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Mittwoch 04.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Eine Frau mit berauschenden Talenten
Eine Frau mit berauschenden Talenten

Komödie/Krimi – Frankreich 2020, FSK: 12 J., 106 Min. Regie: Jean-Paul Salomé, mit Isabelle Huppert, Hippolyte Girardot, Farida Ouchani u. a.

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnahmung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig. Patience macht sich sofort fröhlich ans Werk und zeigt sich von ihrer besten Seite: Als begnadete Verkäuferin mischt sie den Pariser Drogenmarkt maximal auf. Mit offensichtlichem Vergnügen an ihrer neuen Rolle als gebieterische Madame Hasch lässt sie ihrer kriminellen Kreativität freien Lauf: Ob marokkanische Koffer, Bauchtaschen oder Keksverpackungen: Patience ist die neue Drogen- Autorität der Stadt und für die Polizei ein Phantom, das die Nerven ihrer ahnungslosen Kollegen sichtlich strapaziert. Doch die Drogendiva muss sich sputen, denn ausgerechnet ihr Verehrer Philippe, Leiter des Drogendezernats, hat einen Verdacht, wer hinter dem Phantom wirklich steckt… Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau. DAS Komödien-Must-See des Jahres!

Stadtsaalhof des Veranstaltungsforum Fürstenfeld (ehem. Kloster Fürstenfeld)
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Mittwoch 04.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Der Golem, wie er in die Welt kam
Internationale Stummfilmtag:
Der Golem, wie er in die Welt kam

Live-Musik: Mark Pogolski, Sabrina Zimmermann

Der Golem, wie er in die Welt kam
Deutschland 1920 | Regie: Paul Wegener | Drehbuch: Paul Wegener, Henrik Galeen | Kamera: Karl Freund | Darsteller: Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Loni Nest | 91 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch | Musikbegleitung: Mark Pogolski (Klavier), Sabrina Zimmermann (Violine), nach der Originalpartitur von Hans Landsberger, bearbeitet von Richard Siedhoff

Premiere des neu rekonstruierten expressionistischen Filmklassikers mit der wieder aufgefundenen legendären Originalmusik von Dr. Hans Landsberger. Seit den 1990er Jahren hat das Filmmuseum München unter Heranziehung von Filmmaterial aus verschiedenen Archiven in aller Welt versucht, den Film rekonstruieren und wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Erst unter Einbeziehung des erst vor einigen Jahren entdeckten, aber leider nur unvollständig erhaltenen Originalnegativs, das in der Cinémathèque Royale de Belgique aufbewahrt wird, einer Kopie der amerikanischen Verleihfassung im George Eastman Museum in Rochester und einer eingefärbten italienischen Version des Films konnte jetzt mit Hilfe einer Partitur der wiederentdeckten Originalmusik von Hans Landsberger eine neue, definitive Fassung in deutlich verbesserter Bildqualität erstellt werden. Richard Siedhoff hat Landsbergers Musik rekonstruiert, von der er zusammen mit Sabrina Zimmermann und Mark Pogolski eine Version für Violine und Klavier hergestellt hat, die zum ersten Mal aufgeführt wird.

Ein Markstein in der Entwicklung der Kinematographie. Der Kritiker, der zu den Dingen Distanz bewahren muss, hat die Pflicht festzustellen, womit die künstlerische Wirkung erzielt wird. Erstens durch das Manuskript Wegeners, das die Gesetze der dramatischen Steigerung vollkommen zum Ausdruck bringt. Eine reife Dichtung, in keinem Bilde Nebensächliches, in keiner Szene Überflüssiges. Zweitens durch den Stoff, der aus dem Urquell alles Filmmäßigen, der Phantastik, geschöpft ist. Drittens durch die Architektur Professor Poelzigs, die einen bezaubernden Rahmen gab. Viertens durch die Regie Wegeners, die mit wachem Auge das Bildmäßige in den Vordergrund stellte, fünftens durch die Darstellung, die sowohl als Ganzes, als auch in jeder Einzelleistung von einer bisher nie gezeigten Vollendung war, und schließlich durch die für diese Filmschöpfung besonders komponierte sinfonische Tondichtung Hans Landsbergers. Der große Eindruck ist dadurch erzielt, dass alle diese Faktoren zu einem untrennbaren Ganzen vereint sind.
(8-Uhr-Abendblatt, 30.10.1920)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Donnerstag 05.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Heimat Natur
Heimat Natur

Dokumentation – Deutschland 2021, FSK: 0 J., 100 Min. Regie: Jan Haft, Sprecher Benno Führmann

Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Und diese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. HEIMAT NATUR ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore, über rosablühende Heiden und die bunte Kulturlandschaft rings um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er diese Natur von ihrer schönsten Seite, und untersucht dabei den Zustand der heimischen Lebensräume. Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen sowie intime Aufnahmen von wohlvertrauten und unbekannten Arten, manche zum ersten Mal gefilmt, machen den Film zu einem cineastischen Naturerlebnis für die ganze Familie. HEIMAT NATUR ist der neue Dokumentarfilm des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs und Kameramannes Jan Haft, der als einer der besten Naturfilmer der Welt gilt. Ihm ist mit diesem Film eine wunderschöne Liebeserklärung an unsere heimischen Lebensräume und an das harmonische Miteinander von Mensch und Natur gelungen. Erzählt von Grimme-Preisträger Benno Fürmann vermittelt HEIMAT NATUR die Erkenntnis, dass es eine unserer wichtigsten Aufgaben ist, unsere Natur zu bewahren und wiederherzustellen. Gefördert wurde der Film von der Heinz Sielmann Stiftung.

