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Start: Freitag 10.11.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 16.09.2018
München Pinakothek der Moderne: HELLA JO NGERIUS & LOUISE SCH OUWENBERG. BEYOND THE NEW
Bilder
Bilder
HELLA JONGERIUS & LOUISE SCHOUWENBERG. BEYOND THE NEW
PINAKOTHEK DER MODERNEDIE NEUE SAMMLUNG – THE DESIGN MUSEUM

10. NOVEMBER 2017 – 16. SEPTEMBER 2018 (PATERNOSTER-HALLE)

Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Die Neue Sammlung – The Design Museum präsentiert bereits seit 2015 ihr zehnmonatiges Ausstellungsformat für zeitgenössische Designpositionen in der zweigeschossigen Paternoster-Halle in der Pinakothek der Moderne, deren architektonische Besonderheit vor allem durch die stete Bewegung der beiden Paternosteraufzüge definiert wird.Hella Jongerius hat insbesondere durch ihre charakteristische Arbeitsweise, eine Verbindung aus Handwerk und industriellen Prozessen, sowie durch ihre markanten Textil- und Farbentwürfe internationale Anerkennung erlangt. Louise Schouwenberg ist Kunst- und Designtheoretikerin und leitet den Fachbereich für Contextual Design an der renommierten Design Academy in Eindhoven. Jongerius und Schouwenberg verfassten 2015 das Manifest „Beyond the New. A Search for Ideals in Design“, welches sie auf dem Salone del Mobile in Mailand vorstellten. Darin kritisieren sie das vorrangige Interesse der Produktindustrie an der Idee des ewig Neuen um der Neuheit willen und plädieren stattdessen für eine wahrhaftige kulturelle Innovation.Die Idee des Neuen wird in der Ausstellung nun auf das Museum und seine Sammlung übertragen. Wie ist Design hier definiert? Wie unterscheiden sich die Anforderungen des Marktes von denkulturellen Ansprüchen des Museums? Kann kulturelle Innovation im Museum verortet sein?  „Ja und Nein”, sagen Jongerius und Schouwenberg. „Auf der einen Seite ist das Museum der ideale Ort, um die vielfältigen kulturellen Bedeutungen von Design verständlich zu machen. Der Besucher kann hier nachvollziehen, welche Exponate zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung das Ergebnis einer kulturellen Innovation waren und im Laufe der Zeit nichts an Bedeutung eingebüßt haben. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob in einem Museum die Diskrepanz zwischen Design als kulturellem Artefakt und Design als kommerziellem Gut überzeugend veranschaulicht wird. Kann das Museum tatsächlich Erkenntnisse über die Bedeutung von Design im Alltagsleben der Menschen vermitteln, wenn die Objekte im musealen Kontext ihres Funktionswertes beraubt sind?”Ein thematischer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Aspekt des Sammelns und Ausstellens in der Neuen Sammlung – The Design Museum vor dem Hintergrund ihrer geschichtlichen Entwicklung. Anhand verschiedener Installationen wird beleuchtet, wie unterschiedliche Kontexte die Wertschätzung funktionaler Dinge beeinflussen können. Jongerius und Schouwenberg: “Designobjekte sind Vermittler zwischen Menschen und ihrer Umgebung. Sobald man sich ihrer enormen Wirkung bewusst wird, erkennt man auch welche Entwürfe hochwertiger undbedeutungsreicher sind als andere.”

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München

Bilder:

- Hella Jongerius & Louise Schouwenberg – Beyond the New
Die Neue Sammlung – The Design Museum
Foto / Photo: Roel van Tour

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg. Beyond the New. Installationsansicht.
Foto: Labadie / Van Tour
Start: Freitag 02.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 03.06.2018
München Haus der Kunst: Kiki Smith - Procession
Bilder
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In über drei Jahrzehnten hat die amerikanische Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg) ein facettenreiches Werk geschaffen, das sich mit den politischen und sozialen, den philosophischen und spirituellen Aspekten der menschlichen Natur befasst. Ihre analytische Durchdringung des Körpers - ohne Scheu vor Tabus und Grenzen der Scham - stellt die Bedingungen menschlichen Daseins zur Diskussion: Alter, Tod und Sterben, Verwundung und Heilung, Ganzheit und Fragmentierung, Sexualität und Geschlecht, Identität und Erinnerung. Dabei nutzt Kiki Smith neben der Skulptur eine Vielzahl anderer Medien, insbesondere Zeichnung, Radierung und Lithografie, auch Buch, Fotografie und Video. Sie verwendet eine Fülle von Materialien, z.B. Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Pigment, Aluminium, Latex, Federn, Haar und Bienenwachs.

Obwohl Kiki Smith im Bewusstsein einer kunstinteressierten Öffentlichkeit präsent ist, fand die Wertschätzung ihres Werks in europäischen Museen vorwiegend in kleineren Projekten Ausdruck: in der Kestner Gesellschaft, Hannover (1998), im Ulmer Museum (2001), der Fondazione Querini Stampalia, Venedig (2005), im Museum Haus Esters, Krefeld, der Kunsthalle Nürnberg (2008), der Fundació Joan Miró, Barcelona (2009) und dem Palais des Papesses, Avignon (2013). Die Ausstellung im Haus der Kunst ist die erste größere Museumspräsentation in Europa. Die ausgewählten Werke verflechten sich zu einer Gesamtdarstellung des gedanklichen Kosmos der Künstlerin. Der Schwerpunkt liegt auf den Skulpturen vom Beginn der Werkentwicklung in den 1980er-Jahren bis zu jüngst entstandenen Arbeiten.

