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Start: Sonntag 22.01.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 25.06.2023
Tegernsee: Olaf Gulbransson. In Öl gezeichnet.
Bilder
Olaf Gulbransson. In Öl gezeichnet.

Ausstellung vom 22. Januar bis 25. Juni 2023
Olaf Gulbransson Museum, Tegernsee

„In Öl gezeichnet“: diese ganz eigene Beschreibung seiner Malweise, die Olaf Gulbransson bei einem seiner Werke handschriftlich über seine Signatur setzte, erfasst am besten das Konzept der Ausstellung, welche die Olaf Gulbransson Gesellschaft zum 150. Geburtstag des großen norwegischen Künstlers realisiert, der als Zeichner berühmt und als Künstlerpersönlichkeit legendär war. Berühmt ist Gulbransson vor allem wegen seiner typischen „Linienzeichnungen“, die er über vier Jahrzehnte, von 1902 bis 1944, für das sozial-politische Wochenjournal Simplicissimus anfertigte – die fließende Linie sowie das Weglassen von Nebensächlichem bis an die Grenze des Gegenstandslosen stehen für seine einzigartige Zeichenkunst. Mit ihr prägte er nachhaltig das Erscheinungsbild des Simplicissimus und seine Karikaturzeichnungen, die auch als Titelblätter erschienen, galten wegen ihrer hohen künstlerischen Ausdruckskraft bald auch international als stilbildend. Aus diesem umfangreichen Schaffen sind in der Ausstellung 14 herausragende Zeichnungen zu sehen, die auch heute noch nichts an ihrer Eindringlichkeit und Bildgewalt verloren haben. Bewundern lässt sich auch die gezielt gesetzte flächige Farbigkeit, die in dieser Intensität und Frische nicht im Simplicissimus erscheint, da es hierfür noch nicht die technischen Druckvoraussetzungen am Anfang des 20. Jahrhunderts gab. Gulbranssons Oeuvre der Öl-Malerei ist weniger bekannt und wird in unserer Ausstellung in den Mittelpunkt gestellt. Unter 28 malerischen Werken, die zwischen 1916 und 1949 entstanden, befinden sich zahlreiche aus Privatbesitz, die teilweise zum ersten Mal ausgestellt werden. 9 Werke kommen aus dem Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Auch in Gulbranssons Malerei spielt die gezeichnete Linie eine wichtige Rolle, denn fast immer hat der Künstler mit Bleistift in die noch nicht ganz eingetrocknete Ölfarbe wesentliche Linien hineingezeichnet und damit stark reduzierte, fast abstrakte Kompositionen zu Landschaften oder Stillleben komponiert, auch Porträts entstanden auf diese Weise. Es sind überraschend feinfühlige Werke, die auf eine tiefe Naturverbundenheit und große Empfindsamkeit gegenüber seiner Umwelt hinweisen. Sie offenbaren auch die Vielseitigkeit eines Künstlers, der exzessiv im Münchner Schwabing feiern konnte, aber auch bewusst stille Rückzugsorte in der Natur suchte: Sein Vater sei ein Seehund und die Mutter eine Trollfrau, pflegte er über sich zu sagen. Was für ein spannender und eigenständiger Maler, abseits der Wege der Kunstgeschichte, Olaf Gulbransson war, lässt sich in dieser Ausstellung wunderbar entdecken. Kuratiert von Michael Beck; mit Ausstellungstexten von Dr. Gerd Holzheimer, dem Autor von "Olaf Gulbransson. Eine Biographie“, 2021 Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm, thematischen Führungen mit der Kulturjournalistin Sonja Still und einer spannenden Bilderjagd für Kinder begleitet. Die Kunstakademie Tegernsee bietet des Weiteren praxisbezogene Kurse an.

Olaf Gulbransson Museum, Tegernsee
Kurgarten 5,
83684 Tegernsee

Abbildung:

- Olaf Gulbransson, Holzscheit im Schnee vor dem Hirschberg, 1947
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Start: Freitag 27.01.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 30.07.2023
München: KARRABING FILM COLLECTIVE
Bilder
Bilder
KARRABING FILM COLLECTIVE

Ausstellung vom 27. Januar 2023 bis 30. Juli 2023
München: haus der Kunst

Mit „Wonderland“ zeigt das Haus der Kunst ab 27.1.23 die erste umfassende Einzelausstellung des Karrabing Film Collectives in Deutschland, einer Indigenen Künstler*innengruppe aus Australien. Die Ausstellung präsentiert alle wichtigen Filme Karrabings und gewährt Einblick in ihre vielschichtige Arbeitsweise und neue Formen der kollektiven, Indigenen Handlungsfähigkeit. Die basisorientierte Film- und Kunstgruppe wurde 2007 gegründet und versteht ihre gemeinschaftlich produzierten Filme und Installationen als Möglichkeit des Indigenen Widerstands und der Selbstorganisation. Die generationsübergreifende Kooperative besteht aus knapp 50 Mitgliedern, von denen die meisten in der Belyuen-Community im Northern Territory Australiens leben. Ihre häufig als „improvisierter Realismus“ beschriebenen Arbeiten öffnen einen Raum jenseits des klassischen, binären Konzepts von Spielfilm und Dokumentation.

Karrabing schafft mit seinen Werken eine erfinderische, unerwartete und zutiefst ironische Filmsprache, die sich in der Welt des Films und der bildenden Kunst einen Namen gemacht hat. Karrabing, ein Wort aus der Emmiyengal-Sprache, bedeutet „Ebbe“ und verweist auf eine Form der Kollektivität außerhalb staatlich auferlegter Beschränkungen von Sippengemeinschaft oder Landbesitz. Die mit Handkameras und Handys gedrehten Filme parodieren oft alltägliche Szenarien und Hindernisse, mit denen die Mitglieder des Kollektivs bei Unternehmen und Behörden konfrontiert sind. Darüber hinaus werden Facetten kolonialer Gewalt offengelegt und aktuelle Probleme wie Umweltzerstörung, Landkonflikte und wirtschaftliche Ausbeutung aufgeworfen.

Die Komponenten der Ausstellung – Videos, Klänge, Stimmen und ein umfassender Reader – bieten die Möglichkeit, tiefer in politische, soziale und kulturelle Hintergründe einzutauchen. Es werden zahlreiche Perspektiven auf die Karrabing-Praxis gezeigt und universelle Vorstellungen von hegemonialen Machtverständnissen und Wissensproduktion hinterfragt. Das betrifft sowohl die Dynamik zwischen der Indigenen Bevölkerung und den kolonialen Siedler*innen Australiens, als auch Fragen zur Beziehung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen, zur Erhaltung und Pflege des Landes und des vielfältigen Ökosystems der Erde. „Wonderland“ steht damit im Dialog mit der Ausstellung von Joan Jonas und ihrem jahrzehntelangen Engagement, das Nicht-Menschliche in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis zu stellen.

Die Verwendung von Sprache und Stimme bei Karrabing ist eine Verbindung zu weiteren Projekten am Haus der Kunst, bei denen sich das Thema Sound wie ein roter Faden durchzieht. Karrabing kommunizieren in einer regionalen Kreolsprache, die mit Tonausschnitten und Medienclips ergänzt wird. Dies Interesse an der Verwendung und Manipulation von Klang und Sprache schafft Resonanzen sowohl mit den monatlichen TUNE-Residencies als auch mit den Ausstellungen von Katalin Ladik und Meredith Monk, die von März bis November 2023 in der Nordgalerie zu sehen sein werden.

