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1. NOGA
2. DER KLANG DER STRADIVARI (Interview mit GRÉGORY MAGNE)
3. DER PERFEKTE SCHEIN – DER FALL BOJARSKI
4. H WIE HABICHT
5. INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN
6. VIRGINIA WOOLF's NIGHT AND DAY
Donnerstag 13.08.2026
NOGA
Ab 13. August 2026 im Kino
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Die israelische Musikerin Noga Erez ist auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, aber vor allem verstanden zu werden - in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

Die Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso DIE Musik-Sensation auf den internationalen Bühnen. Provokante Hits wie END OF THE ROAD und VIEWS füllen die Hallen und machen sie zum heißesten Musikexport Israels. Als sie, von privaten Zerwürfnissen gebeutelt, an ihrem bislang größten Album arbeitet, wird ihr Leben von den politischen Ereignissen in ihrer Heimat erschüttert. Zwischen ausverkauften Konzerten, kompromissloser Kunst und einer Welt im Ausnahmezustand sucht sie nach Antworten – und nach ihrer eigenen Stimme. Mit außergewöhnlicher Nähe erzählen Jono und Benji Bergmann die Geschichte einer Künstlerin, die sich weder vereinnahmen noch zum Schweigen bringen lässt. NOGA ist ein intimes, vielschichtiges und hochaktuelles Porträt über Stardom – und über den Mut, den eigenen Weg zu gehen, selbst wenn die Welt um einen herum ins Wanken gerät.


Ein Film von Jono & Benji Bergmann
Mit Noga Erez und Ori Rousso


KÜNSTLERISCHER ANSATZ
Noga Erez und Ori Rousso

Wer eine Show von Noga Erez erlebt, begegnet einer elektrisierenden Bühnenpräsenz: eigenwillige,
überdimensionale Anzüge, eindrucksvolle visuelle Welten und kompromisslose Energie. Immer an ihrer Seite steht ein Mann mit Gitarre und Bucket-Hat – Ori Rousso. Seit mehr als zehn Jahren machen die beiden gemeinsam Musik.
Im Film prallen die hyperstilisierten musikalischen Persönlichkeiten von Noga und Ori auf die ungefilterte Realität ihres Lebens. In außergewöhnlich intimen Momenten erzählt er von den Herausforderungen, Kunst und Liebe miteinander zu verbinden. Anfang dreißig stehen sie beiden an einem Wendepunkt – mit allem, was sie gewinnen, aber auch verlieren können.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet der Film ihre Beziehung vor dem Hintergrund anhaltender politischer und persönlicher Erschütterungen. Er zeigt, wie Partnerschaft und kreativer Schaffensprozess unter dem Druck einer Welt bestehen, die immer wieder aus den Fugen gerät.
Wir erleben, wie Noga in ihrer Heimat angefeindet wird, weil sie sich kritisch zur israelischen Regierung äußert, während sie international aufgrund ihrer Herkunft zur Projektionsfläche politischer Konflikte wird. Zugleich kämpft sie im Privaten mit Depressionen. Halt findet sie in ihrer Beziehung zu Ori und in der gemeinsamen Musik, deren Entstehung der Film unmittelbar miterlebbar macht. Wie Noga selbst sagt: „Es ist das Schönste auf der Welt… Inmitten dieses Chaos gibt es einen Menschen, der dein ganzes Licht ist.“

Ein Dokumentarisches Album
Der Film entfaltet sich wie ein dokumentarisches Album in neun Kapiteln. Jedes ist nach einem Song benannt, dessen Text einen entscheidenden Wendepunkt im Leben von Noga und Ori beleuchtet. Gemeinsam zeichnen die Kapitel ein vielschichtiges Porträt ihrer künstlerischen und persönlichen Entwicklung: Das Leben fließt in die Musik ein und die Musik prägt das Leben, aus dem sie hervorgegangen ist.
Mit anderen Worten: Der Film untersucht, wie man zum Künstler wird, wie ein Künstler sich selbst in Sprache und Klang verwandelt und diese wiederum die Identität formen. Jedes Kapitel markiert eine neue Lebensphase, einen Bruch, eine Wunde oder einen Neuanfang.
Die Musik dient dabei nie bloß als Kommentar zur Biografie, sie ist ihr emotionaler Kern. Besonders eindrucksvoll: In einem Fall kehrt ein in einem bestimmten Moment geschriebener Liedtext Jahre später als eine Art Prophezeiung zurück.

Politik und Musik
Ist Noga Erez eine politische Künstlerin? Diese Frage begleitet sie seit Beginn ihrer Karriere. Eine eindeutige Antwort fällt ihr schwer. Zwar sind viele ihrer Songs politisch aufgeladen, manchmal sogar ausdrücklich, doch ihr Anliegen ist es nicht, als Sprecherin einer Bewegung oder als politisches Symbol wahrgenommen zu werden. Vielmehr will sie ihrer eigenen Stimme durch die Musik Ausdruck verleihen.
Was sie beschäftigt, ist die Frage, was „politisch“ heute überhaupt bedeutet. Wie lässt sich Musik schaffen in einer Zeit, in der nahezu alles politisch gelesen wird, Identität unmittelbar in Loyalität übersetzt wird und komplexe Zusammenhänge ständig auf Schlagworte reduziert werden?
Schon ihre frühen Arbeiten, allen voran Off the Radar, wurden als ausgesprochen politisch, mitunter sogar als „superlinks“, wahrgenommen. Das Album kreist um Überwachung, Gewalt, Macht, Paranoia und Komplizenschaft. Songs wie Dance While You Shoot verorteten sie als Künstlerin, die der Gewalt ihrer Gegenwart mit Ironie, Wut und treibenden Beats begegnet – Tanzmusik, über der stets der Schatten des Todes liegt.
Doch dem Wunsch der Welt, sie als politische Künstlerin in eine Schublade zu stecken, widersetzt sie sich. Gemeinsam mit Ori schreibt sie zunehmend Songs, die sich mit Sehnsucht, Eifersucht und ihrer Angst vor dem Tod auseinandersetzen. Themen, die universeller kaum sein könnten. Dennoch wird sie durch ihre Herkunft und die Erwartungen des Publikums immer wieder auf konkrete politische Positionen festgelegt.
Der Film versucht nicht, diesen Widerspruch aufzulösen. Stattdessen ist er ein Dokument, das das Dilemma beobachtet und darin verweilt. Er fragt, was geschieht, wenn eine Künstlerin aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus sprechen möchte, die Öffentlichkeit sie jedoch unablässig als Symbol liest. Wie lässt sich Kunst schaffen, wenn andere glauben, ihre Perspektive bereits zu kennen? Und welchen Preis zahlt eine Künstlerin, die sich weigert, den Erwartungen ihrer Umgebung zu entsprechen? Was passiert, wenn sie ihre Erfahrungen durch Abstraktion und Poesie verarbeitet – in einer Zeit, die immer lautere und einfachere Antworten verlangt?
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Mittwoch 05.08.2026
DER KLANG DER STRADIVARI (Interview mit GRÉGORY MAGNE)
Ab 06. August 2026 im Kino
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Astrid steht kurz davor, Musikgeschichte zu schreiben und den Traum ihres verstorbenen Vaters zu erfüllen: vier weltberühmte Stradivari zum ersten Mal für ein Konzert zu vereinen. Doch die Harmonie endet bei den kostbaren Instrumenten. Denn die für das Projekt engagierten Solisten Lise, George, Peter und Apolline beherrschen zwar virtuos ihre Saiten, aber nicht ihre Emotionen. Während der Proben auf dem abgeschiedenen Chateau prallen Eitelkeiten, alte Rivalitäten und künstlerische Differenzen aufeinander. Um das Jahrhundertprojekt vor dem Scheitern zu retten, bittet Astrid den exzentrischen Komponisten Charlie Beaumont um Hilfe. Nun liegt es an ihm, aus vier Einzelkämpfern ein Quartett zu formen und den unvergleichlichen Klang der Stradivari zum Leben zu erwecken.

