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1. SENTIMENTAL VALUE
2. DER HOCH STAPLER - ROOFMAN
3. EDDINGTON
4. DIE MY LOVE
5. DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C
6. DRACULA (plus Interview mit Luc Besson)
Mittwoch 03.12.2025
SENTIMENTAL VALUE
Ab 04. Dezember 2025 im Kino
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Nora und Agnes verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang?

Nach DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT gelingt Joachim Trier ein vielschichtiges Meisterwerk über Beziehungen und Gefühle, die nur schwer in Worte gefasst werden können. Getragen von dem großartigen Ensemble um Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Elle Fanning und
Inga Ibsdotter Lilleaas erzählt SENTIMENTAL VALUE mit großer Leichtigkeit und viel Humor die Geschichte einer Familie, die noch lange im Kopf und im Herzen bleibt. Bei den Filmfestspielen von Cannes begeisterte SENTIMENTAL VALUE Publikum wie Kritiker gleichermaßen und wurde
schließlich mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Ein Film von Joachim Trier
Mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas u.v.a.


EIN GESPRÄCH MIT JOACHIM TRIER, RENATE REINSVE, STELLAN SKARSGÅRD, INGA
IBSDOTTER LILLEAAS UND ELLE FANNING

Für SENTIMENTAL VALUE ist Regisseur Joachim Trier (DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT) nach Oslo zurückgekehrt und hat sich erneut mit seinem Co-Autor Eskil Vogt zusammengetan, umihre bisher tiefste und komplexeste Geschichte zu erzählen.
„Joachim hat – zusammen mit Eskil – die Gabe, unglaubliche Drehbücher zu schreiben, die jeden in ihre Vision hineinziehen“, sagt Reinsve, die für ihre Rolle in DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT in Cannes den Preis als Beste Darstellerin gewann. „Jedes Mal, wenn ich mit Joachim
zusammenarbeite, lerne ich so viel über mein eigenes Leben und meine Beziehungen. Wenn ich das Glück habe, eine seiner Figuren zu spielen, stelle ich fest, dass dies einen starken Einfluss auf mein eigenes Leben hat.“
Nach dem weltweiten Erfolg von DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT wollte Joachim Trier eine weitere Figur für Renate Reinsve schreiben. Die schwesterliche Beziehung wurde zum Ausgangspunkt für SENTIMENTAL VALUE.
„Es ist faszinierend, wie unterschiedlich und einzigartig Geschwister innerhalb der Familiendynamik sein können“, sagt Trier. „Dieser Film begann mit den Schwestern und entwickelte sich dann zu einer Geschichte über Eltern und Kinder und Familien.“

Leitmotive
Als Vater stellte sich Trier die Frage, was eine Generation an die nächste weitergibt. Zufällig stand das Haus seiner Familie zum Verkauf, während er und Vogt an ihrem Drehbuch arbeiteten, und so begannen sie, über das Konzept „Zuhause“ nachzudenken. „Ich dachte darüber nach, was meine Eltern und Großeltern im Leben durchgemacht hatten, aber dann begann ich, aus der Perspektive eines jungen Menschen zu denken, aus der Perspektive eines Kindes, das über das Haus nachdenkt, in dem es lebt“, sagt Trier. „Ein Zuhause ist etwas sehr Subjektives, und das Haus wurde zu einem weiteren Ausgangspunkt, um in eine komplexere Geschichte über das Leben und die Erwartungen von Erwachsenen einzutauchen.“
Obwohl SENTIMENTAL VALUE erneut in Oslo spielt, ist es tiefgründiger und weitläufiger als seine Vorgänger aus der sogenannten Oslo-Trilogie. „Dieses Werk wird von mehreren Charakteren getragen, was uns neue Möglichkeiten beim Schreiben eröffnet hat“, sagt Trier. „Der Wechsel
zwischen den Charakteren und das Hin- und Herspringen in der Zeit schaffen ein vielschichtigeres Erlebnis – eine größere Idee, als subjektiv die Reise eines einzelnen Charakters zu verfolgen.“

Die Familie Borg
SENTIMENTAL VALUE beginnt mit Nora Borg. In der Eröffnungsszene des Films leidet die Schauspielerin unter Lampenfieber – es scheint, als würde sie alles tun, um nicht auf der Bühne erscheinen zu müssen. Sobald sie es doch tut, bringt sie das Publikum zum Toben. In einer Rückblende wird das Elternhaus von Nora und ihrer jüngeren Schwester Agnes durch einen Schulaufsatz der 12-jährigen Nora vorgestellt. In dem Aufsatz beschreibt sie das Haus als Lebewesen, das die menschlichen Bewohner über mehrere Generationen hinweg beobachtet. In der Rückblende wird Nora als Beschützerin und Betreuerin von Agnes dargestellt – eine Rolle, die sich umkehrt, sobald die Geschichte in die Gegenwart zurückkehrt.
In der Gegenwart veranstalten Nora und Agnes eine Gedenkfeier für ihre Mutter Sissel, eine geschiedene Psychotherapeutin, die nach langer Krankheit verstorben ist. Beide Schwestern halten sich wacker, aber es ist klar, dass sich die Rollen vertauscht haben und Agnes nun Noras Beschützerin und Betreuerin geworden ist.
„Nora ist eine professionelle Schauspielerin, die ihre Trauer und Angst als Antrieb für ihr Schauspiel nutzt, aber sie ist nicht in der Lage, mit anderen Menschen so zu kommunizieren wie ihre Schwester Agnes“, sagt Reinsve, die Nora spielt. Ihre jüngere Schwester hat unterdessen eine Familie gegründet und zieht mit ihrem Mann einen 9-jährigen Sohn groß. „Agnes ist die Diplomatin der Familie, die sich um ihre sterbende Mutter
kümmert und Nora beisteht, während diese mit ihrem Leben kämpft“, sagt Inga Ibsdotter Lilleaas, eine norwegische Schauspielerin, die Trier nach langer Suche besetzt hat. „Sie ist der Klebstoff, der alle Mitglieder der Familie Borg zusammenhält, wobei sie manchmal sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse vergisst.“
Es geht um die Schwierigkeit, in engen Beziehungen miteinander zu kommunizieren. „Das ist ein Thema, mit dem wir uns in mehreren unserer Filme beschäftigt haben – die Sprache zu finden, die uns fehlt, um uns mitzuteilen, und zu versuchen, uns in engen Beziehungen gesehen zu fühlen“, sagt Trier. „Ich interessiere mich für ein Kino der Intimität, das sich dem menschlichen Gesicht nähert und die menschliche Erfahrung auf ehrliche Weise betrachtet. Durch das Chaos, das Nora repräsentiert, und die Stille, die Agnes repräsentiert, können beide Welten auf ihre eigene Weise etwas Menschliches vermitteln.“
Trier wollte auch untersuchen, wie enge Geschwister im Laufe der Zeit so unterschiedlich werden können, obwohl sie aus derselben Familie stammen. „Im Laufe des Films bekommen wir ein besseres Verständnis für ihre Dynamik und wie sie sich verändert“, sagt Trier. „Ich fand, dass dies eine schöne Möglichkeit war, die Paradoxien der Verantwortung und unserer Rollen innerhalb einer Familie zu untersuchen.“
Nach langer Abwesenheit platzt der Vater der Schwestern, Gustav, mit seiner grandiosen Präsenz in die Trauerfeier und stört damit nicht nur die Gedenkfeier seiner Ex-Frau, sondern auch die schwesterliche Verbundenheit.
Als Gustav wieder in das Leben der Borg-Schwestern tritt, hat er ein Drehbuch im Gepäck – sein autobiografisches Comeback. Er bietet Nora die Hauptrolle an, die jedoch ablehnt, da sie noch immer unter seinem abrupten Abschied vor Jahren leidet.
Fest entschlossen trotz Noras Absage sein Meisterwerk zu schaffen, bietet Gustav die Rolle einer amerikanischen Schauspielerin an, die er beim Filmfestival in Deauville während einer Retrospektive seiner Filme kennenlernt. Rachel Kemp, ein ehemaliger Kinderstar, der in populären Filmen weltweiten Erfolg hatte, sehnt sich danach, mit einem erstklassigen Autorenfilmer zusammenzuarbeiten.
„Sie ist ein Filmstar, der in großen Filmen mitgespielt hat und weltweit berühmt ist, aber sie hat sich in ihrer Karriere verloren; sie strebt nach mehr in ihrer Kunst“, sagt Kemp-Darstellerin Elle Fanning.

