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1. Bruno Konrad (1930-2007)
2. Buchheim Museum: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Mo...
3. München Kunsthalle: JR. CHRONICLES
4. Ab 04. Mai 2022: DIE LUST AM ANDEREN THEATER – FREIE DARSTELLENDE KÜNSTE...
5. Buchheim Museum Bernried: Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!
6. Zürich: "The Future is Blinking"
Montag 15.08.2022
Bruno Konrad (1930-2007)
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Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.



Abbildungen:

- Ohne Titel, 1993
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
34 x 50cm

- Schatten, 2004
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
45 x 67cm

- Paar, 2000
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
48 x 69cm

- Köpfe, 1993
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
55 x 70cm

- Sitzende
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
72 x 52cm

- Komposition V
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
54 x 68cm

- Höckendorf I
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
58 x 72cm

- Schlafendes Tier, 1993,
Aquarell mit Tusche auf Chinapapier
45 x 58cm
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Sonntag 17.07.2022
Buchheim Museum: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Moderne
Buchheim Museum Bernried: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Moderne
im Buchheim Museum

Ausstellung vom vom 16. Juli bis 13. November 2022

Die neue Ausstellung im Buchheim Museum setzt »Brücke« und »Blauer Reiter«, die beiden führenden Gruppen des deutschen Expressionismus, in Dialog miteinander. Noch nie zuvor hat es eine in Qualität und Quantität vergleichbare Ausstellung mit einer
Gegenüberstellung dieser beiden Pioniere der Moderne in Deutschland gegeben. Bernried. Ab dem 16. Juli stehen sich die Hauptwerke der beiden tonangebenden Gruppen des Expressionismus – ›Brücke‹ und ›Blauer Reiter‹ – im Buchheim Museum in einem üppigen und intensivem Dialog gegenüber, der in Umfang und Qualität seinesgleichen sucht.
„Diese Ausstellung ist so besonders, weil sie erstmals konsequent die beiden wichtigsten Künstlergruppen der Moderne in Deutschland, die ›Brücke‹ und den ›Blauen Reiter‹ in Dialog zueinander setzt,“ erklärt Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums.
„Gleichzeitig bietet sie eine Neusichtung des deutschen Expressionismus unter Berücksichtigung jüngster Erkenntnisse aus Kunstgeschichte, postkolonialer Zeitgeschichte, Gender Studies und Nationalismus-Forschung“, so Schreiber.
Die Bilderschau konnte auf diesem hohen Niveau nur durch eine Kooperation des Buchheim Museums mit den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Von der Heydt-Museum Wuppertal gelingen. Alle drei Partner haben Werke aus ihren umfangreichen Expressionistenbeständen zu der Wanderausstellung beigesteuert. Prominente Leihgaben aus europäischen Museen und Privatsammlungen ergänzen die Präsentation. Insgesamt 200 Exponaten von »Brücke« und »Blauem Reiter« sind so zusammengekommen, darunter 100 Gemälde.
Vertreten sind Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Fritz Bleyl für die »Brücke« sowie Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Paul Klee für den »Blauen Reiter«.
Die Ausstellung »Brücke + Blauer Reiter« hinterfragt gewohnte Interpretationen. Bei allen Gemeinsamkeiten der Künstler*innen, die sich kennen, besuchen, schätzen, verachten, miteinander ausstellen und gemeinsam gegen die Konventionen des Kunstbetriebs aufbegehren, gibt es auch augenfällige Unterschiede: Manche entwickeln ihren expressionistischen Stil näher an der Wirklichkeit, andere suchen reine Formen.
Aber stimmt die von der Kunstgeschichte aufgestellte Gleichung wirklich: »Brücke« = figurativ; »Blauer Reiter« = abstrakt? Die vergleichende Präsentation im Buchheim Museum lädt dazu ein, diese Trennlinien neu abzustecken. Die Ausstellung und ihr im Wienand-Verlag
erschienener Katalog erschließen das Thema für eine neue Generation Kunstinteressierter.
Unter vielen verschiedenen Aspekten bieten sie eine Neusichtung von »Brücke« und »Blauem Reiter« auf der Höhe unserer Zeit.


