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27. München: The Machinists Reunited: FLA & Die Krupps im Backstage
28. München „Out Of The Box“- Festival: Uraufführung der Riesenrad-Oper ...
29. München: Z’Fuaß am Flaucher mit dem Duo Schriefl-Bär
30. Gröbenzell: Rainhard Fendrich räumt ab
Samstag 03.09.2022
Schloss Blumenthal: Musikfest Blumenthal - Grand Opening: Das Mandelring Quartett & Georg Arzberger
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Das Musikfest Blumenthal auf Schloss Blumenthal in Aichach geht, nach seiner Premiere letztes Jahr, nun vom 01. – 04. September in die zweite Runde. Die Konzerte finden diesmal auf dem eindrucksvollen, 66m langen Dachboden des Ökonomiegebäudes statt.

Unter der Maxime: „Für’s Klima“ - „Für’s Herz“ - „Für Alle“ finden in diesen Tagen eine Reihe von hochkarätigen Konzerten statt, die Klassik, Jazz, sowie ein Kinderkonzert und ein Open Air Wanderkonzert beinhalten. Künstlerischer Leiter des feinen Festivals ist Georg Arzberger, Professor an der Hochschule für Musik & Theater in München und einer der versiertesten klassischen Klarinettisten hierzulande. Das Eröffnungskonzert mit Mozarts Klarinettenquintett h-Moll, KV 581 und Brahms Klarinettenquintett A-Dur, op. 115 bestritt das international gefeierte Mandelring Quartett gemeinsam mit Georg Arzberger. Gelassen und heiter wurde der Abend mit Mozart eröffnet, dessen Komposition geprägt ist von volkstümlichen Passagen und wunderbaren Harmonien, die nicht zuletzt von der Klarinette Einiges an spielerischer Finesse abverlangt, was Arzberger interpretatorisch luftig mit vollem, warmen Ton meistert. Nach der Pause folgte mit Brahms op.115, einem seiner späten Werke, eine dichte kraftvolle Interpretation, in der ein melancholisch-schöner Klang vorherrscht, der in seiner gefühlvollen Harmonik und Klangästhetik eindrucksvoll den „Abschied von der schönen Welt“ (Kalbach) vermittelt. Als Zugabe schließlich wurde das Publikum mit Schumanns „Abendlied“, bearbeitet von Bussoni, in die Nacht entlassen. Eine Sternstunde, nicht nur weil dieselben am Abendhimmel blitzten, sondern vielmehr weil dieses Festival die Kulturszene des Wittelsbacher Landes belebt und künstlerisch wie konzeptionell Maßstäbe setzt. Die Veranstaltungsreihe ist mit brillanten Ensembles besetzt, komplett klimaneutral, offen für alle, die Verpflegung bio, die Preise fair, es wird ausschließlich Ökostrom verwendet, Tickets gespendet und Bäume gepflanzt. Die Atmosphäre ist herzlich, familiär und durch Gespräche sowie Austausch mit den Musikern unglaublich persönlich.

Für die kommenden Tage gibt es noch Karten! Am Freitag, den 02.09. steht „The New Peter Lehel Quartett“ mit Georg Arzberger auf dem Programm, das Jazz und Klassik verbindet. Am Samstagvormittag gibt es dann ein Kinderkonzert, am Abend spielt das Mandelring Quartett erneut auf, und am Sonntag folgt nach einem Open Air Wanderkonzert am Nachmittag das Abschlusskonzert mit Musikern der Camerata Vitilo und Mozarts „Gran Partita“, der Serenade Nr. 10 . Einen Ausflug ins Grüne mit herrlicher Verpflegung, einmaligem Ambiente und erstklassiger Musik … schwer zu toppen!

Weitere aktuelle Informationen dazu gibt es unter: www.musikfest-blumenthal.de
Text & Fotos: Thomas J. Krebs
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Freitag 02.09.2022
Fürstenfeld: BOUM - Lisa Eckhart live im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck
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Lisa Eckhart, mittlerweile 30 Jahre alt, östereichische Kabarettistin, Romanautorin, Mutter, Provokateurin (à la bonne heure) Open Air live im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck und bereits im Vorwege gab es Stress und Probleme mit ihrem geplanten Auftritt.