„Von außen betrachtet scheint für Rachel und ihre Karriere alles perfekt zu sein, aber sie ist an einem Punkt, an dem sie mit der Schauspielerei aufhören möchte – bis sie Gustav Borg trifft.“ Skarsgård und Fanning, die zwei kreative Seelen spielen, die durch die Arbeit des anderen nach
Sinn suchen, entwickelten bei der Arbeit mit diesem tiefgründigen Material eine großartige Chemie. „Stellan ist diese freundliche und überschwängliche intellektuelle Figur, die auch wie ein Teddybär ist“, sagt Fanning. „Unsere Beziehung war ziemlich albern, und wir kamen uns sehr nahe. Während der Dreharbeiten war er für mich wie eine Vaterfigur.“
Als Fanning SENTIMENTAL VALUE zum ersten Mal las, war sie begeistert davon, wie detailliert Trier jede Figur ausgearbeitet hatte. Nachdem sie DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT gesehen hatte, wollte sie bereits unbedingt mit Trier zusammenarbeiten.
„Die Dynamik zwischen den Figuren hat mich sehr bewegt. Das Drehbuch las sich wie ein Roman, und als Schauspielerin konnte ich mich sehr gut in Rachel Kemp hineinversetzen.“
Fanning nahm sich eine Auszeit von den Dreharbeiten zu PREDATOR: BADLANDS und reiste auf Triers Bitte hin nach Oslo, um dort ein langes Wochenende lang mit Skarsgård zu proben. Obwohl Trier bereits ein Bewunderer ihrer Arbeit war, war er beeindruckt von Fannings intuitivem Verständnis der Figur. „Elle hat diese großartige Leichtigkeit an sich, und es macht Freude, mit ihr zu arbeiten“, sagt Trier. „Außerdem spielt sie schon seit ihrer Kindheit Theater, was gut zur Figur der Rachel Kemp passt.“

Ein Haus ist kein Zuhause
Die Auswahl des Familienhauses in SENTIMENTAL VALUE war ebenso herausfordernd und zeitaufwendig wie die Suche nach Schauspielern für die menschlichen Rollen. Wie in der Rückblende zu Beginn des Films zu sehen ist, ist das Haus der Borgs wie ein lebendiges Wesen, das still das Verhalten der Menschen beobachtet, die es über mehrere Generationen hinweg bevölkern.
„Diese Geschichte vermittelt ein Gefühl von vererbter Trauer, und wir haben das Haus als Rahmen genutzt, um Zeit, Vergebung und emotionale Vererbung zu untersuchen“, sagt Trier, der in dritter Generation als Filmemacher tätig ist. „Ich interessiere mich für Emotionen und Erfahrungen, die in einer Familie weitergegeben werden, und dafür, wie wir uns oft fragen, warum wir einem Elternteil so ähnlich sind und dem anderen nicht. Gustav beginnt zu untersuchen, was er seinen Kindern über seine Absicht oder sein Wissen hinaus vermittelt hat, was ein großes Thema in dem Film ist. Wir wollten, dass das Familienhaus ein Rahmen für das Publikum ist, um darüber nachzudenken.“
Über mehrere Generationen hinweg spiegelt das Haus in SENTIMENTAL VALUE die Charaktere und ihre zerbrochenen Beziehungen wider. „Es ist eine schöne Art, vergangene Generationen mit der Gegenwart zu verbinden, denn ein Haus kann als Konstante und Bezugspunkt in Ihrem Leben fungieren – es ist eine nährende Kraft“, sagt Inga Ibsdotter Lilleaas. „Vielleicht ist es nur ein Haus, aber es birgt so viel in Ihrem Leben, bei dem Sie nicht dabei waren, und seine Wände enthalten die Atmosphäre von allem, was war und vielleicht auch von allem, was sein wird.“

Die Musik
Von einer ausgelassenen Party zu Le Tigre in AUF ANFANG bis hin zu Art Garfunkels ergreifender Coverversion von „Waters of March“ in DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT bleibt Musik ein wesentliches Element in Triers Filmen. Für den Soundtrack zu SENTIMENTAL VALUE konzentrierte sich Trier darauf, die Zärtlichkeit familiärer Bindungen zu unterstreichen. „Der Film beginnt mit Terry Calliers ‚Dancing Girl‘, einem Mix aus Folk und Soul, den ich emotional inspirierend für diesen Film finde, und endet mit Labi Siffres ‚Cannock Chase‘, das mich irgendwie an denselben Musikstil erinnert. Ich bin stolz auf den Soundtrack zu diesem Film und allen Künstlern, die dazu beigetragen haben, zutiefst dankbar.“

Der visuelle Ansatz
In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Kasper Tuxen (DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT) hebt Trier erneut das unverwechselbare Erscheinungsbild der Stadt Oslo und ihr ganz besonderes Licht hervor. „Unser Hauptdrehort, das Haus, ist ein wunderschöner Ort, der viele
Möglichkeiten bietet, aber auch einige Herausforderungen mit sich bringt. Es hat große Fenster in alle Richtungen, sodass es eine große Aufgabe war, die Außenbeleuchtung aufrechtzuerhalten und die Besonderheiten der wechselnden Jahreszeiten zu bewahren. Der Film bietet insgesamt auch eine große Bandbreite an visuellen Situationen, da er eine Vielzahl von Zeiträumen von den 1930er Jahren bis zur Gegenwart umfasst, gepaart mit einer modernen visuellen Sensibilität, Filmen im Film und einer reichhaltigen Auswahl an unterschiedlichen Drehorten. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie Kasper es geschafft hat, all das visuell in Einklang zu bringen.“
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Mittwoch 26.11.2025
DER HOCH STAPLER - ROOFMAN
Ab 27. November 2025 im Kino
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Der einstige Army Ranger Jeffrey Manchester (Channing Tatum) schlägt nach seiner Entlassung eine kriminelle Karriere ein und beginnt, Fastfood-Restaurants auszurauben, um finanziell über die Runden zu kommen und seine Familie zu ernähren. Bei seinen Raubzügen verschafft er sich Zugang über die Dächer, was ihm bald den Spitznamen „Roofman“ einbringt. Nach einer langen Erfolgsserie mit über 40 Einbrüchen wird er schließlich festgenommen und landet im Gefängnis. Dort tüftelt er prompt an einem Plan zu fliehen. Die Flucht glückt und er findet ein mehr als ungewöhnliches Versteck: ein Spielzeug-Geschäft. Während er gemeinsam mit seinem guten Freund Steve (LaKeith Stanfield) daran arbeitet, das Land so schnell wie möglich zu verlassen, verliebt er sich unverhofft in die alleinerziehende Leigh (Kirsten Dunst). Ein Spiel auf Zeit beginnt, während seine Vergangenheit droht, ihn einzuholen…

Ein Film von Derek Cianfrance
Mit Channing Tatum, Kirsten Dunst, Ben Mendelsohn, LaKeith Stanfield, Juno Temple, Uzo Aduba, Peter Dinklage u.v.m.

Basierend auf einer irrwitzigen wahren Geschichte begeistert DER HOCHSTAPLER – ROOFMAN als charmante Verbrecher-Komödie mit Channing Tatum („Blink Twice“, „Dog – Das Glück auf vier Pfoten“) in einer Paraderolle als Gangster mit Herz. Der weitere erstklassige Cast besteht aus Kirsten Dunst (Oscar®-Nominierung für „The Power of the Dog“, „Civil War“), Peter Dinklage („Game of Thrones“, „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes“), LaKeith Stanfield („Knives Out – Mord ist Familiensache“, „Get Out“), Ben Mendelsohn („Star Wars: Rogue One“,) und Juno Temple („Maleficent – Mächte der Finsternis“, „Ted Lasso“). Regie führte Derek Cianfrance (Oscar®-nominiert für das Drehbuch von „Sound of Metal“, Regisseur von „Blue Valentine“, „The Place Beyond the Pines”). DER HOCHSTAPLER – ROOFMAN feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) 2025.
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Donnerstag 20.11.2025
EDDINGTON
Ab 20. November 2025 im Kino
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Frühling 2020 in New Mexico. Die Pandemie hat auch die verschlafene Kleinstadt Eddington im Griff. Dort stehen sich der Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) und der Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal) in einem Kampf gegenüber, der die Stadt zu zerreißen droht. Als ein Mord die fragile Ordnung erschüttert, nimmt die Gewalt ihren Lauf.

EDDINGTON - die vierte Zusammenarbeit des visionären Ausnahmeregisseurs und Autors Ari Aster („Beau is Afraid“, „Midsommar“) mit dem Erfolgsstudio A24 - feierte Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Ari Asters Thriller spielt im Frühling 2020 und ist geprägt von kollektiver Pandemie-Erfahrung und der Ermordung George Floyds. Entstanden ist eine düstere Abrechnung mit der US-Gegenwart und zugleich das Porträt einer tief gespaltenen Gesellschaft. In den Hauptrollen brilliert ein hochkarätiges Star-Ensemble: Neben Oscar®-Gewinner Joaquin Phoenix („Joker“, „Beau is Afraid“) und Pedro Pascal („The Last of Us“, „Narcos“) auch Oscar®-Gewinnerin Emma Stone („Poor Things“, „La La Land“) und der Oscar®-nominierte Austin Butler („Elvis“, „Dune: Part Two“).

Ein Film von Ari Aster
Mit Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Emma Stone und Austin Butler

Joaquin Phoenix verkörpert in EDDINGTON den Kleinstadtsheriff Joe Cross, der für den Posten des Bürgermeisters kandidiert. Der progressive Amtsinhaber Ted Garcia (Pedro Pascal) versucht derweil, die staubige Kleinstadt zu modernisieren, indem er ein neues Rechenzentrum für künstliche Intelligenz in das Städtchen locken will. Die Zukunft von Eddington, New Mexico, mit seinen 2.345 Einwohnern, steht auf dem Spiel. Währenddessen brechen sich Verschwörungen Bahn und schier aussichtslose Situationen lassen eine an den Rand des Abgrunds gedrängte Bürgerschaft entgleisen.

„Wir wissen, dass wir in unseren eigenen Echokammern stecken, weil wir in einem System gefangen sind, das auf Rückkopplung beruht", erläutert Aster. „Das Problem besteht darin, dass die Leute vergessen haben, dass ihnen das eigentlich bewusst ist. Bei EDDINGTON geht es um die Frage, was passiert, wenn die Rückkopplung außer Kontrolle gerät und die individuellen Blasen kollidieren".

Ein hochkarätiges Ensemble erweckt die Kleinstadtbewohner im Kampf mit der sich verändernden Welt zum Leben: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Austin Butler, Luke Grimes, Deirdre O'Connell, Micheal Ward, Clifton Collins Jr., William Belleau, Amélie Hoeferle, Cameron Mann Mann und Matt Gomez Hidaka.

„EDDINGTON ist ein Mikrokosmos der frühen Tage von Covid, einer Zeitspanne, die wir alle durchgemacht haben, und ihrer Folgen", erklärt Grimes, der den stellvertretenden Sheriff Guy Tooley spielt, an der Seite des gebeutelten Joe. „Diese Kleinstadt steht stellvertretend für ganz Amerika und dafür, wie die Ereignisse dieses Sommers uns Angst einjagten und das Land auf den Siedepunkt brachten."