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Donnerstag 05.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Ludwig der Zweite, König von Bayern
Internationale Stummfilmtag:
Ludwig der Zweite, König von Bayern

Live-Musik: Richard Siedhoff

Deutschland 1929 | | Regie: Wilhelm Dieterle | Drehbuch: Charlotte Hagenbruch, Wilhelm Dieterle, Lajos Biró | Kamera: Charles Stumar | Darsteller: Wilhelm Dieterle, Theodor Loos, Gerhard Bienert, Hans Heinrich von Twardowski, Hubert von Meyerinck, Max Schreck | 111 min | Farbe: schwarzweiß | Zwischentitel: deutsch | Musikbegleitung: Richard Siedhoff (Klavier)

Die Dreharbeiten zu LUDWIG DER ZWEITE begannen im Oktober 1929 mit Außenaufnahmen in Bayern und endeten ab Mitte November mit Atelieraufnahmen in Babelsberg, für die die Innenräume der Königsschlösser nachgebaut wurden. Ende Dezember 1929 wurde der Film bereits der Filmprüfstelle in Berlin vorgelegt, die den Film mit kleinen Auflagen freigab. Geschnitten wurde eine Szene im 1. Akt („Der irrsinnige Otto kriecht vor seinem Bruder auf der Erde“) und eine „Würgeszene zwischen König und Arzt“ im Starnberger See am Ende des Films wegen „verrohender Wirkung“. Eine „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“ wurde darin gesehen, dass „durch die Darstellung noch lebender Personen, insbesondere der Verwandten des Königs, der Eindruck erweckt wird, als ob sie auf alle Fälle dahin gewirkt hätten, den König für irrsinnig zu erklären.“ Deshalb mussten die Texte von vier Zwischentiteln geändert und zwei Einstellungen („Die Großaufnahme der Verwandten des Königs beim Festmahl“ und „Die Verwandten des Königs im Jagdzimmer“) entfernt werden. Da die Deutsche Universal den Film in München uraufführen wollte, verhandelte sie lange mit den Münchner Polizeibehörden über weitere Kürzungen. Diese betrafen die im Film verbliebene Szene mit Bruder Otto, Anspielungen auf den Alkoholismus, den Irrsinn, die Homosexualität des Königs, sowie seinen Selbstmord. Kurz vor der Premiere am 6. März 1930 im Gloria-Theater verbot die Polizeidirektion nach Protesten des „Bayerischen Heimat- und Königsbundes“ und der „Vereinigten Vaterländischen Verbände“ die Veranstaltung. Die vom Filmmuseum München restaurierte Version entspricht der von der Berliner Zensur freigegebenen Fassung.

Wenn gegen diesen Film In Bayern Sturm gelaufen wurde, so muss man, nachdem man ihn gesehen hat, den Kopf schütteln – Dieterle und seine Mitarbeiter haben sich wirklich streng an die historische Forschung gehalten, wenigstens was die Gestalt Ludwigs betraf. Dass Dieterle sich aus seinem bisherigen Filmfürstenstande einmal zum König erheben und sich die Krone mit eigener Hand aufs Haupt setzt, war eigentlich vorauszusehen. Aber siehe – die Rangerhöhung ist ihm gut bekommen. Er ist wieder der Menschendarsteller geworden, als den wir ihn gekannt haben. Sein Ludwig ist eine schauspielerische Leistung von Rang, fast gespenstisch im Torkeln auf dem schmalen Pfade zwischen Genie und Irrsinn. Er hat die Tragik seines Helden erfasst. Und das ist viel. Hervorgehoben sei noch die tadellose Photographie von Stumar. Der Erfolg war sehr lebhaft.
(Berliner Tageblatt, 12.3.1930)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Freitag 06.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Sechs Komödien von Alice Guy
Internationale Stummfilmtag:
Sechs Komödien von Alice Guy

Live-Musik: Richard Siedhoff, Mykyta Sierov

Madame a des envies (Madame in Nöten)
Frankreich 1906 | 5 min | Zwischentitel: französisch mit deutschen Untertiteln | Farbe: schwarzweiß

Les résultats du féminisme (Emanzipation der Frauen)
Frankreich 1906 | 8 min | Zwischentitel: keine | Farbe: schwarzweiß

Cupid and the Comet (Die Liebe siegt)
USA 1911 | 13 min | Zwischentitel: englisch | Farbe: viragiert

Canned Harmony (Konservierte Harmonie)
USA 1912 | 17 min | Zwischentitel: englisch | Farbe: viragiert

The Hater of Women (Der Frauenfeind)
USA 1912 | 16 min | Zwischentitel: englisch | Farbe: viragiert

A House Divided (Der geteilte Haushalt)
USA 1913 | 16 min | : englisch | Farbe: viragiert

Musikbegleitung: Richard Siedhoff (Klavier), Mykyta Sierov (Oboe)

Alice Guy war die erste Regisseurin und Leiterin eines Filmstudios in der Filmgeschichte. Sie leitete von 1897 bis 1906 die Filmproduktion in Paris bei Gaumont, bevor sie mit ihrem Ehemann Herbert Blaché in die USA zog und dort 1910 die Produktionsfirma Solax-Film aufbaute und leitete. Sie überwachte die Herstellung von mehr als 300 Filmen, von denen die meisten heute als verloren gelten. Selbstbewusst warb Solax in Anzeigen in den Branchenzeitungen: »You ought to know that our comedy is far ahead of anything else on the market. Why? Because we have rounded up real comedy actors and are spending the money to get the best.« Und damit die Solax-Filme auffielen, färbte man sie ein: »Remember – All our films are tinted and toned.« Zwei frühe französische Filme, die Gaumont-Pathé digitalisiert hat, und vier amerikanische Werke, die das Filmmuseum jüngst restauriert hat, zeigen Guys typische Komödien: Brautwerbungs- und Ehegeschichten, in denen Geschlechterrollen hinterfragt werden und selbstbewusste Frauen sich Respekt verschaffen.

Nicht nur kann eine Frau ebenso gut wie ein Mann Regie führen, sondern sie ist aufgrund ihrer ureigensten Natur in vieler Hinsicht eindeutig überlegen, denn vieles von dem, was man über Dramaturgie und Dekorationen wissen muss, fällt durchaus in ihren Bereich als Vertreterin des anderen Geschlechts. In Gefühlsdingen ist sie eine Autorität. Für Jahrhunderte hat sie ihren Gefühlen freien Lauf gelassen, während der Mann vor allem darauf bedacht war, sie zu kontrollieren. In Herzensangelegenheiten wird ihre Überlegenheit anerkannt, und ihre Intuition und große Sensibilität in diesen Dingen geben ihr einen wunderbaren Vorsprung beim Entwickeln der Dramaturgie der Liebe, die in fast jeder der für die Leinwand geschriebenen Geschichten eine überaus wichtige Rolle spielt.
(Alice Guy-Blaché, Moving Picture World, 11.7.1914)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Freitag 06.08.2021; Uhrzeit: 21:15 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: A Quiet Place 2
A Quiet Place 2

Horror/Thriller – USA 2020, FSK: 16 J., 97 Min. Regie: John Krasinski, mit John Krasinski, Emily Blunt, Millicent Simmonds u. a.