Ein Film von GRÉGORY MAGNE
Mit VALÉRIE DONZELLI, FRÉDÉRIC PIERROT, MATHIEU SPINOSI, EMMA RAVIER, DANIEL GARLITSKY u.a.

Mit einem wundervollen Ensemble aus Musikern und Schauspielern sowie einer eigens für den Film komponierten Partitur entfaltet Grégory Magne eine feingeistige Komödie über die Kunst des Zusammenspiels auf der Bühne wie im Leben. DER KLANG DER STRADIVARI ist ein Fest für die Sinne und eine Einladung, die Magie dieser einzigartigen Instrumente im Kino zu erleben.


REGISSEUR GRÉGORY MAGNE

Grégory Magne wuchs im Burgund auf. Im Jahr 2007 brach er auf, um den Atlantik im Alleingang von La Rochelle nach Salvador de Bahia auf einer 6,5 Meter langen Segelyacht ohne Kommunikationsmittel zu überqueren. Er nahm eine Kamera mit, um seinen Alltag zu dokumentieren, woraus sein erster Film 24 HEURES PAR JOUR DE MER entstand. Seitdem bewegt er sich als Grenzgänger zwischen Dokumentar- und Spielfilmen sowie zwischen Drehbuch und Regie.
2012 schrieb und inszenierte er gemeinsam mit Stéphane Viard seinen ersten Spielfilm L’AIR DE RIEN, eine bissige Komödie, in der Michel Delpech sein Alter Ego spielt. Der Film verhalf dem Schauspieler Grégory Montel zu seiner ersten Hauptrolle. 2018 arbeitete er für seinen zweiten Spielfilm PARFUM DES LEBENS erneut mit dem Schauspieler zusammen.
In seinem neuesten Spielfilm DER KLANG DER STRADIVARI inszenierte Grégory Magne echte Musiker, die an der Seite von Valérie Donzelli und Frédéric Pierrot die Mitglieder eines Streichquartetts verkörpern, deren Egos sich nur schwer in Einklang bringen lassen.


INTERVIEW MIT REGISSEUR GRÉGORY MAGNE

Nachdem sich Ihr Film PARFUM DES LEBENS um den Geruchssinn drehte, wie kamen Sie dazu, Musik und das Zuhören ins Zentrum Ihrer neuen Geschichte zu stellen?
PARFUM DES LEBENS kam zwischen zwei Lockdowns ins Kino. In dieser Zeit machte man sich ernsthafte Sorgen, ob das Publikum überhaupt zurückkehren würde. Ich begann, über die Dialektik von Konflikt und Versöhnung zu schreiben, und fragte mich, welchen guten Grund ich den Zuschauern geben könnte, meinen Film im Kino zu entdecken. Bei einem Spaziergang in der Nähe des Conservatoire National de Musique erinnerte ich mich an ein bestimmtes Gefühl, das ich dort erlebt hatte. Zwanzig Jahre zuvor hatte mich eine befreundete Cellistin eingeladen, mir das Stück anzuhören, mit dem sie sich an der Pariser Oper bewerben wollte. Es handelte sich um einen Cellopart aus einem Orchesterwerk, also etwas eher Abstraktes, Reduziertes. Wir waren allein in diesem großen weißen Saal, und dort hörte ich, jenseits der Musik, das Geräusch ihrer Finger auf dem Griffbrett, der Bogenhaare auf den Saiten, aber auch den Anspruch, die Genauigkeit, die Präzision, die vielen Stunden Arbeit. Dieser Moment hat mich tief beeindruckt. Ich dachte mir: Im Kinosaal, mit echter Klangqualität, kann ich dieses Gefühl vielleicht für alle erfahrbar machen.

Der Film stellt ein Streichquartett in den Mittelpunkt – warum haben Sie sich gerade für diese Formation entschieden?
Als ich Proben von Quartetten besuchte und mich mitten unter die Musiker setzte, etwa zwischen Viola und Cello, wurde mir klar, wie unterschiedlich das, was die Musiker erleben und hören, von dem ist, was ein Zuhörer oder Konzertbesucher wahrnimmt. Klanglich war das ein großartiges Material, um filmische Mittel wie Schuss-Gegenschuss, Schnittwechsel und die Montage zum Leben zu erwecken. Und außerdem sind im Quartett Fragen von Gleichgewicht zwischen den Instrumenten und von Harmonie so präsent, dass es die ideale Form war, um von Menschen zu erzählen, die gerade Schwierigkeiten haben, miteinander in Einklang zu kommen.

Wie haben Sie sich diesem speziellen Milieu und der Welt der historischen Instrumente angenähert?
Ich habe Dutzende Virtuosen und zahlreiche Geigenbauer getroffen. Wie schon bei LES PARFUMS begegnete ich Menschen, die vollkommen von ihrer Leidenschaft erfüllt sind, fast besessen. Eine befreundete Cellistin zum Beispiel kannte Madonna nur dem Namen nach – sie hatte sie nie gehört, weil sie ausschließlich klassische Musik hörte. In diesem Umfeld hat jeder oft sehr feste Vorstellungen davon, wie man dieses oder jenes spielen sollte. Das begünstigt Konflikte. Eine Herausforderung bestand darin, verständlich zu machen, dass solche Musiker nicht unbedingt „perfekt“ spielen müssen, wenn es darum geht, zusammen zu spielen. Ich wollte die Prozesse sichtbar machen – die Arbeitsschritte, das Abstimmen, die Kompromisse und der Verzicht – die notwendig sind, damit eine Begegnung stattfindet und das Quartett zur Harmonie findet.