»Brücke«
Die »Brücke« wird 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl gegründet. Ziel ist eine unkonventionelle, unmittelbare Ausdruckskunst. Bevorzugte Motive sind Landschaften und Akte. 1906 kommen Max Pechstein und für ein Jahr Emil Nolde hinzu, 1910 Otto Mueller. Zunächst folgen sie dem Impressionismus. Um 1907 entwickeln sie einen »monumentalen« Impressionismus, der sich um 1910 mit markanten Farbkontrasten und formalen Reduktionen zu einem expressionistischen Gruppenstil steigert. 1911 ziehen alle Mitglieder nach Berlin. Ende 1911 stellen »Brücke« und »Blauer Reiter« gemeinsam bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. 1912 beteiligt sich die »Brücke« an der zweiten Ausstellung des »Blauen Reiters« in München. 1912 wird Pechstein ausgeschlossen. Im Mai 1913 löst sich die Gruppe auf. Die »Brücke« gilt als Ursprung des deutschen Expressionismus und somit als
Initial der Moderne in Deutschland.

»Der Blaue Reiter«
Im Juni 1911 gründen Wassily Kandinsky und Franz Marc eine Redaktionsgemeinschaft, die ab September »Der Blaue Reiter« heißt. Im November 1911 stellen Kandinsky, Marc sowie Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Marianne Werefkin mit den »Brücke«-Künstlern bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. Am 3. Dezember 1911 treten Kandinsky, Münter und Marc aus der »Neue Künstlervereinigung München« aus. Sie firmieren nun als »Der Blaue Reiter«. Heinrich Campendonk, August Macke und Paul Klee kommen dazu. Werefkin und Jawlensky folgen ein Jahr später. Ende 1911 wird die erste Ausstellung des »Blauen Reiters« eröffnet. Die zweite folgt 1912. An ihr nimmt auch die »Brücke« teil. Im Mai 1912 geben Kandinsky und Marc den Almanach »Der Blaue Reiter« heraus, in dem es zeitübergreifend und weltweit um expressive Kunst geht. Der »Blaue Reiter« ist ein loser Verbund, der das expressionistische Spektrum zwischen Abstraktion und Figuration umfasst.
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 löst er sich auf.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen:

- Alexej von Jawlensky
Mädchen mit Pfingstrosen, 1909
Öl auf Pappe, auf Sperrholz
Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt – Museum Wuppertal
Foto: Linda Inconi-Jansen 2022

- Karl Schmidt-Rottluff
Lesende (Else Lasker-Schüler), 1912
Öl auf Leinwand
Sammlung Hermann Gerlinger im Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Foto: Archiv Hermann Gerlinger, Klaus E. Götz, Halle
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Donnerstag 30.06.2022
München Kunsthalle: JR. CHRONICLES
26. August 2022 bis 15. Januar 2023
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JR: CHRONICLES

Ausstellung Kunsthalle München
26. August 2022 bis 15. Januar 2023

Die Kunsthalle München zeigt mit JR: Chronicles die bisher größte Retrospektive des französischen Künstlers JR (*1983) in Deutschland. Seine Ausstellungsorte sind eigentlich die Straßen dieser Welt. Dort erregt er auch Aufmerksamkeit bei jenen, die sonst keine Museen besuchen. Berühmt wurde JR durch Fotografien unbekannter Personen, die er in zum Teil monumentalen Formaten auf Häuserfronten, Eisenbahnzüge, Containerschiffe oder Grenzmauern plakatiert. Im Fokus stehen oft Menschen, deren Würde und Rechte übergangen werden. Ihnen verleiht JR mit seiner Kunst auf ebenso scharfsinnige wie einfühlsame Weise Sichtbarkeit. Seine wahre Identität hält JR bewusst geheim, firmiert nur unter seinen Initialen und tritt stets mit Sonnenbrille und Hut auf. Im Vordergrund steht nicht seine Person, sondern seine Werke; deren Interpretation überlässt er den Porträtierten und den Vorbeigehenden. Mit seiner Arbeit möchte JR keine Antworten vorgeben, sondern vielmehr Fragen aufwerfen und die Menschen zum Dialog anregen.
Anhand von ausgewählten Fotografien, Videos, Modellen und großflächigen Plakatierungen (Pastings) macht die multimediale Ausstellung, welche vom Brooklyn Museum organisiert wurde, JRs nur auf begrenzte Dauer angelegte Projekte nochmals erlebbar. Für die Kunsthalle München
entwirft JR zudem ein Trompe-l’Œil, das die Museumsmauern zu durchbrechen scheint und den Blick auf sein eigentliches Tätigkeitsfeld, den urbanen Raum, öffnet.