Die tödliche Gefahr durch die ebenso grausamen wie geräuschempfindlichen Kreaturen ist noch immer allgegenwärtig. Jeder noch so kleine Laut könnte ihr letzter sein. Evelyn (Emily Blunt) ist mit ihren Kindern Regan (Millicent Simmonds), Marcus (Noah Jupe) und dem Baby nun auf sich allein gestellt Weiterhin muss die Familie ihren Alltag in absoluter Stille bestreiten. Als sie gezwungen sind, sich auf den Weg in das Unbekannte aufzumachen, merken sie schnell, dass hinter jeder Abzweigung weitere Gefahren lauern. Eine lautlose Jagd beginnt …
John Krasinski schließt mit seiner Fortsetzung genau dort an, wo sein Überraschungserfolg vor drei Jahren endete: Evelyn und die Kinder müssen sich weiterhin so leise wie möglich vor den geräuschempfindlichen Aliens verstecken. Dass es jenseits der Familie Abbott irgendwo noch andere Überlebende gab, wurde im ersten Teil (2018) nur angedeutet. Der Überraschungshit von und mit John Krasinski konzentrierte sich damals ganz auf diese eine Familie und ihren Kampf ums Überleben, seit sich auf der Erde schreckliche außerirdische Monster breitgemacht hatten, die zwar nichts sehen, aber dafür umso besser hören konnten. Nur in der Ferne waren von der mitten in der Natur Szenenbild4gelegenen Abbott-Farm manchmal Feuer zu erkennen, die darauf schließen ließen, dass man nicht ganz alleine war. Intelligente Hochspannung sorgt für beste Unterhaltung, besonders gut gefällt dabei das Stilmittel der absoluten Stille im Kontrast mit rasanter Alien-Action.

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Samstag 07.08.2021; Uhrzeit: 21:15 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Jim Knopf und die Wilde 13
Jim Knopf und die Wilde 13

Abenteuer/Fantasy – Deutschland 2020, FSK: 0 J., 109 Min. Regie: Dennis Gansel, mit Solomon Gordon, Henning Baum, Uwe Ochsenknecht, Christoph Maria Herbst u. a.

Neue Abenteuer warten auf Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer! Nachdem die beiden Freunde den Drachen Frau Mahlzahn besiegt haben, sinnt die Piratenbande "Die Wilde 13" auf Rache. Mit ihren Dampfloks Emma und Molly begeben sich die Lummerländer auf eine gefährliche Reise, auf der auch Jims sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen könnte: Er will endlich die Wahrheit über seine mysteriöse Herkunft ans Licht bringen. Michael Endes spätere Werke »Die unendliche Geschichte« und »Momo« wurden schon in den 80ern fürs Kino adaptiert. Die Debütromane des Kinderbuchautors dagegen gab es lange nur im Fernsehserien-Format. Die »Live-Verfilmung« von Dennis Gansel aus dem Jahr 2018, der nun auch die Fortsetzung »Jim Knopf und die Wilde 13« auf die Leinwand bringt war mit großer Spannung erwartet worden und erfüllt alle Erwartungen des ersten Teils. Hier wurde nicht gespart an aufwendigen Kulissen-Sets, auch kleinste Details stimmen und schmeicheln der Fanatsie-Seele! Immer wieder auch schön zu sehen, mit welchem Elan hier ein hochkarätiges Darsteller-Ensemble die Figuren Ihrer Kindheit inszenieren! Für die ganze Familie ein Traumhafter Filmgenuß!

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Sonntag 08.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Nomadland
Nomadland

Drama – USA 2020, FSK: 0 J., 108 Min. Regie: Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Bob Wells u. a.

Regisseurin Chloé Zhao („The Rider“) erzählt in NOMADLAND die Geschichte von Fern (Frances McDormand), die wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008 alles verloren hat. Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch einer Industriestadt im ländlichen Nevada, packt Fern ihre Sachen und bricht in ihrem Van auf, ein Leben außerhalb der konventionellen Regeln als moderne Nomadin zu erkunden. Eine Geschichte über den Verlust des amerikanischen Traums und gleichzeitig eine bewegende Hommage an den Erfindungsreichtum, die Neugier und Lebenslust einer Generation, die zwar alles verloren hat, nur nicht ihre Hoffnung.

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Montag 09.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Ich bin dein Mensch
Ich bin dein Mensch

Komödie – Deutschland 2021, FSK: 12 J., 108 Min. Regie: Maria Schrader, mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller u. a.

Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen….
Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig. ICH BIN DEIN MENSCH erzählt von einer Begegnung, die uns in der nahen Zukunft vielleicht erwartet. Es ist eine melancholische Komödie um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht

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Dienstag 10.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Mein Liebhaber, der Esel & ich
Mein Liebhaber, der Esel & ich

Komödie – Frankreich 2020, FSK: 6 J., 97 Min. Regie: Caroline Vignal, mit Laure Calamy, Benjamin Lavernhe, Olivia Côte u. a. .

Vom Liebhaber versetzt, begibt sich eine Lehrerin auf eine einsame Trekking-Tour mit einem Begleit-Esel. Das störrische Tier fordert ihre ganze Geduld. Fördert ganz nebenbei jedoch völlig neue, erfrischende Erkenntnisse über das Leben und die Liebe. Seit langem freut Lehrerin Antoinette (Laure Calamy) sich auf die Ferien mit ihrem heimlichen Geliebten Vladimir (Benjamin Lavernhe), dem attraktiven Vater einer ihrer Schülerinnen. Vom Liebhaber wird sie brüsk versetzt, als dessen Ehefrau mit der Familie eine Woche zum Wandern will. Kurz entschlossen reist Antoinette gleichfalls in den Nationalpark der Cevennen. Ahnungslos hat sie für ihre Trekking-Tour einen Begleit-Esel gebucht. Das Grautier namens Patrick präsentiert sich dann auch als denkbar störrisch, andererseits erweist es sich als ziemlich geduldiger Zuhörer. Unverhofft bekommen sie Gesellschaft von Eleanor, die Zak gefolgt ist und ihn unbedingt ins Heim zurückbringen will. Und auch die Fischer sind dem ungewöhnlichen Gespann schon dicht auf den Fersen…
Auf einsamen Trampelpfaden durch malerische Naturkulissen gerät für Antoinette der Weg zum Ziel. Sowie zur Quelle ganz neuer, erfrischender Erkenntnisse. Als Vladimir samt Familie schließlich auftaucht, werden die Liebeskarten radikal neu gemischt. Patrick erträgt das alles naturgemäß mit stoischer Ruhe…

