Die ersten Kinos haben wieder geöffnet. So werden wir an dieser Stelle wie gewohnt an jedem Donnerstag einen Kinofilm vorstellen, der eine Woche später anläuft.
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1. UNHINGED - AUSSER KONTROLLE
2. DIE GEBURT DES LEOPARDEN
3. Bamboo Stories
4. Andrej Rubljow
5. Die schönste Zeit unseres Lebens
6. Motherless Brooklyn
Donnerstag 09.07.2020
UNHINGED - AUSSER KONTROLLE
Ab 16.Juli 2020 im Kino
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Es ist ein gewöhnlicher Morgen, mit einem gewöhnlichen Morgenstau, wer kennt das nicht. Und dann ist da auch noch ein Fahrer, der vor der grünen Ampel steht und nicht losfahren möchte. Der Griff zur Hupe ist das gängige Mittel, um diese Morgenschläfer aufzuwecken. Doch in dem Auto vor der jungen Mutter, die wie wild auf der Hupe zu sitzen scheint, sitzt kein verträumter Morgenmuffel, sondern ein Mann dessen Nerven bereits wie Drahtseile gespannt sind. Nach einer Konversation an der nächsten Ampel, wo sich die junge Frau nicht entschuldigen möchte, reißen anscheinend alle guten, oder schlechten Vorsätze des Mannes und es beginnt eine Jagt, die man weder sich selbst und auch keinem anderen unachtsamen Verkehrsteilnehmer an den Hals wünschen möchte.

Ein Film von Derrick Borte
Mit Russell Crowe, Caren Pistorius, Gabriel Bateman, Austin P. McKenzie u.a.

Er ist unberechenbar, hat nichts zu verlieren und geht bis zum Äußersten: Oscar®-Preisträger Russel Crowe ("The Nice Guys", "Gladiator") brilliert in dem Actionthriller UNHINGED - AUSSER KONTROLLE als unerbittlicher Fremder, bei dem eine alltägliche Situation den Ausnahmezustand auslöst. An Crowes Seite spielen Caren Pistorius ("Mortal Engines"), Gabriel Bateman ("Annabelle") und Jimmi Simpson ("Westworld"). Nach einem Drehbuch von Carl Ellsworth ("Disturbia") nimmt Regisseur Derrick Borte den Zuschauer mit auf einen rasanten, nervenzerreißenden Psychotrip.
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Donnerstag 02.07.2020
DIE GEBURT DES LEOPARDEN
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Ab 16. Juli auf DVD & Blue-ray

Regie: Luigi Falorni
Kamera: Roland Wagner, Schnitt: Wolfgang Grimmeisen

Hinter der Entstehungsgeschichte des ‚Gattopardo’ verbirgt sich eine wahre Liebesgeschichte, die diesen großen Roman fast noch in den Schatten stellt.

Als der Autor Giuseppe Tomasi di Lampedusa 1957 starb, war er mittellos. Seine Witwe konnte nur mit einem Darlehen überleben. Doch als ein Jahr nach seinem Tod der einzige Roman Tomasis „Il Gattopardo - DER LEOPARD“ als Buch erschien, war er auf Anhieb ein Welterfolg mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren und er ist noch heute ein Bestseller.

Der gleichnamige Film von Luchino Visconti mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon gewann 1963 die Goldene Palme in Cannes. So wie der Roman heute als Meisterwerk der Weltliteratur gilt, wird die Verfilmung als Meisterwerk der Filmgeschichte angesehen.

Der Dokumentarfilm DIE GEBURT DES LEOPARDEN erzählt von der Verbindung des Autors mit seiner deutsch-baltischen Ehefrau, der Psychoanalytikerin Alexandra von Wolff-Stomersee. Sie lernten sich in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts kennen und lieben. DIE GEBURT DES LEOPARDEN ist eine filmische Beschreibung der Beziehung eines Paares, das vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen Europas fast alles verloren hatte und dem es dennoch gelang, sich selbst neu zu erfinden. Es ist auch eine Geschichte zwischen dem äußersten Nordosten Europas und seinem südlichsten Ende.

Abbildung: Giuseppe Tomasi di Lampedusa ©Gioacchino Lanza Tomasi / FILMWELT
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Donnerstag 25.06.2020
Bamboo Stories
DVD

Ein Dokumentarfilm von Shaheen Dill-Riaz
Kamera: Shaheen Dill-Riaz


Es ist Hochsommer im Nordosten Bangladeschs. Fünf Männer stehen vor einer gefährlichen Mission. Mit ihrem Floß müssen sie den großen Fluss bezwingen. Einen Monat soll die Fahrt dauern, über 300 Kilometer immer flussabwärts. Die Fracht: 25.000 Bambusstämme. Tagsüber zehren Hitze, Regen und Stromschnellen an den Kräften. Nachts lauern Diebe und Piraten in der Dunkelheit des Flusses auf leichte Beute. Aber das ist es den Männern wert. Denn bei dieser Reise geht es um ihre Existenz.