Mehr als alles andere wird der Film von der Absurdität dessen angetrieben, was auf diesen Sommer und die fünf Jahre danach folgte. EDDINGTON gibt sich oftmals wie eine schwarze Komödie, denn wer nicht über den Zirkus im Amerika von heute lachen kann, wird sicherlich weinen.

„Verstehen sie mich nicht falsch: Ich bin nicht der Auffassung, dass irgendetwas, von dem was gerade passiert, lustig ist, aber es erscheint alles absurd", kommentiert Aster. „Das tückische an unserer Kultur? Sie ist beängstigend, gefährlich und katastrophal, dabei lächerlich, dumm und unmöglich ernst zu nehmen."

Trotz dieser Absurdität, „wollte ich einen Film drehen, dem Land, in dem wir leben, nachempfunden, ohne jemandem explizit den schwarzen Peter zuzuschieben. Ich hoffe, der Film ist insofern demokratisch, als dass er jedem Instrument in der polyphonen Kakophonie die gleiche Wichtigkeit zuerkennt“, so Aster. „Am Ende müssen wir, ungeachtet unserer Differenzen, einen Weg finden, wieder miteinander in Kontakt zu kommen. Die Mächte von Technik und Finanzen haben uns erstarren lassen, in unserer eingeschränkten Sichtweise, aber wir sitzen alle im gleichen Boot. Alle wissen, dass etwas komplett schiefläuft."


ÜBER DIE BESETZUNG

Joaquin Phoenix (Beau) absolvierte seinen ersten Gastauftritt im Fernsehen 1982 in der Musical-Serie Seven Brides for Seven Brothers, an der Seite seines Bruders River. Die erste Kinorolle spielte er in dem Abenteuerfilm SpaceCamp. Nach weiteren Rollen in dem Drama Russkies sowie in Ron Howards Eine Wahnsinnsfamilie, an der Seite von Steve Martin, zog sich Joaquin Phoenix Ende der Achtzigerjahre aus dem Filmbusiness zurück. Er war unzufrieden mit den Rollen, die ihm angeboten wurden. Nach dem Tod von River ließ sich Joaquin davon überzeugen, wieder Drehbücher zu lesen. Schließlich entschied er sich, in Gus Van Sants To Die For mitzuspielen. Seine Darstellung des von Nicole Kidmans Figur besessenen Jimmy Emmet wurde von der Kritik gefeiert. Zwei Jahre später überzeugte Phoenix neben Sean Penn und Jennifer Lopez in Oliver Stones U-Turn – Kein Weg zurück. Die Darstellung des Commodus in Ridley Scotts Gladiator, in dem er sich die Leinwand mit Russell Crowe teilte, verschaffte ihm Oscar®- und Golden Globe®-Nominierungen als bester Nebendarsteller. Fünf Jahre darauf erhielt Phoenix für sein Porträt von Johnny Cash, an der Seite von Reese Witherspoon, in Walk the Line, eine Nominierung für den Oscar® sowie einen Golden Globe® als bester Hauptdarsteller. Sieben Jahre später wurde Joaquin Phoenix erneut für den Oscar® nominiert, für die Titelrolle in Paul Thomas Andersons The Master, in dem er neben Philip Seymour Hoffman überzeugte. 2020 gewann Joaquin Phoenix schließlich den Academy Award, den Golden Globe® sowie den BAFTA-Award für die Hauptrolle in Todd Phillips‘ Joker. Phoenix‘ letzter Langfilm war die Fortsetzung Joker: Folie à Deux, mit Lady Gaga. Der Thriller The Island, mit Rooney Mara, ist in Produktion. Polaris, ebenfalls mit Rooney Mara, befindet sich in der Postproduktion.

Pedro Pascal (Javi Gutierrez) begann seine Karriere Mitte der Neunzigerjahre mit Auftritten in Kurzfilmen. Nach einigen Rollen in Fernsehserien spielte er 2005 in seinem ersten Spielfilm, dem Drama Sisters. Zehn Jahre später, nach der Verkörperung von Oberyn Martell in Game of Thrones, kam seine Filmkarriere richtig in Schwung. Pascal absolvierte sein Broadway-Debüt als Edmund in King Lear, an der Seite von Glenda Jackson. Bei der Shakespeare in the Park Produktion von Macbeth, spielte er gemeinsam mit Liev Schreiber. Pedro Pascal schlüpfte schließlich in das Kostüm von The Mandalorian, der ersten nicht animierten Star Wars-Serie. Im Fernsehen war Pascal zuletzt in The Last of Us zu erleben. Für seine Leistung erhielt er Golden Globe®- und Emmy®-Nominierungen sowie den Screen Actors Guild Award. Im Kino war Pascal jüngst in Ridley Scotts Gladiator II zu sehen, an der Seite von Paul Mescal und Denzel Washington. Pedro Pascal wird im Reboot von Marvels Fantastic Four und in den Fortsetzungen von Marvels Avengers die Rolle von Reed ‘Mister Fantastic‘ Richards übernehmen. Avengers: Secret Wars ist in Entwicklung. Avengers 5 ist in Produktion. The Fantastic Four: First Steps sowie The Mandalorian & Grogu befinden sich in der Postproduktion. Die Arbeit an der romantischen Komödie Materialists, mit Chris Evans und Dakota Johnson startet im August in den Kinos.

Emma Stone (Louise) startete ihre Karriere vor der Kamera mit einer Reihe von TV-Rollen. Ihr Spielfilmdebüt absolvierte sie an der Seite von Jonah Hill und Michael Cera in Superbad. Mit Zombieland, in dem sich Stone die Leinwand mit Jesse Eisenberg und Woody Harrelson teilte, gelang ihr der Durchbruch. Nach Auftritten in zwei Teilen des Spiderman-Franchise, neben Andrew Garfield, verschaffte ihr Alejandro G. Iñárritus Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit), in dem sie an der Seite von Michael Keaton überzeugen konnte, ihre erste Oscar®-Nominierung. Zwei Jahre darauf triumphierte Stone bei der Oscar®-Verleihung, als sie für ihre Leistung in La La Land die Trophäe für die beste Hauptrolle erhielt. Der Film gewann fünf weitere Oscars®. Noch einmal zwei Jahre später wurde Stone erneut als beste Nebendarstellerin nominiert, für Yorgos Lanthimos‘ Historiendrama The Favourite – Intrigen und Irrsinn. Olivia Colman erhielt den Oscar® für die beste Hauptrolle. Im Jahr 2020 gründete Stone die Produktionsfirma Fruit Tree. Die Firma hat einen First-Look-TV-Deal mit Fremantle. 2024 unterzeichnete Fruit Tree darüber hinaus einen First Look-Deal mit Universal Pictures. Mit Fruit Tree hat Stone unter anderem das Regiedebüt von Jesse Eisenberg, When You Finish Saving the World, seine zweite Regiearbeit, A Real Pain, sowie seinen dritten Spielfilm als Regisseur, ein noch namenloses Musical, das sich in der Postproduktion befindet, produziert. 2024 gewann Stone ihren zweiten Oscar® als Beste Hauptdarstellerin, für Lanthimos‘ Poor Things, nach Alasdair Gray. Außerdem bekam sie als eine der Produzentinnen eine Nominierung für den besten Film. Emma Stone ist erst die zweite Frau, die gleichzeitig als Schauspielerin und Produzentin nominiert wurde. Vor ihr ist diese Ehre nur Frances McDormand für Nomadland zuteilgeworden. La La Land und Poor Things brachten Stone außerdem Golden Globe®s und BAFTAs ein. Im Fernsehen spielte sie zuletzt in einer Folge von HBOs Fantasmas. Ihr jüngster Spielfilm ist Yorgos Lanthimos‘ Kinds of Kindness, in dem sie an der Seite von Jesse Plemons und Willem Dafoe auftrat. Cruella 2 ist in Vorproduktion. Lanthimos neuster Film, die Science-Fiction-Komödie Bugonia, mit Jesse Plemons und Alicia Silverstone, startet im Oktober in den deutschen Kinos.

Austin Butler (Vernon Jefferson Peak) ist einer der gefragtesten Schauspieler unserer Zeit. Butler debütierte im Fernsehen mit der Sitcom Neds ultimativer Schulwahnsinn. Sein erster Spielfilm war Die Noobs – Klein aber gemein. Nach weiteren Fernseharbeiten spielte Butler 2012 in seinem zweiten Spielfilm, der Komödie My Uncle Rafael. Vier Jahre später besetzte Kevin Smith ihn in Yoga Hosers, neben Lily-Rose Depp und Johnny Depp. Parallel gelang ihm mit MTVs The Shannara Chronicles der Durchbruch im Fernsehen. Im Frühjahr 2018 gab Butler sein Broadway-Debüt an der Seite von Denzel Washington in dem Drama The Iceman Cometh, das für acht Tony Awards nominiert wurde. Ein Jahr später wurde er von Jim Jarmusch in der Zombie-Satire The Dead Don’t Die, an der Seite von Adam Driver und Bill Murray, sowie von Quentin Tarantino in Once Upon a Time In… Hollywood, neben Leonardo DiCaprio und Brad Pitt, besetzt. Im Anschluss gelang ihm der weltweite Durchbruch im Kino mit Baz Luhrmanns Biopic Elvis, in dem sich Butler die Leinwand mit Tom Hanks teilte. Für seine Leistung wurde Butler unter anderem mit dem Golden Globe® und dem People’s Choice Award ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus Nominierungen für den Oscar® und den BAFTA. Im Fernsehen war er zuletzt in Apple TV+‘ Masters of the Air, an der Seite von Barry Keoghan, zu erleben. Butlers jüngster Spielfilm ist Denis Villeneuves Dune: Part Two, in dem er neben Timothée Chalamet und Zendaya brillierte.
Matt Ross‘ Krimi City on Fire, Michael Manns Prequel Heat 2, mit Adam Driver, Luca Guadagninos Neuverfilmung von American Psycho, Edward Bergers The Barrier, Amazon / MGMs American Speed, mit Tom Holland, A24s Deep Cuts, mit Saoirse Ronan, und der Krimi Enemies, mit Jeremy Allen White, sind in Vorproduktion. Darren Aronofskys schwarzhumoriger Psychothriller Caught Stealing, mit Zoë Kravitz, startet im August in den Kinos.