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Dienstag 10.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Gefahren der Großstadt-Straße
Internationale Stummfilmtag:
Gefahren der Großstadt-Straße

Live-Musik: Masako Ohta

Achtung, Achtung. Klettermaxe
Deutschland 1926 | 3 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch

Mit dem Fremdenwagen durch München
Deutschland 1929 | Darsteller: Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Josef Rankl | 16 min | Farbe: schwarzweiß | Zwischentitel: deutsch

Gefahren der Großstadt-Straße
Deutschland 1924 | R+B+Kamera: Toni Attenberger | 67 min | Farbe: viragiert | Zwischentitel: deutsch und französisch

Musikbegleitung: Masako Ohta (präpariertes Klavier)

Drei vom Filmmuseum restaurierte Filme aus: Ein von der Emelka (Münchener Lichtspiel Kunst = MLK) produzierter Werbefilm, der in dadaistischer Manier mit Elementen des Detektiv- und Sensationsfilms spielt. Die Rekonstruktion einer Bühnennummer von Karl Valentin, der als Fremdenführer durch München führt, in die er Filmelemente und Motive seiner Postkartensammlung einbezog. Und ein in München hergestellter kurioser Instruktionsfilm, der anhand dokumentarischer Aufnahmen, nachgestellter Szenen und kleiner fiktiver Episoden über Zustände auf den Straßen, Verkehrsregeln, Verbrechertum und die Einsätze der Ordnungsmächte zu informieren. Dabei entstand ein erstaunlich unterhaltsames Werk, das heute als Dokument des Alltagslebens im München der 1920er von unschätzbarem Wert ist. Trotz seines starken lokalen Bezugs fand der Film schon seinerzeit weit über München hinaus Verbreitung und wurde sogar im Ausland gezeigt. Die Rekonstruktion des Films stützt sich auf eine fast vollständige, zweisprachige Nitro-Filmkopie aus der Sammlung der Cinémathèque suisse, die durch Teile von Fragmenten der deutschen Originalfassung aus den Sammlungen des Stadtarchivs der Landeshauptstadt München und des Filmmuseums München ergänzt wurden.

Dieser unter Mitwirkung von Münchener Polizeibeamten in München hergestellte Film, dessen Aufnahmen im Stadtinnern, besonders am Marienplatz, wiederholt im letzten Sommer die Sensation des Publikums bildeten, und der wegen der ausgedehnten Teilnahme der Münchener Bevölkerung in der Statisterie längst mit Spannung erwartet wurde, will zunächst nur belehren und warnen, aber er unterhält zugleich, ja er fesselt auch, namentlich im zweiten Teil. Der Nachteil, der dadurch entsteht, dass hierzu veranlagte Beschauer des Films in die Technik des Taschendiebstahls, des Gruppendiebstahls usw. ausführlich eingeweiht werden, wird dadurch wieder aufgehoben, dass das Publikum zugleich vor ihnen gewarnt und über die Gegenmaßnahmen der Polizei belehrt wird.
(Hans Spielhofer, in: Süddeutsche Filmzeitung, 13.2.1925)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Mittwoch 11.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinsosommer: Neues aus der Welt
Neues aus der Welt

Abenteuer – USA 2020, FSK: 12 J., 119 Min. Regie: Paul Greengrass, mit Tom Hanks, Helena Zengel, Ray McKinnon u. a.

NEUES AUS DER WELT erzählt von einer berührenden und abenteuerlichen Reise durch den Westen Amerikas am Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei beeindruckt die deutsche Helena Zengel (Systemsprenger) an der Seite des zweifachen Oscarpreisträgers Tom Hanks in ihrer ersten Hollywood-Rolle. Im Jahr 1870 ist der Westen der USA noch wild und unwegsam. In dieser unbeständigen Zeit, fünf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs, ist der Veteran Jefferson Kyle Kidd (Tom Hanks) als Nachrichtenbote unterwegs. Unermüdlich reist er von Stadt zu Stadt, um die Bevölkerung über die aktuellen Neuigkeiten zu informieren: über verheerende Katastrophen sowie packende Abenteuer vom Ende der Welt. In den Weiten von Texas trifft er auf die zehnjährige Johanna (Helena Zengel), die sechs Jahre zuvor vom indigenen Volk der Kiowa aufgenommen und großgezogen wurde und die nun, gegen ihren Willen, zu ihrer Tante und ihrem Onkel gebracht werden soll. Kidd willigt ein, das Mädchen in seine Obhut zu nehmen und dorthin zu eskortieren, wo sie laut Gesetz hingehört: in eine Welt, die sie nie kennengelernt hat. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine weite Reise durch die erbarmungslose Wildnis hin zu einem Ort, an dem niemand von ihnen zuhause ist… Liebe echt nichts mehr erschüttern... Die rasante Komödie über das Auf- und Ab des Nachtlebens.
Der Oscar®-Nominierte Paul Greengrass (Die Bourne Verschwörung) tut sich nach Captain Phillips (nominiert für 6 Oscars®) erneut mit dem vielfach preisgekrönten Schauspieler Tom Hanks zusammen und inszeniert mit NEUES AUS DER WELT eine epische Reise, die unter die Haut geht. Helena Zengel, die mit ihrer herausragenden Darstellung in Systemsprenger Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistert hat (u.a. wurde sie 2020 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet), feiert in der Rolle der Johanna ihr eindrucksvolles US-Debüt.

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Donnerstag 12.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Ein Doktor auf Bestellung
Ein Doktor auf Bestellung

Komödie – Frankreich 2019, FSK: 12 J., 89 Min. Regie: Tristan Séguéla, mit Michel Blanc, Hakim Jemili, Solène Rigot u. a.

Es ist Weihnachten in Paris. Während sich seine netten Arztkollegen längst aus dem Staub gemacht haben und beim Weihnachtsmenü sitzen, hat Serge (Michel Blanc) das Vergnügen, an Heiligabend als einziger Arzt in ganz Paris Bereitschaftsdienst zu schieben. Szenenbild1Was als Routineschicht beginnt, wird plötzlich sehr turbulent: Als Serge versehentlich den tollpatschigen Pizzaboten Malek (Hakim Jemili) anfährt, verrenkt er sich derart den Rücken, dass an weitere Patientenbesuche nicht mehr zu denken ist. Also beschließt er kurzerhand, sich durch Malek vertreten zu lassen. Über drahtlose Kopfhörer »ferngesteuert«, muss der ambitionierte, aber ahnungslose Malek die Anweisungen des Arztes umsetzen – leider nicht immer zum Wohle der Patienten… Ein Weihnachtsfilm im Sommer? Nun ja, pandemiebedingt ergab sich auch bei diesem Film eine Verschiebung des Kinostarts, doch auch im Fürstenfeldbrucker August wird die heimelige Pariser Weihnachtsstimmung spürbar und wirkt überaus gemütlich. Man findet viel Freude an den kantigen Figuren und ganz nebenbei erzählt der Film von der Erfahrung, gebraucht und wahrgenommen zu werden. Und das gut verpackt mit viel Wortwitz und Charme – nicht zuletzt eine Leistung der hervorragenden Synchron-Regie!