Präsentiert wird „Wonderland“ in der LSK-Galerie, dem ehemaligen Luftschutzkeller des Museums. Durch die Ausstellung zieht sich die Frage, was aus der filmischen und methodischen Sprache Karrabings über die Elastizität und Durchlässigkeit der heutigen Gesellschaft gelernt werden kann. „Wonderland“ knüpft damit an Tony Cokes‘ „Fragments, or just Moments“ an. Das Haus der Kunst etabliert die LSK-Galerie als Ort, an dem Geschichtsschreibung hinterfragt und überdacht wird, indem aus Ton und bewegten Bildern neue Narrative geformt werden. In der Inszenierung eines bewussten Bruchs mit der Geschichte des Gebäudes manifestiert sich die kritische Auseinandersetzung mit Konzepten von Repräsentation, Zugehörigkeit und kulturellem Gedächtnis. Eingeführt wird ein kollaboratives, vernetztes Modell von Kollektivität, das auf dynamischen Interaktion und kreativem Austausch basiert.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

Abbildungen:

- Still, Day in the Life, Karrabing Film Collective, 2020
© Karrabing Film Collective

- Still, The Jealous One, Karrabing Film Collective, 2017
© Karrabing Film Collective
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Start: Freitag 27.01.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 30.07.2023
Haus der Kunst: Karrabing Film Collective - Wonderland
Bilder
Karrabing Film Collective
Wonderland

Ausstellung vom 27. Januar 2023 bis 30. Juli 2023
Haus der Kunst München

Das Jahr 2023 beginnt im Haus der Kunst mit „Wonderland“, einer umfassenden Ausstellung des Karrabing Film Collective, einer Indigene Künstler*innengruppe aus Australien. Die knapp dreißig Mitglieder des generationenübergreifenden Kollektivs leben überwiegend in Belyuen im Northern Territory Australiens. Ihre Videos und Installationen bilden eine Art des Widerstands und der Selbstorganisation. Karrabings Filme werden von den Künstler*innen selbst als „improvisierter Realismus“ beschrieben. Sie charakterisieren sich durch einen cineastischen Ansatz, der die klassischen, binären Konzepte von Spielfilm und Dokumentation, von Gegenwart und Vergangenheit hinter sich lässt.
Karrabing haben eine erfinderische, unerwartete und zutiefst ironische Filmsprache geschaffen, die sich in der Welt des Films und der bildenden Kunst bereits einen Namen gemacht hat.
Das Haus der Kunst präsentiert alle wichtigen Filme Karrabings und gibt so einen Einblick in die vielschichtige Arbeitsweise des Kollektivs. Die einzelnen Komponenten der Ausstellung — Videos, Klänge, Stimmen sowie ein umfassender Reader — hinterfragen universelle Vorstellungen von hegemonialen Machtverständnissen und Wissensproduktion. „Wonderland“ folgt auf die Ausstellung „Fragments, or just Moments“ von Tony Cokes in der LSK-Galerie. Das Haus der Kunst etabliert die Räume im ehemaligen Luftschutzkeller damit als einen Ort, an welchem Geschichtsschreibung hinterfragt und überdacht wird, indem aus Ton und bewegten Bildern neue Narrative geformt werden.
Kuratiert von Damian Lentini mit Anne Pfautsch.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

Abbildung:

- Karrabing Film Collective
Still, Mermaids, or Aiden in Wonderland, 2018
© Karrabing Film Collective
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Start: Freitag 03.02.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 27.08.2023
München Kunsthalle: FLOWERS FOREVER
Bilder
Bilder
Bilder
FLOWERS FOREVER
Blumen in Kunst und Kultur

Ausstellung vom 3. Februar 2023 bis 27. August 2023
Kunsthalle München

Blumen sind für Mensch und Natur von immenser Bedeutung. Flowers Forever ist die erste Ausstellung, die sich der Kunst- und Kulturgeschichte der Blume vom Altertum bis heute widmet. Mit Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Design, Mode, interaktiven Medieninstallationen sowie
naturwissenschaftlichen Objekten präsentiert die Kunsthalle München einen faszinierenden, thematisch gestalteten und aufwendig inszenierten Parcours: Behandelt wird die Rolle der Blume in Kunst und Wissenschaft, in Mythologie und Religion sowie in Literatur, Politik, Ökonomie und
Ökologie.
Die Präsentation versammelt rund 170 Werke aus internationalen Sammlungen sowie eigens für die Ausstellung entstandene Installationen. Bedeutende Positionen der Kunst- und Designgeschichte treten dabei mit neu zu entdeckenden künstlerischen Ansätzen in einen fruchtbaren Dialog.
Die Ausstellung zeigt Werke von Jan Brueghel dem Jüngeren, Abraham Mignon, Barbara Regina Dietzsch, Lawrence Alma-Tadema, Hannah Höch, Andreas Gursky, Miguel Chevalier, Ann Carrington, Patricia Kaersenhout, Kehinde Wiley, Studio Drift und vielen weiteren Künstler:innen.
Sie alle machen die facettenreiche Kulturgeschichte der Blumen auf eindrückliche Weise erlebbar. Blumen als Inspirationsquelle Kunst und Naturwissenschaft haben sich bei der Darstellung von Blumen stets gegenseitig inspiriert. So wurden Forschungsergebnisse in der Naturwissenschaft mit ebenso kunstvollen wie präzisen Illustrationen versehen. Die Beschäftigung mit den mannigfaltigen Erscheinungsformen von Blüten aus aller Welt regten wiederum Künstler:innen zu floralen Kreationen an, die weit über die rein botanisch korrekte Darstellung hinausgingen. Dabei reflektieren sie das Verhältnis von Kunst, Natur und Wissenschaft und feiern zugleich die Pracht und Vielfalt der Farben und Formen der Blumen.
Vom heiligen Lotus bis zur Nelkenrevolution Blumen besitzen für uns Menschen seit jeher eine große Symbolkraft – sei es in der Mythologie und Religion, in Kunst und Literatur oder Politik. Dass sich die Sinnbilder regional unterscheiden und über die Jahrhunderte immer wieder verändert haben, zeugt davon, dass Menschen den Blumen immer wieder verschiedenste Bedeutungen zuschreiben. Dabei stehen sie unter anderem für das Leben und seine Vergänglichkeit, werden als Freundschafts- oder Liebesbeweis in der zwischenmenschlichen Kommunikation verwendet oder repräsentieren Macht und Widerstand in Politik und Gesellschaft.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München

Abbildungen:

1. Rebecca Louise Law
Community (Installationsansicht), 2018
Toledo Museum of Art, Ohio, USA
© Rebecca Louise Law

2. Olga Wisinger-Florian
Blühender Mohn, 1895/1900
Öl auf Pappe, 70 x 98 cm
Belvedere, Wien
Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

3. Jan Brueghel d. J.
Satire auf die Tulpenmanie, 1640
Öl auf Leinwand, 31 x 49 cm
Frans Hals Museum, Haarlem, erworben mit Unterstützung der Rembrandt-Gesellschaft
Foto: Tom Haartsen
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Start: Freitag 03.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 10.09.2023
Haus der Kunst München: Katalin Ladik. Ooooooooo-pus
Bilder
Katalin Ladik. Ooooooooo-pus

Ausstellung vom 03. März bis 10. September 2023
Haus der Kunst München

Mit „Ooooooooo-pus“ zeigt das Haus der Kunst die erste Überblicksausstellung von Katalin Ladiks Werk (geb. 1942, Novi Sad, ehemaliges Jugoslawien) in Deutschland. Die Künstlerin war in den 1960er Jahren eine Schlüsselfigur der literarischen und künstlerischen Avantgarde von Novi Sad, einer Stadt an der Verbindungstelle von Balkan und Teilen Mittelund Osteuropas. Ladik widmet sich in ihrem Schaffen konkreter und visueller Poesie, Performance und Klang.
Der Körper ist für Ladik der Ursprung von Poesie. Er ist ein Ort der Selbstdarstellung, den sie in ihren Performances seit den 1960er Jahren immer wieder erkundet hat. Mit Happenings, Ritualen und Foto-Performances positionierte sie sich an der Schnittstelle verschiedener etablierter und neuer Performance-Traditionen. Unter Bezugnahme auf folkloristische und mythologische Themen hinterfragt sie mit ihrer Kunst konventionelle Geschlechterrollen, wobei sie ihren Körper und ihre Stimme als Instrument und Medium einsetzt. Ihr Zugang zu Sprache und Poesie wurde durch ihre Mehrsprachigkeit – vor allem serbisch und ungarisch – entscheidend geprägt. Ladik war auch als Film- und Theaterschauspielerin erfolgreich, und verkörperte häufig weibliche Archetypen. 
Katalin Ladiks visuelle Gedichte – Collagen aus Schnittmustern, Notenblättern und gefundenen Objekten wie Platinen von Radios und Küchengeräten – funktionieren auch als Partituren. Sie erforscht damit die Verbindungen zwischen Stimme und Bild und erweitert die Sprache durch phonetische Experimente. Sprache ist das Herz Ladiks künstlerischer Arbeit. Ihre vielschichtige Auffassung von Poesie nimmt auf den Seiten ihrer Bücher, in musikalischen Partituren, durch konkrete Gedichte und in visuellen Collagen Gestalt an. Letztere werden von klanglichen Interpretationen der Künstlerin begleitet und offenbaren ihre außergewöhnliche stimmliche Bandbreite.
Ein weiteres Leitmotiv von Ladiks Arbeiten ist der Klang, der 2023 insgesamt im Programm des Haus der Kunst eine zentrale Rolle spielt. Sound ist ein Bindeglied in Ladiks vielseitigem Werk: Jeder der drei Ausstellungsräume eröffnet eine eigene Klanglandschaft, die alle auf Ladiks visueller und phonischer Poesie basieren und „Ooooooooo-pus“ zu einer Ausstellung machen, die ebenso gehört wie gesehen werden will. Im Einklang mit der nachfolgenden Ausstellung „Meredith Monk. Calling“ etabliert sie ein neues Format für die Präsentation wegweisender künstlerischer Praktiken, die mit Sound arbeiten. 
Für die Ausstellung am Haus der Kunst wird Katalin Ladik zwei neue Werke schaffen: ein skulpturales Gedicht mit Klang und eine Installation, die auf ihrer MultimediaPerformance Alice in Codeland basiert.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