Dass es sich dabei z.B. um „politisch-moralische“ Skepsis einzelner Personen/Gruppen handelte, die ihr Unverständis für Demokratie und Kabarett à la Eckhart zum Ausdruck bringen wollten, gegen die Veranstaltung protestierten und gar drohten diese zu stören - geschenkt! Viel tragischer dagegen indes die Tatsache, dass Eckharts Auftritt mehrmals verschoben werden musste. Nicht etwa wegen der Resistenz Einzelner, sondern vielmehr wegen eines Virus, das die Welt bewegt(e) und schließlich noch das Wetter … nicht einmal Petrus hatte Einsehen mit den Gegnern, sondern bescherte dem zahlreich erschienenen Publikum, nach noch heftigem Regen am Nachmittag, einen trockenen, äußerst amüsanten Abend. Lisa Eckhart polarisiert und macht es weder sich selbst, noch dem Publikum leicht. Sie wettert gegen politische Korrektheit und karikiert Situationen, die Manchen zu weit gehen. Wieviel Humor verträgt die Gesellschaft? Kann und darf man über abwertende Klischees derbe Witze machen oder gar Stereotypen über Minderheiten derart überspitzt thematisieren? Das ist das nun mal das reale Leben und davon lebt Kabarett. Machmal muss/darf es wehtun, sollte man darüber nachdenken, was es mit an den Pranger gestellten Vorurteilen auf sich hat, egal wie krass Lisa Eckhart die Positionen auslotet. Sie legt den Finger auf Themen und Wunden, die längst verheilt sein sollten. Manchmal schmerzt das sicherlich, und ja man kann und darf sogar befreit lachen: „zeigt sie doch an und wir öffnen einen Sekt, das ist alles von der Kunstfreihet gedeckt“ !

Zum Schluss Eckharts eindringliche Bitte an das Publikum, wenn man sich nach der Show noch am Signiertisch trifft: keine Lebensgeschichten erzählen, ja, sie ist in Wirklichkeit kleiner als man denkt und ausdrücklich: Frau Eckhart NICHT duzen! Im Übrigen muss sie sich auch sputen, denn ihr in der Backstage verweilende Säugling wartet dort auf’s Catering. Man dürfe ihr gern an den Busen grabschen, aber sie bitte nicht vollquatschen. Mittlerweile habe sie vor zwei Stunden zuletzt gestillt, also „utere facultatem“ - größer wird er nicht! Wer jetzt noch darüber nachdenkt, ob das korrekt oder gar übergriifig ist, hat kein Gespür für Kabarett!

Text & Fotos: Thomas J. Krebs
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Donnerstag 18.08.2022
München: The Machinists Reunited: FLA & Die Krupps im Backstage
Jugenderinnerung, zeitgemäß oder Zeitgeist? Front Line Assembly und Die Krupps waren bereits vor einem Vierteljahrhundert in Nordamerika gemeinsam auf Tour. Vor vier Jahren gaben sich die Genrepioniere in Europa zum ersten Mal zusammen auf der Bühne die Ehre. Nun war es für Fans des kultivierten EBM/Industrialrock wieder an der Zeit mit den „Machinists Reunited“ das Münchner Backstage zum Beben zu bringen.