Welche Rolle spielte der Komponist Grégoire Hetzel im Schreibprozess?
Eine zentrale. Ebenso wie die Darsteller des Quartetts, die selbst Musiker sind und denen ich nichts vorsetzen konnte, womit sie musikalisch nicht einverstanden waren. Im Zentrum des Drehbuchs steht eine Quartett-Partitur aus den frühen 1990er-Jahren. Grégoire Hetzel erschien mir ideal, weil er sowohl die Kultur und das Talent eines Komponisten sogenannter „ernster“ Musik besitzt als auch die Flexibilität eines Filmkomponisten. Zunächst legten wir fest, was zwischen den Figuren in den einzelnen Probenszenen passieren sollte: Wer drängt sich in den Vordergrund, wer widerspricht wem beim Tempo oder in der Interpretation. Diese musikalischen Szenen haben wir wie Dialoge gedacht. Dann hat Grégoire das in Musik übersetzt – unter Wahrung des Stils der Zeit, der klassischen Form des Quartetts mit vier Sätzen und einer übergreifenden Kohärenz. Das war beeindruckend. Seine Musik nahm bereits Mimik und Blicke der Figuren, die Art und Weise, wie wir filmen würden, und den Rhythmus des Schnitts vorweg.
Als er fertig war, begannen die Schauspieler zu proben. Frédéric Pierrot, selbst Musiker, Jazzliebhaber und Klarinettist, nahm an den Proben teil und verinnerlichte die Begriffe und Bilder, mit denen Grégoire seine Partitur erklärte. So schlüpfte er, selbst mit Partitur in der Hand, in die Rolle von Charlie Beaumont. Frédéric legt größten Wert auf Genauigkeit und Glaubwürdigkeit. Er trägt das Drehbuch ständig bei sich, annotiert, markiert, korrigiert. Für jede Szene weiß er genau, wo seine Figur gerade steht und wohin sie sich entwickeln muss. Das ist umso schöner, weil er einem am Ende voll vertraut.

Wie haben Sie die Besetzung der Musikerinnen und Musiker zusammengestellt?
Es wäre undenkbar gewesen, diesen Figuren zu glauben, wenn sie ihre Instrumente nicht wirklich selbst spielen würden. Ebenso schwierig wäre es gewesen, so viele Musikszenen mit Doubles oder Spezialeffekten zu drehen. Ich habe erneut mit dem Casting-Direktor Antoine Carrard gearbeitet, der in Frankreich und im Ausland nach Schauspielern suchte, die ein Instrument spielen, und nach Musikern, die schauspielern können. Marie Vialle ist dafür bekannt, bereits im Theater Cello gespielt zu haben; die Figur der Lise habe ich mit ihr im Kopf geschrieben. Emma Ravier, Geigerin und Bratschistin, hatte keinerlei Filmerfahrung. Ihre Probeaufnahmen waren perfekt, und ihr Werdegang spiegelte letztlich den ihrer Figur wider – sie wollte beweisen, dass sie auch Schauspielerin sein kann. Daniel Garlitsky ist eine bekannte Größe in der Klassik wie im Django-Jazz. Das verleiht ihm sicherlich eine gewisse geistige Flexibilität: Er war von Anfang an weniger starr als die meisten klassischen Musiker, die wir getroffen haben. Die Tatsache, dass er einen fast blinden Charakter spielt, verlieh seiner Figur zusätzliche Rätselhaftigkeit und erforderte eine sehr präzise körperliche Darstellung. Mathieu Spinosi schließlich stammt aus einer großen Musikerfamilie, beherrscht Schauspiel und Musik gleichermaßen.

Seine Figur sorgt für komische Momente. Sie arbeiten insgesamt mit verschiedenen Stilrichtungen, darunter auch die Burleske, mit einer ganzen Reihe von Slapstick!
DER KLANG DER STRADIVARI ist in erster Linie eine Komödie. Mir ist wichtig, dass man über die Situationen und die Figuren lachen oder schmunzeln kann. Was dabei vielleicht verwirrend sein kann, ist, dass das Thema und die Art und Weise, wie mit der Musik umgegangen wird, mit größter Ernsthaftigkeit behandelt werden. Man muss dem Zuschauer also die Erlaubnis geben, das Gesehene mit einem Augenzwinkern zu betrachten, ihm signalisieren, dass er das Recht hat, darüber zu lachen oder zu schmunzeln. Jeder Zuschauer erlebt das im Rahmen seiner eigenen Ironie.
Was den Slapstick angeht, so befreit er uns in Momenten der Anspannung oder der Ernsthaftigkeit. Er weckt in uns sofort und ganz automatisch eine gewisse Zuneigung für die Figur. Durch die damit verbundene Klanggestaltung und die Art und Weise, wie er den Erzählrhythmus unterbricht, hat er zudem einen musikalischen Charakter.

Warum fiel Ihre Wahl für die Rolle dieser ihrem verstorbenen Vater verpflichteten Tochter auf Valérie Donzelli?
Es war keineswegs einfach, die reiche Erbin eines Multimillionärs auf Anhieb sympathisch und berührend wirken zu lassen. Ich fand, dass Valérie Donzelli all die Eleganz verkörpert, die man dieser sozialen Schicht zuschreibt, jedoch ohne einen Hauch von Überheblichkeit oder Herablassung. Vor allem besitzt sie eine große Fantasie und die Fähigkeit, immer wieder zu überraschen. Wenn sie eine Szene beginnt, weiß man nie, wohin sie gehen wird. Sie liebt es, Vorschläge zu machen, sich darauf einzulassen und zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Diese Unberechenbarkeit der Figur erzählt auch von einer Seite der Trauer: Wenn nach einigen Monaten alle wieder zum Alltag zurückkehren, während man selbst weitermacht, als wäre einem etwas Wesentliches abgenommen worden. In ihrer Art, ihre Emotionen zu kontrollieren, Dinge am Laufen zu halten, damit das Konzert stattfinden kann, oder plötzlich zu explodieren, erzählt Valérie diese emotionale Zerbrechlichkeit sehr genau.

Der Whirlpool wirkt fast anachronistisch inmitten dieses strengen Gartens, der an den aus LETZTES JAHR IN MARIENBAD erinnert…
Dieses Schloss gefiel uns sofort, dem Kameramann Pierre Cottereau, der Szenenbildnerin Valérie Faynot und mir. Die Art-déco-Architektur verhinderte eine zu große Nähe zu den klassischen Instrumenten. Die Räume ermöglichten es, die Tiefe der Kulissen zu vergrößern oder zu verkleinern und sich ein wenig in alle Richtungen zu bewegen. Und es stimmt, dass dieser Whirlpool mitten in diesem französischen Garten ziemlich unpassend wirkt. Bei den Drehortbesichtigungen stießen wir auf unzählige derartige Kuriositäten: Veranden, Garagen, Kunstwerke, die in völligem Widerspruch zu den Schlössern standen, die wir besichtigten. Mir gefiel schon die Vorstellung von George im Bademantel, der sich sogar über einen Whirlpool ärgern kann, der es wagt, ihm Widerstand zu leisten! So entsteht ein Kräftemessen zwischen den beiden … und führt zu diesem Stromausfall.