»Ich besitze die größte Galerie der Welt – die Mauern der Stadt!«

Bereits mit 18 Jahren begann JR, Aktionen von befreundeten Graffiti-Künstler:innen und Jugendlichen zu fotografieren und im öffentlichen Raum auszustellen: Für Expo 2 Rue (2001–04) plakatierte er Papierkopien seiner Bilder an verschiedenen Orten in und um Paris und verschaffte
seiner Community damit Sichtbarkeit in der Stadt. In Portrait of a Generation (2004–06) rückte er zusammen mit seinem Freund, dem Filmemacher Ladj Ly, Jugendliche aus den Sozialwohnanlagen der Pariser Banlieues in den Mittelpunkt. Auf den Porträts verziehen sie ihre Gesichter zu skurrilen Fratzen, um auf die klischeehafte und vorurteilsbehaftete Darstellung junger Menschen aus sozialen Brennpunkten in den Medien aufmerksam zu machen.
Ab Mitte der 2000er-Jahre erweiterte JR seinen Wirkungskreis mit Projekten in der ganzen Welt. Seine erste Reise führte ihn 2005 nach Israel und Palästina. Dort fotografierte er Menschen, die denselben Beruf ausübten. Face 2 Face zeigte ihre Porträts paarweise, je eine Person aus Palästina und Israel, ebenbürtig nebeneinander in beiden Ländern. Mit Plakatierungen auf der Grenzmauer sowie unter anderem in Bethlehem, Tel Aviv und Jerusalem war es die bis dato größte illegale Fotoausstellung. Für das Projekt Women are Heroes (2008–14) ging JR anschließend nach Brasilien, Lybien, Sierra Leone, Kenia, Indien und Kambodscha, wo er mit seinen Pastings die Rolle von Frauen als Stützen der Gesellschaft würdigte. In mehreren Städten, darunter Shanghai, Havanna und Berlin, widmete sich JR in The Wrinkels of the City (2008–15) der älteren Generation, deren Falten – ebenso wie die Fassaden der Häuser, auf die er ihre Bildnisse plakatierte – von gelebter Geschichte zeugen.
Immer wieder geht es JR auch um das Überwinden von physischen Grenzen. Sei es 2017 mit Giants, Kikito, bei welchem die überdimensionale Fotografie eines Kleinkinds aus Mexiko neugierig über den Grenzzaun Richtung USA blickt, oder in einer seiner jüngsten Unternehmungen, Tehachapi (2019–20), bei der er gemeinsam mit den Insassen eines kalifornischen Hochsicherheitsgefängnisses ein Projekt umsetzte. Den zentralen Raum der Ausstellung nehmen JRs Chronicles ein: raumgreifende, aus hunderten Porträts zusammengesetzte Fotocollagen, die den Facettenreichtum der Menschen anzudeuten versuchen, die in all ihrer Unterschiedlichkeit die komplexe Gemeinschaft einer Community oder einer Stadt ausmachen.