Abbildung:
- Katalin Ladik
Poemim, 1978/2016
gelatin silver print
40h x 30w cm
Edition 2 of 5
Photo: Imre Póth
Courtesy of the artist and acb Gallery
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Start: Freitag 10.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 10.12.2023
Rosenheim Lokschuppen: Vulkane
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Vulkane

Lokschuppen Rosenheim
Ausstellung vom 10. März bis 10. Dezember 2023

FASZINATION VULKANE
Vulkanausbrüche sind potenziell sehr gefährliche, zugleich aber atemberaubende Naturschauspiele. Das Leben auf der Erde wäre ohne Vulkane nicht möglich und sie spielten eine zentrale Rolle in der erdgeschichtlichen Entwicklung. Zunehmend werden Vulkane auch als Energieressourcen interessant.

FEUERBERGE DER WELT
Entdecken Sie die Welt der Feuerberge! Von Island bis Neuseeland, vom Mittelatlantischen Rücken bis nach Südamerika: Forscher*innen berichten über die neuesten Erkenntnisse, es steht aber auch das Leben jener 10% der Weltbevölkerung im Fokus, die in direkter Nachbarschaft mit den Gefahren leben.

MENSCHEN – KUNST – MYTHEN
Was passiert nach einer Eruption wie jene, die sich im Jahr 2021 auf La Palma ereignete? Wie bereiten sich potenziell Betroffene auf einen möglicherweise bevorstehenden Ausbruch vor? Auch in Kunst und Mythologie gibt es viele unterschiedliche Perspektiven, Feuerberge zu erkunden. Begeben Sie sich mit uns auf eine unglaubliche Reise mit fantastischen Bildern vom tiefen Meeresgrund bis zu den Sternen!

SICHER UND DOCH GANZ NAH DABEI
Ein virtueller Fahrstuhl bringt Sie zum Mittelpunkt der Erde, Pompeji wird wieder lebendig und Steine können in der Ausstellung schwimmen. Das geht doch gar nicht? Doch! Unser Forscherdeck verrät wie. Highlight der Ausstellung ist ein animierter Vulkanausbruch: Erleben Sie in einer multimedialen Inszenierung die Kraft verschiedener Eruptionen auf einer 20,5 x 4,2 m Leinwand. Näher dran geht nicht!
Maßgeschneidert für ein besonders nachhaltiges Ausstellungserlebnis
Für alle Altersgruppen gibt es ein vertiefendes pädagogisches Programm. Nutzen Sie unser vielfältiges Angebot an Führungen und lassen Sie sich von unseren Ausstellungsführer*innen über Rekorde und Geschichte(n) vom Spiel mit dem Feuer berichten. Kombinieren Sie spielerische und anspruchsvolle Führungen mit kreativen und themenbezogenen Workshops für Kinder und Jugendliche, Familien, Gruppen, Schulen oder Kindertageseinrichtungen.

AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN
Rathausstraße 24
83022 Rosenheim
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Start: Samstag 11.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 11.06.2023
Kallmann-Museum Ismaning: Bilder des Menschen – Die Sammlung Klewan
Bilder
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Bilder des Menschen – Die Sammlung Klewan

Ausstellung vom 11. Märzt bis 11. Juni 2023
Kallmann-Museum Ismaning

Das Kallmann-Museum zeigt ab 11. März eine Gruppenausstellung mit Werken von rund 40 Künstler*innen aus der bedeutenden Sammlung des Galeristen Helmut Klewan. Der Mensch steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung, in der Zeichnungen, Gemälde, Druckgraphiken und Skulpturen zu sehen sind. Anhand der gezeigten Werke lässt sich eine umfassende Entwicklung der künstlerischen Darstellung des Menschen im 20. und 21. Jahrhundert nachzeichnen, die ein breites Spektrum der Kunst der Moderne abbildet und zugleich von den persönlichen Vorlieben des leidenschaftlichen Sammlers Klewan geprägt ist.
Große Namen der Kunstgeschichte stehen dabei neben weniger bekannten Künstler*innen, die es in der Ausstellung zu entdecken gibt. Ein erster Schwerpunkt liegt auf der klassischen Moderne, die mit Papierarbeiten etwa von Max Beckmann, Emil Orlik oder Bernhard Kretzschmar vertreten ist, deren ausdrucksstarke Selbstporträts als Charakterstudien erscheinen, die eine erkennbare Ähnlichkeit mit den dargestellten Personen aufweisen. Im Kontrast dazu erscheinen die Werke der ‚Art Brut‘, etwa von Jean Dubuffet, Gaston Chaissac und Louis Soutter, die einen weiteren Schwerpunkt der Sammlung bilden. In ihrer betont unkünstlerischen Darstellungsweise bringen sie eine anti-akademische Rohheit und naive Ehrlichkeit zum Ausdruck, die an die Malerei von Kindern erinnert.
Im Kontext dieser Einfachheit der künstlerischen Sprache können auch die eindrucksvollen Werke von Margarethe Held und die frühen Gemälde von Michael Langer gesehen werden. Berühmt ist die Sammlung Klewan auch für ihr Konvolut an Arbeiten des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, den Helmut Klewan 1987 als erster in München in einer Ausstellung präsentierte. Giacomettis suchende Annäherung an die Erscheinung des Menschen im Raum ist in der Ausstellung „Bilder des Menschen“ ebenso zu erfahren wie die Darstellung der qualvoll verzerrten Körper und Gesichter im Werk von Francis Bacon oder das existentialistische Lebensgefühl in Bernard Buffets Selbstporträt.
Den Großteil seiner Sammlung von insgesamt rund 6000 Arbeiten baute Helmut Klewan in den Jahrzehnten auf, in denen er seit Beginn der 1970er Jahre als Galerist zunächst in Wien,dann auch in München tätig war. In dieser Zeit prägte er die Kunstgeschichte mit und setzte wichtige Impulse für das künstlerische Leben Münchens. Von Anfang an vertrat er insbesondere auch seine österreichischen Zeitgenossen, die einen zentralen Bestand seiner Sammlung ausmachen. Neben Günter Brus, Arnulf Rainer, Christian Ludwig Attersee oder Hans Wotruba gehört dazu auch Maria Lassnig, deren Bilder eines gefühlten Körpers sie zur bedeutendsten österreichischen Malerin der Nachkriegszeit werden ließen. Klewans großes Engagement für die Kunst seines Heimatlandes reicht bis in die Gegenwart, wie die Werke dreier der bekanntesten Schülerinnen Lassnigs, Mara Mattuschka, Johanna Freise und Regina Götz, bezeugen.
Die Ausstellung stellt eine Vielfalt künstlerischer Darstellungen des Menschen vor und erlaubt zugleich einen Blick auf die künstlerischen Vorlieben eines bedeutenden Privatsammlers der Gegenwart.

Kallmann-Museum
Schloßstr. 3b
85737 Ismaning

Abbildungen:

- Francis Bacon
Three Studies of the Male Back 2/3 1987
Lithografie
81 x 59,5 cm
© The Estate of Francis Bacon. All rights
reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

- Max Beckmann
Selbstbildnis 1914
Radierung
24 × 17,8 cm

- Armand F. J. Henrion
Selbstporträt als Pierrot
undatiert
Öl auf Holz, 21,4 x 15,7 cm
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Start: Donnerstag 16.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 23.07.2023
Haus der Kunst München: Hamid Zénati All-Over
Bilder
Hamid Zénati
All-Over

Ausstellung vom 16. März bis 23. Juli 2023
Haus der Kunst, München

„What is your favorite colour?“ „Colourful.“ –Hamid Zénati
„Hamid Zénati: All-Over“ ist die erste institutionelle Ausstellung, die dem Werk des Künstlers Hamid Zénati (geb. 1944, Constantine, gest. 2022, München) gewidmet ist. Die Präsentation zeigt Arbeiten aus dem fast sechs Jahrzehnte währenden Schaffen des Künstlers, der zeit seines Lebens zwischen München und Algier pendelte, und gibt erstmals einen Einblick in seinen unverwechselbaren Kosmos. Zénati widmete sich in seiner Praxis der Malerei, der Raumgestaltung, dem Textil- und Modedesign sowie der Fotografie. Sein Werk zeichnet eine schier unerschöpfliche Fülle an Formen, Mustern und Kombination von Farben, Materialien und Techniken aus. Als weitgehend unbekannter Künstler, der ein Leben in der Diaspora führte und dabei ein scharfer Beobachter sozialer, kultureller und künstlerischer Bewegungen war, entwickelte Zénati eine einzigartige kosmopolitische Perspektive, die die etablierten Grenzen zwischen Stilen und Genres sowie zwischen bildender und angewandter Kunst hinfällig erscheinen lassen.
Kuratiert von Anna Schneider. Mit großzügiger Unterstützung von The Arab Fund for Arts and Culture, Stiftung Kunstfonds und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1,
80538 München

Abbildung:
- Hamid Zénati
Untitled, undated
Courtesy Hamid Zénati Estate
Photo: Maximilian Geuter
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Start: Freitag 31.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 10.09.2023
München Lenbachhaus: CHARLOTTE SALOMON - Leben? oder Theater?
Bilder
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CHARLOTTE SALOMON
Leben? oder Theater?

