange her – meinen zumindest einige im Dorf. Aber das Moor vergisst nicht. Dort gibt es nicht nur rätselhafte Ruinen, manchmal spuckt es auch Leichen aus und genau
mit so einer Moorleiche beginnt (fast) die Geschichte. Kriminalhauptkommissarin Saskia Harder wird aus der Grossstadt in die Provinz nach Friedland geschickt. Ein guter Neubeginn nach ihrem traumatischen Einsatz als Polizeiausbilderin in Afghanistan. Das finden zumindest die Vorgesetzten und auch Harder möchte ihre Erinnerungen am liebsten vergessen. Der etwas tollpatschige, aber umso dienstbeflissenere Dorfpolizist soll ihre Ermittlungen unterstützen, und dann gibt es da auch noch die rätselhafte Moormeisterin, die mehr zu wissen scheint, als sie preisgibt. Und wo‘s dann eh schon alles so kompliziert zu werden scheint, wird ausgerechnet im Wassergraben vor dem Herrenhaus eine scharfe Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt, die gesprengt werden muss …

Ein Film von Mareike Wegener
Mit Valery Tscheplanowa, Ursula Werner, Andreas Döhler, Felix Römer u.a.


Regienotiz

Der Film wurde in ein grausames Jahrhundert hineingeboren. Die beiden Weltkriege, die Genozide,
Faschismus und Wettrüsten, Ausbeutung, Hunger, Flucht und Vertreibung. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat sich tief eingeschrieben in die Geschichte des Films und in die Geschichten, die er uns erzählt. Und weil der Film eine zeitbasierte Kunst ist, ist er dazu auch in besonderem Maße fähig. Denn durch ihn können Momente unendlich wirken und ganze Epochen in Augenblicken vorbei streichen.
Er kann Konturen eines Geschichtsverständnisses sichtbar machen, das sich nicht an eine determinierte Linearität und ein stetes Voranschreiten bindet, sondern vielmehr eine Geschichte ist, die durch ihn in Sequenzen denkbar wird. Das ist die Intelligenz des Filmes.
Von dieser besonderen Fähigkeit macht ECHO Gebrauch: Da gibt es den Schauplatz von ECHO,
das Moor, die älteste belebte Landschaft der Welt, wo eine Leiche gefunden wird. Da gibt es das angrenzende Dorf Friedland, in dessen Schlossgraben eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg noch immer auf ihre Detonation wartet. Da gibt es den auf einer wahren Begebenheit basierenden Fall eines Moorleichenfunds, der sich nach aussichtslos erscheinenden Ermittlungen von prähistorischem Ursprung entpuppt. Und es gibt ECHOs Figuren, in und zwischen denen die Zeit widerhallt: Die Kommissarin, die ein traumatisches Erlebnis eines noch nicht verwundenen Kriegseinsatzes verfolgt; den Sammler, der einen schmerzhaften Verlust durch das Anhäufen von Objekten zu kompensieren versucht, und die Moormeisterin, die bei den Streifzügen durch ihr Revier die Jahrtausende durchschreitet. Immer wieder stellt ECHO dabei einen Bezug zu seiner medialen Beschaffenheit und ihrer Geschichte her: Der Sprengmeister klärt über die von Zelluloid ausgehende Gefahr auf, wenn es in Langzeitzündern von Bomben verwendet wird und verhandelt anhand von Landschaftsfotografen die Wichtigkeit dessen, was auf den Bildern nicht zu sehen ist.
Der letzte Krieg ging in Deutschland vor fast 80 Jahren zu Ende. Ich gehöre einer Generation
an, die kaum noch persönliche Bezugspunkte zu diesem Krieg hat. Wenn wir als Filmemacher:innen dieser Generation also von ihm sprechen wollen, kann unser Ausgangspunkt weder persönlich sein, noch auf eigenen Erinnerungen beruhen – Mittel, die unseren Vorgänger:innen noch zur Verfügung standen. Das macht es nicht einfach, eine Perspektive zu entwickeln, vor allem, wenn wir dabei auf Historiendramatik und Reenactments verzichten wollen.
ECHOs Orte und Figuren oszillieren deshalb zwischen vergangener und gegenwärtiger Wirklichkeit, um die Bühne für eine Erzählung zu schaffen, durch die wir spielerisch und frei von Berührungsängsten unsere ernsthaften und schweren Fragen an die Geschichte stellen können – auch, um Antworten für eine zusehends ungewiss erscheinende Zukunft entwickeln zu können. Denn dass der Frieden fragil ist und eines hohen Krafteinsatzes bedarf, ist wohl der Kern dessen, was uns dieses gegenwärtige, noch junge Jahrhundert lehrt.


