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2. Frankfurt Städel Museum: ELMGREEN & DRAGSET - STILLLEBEN MIT GEMÜSE
3. Murnau Schloßmuseum: Die fabelhaften Alben des Alfred Mayer - Freund und M...
4. Penzberg: Campendonk malt Blau
5. München: Anselm Reyle, infinite longing
6. Museum Brandhorst: Carrying
Samstag 23.05.2026
Buchheim Museum: AUFRUHR DER FARBEN - Karl Schmidt-Rottluff und das Erbe der "Brücke"
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AUFRUHR DER FARBEN - Karl Schmidt-Rottluff und das Erbe der "Brücke"

Ausstellung vom 23. Mai bis 15. November 2026
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried

Am 10. August 2026 jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Karl Schmidt-Rottluff. Aus diesem Anlass stellt das Buchheim Museum eine Auswahl seines bedeutenden »Brücke«-Bestandes Werken unmittelbarer Zeitgenossen und nachfolgender Generationen gegenüber, die maßgeblich von der Künstlergruppe beeinflusst wurden. Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als Rückblick, sondern als lebendige Spurensuche nach den künstlerischen Nachwirkungen eines der wichtigsten Aufbrüche der Moderne.
Dank der umfangreichen Bestände aus der Sammlung von Diethild und Lothar-Günther Buchheim sowie der kürzlich erfolgten großzügigen Zustiftungen Joseph Hierlings und Paul Maria Wittmanns kann das Museum die Entwicklung des Expressionismus von seinen Anfängen bis weit hinein in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen. Dabei wird in der Gegenüberstellung sichtbar, wie stark die Impulse der »Brücke«-Künstler über Generationen hinweg gewirkt haben. Es entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama künstlerischer Positionen, das die nachhaltige Wirkung dieses epochalen Aufbruchs vor Augen führt.
Neben den »Brücke«-Künstlern Karl Schmidt-Rottluff , Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde und Max Pechstein zeigt die Ausstellung eine Vielzahl weiterer Positionen, die in einen oft überraschenden Dialog mit ihnen treten. Darunter finden sich Namen wie Max Beckmann, Christian Rohlfs und Conrad Felixmüller aber auch Walter Becker, Grete Csaki-Copony, Thomas Niederreuther oder der Museumsstifter Lothar-Günther Buchheim selbst. Er trug nicht nur als Sammler und Kunstschriftsteller entscheidend zur Wiederentdeckung der Künstlergruppe in Deutschland nach 1945 bei, sondern war auch als Künstler einer ihrer glühendsten Verehrer und Nachfolger.
Allen in der Ausstellung gezeigten Werken gemeinsam ist die frei entwickelte Farbe als zentrales künstlerisches Ausdrucksmittel. In zunehmender Loslösung von traditionellen Bedeutungszuschreibungen und dem Postulat einer mimetischen Kunstau assung dient sie hier primär der Darstellung innerer Empfindungen, seelischer Zustände und unmi elbarer Emotionen. Die expressive Kraft der Farbe wird so zum Träger subjektiver Wahrnehmung und erö net dem Betrachter bis heute einen unmi elbaren Zugang zur Erfahrungswelt der Künstlerinnen und Künstler.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See


Abbildungen:

- Karl Schmidt-Rottluff, Norwegische Landschaft (Skrygedal), 1911
Öl auf Leinwand
87,5 x 95,5 cm
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg

- Walter Becker, Trio 3, 1968
Öl auf Rupfen
95,0 x 110,5 cm
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
© Andreas Hoelscher, Hohenschäftlarn; Reproduktion: Joseph Hierling

- Karl Schmidt-Rottluff, Drei Frauen am Meer in Ostseedorf, 1919
Öl auf Leinwand
98,5 x 111,5 cm
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
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Freitag 22.05.2026
Frankfurt Städel Museum: ELMGREEN & DRAGSET - STILLLEBEN MIT GEMÜSE
ELMGREEN & DRAGSET
STILLLEBEN MIT GEMÜSE

Ausstellung vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027
Städel Museum Frankfurt am Main

Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, *1961 und Ingar Dragset, *1969) arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre zusammen und zählen zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Obwohl sie oft als Bildhauer bezeichnet werden, sind sie in einem weiten Spektrum tätig, das auch
Installation, Performance und Architektur umfasst. Ihre Werke hinterfragen gewohnte räumliche Strukturen und laden sowohl öffentliche als auch institutionelle Orte atmosphärisch auf. Vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027 verwandelt das in Berlin lebende und arbeitende Künstlerduo das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel aus Realität und Illusion. Die Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ präsentiert Skulpturen und Installationen von Elmgreen & Dragset, die mit der Architektur und der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel Museums in einen Dialog treten und neue Perspektiven eröffnen.
Elmgreen & Dragset arrangieren ihre figurativen Skulpturen so, dass sie das Publikum aktiv in das Erzählen von Geschichten einbeziehen. Indem sie den Blick der Besucher lenken und verschieben, rücken die Künstler alltägliche, leicht übersehene Momente in den Fokus und verwandeln diese in poetische Szenen, die gleichermaßen von Kritik und Humor geprägt sind. Mit ihrer durchdachten Art der Präsentation stellen Elmgreen & Dragset auf anschauliche statt didaktische Weise dringliche Fragen zu sozialen Strukturen sowie in Konventionen und institutionellen Routinen verankerten Verhaltensmustern. Das Künstlerduo beleuchtet auch, wie Museen unsere Wahrnehmung der Kunstgeschichte prägen. Subtil unterlaufen sie traditionelle Präsentationsformen und experimentieren mit den Regeln der Ausstellungsgestaltung.

Die Ausstellung wird durch die Förderung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, der SEB und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch die New Carlsberg Foundation und der Danish Arts Foundation.

Im Unterschied zu anderen Ausstellungen erstreckt sich „Stillleben mit Gemüse“ über das gesamte Städel Museum. Zwei große Installationen in der Sammlung Gegenwartskunst bilden den Kern der Präsentation, die sich mit Skulpturen und Interventionen der Künstler durch das gesamte Haus bis in die benachbarte Liebieghaus Skulpturensammlung entfaltet. Die Ausstellung lädt die Besucher zu einer Schatzsuche ein und stellt sie in den Mittelpunkt. Die Kunstwerke von Elmgreen & Dragset können an ungewöhnlichen Orten entdeckt werden, oft in einem fast surrealen Dialog mit den Werken der Städel Sammlung.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Das Städel Museum ist international für seine hochkarätige Sammlung bekannt, zu der seit 2020 auch die im Garten präsentierte Bronzeplastik Si par une nuit d’hiver un voyageur von Elmgreen & Dragset gehört. Umso mehr freue ich mich, dass wir das weltweit gefeierte Künstlerduo nun mit einer umfassenden Ausstellung im Städel präsentieren können. Mit feinsinnigem Humor und der Fähigkeit, durch minimale Eingriffe große Erzählungen zu entfalten, verändern Elmgreen & Dragset den Blick auf unsere Sammlung von den Alten Meistern über die Moderne bis zur Gegenwart und schenken unserem Publikum auf seinem Weg durchs Museum ganz außergewöhnliche Momente.“
„Besonders von zeitgenössischer Kunst kann ein kraftvoller Impuls ausgehen, der neue Perspektiven auf Vertrautes eröffnet. Das Künstlerduo Elmgreen & Dragset lädt mit seiner Ausstellung im Städel dazu ein, die Sammlung des Museums auf unerwartete Weise neu zu entdecken. Es ist uns eine große Freude, diese Präsentation von internationaler Wirkung zu unterstützen und damit auch die Bedeutung Frankfurts als Standort für herausragende Projekte der Gegenwartskunst zu bekräftigen“, sagt Susanne Völker, Geschäftsführerin Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH.
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst: „Elmgreen & Dragset gelingt es, durch nuancierte
Verschiebungen vertraute museale Strukturen neu erfahrbar zu machen. Durch ihre gezielten Interventionen eröffnen sie Zwischenräume und hinterfragen gewohnte Blickrichtungen und Erwartungen. Das Herzstück der Ausstellung bilden die beiden großangelegten, begehbaren Installationen The Cloud und Garden of Eden, die nicht zuletzt einen kritischen Blick auf die Spannungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion werfen. Das Museum wird dabei zur Bühne von Elmgreen & Dragset und ihrer künstlerischen Praxis, in der nichts so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.“

