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1. Münchner Stadtmuseum erhält Schenkung der Fotografin Ann Mandelbaum
2. Jan Konrad - Impressionen Pyrénées-Atlantiques
3. Bruno Konrad (1930-2007)
4. Buchheim Museum: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Mo...
5. München Kunsthalle: JR. CHRONICLES
6. Buchheim Museum Bernried: Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!
Mittwoch 16.11.2022
Münchner Stadtmuseum erhält Schenkung der Fotografin Ann Mandelbaum
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Die international renommierte Fotografin Ann Mandelbaum (*1945) schenkt der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums ein bedeutendes Konvolut von 88 Originalarbeiten aus ihrem Schaffen zwischen 1989 und 2022. Die Schenkung schließt in der Sammlung Fotografie eine Lücke im Bereich der zeitgenössischen Fotografie. Mandelbaums Werk wird oft mit dem Surrealismus in Verbindung gesetzt, es weist jedoch weit darüber hinaus und ist zwischen so heterogenen Genres wie Body Art und Stillleben zu verorten. Mandelbaums Erkundung der körperlichen Sensationen ist in der Geschichte und Gegenwart des Mediums Fotografie einzigartig. Zum Anlass der Schenkung erscheint ein Künstlerbuch.

"Ann Mandelbaums fotografisches Werk zeichnet sich durch einen immer neuen Blick auf den Körper und dessen Fragmente aus und ist in dieser Hinsicht einzigartig. Wir freuen uns über ihr Vertrauen, der Stadt München diese wertvolle Schenkung zu überlassen. In der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums ist dieses Konvolut in besten Händen."
Anton Biebl, Kulturreferent der Landeshauptstadt München

Die in New York lebende Künstlerin Ann Mandelbaum arbeitet seit vier Jahrzehnten mit der Kamera und plastischen Materialien, aus denen ihre skulpturalen Arbeiten entstehen. Ihr Werk beschäftigt sich mit der Präsenz und den Erfahrungen des Körperlichen und der Wandelbarkeit der Materie. Ob es die Vertigo-Perspektiven in einer Toilettenschüssel oder entlang des eigenen Körpers sind, die Darstellungen von Haaren, die sich wie Magnetfelder aufstellen, oder die Latex-Abgüsse von Körperteilen – viele Motive wirken erotisch aufgeladen, jedoch nie im konventionellen Sinn. Die Form des Fragmentarischen animiert die Betrachtenden dazu, das Unvollständige des Gebildes mit Hilfe der eigenen Einbildungskraft zu ergänzen. Ann Mandelbaums Bildwelt umspannt die Geschichte des Mediums, einschließlich des Fotogramms und Surrealismus. Indem sie Techniken der Bildhauerei, Collage und Zeichnung einbezieht, erfindet Mandelbaum eine mehrdeutige und sinnliche Sprache voller Überraschungen.

"Die Kamera ist wirklich ein magisches Werkzeug, mehr als jedes andere Medium. Es trifft das Nervensystem eines Betrachters [um einen Satz von Francis Bacon zu leihen] und die "Linse", die immer zumindest ein kleines Stück Realität erfasst, kann uns sofort "fesseln" und engagieren, ohne dass wir überhaupt verstehen, warum."
Ann Mandelbaum

Ann Mandelbaum lehrte mehrere Jahrzehnte am Pratt Institute in New York als Professorin für Fotografie. Ihre Arbeiten wurden in internationalen Einzelausstellungen gezeigt und befinden sich in zahlreichen amerikanischen und europäischen Sammlungen. Bereits 1999 zeigte das Münchner Stadtmuseum eine große Einzelausstellung. Mandelbaum lebt in Brooklyn und Costa Rica.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Abbildungen:

1. Ann Mandelbaum, Matter II #11, 2008 © Ann Mandelbaum

2. Ann Mandelbaum, Matter II #01, 2002 © Ann Mandelbaum

3. Ann Mandelbaum, Matter I #21, 2000 © Ann Mandelbaum

4. Ann Mandelbaum, Matter I #06, 1996 © Ann Mandelbaum
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Freitag 14.10.2022
Jan Konrad - Impressionen Pyrénées-Atlantiques
Jan Konrad (Fotograf)

- geboren 1982 in Leipzig
- Studium der Physik in München
- lebt in München

Weitere Arbeiten unter: jkonrad.eu

Abbildungen:
- Surfer 1 (Guethary)
- Surfer 2 (Guethary)
- Surfer Biarritz
- Bayonne
- Biarritz
- Pilota Bidart

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Montag 15.08.2022
Bruno Konrad (1930-2007)
Vita Bruno Konrad

Bruno Konrad (* 13. Dezember 1930 in Kaunas, Litauen; † 25. März 2007 in Höckendorf bei Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker. Von 1985 bis 1994 war er Professor für Grafik.