Biographie

Mareike Wegener hat Audiovisuelle Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln, Dokumentarfilm an der New School in New York und Philosophie an der European Graduate School in der Schweiz studiert. Ihre Ausbildung hat sie 2008 mit dem Dokumentarfilm „Al Hansen – The Matchstick Traveller“ abgeschlossen, der in den New Yorker „Anthology Film Archives“ uraufgeführt wurde. Ihr dokumentarisches Kinodebüt „Mark Lombardi – Kunst und Konspiration“ wurde 2009 mit dem Gerd-Ruge-Stipendium ausgezeichnet. 2012 gründete sie gemeinsam mit Hannes Lang und Carmen Losmann das Produktionskollektiv „PETROLIO“. Seither ist Mareike Wegener auch als Produzentin tätig. In Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Hannes Lang entstanden die dokumentarischen Filme „PEAK“ (2011), „I WANT TO SEE THE MANAGER“
(2014) und „RIAFN“ (2019), an denen sie als (Co-) Autorin beteiligt war. 2021 feierte Wegeners Kurzfilm „X“ bei den Oberhausener Kurzfilmtagen Premiere und wurde im gleichen Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Ihr erster abendfüllender Spielfilm „Echo“ wurde 2022 bei der Berlinale in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ uraufgeführt.
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Donnerstag 17.11.2022
HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG
Ab 17. November 2022 im Kino
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„Man sieht sich um und erblickt eine Welt, die undurchdringlich ist,
die keinen Sinn ergibt.
Entweder erhebt man die Faust...
oder man sagt Halleluja.
Ich versuche, beides zu tun.“


Ein Film von Dayna Goldfine & Dan Geller
Mit Judy Collins, Bob Dylan, Rufus Wainwright, Leonard Cohen, Brandi Carlile u.a.

Philosoph und Poet, Suchender und Fragender, Frauenversteher und Mönch: In Leonard Cohen vereinigen sich viele Widersprüche, die ihn zu einem der aufregendsten Songwriter des letzten Jahrhunderts werden lassen.

Nach 5 Jahren und mindestens 150 Versen war Leonard Cohen endlich mit seinem Magnus Opus „Hallelujah“ zufrieden - allerdings beschloss sein Haus-Label Columbia Records, die LP nicht in Amerika zu veröffentlichen. Was zuerst wie eine persönliche Tragödie wirkte und Cohen in eine Schaffenskrise stürzte, war der Beginn einer unerwarteten Karriere des Songs.

Der ging seinen eigenen Weg und schaffte es mit Hilfe von Coverversionen von musikalischen Größen wie John Cale, Bob Dylan und Jeff Buckley, Nummer 1 auf den Billboard Charts zu werden. Als dann in dem Film „Shreck“ eine ganz eigene, „gereinigte“ Textversion des Songs auftauchte, war dessen Erfolg nicht mehr zu bremsen: „Hallelujah“ wurde zum Dauerbrenner in unzähligen Talentshows, auf Hochzeiten und bei Trauerfeierlichkeiten.

Auch Cohen selbst benutzte die Erfolgsstory seines Songs, um ihn bei den Konzerten nach seinem Bühnencomeback im Jahr 2008 immer wieder neu zu variieren. Der Song und das Leben des Songwriters sind so auf untrennbare Weise miteinander verbunden.