Was zu einer Szene am Kamin führt, in der sich die Beziehungen beruhigen.
Diese Beruhigung ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass die Figuren gut zusammenspielen können. Um einander zuzuhören und Harmonie zu finden, müssen sie im Reinen sein – sei es George mit Emma, alle anderen gegenüber George und Emma oder Peter gegenüber Lise. Genau das beginnt, wenn sie am Kamin spielen. Die Atmosphäre, die Tatsache, dass sie keine klassischen Stücke spielen, die Freude, die sie plötzlich am gemeinsamen Spiel haben, zeigen ihnen, dass dieses unverzichtbare Etwas, das ihnen bis dahin gefehlt hat, zwischen ihnen zirkulieren kann.

Ihre Eröffnungsszene führt uns mitten ins Innere eines Cellos, das Sie wie eine Höhle filmen, an deren Wänden sich Schatten abzeichnen…
Bei meinen Recherchen zu Stradivari-Instrumenten stieß ich eines Tages auf Bilder von Charles Brooks, der das Innere zahlreicher Musikinstrumente fotografiert hat. Mich faszinierte der geheimnisvolle Aspekt, aber auch die verborgene Geschichte dieser wertvollen Objekte, die im Laufe der Jahrhunderte sehr oft zahlreiche Unfälle erlitten haben, wovon Reparaturen zeugen, die man nur im Inneren sehen kann. Der Resonanzkörper bot die Möglichkeit, durch die Verarbeitung der von außen kommenden Klänge dem Zuschauer sofort zu signalisieren, dass dieser Film auch mit den Ohren erlebt werden kann. Diese Einstellung war die allererste, die wir mit dem Team von Pierre Cottereau gedreht haben, etwas vor Beginn der Dreharbeiten. Sie hatten eine sehr feines Objektiv aufgetrieben, die man in den Resonanzkörper einführen konnte, aber wir waren uns absolut nicht sicher, ob das so funktionieren würde, wie erhofft. Als das Bild erschien, war das magisch.

Ihre Inszenierung der Musik wird zunehmend sinnlicher und erreicht im Schlusskonzert ihren Höhepunkt.
Jede Probensequenz erzählt von einem besonderen Aspekt der Beziehungen zwischen den Figuren. Doch jedes Mal hatten wir denselben Ort, dieselbe Handlung – ein spielendes Quartett, feste Positionen der Figuren… Es galt also zu definieren, mit welchen Mitteln wir die Stimmung, den Geist dieser Szenen differenzieren konnten. Totale oder Nahaufnahmen? Kurze oder lange Brennweite? Aus der Perspektive der Musiker oder aus Charlies Perspektive? Wir spielten mit dem Licht, den Blenden, den Hintergründen und der mehr oder weniger ausgeprägten Rundung des von den Musikern gebildeten Kreises, damit keine Probe der anderen gleicht. All das hatte auch Einfluss auf den Klang und die Art und Weise, wie man die Musik hört. Für das Abschlusskonzert wollten wir ganz nah bei den Musikern sein, uns auf die Finger und die Saiten konzentrieren, das Holz der Instrumente filmen, manchmal mit sehr lange Einstellungen, in denen der Fokus von einem zum anderen wechselt – wobei der Klang diesen Eindruck verstärkt, gleichzeitig bei allen und bei jedem einzelnen zu sein. Am Ende, wie es bei guten Quartetten der Fall ist, weiß man nicht mehr, wer was spielt.

Wie haben Sie den Ton des Films konkret gestaltet?
Die Anforderungen des Drehbuchs in Bezug auf den Ton stellten eine echte Herausforderung dar. Ich hatte das Glück, dass die erstklassigen Techniker von dieser Herausforderung begeistert waren. Als wir uns zum ersten Mal zu zwölft um einen Tisch versammelten, um zu besprechen, wie wir diesen Sound gestalten sollten, hatten wir viel mehr Fragen als Lösungen. Wir mussten den Live-Ton einfangen, aber letztendlich die Lautstärke jedes Instruments unabhängig mischen können; wir mussten die Musik aufnehmen, aber auch die Dialoge, die Fingergeräusche und die Handhabungsgeräusche; die Schauspieler mussten Take für Take genau dasselbe im gleichen Tempo spielen usw. Schon beim Schreiben hoffte ich, dass die Anforderungen, die die Musik an uns stellen würde, das Team zu Höchstleistungen anspornen würden. Das war bei allen der Fall, sowohl bei den Dreharbeiten als auch in der Postproduktion. Von Anfang bis Ende herrschte echte Harmonie. Eine Geschichte über scheiternde Egos zu erzählen, hilft vielleicht, das eigene Ego zurückzustellen.
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Donnerstag 30.07.2026
DER PERFEKTE SCHEIN – DER FALL BOJARSKI
Ab 30. Juli 2026 im Kino
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Im Frankreich der Nachkriegszeit verkörpert Reda Kateb den polnischen Flüchtling Jan Bojarski, der sich zum genialsten Geldfälscher seiner Epoche entwickelt. In seinem Hinterhof produziert er über anderthalb Jahrzehnte nahezu perfekte Banknoten – so überzeugend, dass sie selbst die Banque de France nicht vom Original unterscheiden kann.
Doch die Flut des Falschgelds ruft Kommissar Mattei (Bastien Bouillon) auf den Plan, dessen unerbittliche Jagd auf den unbekannten Meisterfälscher in ein nervenaufreibendes Katz?und?Maus-Spiel mündet, bei dem Bojarski immer größere Risiken eingeht – bis seine gesamte Existenz auf dem Spiel steht.

Ein Film von JEAN-PAUL SALOMÉ
Mit Reda Kateb, Sara Giraudeau, Bastien Bouillon, Pierre Lottin, Quentin Dolmaire u.a.

„Der perfekte Schein“ basiert auf der unglaublichen, aber wahren Geschichte von Ceslaw Jan Bojarski, einem polnisch-französischen Ingenieur, der in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einem der genialsten Geldfälscher Europas wurde. Aus finanzieller Not begann Bojarski, in einem
versteckten Kellerlabor eigene Banknoten herzustellen – so perfekt, dass selbst die Bank von Frankreich jahrelang keinen Unterschied zu echten Scheinen feststellen konnte. Es dauerte 13 Jahre, bis er durch einen Zufall gefasst werden konnte. Die Presse nannte ihn später den „Cézanne des Falschgeldes“


Pressestimmen

„Ein sehr fesselnder Film, hervorragend gespielt.“
Le Parisien
„Jean-Paul Salomé gelingt es zweifellos, seine Inspiration aus der Realität zu schöpfen“
TELERAMA
„Ein genialer Fälscher, echtes Kino“
LE FIGARO
„Eine großartig inszenierte Nachstellung“
POSITIV


Interview mit Regisseur JEAN-PAULSALOMÉ

Wie sind Sie auf Bojarski gestoßen?
Jean-Baptiste Dupont, der Produzent, hatte mir schon sehr früh von dieser Geschichte erzählt, damals als „La Daronne“ gerade in die Kinos kam. Er dachte, das wäre ein Stoff für mich.
Das ursprüngliche Projekt basierte auf Vater-Sohn-Beziehungen, nach einer Idee von Marie-France Huster. Aber das, was ich im Internet über die Figur Bojarski gelesen hatte, erschien mir viel interessanter.
Ich mochte diesen Typen sehr – allein mit seinem Koffer und seinem Geld, eine Figur à la Simenon, die mich berührte. Ich hatte das Gefühl, dass darin Stoff für eine starke Geschichte steckt. Von da an habe ich mit dem jungen Drehbuchautor Bastien Daret gearbeitet. Die Unwägbarkeiten der Produktion führten dazu, dass ich mich schließlich an Bertrand Faivre wandte, der bereits meinen vorherigen Film La Syndicaliste produziert hatte. Er schloss sich mit Florence Gastaud zusammen, die schon zuvor an dem Projekt beteiligt war.