Nach dem Erlernen des Bäckerhandwerks und einer kurzen Tätigkeit als Plakatmaler ging er 1954 nach Dresden und bereitete sich an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät auf ein künstlerisches Studium vor. 1957 bis 1962 studierte er Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er erhielt 1963 den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Nach seinem Studium arbeitete er zwei Jahre als freischaffender Künstler und dann als Aspirant bei Rudolf Bergander. Anschließend lehrte er seit 1965 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1985 wurde er zum Professor für Grafik berufen. Als Dozent sowie als Mitglied der Prüfungskommission war er auch für das Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum tätig.

Ab 1994 lebte Konrad bis 2007 in Höckendorf.
Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.



Abbildungen:

1. Ohne Titel, 1993
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
70 x 35cm

2. Paar, 2000
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
48 x 69cm

3. Sitzende
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
49 x 70cm

4. Komposition V
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
54 x 68cm

5. Schlafendes Tier, 1993,
Aquarell mit Tusche auf Chinapapier
45 x 58cm

6. Schatten, 2004
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
45 x 67cm

7. Höckendorf I
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
58 x 72cm

8. Köpfe, 1993
Aquarell und Tusche auf Chinapapier
55 x 70cm
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Sonntag 17.07.2022
Buchheim Museum: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Moderne
Buchheim Museum Bernried: BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Moderne
im Buchheim Museum

Ausstellung vom vom 16. Juli bis 13. November 2022

Die neue Ausstellung im Buchheim Museum setzt »Brücke« und »Blauer Reiter«, die beiden führenden Gruppen des deutschen Expressionismus, in Dialog miteinander. Noch nie zuvor hat es eine in Qualität und Quantität vergleichbare Ausstellung mit einer
Gegenüberstellung dieser beiden Pioniere der Moderne in Deutschland gegeben. Bernried. Ab dem 16. Juli stehen sich die Hauptwerke der beiden tonangebenden Gruppen des Expressionismus – ›Brücke‹ und ›Blauer Reiter‹ – im Buchheim Museum in einem üppigen und intensivem Dialog gegenüber, der in Umfang und Qualität seinesgleichen sucht.
„Diese Ausstellung ist so besonders, weil sie erstmals konsequent die beiden wichtigsten Künstlergruppen der Moderne in Deutschland, die ›Brücke‹ und den ›Blauen Reiter‹ in Dialog zueinander setzt,“ erklärt Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums.
„Gleichzeitig bietet sie eine Neusichtung des deutschen Expressionismus unter Berücksichtigung jüngster Erkenntnisse aus Kunstgeschichte, postkolonialer Zeitgeschichte, Gender Studies und Nationalismus-Forschung“, so Schreiber.
Die Bilderschau konnte auf diesem hohen Niveau nur durch eine Kooperation des Buchheim Museums mit den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Von der Heydt-Museum Wuppertal gelingen. Alle drei Partner haben Werke aus ihren umfangreichen Expressionistenbeständen zu der Wanderausstellung beigesteuert. Prominente Leihgaben aus europäischen Museen und Privatsammlungen ergänzen die Präsentation. Insgesamt 200 Exponaten von »Brücke« und »Blauem Reiter« sind so zusammengekommen, darunter 100 Gemälde.
Vertreten sind Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Fritz Bleyl für die »Brücke« sowie Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Paul Klee für den »Blauen Reiter«.
Die Ausstellung »Brücke + Blauer Reiter« hinterfragt gewohnte Interpretationen. Bei allen Gemeinsamkeiten der Künstler*innen, die sich kennen, besuchen, schätzen, verachten, miteinander ausstellen und gemeinsam gegen die Konventionen des Kunstbetriebs aufbegehren, gibt es auch augenfällige Unterschiede: Manche entwickeln ihren expressionistischen Stil näher an der Wirklichkeit, andere suchen reine Formen.
Aber stimmt die von der Kunstgeschichte aufgestellte Gleichung wirklich: »Brücke« = figurativ; »Blauer Reiter« = abstrakt? Die vergleichende Präsentation im Buchheim Museum lädt dazu ein, diese Trennlinien neu abzustecken. Die Ausstellung und ihr im Wienand-Verlag
erschienener Katalog erschließen das Thema für eine neue Generation Kunstinteressierter.
Unter vielen verschiedenen Aspekten bieten sie eine Neusichtung von »Brücke« und »Blauem Reiter« auf der Höhe unserer Zeit.