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Freitag 13.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Raya und der letzte Drache
Raya und der letzte Drache

Fantasy/Animation – USA 2021, FSK: 0 J., 107 Min. Regie: Don Hall, Carlos López Estrada, Paul Briggs, John Ripa, Synchronsprecher Christina Ann Zalamea u. a.

"Raya und der letzte Drache" von den Walt Disney Animation Studios begibt sich in die Fantasiewelt von Kumandra, in der Menschen und Drachen vor langer Zeit harmonisch zusammenlebten. Doch als eine böse Macht das Land bedrohte, opferten sich die Drachen, um die Menschheit zu retten. Jetzt, 500 Jahre später, ist dieselbe böse Macht zurückgekehrt und es ist an einer einsamen Kriegerin, Raya, den legendären letzten Drachen ausfindig zu machen, um das geteilte Land und sein gespaltenes Volk wieder zu einen. Auf ihrer Reise lernt sie jedoch, dass es auf mehr als einen Drachen ankommt, um die Welt zu retten – Vertrauen und Zusammenhalt sind ebenso wichtig. In ""Raya und der letzte Drache"" ist die Stimme von Christina Ann Zalamea als Raya zu hören, einer Kriegerin, deren Verstand so scharf ist wie ihr Schwert. An ihrer Seite: Sisu, die magische, mythische, bescheidene Drachendame. Weitere Figuren sind unter anderem der zehnjährige, clevere Entrepreneur Boun, der furchterregende Riese Tong und das klauende Kleinkind Noi mit seiner Ongi-Bande.
Endlich wieder großes Disney-Kino für die ganze Familie im Stile großer Erfolge der 90er Jahre! Hier stimmt einfach Alles: Die Figuren – perfekt unperfekt mit Ecken und Kanten aber um so liebenswerter, rasante Action mit viel Wortwitz und immer wieder genug Zeit, das Auge mit wunderschönen fantasievollen Kulissen zu erfreuen. Einfach schön auch die Geschichte, deren Interpretation gerade jungen Zuschauern genug Luft für eigene Erkenntnisse läßt.

Stadtsaalhof des Veranstaltungsforum Fürstenfeld (ehem. Kloster Fürstenfeld)
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Samstag 14.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Kings Of Hollywood
Kings Of Hollywood

Action/Komödie – USA 2020, FSK: 12 J., 105 Min. Regie: George Gallo, mit Robert De Niro, Emile Hirsch, Morgan Freeman, Tommy Lee Jones u. a.

Los Angeles, 1974: Max Barber (Robert DeNiro) ist Hollywood-Produzent mit Leib und Seele. Für seine geliebten Low-Budget-Filme würde der gewiefte Geschäftsführer der Miracle Motion Pictures alles tun. Doch leider lässt der große Erfolg auf sich warten. Als sein letzter Film, den er gemeinsam mit seinem Neffen Walter (Zach Braff) produziert hat, von der katholischen Kirche boykottiert wird, hat er ein Problem: Sein Mafia-Finanzier Reggie Fontaine (Morgan Freeman) will das geliehene Geld zurück und stellt Max ein Ultimatum. Durch einen irrwitzigen Zufall kommt Max die zündende Idee: Beim Dreh seines nächsten Filmes will er den Hauptdarsteller um die Ecke bringen und mit der ausbezahlten Versicherungssumme seine Schulden begleichen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sein Star, der abgehalfterte ehemalige Western-Darsteller Duke Montana (Tommy Lee Jones), einfach nicht totzukriegen ist. Max bringt Duke in immer gewagtere Situationen, doch dieser überlebt einen Stunt nach dem anderen. Und dabei nehmen die Dreharbeiten plötzlich eine Wendung, mit der keiner gerechnet hat...

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Samstag 14.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Die Unmenschliche
Internationale Stummfilmtag:
Die Unmenschliche

L’inhumaine (Die Unmenschliche)
Frankreich 1924 | Regie: Marcel L’Herbier | Drehbuch: Marcel L’Herbier, Pierre MacOrlan | Kamera: Georges Specht,? Jean Letort? | Darsteller: Georgette Leblanc, Jaque Catelain, Philippe Hériat, Léonid Walter de Malte, Fred Kellerman, Marcelle Pradot | 122 min | Farbe:?viragiert | Zwischentitel: französisch mit deutschen Untertiteln

Musikbegleitung: Günter A. Buchwald (Klavier, Violine, Viola)

Das legendäre Meisterwerk von Marcel L’Herbier, der in einer aberwitzigen Geschichte Elemente des Science-Fiction-Films mit Stilmitteln der französischen Avantgarde der 1920er Jahre verbindet. Zu den Set-Designern des Films gehören Fernand Léger, der das futuristische Labor eines Ingenieurs gestaltete, und Robert Mallet-Stevens, der ein ultramodernen Haus und weitschweifende Raumarchitekturen entwarf. Die bisher bekannten Filmkopien waren von minderer Bildqualität und ließen viele Details der Ausstattung nur erahnen. Die digitale Restaurierung von Lobster Films und dem Centre National du Cinéma, für die auf das Originalnegativ zurückgegriffen werden und die ursprünglichen Einfärbungen vorgenommen werden konnte, ermöglicht einen neuen Zugang zum Film, der die Begeisterung des französischen Publikums bei der Uraufführung nachvollziehbar macht.