Wie bereits vor vier Jahren startete der Abend mit der Osnabrücker Band Tension Control, die dem Publikum mit straightem old school EBM einheizte und ihr neues, mittlerweile drittes, Album „Ton aus Strom“ vorstellten. Neben dem Cover „Deutschland, bleiche Mutter“ (Der Plan), war kultureller Höhepunkt eine knallige Vertonung des Rilke Gedichtes „Der Panther“. Dann folgte es Schlag auf Schlag. Frontline Assembly startete gleich mit „I.E.D.“ durch und fackelte nicht lange. Da wurden in gut 70 Minuten fast ein Dutzend Songs aus über dreißig Jahren Bandgeschichte gespielt, angefangen vom Klassiker „Resist“, „Deadened“ über „Rock me Amadeus“ (!) einem Falco Cover aus dem Jahr 2019 von ihrem vorletzten Album „Wake Up The Coma“ oder schließlich „Millenium“ als Zugabe. An der Gitarre sensationell Tim Skold (KMFDM, Marilyn Manson), der zusammen mit Bill Leeb und seinen Mitstreitern lupenreinen, differenzierten drum&bass-guitar-synthie-Industrial ablieferte! Last not least schepperten bei Die Krupps Kracher wie „Isolation“, „Amboss“ oder „Kaltes Herz“. Bei „Metal Machine Music“ kam kurz Pogostimmung auf, und bei „Robo Sapiens“ gab es dann kein Halten mehr. Das Publikum feierte die Bands ab, die Wände der Backstage Halle wackelten und vibrierten. Einziger Wermutstropfen an dem Abend bei Die Krupps, Nils Finkeisen musste den Gitarrenpart vom erkrankten Marcel Zürcher mit performen, was ihm bravourös gelungen ist. Am Mergestand gab es danach noch Gelegenheit mit den Musikern zu quatschen oder gar signierte Devotionalien mit nach Hause zu nehmen.

Resümee des Abends: musikalisch durchaus eine Mischung aus Jugenderinnerungen, was ein paar Songs betrifft. Zeitgemäß ist die Musik nach wie vor, zumal weder Frontline Assembly noch Die Krupps in den 80ziger oder 90ziger Jahren stehengeblieben sind, sondern sich stilistisch kontinuierlich weiter entwickelt haben. Und den Zeitgeist treffen sie mit ihrem Sound voll auf die Zwölf!

Fotos & Text: Thomas J. Krebs
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Montag 08.08.2022
München „Out Of The Box“- Festival: Uraufführung der Riesenrad-Oper „Umadum“
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Beim „Out Of The Box“-Festival im Münchner Werksviertel unter der künstlerischen Leitung von Frau Dr. Martina Taubenberger standen dieses Jahr die Themen „Körper, Bewegung, Klang, Raum & Kontakt“ im Mittelpunkt. Seit 2019 werden mit dieser Veranstaltungsreihe musikalische wie räumliche Grenzen neu ausgelotet, revolutionär in Szene - und damit Maßstäbe - gesetzt. Letztes Wochenende fand die Uraufführung der ersten Riesenrad-Oper der Welt „Umadum“ statt.

Das Riesenrad Umadum im Münchner Werksviertel war Dreh- und Angelpunkt der Oper. In Auftrag gegeben wurde das Werk von Taubenberger an den renommierten Österreicher Christian Muthspiel. Seit seiner Zeit beim Vienna Art Orchestra hatte Muthspiel die Vision eines eigenen Jazzorchesters, die er 2019 mit dem „Orjazztra Vienna“ verwirklichte und mit dem die Riesenrad-Oper, ergänzt durch drei Sängerinnen Eva Klampfer, Lucia Karnig und Anna Anderluh, aufgeführt wurde. Muthspiels Inspiration für das Werk war nicht zuletzt die während der ersten Corona-Welle isoliert auf Balkonen singenden Menschen Italiens, einzig verbunden durch die Musik. In der „Isolation“ der 27 Gondeln des „Umadum“ Riesenrades spielen 27 Musizierende, verbunden über Kopfhörer und mit einer Stoppuhr ausgestattet, über die sie ihre Einsätze koordinieren. Das Werk von Christian Muthspiel ist mehr als nur eine logistische Herausforderung. Im musikalischen Vordergrund der komplexen Partitur steht ein polyphoner Mix aus zeitgenössischer Moderne und jazzigen Elementen, gespickt mit vertrackten Rhythmen, das Ganze im klassischen Orchesterspiel verortet. Die von Taubenberger ausgewählten Texte beschäftigen sich mit dem gesetzten Thema Isolation und verdeutlichen die? damit verbundene Veränderung, Verwundbarkeit und Verunsicherung im Umgang mit Nähe oder Berührung. Zitate aus T.S. Eliots „The Waste Land“ werden verwoben mit Textpassagen aus Pablo Nerudas „Book of Questions“, Alessandro Bariccos „Il Novecento“ und Wallace Stevens „The Snowman“.