Inside Out
Im letzten Raum der Ausstellung wird mit Inside Out eines der größten partizipativen Kunstprojekte der Welt präsentiert. Seit seinem Start 2011 nahmen mehr als 400.000 Menschen in knapp 140 Ländern daran teil. Das Projekt unterstützt Initiativen von Privatpersonen und Institutionen
dabei, ihren Anliegen Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Im September 2022 macht im Rahmen der Ausstellung einer von JRs zum mobilen Fotostudio umgebauten Trucks an verschiedenen Orten in München Halt. Alle Münchner:innen sind dazu eingeladen, für das Projekt Kunst & Kultur für alle Gesicht zu bekennen. Ihre Porträts werden im Truck aufgenommen, gedruckt und vor Ort direkt plakatiert. Weitere

Informationen zum Projekt sind demnächst unter www.kunsthalle-muc.de verfügbar.

Die Ausstellung wurde organisiert vom Brooklyn Museum, New York. Sie wurde kuratiert von Sharon Matt Atkins, Deputy Director for Art, und Drew Sawyer, Philip Leonian und Edith Rosenbaum Leonian Curator, Photography, Brooklyn Museum.Mit rund 350.000 Besucher*innen jährlich ist die Kunsthalle München eines der renommiertesten Ausstellungshäuser Deutschlands. Hier, im Herzen der Münchner Innenstadt, werden pro
Jahr drei große Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen gezeigt. Rund 1.200 m² Ausstellungsfläche sind mit modernster Museumstechnik ausgestattet und bieten Kunstwerken verschiedenster Gattungen eine würdige Plattform, sei es Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk, Design oder Mode. Monografische Ausstellungen und thematische Projekte wechseln sich dabei ab, aber auch interdisziplinäre Ansätze finden im vielseitigen Programm der Kunsthalle München ihren Platz.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München

Abbildungen:

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
Giants, Kikito and the Border Patrol, Tecate, Mexico–U.S.A., 2017
Installationsansicht. Wheat-paste Poster.
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Hold-up, Ladj Ly by JR, Les Bosquets, Montfermeil, 2004
Schwarz-Weiß-Fotografie
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Araba, 2004
Installationsansicht. Wheat-paste Poster auf Hauswand
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Byron, Paris, 20ème arrondissement, 2004
Installationsansicht. Wheat-paste Poster auf Hauswand
© JR-ART.NET
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Dienstag 26.04.2022
Ab 04. Mai 2022: DIE LUST AM ANDEREN THEATER – FREIE DARSTELLENDE KÜNSTE IN MÜNCHEN
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DIE LUST AM ANDEREN THEATER – FREIE DARSTELLENDE KÜNSTE IN MÜNCHEN

Eine Ausstellung im Deutschen Theatermuseum München vom 4.5.2022 – 31.7.2022

Frei wollen und wollten sie sein – frei in der Wahl ihrer Themen, ihrer künstlerischen Mittel, ihrer Spielorte und ihrer Lebensweise: freie Kleintheater, Theatergruppen und Solokünstler. In ihren künstlerischen Zielrichtungen teils völlig unterschiedlich, folgen Künstlerinnen und Künstler seit den 1960er Jahren der Lust am anderen Theater, jenseits der hierarchischen Strukturen und Inhalte der etablierten Stadt- und Staatstheater, in Keller- und Kleintheatern oder Wirtshaussälen, ab den 70er Jahren auch in ausgedienten Fabrikhallen und auf Außenschauplätzen.

Neue performative Künste mit Tanz und Musik bilden sich heraus. Wichtige Impulse liefen im Rahmen der Olympiade 1972 eingeladene internationale Künstler und Gruppen, die die sogenannte „Spielstraße“ im Olympiapark gestalten. Mit dem ersten Internationalen Theaterfestival 1977, das vor allem unbekannte internationale Theaterkünstler auch mittelfristig nach München lockt, entwickelt sich die Stadt zunehmend zum Schauplatz künstlerischer Offenheit und Experimentierfreude. Doch bleibt freies Künstlertum aufgrund fehlender finanzieller Absicherung immer auch eine Frage des Überlebens. Umso mehr beeindruckt die schier grenzenlose Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen, die sich im Spannungsfeld von künstlerischer Selbstbehauptung und Existenzkampf bis heute entwickelt haben.

„Die Lust am anderen Theater“ – eine Ausstellung über Vielstimmigkeit und Vielfalt der Freien Darstellenden Künste in München, zu sehen im Deutschen Theatermuseum vom 4. Mai bis 31. Juli 2022.