Umgebungen des Alltags
Das Zentrum der Ausstellung bilden die beiden großformatigen Installationen The Cloud (2026) und Garden of Eden (2022), die durch einen Szenenwechsel alltägliche Umgebungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion wiedergeben. Auf dem Weg in die Gartenhallen und die Dauerausstellung der Sammlung Gegenwartskunst durchquert der Besucher The Cloud, das an ein minimalistisch eingerichtetes Restaurant oder eine elegante Flughafenlounge denken lässt. An einem der Tische sitzt eine Frauenskulptur aus Silikon (The Conversation, 2024). Ihr
Smartphone zeigt einen Facetime-Anruf, in dem ihr Gesprächspartner von seiner Arbeit als Künstler und von einer gescheiterten Liebesbeziehung erzählt. Sechs runde Gemälde der Serien Sky Targets (2025/26) und Flight Trackers (2025/26) schmücken die Restaurantwände. Die Bilder sind auf hochglanzpolierten Edelstahlplatten gemalt, deren Oberflächen die Umgebung teilweise spiegeln und einen Dialog mit dem permanent installierten Mosaic Mirror Wall Piece (1991–2012) von John M. Armleder eingehen. Persönliche Identität und Ortsgebundenheit scheinen sich in The Cloud aufzulösen, sodass nur noch eine glatte, austauschbare Kulisse für gehobene Gastronomie bleibt – oder ein Ort, um gesehen zu werden, Selfies zu machen und seinen Besuch in den sozialen Medien zu dokumentieren. Eine Etage tiefer im Eingangsbereich der Gartenhallen präsentieren Elmgreen & Dragset eine leere Bürolandschaft mit Reihen identischer Bürozellen, die den Raum streng und symmetrisch strukturieren. Mit den verlassenen, beengten Arbeitsplätzen thematisiert Garden of Eden die Strapazen zeitgenössischer Lohnarbeit, die von
Monotonie und Anonymität geprägt ist, und deutet an, dass das Versprechen von sozialem Aufstieg und Fortschritt ein fragiles Konstrukt ist. Der endlose Kreislauf aus Erholung und Arbeit wird in Uncollected (2005) aufgegriffen. Das Gepäcklaufband transportiert eine einzelne Reisetasche in einer endlosen Schleife unter der Treppe und verbindet das untere und das obere Stockwerk thematisch miteinander.

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main


Abbildungen:?

- Elmgreen & Dragset
60 Minutes, 2025
Bronze und Patina
158,5 x 59 x 85,5 cm
Courtesy of Pace Gallery & Galerie Max Hetzler, Berlin/Paris/London/Marfa
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: def image

- Elmgreen & Dragset
The Visitor, 2025
Bronze, Lack
178 x 61 x 33,5 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Elmar Vestner

- Elmgreen & Dragset
The Visitor, 2025
Bronze, Lack
178 x 61 x 33,5 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Elmar Vestner

- Elmgreen & Dragset
The Conversation, 2024
Silikonfigur, Kleidung, iPhone, Stuhl
Dimensions variable
Courtesy: the artists
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Photo by: Elmar Vestner
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Mittwoch 20.05.2026
Murnau Schloßmuseum: Die fabelhaften Alben des Alfred Mayer - Freund und Mäzen des Blauen Reiter
Die fabelhaften Alben des Alfred Mayer
Freund und Mäzen des Blauen Reiter

Vom 21. Mai bis 08. November 2026
Schloßmuseum Murnau

Das Schloßmuseum Murnau rückt mit seiner neuen Sonderausstellung einen faszinierenden Menschen ins Rampenlicht, der der Forschung bislang weitgehend verborgen geblieben ist: Der Theaterkritiker und Kunstschriftsteller Alfred Mayer (1860–1932), der als Förderer und Mäzen namhafte Kulturschaffende um sich versammelte. Im Besitz des Schloßmuseums befinden sich drei Künstleralben und ein Fotobuch aus dem Nachlass Mayers und seiner Tochter Eva (1917–2008). Die Alben kamen 2015 bzw. 2024 auf zwei unterschiedlichen Wegen, aber beide Male als Schenkung aus Privatbesitz, in die Sammlung des Museums.