Ausstellung vom 31. März bis 10. September 2013
Lenbachhaus München


Eine Ausstellung des Lenbachhaus München in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum, Amsterdam
Kuratiert von Irene Faber, Sammlungskuratorin Jüdisches Museum Amsterdam
Am Lenbachhaus betreut von Dierk Höhne und Stephanie Weber

„Leben? oder Theater?“ ist das Lebenswerk der Künstlerin Charlotte Salomon (1917 Berlin – 1943 Auschwitz), das innerhalb von zwei Jahren nach ihrer Flucht 1939 aus Berlin nach Südfrankreich entstanden ist. Dieses von ihr so genannte „Singespiel“ besteht aus 1325 Blättern, die in drei Akte eingeteilt sind und Zeichnungen, Textzeilen sowie szenische Anmerkungen in Gouache umfassen. Das reichhaltige Konvolut, welches seit 1971 vom Jüdischen Museum in Amsterdam aufgearbeitet und verwaltet wird, ist nicht nur ein herausragendes künstlerisches Werk des 20. Jahrhunderts, sondern gibt gleichzeitig auf einzigartige Weise Aufschluss über Salomons wendungsreiches und selbstbestimmtes Leben.
Es besticht durch die Vielfalt von Salomons Bildern sowie durch die reichen Bezüge zu Kunst, Film, Musik und Philosophie ihrer Zeit.
Die Erzählform von „Leben? oder Theater?“ ist bis heute aktuell geblieben. Die Illustrationen und Texte fügen sich wie Szenenbilder einer Theaterinszenierung oder eines Drehbuchs zusammen und nehmen gleichzeitig den hybriden Charakter aus Text- und Bildebene von Graphic Novels vorweg. Die Figuren des Werks beruhen auf Salomons persönlichem Umfeld, sind von ihr jedoch subjektiv herausgearbeitet und somit zu fiktiven Charakteren abstrahiert.
Auch die Erzählung selbst ist nicht als autobiographischer Tatsachenbericht zu verstehen, sondern bringt unterschiedliche Situationen und Lebensumstände in einen freien Sinnzusammenhang. So gibt Salomon in ihrem „Singespiel“ vor allem den zwischenmenschlichen Begebenheiten ihres Lebens Bedeutung; die Bedrohungen der NS-Zeit bilden den Hintergrund, vor dem sich ihre Erzählung entfaltet.
„Leben? oder Theater?“ zeugt durch innovative und kraftvolle Bildfindungen sowie feine ironische Nuancen von einer selbstbewussten künstlerischen Praxis. Auch außerhalb ihrer Kunst tritt Salomon – trotz familiärer Schicksalsschläge und antisemitischer Verfolgung – als
souveräne Protagonistin ihres Handelns in Erscheinung. Ihr Lebenswerk bietet so einen einmaligen Einblick in das komplexe und gewaltsam verkürzte Leben einer jungen Künstlerin.

Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:

- Charlotte Salomon
Gouache aus "Leben? oder Theater?" / Gouache from "Life? Or Theatre?" (M004701) 1940-1942
Sammlung Jüdisches Museum Amsterdam / Collection of the Jewish Museum Amsterdam
© Charlotte Salomon Foundation

- Charlotte Salomon
Selbstbildnis / Selfportrait 1940-1942
Sammlung Jüdisches Museum Amsterdam / Collection of the Jewish Museum Amsterdam
© Charlotte Salomon Foundation
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Start: Freitag 31.03.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 30.07.2023
München Stadtmuseum: Eli Singalovski. Sunbreakers
Bilder
Eli Singalovski. Sunbreakers

Eine Kabinettausstellung des Münchner Stadtmuseums
31. März bis 30. Juli 2023

bis 1970er-Jahre der Brutalismus und ein expressiver Umgang mit Sichtbeton. Heute werden zahlreiche der Bauten aus dieser Zeit von der Allgemeinheit kritisch oder geringschätzig betrachtet. Als Folge sind viele dieser Gebäude vom Abriss bedroht. Der israelische Fotograf und Medienkünstler Eli Singalovski hat es sich zur Aufgabe gemacht, die rohe Schönheit und den Formenreichtum dieser Bauten in Münchens Partnerstadt Be'er Sheva, in anderen Städten Israels aber auch weltweit fotografisch einzufangen. Der utopische Gründergeist, der sich beim Aufbau Israels mit der Betonästhetik verband, ist in seinen Fotografien allgegenwärtig.

Singalovski präsentiert die brutalistischen Bauten zentriert in dramatischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen und unbelebt, ohne sichtbare menschliche Aktivität. Die lange Belichtungszeit bei Nacht lenkt den Fokus weg von der in die Jahre gekommenen Materialität des Sichtbetons hin zur futuristischen Struktur und Plastizität der Architektur.

"Ich wollte alles Unwichtige weglassen. Ich wollte den Bau in Nachtaufnahmen vor dem schwarzen Himmel aus seiner Umgebung herauslösen," führt Eli Singalovski aus. "Der Betrachter sollte sich ganz auf die baulichen Details konzentrieren können." Derart in Szene gesetzt offenbaren die einzelnen Bauten ihren höchst individuellen Charakter. "Der Grundgedanke dahinter war, den Bau möglichst wie ein Porträt darzustellen – ein in einem Studio porträtierter Bau. Wie wenn man einen Menschen im Studio vor einem schwarzen Hintergrund fotografiert."

Von Januar bis März 2023 ist Eli Singalovski Stipendiat der Landeshauptstadt München im Programm ARTIST IN RESIDENCE MUNICH – EBENBÖCKHAUS.   

Stadtmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Abbildung:
- Eli Singalovski, Dubiner, 2015 © Eli Singalovski
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Start: Samstag 15.04.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 16.07.2023
Buchheum Museum Bernried: DIE ANDERE SEITE DES MONDES & DAS KABINETT DER MAKELOSEN ÄNGSTE
Bilder
DIE ANDERE SEITE DES MONDES
& DAS KABINETT DER MAKELOSEN ÄNGSTE

Die 25jährige Portugiesin Sofia Seidi als Kuratorin und Künstlerin im Buchheim Museum
Austellung vom 15.4.2023 bis 16.7.2023

Das Buchheim Museum feiert ein kleines Festival ganz junger internationaler Kunst! Gleich zwei Ausstellungen werden am 15. April mit einer Musikperformance des kolumbianischdeutschen Künstlerkollektivs Cosmica Bandida eröffnet: »The Other Side of the Moon« (Die andere Seite des Mondes) und »The Cabinet of Spotless Fears« (Das Kabinett der makellosen Ängste).
Unter dem Titel »The Other Side of the Moon« bringt die portugiesische Kuratorin und Künstlerin Sofia Seidi sechs malerische und installative Positionen zu einerGruppenausstellung zusammen, welche die Grundeinstellungen unserer Zeit hinterfragen. Die andere Seite des Mondes dient dabei als Reflexionspunkt. »Cabeça na Lua" ist ein portugiesischer Ausdruck, der bedeutet, dass die Gedanken abschweifen vom Hier und Jetzt.
In »The Cabinet of Spotless Fears« zeigt Seidi, die als ERASMUS-Stipendiatin für ein halbes Jahr ans Buchheim Museum kam, ihre eigenen Arbeiten auf Leinwand. In diesen geht sie unseren tiefsten Ängsten nach und erforscht mit einigem Augenzwinkern das Unheimliche in unserer Welt.
Wir laden Sie herzlich ein, diese beiden Ausstellungen zu besuchen und junge Kunst zu erleben, die entdeckt werden will. Die Ausstellungen sind vom 15. April bis zum 16. Juli 2023 im Buchheim Museum zu sehen.