»Brücke«
Die »Brücke« wird 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl gegründet. Ziel ist eine unkonventionelle, unmittelbare Ausdruckskunst. Bevorzugte Motive sind Landschaften und Akte. 1906 kommen Max Pechstein und für ein Jahr Emil Nolde hinzu, 1910 Otto Mueller. Zunächst folgen sie dem Impressionismus. Um 1907 entwickeln sie einen »monumentalen« Impressionismus, der sich um 1910 mit markanten Farbkontrasten und formalen Reduktionen zu einem expressionistischen Gruppenstil steigert. 1911 ziehen alle Mitglieder nach Berlin. Ende 1911 stellen »Brücke« und »Blauer Reiter« gemeinsam bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. 1912 beteiligt sich die »Brücke« an der zweiten Ausstellung des »Blauen Reiters« in München. 1912 wird Pechstein ausgeschlossen. Im Mai 1913 löst sich die Gruppe auf. Die »Brücke« gilt als Ursprung des deutschen Expressionismus und somit als
Initial der Moderne in Deutschland.

»Der Blaue Reiter«
Im Juni 1911 gründen Wassily Kandinsky und Franz Marc eine Redaktionsgemeinschaft, die ab September »Der Blaue Reiter« heißt. Im November 1911 stellen Kandinsky, Marc sowie Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Marianne Werefkin mit den »Brücke«-Künstlern bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. Am 3. Dezember 1911 treten Kandinsky, Münter und Marc aus der »Neue Künstlervereinigung München« aus. Sie firmieren nun als »Der Blaue Reiter«. Heinrich Campendonk, August Macke und Paul Klee kommen dazu. Werefkin und Jawlensky folgen ein Jahr später. Ende 1911 wird die erste Ausstellung des »Blauen Reiters« eröffnet. Die zweite folgt 1912. An ihr nimmt auch die »Brücke« teil. Im Mai 1912 geben Kandinsky und Marc den Almanach »Der Blaue Reiter« heraus, in dem es zeitübergreifend und weltweit um expressive Kunst geht. Der »Blaue Reiter« ist ein loser Verbund, der das expressionistische Spektrum zwischen Abstraktion und Figuration umfasst.
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 löst er sich auf.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildungen:

- Alexej von Jawlensky
Mädchen mit Pfingstrosen, 1909
Öl auf Pappe, auf Sperrholz
Kunst- und Museumsverein im Von der Heydt – Museum Wuppertal
Foto: Linda Inconi-Jansen 2022

- Karl Schmidt-Rottluff
Lesende (Else Lasker-Schüler), 1912
Öl auf Leinwand
Sammlung Hermann Gerlinger im Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Foto: Archiv Hermann Gerlinger, Klaus E. Götz, Halle
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Donnerstag 30.06.2022
München Kunsthalle: JR. CHRONICLES
26. August 2022 bis 15. Januar 2023
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JR: CHRONICLES

Ausstellung Kunsthalle München
26. August 2022 bis 15. Januar 2023

Die Kunsthalle München zeigt mit JR: Chronicles die bisher größte Retrospektive des französischen Künstlers JR (*1983) in Deutschland. Seine Ausstellungsorte sind eigentlich die Straßen dieser Welt. Dort erregt er auch Aufmerksamkeit bei jenen, die sonst keine Museen besuchen. Berühmt wurde JR durch Fotografien unbekannter Personen, die er in zum Teil monumentalen Formaten auf Häuserfronten, Eisenbahnzüge, Containerschiffe oder Grenzmauern plakatiert. Im Fokus stehen oft Menschen, deren Würde und Rechte übergangen werden. Ihnen verleiht JR mit seiner Kunst auf ebenso scharfsinnige wie einfühlsame Weise Sichtbarkeit. Seine wahre Identität hält JR bewusst geheim, firmiert nur unter seinen Initialen und tritt stets mit Sonnenbrille und Hut auf. Im Vordergrund steht nicht seine Person, sondern seine Werke; deren Interpretation überlässt er den Porträtierten und den Vorbeigehenden. Mit seiner Arbeit möchte JR keine Antworten vorgeben, sondern vielmehr Fragen aufwerfen und die Menschen zum Dialog anregen.
Anhand von ausgewählten Fotografien, Videos, Modellen und großflächigen Plakatierungen (Pastings) macht die multimediale Ausstellung, welche vom Brooklyn Museum organisiert wurde, JRs nur auf begrenzte Dauer angelegte Projekte nochmals erlebbar. Für die Kunsthalle München
entwirft JR zudem ein Trompe-l’Œil, das die Museumsmauern zu durchbrechen scheint und den Blick auf sein eigentliches Tätigkeitsfeld, den urbanen Raum, öffnet.