Gab es viel Material über Bojarski?
Wir haben Jacques Briod kennengelernt, einen Schweizer Journalisten, der sich leidenschaftlich für Bojarski interessierte und eine große Menge an Dokumenten gesammelt hatte. Dank ihm hatten wir Zugang zu Bildern, insbesondere zu denen, die man am Ende sieht.
Er besaß auch Kopien aller Patente von Bojarski. Das ermöglichte es uns, seine Erfindungen zu zeigen. Alle bis auf die elektrische Zahnbürste sind echt.
Vor allem aber hat Bojarski alle Maschinen, die er zur Herstellung seiner Falschgeldscheine benötigte, selbst gebaut (Presse, Platten, Mischer). Sie wurden zwar von der Polizei in seinem Haus vergraben, aber es existieren noch Fotos und Pläne, die es mir ermöglicht haben seine Werkstatt nachzubilden. Er hat wirklich alles selbst gemacht, insbesondere das Papier – aus OCB Zigarettenpapier und Transparentpapier – sowie die Tinte, der er Aspirin beigemischt hat. Das sieht man auch im Film.
Wir haben auch seine Tochter Anne Bojarski getroffen: „Die Suche nach der Wahrheit mit einem Vater, der Fälschungen herstellte…“, bemerkte sie lächelnd. Tatsächlich wusste sie nicht viel darüber, was ihr Vater herstellte.

Wie sind Sie vorgegangen, um seine Geschichte neu zusammenzufügen? Haben Sie bei seinem
Familienleben angefangen?
Was die Beziehung der beiden Eheleute angeht, mussten wir natürlich etwas erfinden. Suzanne hat zunächst einen Verdacht, möchte aber lieber nichts wissen, doch dann entdeckt sie die Wahrheit. Unsere Aufgabe bestand darin, die gesamte dramatische Entwicklung ihres Weges neu zu entwickeln.
Es ist reine Dramaturgie um ein Geheimnis, das am Ende die Intimität dieses Paares zersetzt.

Und dann ist da auch noch das andere zentrale Paar des Films: Bojarski und Kommissar Mattei...
Ja, das ist der Rahmen der Erzählung. Kommissar Mattei, der in Wirklichkeit Benamou hieß, war 15 Jahre lang auf der Jagd nach Bojarski. Er verfolgte alle möglichen Fälscher, aber da er so lange nach Bojarski gesucht hatte, kann man sich vorstellen, dass er von ihm fasziniert war.

Haben sie sich wirklich so getroffen, wie Sie es zeigen?
Vielleicht. Eine Begegnung konnten wir nicht ausschließen. Vor allem aber hatten wir große Lust auf eine Szene, in der sie sich gegenüberstehen. Deshalb haben wir die Sequenz in der Hotelbar in Vichy entwickelt.

In der sich Bojarski bewusst in Gefahr gibt?
Er sehnte sich nach Anerkennung und hatte das Bedürfnis, Risiken einzugehen. Selbst unbewusst trieb ihn etwas dazu, sich einen Namen zu machen. Man könnte meinen, dass er die selbe Aufregung verspürt, wie Spieler, die alles auf eine Karte setzen.

Wie jeder Künstler möchte er, dass man sein Talent anerkennt...
Ja, und er versah seine gefälschten Banknoten bewusst mit winzigen Abweichungen, die als seine Handschrift dienten. Etwa wie Signaturen. Tatsächlich waren seine Scheine schöner als die der Banque de France. Er investierte unglaublich viel Zeit hinein. Und jedes Mal, wenn die Banque de France das Motiv änderte, um Fälschungen entgegenzuwirken, fing er wieder ganz von vorne an.

Inwiefern fühlen Sie sich diesem Mann verbunden?
Ich habe mich sehr in seine Einsamkeit hineinversetzt. In diesen Momenten, in denen er etwas herstellt und erfindet. Sein Bedürfnis, an einem abschotteten Ort eingeschlossen zu sein. Als Kind verspürte ich dieses Bedürfnis, mich von der Welt abzuschotten, um zu spielen. Diese Sehnsucht nach Isolation hat mich sofort angesprochen. Deshalb war es mir wichtig, alle Szenen zu drehen, in denen er arbeitet. Ich wollte den technischen Aspekt seiner Arbeit zeigen, die Akribie seiner Kunst vermitteln. Seine Einsamkeit war ein grundlegendes Element. Das Bedürfnis, sich zu verstecken, und das Bedürfnis nach Anerkennung lassen mich eine Nähe zu ihm spüren.

Bojarski ist auch ein Immigrant. Er hatte eine Rechnung zu begleichen und eine Wunde zu heilen… Natürlich denkt man dabei an die heutige Zeit.
Es gibt Parallelen zu unserer Zeit, in der der Bedarf an Arbeitskräften den Ausschluss nicht verhindert. So außergewöhnlich Bojarski auch war, man hat ihm nicht geholfen. Ich hatte das Gefühl, dass dies eine Parallele zu dem sein könnte, was wir heute erleben. Dieser Zusammenhang erschien mir umso interessanter, als er verdeutlicht, wie Bojarski sein Genie für andere Zwecke einsetzen musste.

Es kommt selten vor, dass eine wahre Geschichte so viel Romantik in sich birgt…
Alle Details im Film entsprechen der Wahrheit. Natürlich haben wir einige Teile ausgeschmückt und auch bestimmte Elemente zusammengefasst, wie zum Beispiel die Tatsache, dass er anfangs für die „Traction Avant“-Bande arbeitete, die aus Ganoven und ehemaligen Kollaborateuren bestand. Er druckte für sie Falschgeld, und irgendwann wurde ihm klar, dass er nicht dazu bestimmt war, mit solchen Leuten zu arbeiten. Er ergriff die erste Gelegenheit, um auszusteigen und eine Solokarriere zu starten.