Was den Reiz und die Modernität dieses Films ausmacht, ist die unerhörte Technik der Aufnahme und die Fülle von neuen Ideen, die das in überreicher Spannung gebannte Publikum während des Abrollens alle Augenblicke zu brausendem Applaus veranlasste. Die Unmenschliche ist eine Künstlerin, um die sich eine Reihe von Verehrern bewerben. Zwei von ihnen treten hervor. Der indische Rajah, dargestellt von Philippe Heriat, der ihr ein Königreich zu Füßen legt, und der moderne Ingenieur, dargestellt von dem hübschesten Jungen, der in Frankreich auf der Kinobühne steht, Jacques Catelain. Der abgewiesene Rajah tötet sie durch eine Giftschlange, die er in das Auto der Künstlerin einschmuggelt, und der Ingenieur, der gerade die Konstruktion einer Maschine vollendet hat, mit der man Tote erwecken kann, bringt sie – für sich selbstverständlich – wieder zum Leben zurück. Alle bisherigen Sensationen werden in den Schatten gestellt durch die Szenen, die sich anlässlich der Todeserweckung abspielen. Der Architekt – es ist Frankreichs modernster Baukünstler Mallet-Stevens – hat hier mit dem Filmkünstler atemberaubende Bilder gestellt, ein hohes Lied auf die Monumentalität der modernen und utopischen Technik. Man ging aus dem Theater und hatte das Gefühl, die Geburtsstunde einer neuen Kunst erlebt zu haben.
(Adolf Loos, Neue Freie Presse, 29.7.1924)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Sonntag 15.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Mrs. Taylor's Singing Club
Mrs. Taylor's Singing Club

Drama – Großbritannien 2019, FSK: 6 J., 112 Min. Regie: Peter Cattaneo, mit Kristin Scott Thomas, Sharon Horgan, Jason Flemyng u. a.

Kate Taylor (Kristin Scott Thomas) ist eine scheinbar perfekte britische Offiziersgattin. Die Ungewissheit, die sie während des Auslandseinsatzes ihres Mannes empfindet, überspielt sie in der Öffentlichkeit mit einem strahlenden Lächeln. Eine Freizeitgruppe soll sie und die anderen Ehefrauen der Militärbasis auf andere Gedanken bringen, doch Teetrinken und Stricken sind so gar nicht nach Kates Geschmack. Warum nicht lieber einen Chor gründen? Die rebellische Lisa (Sharon LHorgan), bisher tonangebend in der Gruppe, kann mit Kates Art und den amateurhaften Gesangsversuchen nicht viel anfangen. Mit der Zeit lässt sich aber auch Lisa von der Lebensfreude der Frauen anstecken – und so rauft sich das ungleiche Frauenduo zusammen und leitet den Chor gemeinsam. Und schon bald hat die bunte Truppe eine erste Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen… Mit einem guten Gespür für Verlust und Trost führt Peter Cattaneo hoffen das Festival zu einem späteren Zeitpunkt hier durch ein Wechselbad der Gefühle. Für seine Heldinnen steht schließlich weitaus mehr auf dem Spiel als nur Zerstreuung. Die stimmig plazierten Konflikte lösen sich im wohldosierten Wechsel von Jubel und Wehmut auf und ganz nebenbei: Der Gag über »Rocky 3« ist einfach fabelhaft.

Stadtsaalhof des Veranstaltungsforum Fürstenfeld (ehem. Kloster Fürstenfeld)
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Montag 16.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Kaiserschmarrn Drama
Kaiserschmarrn Drama

Komödie/Krimi – Deutschland 2020, FSK: 12 J., 96 Min. Regie: Ed Herzog, mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Eisi Gulp, Lisa Maria Potthoff u. a.

Die Idylle des niederbayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) ist in Gefahr. Das liegt weniger daran, dass das dorfbekannte Webcam-Girl ermordet wurde – diesen Fall geht der Franz mit der gewohnten Tiefenentspanntheit an. Ausgerechnet jetzt sitzt sein aufdringlicher, aber stets hilfreicher Co-Ermittler Rudi (Simon Schwarz) nach einem Unfall im Rollstuhl und gibt natürlich Franz die Schuld dafür. Als Rudi sich dann auch noch auf Hof einnistet und eine Rundumbetreuung von Franz erwartet, ziehen erste dunkle Wolken im Paradies auf. Richtig bedroht wird Eberhofers Ruhe aber durch Dauerfreundin Susi (Lisa Maria Potthoff), die sich mit Franz‘ verhasstem Bruder Leopold (Gerhard Wittmann) verbündet hat, um neben dem Hof ein Doppelfamilienhaus mit Gemeinschaftssauna zu bauen – was auch Papa Eberhofer gehörig gegen den Strich geht. Und als wäre das Dorfleben Szenenbild4mit einer rebellischen Motorradgang und Marihuana-Fleischpflanzerln nicht schon bunt genug, muss Franz auch noch entdecken, dass seine Freunde Simmerl (Stephan Zinner) und Flötzinger (Daniel Christensen) Stammkunden beim Mordopfer waren.

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Dienstag 17.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: 21. Landshuter Kurzfilmfestival
21. Landshuter Kurzfilmfestival

8 Kurzspielfilme aus Europa – ca. 106 Min. Roxy Wunschkind, Flohplage, Mesel Tov Cocktail, My Time, Das beste Orchester der Welt, Unter Menschen, Die Waschamschine, El Libre

Das Landshuter Kurzfilmfestival ist ein beliebtes Publikumsfestival und zeigt internationale Kurzfilme aller Genres bis 30 Minuten Spielzeit. Seit der Gründung im Jahr 2000 findet es in der niederbayerischen Hauptstadt jährlich im März statt. An sechs Festivaltagen gibt es ca. 300 Kurzfilme in den drei Festival Kinos auf insgesamt Leinwänden zu entdecken. Das LAKFF zählt jährlich rund 5.000 Besucherinnen und Besucher. Wie so viele Festivals und Kulturveranstaltungen wurde das 21. Landshuter Kurzfilmfestival im Mai 2021 als reine Online-Veranstaltung durchgeführt. Um so mehr freuen wir uns erneut über die Einladung beim Fürstenfelder Kinosommer – schon im vergangenen Jahr waren die Landshuter Festivalmacher zu Gast - ein besonderes Kurzfilmprogramm „live“ auf der großen Leinwand präsentieren zu können. Unter dem Motto LAKFF Classics zeigen wir Ihnen ausgewählte Kurzfilmperlen mit Biss, Herz und Humor.