Deutsches Theatermuseum
Galeriestr. 4a (Hofgartenarkaden)
D - 80539 München

Abbildungen:

- Alabamahalle, Bal Macabre, 1982 – Produktion: Serapions Theater Wien.
Foto DTM/© Jean-Marie Bottequin

- Meta Theater, Musicophilia (Sacks), 2012 – Regie: Axel Tangerding. Peter Pruchniewitz, Cornelia Melián.
Foto © Regine Heiland

- TamS, Wartungsarbeiten (Seib/Express Brass Band), 2014. Michele Lorenzini, Wolfi Schlick, Neil Vaggers, Teresa Gruber. Foto © Hilda Lobinger
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Dienstag 22.03.2022
Buchheim Museum Bernried: Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!
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Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!

Bernried am Starnberger See, 21.3.12022
Zwei große Bronzeplastiken haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen dem Buchheim Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt: »Miracolo«, eine Reiterplastik aus den Jahren 1961-62 von Marino Marini; und »Aglaia«, eine Mädchenfigur von Toni Stadler von 1961. Durch ihre Aufstellung vor der Neuen Pinakothek in München haben die Werke große Bekanntheit erlangt. Nun müssen sie den dortigen Sanierungsarbeiten weichen. Für die nächsten Jahre haben sie am Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger eine Bleibe gefunden.
Bereits am 16. März 2022 sind die beiden Schwergewichte in Bernried angekommen. Dank der »tatkräftigen Hilfe der örtlichen Nachbarschaft« sei die Installation »ein Kinderspiel« gewesen, meint der Restaurator Florian Schwemer vom Doerner Institut, der den Transport als Kurier begleitete. Das Hofgut Bernried hatte mit einem großen Traktor die Aktion unterstützt. »Sie haben sich in ihrer neuen Umgebung bereits gut eingelebt«, freut sich Museumsdirektor Daniel J. Schreiber. In trefflicher Nähe zu Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alexej von Jawlensky und den anderen deutschen Expressionisten im Buchheim Museum warten die beiden prominenten Gäste aus München auf neue Freunde und alte Bekannte aus der Landeshauptstadt.
Die Plastik »Miracolo« (Wunder) von Marino Marini (1901-1980) hat direkt vor dem Museumseingang ihren Platz gefunden. Sie bringt in Lebensgröße ein niedergehendes Pferd mit einem sich halten wollenden Reiter zur Darstellung. In kraftvoller Abstraktion wird das dramatische Zusammenspiel stürzender und aufbäumender Kräfte inszeniert. Der ausladende Vorplatz des von Günter Behnisch geplanten Buchheim Museums bietet dem dynamischen Werk des italienischen Künstlers eine fantastische Bühne. Im Übrigen ist Marino Marini im Buchheim Museum kein Fremder, befindet sich doch in der Sammlung ein Konvolut von Papierarbeiten zum selben Bildthema.
Die leicht beschürzte Liegende des Münchner Bildhauers Toni Stadler (1888-1982) können die Museumsgänger fast in gewohnter Weise bewundern. Streckte sich die Plastik mit ihren anschwellenden Volumina zuvor in dem Bassin des Brunnens vor der Museumsgastronomie der Neuen Pinakothek aus, so lagert sie nun vor dem »Café Buffi« in einer Blumenwiese am Ufer des Starnberger Sees. Bei Museumsgründer Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) und Toni Stadler finden sich zahlreiche biografische Parallelen: Beide studierten an der Akademie der Bildenden Künste München, beide waren in der Zeit des Nationalsozialismus hoch geachtete Künstler, und beide knüpften in den Nachkriegsjahren wieder an den figurativen Expressionismus der klassischen Moderne an, dieser als Sammler und Maler, jener als Bildhauer.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See



Abbildungen:

- Marino Marini, Miracolo, 1961-1962, Bronze 169 x 128 x 280 cm
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto Buchheim Museum

