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1. München Lenbachhaus: Zwei neue Werke von George Grosz
2. Bruno Konrad (1930-2007): Ohne Titel, 2002
3. Bruno Konrad (1930-2007): Eifersucht, 1998/99
4. Bruno Konrad (1930-2007): Gegen den Strom, 1984
5. Bruno Konrad (1930-2007): „Tragen wir uns selbst?“
6. EsWa: Verdichteter Raum 6
Montag 05.07.2021
München Lenbachhaus: Zwei neue Werke von George Grosz
Bilder
Wir freuen uns, dass wir kürzlich zwei Werke von George Grosz (1893–1959), eine Zeichnung und ein Aquarell, in unseren Bestand aufnehmen konnten. Die aus Privateigentum erworbenen Arbeiten stammen aus dem Nachlass des Künstlers. Die beiden Blätter wurden 2015 im NS-Dokumentationszentrum München in der Ausstellung Das Unsagbare zeigen. Künstler als Warner und Zeugen 1914-1945 präsentiert.

Es handelt sich um die ersten Werke von George Grosz im Lenbachhaus, der bisher in der Sammlung nicht vertreten war. Die zwei Kunstwerke stärken die bereits vorhandenen zeitkritischen Positionen im bedeutenden Bestand der Neuen Sachlichkeit (beispielsweise von Anita Rée, Karl Hubbuch und Josef Scharl).

Die beiden Zeichnungen gehören zu einer Reihe von politischen Arbeiten George Grosz', die sich karikierend oder satirisch mit dem Nationalsozialismus und seinen prominenten und weniger prominenten Figuren auseinandersetzen. Noch vor der nationalsozialistischen Machtübernahme Ende Januar 1933 emigrierte Grosz am 12. Januar 1933 in die USA und wurde bereits am 8. März 1933 ausgebürgert. Im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ im Jahr 1937 wurden 285 seiner Werke aus deutschen Museen beschlagnahmt und größtenteils vernichtet. 1938 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Die Tuschfederzeichnung Heil Hitler aus dem Jahr 1930 gibt eine Analyse des militaristischen Menschenschlags, der den Aufstieg des Nationalsozialismus begleitete. Das Aquarell Heil Hitler aus dem Jahr 1934 zeigt das „neue Volk“, das im nun nationalsozialistischen Staat verehrend eine fast überirdisch dargestellte Erscheinung Hitlers begrüßt.

Der Untergang des Wilhelminischen Kaiserreichs, die Wirren der Weimarer Republik und die Gefahren des Nationalsozialismus werden in Georg Grosz‘ künstlerischem Werk anschaulich. Im Rahmen seiner vielfältigen künstlerischen Tätigkeit nutzte Grosz das Medium der Zeichnung für die genaue Beobachtung seiner Zeitgenossen und für eine explizite Gesellschaftskritik. Er sah sich als „Warner“ und Aufklärer (Selbstbildnis als Warner, 1927, Berlinische Galerie); seine Zeichnungen sollten als Waffe dienen und in ein allgemeines optisches Gedächtnis eingehen. In vielen Arbeiten zeigte er deutlich, dass die NS-Ideologie zu Krieg und Mord führen musste. Später bezweifelte George Grosz jedoch ihre Wirkung: „Ich merkte, dass auf meine Zeichnungen einfach nicht gehört wurde. Meine Warnung war sozusagen eine Warnung in den Wind gewesen.“ (1954)

George Grosz, Heil Hitler, 1930
Tuschfeder auf dünnem Karton, 44,8 x 58,1 cm
u. r. mit Bleistift: GROSZ
Inv. Nr. G 19321
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Schenkung Sebastian Schnitzenbaumer 2021

George Grosz, Heil Hitler, 1934
Aquarell, Tuschfeder auf Büttenpapier, 48 x 63,2 cm
u. r. mit blauer Tinte: GROSZ
Inv. Nr. G 19320
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Ankauf 2021

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München


Abbildung:
George Grosz, Heil Hitler, 1934, Aquarell, Tuschfeder auf Büttenpapier, 48 x 63,2 cm,
u. r. mit blauer Tinte: GROSZ, Inv. Nr. G 19320
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Ankauf 2021
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Freitag 25.06.2021
Bruno Konrad (1930-2007): Ohne Titel, 2002
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
47 x 68cm


Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.
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Mittwoch 09.06.2021
Bruno Konrad (1930-2007): Eifersucht, 1998/99
Eifersucht, 1998/99
Aquarell, Feder und Tusche
63 x 47cm



Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.
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Mittwoch 26.05.2021
Bruno Konrad (1930-2007): Gegen den Strom, 1984
Gegen den Strom, 1984
Kaltnadel
37 x 48cm


Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.
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Montag 10.05.2021
Bruno Konrad (1930-2007): „Tragen wir uns selbst?“
Gedanken zum Karl-Marx-Jahr
„Tragen wir uns selbst?“, 1984
Siebdruck
34 x 48cm


Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.
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Dienstag 27.04.2021
EsWa: Verdichteter Raum 6
Zum vergrößern bitte Bild anklicken
EsWa
Verdichteter Raum 6, 2021
Aquarell & Gouache
46 x 95cm
(Vergeben)

EsWa
Geboren: Dresden
Studiert: Leipzig
Lebt bei München
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