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Dienstag 17.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Kosmische Reise
Internationale Stummfilmtag:
Kosmische Reise

Le voyage à travers l’impossible (Die Reise durch das Unmögliche)
Frankreich 1904 | Regie: Georges Méliès | Drehbuch: Georges Meliès | Kamera: Michaut | Darsteller: Georges Meliès, Fernande Albany, May de Lavergne, Jehanne d’Alcy | 24 min | Farbe: handkoloriert | Zwischentitel: keine

Musikbegleitung: Günter A. Buchwald (Klavier, Violine, Viola)

Handkolorierter Filmklassiker, den Filmpionier und Zauberkünstler Georges Méliès mit aufwändigen Dekors auf der Bühne seines Filmstudios in Paris realisierte. Erhalten hat sich eine handkolorierte Filmkopie, die das Filmmuseum München vom tschechischen Filmarchiv erhalten hat und die von Lobster Film digitalisiert wurde. „Als 1897 in Paris und später auch in London richtige Kolorierateliers mit bis zu fünfzig Angestellten eingerichtet wurden, konnten tüchtige Frauen täglich acht bis neun Filmmeter mit dem Pinsel einfärben. Jede Frau war für eine Farbe zuständig – bis zu sechs wurden Bildchen für Bildchen aufgetragen. Das Atelier der Mademoiselle Thullierin Paris kolorierte die Filme von Georges Meliès, beispielsweise LE VOYAGE A TRAVERS LIMPOSSIBLE aus dem Jahre 1904. Einen Verleih gab es damals noch nicht, die Filme wurden zu einem Preis von 1,50 Francs pro Meter für die schwarzweißen und zum doppelten Preis für die kolorierten Filme direkt an die Kinos verkauft.“ (Gert Koshofer)

Das Grundmotiv der mehr abenteuerlichen Science-Fiction, die phantastische Reise, ist das Thema von LE VOYAGE A TRAVERS LIMPOSSIBLE, wo ein Zug mit rasender Geschwindigkeit über eine Bergkuppe fährt, davonfliegt, in den weiten Himmel und darüber hinaus, ins All, dann zurückkehrt und im Meer landet, um schließlich wieder sicheres Land zu erreichen. Die Tricks, die Meliès anwandte, dienten weniger einer perfekten Illusion als einer Demonstration immer neuer, verblüffender mechanischer Möglichkeiten zur Darstellung von Bewegungen und Verwandlungen. (Georg Seeßlen: Kino des Utopischen; Reinbek 1980)

Kosmi?eskij rejs (Kosmische Reise)
UdSSR 1936 | Regie: Vasilij Žuravlëv | Drehbuch: Alexandr Filimonov, nach dem Roman von Konstantin E. Ciolkovskij | Kamera: Aleksandr Gal'perin, I. Škarenkov | Darsteller: Sergej Komarov, Vasilij Kovrigin, Nikolaj Feoktistov, Vasilij Gaponenko, Ksenija Moskalenko, Sergej Stoljarov, Andrej Karasëv | 70 min | Farbe: schwarzweiß | Zwischentitel: Russisch mit deutschen Untertiteln

Musikbegleitung: Günter A. Buchwald (Klavier, Violine, Viola)

Der letzte sowjetische Stummfilm entstand zu einer Zeit, als der Tonfilm sich schon längst durchgesetzt hatte. Der mit großem Aufwand und verblüffender Tricktechnik produzierte Science-Fiction-Film zeigt das fiktive Moskau des Jahres 1946, so wie Stalin es geplant, aber dann später nicht hat umsetzen können. Im Mittelpunkt steht eine erstaunlich realistische Reise im Raumschiff zum Mond, die der betagte Astrophysiker Pawel Iwanowitsch Sedych unternimmt. Der Film wurde kurz nach seinem Kinostart aus politischen Gründen zurückgezogen und geriet in völlige Vergessenheit. Das Filmmuseum München hat eine von Gosfilmofond restaurierte Filmkopie bearbeitet und digital restauriert.

Auf dem Mosfil’m-Gelände wurde ein 1.000-Quadratmeter-Studio eingerichtet, in dem sich erstmals in einer sowjetischen Filmproduktion das Team mit Funkgeräten, Mikrofonen und Lautsprechern verständigte. Künstliches Licht mit 11.000 Ampere wurde für Tagaufnahmen installiert, ein Dutzend Großprojektoren sorgten für das Bild des künftigen Moskau, in dem sogar (später nie realisierte) Großbauten wie der Palast der Sowjets zu sehen sind. Mittels 2500 Glühbirnen in einer samtverkleideten Kuppel von 400 Quadratmetern Fläche wurde der Sternenhimmel simuliert. Und mit enormem Aufwand wurden im Maßstab 1:25 Modelle der Startrampe, der beiden Raumschiffe, der bewegten Fahrzeuge und Mechaniker sowie der Mondlandschaft gebaut. Die Himmelsgefährte heißen im Film „raketoplany“, Raketenflugzeuge; eines trägt Stalins Namen, das andere den des Volkskommissars für Verteidigung Kliment Vorošilov. Pioniere sowjetischer Raketenantriebe waren als Berater dabei, ganze Scharen von Tricktechnikern, Modellbauern und Ausstattern beschäftigt. (Alexander Schwarz, Edition Filmmuseum 109, München 2018)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

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Mittwoch 18.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Nebenan
Nebenan

Komödie/Drama – USA/Deutschland 2021, FSK: 12 J., 94 Min. Regie: Daniel Brühl, mit Daniel Brühl, Peter Kurth, Rike Eckermann u. a.

Daniel ist ein Filmstar. Er hat Erfolg, Geld und eine traumhafte Wohnung in Berlin. Dort lebt er mit seiner Frau, zwei kleinen Söhnen und dem Kindermädchen. Auch der Durchbruch in Hollywood scheint nicht mehr fern: Daniel soll in London für einen amerikanischen Superheldenfilm vorsprechen. Auf dem Weg zum Flughafen macht er in seiner Stammkneipe Halt. Dort ist es vormittags ruhig, dort stören keine Fans, dort will er noch einmal seine Rolle lernen. Doch an der Theke sitzt ein fremder Mann: Bruno verwickelt Daniel in einen Smalltalk. Er kennt nicht nur alle Filme des Schauspielers, er kennt sich auch erschreckend gut in Daniels Privatleben aus. Mit jeder Minute dieses seltsamen Gesprächs wächst Daniels Verwunderung. Und seine Angst.