Haben Sie von Anfang an an Reda Kateb gedacht?
Ja, ich dachte sofort an ihn. Es war mir egal, dass er kein Pole war; ich wusste, dass er die richtige Besetzung sein würde. Wir hatten uns beide ein Theaterstück mit Isabelle Huppert angesehen. Danach gingen wir zusammen essen, und als ich ihn beobachtete, wusste ich, dass ich „meinen“ Bojarski gefunden hatte. Diese Rolle war wie für ihn geschaffen. Ich sprach mit ihm darüber, und er folgte den wichtigsten Punkten des Drehbuchs.
Mit jemand Bestimmtem im Hinterkopf zu schreiben, ist anregend, inspirierend und auch angenehm; es ermöglicht einem, schneller voranzukommen. Dennoch war es nicht einfach, das durchzusetzen.
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Donnerstag 23.07.2026
H WIE HABICHT
Ab 23. Juli 2026 im Kino
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Als Helens (Claire Foy) geliebter Vater (Brendan Gleeson) stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge.
Fest entschlossen, sich dem mühsamen Prozess der Zähmung eines der wildesten Tiere zu stellen, füllt Helen ihren Gefrierschrank mit Futter und schaltet ihr Telefon aus. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.

Ein Film von Philippa Lowthorpe
Mit Claire Foy, Brendan Gleeson, Lindsay Duncan, Josh Dylan, Denise Gough u.a.

Beim Vogelbeobachten entdeckt Helen zwei seltene Habichte und ruft direkt ihren Vater an, der Fotograf ist, und ganz beeindruckt von ihrer Sichtung. Später am Tag diskutiert Helen, eine aufstrebende Naturwissenschaftlerin in Cambridge, mit ihrer Freundin Christina, ob sie eine prestigeträchtige Postdoc-Stelle in Deutschland annehmen sollte. Dabei werden sie von einem Anruf von Helens Mutter unterbrochen: Ihr Vater ist unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben. Eine wie betäubte Helen versucht, sich nichts anmerken zu lassen, doch Christina überzeugt sie, sich sofort auf den Weg nach Hause zu machen.
Helen trifft sich mit ihrer Mutter und ihrem Bruder James im Krankenhaus, um sich von ihrem Vater zu verabschieden. Während ihre Mutter und James sehr emotional reagieren, erinnert sich Helen im Stillen an liebevolle Momente mit ihrem Vater. Sie verbringt einige Zeit daheim und denkt auch an ihre Kindheit zurück, in der sie gemeinsam mit ihrem Vater Habichte aufspürte und andere Abenteuer unternahm.
Zwei Monate später versucht die merklich angeschlagene Helen, wieder in den Lehrbetrieb einzusteigen und zu ihrer Routine in Cambridge zurückzufinden. Die Bewerbung auf die Postdoc-Stelle, die ihr aus irgendeinem Grund Unbehagen bereitet, schiebt sie auf. Bewegt von lebhaften Erinnerungen an Habichte, sucht Helen den Rat von Stuart, einem Freund ihres Vaters, um sich einen solchen Vogel zuzulegen – doch er rät ihr davon ab. Trotzdem trifft Helen einen etwas zwielichtigen Habichtzüchter, der sie zunächst eine Bindung zu einem seiner Vögel aufbauen lässt und ihr dann einen ganz anderen verkaufen will; doch Helen überzeugt ihn schließlich davon, ihr doch den Vogel zu überlassen, den sie kennengelernt hatte.
Als Helen allein mit dem Habicht bei sich zu Hause ist, verunsichert sie zunächst seine Schreckhaftigkeit. Doch nach einigen herausfordernden Tagen wird das Tier ruhiger und ist schließlich auch bereit, etwas zu fressen. Helen nennt den Habicht Mabel und kümmert sich gewissenhaft um ihn. Mit der wachsenden Bindung zu dem Tier verwahrlost sie aber selbst immer mehr.
Besorgt versucht Christina, ihre Freundin aus dem Haus zu locken und sie wieder für ihre Karriere zu begeistern, doch Helen fokussiert sich nur noch auf Mabel, während sie nach wie vor intensiv von ihrem Vater träumt. Stuart überzeugt Helen schließlich davon, Mabel nach draußen zu bringen und jagen zu lassen.
Helens Mutter ist der Meinung, dass sie sich mit ihrer einseitigen Fokussierung auf das Tier wie ihr Vater verhält, woraufhin Helen sich frustriert von ihr abwendet. Auch in Cambridge wird Mabel zum Thema und erinnert Helen daran, dass ihr Wohnrecht bald ausläuft und sie sich dringend
um ihre berufliche Zukunft kümmern sollte.
Mit Stuarts Unterstützung bringt Helen Mabel aufs Land und lässt sie zur Fasanenjagd frei, wobei sie kurz in Panik gerät, Mabel könne für immer davonfliegen. Nach und nach zieht sich Helen auch merklich von Christina zurück und widmet ihre gesamte Zeit und Energie Mabel, so dass selbst Stuart zunehmend beunruhigt ist.
Selbst zur Planung der Gedenkfeier für ihren Vater kommt Helen zu spät. Anstatt sich einzubringen, versinkt sie in Erinnerungen, wie sie früher gemeinsam Fotos durchstöberten. Irgendwann besinnt sich Helen wieder und erklärt sich bereit, die Grabrede für ihren Vater zu halten. Dann verabschiedet sie sich aber direkt. Ihr wird bewusst, dass ihr Vater mit ihr als Kind nicht selten unachtsam und bisweilen zu leichtfertig umgegangen ist.
Helen möchte mit Christina Frieden schließen und landet auf einer Dinnerparty, bei der niemand ihren Lebensstil mit Mabel versteht. Und dann werden Helen und der Habicht beim Wildern fast von Wildhütern erwischt. Aus Aufregung reagiert Mabel aggressiv und verletzt Helen.
Als Helens Mutter und Bruder sie zu Hause überraschen, sind sie entsetzt über den verwahrlosten Zustand ihrer Wohnung. Sie glauben, dass Helen allmählich die Kontrolle verliert.
Auf einer Ausstellung für Naturfotografie hält Helen einen hastig vorbereiteten Vortrag. Ein Aktivist im Publikum wirft ihr Heuchelei vor, weil sie Mabel dazu benutze, „zum Spaß zu töten“. Mit ihrer hitzigen, nihilistischen Antwort verliert Helen ihre Zuhörer endgültig.
Zurück zu Hause schläft sie in einem Karton neben Mabel, als wäre sie selbst ein domestiziertes Wildtier. Am nächsten Morgen kommt Christina vorbei und tröstet Helen. Die beiden Freundinnen erleben einen innigen Moment, als sie gemeinsam durch die Fotoalben ihres Vaters blättern.
Bei der Gedenkfeier hat Helen sich wieder gefasst und hält eine berührende Rede, zu der sie Fotos von ihrem Vater zeigt. Vor der versammelten Trauergemeinde gesteht sie, dass sie versucht hat, ihren Vater in Mabel wiederzufinden, nun aber erkannt hat, dass er die ganze Zeit über in ihr
gewesen ist. Sie versöhnt sich mit ihrer Mutter und James.
Kurz darauf kehrt sie nach Cambridge zurück und begibt sich in Behandlung, um ihre Depression aufzuarbeiten. Mabel bringt sie zur Mauser in einer Voliere unter, so dass sie erstmal eine dringend benötigte, wenn auch nur vorübergehende, Pause vom Habicht hat.
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Donnerstag 16.07.2026
INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN
Ab 16. Juli 2026 im Kino
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Wie ist unsere Welt entstanden? Unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 480 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir, wie die Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen.
INSEKTEN - HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit in den Mikrokosmos, in atemberaubende Bilderwelten, erzählt von Schauspielikone Katharina Thalbach, und stellt die Frage: Muss es ein "Mensch ODER Natur" sein?