- Toni Stadler, Aglaia, 1961, Bronze, 97 x 208 x 96
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto Florian Schwemer
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Freitag 11.03.2022
Zürich: "The Future is Blinking"
"The Future is Blinking"
Frühe Studiofotografie aus West- und Zentralafrika

Ausstellung vom 18. März bis 03. Juli 2022
Museum Rietberg

Nirgendwo im Globalen Süden wurde die Fotografie so enthusiastisch aufgenommen wie an der Küste West- und Zentralafrikas. Nur zwanzig Jahre nachdem das neue Medium 1839 in Paris vorgestellt wurde, verbreitete es sich schlagartig weltweit. So entwickelte sich auch zwischen Dakar und Luanda eine blühende Fotokultur.
Die Ausstellung «The Future is Blinking» zeigt erstmals in der Schweiz Fotografien von Berufsfotografen aus West- und Zentralafrika, die ab dem späten 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert entstanden. Die Fotografien stammen überwiegend aus der Sammlung des Museums Rietberg und werden punktuell durch Leihgaben internationaler und nationaler Sammlungen sowie um eine Skulptur des zeitgenössischen Künstlers Yinka Shonibare ergänzt.Anhand von hundert Originalabzügen denkt die Ausstellung die Fotografiegeschichte West- und Zentralafrikas nicht vom Globalen Norden her, sondern rückt ihre Eigenheiten, künstlerische Praxis und Darstellungskonventionen ins Zentrum. Die gezeigten Portraits erscheinen uns dennoch seltsam vertraut. Wie bei Fotografien, die heute auf Social Media verbreitet werden, stellten die Fotografien individuelle Wunschbilder dar und erzeugten neue Wirklichkeiten. Die Ausstellung im Museum Rietberg zieht zudem überraschende Bezüge zur traditionellen Schnitzkunst aus der Region, zur Wanderfotografie in der Schweiz und zur neuesten Modefotografie aus den USA.
Die frühesten Fotografien von der Küste West- und Zentralafrikas sind das Ergebnis einer selbstbestimmten Fotokultur und unterscheiden sich damit stark von der kolonialen Fotografie mit ihren von Vorurteilen geprägten Darstellungen von afrikanischen Personen. In einer Zeit, in der das Leben von kolonialer Unterdrückung dominiert war, wurde das Freiluftstudio zum Ort der Selbstbestimmung, Selbstdarstellung und Identitätsbildung. Dabei nutzte man das Potential der Fotografie, neue Wirklichkeiten zu erschaffen. Insbesondere Frauen standen dem neuen Medium aufgeschlossen gegenüber. Ihre Schönheit setzten sie zusammen mit prächtigen Textilien als Ressource vor der Kamera ein, um ihre Position in der Gesellschaft zu artikulieren. Die starke Präsenz der Frauen in der Studiofotografie West- und Zentralafrikas steht im Gegensatz zu ihrer Abwesenheit in Archiven und zur Stummheit der afrikanischen Frauen in der westlichen Geschichtsschreibung.
Die meisten frühen Bilder westafrikanischer Fotografen befinden sich heute auf Postkarten gedruckt oder in Alben geklebt in Archiven im Globalen Norden. Lange Zeit vermutete man, dass es sich bei den auf die Rückseite solcher Fotografien gedruckten Namen um europäische Fotografen handelte. Erst in den letzten zwanzig Jahren haben Recherchen ergeben, dass die meisten Studiofotografien eine lokale Urheberschaft haben. Bei den Pionieren handelte es sich um junge Männer der städtischen Elite mit ähnlichen Biografien. Viele von ihnen stammten aus Sierra Leone oder Gambia und wurden in Missionsschulen ausgebildet. Sie führten ein rastloses Leben und reisten mit ihren mobilen Freiluftstudios auf dem Dampfschiff entlang der Küste von Dakar bis Luanda; sie verstanden sich als Künstler und beherrschten die neuesten Techniken ihrer Zeit.