Zu Beginn der Aufführung stehen 27 MusikerInnen, alle weiß gekleidet, an der Rampe des Riesenrades und betreten einzeln die 27 Kabinen, richten sich ein für drei Riesenrad-Runden, 44 Minuten lang hochkonzentriert ihrer Partitur folgend, Muthspiels Oper „Umadum“ aufzuführen. Das Publikum konnte das Spektakel entweder im Liegestuhl zu Füßen des Riesenrades genießen, während die Oper mittels einer Konferenzschaltung über Boxen und einer digitalen Großleinwand übertragen wurde oder selbst für eine Runde in einer Gondel mitfahren, sich einen Solopart anhören und danach wieder in den Liegestuhl begeben. Präzise und mit Fingerspitzengefühl „dirigierte“ Muthspiel sein Orchester vom Mischpult aus vor dem Riesenrad, technisch lief alles wie am Schnürchen und am Schluss merkliches Aufatmen, dass alles letztlich so umgesetzt werden konnte, wie es konzipiert war. Dem Orchester allerdings blieb letztlich verwehrt, was das Publikum erleben durfte - sie waren musizierend isoliert in ihrer Kabine und damit jeder Teil des großen Ganzen. Unter dem Strich war die Riesenrad-Oper „Umadum“ mehr als nur ein Experiment. Nachdem die Premiere am Freitag wegen Gewitter unterbrochen werden musste, konnten die weiteren Aufführungen bei herrlichem Wetter reibungslos stattfinden. Man hatte jedoch die Qual der Wahl: das ganze bei Tageslicht und Sonnenschein genießen oder eindrucksvoll beleuchtet in Szene gesetzt bei den Abendvorstellungen.

Wie geht es mit der Oper „Umadum“ nun weiter? Auf der Welt stehen mehrere Riesenräder, wie z.B. in London, Dubai oder Wien. Der Grundstein für weitere Aufführungen ist jedenfalls erfolgreich gelegt.
Text & Fotos Thomas J. Krebs
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Sonntag 31.07.2022
München: Z’Fuaß am Flaucher mit dem Duo Schriefl-Bär
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Am Wochenende fand an zwei Tagen in der Münchner Isarphilharmonie HP 8 das erste Alpenrausch Festival statt. Präsentiert wurde sowohl in der Philharmonie, im Saal X und dem Außengelände ein abwechslungsreiches und vielseitiges Programm rund um das Thema Neue Volksmusik.

Ein kleiner Höhepunkt des Festivals war eine musikalische Wanderung mit Matthias Schriefl und Johannes Bär, die im Anschluss dazu ihren Dokumentarfilm „Auf Tour Z’Fuaß“ vorstellten. Zusammen mit den beiden Musikern ging der Ausflug von der Isarphilharmonie über die Schinderbrücke zum Flaucher und wieder zurück. Im Gepäck ein Sammelsurium an Instrumenten von Alphörnern bis hin zu Trompeten, Akkordeon und Tuba. Auf dem Weg gab es ein Alphornkonzert mit Jodelworkshop, am Flaucher bei den „Nackerten“ wurde u.a. der 60ziger Jahre Hit „Für Gaby tu‘ ich alles“ zum Besten gegeben, samt Tipps zum Trinken und Pieseln auf Wanderungen, immer wieder begleitet von musikalischen Einlagen. Nach gut einer Stunde ging es dann wieder zurück zur Isarphilharmonie. Das Ganze alles in allem eine Riesengaudi.

Überhaupt überzeugte das Konzept des Alpenrausch Festivals mit seinem kreativen Programm aus Konzerten, Film und Mitmachaktionen, bei dem u.a. die Unterbiberger Hofmusik, die Munich Opera Horns, an den Fassaden Bandaloop - eine Vertikal-Tanzgruppe, die Band Oansno und als Krönung zum Abschluss Manu Delago mit seinem Ensemble auftraten. Die Organisation klappte reibungslos, die Stimmung der der gut gelaunten Besucher war ausgelassen und passte zum sonnigen Wetter. Hoffentlich ist das der Beginn eines jährlich wiederkehrenden Festivals. Der Alpenrausch-Start, mit reichlich Vergnügen bei freiem Eintritt, war auf jeden Fall gelungen und definitiv ein rauschendes Fest!

