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1. Lenbachhaus: Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
2. Potsdam Museum Barberini: Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismu...
3. München: REFLEXION - Licht Spiegel Transparenz
4. Franz Marc Museum: Neuzugang in der Sammlung: Franz Marc, Verschneiter Wald...
5. München Literaturhaus: TOVE JANSSON: »DIE WELT DER MUMINS«
6. Murnau: Erna und Carl Rabus - Die Fotografin und der Maler
Mittwoch 11.03.2026
Lenbachhaus: Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
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Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter

Ausstellung vom 10. März bis 05. September 2026
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“
Mit Werken von: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else
Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und andere.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Vorbereitungen unseres Jubiläums „100 Jahre Lenbachhaus 1929 / 2029“ statt.
Eine Kooperation des Lenbachhauses und der Gabriele Münter- und Johannes-Eichner Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung von Förderverein Lenbachhaus e. V.
Kuratiert von Melanie Vietmeier und Matthias Mühling
Kuratorische Assistenz: Johannes Michael Stanislaus

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33,
80333 München

Abbildungen:

- Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition XIII, 1912,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Ankauf des / Acquisition of Förderverein Lenbachhaus e. V. 2024

- Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition XV,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Ankauf des / Acquisition of Förderverein Lenbachhaus e. V. 2024

- Wassily Kandinsky, Romantische Landschaft, 1911,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Gabriele Münter Stiftung 1957

- Wassily Kandinsky, Impression III (Konzert), 1911,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
Gabriele Münter Stiftung 1957
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Freitag 27.02.2026
Potsdam Museum Barberini: Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland
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Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland

Ausstellung vom 28. Fabruar bis 07. Juni 2026
Museum BarberiniHumboldtstraße 5-6, 14467 Potsdam

Die Malerei, die im Frankreich der 1860er Jahre aufkam, zeichnet sich durch den Einsatz kräftig leuchtender Farben sowie eine energische, skizzenhafte Pinselführung aus. Mit Max Liebermann (1847–1935) als ihrem Vorreiter wurde die revolutionär neue Strömung auch im deutschen Kaiserreich seit den 1870er Jahren zur tonangebenden Avantgarde. Motivisch setzten sich die Künstlerinnen und Künstler mit einer Vielzahl von Themen auseinander – von sonnendurchfluteten Landschaftsdarstellungen und stimmungsvollen Figurenbildern bis zu sorgfältig arrangierten Stillleben.

Max Liebermann war der Wegbereiter der ersten künstlerischen Avantgarde in Deutschland. Mit seinem frühen und richtungsweisenden Blick nach Frankreich leitete er eine Erneuerung der Malerei ein, die den deutschen Impressionismus nachhaltig prägte. Die Ausstellung Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland im Museum Barberini zeigt vom 28. Februar bis 7. Juni 2026 mit über 110 Werken aus mehr als 60 internationalen Sammlungen die bislang größte Präsentation zur Entwicklung des Impressionismus in Deutschland. Im Zentrum steht Liebermann in seinen Rollen als Künstler, Sammler und Präsident der Berliner Secession, der entscheidende Impulse für die Internationalisierung des deutschen Kunstbetriebs gab.

Zugleich macht die Ausstellung sichtbar, wie eine neue Generation von Malerinnen und Malern – inspiriert von der französischen Moderne – Themen wie pulsierende Stadtansichten, Freizeit- und Naturdarstellungen, Kinderportraits und Theaterszenen künstlerisch weiterentwickelte. Neben Schlüsselwerken von Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Uhde werden auch Arbeiten weiterer bedeutender und neu zu entdeckender Künstlerinnen und Künstler gezeigt, darunter Philipp Franck, Dora Hitz, Gotthardt Kuehl, Sabine Lepsius, Maria Slavona und Lesser Ury.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie ist eine Zusammenarbeit mit dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden, wo sie vom 3. Oktober 2025 bis 8. Februar 2026 zu sehen ist.

Museum Barberini
Humboldtstraße 5-6,
14467 Potsdam

Abbildungen:

- Maria Slavona
Stillleben vor rotem Hintergrund, 1911
Öl auf Leinwand, 80,5 × 100 cm
Stiftung Schlösschen im Hofgarten, Wertheim am Main
© Photo: H. Hünnerkopf

- Philipp Franck
Wannsee, 1915
Öl auf Leinwand, 81 × 89,3 cm
Privatsammlung, Frankfurt am Main
© Photo: Kunsthaus Lempertz/Saša Fuis Photographie, Köln

- Max Liebermann
Mein Haus in Wannsee mit Garten, um 1926
Öl auf Leinwand, 70,5 × 90,2 cm
Privatsammlung


- Max Liebermann
Biergarten „De Oude Vink“ bei Leiden, 1905
Öl auf Leinwand, 71 × 88 cm
Kunsthaus Zürich