Luke Grimes (Guy) ist seit zwei Jahrzehnten als Schauspieler erfolgreich. Sein Debüt absolvierte er an der Seite von Amber Heard in All the Boys Love Mandy Lane. In 35 Folgen der Serie Brothers & Sisters erregte Grimes neben Calista Flockhart erste Aufmerksamkeit. Bald darauf spielte er unter anderem an der Seite von Alexander Skarsgard in True Blood und unter der Regie von Clint Eastwood in American Sniper. Mit den drei Teilen des Fifty Shades of Grey-Franchise konnte sich Grimes weiter als Darsteller profilieren. Der endgültige Durchbruch im Fernsehen gelang ihm mit der Verkörperung von Kayce Dutton in fünf Staffeln der Westernserie Yellowstone, an der Seite von Kevin Costner. Für seine Leistung wurde er als Teil des Ensembles für den Screen Actors Guild Award nominiert. Sein letzter Spielfilm war Netflix‘ Küssen und andere lebenswichtige Dinge. Das Yellowstone-Spin-off Y: Marshals ist in der Vorproduktion.

Deirdre O'Connell (Dawn) blickt bereits auf mehr als vier erfolgreiche Jahrzehnte als Schauspielerin. Ihren Einstand vor der Kamera absolvierte sie in der Serie Loving, an der Seite von Lloyd Bridges und Geraldine Page. In Barry Levinsons Tin Men – Zwei haarsträubende Rivalen spielte sie ihre erste Kinorolle, neben Danny DeVito und Richard Dreyfuss. Für das Sportdrama Sein letztes Spiel erhielt O’Connell eine Independent Spirit Award-Nominierung. Ihr jüngster Spielfilm ist The Requin: Der Hai, mit Alicia Silverstone. Ihre aktuelle Fernseharbeit, The Penguin mit Colin Farrell, brachte ihr eine Nominierung für den Critics Choice Award ein. Die Miniserie The Beast in Me befindet sich in der Postproduktion. Die Arbeit an Die perfekte Schwester, mit Jessica Biel und Elizabeth Banks, wurde abgeschlossen.

Micheal Ward (Michael) steht seit einem Jahrzehnt erfolgreich vor der Kamera. Der gebürtige Jamaikaner debütierte im Kino mit dem Krimi Brotherhood. In Top Boy erregte Ward neben Ashley Walters erste Aufmerksamkeit. Mit Blue Story, dem Langfilmdebüt von Rapman, konnte er sich als Charakterdarsteller etablieren. In The Old Guard, seinem ersten US-Film, teilte er sich die Leinwand mit Charlize Theron. 2020 wurde er bei den BAFTAs mit dem Rising Star Award ausgezeichnet. Mit Sam Mendes‘ The Empire of Light gelang ihm, an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Olivia Colman, der internationale Durchbruch. Zuletzt spielte Ward die Hauptrolle in The Beautiful Game, an der Seite von Bill Nighy. Der Thriller Uncle, mit Eddie Marsan, ist in Vorproduktion.

Amélie Hoeferle (Sarah) startete ihre Karriere erfolgreich mit dem Kurzfilm The Boogeywoman. Nach weiteren Kurzfilmrollen konnte man sie in Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes, ihrem erstem Kinofilm, erleben. Ihr letzter Langfilm war Mystery-Thriller Night Swim von Blumhouse. Die Komödie Tapestry: International Stories of Inspiring Women und die Dramaserie Sterling Point sind in Vorproduktion. Paramounts One Mile und One More Mile, mit Ryan Phillippe und C. Thomas Howell, befinden sich in der Postproduktion.

Clifton Collins Jr. (Lodge) begann seine erfolgreiche Schauspielkarriere bereits vor 30 Jahren. Nach einigen Fernsehauftritten spielte er an der Seite von Christopher Lambert in Stuart Gordons Fortress – Die Festung seine erste Kinorolle. Mit Menace II Society und Dead Presidents begann sich Collins als Nebendarsteller zu etablieren. Als Teil des Ensembles von Steven Soderberghs Traffic – Macht des Kartells wurde er für den Screen Actors Guild Award nominiert. Thief – Der Millionenjob brachte ihm seine erste Emmy®-Nominierung ein. Für seine Leistung in Jockey erhielt Collins den Preis der Jury auf dem Sundance Festival sowie eine Nominierung für den Independent Spirit Award. Sein letzter Langfilm ist das Drama Train Dreams. Lucky, eine Dramaserie mit Anya-Taylor Joy und Timothy Olyphant, ist in Vorproduktion. Die Miniserie Unspeakable: The Murder of JonBenét Ramsey, mit Melissa McCarthy und Clive Owen, befindet sich in der Postproduktion.
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Autor: Siehe Artikel
Donnerstag 13.11.2025
DIE MY LOVE
Ab 13. November 2025 im Kino
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Die renommierte Filmemacherin Lynne Ramsay zeichnet in Die My Love das schonungslose undkompromisslose Porträt einer Frau, die von Liebe und Wahnsinn verschlungen wird. JenniferLawrence glänzt an der Seite von Robert Pattinson mit einer furiosen Darbietung.Der Film folgt Grace (Lawrence) und ihrem Partner Jackson (Pattinson), die gerade in ein altes Haus auf dem Land gezogen sind. Mit dem Ziel, die Great American Novel zu schreiben, richtet sich Grace in ihrer neuen Umgebung ein. Schon bald bekommen die beiden ein Baby. Doch während Jackson verdächtig häufig abwesend ist und der Druck des Familienlebens immer stärker auf Grace lastet, beginnt sie zusehends zu zerfallen – und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.Adaptiert nach Ariana Harwicz’ gefeiertem Roman und mit Sissy Spacek, LaKeith Stanfield undNick Nolte in den Nebenrollen, markiert dieser furchtlose Film über die Komplexität der Liebe undihre Verwandlungen im Laufe der Zeit Ramsays mit Spannung erwartetes Comeback.

Ein Film von LYNNE RAMSAY
Mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Lakeith Stanfield, Nick Nolte, Sissy Spacek

Statement der Regiesseurin
Eine Erkundung der kleinen Dramen, Traumata und Belastungsproben des Alltags.Das Unvorhergesehene. Der Selbstverlust. Die Lähmung. All das habe ich in Grace gefunden.Und Jacksons Liebe zu ihr – trotz seiner Unfähigkeit, sie jemals wirklich zu verstehen.

JENNIFER LAWRENCE
GRACE
Jennifer Lawrence ist Oscar-prämierte Schauspielerin, Produzentin und Aktivistin. Sie spieltein Filmen wie Silver Linings – für den sie 2012 den Academy Award als Beste Hauptdarstelleringewann – American Hustle, Don’t Look Up, Joy: Alles außer gewöhnlich und in der FilmreiheDie Tribute von Panem. 2018 gründete Lawrence gemeinsam mit ihrer ProduktionspartnerinJustine Ciarrocchi die Firma Excellent Cadaver. Seitdem haben die beiden ein vielfältigesProgramm preisgekrönter Projekte entwickelt, darunter No Hard Feelings und Causeway. Zuihren jüngsten Produktionen zählt Bread & Roses, ein eindringlicher Dokumentarfilm über dieAuswirkungen der Machtübernahme der Taliban 2021 auf Frauen. Der Film feierte 2023 bei denFilmfestspielen von Cannes Premiere, wurde von der Kritik hochgelobt und erhielt kürzlich einenPeabody Award sowie eine Emmy-Nominierung in der Kategorie „Outstanding Current AffairsDocumentary“. Außerdem produzierte Excellent Cadaver gemeinsam mit Hillary und ChelseaClinton den Dokumentarfilm Zurawski v Texas über den gleichnamigen Gerichtsprozess zureproduktiven Rechten in Texas, der beim 51. Telluride Film Festival Premiere feierte.Als Nächstes wird Lawrence in den Adaptionen von Die My Love und The Wives sowohldie Hauptrolle übernehmen als auch produzieren. Die My Love unter der Regie von LynneRamsay feierte 2025 seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Cannes. Abseits derLeinwand setzt sich Lawrence vehement für Geschlechtergerechtigkeit ein und ist Mitgliedim Vorstand von RepresentUs, einer überparteilichen Organisation, die sich in den USA für dieVerabschiedung wirksamer Anti-Korruptionsgesetze einsetzt.

ROBERT PATTINSON
JACKSON
Robert Pattinson ist ein Schauspieler, der dafür bekannt ist, sich furchtlos anspruchsvollen Rollenzu stellen und sich mit jedem neuen Projekt weiterzuentwickeln. Mit seinen wandlungsfähigenPerformances begeisterte er weltweit das Publikum, etwa in Matt Reeves' The Batman, Joshund Benny Safdies Good Time, Robert Eggers' Der Leuchtturm, David Michôds The Rover,David Cronenbergs Cosmopolis, Bong Joon-hos Mickey 17, Christopher Nolans Tenet, ClaireDenis' High Life und James Grays Die versunkene Stadt Z.Mit 19 Jahren machte er sich in der Filmindustrie einen Namen, als er in Harry Potter und derFeuerkelch von Mike Newell die Rolle des „Cedric Diggory“ übernahm. Weltbekannt wurde erdurch seine Darstellung des Vampirs „Edward Cullen“ in der Twilight-Saga. Als Nächstes wirdPattinson an der Seite von Jennifer Lawrence in Lynne Ramseys Film Die My Love zu sehensein. Der Film feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 und wurde vonMUBI für 24 Millionen Dollar erworben. Derzeit dreht Pattinson an der Seite von TimothéeChalamet und Zendaya Denis Villeneuves Dune: Part Three und wird später in diesem Jahr mitden Dreharbeiten zu Fernando Meirelles' Netflix-Film Here Comes The Flood beginnen, in demer neben Denzel Washington zu sehen sein wird.Demnächst wird er außerdem in Kristoffer Borglis The Drama an der Seite von Zendaya sowiein Christopher Nolans The Odyssey mitspielen (Kinostart: 17. Juli 2026). Ebenso wird er in TheBatman Part II die Hauptrolle übernehmen, der Fortsetzung des äußerst erfolgreichen Warner-Bros.-Films The Batman. Dieser soll am 1. Oktober 2027 in die Kinos kommen.Im Jahr 2021 gründete Pattinson seine Produktionsfirma Icki Eneo Arlo. Die Firma arbeitetderzeit an der Postproduktion von PRIMETIME, dem Spielfilmdebüt von Lance Oppenheim, dasgemeinsam mit A24, Range Media und Square Peg produziert wird. Außerdem produziert IckiEneo Arlo mit Sony den hoch gehandelten Spec-Film How to Save a Marriage von Ross Evans, bei dem Zoë Kravitz Regie führen wird. Darüber hinaus sind weitere Projekte mit Warner Bros.,New Line Cinema, Paramount und Sony Columbia Pictures sowie Independent-Spielfilme und-Dokumentarfilme in Planung.