Mit atemberaubenden Aufnahmen aus Bangladesch führt Filmemacher Shaheen Dill-Riaz mit Bamboo Stories den Zuschauer ein in die raue Welt einer Handvoll Männer, die seit Generationen Bambus fällen und das Holz mit riesigen Flößen zu den Großhändlern in der Hauptstadt Dhaka bringen.

Der Bambuswald entpuppt sich als heimtückischer Ort. Hier haben Blutegel, Tausendfüßler und böse Geister schon so manchen in den Wahnsinn getrieben. Das jedenfalls sagt Liakot, der Vorarbeiter der Bambusfäller. Seit seiner Kindheit arbeitet er im Wald, das Handwerk hat er damals vom Vater gelernt.Und so verbringt Liakot seine Tage im Bambusdickicht, schlägt Holz und gräbt Kanäle in den schlammigen Boden. Mit dem Bambus bauen er und seine Männer Dämme, mit denen sie das Bergwasser stauen. Stets auf der Hut vor wilden Elefanten und dem strengen Blick des Waldpächters geht die Schufterei nur langsam voran. Alle warten auf den Tag, an dem sie den Bambus durch die Stromschnellen hindurch ins Tal schiffen.

Unten am großen Fluss warten schon die Flößer. Shoheed und seine Männer zimmern aus 60 Bambus-Bündeln ein riesiges Floß, mit dem sie das Holz zu den Händlern nach Dhaka bringen werden. Vier Wochen lang leben die Männer auf dem Floß zusammen. »Toilette, Badezimmer, Waschküche, der Fluss ist alles in einem«, sagt Shoheed. Er zeigt auf das Wasser und grinst: »Damit kochen wir auch!« Der Humor hilft, die Strapazen und die Gefahren der langen Reise besser zu ertragen. Auf der Fahrt lauern tückische Strömungen, korrupte Polizisten und Flusspiraten, die oft wie aus dem Nichts auftauchen.

Überall dabei ist auch der Regisseur Shaheen Dill-Riaz. Mit seiner Kamera beobachtet und teilt der Dokumentarfilmer das Leben der Männer im Wald und an Bord. In Bamboo Stories bewegen sich die Reisenden in verschiedenen Welten, jede mit ihren eigenen Gesetzen und Regeln. Warum nehmen die Männer die schlechte Bezahlung, die Schwierigkeiten und die Gefahren auf sich? Und warum würden sie trotzdem niemals tauschen?


„Die Normalität von Arbeit in ihrer Besonderheit zu zeigen, ist die brillante Kunst des Ausnahme-Dokumentarfilmers Shaheen Dill-Riaz.“ konkret

„Auch in seinem neuen Film, der eine abenteuerliche Reise ist, also auch ein ganz spannender Dokumentarfilm, der Spaß macht, der uns mitnimmt, in ganz entlegene Gegenden, in diesem neuen Film bringt er uns die Menschen vor allen Dingen wieder ganz nahe.“ radioeins

„Schöner Film über ein Material und die Menschen, die von ihm und auf ihm leben.“ Süddeutsche Zeitung
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Donnerstag 18.06.2020
Andrej Rubljow
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BluRay - In deutsch untertitelter Originalfassung und restauriert in HD!

Andrei Rubljow, Russland 1966
Regie: Andrei Tarkowski
Mit Anatoli Solonitsyne, Tamara Ogorodnikova, I. Lapikov


Russland zu Beginn des 15. Jahrhunderts: Dem talentierten Ikonenmaler Andrej Rubljow fällt es zunehmend schwerer, die menschenverachtende Politik seiner Auftraggeber in Einklang mit seinen eigenen humanistischen Ideen zu bringen. Er stürzt in eine schöpferische Krise, zieht sich zurück
und reflektiert über Möglichkeiten und Aufgaben des Künstlers in der Gesellschaft. Erst als er einen jungen Glockengießer bei der Arbeit beobachtet, wird er aus dem Zustand der Untätigkeit herausgerissen: seine Neuentdeckung der Freude an der Kreativität lässt ihn wieder Hoffnung
schöpfen.