- Max Liebermann
Blumenstauden am Gärtnerhäuschen nach Osten, 1923
Öl auf Leinwand, 55,5 × 75,5 cm
Privatsammlung

- Max Liebermann
Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus, 1881/82
Öl auf Leinwand, 78,5 × 107,5 cm
Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e. V.
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Donnerstag 12.02.2026
München: REFLEXION - Licht Spiegel Transparenz
REFLEXION - Licht Spiegel Transparenz
Eine Gemeinschaftsausstellung der vier Museen in der Pinakothek der Moderne anlässlich 100 Jahre Die Neue Sammlung

Ausstellung vom 13. Februar bis 31. Mai 2026
Pinakothek der Moderne

Die zweite gemeinschaftlich kuratierte Ausstellung der vier Museen in der Pinakothek der Moderne widmet sich dem Thema der Reflexion. Der Begriff Reflexion wird dabei wörtlich und sinnbildlich verstanden, als optisches Phänomen, als Zeichen prüfenden Nachdenkens oder als Mittel künstlerischen Ausdrucks. Während die erste Jubiläums-Ausstellung die Gründungszeit der Neuen Sammlung, die Moderne der 1920/30er Jahre in den Fokus nahm, ist die Ausstellung REFLEXION zeitlich weiter gefasst und führt bis zur Gegenwart. Unter den drei Leitgedanken Licht, Spiegel, Transparenz sind Objekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Graphik und Design gegenübergestellt.

Für diese Begegnung wurde eine Ausstellungsarchitektur entwickelt, die beide Ausstellungsräume jeweils in eine weiße und eine schwarze Hälfte aufteilt. Damit wird ein Rahmen geschaffen für Licht und Schatten, Tag und Nacht sowie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit – Themen, die in den ausgestellten Werken und Objekten wiedergefunden werden können.

Zur Präsentation gehören neben den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss und zweiten Obergeschoss auch „Satelliten“ wie die Glasarbeit am Eingang der Pinakothek der Moderne oder das in ein Kunstwerk verwandelte Fenster am oberen Ende der großen Treppe Ost.

Kuratiert von: Dr.-Ing. Andjelka Badnjar Gojni?, Dr. Caroline Fuchs, Dr. Michael Hering, Dr. Franziska Kunze, Dr.-Ing. Irene Meissner, Prof. Dr. Angelika Nollert, Prof. Dr. Bernhard Schwenk.
Ausstellungsarchitektur: Martin Kinzlmaier

Pinakothek der Moderne (Kunst | Graphik | Architektur | Design)
Barer Straße 40
80333 München

Abbildungen:

- 88/2025: Fernande und Humberto Campana, Spiegel Jubilè, 2023.
Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (K. Mewes).
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026

- Zoe Leonard, Mirror no. 2 (Metropolitan Museum), 1990, Silbergelatineabzug, 105,2 x 71,2 cm,
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Inv.-Nr. 16430,
© Zoe Leonard, courtesy the artist, Galerie Gisela Capitain, Cologne, and Hauser & Wirth, New York
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Montag 22.12.2025
Franz Marc Museum: Neuzugang in der Sammlung: Franz Marc, Verschneiter Wald (1909)
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Neuzugang in der Sammlung: Franz Marc, Verschneiter Wald (1909)