Ausstellungsinhalte

Die andere Seite des Mondes
Der Mond kreist in gebundener Rotation um die Erde. Daher können wir immer nur ein und dieselbe Seite des Mondes sehen. Erst als Raumfahrzeuge auf dem Mond landeten, haben wir auch die andere, die sogenannte dunkle Seite des Mondes entdeckt. In der Ausstellung »The Other Side of the Moon« dient der Mond als Reflexionspunkt, als metaphysischer Ort des Staunens und der Fantasie fernab der Erde. Von hier aus können wir die heutige Welt und ihre wissenschaftlichen Fortschritte in Betracht nehmen. »Cabeça na Luna« (Kopf auf dem Mond) ist ein portugiesischer Ausdruck dafür, dass die Gedanken weit weg vom Hier und Jetzt sind. Unter diesem Motto versammeln sich die Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künsltern im Buchheim Museum.

Kosmos in der Kunst
Amelie Liese (geb. 1989) absolviert neben ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München ihr Studium der Statistik & Data Science an der LMU München. In ihren Arbeiten ist kaum zu erkennen, wo die Fantasie beginnt und wo sie endet, so dass man sich fragt, was mit Karo Kleper, der Forscherin an dem fiktiven Intergalaktischen kosmologischen Institut des Andromedanebels passiert ist. Das Duo Cosmica Bandida ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das aus der kolumbianischen Künstlerin Manuela Illera (1988) und dem deutschen Künstler David Blitz (1974) besteht. Das Unbekannte ist der Spielplatz, auf dem sie sich tummeln. Die Ausstellung ihrer extravaganten Soundsysteme, die von der »Picó-Kultur« der kolumbianischen Karibikküste inspiriert sind, ist ein Versuch, den dominierten »weißen Blick« der Gesellschaft auf bestimmte Normen zu entlarven.

Partikuläre visuelle Universen
Andrej Auch (geb. 1995) ist ein Künstler, der in Dachau geboren und aufgewachsen ist. Die Kompositionen seiner Bilder scheinen sich unserer visuellen Wahrnehmung zu entziehen: »Ich bewege mich malerisch im Spannungsfeld zwischen visuellen Vertrautheiten. Ich will dem Betrachter nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, sondern nur seine Konsistenz ein wenig aufweichen.« Der Künstler betrachtet die Strukturen in seinen Gemälden oft als Science-Fiction-Welt.
Julian Arayapong (geb. 1987) stammt gebürtig aus Freiburg. Der Künstler thailändischer Abstammung denkt oft darüber nach, was es für ihn bedeutet, »Deutscher« zu sein. Er erforscht den Punkt, an dem sich Gegensätze treffen, sowohl materiell als auch inhaltlich in seiner Kunst. Seine Werke zeigen eine Gegenüberstellung von Motiven des Mittelalters und der Gegenwart, wobei er die Dilemmata und die Realität der Menschheit mit einer ungewöhnlichen Technik in seinen Gemälden offenlegt.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried

Abbildung:
   
- Carolina Vieira
Ohne Titel, 2020
Acryl auf Baumwolle
© Carolina Vieira
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Start: Samstag 15.04.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 16.07.2023
Buchheim Museum: Sofia Seidi – The Cabinet of Spotless Fears
Bilder
Sofia Seidi – The Cabinet of Spotless Fears

Ausstellung vom 15. April bis 16. Juli 2023
Buchheim Museum Bernried

Sofia Seidi steht am Anfang ihrer künstlerisch kuratorischen Doppelkarriere. 1997 wurde sie auf Madeira geboren. Sie hat Malerei in Lissabon und Museologie in Coimbra studiert. Während ihres Studiums nahm sie an mehreren Gruppenausstellungen teil, darunter Glass Cabin on Egeu, Museum House of Stories Paula Rego, beide in Lissabon, und Delphian Gallery Open Call 2021 in London.

Sofia Seidi kuratiert am Buchheim Museum unter dem Titel The Other Side of the Moon eine Ausstellung für angehende Künstlerkollegen – und präsentiert zugleich ihre erste museale Einzelausstellung. In den Alltagsszenen ihrer Gouachen durchbricht sie die erwartbaren Narrative. Die Freude an der Überraschung ist in dem phantastischen Realismus der Portugiesin ebenso gegenwärtig wie die Angst vor Unheil und Versagen.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried


Abbildung:

- Sem querer cresci, 2019
© Sofia Seidi
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Start: Samstag 22.04.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 07.01.2024
Münchner Stadtmuseum: (K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder
Bilder
(K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder
Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz in der Sammlung Puppentheater / Schaustellerei

Ausstellung vom 22. April 2023 bis 07. Januar 2024
Münchner Stadtmuseum

Puppen sind in vielen Bereichen unseres Lebens präsent und üben eine beträchtliche Anziehungskraft aus – sei es im Kinderzimmer, auf dem Jahrmarkt oder auf der Theaterbühne. Sie faszinieren nicht nur als figürliche Nachbildungen des Menschen, sondern auch als Verkörperung geheimer Wünsche, Ängste und Begierden. So werden sie zum Spiegel der Gesellschaft und ihrer vielfältigen Rollenbilder in Geschichte und Gegenwart. Eine große Bandbreite an Figuren besitzt die Sammlung Puppentheater/Schaustellerei des Münchner Stadtmuseums, die als eine der weltweit größten ihrer Art gilt. Zu ihrem Bestand gehören nicht nur Hand- und Stabpuppen, Marionetten und Schattenfiguren, sondern auch Sonderformen wie mechanische Welttheater sowie komplette Bühnennachlässe und Dekorationen. Mit dem Blick auf Varieté, Circus und Panoptikum erweiterte die Sammlung ihren Wirkungsbereich in den 1980er-Jahren auf das Gebiet der Schaustellerei.
Mehr als 30 Jahre war die Sammlung Puppentheater/Schaustellerei im Münchner Stadtmuseum als puppenhistorische Dauerausstellung präsent und ist damit selbst Geschichte geworden. Die interdisziplinäre Kooperation "(K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder" mit der Sammlung Goetz und der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums nimmt die bevorstehende Schließung und Generalsanierung des Hauses zum Anlass, um die Sammlungen für den Dialog mit Arbeiten zeitgenössischer Kunst zu öffnen. Sie ist zudem eine Erprobung, wie nachhaltige Ausstellungsgestaltung umgesetzt werden kann.
Der Titel der Ausstellung verweist einerseits auf das Theaterstück "Nora. Ein Puppenheim" von Hendrik Ibsen, in dem die Titelheldin ihr "Puppen-Dasein" in der Ehe verlässt, andererseits auf die Dekonstruktion der heimeligen und scheinbar beschaulichen Welt des Puppenhauses. Denn es begeistern sich nicht nur Kinder für Puppen, sondern auch Erwachsene, denen sie als Sammelobjekte, Kinderersatz, Kultgegenstand, Fetisch- oder Sexobjekt dienen.
Diese Ambivalenz spiegeln auch die Werke bildender Künstler*innen aus der Sammlung Goetz und der Sammlung Fotografie, die sich auf vielfältige Weise mit dem Thema Puppe auseinandergesetzt haben. In einem thematisch gegliederten Parcours sind rund 500 Werke von mehr als 50 Künstler*innen und Kunsthandwerker*innen zu sehen. Im Zentrum stehen historische und aktuelle Rollenzuschreibungen sowie Aspekte des menschlichen Miteinanders.

Die Besucher*innen betreten die Ausstellung durch einen projizierten Theatervorhang der Künstlerin Ulrike Ottinger aus ihrer Filminstallation "Floating Food". Dahinter verbirgt sich eine Vitrine mit mehr als 400 historischen Puppenköpfen, die mit ihren karikaturistischen, zuweilen aber auch rassistischen Überzeichnungen nahezu die gesamte Bandbreite menschlicher Physiognomien repräsentiert. In einen Dialog dazu treten Skulpturen von Thomas Schütte, die tiefergehende psychologische Fragestellungen berühren. Eine Auswahl von Fotografien steht repräsentativ für unterschiedliche Menschenbilder in der Gesellschaft.


Die Objekthaftigkeit von Puppen macht sie zur Projektionsfläche und zum Spielball menschlicher Fantasien, lässt sie abstoßende, groteske, stereotype Formen annehmen und macht sie nicht selten zum Ziel von Gewalt. Diese Aspekte treten besonders deutlich in den kindlich anmutenden Knet-Animationsfilmen von Nathalie Djurberg in den Vordergrund, die in der Originalbühne eines Kasperltheaters projiziert werden.