„Das Leben Andrej Rubljows erzählt der russische Regisseur nicht als eine zusammenhängende Geschichte, sondern in einzelnen Kapiteln. Die zwei Teile, in die der Film aufgeteilt wurde, behandeln in acht Kapiteln plus einem Prolog Gegebenheiten aus 25 Jahren von Rubljows Leben. Der Film zeigt Szenen der Wanderschaft der Mönche Andrej (Anatoliy Solonitsyn), seinem Lehrer Daniil (Nikolay Grinko) und seinem Konkurrenten Kyrill (Ivan Lapikov). Dabei begegnen sie nicht nur einem Gaukler, sondern auch dem Maler Theophan (Nikolai Sergejew), der Andrej als seinen Gehilfen anwirbt. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit der Entstehung des Jüngsten Gerichts und dem Tatarenangriff, der durch den Bruderzwist der beiden Herrscher ausgelöst wurde. Ein traumatisches Ereignis bringt Andrej Rubljow dazu ein Schweigegelübde abzulegen, welchem er 15 Jahre lang treu ist, bis er dem Glockengießer Boriska (Nikolay Burlyaev) begegnet. Dieser verleiht ihm neuen Mut und neuen Glauben an die göttliche Wirkung von Kunst.
Bereits im Jahr 1961, also vor “Iwans Kindheit” verfasste er zusammen mit seinem Studienkollegen Andrej Michaelkow-Kontschalowskij das Drehbuch. Abgedreht wurde der Film dann in den Jahren 1964 bis 1965. Im darauffolgenden Jahr fand die erste Aufführung in einem kleinen Kreis Moskauer Cineasten statt. Daraufhin schickten die Sowjets den Film 1967 zu den Filmfestspielen in Cannes. Bis dahin schien es gut für Tarkowski zu laufen, doch recht bald zogen diejenigen, welche den Film eingereicht hatten, ihn wieder aus dem Wettbewerb zurück. Den Zensoren missfiel die deutliche Allegorie auf die Gegenwart und Tarkowski lehnte es ab den Schnittauflagen Folge zu leisten. So wurde nicht nur “Andrej Rubljow” auf den Filmfestspielen in Cannes und Venedig nicht gezeigt, sondern auch alle weiteren sowjetischen Filme wurden von der Festivalleitung aus dem Programm genommen. Es verging eine längere Zeit bis die Affäre Rubljow überstanden war und der Film schlussendlich 1973 im deutschen Fernsehen erstmals zu sehen war. Bis dahin wurde der Film zu einer richtigen Legende, sodass das westliche Publikum schon die Aufführung des neuen Meisterwerkes herbeisehnte. Aber der Film löste nicht nur positive Reaktionen aus. Das zeitgenössische Publikum empfand die Form als zu unzugänglich, den Film allgemein als zu lang und es waren zu viele Nacktszenen und Grausamkeiten zu sehen. Auch die Geschichtsauffassung war für viele Landsmänner schwierig. Der Film wäre zu wenig optimistisch und hätte mehr den Widerstand zeigen sollen. Doch Tarkowski bestand auf seiner künstlerischen Autonomie und ließ nur wenige Veränderungen im Gesamten zu.“
 

„Am Beispiel von Rubljow wollte ich die Psychologie des schöpferischen Tuns verfolgen und zugleich die seelische Verfassung und die gesellschaftlichen Emotionen eines Künstlers erforschen.“ (Andrei Tarkowski)
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Donnerstag 11.06.2020
Die schönste Zeit unseres Lebens
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Seit 01. Juni 2020 auf DVD & Blue-ray

„So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime (Michaël Cohen). Sein Vater Victor (Daniel Auteuil) wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne (Fanny Ardant) ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht definitiv Hilfe! Und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine (Guillaume Canet) hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot (Doria Tillier) die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt …

Ein Film von Nicolas Bedos
Mit Daniel Auteuil, Guillaume Canet u.a.
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Donnerstag 04.06.2020
Motherless Brooklyn
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Seit 28. Mai auf DVD & Blue-ray


Im New York der 1950er erzählt "Motherless Brooklyn" die Geschichte von Lionel Essrog (Edward Norton), einem einsamen Privatdetektiv mit Tourette-Syndrom, der versucht, den Mord an seinem Mentor und einzigen Freunde Frank Minna (Bruce Willis) aufzudecken. Ausgestattet mit nur sehr wenigen Hinweisen und angetrieben von seinem obsessiven Verstand deckt Lionel streng gehütete Geheimnisse auf, die entscheidend für das Schicksal und das Gleichgewicht der ganzen Stadt sind. Der rätselhafte Mord spült ihn in Gin-geschwängerte Jazzklubs in Harlem, in die unnachgiebigen Slums von Brooklyn und schließlich in die vergoldeten Säle der Mächtigen von New York. Um seinen Freund zu ehren, nimmt Lionel den Kampf gegen Gangster, Korruption und den gefährlichsten Mann der Stadt auf - und um die Frau zu schützen, die möglicherweise seine eigene Rettung sein könnte.

Ein Film von Edward Norton
Mit: Bruce Willis, Alec Baldwin, Bobby Cannavale, Willem Dafoe u.a.
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Autor: Siehe Artikel
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