Beim Durchblättern der Bücher zeigt sich, dass diese drei Künstlerbände weit mehr sind als bloße Gästebücher; sie gleichen künstlerischen Poesiealben, in denen Maler, Schriftsteller, Theaterleute, Komponisten sowie Musiker Alfred Mayer ganz persönliche Zeugnisse ihres Wirkens – von handschriftlichen Notaten über Collagen bis hin zu filigranen Zeichnungen – widmeten. Die Namen lesen sich wie ein Who's Who der damaligen Kunst- und Kulturszene: Else Lasker-Schüler, Klabund, Joachim Ringelnatz, Arthur Schnitzler, Heinrich Mann, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, Marieluise Fleißer, Hannah Höch und viele mehr.

Doch wer war Alfred Mayer, der sich mehr als Freund und Vermittler, denn als Zentrum eines Netzwerkes sah und am Ende seines Lebens gerne noch eine Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Künstler ins Leben gerufen hätte? Mayer war Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Frankfurt.

Statt der vorgezeichneten Laufbahn im Familienunternehmen zu folgen, zog es ihn zum Theater und zur Kunst. Als er 1886 nach Berlin ging, war er zwar zunächst als Kaufmann tätig – doch kaum finanziell abgesichert, machte er seine Passion zum Beruf und wurde Kritiker (im Laufe seines Lebens werden es mehr als 100 Veröffentlichungen sein). In Berlin lernte er u. a. den Theaterregisseur Max Reinhardt kennen.

Ab 1906 lebte Mayer als Kunstschriftsteller, Theaterkritiker und Sammler in München-Schwabing. Hier war er eng verbunden mit den Künstlern des Blauen Reiter und besaß u. a. Kandinskys Impression I, 1910 (im Zweiten Weltkrieg zerstört), Paul Klees Stillleben mit Distelblüte, 1919, sowie laut den Erinnerungen seiner Tochter Eva und der Schauspielerin Berta Drews, die zeitweilig bei ihm zur Untermiete wohnte, vier „starkfarbige Frauenköpfe“ von Alexej von Jawlensky. Seine zwischen 1900 und 1931 geführten Alben sind ein faszinierender Spiegel der damaligen Künstlerszene und geben z. T. Einblick in Werke, die zu jener Zeit im Entstehen begriffen waren.

Auch das Fotoalbum birgt Überraschungen. Neben Aufnahmen u. a. von Franz und Maria Marc, Kandinsky, Werefkin, Jawlensky, Arthur Schnitzler, Lotte Pritzel und Olaf Gulbransson finden sich darin zwei Fotografien von der Puppenmacherin Hermine Moos. Lachend steht sie auf einem Balkon, neben ihr ein selbst konstruiertes menschliches Skelett – die Unterkonstruktion für die lebensgroße Puppe, die sie 1918 im Auftrag Oskar Kokoschkas nach dem Vorbild Alma Mahlers schuf.

In Evas Mayers Album, das sie 1926 – im Alter von neun Jahren – zu führen begann, haben sich die Künstler kindgemäß mit z.T. vielfarbigen Gouachen und Aquarellen verewigt. Marianne von Werefkin schuf für Eva eine Kartenspielerrunde, Conrad Felixmüller porträtierte das Mädchen mit gebrochenem Arm und die Schauspielerin Grete Jacobsen zeichnete ihr zu Ostern einen Hasen in den Arm.
Ausgehend von diesen vier Alben spürte das Schloßmuseum Murnau – in Zusammenarbeit mit Expertinnen der Theater-, Literatur- und Kunstwissenschaft – Mayers Wirken als Sammler und Mäzen nach. Bereichert um verdichtende Leihgaben, stellt die Sonderausstellung eine bemerkenswerte Persönlichkeit in den Mittelpunkt, die bislang kaum im Blick der Forschung stand.

Unser großer Dank gilt den Schenkenden der Künstleralben, Frau Christel Moosbauer, die uns eines der Gästebücher von Alfred Mayer, das Künstleralbum von Eva Mayer und das Fotobuch überlassen hat, sowie Herrn Dr. Bernd und Frau Barny (†) Fäthke, die uns das noch fehlende Gästebuch als Schenkung übergaben.

Für den Ausstellungskatalog schrieben Autoren aus den Bereichen Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte. Die begleitende Publikation wird gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung, München.

Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5
82418 Murnau

Abbildungen:

- Alexej von Jawlensky, Spanisches Mädchen, 1912,
Öl auf Karton, Privatsammlung, Fotograf: Wynrich Zlomke

- Gabriele Münter, Maskenstillleben, 1940,
Öl auf Malpappe, Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

- Postkarte von Alfred Kubin an Alfred Mayer, nach 1920,
eingelegt in Alfred Mayers Gästebuch I, S. 4, Schloßmuseum Murnau,
Fotograf: N. Steglich, Starnberg © Eberhard Spangenberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

- Eintrag von Hannah Höch in Alfred Mayers Gästebuch II, 1920, S. 76,
Schloßmuseum Murnau, Fotograf: N. Steglich, Starnberg
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Montag 18.05.2026
Penzberg: Campendonk malt Blau
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Campendonk malt Blau

Ausstellung vom 11. April bis 28. Juni 2026
Museum Penzberg Sammlung Campendonk

Blau ist die Farbe des Himmels, der Sehnsucht und für Heinrich Campendonk der Bewegung nach innen in die Tiefe. Ab 11. April 2026 zeigt das Museum Penzberg eine Ausstellung rund um Campendonks Blau: In die Ferne ziehende Gänse, auf dem Wasser schaukelnde Boote, blaue Figuren, in die Höhe wachsende Pflanzen, Ölgemälde, Hinterglasbilder und selten bzw. noch nie gezeigte Arbeiten auf Papier – zu sehen sind Werke aus der eigenen Sammlung. Eines ist ihnen allen gemein: die Farbe Blau dominiert.

„Das Blau, die typisch himmlische Farbe, der stärkste Gegensatz zu dem irdischen Gelb strahlt nicht wie dieses über die begrenzende Form hinaus und nähert sich uns, sondern die Bewegung geht nach innen wie die Windungen eines Schneckenhauses…“

In einem unscheinbaren, kornblumenblauen Schulheft hat Campendonk um 1924 Notizen zu seiner Farbtheorie „der Beweglichkeit der Farben“ festgehalten – ein ganz besonderer Schatz. Für den expressionistischen Künstler spielte Farbe eine zentrale Rolle, sie ist der Schlüssel zu seinem Werk.

Die feine Sonderausstellung im Altbau des Museums ergänzt die Dauerausstellung und eröffnet darüber hinaus neue Perspektiven auf das Gezeigte. Fokussiert wird das weithin unbekannte Spätwerk Heinrich Campendonks. Zum zehnjährigen Bestehen des Museum Penzberg – Sammlung Campendonk in seiner heutigen Form geht es auf Entdeckungsreise in der eigenen Sammlung.

Museum Sammlung Campendonk
Karlstr. 25
82377 Penzberg


Abbildungen:

- Heinrich Campendonk, Bäume, um 1946,
Hinterglasmalerei
©Foto Simone Betz_VG Bild-Kunst Bonn 2026

- Heinrich Campendonk, Schnecke, um 1948,
Gouache
©DL Museum Penzberg_VG Bild-Kunst Bonn 2026
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Donnerstag 14.05.2026
München: Anselm Reyle, infinite longing
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Anselm Reyle, infinite longing

Ausstellung vom 15. Mai 2026 bis 04. Juli 2026
Walter Storms Galerie

Anselm Reyle, geb. 1970, studierte an den Kunstakademien in Stuttgart und Karlsruhe. Seit 2009 ist er Professor an der HFBK Hamburg. Er lebt und arbeitet in seinem Studio Areal an der Spree in Berlin.
Reyles Werk entfaltet sich zwischen Malerei, Skulptur und Installation. Natürliche Materialien treffen auf leuchtende Farben und reflektierende Oberflächen, spontane Gesten stehen bewusst gesetzten Eingriffen gegenüber. Seine Arbeiten verhandeln Wahrnehmung nicht als Abschluss, sondern als fortwährende Bewegung und hinterfragen die Konventionen ästhetischer Erfahrung.
Reyles Arbeiten werden international präsentiert und finden sich in zahlreichen prominenten Sammlungen, u.A. dem Centre Pompidou, der Fondation Louis Vuitton, Boros Collection, François Pinault Collection und Rubell Family Collection

ausbildung:

1991–1997
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Karlsruhe
1990–1991
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart

ausgewählte einzelausstellungen:

2026
Chapel of Ghouls, KÖNIG GALERIE, Berlin
Infinite Longing, Walter Storms Galerie, München
2025
Sunrise Mission, Opera Gallery, London
Babylon Fading, Ron Mandos Gallery, Amsterdam
2024
Magic Shine Ray 800, XPM Museum, Changsha
Opera Gallery, Genf
2023
Paradise, KÖNIG GALERIE, Nave, Berlin
2022
Looking West: Anselm Reyle & Jon Young, Morgan Presents, New York
2020
After Forever, Aranya Art Center, Qinhuangdao
2019
Reflections, KÖNIG GALERIE, Chapel, Berlin
2017
Laguna Sunrise, Almine Rech, Brüssel
Eight Miles High, KÖNIG GALERIE, Berlin
2016
Keramik, Contemporary Fine Arts, Berlin
2013
Electric Spirit, Gary Tatintsian Gallery, Moskau
Ultracore, MAGASIN – Centre National d’Art Contemporain, Grenoble
2012
Mystic Silver, Deichtorhallen Hamburg
Stolen Fantasy (mit Franz West), Schinkel Pavillon, Berlin
2011
Anselm Reyle, Arken Museum of Modern Art, Ishøj
Meissen Debris Acropolis, Gagosian Gallery, Athen
Anselm Reyle feat. Franz West, Galerie Almine Rech, Paris
Anselm Reyle, Andersen’s Contemporary, Kopenhagen
Anselm Reyle, Des Moines Art Center, Iowa
2010
Anselm Reyle, Kukje Gallery, Seoul
Elemental Threshold, Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle
2009
Monochrome Age, Gagosian Gallery, New York
Acid Mothers Temple, Kunsthalle Tübingen
2007
The 7th Dream, Gavin Brown’s enterprise, New York
The 5th Dream, The Modern Institute, Glasgow
2006
ARS NOVA, Kunsthalle Zürich
2004
The Art of Anselm Reyle, Gavin Brown’s enterprise, New York

ausgewählte gruppenausstellungen:

2025
The Scharf Collection. Goya – Monet – Cézanne – Bonnard – Grosse, Alte Nationalgalerie, Berlin
MINEBANE! Contemporary Art – The Taguchi Art Collection, Akita Museum of Art & Akita Senshu Museum of Art, Akita
2024
Floating Islands, Istanbul Modern, Istanbul
Streetspace Banger, Kunsthalle Recklinghausen
Sinn und Form, Villa Merkel, Esslingen
2023
6th Suzhou Jinji Lake Biennale, Suzhou
2022
Friendship. Nature. Culture. 44 Jahre Daimler Art Collection – Werke der Sammlung 1920–2021, Daimler Art Collection, Berlin
Blanc des Blancs, Villa Schöningen, Potsdam
2020
The Essl Collection, Albertina Modern, Wien
Szene Berlin. Berlin kommt nach Niedersachsen, Hall Art Foundation, Schloss Derneburg
Solid Fiction, Emsdettener Kunstverein, Emsdetten
Neon Delight, Zentrum für internationale Lichtkunst Unna, Unna
Recyclage surcyclage, Villa Datris Foundation for Contemporary Sculpture, L’Isle-sur-la-Sorgue
2019
Abstraction(s), Song Museum, Peking
Lichtparcours: Auftakt, Kunstverein Braunschweig, Braunschweig
2018
Hello World. Revision einer Sammlung, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin
2017
Miniatures, Sexauer Gallery, Berlin
Modern Sculpture, Galería Casado Santapau, Madrid
2016
Franz West – ARTISTCLUB, 21er Haus, Belvedere, Wien
On the Subject of the Ready-made, Daimler Contemporary, Berlin
Made in Germany: Contemporary Art from the Rubell Family Collection, McNay Art Museum, San Antonio
Takashi Murakami’s Superflat Collection, Yokohama Museum of Art, Yokohama
2015
Deutsche Kunst nach 1960, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg
Boundless Treasures: Inexhaustible and Limitless, Hong Kong Arts Centre, Hongkong
2014
One Way: Peter Marino, Bass Museum of Art, Miami Beach
NOW-ism: Abstraction Today, Pizzuti Collection, Columbus
Pliage / Fold, Gagosian Gallery, Paris
When Now Is Minimal. Die unbekannte Seite der Sammlung Goetz, MUSEION, Bozen
2013
BubeDameKönigAss, Neue Nationalgalerie, Berlin
Salon der Gegenwart, Hamburg
2012
The Slide Show, FRAC Auvergne, Clermont-Ferrand
Looking Back for the Future, Kunsthalle Zürich
Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
2011
Taste – The Good, the Bad and the Really Expensive, Kunsthalle Baden-Baden
Lustwarande – Raw, Museum De Pont, Tilburg
2010
Summer Exhibition, Royal Academy of Arts, London
Bilder über Bilder – Diskursive Malerei aus der Daimler Kunstsammlung, mumok, Wien
2008
Depletion, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv
The Hamsterwheel, Malmö Konsthall, Malmö
2007
Unmonumental: The Object in the 21st Century, New Museum, New York
Sequence 1, Palazzo Grassi, Venedig
The Artist’s Dining Room, Tate Modern, London
2006
Painting in Tongues, MOCA – Museum of Contemporary Art, Los Angeles