Zusammen mit ihrer Kundschaft schufen Fotografen aus der Region in Freiluftstudios einzigartige Porträtfotografien. Die Ausstellung entschlüsselt die in den Fotografien sichtbaren Codes und bringt die Bilder zum Sprechen. «The Future is Blinking» fokussiert auf die Selbstinszenierung vor der Kamera lange bevor das Thema durch digitale soziale Plattformen hochaktuell wurde. Obwohl die Identitäten der meisten Abgebildeten im Laufe der Zeit auf diese Weise verloren gegangen sind, begegnen wir ihrem Blick und stellen fest, dass sie bei der Gestaltung der Fotografien das letzte Wort hatten.
Die Fotografen stellten für diese Verwandlungen ihrer Kundschaft eine Bühne mitsamt Ausstattung zur Verfügung. Dazu gehörten neben Hintergründen auch Dekors und Accessoires. Die Porträtierten wählten, je nachdem welche Absicht sie mit den Bildern verfolgten, die passenden Elemente aus und vermischten sie mit Dingen aus ihrem persönlichen Besitz. Fotokulissen als Projektionsflächen, die die Welt verschönern und verbessern sollten, waren ein wichtiges Element der Fotografien. Um ihrer Modernität Ausdruck zu verleihen, griffen Abgebildete auch auf importierte Accessoires wie Tropenhelme, Schirme oder Plastikblumen zurück. Je nach Anlass für den Studiobesuch wurden auch traditionelle, mit lokaler Bedeutung aufgeladene Accessoires wie Schmuck, Stoffe oder Insignien politischer Macht verwendet.
Textilien kam in der Portraitfotografie eine besondere Bedeutung zu. Sie sorgten für Bewegung, indem sie mit ihren asymmetrischen Mustern die ausgewogenen Bildkompositionen durchbrachen. Mit ihrer Wahl der Stoffe signalisierten die Porträtierten ihren sozialen Status, ihre Zughörigkeit zu einer bestimmten regionalen Gruppe oder ihre Beziehung untereinander. Stoffe konnten auch an Pubertätsriten oder Beerdigungen erinnern, verkörperten also die Erinnerung im Erinnerungsfoto.
Die Fotografie hat in West- und Zentralafrika keine Leerstelle besetzt. Vielmehr hat sie an anderen lokalen Künsten angeknüpft, ist in einem wechselseitigen Verhältnis gestanden oder auch Symbiosen eingegangen. Diese Beziehungen zu anderen Künsten haben die besondere
Ästhetik der west- und zentralafrikanischen Fotokultur hervorgerufen. Anders als im Globalen Norden war dafür nicht die Malerei prägend, sondern die Bildhauerei und die performativen Künste. Das Verhältnis zwischen Fotografie und Bildhauerkunst wird erstmals in einer Ausstellung thematisiert. Statt des Meissels benutzten Fotografen Grafitstifte, um ihre Kunstwerke so zu bearbeiten, dass sie dem idealen Menschen möglichst nah kamen. Mit diesen Eingriffen wurden die Spuren des Lebens getilgt, sodass die Gesichter wie eine Maske erschienen – ein Ideal, das aus der Schnitzkunst übernommen wurde.

"The future is blinking" ist ein Zitat des ghanaischen Fotografen Philip Kwame Apagya (*1958) aus dem Film Future Remembrance (1997). Apagya nimmt damit Bezug auf die in seinen Augen wichtigste Aufgabe der Fotografie in Ghana, nämlich mit idealisierten Porträts
Erinnerungen zu schaffen für zukünftige Generationen. Auch die Studiofotografie des ausgehenden 19. Jahrhunderts hatte die Zukunft im Blick, indem Wunschbilder für die Nachwelt inszeniert wurden.
Viele Fotografien in dieser Ausstellung wurden bereits kurz nach ihrer Produktion als Postkarten an Reisende verkauft. Mit dem Übergang privater Fotografien in die öffentliche Sphäre wurden die Bilder von den Narrativen und Praktiken getrennt, die die Fotografien mit Bedeutung aufluden und anhand derer die Porträtierten erkennbar blieben.

Museum Rietberg
Gablerstrasse 15,
8002 Zürich, Schweiz
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