SISSY SPACEK
PAM
Sissy Spacek zählt seit sechs Jahrzehnten zu den angesehensten Schauspielerinnen derBranche. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören ein Academy Award, ein Screen ActorsGuild Award, fünf weitere Oscar-Nominierungen, eine Grammy-Nominierung, drei GoldenGlobe Awards sowie zahlreiche Kritikerpreise.Erstmals machte sie 1973 mit ihrer Rolle in Terrence Malicks viel beachtetem Drama Badlands -zerschossene Träume, in dem sie an der Seite von Martin Sheen spielte, auf sich aufmerksam.1976 erhielt Spacek ihre erste Oscar-Nominierung und gewann den National Society of FilmCritics Award für ihre eindringliche Darstellung der Titelrolle in Brian De Palmas Carrie – DesSatans jüngste Tochter, basierend auf dem Roman von Stephen King. Im Jahr darauf wurdesie für ihre Rolle in Robert Altmans 3 Frauen mit dem New York Film Critics Circle Awardausgezeichnet.1980 übernahm Spacek die Rolle der Loretta Lynn in dem gefeierten Biopic Nashville Lady undgewann für ihre Darstellung sowohl den Oscar als auch den Golden Globe Award. Zudem wurdesie für ihre Verkörperung der Countrymusik-Legende mit dem New York Film Critics CircleAward, dem Los Angeles Film Critics Award, dem National Board of Review Award und demNational Society of Film Critics Award geehrt.Ein Jahr später erhielt Spacek eine weitere Golden-Globe-Nominierung für ihre Rolle in Dergeheimnisvolle Fremde, bei dem ihr Ehemann Jack Fisk Regie führte. Für ihre Rolle in Costa-Gavras’ Drama Vermisst (1982) an der Seite von Jack Lemmon wurde sie zum dritten Mal fürden Oscar und den Golden Globe nominiert. Ihre vierte Oscar- und Golden-Globe-Nominierungfolgte für ihre Rolle in The River (1984), in dem sie mit Mel Gibson spielte.1987 erhielt Spacek ihre fünfte Oscar-Nominierung und gewann einen weiteren Golden Globesowie den New York Film Critics Circle Award für ihre Darstellung in der schwarzen KomödieVerbrecherische Herzen. Ihre bislang letzte Oscar-Nominierung verdiente sie sich für ihreRolle als trauernde Mutter eines ermordeten Sohnes in dem Drama In the Bedroom. Für dieseDarstellung gewann sie zudem einen Golden Globe Award, einen Independent Spirit Awardund den AFI Film Award als Beste Schauspielerin. Darüber hinaus wurde sie von zahlreichenKritikervereinigungen – darunter Los Angeles, New York und Broadcast Film Critics – alsBeste Schauspielerin ausgezeichnet. Für In the Bedroom erhielt Spacek außerdem zweiNominierungen bei den Screen Actors Guild (SAG) Awards: als Beste Hauptdarstellerin und imEnsemble, gemeinsam mit den weiteren Schauspieler:innen des Films.Zu Spaceks weiteren Filmauftritten zählen Eine wahre Geschichte - The Straight Story, EinZuhause am Ende der Welt, Der Gejagte, JFK: Tatort Dallas, Der lange Weg, Hot Rod, Am Endedes Weges, The Help und Ein Gauner & Gentleman.

LAKEITH STANFIELD
KARL
LaKeith Stanfield ist ein preisgekrönter Schauspieler, der jeder seiner Rollen mitaußergewöhnlicher Leidenschaft und Hingabe begegnet. Mit beeindruckenden Rollen inseiner Filmografie – darunter seine bahnbrechende Darstellung von „Bill O’Neal“ in Judas andthe Black Messiah, für die er eine Oscar-Nominierung erhielt, sowie seine Durchbruchsrollen inSelma, Get Out und Atlanta – hat sich Stanfield als einer der gefragtesten Schauspieler seinerGeneration etabliert.Demnächst wird er in Amazon MGMs Play Dirty an der Seite von Mark Wahlberg, Dermot Mulroneyund Tony Shalhoub zu sehen sein. Basierend auf Richard Starks Parker-Kriminalromanen folgtder Film dem professionellen Dieb Parker (Wahlberg) und seinem Partner, dem Schauspielerund Trickbetrüger Grofield (Stanfield), die nach einem Verrat und Mordanschlag auf Rachesinnen – und dabei die Chance auf den größten Coup ihrer Karriere bekommen.Ebenfalls bald wird er an der Seite von Jennifer Lawrence und Robert Pattinson in Die My Love(Black Label Media/Excellent Cadaver) unter der Regie von Lynne Ramsay zu sehen sein. DerThriller basiert auf dem gleichnamigen Roman von 2017.Darüber hinaus übernimmt Stanfield die Rolle des „Edmund“ in Lear Rex, Bernard RosesShakespeare-Adaption von König Lear. Al Pacino und Jessica Chastain spielen König Learund Goneril, Ariana DeBose, Rachel Brosnahan und Peter Dinklage gehören ebenfalls zurhochkarätigen Besetzung.Nach dem Erfolg von Sorry to Bother You (2018) arbeitet Stanfield erneut mit Boots Rileyzusammen – für dessen nächsten Film I Love Boosters. Zudem wird Stanfield in der Adaptiondes Neo-Noir-Videospiels El Paso, Elsewhere sowohl als Hauptdarsteller auftreten als auchproduzieren. Zu seinen weiteren kommenden Projekten gehören Derek Cianfrances Roofman(Kinostart 3. Oktober, Paramount Pictures/Miramax) sowie The Wrong Girls von Dylan Meyerund Neon, dessen Dreharbeiten kürzlich begonnen haben.2024 spielte Stanfield die Hauptrolle „Clarence“ in Jeymes Samuels The Book of Clarence.Produziert von Jay-Z, wurde der Film im Januar 2024 von Sony TriStar Pictures in die Kinosgebracht. Im November 2024 lieh Stanfield in Raoul Pecks Dokumentarfilm Ernest Cole: Lostand Found dem berühmten südafrikanischen Fotografen Ernest Cole seine Stimme. Der Filmfeierte in Cannes Premiere, und The Hollywood Reporter schrieb, Stanfield „imitiere Cole nicht,sondern verkörpere ihn“.Zuvor war Stanfield als Leitender Produzent und Hauptdarsteller der Apple-TV+-Serie TheChangeling tätig, die im September 2023 startete. Die Horrorserie, angesiedelt in einemalternativen New York, folgt einem Vater und Ehemann auf der Suche nach seinem entführtenSohn und seiner verschwundenen Frau in einer magischen Welt.2021 spielte Stanfield in Shaka Kings Judas and the Black Messiah an der Seite von DanielKaluuya, Jesse Plemons und Dominique Fishback. Der Film erhielt sechs Oscar-Nominierungen,darunter eine als Bester Nebendarsteller für Stanfield.Zu seinen weiteren Filmrollen zählen Disneys Haunted Mansion; Jeymes Samuels The HarderThey Fall; Rian Johnsons Knives Out: Mord ist Familiensache mit Daniel Craig; Uncut Gemsmit Adam Sandler; Netflix’ Someone Great mit Gina Rodriguez; Jordan Peeles Get Out; ThePhotograph mit Issa Rae; Death Note mit Nat Wolff und Willem Dafoe; Straight Outta Compton(als Snoop Dogg); Boots Rileys Sorry to Bother You, für den er sowohl eine Critics-Choice-als auch eine Gotham-Award-Nominierung erhielt; sowie The Girl in the Spider’s Web, MilesAhead, Snowden, Crown Heights, War Machine, Selma und Short Term 12, für den er für einenIndependent Spirit Award nominiert war.
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Donnerstag 06.11.2025
DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C
Ab 06. November 2025 im Kino
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Was wäre, wenn die vertraute Umgebung plötzlich immer größer werden würde? Konfrontiert mit einer schließlich gigantischen Welt spielt Oscar®-Preisträger Jean Dujardin herausragend die Hauptrolle in diesem außergewöhnlichen und spannenden Thriller!

Ein Film von Jan Kounen
Mit Jean Dujardin, Marie-Josée Croze, Stéphanie Van Vyve u.a.