»Ich besitze die größte Galerie der Welt – die Mauern der Stadt!«

Bereits mit 18 Jahren begann JR, Aktionen von befreundeten Graffiti-Künstler:innen und Jugendlichen zu fotografieren und im öffentlichen Raum auszustellen: Für Expo 2 Rue (2001–04) plakatierte er Papierkopien seiner Bilder an verschiedenen Orten in und um Paris und verschaffte
seiner Community damit Sichtbarkeit in der Stadt. In Portrait of a Generation (2004–06) rückte er zusammen mit seinem Freund, dem Filmemacher Ladj Ly, Jugendliche aus den Sozialwohnanlagen der Pariser Banlieues in den Mittelpunkt. Auf den Porträts verziehen sie ihre Gesichter zu skurrilen Fratzen, um auf die klischeehafte und vorurteilsbehaftete Darstellung junger Menschen aus sozialen Brennpunkten in den Medien aufmerksam zu machen.
Ab Mitte der 2000er-Jahre erweiterte JR seinen Wirkungskreis mit Projekten in der ganzen Welt. Seine erste Reise führte ihn 2005 nach Israel und Palästina. Dort fotografierte er Menschen, die denselben Beruf ausübten. Face 2 Face zeigte ihre Porträts paarweise, je eine Person aus Palästina und Israel, ebenbürtig nebeneinander in beiden Ländern. Mit Plakatierungen auf der Grenzmauer sowie unter anderem in Bethlehem, Tel Aviv und Jerusalem war es die bis dato größte illegale Fotoausstellung. Für das Projekt Women are Heroes (2008–14) ging JR anschließend nach Brasilien, Lybien, Sierra Leone, Kenia, Indien und Kambodscha, wo er mit seinen Pastings die Rolle von Frauen als Stützen der Gesellschaft würdigte. In mehreren Städten, darunter Shanghai, Havanna und Berlin, widmete sich JR in The Wrinkels of the City (2008–15) der älteren Generation, deren Falten – ebenso wie die Fassaden der Häuser, auf die er ihre Bildnisse plakatierte – von gelebter Geschichte zeugen.
Immer wieder geht es JR auch um das Überwinden von physischen Grenzen. Sei es 2017 mit Giants, Kikito, bei welchem die überdimensionale Fotografie eines Kleinkinds aus Mexiko neugierig über den Grenzzaun Richtung USA blickt, oder in einer seiner jüngsten Unternehmungen, Tehachapi (2019–20), bei der er gemeinsam mit den Insassen eines kalifornischen Hochsicherheitsgefängnisses ein Projekt umsetzte. Den zentralen Raum der Ausstellung nehmen JRs Chronicles ein: raumgreifende, aus hunderten Porträts zusammengesetzte Fotocollagen, die den Facettenreichtum der Menschen anzudeuten versuchen, die in all ihrer Unterschiedlichkeit die komplexe Gemeinschaft einer Community oder einer Stadt ausmachen.

Inside Out
Im letzten Raum der Ausstellung wird mit Inside Out eines der größten partizipativen Kunstprojekte der Welt präsentiert. Seit seinem Start 2011 nahmen mehr als 400.000 Menschen in knapp 140 Ländern daran teil. Das Projekt unterstützt Initiativen von Privatpersonen und Institutionen
dabei, ihren Anliegen Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Im September 2022 macht im Rahmen der Ausstellung einer von JRs zum mobilen Fotostudio umgebauten Trucks an verschiedenen Orten in München Halt. Alle Münchner:innen sind dazu eingeladen, für das Projekt Kunst & Kultur für alle Gesicht zu bekennen. Ihre Porträts werden im Truck aufgenommen, gedruckt und vor Ort direkt plakatiert. Weitere

Informationen zum Projekt sind demnächst unter www.kunsthalle-muc.de verfügbar.