Mit Verschneiter Wald (1909) erweitert das Franz Marc Museum in Kochel am See seine Sammlung um ein Schlüsselwerk aus Marcs früher Schaffensphase. Das Gemälde war bereits in der ersten Ausstellung des Künstlers in der Münchner Kunsthandlung Brakl zu sehen und lässt
in seiner verdichteten, existenziell aufgeladenen Naturauffassung und der expressiven Farbigkeit Marcs Bewunderung für Edvard Munch deutlich werden.
Franz Marc (1880–1916) zählt zu den prägenden Figuren des deutschen Expressionismus. Seine außergewöhnliche künstlerische Begabung und sein früher Tod im Ersten Weltkrieg haben maßgeblich zu seiner Mythisierung beigetragen. Als Marc 1916 im Alter von nur 36 Jahren bei Verdun fällt, ist seine herausragende Bedeutung für den Blauen Reiter und für die Kunst der Moderne bereits etabliert. Die Grundlagen dafür werden jedoch in den Jahren zuvor gelegt, insbesondere zwischen 1909 und 1911. In dieser Phase entwickelt Marc über Tier- und Landschaftsdarstellungen eine eigene Motivik, in der Natur als idealisierte, zugleich aber fragile Einheit von Tier- und Pflanzenwelt erscheint. Die Malerei löst sich zunehmend von der naturalistischen Wiedergabe und folgt stattdessen einer inneren, geistigen Ordnung. Ein Entscheidender Schritt ist dabei die Abkehr von der Gegenstandsfarbe zugunsten einer autonomen Ausdrucksfarbe, die nicht mehr an das Sichtbare gebunden ist, sondern dem künstlerischen Ausdruckswillen folgt.
Verschneiter Wald nimmt innerhalb dieser Entwicklung eine Schlüsselstellung ein. Das Gemälde zeigt keinen weiten Landschaftsraum, sondern einen stark verdichteten, nahsichtigen Ausschnitt eines winterlichen Waldes. In expressiv pastelligen Farbwerten setzt Marc hellgrüne und violette
Baumstämme gegen das strahlende Weiß des Schnees. Durch die extreme Nähe zum Motiv und die ausgeprägte Ausschnitthaftigkeit entsteht ein dynamisches Liniengefüge, das die Grenze zwischen Figuration und Abstraktion bereits deutlich überschreitet. Die Natur erscheint nicht als ruhiger Rückzugsort, sondern als vibrierender, innerlich aufgeladener Raum.
In dieser gesteigerten Expressivität wird Marcs intensive Rezeption der zeitgenössischen Moderne spürbar. Insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Werk Edvard Munchs wirkt hier prägend. Wie bei Munch wird Natur nicht als äußerer Schauplatz verstanden, sondern als Projektionsfläche innerer Zustände. Diese künstlerische Haltung – weniger als stilistisches Vorbild denn als geistige Nähe – lässt
sich in der emotionalen Verdichtung und der eigenständigen Farbdramaturgie von Verschneiter Wald klar nachvollziehen.
„Wir sind unglaublich dankbar, dass wir mit Verschneiter Wald ein Schlüsselwerk aus dem Frühwerk von Franz Marc in die Sammlung aufnehmen können. Es verdichtet auf eindrucksvolle Weise seine frühe Suche nach einer eigenständigen Bildsprache und macht zugleich die internationalen Impulse seiner Kunst, insbesondere die Nähe zu Edvard Munch, unmittelbar erfahrbar“, sagt Jessica Keilholz-Busch, Direktorin des Franz Marc Museums.
Der Neuzugang erlaubt es, die Jahre 1909 und 1910 als formative Übergangsphase im Œuvre von Franz Marc neu zu bewerten. Gerade diese frühen Landschaften und Tierdarstellungen bilden die Voraussetzung für die ikonischen Werke des Künstlers, etwa die berühmten Pferdebilder ab 1910, in denen Marc seine progressivste und heute bekannteste Bildsprache entfaltet.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10,
82431 Kochel am See

Abbildung:?
- Franz Marc, Verschneiter Wald, 1909,?
Öl auf Leinwand, 60,5 x 84 cm,?
Dauerleihgabe der Stiftung Etta und Otto Stangl
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Donnerstag 18.12.2025
München Literaturhaus: TOVE JANSSON: »DIE WELT DER MUMINS«
TOVE JANSSON: »DIE WELT DER MUMINS«

Ausstellung vom 18. Dezember 2025 bis 12. April 2026
Literaturhaus München

»Alles ist sehr ungewiss, und gerade das finde ich beruhigend.« (Tove Jansson »Winter im Mumintal«)

Vor 80 Jahren erfand die finnische Künstlerin Tove Jansson die Mumins, die kultigen rundlichen Trolle, die derzeit weltweit gefeiert werden. Ihre Geschichten sind ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. Das Literaturhaus München stellt sie erstmals in einer großen Ausstellung vor.

Im Mumintal regieren Geborgenheit, Freundschaft und Humor, aber auch eine Prise Anarchie und Rebellion, dazu jener satirische Esprit, dem Tove Jansson in den Dreißiger- und Vierzigerjahren ihren Erfolg als politische Karikaturistin verdankte.

Diese Mischung, fern jeder aufgesetzten Idylle, dabei voller Poesie und Eigensinn, bezaubert Erwachsene und Kinder gleichermaßen: Sie spricht das innere Kind im Erwachsenen an, freut Nostalgiker, die mit den Mumins aufgewachsen sind und beflügelt bei Kindern jene Vorstellungskraft, die intellektuell nicht unterfordert werden möchte. Das Finstere und das Helle, das Katastrophale und das Komische erscheinen hier in einem Gleichgewicht, das keinem Zeitgeist verhaftet ist, aber ganz besonders in unsere Epoche passt.

In der Ausstellung können Mumin, Schnüferl, Schnupferich, die kleine Mü und viele andere Figuren mit ihren Geschichten voller Geheimnisse, Überraschungen und Abenteuer erlebt werden. Originalillustrationen, Animationen und interaktive Stationen laden ein, die Welt der Mumins zu entdecken.