Ein Dokumentarfilm von Nepomuk Pfaff

Wie ist unsere Welt entstanden?
Ein Wald mag statisch wirken, doch unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Unsere Biosphäre ist ein Puzzle aus vielen Teilen, mit einem entscheidenden Akteur: Insekten. Seit Millionen von Jahren prägen sie eine der wirkungsvollsten Koevolutionen der Erdgeschichte. In Partnerschaft mit den Pflanzen formten sie die Vielfalt unserer Landschaften, indem sie zur Entstehung von Blüten beitrugen. Insekten waren die ersten, die den Himmel eroberten, und sie schufen Nährstoffkreisläufe sowie Nahrungsketten, die die Grundlage unserer Existenz bilden. Sie haben die Dinosaurier überlebt – aber können sie uns überleben?
Die filmische Reise setzt vor rund 480 Millionen Jahren an und folgt den komplexen Verflechtungen innerhalb der Ökosysteme. In eindrucksvollen Bildern und ergänzt durch eine einfühlsame Erzählebene – gesprochen von Katharina Thalbach – eröffnet sich ein Zugang zum Mikrokosmos der Insekten und ihrer oft übersehenen Bedeutung. So wird sichtbar, welche Rolle diese Lebewesen für das Gleichgewicht unseres Planeten spielen.
Doch erst in den letzten 300.000 Jahren hat der Mensch die Erde so stark verändert, dass Lebensräume zunehmend verschwinden. Die Art und Weise, wie wir wirtschaften und unsere Umwelt nutzen, stellt viele dieser Systeme vor große Herausforderungen. Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft bieten kaum Raum für biologische Vielfalt. Der Film begleitet deshalb unterschiedliche Landwirtinnen und Landwirte, die neue Wege suchen, um Nahrungsmittel zu produzieren und zugleich natürliche Kreisläufe zu erhalten. Ihre Ansätze zeigen, wie ein Zusammenwirken von menschlicher Nutzung und ökologischen Prozessen möglich ist – und welche Perspektiven sich daraus für die Zukunft ergeben können.


UNBEKANNTE SPEZIES: INSEKTEN
Wenn die Entwicklungsgeschichte der Insekten - von ihrer Geburt bis heute - auf eine 24h Uhr projiziert werden würde, wäre die gesamte Menschheitsgeschichte in dieser Uhr nicht einmal eine Minute lang.
Die Menschen dominieren den Planeten, haben kaum natürliche Feinde und schreiten fort. Aber dabei vergessen sie schnell, dass sie bisher nur ein Flügelschlag in der Geschichte waren; Ein Pollenkorn im Sand der Zeit.
Insekten sahen die Dinosaurier kommen und gehen und haben über diesen immensen Zeitraum den Planeten maßgeblich geformt, wovon wir Menschen nur das Endergebnis sehen.
Wir werfen Licht auf diese im Alltag vergessenen Wahrheiten. Unter uns befinden sich verborgene Helden, die verantwortlich sind für unsere Umwelt - für das Ökosystem, in dem wir leben, die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und die Nahrung, die wir zu uns nehmen.
Wir fühlen uns groß, aber "die größten Änderungen kommen oft von den kleinsten Wesen" - Leonardo da Vinci


REGIESTATEMENT - NEPOMUK PFAFF
Im Rauschen des Alltags und den täglichen Herausforderungen, ist die Natur ein beruhigender Ort, der die Wurzeln der eigenen Bedürfnisse offenbaren kann. Die Gerüche eines Waldes können einen auf den Boden bringen. Das dumpfe Gefühl beim Wandern über den erdigen Waldboden entspannen. In ihrer Schönheit und Komplexität ist die Natur unübertroffen. Eine einzelne Blüte strahlt in ihrer Farbintensität und Maß an Detail, mehr als durch das bloße Auge erkennbar. Die Vielfalt an Farben, Überlebenstechniken und Symbiosen überwältigt.
In der Natur ist alles da, was es braucht, aber von nichts zu viel. Durch das Streben nach dem Energieminimum hat sie über viele Generationen der Evolution das geschaffen, was der Perfektion am nächsten kommt.
Die Fäden, die alles zusammenhalten offenbaren sich. Es zeigt sich worauf unsere Welt aufbaut und wie abhängig wir von ihr sind. Je mehr man betrachtet, desto mehr wird einem klar, wie viel man nicht sehen kann. Ich möchte daran erinnern, was es zu entdecken gibt, selbst in einem Unscheinbaren Busch.
Wussten Sie z.B. dass Glühwürmchen Eier leuchten? Bei unserem Film gab es zwei große Herausforderungen: Cineastische Bilder in einer Mikrowelt zu erzeugen und eine Geschichte in einem Kosmos zu erzählen, den wir selbst erst anfangen zu verstehen, mit Akteuren, die wir nicht steuern können. Unser Ziel war aber genau das.
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Donnerstag 09.07.2026
VIRGINIA WOOLF's NIGHT AND DAY
Ab 09. Juli 2026 im Kino
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Im London des frühen 20. Jahrhunderts sucht die brillante Astronomin Katharine Hilbery nach einem Leben jenseits gesellschaftlicher Erwartungen. Zwischen arrangierter Ehe, Liebe und geistiger Unabhängigkeit entdeckt sie, dass Herz und Verstand keine Gegensätze sein müssen – eine zarte, kluge und humorvolle Erkundung von Freiheit, Nähe und Selbstbestimmung.

Ein Film von Tina Gharavi
Mit Haley Bennett, Elyas M’Barek, Lily Allen, Jack Whitehall, Jennifer Saunders, Timothy Spall, u.a.