Walter Storms Galerie
Schellingstraße 48
80799 München


Abbildung:

- Detailansicht: Anselm Reyle
Untitled, 2025
Mischtechnik auf Sackleinen, Chromoptik
87 x 73 x 4 cm
Foto: Atelier Reyle
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Donnerstag 14.05.2026
Museum Brandhorst: Carrying
Carrying

Ausstellung vom 14. Mai bis 08. November 2026
Museum Brandhorst

Mit „Carrying“ präsentiert das Museum Brandhorst ein Ausstellungsprojekt, das Räume innerhalb und außerhalb des Hauses aktiviert. Werke der internationalen Künstlerinnen Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce besetzen historisch aufgeladene Orte und Transitzonen des Museums sowie den öffentlichen Raum. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht.

Ausgangspunkt ist das Gelände, auf dem sich heute das Museum Brandhorst, die Pinakothek der Moderne und weitere Institutionen des Kunstareals befinden. Dort stand früher die Prinz-Arnulf-Kaserne, auch „Türkenkaserne“ genannt. Der Name des 1826 errichteten Militärkomplexes geht auf Kriegsgefangene zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Osmanischen Reich zur Zwangsarbeit nach Bayern gebracht wurden. Diese Geschichten haben sich in Orts- und Straßennamen wie der „Türkenstraße“ und dem „Türkentor“ eingeschrieben.

Welche Geschichten werden erzählt, wer erzählt sie und wie? Die eingeladenen Künstlerinnen nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage, wie sich Geschichte und Erinnerung mit teils erfundenen Erzählungen verweben und über Bilder, Medien und Monumente weitergetragen werden. Verschiedene Deutungen überlagern historische Realitäten von Gewalt, Ausbeutung und kultureller Aneignung und schreiben sich bis heute als Muster fort – von der sogenannten „Gastarbeiter“-Ära bis zu andauernden Debatten um territoriale Grenzen, Migration und Zugehörigkeit. Insbesondere dort, wo Krieg und Kultur ihre tatsächliche Verwobenheit verschleiern, gewinnen diese Fragen neue Dringlichkeit.

An spezifischen Orten wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder dem „Türkentor“ begreift „Carrying“ das Museum als einen Resonanzraum, in dem die Institution ihre eigene Geschichte und Identität untersucht – und lokale Ansätze mit globalen Fragestellungen verbindet.
Einige der Werke sind anlässlich von „Carrying“ entstanden und stehen in unmittelbarem Austausch mit ihrem Ausstellungsort.

Als Teil der Ausstellung findet ein umfangreiches Programm mit Artist Talks, Dialogformaten, Workshops und Filmprogrammen statt.
Kuratiert von: Franziska Linhardt

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a,
80333 München

Abbildungen:

- Hêlîn Alas
Dasein (Detail), 2025
© Hêlîn Alas
Foto: Produktion Pitz

- Tiffany Sia
Scroll Figure #4, 2022
© Courtesy of the artist, Maxwell
Graham, New York .

- Porträt Tiffany Sia
© Tiffany Sia . Courtesy of the artist

- Louise Lawler
No Drones (adjusted to fit), und Crazy 2010/2011
Udo und Anette Brandhorst Sammlung
© Louise Lawler. Courtesy of the artist, Metro Pictures, New York, und Sprüth Magers.
Foto: Johannes Haslinger,
Bayerische Staatsgemäldesammlungen,
Museum Brandhorst, München
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