Literaturhaus München
Salvatorplatz 1,
80333 München

Abbildungen:

- Mumins mit Mümmla
© Moomin Characters

- Muminmutter
© Moomin Characters

- Muminvater
© Moomin Characters

- »Dann trat die kleine Mü aus der Höhle, um den Winter in Besitz zu nehmen. Als Erstes rutschte sie auf dem vereisten Felsen aus und landete sehr hart auf dem Hintern.« (Aus: Winter im Mumintal)
© Moomin Characters
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Mittwoch 10.12.2025
Murnau: Erna und Carl Rabus - Die Fotografin und der Maler
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Erna und Carl Rabus
Die Fotografin und der Maler

Ausstellung vom 10. Dezember 2025 bis 12. April 2026
Schlossmuseum Murnau

2006 zeigte das Schloßmuseum Murnau eine Sonderausstellung zu dem Künstler Carl Rabus (Kempten 1898–Murnau 1983), der zwischen 1974 und 1983 zusammen mit seiner Frau in Murnau am Staffelsee gelebt hatte. Erna Rabus, geb. Adler (Wien 1913–Murnau 2007), machte damals dem Schloßmuseum das Werk ihres Mannes sowie private Dokumente vollumfänglich zugänglich. Die Ausstellung widmete sich Carl Rabus‘ Anfangsjahren als Illustrator, seinen Gemälden und späteren Hinterglasbildern sowie darüber hinaus seinem Kontakt zu Gabriele Münter, die ihn Mitte der 1920er-Jahre in Berlin mehrfach porträtiert hatte.

Die Ausstellung 2025 rückt nun das künstlerische Schaffen der Porträtfotografin erstmals in den Vordergrund und neben das Werk ihres Mannes. Die Ausstellung gibt gleichzeitig Einblick in das bewegte Leben der beiden Künstler, das von Verfolgung und Flucht geprägt war.

Bereits als junge Frau, Assistentin der Fotografinnen Trude Geiringer (1890–1981) und Dora Horovitz (1894–1959), musste Erna Adler 1937 aus Wien ins Exil fliehen. Sie ging nach Antwerpen und später nach Brüssel, wo sie bis 1940 unter dem Pseudonym Eva Simon als Porträtfotografin arbeitete und wohin ihr Carl Rabus, den sie 1930 in Wien kennengelernt hatte, folgte. Erna erwies sich dabei auch als Fotografin, die mit Leidenschaft Momente des täglichen sozialen Lebens festhielt, insbesondere in Ostende und während ihrer zahlreichen Reisen in die Welt. Beide verbrachten mehrere Monate in Ostende, wo sie u. a. James Ensor in seinem Atelier besuchten und Felix Nussbaum begegneten. Im Mai 1940, nachdem die deutsche Wehrmacht Belgien besetzt hatte, wurden beide verhaftet. Erna Adler verlor ihre gesamte Fotoausrüstung, die die Gestapo beschlagnahmte. Immerhin wurde sie wieder freigelassen und lebte anschließend im belgischen Untergrund. Carl Rabus wurde in das südfranzösische Internierungslager Saint-Cyprien verbracht. Als das Lager aufgrund seiner desaströsen Zustände im Dezember 1940 geschlossen wurde, konnte er nach Brüssel zurückkehren. 1942 wurde er unter dem Vorwurf der „Rassenschande“ erneut festgenommen und in Wien inhaftiert. Vorzeitig entlassen aus dem Gefängnis und nach Belgien zurückgekehrt, heirateten Carl und Erna am 25. November 1944. Erst 1945 konnte Erna Rabus ihre Arbeit als Fotografin wiederaufnehmen. Auch Carl Rabus begann erneut zu arbeiten und setzte sich in dem berühmten Holzschnittzyklus „Passion 1940/45“ mit seinen Lagererfahrungen auseinander.

Mit Werken aus der Sammlung Karl Grosselfinger und Fotografien aus dem Nachlass Rabus gibt die Ausstellung Einblick in das bewegte Schicksal zweier Künstler, die in unverbrüchlicher Liebe und Wertschätzung für das Werk des anderen das Schicksal ihrer Generation durchlebten.

Schlossmuseum Murnau
Schloßhof 2-5,
82418 Murnau a. Staffelsee

Abbildungen:

- Carl Rabus, Dalmatien, Öl auf Leinwand, 1936,
Sammlung Karl Grosselfinger

- Carl Rabus, Fischerboote vor braunem Haus, Ostende 1938/39,
Öl auf Leinwand,
Sammlung Karl Grosselfinger

- Carl Rabus, Selbstbildnis, Ende der 1920er-Jahre,
Öl auf Hartfaserplatte,
Sammlung Karl Grosselfinger

- Carl Rabus, Ruhende Frau,
Öl auf Leinwand, undatiert,
Sammlung Karl Grosselfinger

- Erna Adler liegend, fotografiert von Carl Rabus,
undatiert, Privatbesitz
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