Pauls (Jean Dujardin) Leben spielt sich zwischen dem Schiffbau-Geschäft und seinem schönen Haus am Meer mit Frau (Marie-Josée Croze) und Tochter (Daphné Richard) ab. Als er eines Tages auf hoher See in ein merkwürdiges Wetterphänomen gerät, beginnt er unaufhaltsam zu schrumpfen, ohne dass die Ärzte es erklären könnten oder ein Gegenmittel hätten. Seine vertraute Umgebung verwandelt sich plötzlich in eine feindliche Welt, in der Begegnungen mit Katzen, Mausefallen und Spinnen zu einer Frage von Leben und Tod werden und er um sein Überleben kämpfen muss.
DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE – DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR C. ist ein packend inszenierter dramatischer Thriller um den Überlebenskampf und existenziellen Reise eines Mannes. In der Hauptrolle brilliert Oscar®-Preisträger Jean Dujardin („The Artist“). Regisseur Jan Kounen („39,90“) inszenierte packend die Adaption des Romanklassikers von Richard Matheson. Der vielfach ausgezeichnete Komponist Alexandre Desplat ("The Grand Budapest Hotel") zeichnet für die Musik verantwortlich.
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Donnerstag 30.10.2025
DRACULA (plus Interview mit Luc Besson)
Ab 30. Oktober 2025 im Kino
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Im 15. Jahrhundert wendet sich der transilvanische Prinz Vlad II, Graf von Dr?cul (Caleb Landry Jones), nach dem grausamen Verlust seiner angebeteten Frau Elisabeta (Zoë Bleu), voller Zorn von der Kirche ab. In seiner unbändigen Trauer tötet er einen Priester, verflucht Gott – und wird zum ewigen Leben verdammt. Er wird zu Dracula. Als bluttrinkender Vampir muss er fortan durch die Jahrhunderte irren. Dracula ist von der finsteren Hoffnung besessen, irgendwann mit seiner großen Liebe wiedervereint zu sein. 400 Jahre später scheint er sie in Paris gefunden zu haben, in Gestalt der verführerischen Mina (Zoë Bleu).

Ein Film von Luc Besson
Mit Caleb Landry Jones, Christoph Waltz, Zoë Bleu, Matilda de Angelis, Ewens Abid und Guillaume de Tonquedec u.a.

Erfolgsregisseur Luc Besson („Valerian – Die Stadt der 1000 Planeten“, „Lucy“) präsentiert mit DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG eine düster-opulente Neuinterpretation der legendären Schreckens-Figur Dracula und zeichnet für Regie und Drehbuch des bildgewaltigen Fantasy-Horror-Films verantwortlich. In der Rolle des unheimlichen Vampirs ist Caleb Landry Jones („DogMan“, „Three Bildboards Outside Ebbing, Missouri“) zu sehen, der 2021 mit dem Darstellerpreis des 74. Filmfestivals von Cannes ausgezeichnet wurde. Sein Gegenspieler im Film ist der zweifache Oscar©- Preisträger Christoph Waltz als Vampirjäger-Priester („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In weiteren Rollen spielen Matilda De Angelis („Citadel: Diana“), Ewans Abid („Andor“) und Haymon Maria Buttinger („Vienna Blood“). In der Doppelrolle von Mina und Elisabeta, der einstigen Frau des Prinzen, ist Zoë Bleu („Gonzo Girl“) zu sehen – Tochter von Schauspielerin Rosanna Arquette.



INTERVIEW MIT REGISSEUR LUC BESSON

Ein Projekt, geboren aus einem gemeinsamen Wunsch
„Das Projekt ist entstanden, weil Caleb Landry Jones und ich noch einmal zusammenarbeiten wollten. Während wir DogMan drehten, fragte ich ihn, was er nach dem Film gerne machen würde. Wir unterhielten uns über klassische Figuren, insbesondere die Monster, und entdeckten unsere beiderseitige Begeisterung für Dracula. Also nahm ich mir den Roman noch einmal vor, was meinen Wunsch, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, nur weiter verstärkte. Das Buch ist im Kern eine Liebesgeschichte, aber zur Zeit der Veröffentlichung waren die Leser mehr von der fantastischen und blutrünstigen Dimension fasziniert. Mit der Zeit entwickelte sich die Figur zu einem monströsen Mythos. Doch ich nahm vor allem die Liebesgeschichte wahr. Die Geschichte eines Mannes, der es vermochte, 400 Jahre zu warten, um die Frau wiederzusehen, die er liebt und die ihm von Gott genommen wurde. Ich wollte unbedingt das Drehbuch dazu verfassen, ursprünglich ohne die Absicht, Regie zu führen. Nach einer Weile war ich aber so begeistert von dem Skript, dass ich beschloss, doch auch die Regie zu übernehmen.“

Charismatisch und menschlich
„Graf Dracula verfügt von Anfang an über eine echte Aura: Er ist der Prinz der Region. Trotz seiner Jugend folgen ihm die Leute in die Schlacht, weil er ein echter Anführer ist. Ich wollte vermitteln, dass er dem Krieg nicht viel abgewinnen kann. Er kämpft zwar im Namen Gottes, würde aber lieber bei seiner Frau bleiben. Dracula formuliert sogar die Frage: “Es wird eine blutige Schlacht werden, ist das Gottes Wille?" Es entzieht sich ihm, warum er so viel Blut vergießen und töten muss, aber er tut es im Namen Gottes. Als er aus dem Krieg zurückkehrt, fühlt er sich verständlicherweise betrogen. Im Roman transformiert sich sein Körper in eine Fledermaus oder in grünen Rauch. Aber ich war der Auffassung, dass ihn diese übernatürlichen Kräfte nicht interessanter machten. Ich wollte keine Figur mit Superkräften nach amerikanischem Vorbild. Wenn, dann sollten seine Fähigkeiten plausibel bleiben. Da er nirgendwo hingehen kann, benutzt er ein Parfüm, um junge Frauen anzulocken. Dracula erinnerte mich auch an den exzentrischen Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, da seine Figur ähnlich dramatisiert wirkt. Wie Hearst, der ein Schloss und sogar einen Zoo sein Eigen nannte, ist mein Dracula ein Ästhet, der die schönen Dinge, seidige Stoffe, Schmuck und Reisen liebt. Man kann ein leidenschaftlicher Liebhaber sein, ohne darüber zwingend unglücklich zu werden. Meine Inspiration tendierte eher in Richtung Dandy-Ästhetik als Nosferatu. Ich war nur bedingt an der dunklen Seite der Figur interessiert.“

Zeitlose Werte
„Ich wollte die wesentlichen Prinzipien aufgreifen, die uns als Menschen prägen: die Liebe, aber auch andere, die mitunter ein wenig ins Hintertreffen geraten, wie Respekt, Freundschaft, das Bedürfnis zu teilen, Gemeinwohl, Beharrlichkeit und Gerechtigkeit. Natürlich werden wir nie Perfektion erreichen, aber es ist ein steter Kampf. Heutzutage hat das Geld all diese Werte zunichte gemacht. Was mich beim erneuten Lesen des Romans erstaunte, ist die Verwirrung, die man durchaus empfinden könnte: Man weiß, dass der Protagonist nur am Leben bleibt, um seine Frau zu finden, aber derweil lebt er mit drei Nymphen in seinem Schloss. Nach der Ankunft in London verführt er sogleich Minas beste Freundin. Wie kann er das miteinander vereinbaren? Es war mir wichtig, seine Gefühle deutlicher herauszuarbeiten.“

Ein Vampir in Paris?
„Der Roman hatte ein Problem: Als der Priester sich auf die Suche nach Dracula macht, muss er, um England zu erreichen, ein Schiff und dann einen Zug nehmen. Es gab darüber hinaus eine Menge logistischer Probleme, unter denen die Erzählung litt. Wenn man die Handlung hingegen auf den Kontinent verlegt, kann Dracula reiten, und die anderen können ihn mit dem Zug verfolgen. Das war viel logischer und kohärenter. Den Engländern machte es nichts aus, Les Misérables in ein Musical zu verwandeln, warum sollte es sie also kümmern, wenn man Dracula nach Paris verpflanzt? (lacht)“
Was mich noch interessierte, war das Datum des 14. Juli 1889: Das ist der hundertste Jahrestag der Revolution, und Paris feiert. Die Lebenswege aller Figuren kreuzen sich, was in unglaublicher Aufregung und Dynamik gipfelt. Dieser Kontext könnte auch erklären, warum ein Vampir in Paris unbemerkt bleiben konnte. Polizei und Bevölkerung waren schlichtweg mit anderen Dingen beschäftigt. Mir gefiel dieser Aufbau, der sich wie eine Symphonie anfühlte, die in einem Höhepunkt gipfelt: Mina verschwindet, Dracula taucht auf und der Priester weiß nicht, wo er suchen soll. Diese Energie hat mir sehr gefallen. Denjenigen, die meine Filmografie kennen, wird nicht entgangen sein, dass ich Paris liebe!

Ein amüsantes Gespann
„Aus dramaturgischen Gründen brauchte ich eine Figur, die Informationen preisgibt, und eine zweite, die sich das anhört, damit der Zuschauer versteht, worum es geht. Die Dynamik zwischen diesen beiden macht sie zu Komplizen. Von da an wollte ich den Schwerpunkt weg von diesen Figuren, die im Roman tatsächlich existieren, hin zu mehr Humor verlagern. Die Geschichte ist emotional ausgesprochen stark. Ich dachte daher, dass es nützlich sein könnte, sie etwas aufzulockern. Die erste Figur ist ein Arzt, der von einem Phänomen überwältigt wird, das nichts mit der Wissenschaft zu tun hat. Die zweite Figur ist ein Priester, der unscheinbar wirkt, sich aber als Vortänzer entpuppt! Für mich ist der Arzt eine Art bretonischer Spaniel, der keine Ahnung hat, während der Geistliche sowas wie ein Foxterrier ist, der einfach nicht aufgibt. Ich fand es amüsant, dass der rationale Arzt den Priester um Hilfe bittet, in einer Zeit, in der die Wissenschaft in aller Munde ist.“

Die Inkarnation von Dracula
„Dies ist der zweite Film, den ich mit Caleb gedreht habe. Wir stehen uns sehr nahe, kennen uns gut und vertrauen einander. Für ihn war es wichtig, die Stimme und den Akzent der Figur zu finden. Er brauchte Bezugspunkte, an denen er seine Vorstellung festmachen konnte. Die Stimme, aber auch die Zeichnung der Figur, der lila Anzug, die hochhackigen Schuhe, um ihm dieses übergroße Aussehen zu geben, haben ihm dabei geholfen. Caleb arbeitete mit einem rumänischen Coach zusammen und fand nach mehreren Versuchen schließlich seine Stimme. Ab diesem Punkt hat sich alles andere von selbst ergeben. Er probierte die Kostüme zum ersten Mal an und die Körpersprache stellte sich spontan ein, dieses Dandy-Gefühl, mit den langsamen Bewegungen.
Mithilfe des Make-ups hat es Caleb dann auf das nächste Level gebracht. Ich erinnere mich an einen Tag während der Vorbereitungen, als er sich um vier Uhr morgens schminken ließ, das Kostüm anzog und schreiend in die Menge rannte! Sobald er seine Stimme gefunden hatte, legte er sie für den Rest der Dreharbeiten nicht mehr ab. Caleb drückte sich nur noch mit diesem rumänischen Akzent aus, selbst wenn wir abends zusammen aßen.

