CITY IN THE CLOUD - DATA ON THE GROUND
Ausstellung vom 15. Oktober 2025 bis 08. März 2025
Pinakothek der Moderne
Die zunehmende digitale Umwandlung unseres virtuellen und physischen Lebens führt zu einem exponentiellen Wachstum globaler Dateninfrastrukturen. Neue Rechenzentren werden von Städten und Ländern auf der ganzen Welt auf weitläufigen Arealen errichtet, um auf der globalen Datenlandkarte konkurrenzfähig zu sein. Ihr wirtschaftlicher Nutzen fordert jedoch einen hohen sozialen und ökologischen Preis, der vielerorts von lokalen Gemeinschaften und Umweltschutzbewegungen infrage gestellt und angefochten wird. Als energiehungrige, ressourcenintensive Anlagen sind die Rechenzentren auf sauberes Wasser und lokale Energienetze angewiesen und konzentrieren den wirtschaftlichen und politischen Einfluss in den Händen einiger weniger multinationaler Konzerne. Details zur Generierung von Daten und zu Datenrechten werden zudem meist aus öffentlichen Debatten ferngehalten. Daten sind praktisch zur neuen Währung geworden, was die Extraktion von noch mehr kritischen Rohstoffen wie Lithium, Kupfer, Kobalt und Zinn vorantreibt.
Diese Ausstellung setzt sich kritisch mit den materiellen und räumlichen Auswirkungen der Dateninfrastruktur auseinander, indem sie die Orte aufzeigt, an denen Daten verarbeitet und konsumiert werden. Wie kann der steigende Bedarf an Daten und Dateninfrastrukturen gesteuert und mit einer gerechten und ausgewogenen Entwicklung in Einklang gebracht werden? Welche Auswirkungen hat die allgegenwärtige digitale Vernetzung auf die natürlichen Landschaften, die Produktion von Raum, die architektonische Praxis und Erinnerung oder das Kulturerbe?
Indem Orte der Dateninfrastruktur offengelegt werden und das Bewusstsein für unseren planetarischen Daten-Fußabdruck geschärft wird, entstehen Fragen zum Umgang mit Daten. Was soll behalten und was gelöscht werden? Die Ausstellung eröffnet eine Diskussion über die potenzielle Rolle von Daten bei der Förderung einer demokratischen und ökologisch verantwortungsvollen kollektiven Zukunft.
Kurator: Damjan Kokalevski
Diese Ausstellung setzt sich kritisch mit den materiellen und räumlichen Auswirkungen der Dateninfrastruktur auseinander, indem sie die Orte aufzeigt, an denen Daten verarbeitet und konsumiert werden. Wie kann der steigende Bedarf an Daten und Dateninfrastrukturen gesteuert und mit einer gerechten und ausgewogenen Entwicklung in Einklang gebracht werden? Welche Auswirkungen hat die allgegenwärtige digitale Vernetzung auf die natürlichen Landschaften, die Produktion von Raum, die architektonische Praxis und Erinnerung oder das Kulturerbe?
Indem Orte der Dateninfrastruktur offengelegt werden und das Bewusstsein für unseren planetarischen Daten-Fußabdruck geschärft wird, entstehen Fragen zum Umgang mit Daten. Was soll behalten und was gelöscht werden? Die Ausstellung eröffnet eine Diskussion über die potenzielle Rolle von Daten bei der Förderung einer demokratischen und ökologisch verantwortungsvollen kollektiven Zukunft.
Kurator: Damjan Kokalevski
Pinakothek der Moderne
Arcisstraße 21
Arcisstraße 21
80333 München
Abbildungen:
- © Giulia Bruno / Architekturmuseum der TUM, 2025
Mit über 364.000 Rechenkernen und mehr als 55 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde unterstützt SuperMUC-NG großangelegte Simulationen in Bereichen wie Astrophysik, Teilchenphysik, Strömungsmechanik, Umweltwissenschaften und Life Sciences. Phase 1 umfasst 311.040 Kerne und nutzt eine direkte Warmwasserkühlung, die entstehende Wärme wiederverwendet. Phase 2 erweitert das System um 53.760 Kerne und wurde im Juni 2025 für den regulären Benutzer:innenbetrieb zugelassen. Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, Deutschland, 2025.
Mit über 364.000 Rechenkernen und mehr als 55 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde unterstützt SuperMUC-NG großangelegte Simulationen in Bereichen wie Astrophysik, Teilchenphysik, Strömungsmechanik, Umweltwissenschaften und Life Sciences. Phase 1 umfasst 311.040 Kerne und nutzt eine direkte Warmwasserkühlung, die entstehende Wärme wiederverwendet. Phase 2 erweitert das System um 53.760 Kerne und wurde im Juni 2025 für den regulären Benutzer:innenbetrieb zugelassen. Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, Deutschland, 2025.
- © Herzog & de Meuron
Digitales Modell der technischen Gebäudeausrüstung der Elbphilharmonie Hamburg, 2017. Das digitale Modell legt die komplexen, dreidimensionalen Gebäudemanagementsysteme offen, die hinter dem sichtbaren Raum operieren. Datensysteme sind zwar ein integraler Bestandteil der Architektur und verbessern beispielsweise die Planung der Luftzirkulation, Akustik und Brandschutz, erhöhen jedoch auch die technologische Abhängigkeit. Innerhalb des dichten Gebäudetechnikmodells erscheint der Konzertsaal selbst wie ein leerer Raum.
- © Giulia Bruno / Architekturmuseum der TUM,?
Digitales Modell der technischen Gebäudeausrüstung der Elbphilharmonie Hamburg, 2017. Das digitale Modell legt die komplexen, dreidimensionalen Gebäudemanagementsysteme offen, die hinter dem sichtbaren Raum operieren. Datensysteme sind zwar ein integraler Bestandteil der Architektur und verbessern beispielsweise die Planung der Luftzirkulation, Akustik und Brandschutz, erhöhen jedoch auch die technologische Abhängigkeit. Innerhalb des dichten Gebäudetechnikmodells erscheint der Konzertsaal selbst wie ein leerer Raum.
- © Giulia Bruno / Architekturmuseum der TUM,?
2025 Visualisierung von Starkregenereignissen aus dem ClimEx-Projekt (Prof. Dr. Ralf Ludwig, LMU München; ClimEx.org). Eine 3D-immersive Simulation, basierend auf dem „Pfingsthochwasser“ 1999 in Bayern, verdeutlicht die Auswirkungen extremer Wetterereignisse im Vergleich zu klassischen 2D-Karten. Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, Deutschland, 2025.