Die Ausstellung wurde organisiert vom Brooklyn Museum, New York. Sie wurde kuratiert von Sharon Matt Atkins, Deputy Director for Art, und Drew Sawyer, Philip Leonian und Edith Rosenbaum Leonian Curator, Photography, Brooklyn Museum.Mit rund 350.000 Besucher*innen jährlich ist die Kunsthalle München eines der renommiertesten Ausstellungshäuser Deutschlands. Hier, im Herzen der Münchner Innenstadt, werden pro
Jahr drei große Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen gezeigt. Rund 1.200 m² Ausstellungsfläche sind mit modernster Museumstechnik ausgestattet und bieten Kunstwerken verschiedenster Gattungen eine würdige Plattform, sei es Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk, Design oder Mode. Monografische Ausstellungen und thematische Projekte wechseln sich dabei ab, aber auch interdisziplinäre Ansätze finden im vielseitigen Programm der Kunsthalle München ihren Platz.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München

Abbildungen:

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
Giants, Kikito and the Border Patrol, Tecate, Mexico–U.S.A., 2017
Installationsansicht. Wheat-paste Poster.
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Hold-up, Ladj Ly by JR, Les Bosquets, Montfermeil, 2004
Schwarz-Weiß-Fotografie
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Araba, 2004
Installationsansicht. Wheat-paste Poster auf Hauswand
© JR-ART.NET

- JR (geb. in Frankreich, 1983)
28 Millimeters, Portrait of a Generation, Byron, Paris, 20ème arrondissement, 2004
Installationsansicht. Wheat-paste Poster auf Hauswand
© JR-ART.NET
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Dienstag 22.03.2022
Buchheim Museum Bernried: Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!
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Prominente Gäste in Bernried eingetroffen!

Bernried am Starnberger See, 21.3.12022
Zwei große Bronzeplastiken haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen dem Buchheim Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt: »Miracolo«, eine Reiterplastik aus den Jahren 1961-62 von Marino Marini; und »Aglaia«, eine Mädchenfigur von Toni Stadler von 1961. Durch ihre Aufstellung vor der Neuen Pinakothek in München haben die Werke große Bekanntheit erlangt. Nun müssen sie den dortigen Sanierungsarbeiten weichen. Für die nächsten Jahre haben sie am Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger eine Bleibe gefunden.
Bereits am 16. März 2022 sind die beiden Schwergewichte in Bernried angekommen. Dank der »tatkräftigen Hilfe der örtlichen Nachbarschaft« sei die Installation »ein Kinderspiel« gewesen, meint der Restaurator Florian Schwemer vom Doerner Institut, der den Transport als Kurier begleitete. Das Hofgut Bernried hatte mit einem großen Traktor die Aktion unterstützt. »Sie haben sich in ihrer neuen Umgebung bereits gut eingelebt«, freut sich Museumsdirektor Daniel J. Schreiber. In trefflicher Nähe zu Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alexej von Jawlensky und den anderen deutschen Expressionisten im Buchheim Museum warten die beiden prominenten Gäste aus München auf neue Freunde und alte Bekannte aus der Landeshauptstadt.
Die Plastik »Miracolo« (Wunder) von Marino Marini (1901-1980) hat direkt vor dem Museumseingang ihren Platz gefunden. Sie bringt in Lebensgröße ein niedergehendes Pferd mit einem sich halten wollenden Reiter zur Darstellung. In kraftvoller Abstraktion wird das dramatische Zusammenspiel stürzender und aufbäumender Kräfte inszeniert. Der ausladende Vorplatz des von Günter Behnisch geplanten Buchheim Museums bietet dem dynamischen Werk des italienischen Künstlers eine fantastische Bühne. Im Übrigen ist Marino Marini im Buchheim Museum kein Fremder, befindet sich doch in der Sammlung ein Konvolut von Papierarbeiten zum selben Bildthema.
Die leicht beschürzte Liegende des Münchner Bildhauers Toni Stadler (1888-1982) können die Museumsgänger fast in gewohnter Weise bewundern. Streckte sich die Plastik mit ihren anschwellenden Volumina zuvor in dem Bassin des Brunnens vor der Museumsgastronomie der Neuen Pinakothek aus, so lagert sie nun vor dem »Café Buffi« in einer Blumenwiese am Ufer des Starnberger Sees. Bei Museumsgründer Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) und Toni Stadler finden sich zahlreiche biografische Parallelen: Beide studierten an der Akademie der Bildenden Künste München, beide waren in der Zeit des Nationalsozialismus hoch geachtete Künstler, und beide knüpften in den Nachkriegsjahren wieder an den figurativen Expressionismus der klassischen Moderne an, dieser als Sammler und Maler, jener als Bildhauer.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See



Abbildungen:

- Marino Marini, Miracolo, 1961-1962, Bronze 169 x 128 x 280 cm
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto Buchheim Museum

- Toni Stadler, Aglaia, 1961, Bronze, 97 x 208 x 96
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto Florian Schwemer
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