Mit einer großen Fülle an bisher unveröffentlichtem Archiv- und Interviewmaterial zeichnen die US-amerikanischen Regisseure Dan Geller und Dayna Goldfine in ihrem Dokumentarfilm HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG anhand der bewegten Reise eines weltberühmten Songs ein vielschichtiges Porträt von Leonard Cohen.

Seine Weltpremiere feierte HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2021. Im Juni 2022 fand die Deutschlandpremiere des Films im Rahmen des Filmfest München statt.

Prokino freut sich, HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG am 17. November 2022 in den deutschen Kinos zu präsentieren.

Zum deutschen Kinostart des Films veröffentlicht Sony Music Entertainment am 14. Oktober 2022 mit „Leonard Cohen: Hallelujah and Songs from His Albums“ das erste Karriere-umspannende Album des Songwriters, Musikers, Dichters, Romanciers und Malers CD, schwarzer Vinyl und auf durchscheinendem blauen Vinyl als Doppel-LP. Die Anthologie, die von dem Dokumentarfilm HALLELUJAH inspiriert wurde, erscheint unter dem Titel und beinhaltet 17 Tracks aus der musikalischen Laufbahn des Ausnahmekünstlers. Als besonderes Highlight findet sich auf der Tracklist ein Mitschnitt der unvergesslichen Darbietung von “Hallelujah” durch Leonard Cohen im Jahr 2008 beim Glastonbury Festival.
(Quelle: Verleih)
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Donnerstag 10.11.2022
DIE SCHRIFTSTELLERIN, IHR FILM UND EIN GLÜCKLICHER ZUFALL
Ab 10. November 2022 im Kino
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Bei einem Ausflug in einen Vorort von Seoul trifft die bekannte Schriftstellerin Junhee zufällig alte Bekannte. Das Wiedersehen mit ihrer Autorenkollegin Sewon, die dort einen kleinen Buchladen betreibt, fällt eher frostig aus: Junhee spürt Sewons Neid auf ihren Erfolg. Der Filmemacher Hyojin hingegen wollte einen von Junhees Romanen verfilmen – und machte kurz vor Beginn des Drehs einen Rückzieher. Schlimmer ist aber, dass Junhee seit einer Weile nichts mehr veröffentlicht hat und in einer Sinn- und Schaffenskrise steckt. Als sie auf einem Spaziergang die bekannte Schauspielerin Kilsoo kennenlernt, die sich in einer ähnlichen Situation befindet, fühlen die beiden sofort eine Verbundenheit. Junhee schlägt Kilsoo schließlich vor, gemeinsam einen Film zu drehen …

Ein Film von Hong Sangsoo
Mit Lee Hyeyoung, Kim Minhee, Seo Younghwa, Park Miso u.a.


ÜBER DEN FILM
Der 27. Spielfilm der koreanischen Kultregisseurs Hong Sangsoo feiert in seinem typischen lakonischen Stil die Schönheit zufälliger Begegnungen. DIE SCHRIFTSTELLERIN, IHR FILM UND EIN GLÜCKLICHER ZUFALL ist eine humorvolle Meditation über Wahrhaftigkeit und in der Kunst und eine Liebeserklärung an seine Darsteller*innen, die allesamt Größen des koreanischen Kinos sind.


AUSZEICHNUNGEN / FESTIVALS

- 72. Berlinale 2022 - Wettbewerb - Silberner Bär: Großer Preis der Jury
- New York Film Festival - Main Slate



BIOGRAFIE HONG SANGSOO
Hong Sangsoo debütierte 1996 mit seinem erstaunlichen Spielfilm THE DAY A PIG FELL INTO THE WELL. Seitdem sind 27 Filme entstanden, für die Hong das Drehbuch schrieb und Regie führte. Sie alle zeichnet eine komplexe und strenge Architektur unter einer scheinbar einfachen Oberfläche aus, die durch wie zufällig wirkende Interaktionen der Figuren entsteht. Bekannt für seine einzigartige Bildsprache und seine beispiellose Filmästhetik, zählt Hong Sangsoo zu den etablierten Autorenfilmer*innen des zeitgenössischen koreanischen Kinos.
(Quelle: Verleih)
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