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Donnerstag 19.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Und täglich grüßt die Liebe
Und täglich grüßt die Liebe

Komödie – Australien/Frankreich 2021, FSK: 6 J., 94 Min. Regie: Josh Lawson, mit Rafe Spall, Zahra Newman, Noni Hazlehurst u. a

Dass Teddy (Rafe Spall) heiratet, grenzt eigentlich schon fast an ein Wunder, denn Teddy gehört zu den Menschen, die permanent alle Entscheidungen aufschieben, die zaudern und zögern, während das Leben an ihnen vorbeizieht. Als er am Morgen nach seiner Hochzeit erwacht, ist seine Frau Leanne (Zahra Newman) plötzlich im achten Monat schwanger und die beiden haben bereits das erste Ehejahr hinter sich, an das Teddy sich nicht erinnern kann. Er ist gefangen in einem Zyklus von Zeitsprüngen, die jeden Tag um ein weiteres Jahr nach vorne befördern und ihm im Zeitraffer die Hindernisse seiner Liebe und die Versäumnisse seines Lebens präsentieren. Mit der Hilfe seines besten Freundes Sam (Ronny Chieng) versucht Teddy herauszufinden, was zwischen den Zeitsprüngen alles schiefgelaufen ist. In den kostbaren kurzen Momenten muss Teddy versuchen, die Zeit festzuhalten, die ihm durch die Finger rinnt, um die Frau, die er liebt, zurückzugewinnen – auch wenn es nur für einen Tag ist. Regisseur Josh Lawson (Der kleine Tod – Eine Komödie über Sex), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, erzählt in UND TÄGLICH GRÜSST DIE LIEBE mit viel Humor, aber auch sehr eindringlich von versäumten Chancen, falschen Entscheidungen, späten Erkenntnissen und von der großen Liebe. Die Hauptrollen spielen Rafe Spall (Life of Pi, Jurassic World 2), Zahra Newman (Der Moment der Wahrheit) und Ronny Chieng (Crazy Rich Asians).

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Freitag 20.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Fürstenfelder Kinosommer: Rosas Hochzeit
Rosas Hochzeit

Komödie – Spanien 2020, FSK: 0 J., 98 Min. Regie: Icíar Bollaín, mit Sergi López, Nathalie Poza, Candela Peña u. a

Mit „Rosas Hochzeit“ kommt Iciar Bollaíns („El Olivo – Der Olivenbaum“, „Yuli“) Überraschungs-Hit aus Spanien in die deutschen Kinos: Eine dramatische Komödie, die Geschichte einer Befreiung, mit einem herausragenden Ensemble allen voran der umwerfenden Candela Peña – „ein Film in der besten Tradition des spanischen Kinos, unterhaltsam, mediterran, fröhlich.“ (PÚBLICO) Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt Rosa, dass es Zeit für einen radikalen Wandel in ihrem Leben ist. Immer hat sie für die anderen gelebt, in ihrem Job als Kostümbildnerin bis zum Umfallen gearbeitet, den Vater zum Arzt begleitet, sich um die Kinder ihres Bruders gekümmert. Knall auf Fall verlässt sie Valencia, um sich im alten Schneiderladen ihrer Mutter im kleinen Küstenort Benicassim den Traum vom eigenen Geschäft zu erfüllen. Aber es ist nicht so leicht, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Der Job, ihr Vater, die Geschwister, ihr Freund und ihre Tochter, alle mit ihren eigenen Plänen und Problemen: Das Handy hört gar nicht mehr auf zu klingeln. Rosa beschließt, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein.

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Samstag 21.08.2021; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Underground - Der Schrei aus dem Tunnel
Internationale Stummfilmtag:
Underground - Der Schrei aus dem Tunnel

Underground (Der Schrei aus dem Tunnel)
Großbritannien 1928 | Regie: Anthony Asquith | Drehbuch: Anthony Asquith | Kamera: Stanley Rodwell | Darsteller: Elissa Landi, Brian Aherne, Cyril McLaglen, Norah Baring | 98 min | Farbe: schwarzweiß | Zwischentitel: englisch

Musikbegleitung: Stephen Horne (Klavier, Flöte, Akkordeon)

Anthony Asquith war neben Alfred Hitchcock der talentierteste Regisseur, der im britischen Stummfilm debütierte. Sein an Originalschauplätzen in London gedrehter zweiter Film UNDERGROUND besticht durch besticht durch ausgezeichnete Darsteller, originelle Regieeinfälle und eine durchgehend authentische Atmosphäre. Gerhard Midding nennt UNDERGOUND »ein Glanzstück filmischer Urbanität, das sich ungemein facettenreich den öffentlichen Nahverkehr als Spielfeld kriminalistischer und romantischer Verstrickungen erschließt. Erst nach einer halben Stunde verlässt Asquith seinen hauptsächlichen Schauplatz, die Tube, deren lebhafte Geschäftigkeit und drangvolle Enge er mit bezwingender Verve in Szene setzt.« Jahrelang war der Film nur in einer Filmkopie mit starken Bildschäden verfügbar, bis das British Film Institute diese 2009 mit neu gefundenem Material digital restaurieren konnte.

Der Film zeigt eine Seite des Lebens, die neu ist auf der Leinwand. Sämtliche Darsteller sind ausgezeichnet und typengerecht und mit derselben intelligenten Sorgfalt ausgewählt wie die gesamte Ausstattung des Films. Der Gesamteindruck entspricht dem eines in Szene gesetzten Stücks wahren Lebens, anstatt nur eine fürs Kino zurechtgebogene Geschichte zu sein. Viele sehr gute und attraktive Einstellungen gibt es von U-Bahn-Schächten, Aufzügen und in U-Bahnen. Dies ist ein lohnender Film von einem vielversprechenden, wenn nicht gar herausragenden jungen Regisseur aus der boomenden britischen Filmindustrie. Ein Film, der um ein Vielfaches besser ist als der Durchschnitt, unter anderem, weil er nie versucht, Hollywood zu imitieren.
(Variety, 22.8.1928)

Anthony Asquith machte nur vier Stummfilme, aber diese weisen ihn aus als ein Alfred Hitchcock ebenbürtiges Talent in den letzten Jahre vor dem Aufkommen des Tonfilms aus. Was als romantische Komödie beginnt, in die vier Personen involviert sind, die sich zufällig in der Londoner U-Nahn treffen, wird durch Eifersucht, Angst und schlussendlich Gewalt immer düsterer. Der letzte Akt erinnert sowohl visuell als auch in seiner moralischen Ambivalenz an Fritz Lang. Der Wechsel der Stimmungen wird mit großem Geschick vollzogen und macht die Handlung durchgehend überraschend und unvorhersehbar.
(Kennth George Godwin, auf: www.cageyfilms.com, 18.9.2013)

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
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