London, 1910. Katharine Hilbery (Haley Bennett), Enkelin eines angesehenen Dichters, verachtet Lyrik, schwärmt für Mathematik und tut alles, um der Liebe aus dem Weg zu gehen. Als ihr Vater (Timothy Spall) sie bei einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft erwischt, die nur Männern vorbehalten ist, verlangt er, dass sie ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgibt und ihren ältesten Freund William (Jack Whitehall) heiratet. Doch dann lernt Katharine bei einer Teeparty die temperamentvolle Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) kennen. Und stolpert dabei über Ralph Denham (Elyas M’Barek), einen charmanten Editor aus der Arbeiterklasse, der sie völlig aus dem Konzept bringt. Als ein Komet an der Erde vorbeizieht und ein schwerer Schicksalsschlag die Familie trifft, wenden sich die romantischen Vorzeichen. William verliebt sich Hals über Kopf in Katharines Cousine Cassandra (Camilla Borghesani), während Katharine Ralphs Anziehungskraft nicht länger ignorieren kann. Schließlich muss sie erkennen, dass Wissenschaft doch nicht ihre einzige Leidenschaft ist – und dass die größte Entdeckung nicht am Himmel, sondern direkt vor ihren Augen wartet.

Eine unromantische Komödie über eine leidenschaftliche junge Astronomin, die nicht mit der Liebe rechnet, ein lebendiges Kostümdrama, das sich von den Konventionen des Genres befreit – und seine Heldin vom Korsett des Patriarchats: Basierend auf Virginia Woolfs humorvollsten und zugänglichstem Roman erzählt NIGHT & DAY eine radikal moderne Geschichte über Identität, Liebe und den Drang einer jungen Frau nach Selbstbestimmung in einer Welt gesellschaftlicher Zwänge.
Unter der Regie der BAFTA-nominierten Filmemacherin Tina Gharavi („I Am Cleopatra“) und nach einem Drehbuch von Justine Waddell erwacht die klassische Vorlage zu neuem Leben. Sie offenbart Virginia Woolfs zeitlose Gültigkeit, ihren geistreichen Witz und ihre intellektuelle Schärfe und bereichert sie um einen modernen, erfrischenden Ton und Themen des Zeitgeistes. Als Titelheldin glänzt die amerikanische Schauspielerin Haley Bennett („Cyrano“) in einem Ensemble britischer und internationaler Film- und Fernseh-Ikonen, darunter Popstar Lily Allen („Hedda“), Comedian Jack Whitehall („Malice“), Timothy Spall („Harry Potter“), Jennifer Saunders („Absolutely Fabulous“) – und Publikumsliebling Elyas M’Barek („Fack ju Göhte“) in seiner ersten internationalen Kinorolle.
NIGHT & DAY ist eine britisch-deutsche Koproduktion von Justine Waddell, Meg Thomson, Julie Link, Philipp Steffens und Christopher Figg. Von der Regie über das Drehbuch bis hin zu den kreativen Schlüsselpositionen im Kostüm- und Maskenbild (Esther Walz, My Alehammar) wurde der Film maßgeblich von Frauen gestaltet.


PRODUKTIONSNOTIZEN

„Nacht und Tag“, oft als Virginia Woolfs humorvollster und zugänglichster Roman beschrieben, zeigt die Autorin in einer Phase, in der sie jene Vision verfeinerte, die sie zu einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts machen sollte – eine junge Frau, die ihre Stimme und ihren Platz sowohl in der literarischen Welt als auch in der Gesellschaft erobert. Weit davon entfernt, ein trockenes akademisches Werk zu sein, pulsiert „Nacht und Tag“ mit einer modernen Sensibilität, die bis heute nachhallt. Hinter edwardianischen Manieren und geistreichen Dialogen verbirgt sich eine scharfsinnige und zutiefst relevante Auseinandersetzung mit dem weiblichen Streben nach Unabhängigkeit – und den Ängsten, die mit der Infragestellung der von der Gesellschaft vorgeschriebenen Rollen einhergehen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katharine Hilbery, eine Amateurastronomin, die zwischen Konvention und Selbstfindung hin- und hergerissen ist. Ihr Kampf, ihren Platz in der Welt zu definieren, spiegelt Woolfs eigene Reise als Künstlerin und Frau wider, die versucht, Intellekt, Emotion und Autonomie in Einklang zu bringen. Durch Katharines Augen sehen wir die ersten Regungen von Woolfs revolutionären Ideen über Geschlecht, Identität und künstlerische Freiheit.
Frisch, humorvoll und überraschend zeitgemäß, ist NIGHT AND DAY mehr als ein historisches Zeitzeugnis – er ist die Wiederentdeckung eines Schlüsselwerks, das bis heute eine starke Anziehungskraft besitzt. Es erinnert uns daran, dass der Wunsch nach einem authentischen Leben und einer Welt, in der Männer und Frauen gleichermaßen ihre Träume verfolgen können, so wichtig ist wie eh und je.


Warum Woolf heute?

Autorin und Produzentin Justine Waddell entdeckte „Nacht und Tag“ vor einem Jahrzehnt und spürte sofort, dass der Stoff auf die Leinwand gehört. „In meinen späten Dreißigern stellte ich mir die gleichen Fragen wie der Roman: Was macht ein erfülltes Leben aus – Liebe, Ehe, Kinder, Karriere?“ Die Adaption wurde ihr Weg, diese Fragen durch Katharine und damit auch durch Woolf zu ergründen. „Woolf kreiste immer wieder um Freiheit, Bestimmung und Identität – das hat mich die ganze Zeit begleitet. Man kann diese Unruhe im Film spüren – die Spannung zwischen Sehnsucht und Zurückhaltung, Intellekt und Verlangen. Sie ist der Herzschlag der Geschichte.“
Regisseurin Tina Ghavari, eine lebenslange Verehrerin Woolfs, fühlte sich vom feministischen Kern des Films und den persönlichen Konflikten angezogen: „Eine Frau mit Ambitionen gegen alle Widerstände; eine Vater-Tochter-Geschichte; und die Liebe.“ Sie bringt die Perspektive einer Außenseiterin ein: „Als Nordengländerin und Geordie-Iranerin erkenne ich Katharines Kampf gegen das Patriarchat und das britische Establishment wieder. Woolf überschritt Grenzen; Katharine ist modern, entschlossen, dringlich und hungrig nach Veränderung.“
Haley Bennett (Katharine Hilbery) fand das Drehbuch „aufregend und frisch – Katharine ist eine Frau mit riesigen Ambitionen in einem engen Raum.“ Für Haley geht es in der Geschichte darum, „dafür zu kämpfen, gehört und gebildet zu werden und zu seinen eigenen Bedingungen zu lieben – darum, es zu wagen, gegen den Strom zu schwimmen, selbst wenn man scheitert.“ Katharine sei wie „ein Drachen im Sturm – voller Leidenschaft, Angst, Schrecken und Staunen – aber unbesiegt.“
Jack Whitehall (William Rodney) liebte „den Tonfall – lustig, berührend, modern“ und eine Figur, die „förmlich aus den Seiten herausspringt“. Misia Butler (Cyril Otway) erinnert sich an einen rasanten Start: „Ich habe das Drehbuch regelrecht verschlungen – es ist voller Leben und Liebe – und ich fühlte mich sofort als Teil eines reflektierten, großzügigen Teams.“
(Quelle: Verleih)
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Autor: Siehe Artikel
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