Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
Ausstellung vom 10. März bis 05. September 2026
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
Mit Werken von: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else
Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und andere.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
Mit Werken von: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else
Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und andere.
Die Ausstellung findet im Rahmen der Vorbereitungen unseres Jubiläums „100 Jahre Lenbachhaus 1929 / 2029“ statt.
Eine Kooperation des Lenbachhauses und der Gabriele Münter- und Johannes-Eichner Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung von Förderverein Lenbachhaus e. V.
Kuratiert von Melanie Vietmeier und Matthias Mühling
Kuratorische Assistenz: Johannes Michael Stanislaus
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33,
80333 München
Abbildungen:
- Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition XIII, 1912,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Ankauf des / Acquisition of Förderverein Lenbachhaus e. V. 2024
- Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition XV,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Ankauf des / Acquisition of Förderverein Lenbachhaus e. V. 2024
- Wassily Kandinsky, Romantische Landschaft, 1911,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Gabriele Münter Stiftung 1957
- Wassily Kandinsky, Impression III (Konzert), 1911,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Gabriele Münter Stiftung 1957




