Zwei Enthüllungen
„Es war Caleb, der mir Zoë Bleu für die Rolle der Mina vorschlug, weil er sie singen gehört hatte. Später stellte ich fest, dass sie die Tochter von Rosanna Arquette ist, und dass ich sie gesehen hatte, als sie drei Tage alt war! Ein Kreis schloss sich, da ich mit ihrer Mutter Im Rausch der Tiefe drehte, als sie im selben Alter war wie Zoë jetzt. Ich bin nach New York geflogen, um sie zu treffen. Sie hatte nur wenig Filmerfahrung, aber man sah es ihr in keinem Moment an. Zoë performte tadellos. Wir haben wie verrückt gearbeitet und dann alle Szenen mit Caleb geprobt, damit sie ihren Text in- und auswendig konnte. Ich bevorzuge es, die Schauspieler schon vor dem Dreh mit Text zu füttern und auch die Bewegungsabläufe bereits zu proben. Wenn man erst einmal am Set ist, dann ist man durch die technischen Herausforderungen und die knappe Zeit befangen.
Für die Besetzung der Maria hatte ich mir Testvideos angeschaut und war sehr angetan von Matilda De Angelis leicht brüchiger Stimme. Als ich sie traf, hat mich sofort angesprochen, dass Matilda mit größter Aufmerksamkeit zuhörte und agierte, ohne den Anschein zu erwecken, etwas Besonderes zu tun. Mir wurde klar, dass dies ein Kennzeichen besonders guter Schauspieler ist. Ich fragte Matilda, ob sie sich der Schwierigkeit der Rolle bewusst sei, und sie antwortete: "Ja, ich glaube, es wird eine Herausforderung". Ihre Klarheit hat mich sehr beruhigt. In dem Film muss sie weinen, lachen und schreien, während sie gegen einen zweifachen Oscar®-Preisträger anspielt. Matilda stand unter großem Druck, zumal sie zwei Filme gleichzeitig drehte, meinen und Mario Martones Fuori, der dieses Jahr in Cannes für die Goldene Palme nominiert wurde.“

Zwei Stradivari
„Ich habe Guillaume de Tonquédec bereits in vielen Rollen gesehen, und er beherrscht seine Kunst perfekt. Guillaume wechselt nahtlos von Film zu Theater und gehört zu den Schauspielern, die Meister ihres Handwerks sind. Christoph Waltz hatte ich sofort für die Rolle des Priesters im Kopf, ohne zu wissen, ob er annehmen würde. Ich habe für ihn eine frühe Vorführung von DogMan organisiert, weil ich weiß, dass bei den großen Schauspielern die Mitspieler das Entscheidende sind. Als er Caleb sah, sagte er sofort zu, noch bevor er das Drehbuch gelesen hatte.
Guillaume und Christoph sind beide sehr präzise und wollen sich immer verbessern. Ich bin offen für Schauspieler, die mich bitten, eine weitere Einstellung zu drehen. Sie sollen das Gefühl haben, dass ihnen das Set zur Verfügung steht und sie die nötige Ruhe haben, um sich auszudrücken. Christoph nahm sich Zeit, um seine Stimme und seine Gesten zu platzieren. Beim dritten oder vierten Take war er schon warmgespielt. Ich konnte ihn dann bitten, sich von einem Element des ersten oder zweiten Takes inspirieren zu lassen. Manchmal drehten wir bis zu 20 Takes, weil er die Intensität immer weiter steigerte. Mitunter haben wir fünf oder sechs Takes lang eine Stimmung erforscht, dann eine andere für weitere 5-6 Takes. Das ist besonders wichtig, denn dadurch hat man anschließend beim Schnitt eine unglaubliche Menge an Material zur Verfügung und kann die Szene nach Belieben verfeinern.“

Ein edler Kampf
„Ich habe die einzige gemeinsame Szene von Caleb und Christoph am Ende des Films platziert. Sie waren beide versessen auf diese Konfrontation. Schauspieler ihres Kalibers gehen bis an die Grenzen ihrer Fähigkeiten und loten die Möglichkeiten der Rollen vollkommen aus. Sie versuchen nie, sich gegenseitig zu destabilisieren. Ich habe aber auch schon Darsteller erlebt, die versuchen ihre Partner aufs Glatteis zu führen und dabei nicht alles geben. Das ist jedoch bei guten Schauspielern nicht der Fall. Bei ihnen gibt es einen edlen Wettkampf. Caleb und Christoph waren in dieser Szene außergewöhnlich.“

In erster Linie Kreativität
„Ich arbeitete erneut mit dem wundervollen Patrice Garcia zusammen, der schon an Das fünfte Element mitgewirkt hatte und der eigentliche Schöpfer von Arthur und die Minimoys ist. Bei diesem Projekt haben wir unsere Kooperation bereits sehr früh begonnen, in einer Phase, die ich immer sehr genieße, weil man nur zu zweit ist und sich alles nur um Kreativität dreht. Man denkt noch nicht darüber nach, ob ein Vorschlag realisierbar ist oder wie viel er kosten würde. Alle drei, vier Tage schickte mir Patrice neue Zeichnungen. Ich reagierte auf seine Vorschläge und wir tasteten uns langsam voran. Bis er mir eines Tages die Zeichnung von Dracula schickte, die alles ins Rollen brachte. Dank dieses Ausgangspunkts konnte ich die romanhafte Seite der Figur, den Aspekt des verfluchten Künstlers, seine Kostüme und sogar die Schauplätze, an denen sich die Figur weiterentwickeln würde, vor meinem inneren Auge erkennen. Patrice hat sich dann die Schlösser ausgedacht und sich Draculas Helm in Form eines Drachens vorgestellt!

Funktionale Kulissen, ästhetisch herausragend
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren mit Szenenbildner Hugues Tissandier zusammen. Wir kennen uns mittlerweile sehr gut. Ich wusste, dass er sich in der Ära, in der unser Film spielt, pudelwohl fühlen würde, zumal wir schon bei Adèle und die Geheimnisse des Pharaos kooperiert hatten. Ich begann, im Internet zu recherchieren und gab ihm dann etwa fünfzig Referenzen für Zeichnungen, Gemälde und Grafiken. Er hat die Epochen und Länder gründlich dokumentiert, um anschließend ein Moodboard zu erstellen. Für Draculas Schloss wollte ich eine fantastische barocke Architektur, aber ohne Übertreibungen, damit es glaubwürdig blieb. Hugues schlug mir Kulissen in Gold- und Kupfertönen vor, was mich wirklich überraschte. Ich dachte zuerst, wir sollten uns eher an die Klassik halten, aber er überzeugte mich.
Mit Hugues gibt es zwei wichtige Phasen: erstens die Form des Bühnenbilds, anhand derer ich meine Inszenierung projiziere, die Perspektiven überprüfe und unter Umständen feststelle, dass die Decken zu niedrig sind. Wir bauen dann Styropormodelle sowie maßstabsgetreue Figuren und benutzen ein Periskop, mit dessen Hilfe ich Hugues genaue Angaben machen kann. Danach legen wir fest, welche Wände entfernt werden müssen, damit ich meine Kamera platzieren und die Inszenierung umsetzen kann.
Schließlich geht es um Materialien und Farben. An diesem Punkt wird es deutlich künstlerischer: Es gilt Stoffe und Dekoration auszuwählen und die Patina festzulegen.
Bei diesem Dreh verwendeten wir eine Mischung aus realen Motiven und Studiokulissen. Das Hôtel de la Marine am Place de la Concorde hat uns zum Beispiel drei wesentliche Sets zur Verfügung gestellt: die Szene in Versailles, Marias Hochzeitszimmer sowie Draculas Hotelzimmer in Paris. Draculas Schlosszimmer hingegen wurde im Studio errichtet. Die Apotheke des Arztes ist eine Mischung aus Hôtel-Dieu und Studio. Wir haben auch im Intercontinental in Opéra gedreht, das meiner Meinung nach über den schönsten Ballsaal Frankreichs verfügt.