Text & Fotos: Thomas J. Krebs
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Freitag 29.07.2022
Gröbenzell: Rainhard Fendrich räumt ab
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Gröbenzell. Wer den Liedermacher Rainhard Fendrich auf Hits wie „Macho Macho“, „Schickeria“ oder „Wien bei Nacht“ reduziert springt zu kurz. Fendrich hat viel zu erzählen und seine Botschaften sind klar und prägnant. Er steht auf gegen Rassismus, gegen Rechts, die allgegenwärtige Bequemlichkeit, oder z.B. gegenseitiges Anschweigen und ins Handy starren anstatt miteinander zu kommunizieren - „Reden bringt die Leut‘ zusammen“. Das Ganze verpackt Fendrich in rockige Klänge mit eingängigen Melodien, die sich mit der Zeit zu Ohrwürmern entwickeln, ohne dabei in seichte, profane Gefilde abzudriften. Mit von der Partei seine erstklassigen Mitstreiter Enrico Coromines, late night erprobt, an der Gitarre, dem vielseitigen Keyboarder Oliver Hahn, Klaus Doldingers Passport Bassist Patrick Scales und Christian Einheller mit klarem Groove am Schlagzeug. Die am Abend in Gröbenzell präsentierten Songs wurden ohne Firlefanz vorgetragen, immer wieder garniert mit kleinen Anekdoten zu seinen Liedern über Tante Frieda mit Damenbart und großer Warze auf der Oberlippe die gebusselt werden wollte „BussiBussi“, seine erste Nahtoderfahrung und Angst vor dem Tod „Die Geisterbahn“ oder der Spruch seines Vaters, dem vermeintlich klar wurde warum es Tiere gibt die ihre Jungen fressen, als Fendrich pubertierte „Frieda“. Alles in allem knackig mit klarem Blick nach vorn und vor allem ohne „Heisse Luft“. So betitelt einer seiner neuen Hits von dem aktuellen Album „Starkregen“ (rain-hard … lustiges Wortspiel …), von dem manche Songs wiederum das Zeug zu Klassikern haben. Ob „Rock’n Roll Band“, mit dem der Abend losging, „Hinter‘m Tellerand“ oder „Social Media Zombie“ - Fendrich trifft mit seinen Texten ins Schwarze und kritisiert ohne dabei den Oberlehrer zu spielen. Manches Mal fühlt man sich selbst ertappt, aber vielleicht kann man zukünftig ja etwas ändern?! So einfach funktionieren Fendrichs Songs, und gut schaut er selbst aus, fresh, fesch und aufgeräumt, auch wenn er gleich zu Beginn einer Dame aus dem Publikum einen wohlgemeinten Tipp für den Abend gibt: „Gnädige Frau, ich weiß nicht ob es Sinn macht, dass sie ein Fernglas benutzen, sie zerstören sich damit eine Illusion“. Im zweiten Set nach gut 90 Minuten auf der Bühne und mittlerweile 20 Songs steht das Publikum und singt „Es lebe der Sport“ oder „Blond“ hörbar mit. Nach „Für immer A Wiener“ ist erst einmal Schluss. Für den ersten Teil der Zugaben kommt Fendrich solo auf die Bühne und stimmt gemeinsam mit dem Publikum „Macho Macho“ an, gefolgt von „Oben ohne“ und „Zweierbeziehung“ bis die Band wieder auf der Bühne steht und „Strada del Sole“ spielt - nun hat es auch die letzten Zuhörer von den Sitzen gerissen. Als schließlich die inoffizielle Bundeshymne der Republik Österreich „I am from Austria“ erklingt, die Bühnenleuchtstäbe in den Nationalfarben leuchtend, ist Gänsehaut angesagt. Noch ein weiteres Mal lockt das Publikum Fendrich und seine Band auf die Bühne. Nach der Ballade „Herz wia a Bergwerk“ verabschiedet er sein Publikum mit dem aufrüttelnden „Frieden“ in den Sommerabend. Ein wenig Reflektieren hat noch keinem geschadet, und so endete ein ausgelassener, packender „Austropop“ Abend.
Text & Fotos: Thomas J. Krebs
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