Figuren aus der Produktion "Woyzeck on the Highveld", die William Kentridge 1992 mit der Handspring Puppet Company inszenierte und die Büchners Woyzeck in das Milieu der Wanderarbeiter*innen im Johannesburg der 1950er-Jahre versetzt, treten in Nachbarschaft zu Kentridges Video "Zeno Writing" (2002), das sich ausgehend von Italo Svevos Roman "Zenos Gewissen" mit der Entwicklung von Identitäten in der Zeit vor Ausbruch des ersten Weltkriegs beschäftigt.
Kara Walkers Silhouettenfilm "Fall Frum Grace, Miss Pipi’s Blue Tale" (2011), der in seinen Schattenrissen Rassismus, Sexismus und Gewalt thematisiert, steht Ernst-Moritz Engerts Schattenfiguren zu "Kasperl bei den Wilden" (1952) und einer Silhouette zu Lotte Reinigers Animationsfilm "Prinz Achmed" (1923) gegenüber.
Harry Kramers "Mechanisches Theater" (1957) wie auch Pawe? Althamers "Bródno People" (2002) bewegen sich beide zwischen futuristischem Aufbruch und existenzieller Dystopie.

Dem anatomischen Interesse wie auch der erotischen Schaulust der Besucher*innen diente eine lebensgroße weibliche Wachsfigur aus den 1930er-Jahren, die in einem Panoptikum gezeigt wurde. Dieses Verlangen befriedigen ebenfalls die surrealistischen Aufnahmen solcher Wachsfiguren aus dem Wiener Prater von Herbert List. Die Faszination für Kuriositäten und das Monströse reicht bis in die Gegenwart. Das zeigt auch Ulrike Ottinger, die die Zuschauer*innen in ihrem Film "Prater" in einen der ältesten Vergnügungsparks der Welt entführt.
Die interdisziplinäre Kooperation "(K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder" ist eine kritische Revision der Dauerausstellung Puppentheater / Schaustellerei des Münchner Stadtmuseums, die von 1984 bis 2022 zu sehen war. Dafür wurde die vorhandene Raumgestaltung dekonstruiert und Teilflächen anders bespielt, sodass neue Interpretationsmöglichkeiten entstehen – ein Blick in die Geschichte und Zukunft des Münchner Stadtmuseums zugleich.

Mit Arbeiten von von Joseph Albert, Diane Arbus, Nobuyoshi Araki, Roger Ballen, Ellen Gallagher, André Gelpke, Maria Luiko, Stefan Moses, Lotte Pritzel, Cindy Sherman, Laurie Simmons, August Sander, Thomas Schütte und anderen.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Abbildung:
Laurie Simmons, The Music of Regret (Film Still), 2005/2006,
© the artist, Courtesy Sammlung Goetz, München
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Start: Freitag 05.05.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 22.10.2023
München Museum Brandhorst: LA VIE EN ROSE. BRUEGHEL, MONET, TWOMBLY
Bilder
LA VIE EN ROSE. BRUEGHEL, MONET, TWOMBLY

Museum Brandhorst
Ausstellung vom 5. Mai bis 22. Oktober 2023

Mit einer von Cy Twomblys Rosenbildern inspirierten Ausstellung beteiligt sich das Museum Brandhorst am stadtweiten Flower Power Festival. „La vie en rose. Brueghel, Monet, Twombly“ versammelt ausgehend von Twomblys poetisch aufgefassten Sujets wie Tod, Freiheit, Einsamkeit und Erotik Arbeiten weiterer Künstler:innen, darunter Jennifer Packer, Ellsworth Kelly, Georgia O‘Keeffe, Gabriele Münter und nicht zuletzt Claude Monet, der mit seinen berühmten „Seerosen“ von 1915 vertreten ist. Dieses Bouquet aus Werken der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und externen Leihgaben offenbart die komplexen, auch widersprüchlichen Motive zahlreicher Künstler:innen, sich seit Jahrhunderten mit Blumendarstellung auseinanderzusetzen.

1946 sang Édith Piaf zum ersten Mal vor einem Publikum von „La vie en rose“. Das Lied erzählt davon, wie die Liebe, wie eine geliebte Person das ganze Leben in der Farbe der Rosen erscheinen lässt. Piafs Lied gab der übergroßen Sehnsucht Worte, dass es nach dem Krieg, nach Besetzung, Verfolgung und Widerstand, doch wieder Glück geben solle, Vertrauen, Nähe und Hingabe. Aber „La vie en rose“ ist nicht nur optimistisch und liebestrunken, sondern auch von einer leisen Melancholie durchzogen, vom Wissen um das Ende jedes Glücks, die Unvermeidlichkeit von Trauer, Abschied und Verlust. Die Ausstellung „La vie en rose“ im Museum Brandhorst sucht diese Mehrdeutigkeit der Farben und Gefühle in der Malerei auf. Blumen und Blüten waren dafür ein bevorzugtes Sujet. Sie verkörpern die überwältigende und mysteriöse Schönheit der Natur, sind aufgeladen mit Poesie und Bedeutung und können Emotionen und Fantasien Ausdruck verleihen, ohne sie mit Worten zu umschreiben. Auch die Vielfalt ihrer Formen fordert Kreativität und Virtuosität der Künstler:innen heraus.

Im Zentrum der Ausstellung steht Cy Twomblys 2008 entstandener Rosen-Zyklus. Twombly schuf die Serie „Untitled (Roses)“ eigens für einen Saal des 2009 eröffneten Museums, wo sie seither zu sehen ist. In sechs monumentalen Bildern verschiedener Farbigkeit spielt der Künstler einige der klassischen Themen der Blumensymbolik durch und stellt ihnen Fragmente von Gedichten zur Seite: die Intensität der Erinnerung (blaue Rosen), Tod und Trauer (violette Rosen), Erotik (die rosaroten Rosen), Erlösung (die rot-grünen Rosen) sowie Freiheit und Einsamkeit (die gelben Rosen). Diesen sechs Bildern und Themen stehen herausragende historische und zeitgenössische Leihgaben aus der Alten und der Neuen Pinakothek, der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, der Staatlichen Graphischen Sammlung München, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, dem Neuen Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg sowie von privaten Leihgeber:innen zur Seite, die die Themen aufnehmen, variieren und interpretieren.

„La vie en rose“ findet anlässlich des Flower Power Festivals München 2023 statt, das in vielen Ausstellungen und Veranstaltungen die Natur in der Stadt feiert.

MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München

Abbildung:

- Claude Monet
„Seerosen“, um 1915
Öl auf Leinwand
151,4 x 201 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen,
Neue Pinakothek München
Foto: Sibylle Forster, Bayerische
Staatsgemäldesammlungen, München
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Start: Freitag 05.05.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 09.07.2023
Haus der Kunst: Holy. Energy. Masters
Bilder
Holy. Energy. Masters

Museum Haus der Kunst München
Ausstellung vom 05. Mai bis 09. Juli 2023

„Die Ausstellung „Holy. Energy. Masters“ zeigt einen Dreiklang von Stimmen der jüngsten Künstler*innengeneration, die Konflikte von eurozentristischem Wissen, Werten und Systemen befragt und intelligente, poetische wie auch geographische Perspektivwechsel ermöglicht.“ – Jana Baumann, Kuratorin.

Für die Ausstellung „Holy. Energy. Masters. ars viva 2023“ entwickeln die aktuellen Preisträger*innen des renommierten ars viva Nachswuchspreises Paul Kolling, Shaun Motsi und Leyla Yenirce im Haus der Kunst raumgreifende Neuproduktionen. Alle drei Künstler*innen verhandeln in ihrem Schaffen aktuelle Ereignisse von politischer, ökologischer und sozialer Brisanz. Mit der Ausstellung setzt das Haus der Kunst sein Engagement für eine jüngere Künstler*innengeneration fort. Die Kooperation mit dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. findet anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der angesehenen Nachwuchauszeichnung ars viva statt.