Eine Fülle an Kostümen
„Corinne Bruand, die 2.000 Kostüme für den Film entworfen hat, war zuvor die Assistentin einer Kostümbildnerin, mit der ich lange zusammengearbeitet habe und die wiederum Assistentin meiner Kostümbildnerin bei Johanna von Orleans war! Man könnte sagen, sie ist meine Kostümbildnerin in der dritten Generation! (Lacht) Zuerst hat sie die Figuren genau studiert, um dann Moodboards mit verschiedenen Stoffen und Materialien zu erstellen. Dabei suchte sie nach Farbtrends für die Hauptfiguren. Dracula und Elisabeta sind in Violett gehalten, eine Entscheidung, die ich auf Basis der Zeichnungen von Patrice Garcia getroffen habe. Mina wird in blasses Blau getaucht, die Vampirin Maria wiederum in Burgunderrot. Ich wollte, dass der Priester aus Bayern kommt, und ließ Christoph Waltz anfangs sogar Lederhosen und einen Hut mit Fasanenfedern anprobieren! Am Ende entschieden wir uns für eine schlichtere Variante. Aber der Stil der Tunika, die er gegen Schluss trägt, ist ein traditioneller bayerischer Schnitt aus dem späten 19. Jahrhundert. Wir haben uns auch viele Gedanken gemacht über den Inhalt seines Koffers, in dem sich alles befindet, was man im Kampf gegen Vampire braucht. Die Gestaltung des Kofferinneren nahm Wochen in Anspruch.“

Die Zusammenarbeit mit Danny Elfman
„Ich hatte das Gefühl, dass Danny Elfmans musikalische Welt perfekt zu dem Film passen würde. Als ich mit ihm Kontakt aufnahm, berichtete er mir, dass er davon träumt, einen Dracula-Soundtrack zu gestalten, dass er aber bereits drei Projekte abgelehnt hat. Lustigerweise ist er mit Bridget Fonda verheiratet, mit der ich mich sehr gut verstehe, weil sie in Kiss of the Dragon mitgespielt hat, einem von mir produzierten Film. In kürzester Zeit entstand zwischen uns eine fast familiäre Atmosphäre.
Danny kam zu den Dreharbeiten, um in den Film einzutauchen, aber die Zeit danach war für mich etwas schwierig, da er wieder in seiner eigenen Welt verschwand und nur wenig kommunizierte. Dann schickte uns er uns eines Tages, während wir im Schnitt saßen, das Thema der ersten Szene: Ich bekam sofort eine Gänsehaut! Danny hatte die Stimmung des Films genau verstanden. Schon beim ersten Versuch traf er den richtigen Ton und fand die ideale Klangfarbe. Wir haben dann einige Anpassungen vorgenommen und wie alle großen Komponisten war er offen für Anregungen, ohne sich jemals beleidigt zu fühlen. Nur mit der Tanzsequenz in den Höfen Europas tat er sich etwas schwer, weil ich zuerst ein Stück von Billie Eilish benutzt hatte und wir eine Weile brauchten, um dieses zu vergessen.“

Im Verborgenen, aber unverzichtbar
„Ich habe meine ersten Filme mit sehr wenig Geld realisiert. Deswegen achte ich heutzutage genau darauf, dass wir unser Investment auf der Leinwand wiederfinden und nirgendwo sonst. Ich konnte mich glücklich schätzen, Hunderte von Tänzern und Statisten mobilisieren zu können, die zwar im Schatten blieben, aber eine Hingabe an den Tag legten, die mir Kraft verlieh. Sie bevölkerten alle Massenszenen, an den Höfen Europas, im Kloster und auf dem Jahrmarkt in Paris. Ihnen ist es zu verdanken, dass diese Momente im Film so überzeugen.
Darüber hinaus hatte ich das Vergnügen, mit einigen der besten Techniker der Welt zu kooperieren, sei es beim Ton, bei der Mischung oder bei der Farbkorrektur. Der Kolorist, ein Franzose, der in den USA lebt, ist regelmäßig für Martin Scorsese, Quentin Tarantino und Steven Spielberg unterwegs. Er hat die Fähigkeit, die Wahrnehmung eines Films zu verändern. Ich habe mich sehr gefreut, mit ihm an DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG arbeiten zu können. Der Waffenschmied, der die Rüstungen der Soldaten entworfen hat, hat bereits vor 25 Jahren an Johanna von Orleans mitgewirkt. Es war mir eine wahre Freude, wieder mit ihm zu kooperieren!
Mehr gibt es nicht zu sagen. Ein großes Dankeschön geht an alle Statisten und die Arbeiter, die im Schatten des Films wirken, denn erst durch sie erhält DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG seine wahre Dimension!“



INTERVIEW MIT HAUPTDARSTELLER CALEB LANDRY JONES

Ein universeller Ansatz
„Die tragische Dimension von Draculas Geschichte und die verstörende Seite der Figur sind immer noch präsent, aber Luc Besson wollte sich vor allem auf die Beziehung zwischen Dracula und Mina, der Frau, die er über alles liebt, konzentrieren. Der Film handelt von dem Verlust, den er empfindet, als sie ihm genommen wird, und von den Anstrengungen, die er unternimmt, um sie zurückzuholen. Die Vision von Luc gibt sich viel romantischer und intimer als frühere Versionen des Mythos. Ich denke, jeder kann sich mit einer Figur identifizieren, die ihre wahre Liebe verloren hat. Beim Lesen des Drehbuchs fiel mir die große Sanftmut auf, ebenfalls sehr ungewöhnlich für Dracula. Das verleiht der Liebesgeschichte eine magische Dimension, die das Publikum ansprechen sollte. In seiner Annäherung an das Liebesdrama beweist Luc eine Aufrichtigkeit, die meiner Auffassung nach in früheren Adaptionen fehlte. Denn auch wenn es sich um einen außergewöhnlichen Charakter und ein übernatürliches Wesen handelt, muss doch etwas Wahres dran sein an der Geschichte.“

Ein Dandy und Ästhet
„Mir ist sofort seine große Eleganz ins Auge gestochen, denn er ist nun mal ein Prinz. Er liebt die schönen Dinge des Lebens und achtet auf sein Äußeres, damit er in den Palästen, in denen er nach Mina sucht, nicht auffällt. Diese Details mögen unbedeutend erscheinen, aber sie haben es mir erleichtert, in die Haut der Figur zu schlüpfen. Das Parfüm, dass ich extra für diesen Anlass hergestellt habe, oder die Schuhe mit Absätzen, die einen größer wirken lassen, sind gute Beispiele.

Eine strenge Ausbildung
Obwohl ich in dem Film nur wenig Zeit auf Pferderücken verbringe, bestand Luc darauf, dass ich ein strenges Training absolviere. Er wollte sicherstellen, dass ich mich in der Nähe der Pferde wohl fühle. Dank des Trainings hat mir das Reiten am Ende sogar Vergnügen bereitet. Ich wurde auch im Umgang mit Schwertern und Schwertkampf geschult. Das Stunt-Team von Alain Figlarz sorgte dafür, dass die Übungen und Haltungen ständig variierten, so dass es nie langweilig wurde.!

Wie ein Atemzug
„Bezüglich meiner Stimme wiederholte Luc immer wieder "Tiefer, tiefer!" und bezog sich dabei auf fast stumme Tiere wie Eidechsen. Schließlich entdeckte ich diese fast reptilienartig wirkende Stimme, besonders tief, wie ein Atemzug. Luc ist immer sehr präzise in seinen Anweisungen, und er wollte, dass Draculas besondere Atmung zu einem integralen Bestandteil der Stimme wird. Als ich den passenden Akzent und die Stimme gefunden hatte, behielt ich sie bis zum Ende der Dreharbeiten bei, weil ich Angst hatte, sie wieder zu verlieren.“

Zoë Bleu und Matilda De Angelis
„Ich habe Luc geraten, sich mit Zoë zu treffen. Ohne sie zu kennen, schien es mir, dass die Rolle sehr gut zu ihr passen würde. Luc traf sie und ihr Vorsprechen verlief sehr gut. Außerdem hatte ihre Mutter vor fast 30 Jahren in Im Rausch der Tiefe mitgespielt!
Matilda ist sehr professionell. Sie drehte zur gleichen Zeit einen anderen Film und pendelte ständig. Ihre Energie hat mich wirklich beeindruckt. Jedes Mal, wenn ich Matilda am Set sah, legte sie eine Lockerheit an den Tag, die ihrem Spiel unglaubliche Lebendigkeit verlieh. In der Jahrmarktszene in Paris war sie so voller Leben und setzte trotz des Wirbels, der sie umgab, ihre Präsenz durch.“

Die Konfrontation mit Christoph Waltz
„Christoph und ich hatten nur eine gemeinsame Szene, die sich Luc für den Schluss aufgehoben hatte. Das war eine weise Entscheidung, denn dadurch ließ sich die Begegnung intensiver gestalten und die Spannung erhöhen. Ich war total nervös, bevor wir die Szene in Angriff genommen haben. Letztlich war diese Nervosität der Situation sogar zuträglich, obwohl ich von meinem Gegenüber stark beeindruckt war. Christoph gab sich jedoch sehr großzügig und hat nie versucht, mich zu übervorteilen. Im Gegenteil, er war ein echter Partner in diesem Spiel.“

Mehr Effizienz
„Dies ist der zweite Film, den ich mit Luc gedreht habe, und obwohl DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG ein viel ehrgeizigeres Projekt mit einer riesigen Crew ist, habe ich seine Anweisungen schneller verstanden und präziser auf seine Wünsche reagiert. Manchmal hat er mich gebeten, den Take zu wiederholen und eine andere Richtung einzuschlagen. Aber im Großen und Ganzen lief die Kommunikation sehr gut, ohne dass wir immer miteinander reden mussten. Wir waren auch viel effizienter.“

Die Magie der Inszenierung
„Wir wollten die Jahrmarktszene in einer realen Umgebung drehen, und Luc hatte es geschafft, ein touristisches Gebiet mitten in Paris, die Gärten des Palais Royal, absperren zu lassen und Drehgenehmigungen zu erhalten. Alle Stände waren aufgebaut und die Statisten präsent: die bärtige Dame, die Clowns, die Zauberer und der Mann auf Stelzen. Dann fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf. Zwischen zwei Schauern hatte Luc knapp zehn Minuten Zeit, um ein paar Aufnahmen zu machen. Schließlich entschied er sich, die Szene, die zu den teuersten des Films zählte, nicht vor Ort zu drehen, sondern sie stattdessen komplett im Studio nachzustellen, mit den identischen Sets, Kostümen und Statisten! Als ich den fertigen Film einige Monate später zu sehen bekam, war mir zwischendurch vollkommen entfallen, dass die Szene im Studio gedreht worden war und ich konnte es kaum glauben. Zugegebenermaßen hatte ich anfangs Skepsis an den Tag gelegt, aber Luc bewies, dass er wirklich ein Magier ist.“
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