Holy
In Leyla Yenirces Klanginstallation Holy Water (2023) entfaltet sich ein sphärisches Crescendo, das durch den Körper ins Bewusstsein gelangt. Fortdauernde traumatisch-historische Ereignisse werden in eine ergreifende Wahrnehmungserfahrung transformiert. Das Werk basiert auf einem BBC-Interview, das in Lalisch aufgezeichnet wurde, dem heiligen Tempel der Jesiden im Nordirak. Die Hüterin der heiligen Kanîya Sipî-Quelle unterzieht hier Frauen und Mädchen einer Wiedertaufe, die den seit 2014 vom sogenannten Islamischen Staat durchgeführten Genozid überlebt haben. Durch das Ritual werden sie wieder zu Jesidinnen, nachdem ihnen sonst ein Ausschluss aus der Gemeinschaft drohen würde aufgrund der an ihnen verübten sexuellen Gewalt. In dem Ritual der Reinigung und Heilung schwingt sowohl die jüdische Tradition der Mikwe mit, als auch die der christlichen Taufe von Jesus durch Johannes den Täufer. Entstanden ist es jüngst während des Genozids, um den körperlich und seelisch Versehrten Erholung zu verschaffen. Yenirce nähert sich diesem Ritual aus einer klanglichen Perspektive: Aus vorgefundenem Sound-Material steigen helle Synthesizerklänge und manipulierte Feldaufnahmen auf. Die virtuose Komposition verschiedener Klangschichten zerschmettert hierarchische Narrative zugunsten eines transzendentalen Erlebnisses, das die Reinigung und Überwindung von Traumata vermittelt und zugleich dessen Grenzen hinterfragt.

Energy
Paul Kollings raumgreifende Installation und sein gleichnamiger Film Energy (2023) widmen sich der undurchsichtigen Preisbildung am Energiemarkt und der darüber geführten öffentlichen Debatte, die sich mit dem aktuellen Krieg in Europa brisant zugespitzt hat. Kolling geht es nicht um eine rein wissenschaftliche Untersuchung, sondern vielmehr um den gesellschaftlichen, hochemotional geführten Diskurs, dem die einer nüchternen Verwertungslogik folgende Wirtschaft gegenübergestellt wird. Das zweiteilige Werk verweist auf die sichtbare wie zugleich unsichtbare Architektur der Europäischen Energie Börse (EEX). Dieser real existierende Schauplatz der Börse wie auch die Prozesse der Energiepreisbildung sind einer breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Ihre Rolle ist von der Wirtschaft sowie von Journalist*innen, Expert*innen und Aktivist*innen gleichermaßen stark umstritten. Kollings monumentale Textil-Konstruktion zeigt die drei Fensterfronten der Hauptetage der EEX im 23. Stock des Leipziger City-Hochhauses. Gemäß der geografischen Ausrichtung des Gebäudes ragt die Installation in den Raum hinein, gleich einer verstörenden Intervention. Der zugehörige Film deckt mit der Gegenüberstellung von Interviews unterschiedlicher Akteur*innen absurde Widersprüche auf und formuliert grundsätzliche wirtschaftsethische Fragen zum gegenwärtigen Kampf um Ressourcen.

Masters
Mit MASTERS treibt Shaun Motsi die Untersuchung zeitgenössischer visueller Kultur weiter voran, besonders im Hinblick auf die Produktion und Distribution von Bewegt-bildern in einer zunehmend digitalisierten, post-pandemischen Welt. Seine Videoarbeit eignet sich das „Talking Heads“-Format an und widmet sich dem aktuellen Unterhaltungs-Genre der populären Lehrfilme auf online Video-Plattformen. Eines Tages erhält Mr. Clarke, ein im Ruhestand lebender Schwarzer unabhängiger Filmemacher, eine Einladung von einer umstrittenen Online-Edutainment-Plattform namens Masters. Die Zusammenarbeit gerät aus den Fugen, als die kompromisslose Agenda des Start-ups, das finster entschlossen ist, Bildung zu destabilisieren und radikal umzudefinieren, die Protagonist*innen zwingt, ihr Verhältnis zu Wissen, Studium, Gemeinschaft und der sich ändernden Landschaft institutionalisierten Lernens neu zu bewerten. Inspiriert vom Independent und New Wave-Kino wie auch in den sozialen Medien generierten Inhalten, lässt Motsi aus Aspekten von Comedy, Thriller, Horror und Drama eine Filmstruktur erwachsen, die in kritischer Anlehnung an cineastische „Heldenreisen“ radikal gekürzt in einen mini-epischen Kurzfilm von herausfordernder Geschwindigkeit münden. Motsi analysiert und kritisiert Prozesse von Wissensbildung, insbesondere wie Institutionen und deren Möglichkeiten des Lernens definiert sind, wer und wie Zugang zu Bildung hat bzw. es weitergegeben wird. Motsi schafft damit wegweisende Denkräume für neue gesellschaftliche Strukturen.

Das Haus der Kunst freut sich, mit „Holy. Energy. Masters. ars viva 2023“ die drei aufstrebenden Künstler*innen der jüngeren Generation Paul Kolling (geb. 1993), Shaun Motsi (geb. 1989) und Leyla Yenirce (geb. 1992) mit ihren jeweils ortsspezifischen Arbeiten zu präsentieren.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1,
80538 München

Abbildung:
Paul Kolling, Shaun Motsi, Leyla Yenirce
Portraits, 2022
Photo: Cordula Treml
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Start: Sonntag 11.06.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 17.09.2023
Kochel Franz Marc Museum: AUGUST UND ELISABETH MACKE. DER MALER UND DIE MANAGERIN
Bilder
AUGUST UND ELISABETH MACKE. DER MALER UND DIE MANAGERIN

Ausstellung vom 11. Juni bis 17. September 2023
FRANZ MARC MUSEUM, KOCHEL AM SEE

Die im Landesmuseum Münster konzipierte Ausstellung "August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin" beleuchtet das Verhältnis zwischen dem Maler und seiner Frau. Die Bedeutung, die Elisabeth Macke im Leben August Mackes – und darüber hinaus - hatte, geht über die traditionelle Rolle einer Künstlergattin weit hinaus. Elisabeth war nicht nur bevorzugtes Modell ihres Mannes, inspirierende Muse, kongeniale Gesprächspartnerin und gesellschaftlich gewandte Begleiterin. Sie war Zentrum seines Lebens, indem sie den familiären und auch materiell sicheren Rahmen für seine Kunst schuf und indem sie in der Lage war, ihn als Künstler zu verstehen und zu unterstützen.Gemeinsam mit ihm pflegte sie Kontakt mit dem Kreis der Menschen, die für August Macke wichtig waren, mit Künstlerfreunden und Kollegen, mit Galeristen und Verlegern, mit Schriftstellern und Mäzenen.Dies zeigt die Ausstellung mit Archivalien, Briefen, Notizen, Fotografien aus dem reichen Fundus des Westfälischen Landesmuseums. Darüber hinaus gibt sie mit wichtigen Gemälden und Arbeiten auf Papier einen Überblick über die künstlerische Entwicklung August Mackes und definiert dabei Kapitel, die sich aus den gemeinsamen Interessen und dem Austausch des Paares ergeben.Im Rahmen der Ausstellung: Pariser Impressionen eine musikalische Lesung mit Briefen von August Macke, Franz Marc und Paul Klee, sowie Texten von Balzac, Zola und Hugo.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10,
82431 Kochel am See
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Start: Donnerstag 22.06.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 09.07.2023
Üuchheim: KUNSTGESCHICHTEN
Bilder
KUNSTGESCHICHTEN

Galerie des PUC in Puchheim
Ausstellung vom 22. Juni bis 09. Juli 2023

Fünf Künstlerinnen und Künstler, die auf sehr unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen Techniken arbeiten, erzählen sich dabei gegenseitig ihre „Kunstgeschichten“. Hier greifen Themen und Arbeitsweisen ineinander, hier werden Texte zitiert und philosophische Ideen in neue Formen gekleidet.

Hier wird Romantik beschworen und Realismus präsentiert. Es wird gemalt und gezeichnet, geschnitzt, geformt und fotografiert, verändert und erzählt: Kunstgeschichten eben.

Ausstellende Künstler*Innen:
- Angelika Brach (Puchheim)
- Anna Kirsch (Bad Aibling)
- Gabriele Kromer (München)
- Ute Richter (Dachau)
- Arne Brach (München)

Kunstgeschichten
- Monet, Sie sind doch mit Renoir befreundet. Raten Sie ihm doch, einen anderen Beruf zu ergreifen. Sie sehen ja selbst, die Malerei liegt ihm nicht.
(Manet an Monet)

- Böcklin ist mir nichts mehr. Die Bilder kommen mir alle so gesucht und bunt vor, ich kann sie nicht mehr sehen.
(August Macke)

Solche, für heutige Kunstliebhaber amüsante Zitate gehören nicht zur Kunstgeschichte, aber zu den Kunstgeschichten. Kunstgeschichte – da fallen sofort die Bezeichnungen aufeinanderfolgender Stile ein und die damit verbundenen Definitionen. Inzwischen steht eine fast nicht überschaubare Fülle an Stilen, Medien und Techniken zur Verfügung. Man kann sie nach Lust und Laune mischen und gattungsübergreifend arbeiten. Man kann Kunstwerke zitieren, persiflieren und variieren und neue Ideen entstehen lassen. Man kann Texte zitieren und philosophischen Ideen in neue Formen kleiden. Man kann malen und zeichnen, schnitzen, formen, fotografieren. Verändern und erzählen: Kunstgeschichten eben.

Puchheimer Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Straße 2,
82178 Puchheim

Abbildung:
- Anna Kirsch "Battle" 85x120cm
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Start: Mittwoch 05.07.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 07.01.2024
München Stadtmuseum: München Displaced. Heimatlos nach 1945
Bilder
München Displaced. Heimatlos nach 1945

Ausstellung vom 05. Juli 2023 bis 07. Januar 2024
Stadtmuseum München

Das Münchner Stadtmuseum zeigt in seiner Ausstellung das vergessene Schicksal von etwa hunderttausend Displaced Persons (DPs), die sich 1945 in der Stadt befanden. Erstmals wird die Nachkriegsgeschichte von ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangenen, politischen KZ-Häftlingen sowie Geflüchteten auf Basis einer breit angelegten Forschung für die Stadt und den Landkreis München dargestellt.

Bildungseinrichtungen wie die internationale UNRRA-Universität im Deutschen Museum, die Ukrainische Freie Universität oder die Tolstoi-Bibliothek hatten eine große Bedeutung. Anhand der Wohnsiedlung Ludwigsfeld werden die Familienbiografien von ukrainischen, armenischen, kalmückischen und russischen Münchner*innen vorgestellt.

Persönliche Fotografien, Audioaufnahmen und Videointerviews geben den sehr unterschiedlichen Displaced Persons aus Osteuropa erstmals ein Gesicht. Damit wird eine erinnerungskulturelle Leerstelle ersichtlich. Durch ein Panorama der Münchner DP-Adressen wird der Forschungsstand in seiner Vielfalt und mit den aktuellen Lücken ersichtlich.

Die gemeinsame Bestandsaufnahme des Jüdischen Museums München und des Münchner Stadtmuseums zur Geschichte der Displaced Persons eröffnet einen neuen Blick auf das München der Nachkriegszeit.

Stadtmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München


Abbildung:

- Gleb Bulanow vor seiner Wohnbaracke in Oberschleißheim,
Fotografie, Ende der 1940er Jahre
© Privatbesitz der Familie Bulanow
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Start: Samstag 08.07.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 08.10.2023
Penzeberg: Alberto Giacometti aus der Sammlung Klewan - Mensch und Raum
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Alberto Giacometti  aus der Sammlung Klewan
Mensch und Raum

Museum Penzberg — Sammlung Campendonk
Ausstellung vom 08. Juli 2023 bis 08. Oktober 2023

Alberto Giacometti (1901-1966) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der klassischen Moderne. Aus dem Schweizer Bergell stammend, unterhielt er ab den 1920er Jahren in Paris sein legendäres Atelier am Montparnasse.
Das Museum Penzberg zeigt zum ersten Mal im Münchner Umland rund 100 Exponate aus Giacomettis Oeuvre. Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus drei Jahrzehnten veranschaulichen sein Schaffen, das weltweite Beachtung erfährt und in international renommierten Museen zuhause ist.
Giacomettis überlängte Figuren und Portraits, die stets die Zeichen seines Arbeitsprozesses offenlegen, zeigen eindrucksvoll das Ringen des Künstlers um die Darstellung des menschlichen Seins. Die vielen übereinandergesetzten Striche sowie ersichtliche Spuren seiner Hände in der Tonmasse zeugen von einer besonderen Arbeitsweise: Eine Wahrheitssuche, die von Entbehrung und Zweifel begleitet war und in den bewegten Jahren des 20. Jahrhunderts zum Spiegelbild und Kommentar einer Gesellschaft wurde.
Der Mythos um Giacometti und sein Atelier am Montparnasse als magischer Ort der Schöpfung ist vielfach belegt. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass sich die intellektuelle Bohème der Pariser Gesellschaft wie Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Samuel Beckett, Jean Genet, berühmte Verleger und Händler wie Tériade und Kahnweiler um ihn scharten und an diesem spartanischen Ort ein- und ausgingen. Viele von ihnen standen ihm in langen Sitzungen als Modell zur Verfügung - auch der Künstlerkollege Matisse. Die Darstellungen sind in der Ausstellung zu sehen - ebenso wie die Arbeiten berühmter Fotografen, die ihrerseits Giacometti porträtierten, wie Robert Doisneau und Henri Cartier-Bresson.

Giacomettis Figuren changieren stets zwischen Abstraktion und Figuration und erleben eine Verdichtung und Verkleinerung, die er seismographisch für die Epoche in den Jahrzehnten um den Zweiten Weltkrieg fast ins Unsichtbare führt. Die sieben Gemälde Giacomettis in der Penzberger Ausstellung zeigen die Bandbreite vom klassischen Porträt („Portrait de Patricia Matisse“, 1947) zur scheinbar gänzlich aufgelösten
Figur, die mit dem Bildraum verschmilzt.
Anhand der Exponate wird ersichtlich, wie Giacometti sein Kernthema ausbreitet und gleichsam mit dem Verschwinden des Menschen kämpft. Auch in den Bronzeskulpturen reduziert er die Figur auf ein Minimum an Erkennbarkeit, wie der kleine Kopf auf großem Sockel „Tête de Simone de Beauvoir“ (um 1946) zeigt, um sich dann zunehmend in einer Bronze wie „La Cage“ (1950) zu vergrößern. Ihre Gliedmaßen verlängert Giacometti dabei ins Übernatürliche, womit seine Figuren ihre Berühmtheit erlangt hatten. Gleichzeitig arbeitet der Künstler in den Werken auf Papier an den Kontrasten von Groß und Klein sowie stehender und gehender Bewegung. Seine Figuren platziert er im scheinbar leeren Raum oder auf übergroßen Sockeln, manchmal bildet er sie im Umfeld seines kargen Ateliers ab. Dieser wird auch zum Lebensmittelpunkt seiner ihn unterstützenden Familie. Annette, die Frau an seiner Seite, als auch sein Bruder Diego Giacometti agieren darin wiederkehrend als „Stehender Akt“ mit angelegten Armen oder „in sich Ruhender“ in zahlreichen Blättern und Skulpturen des Oeuvres.
Giacomettis Verbundenheit mit der Materie ist unmittelbar mit der Herkunft aus dem schweizerischen Bergell zu begründen, auch diesen ursprünglichen Ort am Malojapass hält er vielfach fest. Im Gegensatz dazu sind Giacometti und das ausschweifende Künstlerdasein in Paris untrennbar verbunden. So widmet er der berühmten Brasserie Lipp, den Cafés und Gassen von Montparnasse Zeichnungen und Lithografien, die in der Ausstellung präsentiert werden.
Die Ausstellung gliedert sich auf drei Stockwerke in Kapitel, die Giacomettis Auseinandersetzung zum Thema „Mensch und Raum“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Biografische Details werden mittels Porträts seiner Mutter, seines Bruders Diego oder seiner Frau
Annette vorgestellt. Der private Raum, die familiäre Situation und seine Naturverbundenheit sind ebenso präsent wie die Darstellungen seines Pariser Ateliers. Die ausgewählten Porträts stellen das Pariser Umfeld vor. Der Stehende Akt, die Darstellung der Schreitenden, aber auch der in vielfältigen Posen stillgestellte Mensch wird anhand einer Auswahl aus dem Album „Paris sans fin“ gezeigt, worin sich schließlich die Darstellung von Figuren ohne Raum, ohne scheinbare Sicherheit und Halt vermittelnde Lineaturen oder Umräume finden.

Museum Penzberg — Sammlung Campendonk
Am Museum 1,
82377 Penzberg

Abbildungen:
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Start: Donnerstag 13.07.2023; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 16.07.2023
Weßling: Lina Andrea Dippel - Ich webe also bin ich
Bilder
Lina Andrea Dippel
Ich webe also bin ich

Austellung vom 13. Juli bis 16. Juli
Pfarrstadl Weßling

Lina Andrea Dippel ist zum Meistertitel ausgebildete Weberin und seit 40 Jahren selbstständig tätig. 1984 erhielt sie den Bayerischen Staatspreis, 2003, 2004 und 2008 den Designpreis des oberfränkischen Handwerks. 2014 folgte die Anerkennung als Partnerbetrieb zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Ihr Ziel ist es, die Handweberei, meisterlich ausgeführt, in ihrer Vielfalt und Exklusivität zu zeigen. Textilkunst, die einem Jahrtausende alten Handwerk entspringt.

Pfarrstadl
Am Kreuzberg 3
82234 Weßling bei München
Täglich von 11 Uhr bis 20 Uhr


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