Der Titel der Ausstellung leitet sich etymologisch von „vorbeischreiten" (lat. procedere) ab; er stellt einen Bezug her zur Inszenierung des Künstlers Francis Alÿs aus dem Jahr 2002: Alÿs konzipierte den temporären Auszug von Kunstwerken aus dem MoMA wegen Baumaßnahmen als „The Modern Procession". Repliken bedeutender Werke von Alberto Giacometti oder Marcel Duchamp oder Pablo Picassos Gemälde „Demoiselles d'Avignon" wurden wie Reliquien durch die Straßen von New York getragen, mit Kiki Smith - für viele selbst eine Ikone der Kunst -, über den Köpfen thronend.

Die Werke der 1990er-Jahre zeigen isoliert einzelne menschliche Körperteile: Bauch, Kopf, Hände, Gedärm, oder Gefäße mit den Körperflüssigkeiten Blut, Schweiß, Milch und Tränen. Vom Ganzen abgetrennt präsentiert, wirken sie wie archäologische Funde, oder Reliquien. Dabei machen die Radikalität der Bilderfindungen und die Magie des Materials das Werk von Kiki Smith so einzigartig. Durch ihre Hingabe an das „Drama" des Körpers, vor allem des weiblichen Körpers, ist das gesamte emotionale Spektrum von Gewalt und Verletzlichkeit, von Harmonie und Geborgenheit gegenwärtig.

In diesen Werken kommen so unterschiedliche handwerkliche Techniken wie Glasbläserei, Glasmalerei, Herstellung und Verarbeitung von Porzellan, Gipsabguss, Papiermaché oder Filz zum Einsatz. Mit „Glass Stomach" (1985) präsentiert Kiki Smith den Magen als durchsichtiges Gefäß. Der organische Ort der chemischen Spaltung von Nährstoffen und ihre Umwandlung in Energie ist Laborgerät für alchemistische Experimente. Ihre Entscheidung für einen bestimmten Werkstoff bezeichnet Kiki Smith als „eine nützliche Art zu denken".

Von diesen anatomisch angelegten Darstellungen ausgehend hat sich im Werk der Kiki Smith seitdem ein Universum entfaltet, das von Mädchen und Frauen, Mischwesen, Tieren vieler Art, Gewächsen und Gestirnen bevölkert ist. Mit „Jersey Crows" (1995/2017) setzt Kiki Smith 20 Krähen, die Opfer von Pestiziden wurden und tot vom Himmel fielen, ein Denkmal. Eine solche Installation schafft Kreaturen, deren Habitat durch den Menschen bedroht ist, einen Raum der Wertschätzung, der an den Ritus des Übersetzens sowie an das Bewahren, an Totenbarke und Arche Noah, erinnert. Kiki Smith fragt nach unserem Verhalten gegenüber der Schöpfung. Die Haltung der Künstlerin ist klar: „Man beutet keine Natur aus, die zu einem spricht."

Die Ausstellung lässt diese Geschöpfe am Betrachter vorbeiziehen wie in einer Prozession. Oft sind die verschiedenen Wesenheiten ineinander verwoben: ein abgetrennter Kopf auf dessen Kinn ein Rabenvogel sitzt („Head with Bird II", 1994); oder eine Frau - die Künstlerin selbst -, die eine leblose Katze im Arm hält („Pietà", 1999); eine andere, deren Fuß wie bei einer Geburt noch mit einem Reh verbunden ist („Born", 2002). In der Ausstellung hat „Born", sowie die Skulptur von einer Frau, die dem Bauch eines Wolfes entsteigt („Rapture", 2001), umgeben von den Tapisserien einen ganzen Raum für sich. Die Begegnungen zwischen Mensch und Kreatur drücken Innigkeit und Vertrautheit aus. Insgesamt wird bei den Wesen von Kiki Smith die Grenze zwischen Mensch, Natur und Kosmos durchlässig.

Die Serie von zwölf Tapisserien ist hier erstmals vollständig ausgestellt. Bei ihrer ersten Reise nach Europa erfüllte sich die Künstlerin den Wunsch, die Tapisserien „Zyklus zur Apokalypse" zu sehen, die Herzog Ludwig I. von Anjou in den Jahren 1377-1382 für seine Residenz in Angers fertigen ließ. Dieser 140m breite Wandteppich stellt die Visionen aus der Offenbarung des Johannes dar. In ihrer eigenen Serie von Tapisserien erzählt Kiki Smith eine Art Schöpfungsgeschichte. Schlange, Wolf, Rabenvogel, Eva, Adam, Reh, Berge, Flüsse, Meer und Gestirn sind zu einem bekenntnishaften Weltentwurf verwoben.

Die Ausstellung wird von Petra Giloy-Hirtz kuratiert. Der Katalog erscheint bei Prestel, mit Beiträgen von Julia Bryan Wilson, Petra Giloy-Hirtz, Virginia Raguin und Ulrich Wilmes; gebundenes Buch, 224 Seiten, 23,0 x 27,0 cm, 110 farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-7913-5625-9, 49,95 Euro.

Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Germany

Bilder:

Kiki Smith
Untitled
1995
Braunes Papier, Methylzellulose, Pferdehaar
134,6 x 45,7 x 127 cm
Photograph by Ellen Labenski, courtesy Pace Gallery
© Kiki Smith, courtesy Pace Gallery

Kiki Smith
Head with Bird
1994
Phosphorbronze und Silberbronze
30,5 x 30,5 x 16,5 cm
Unikat
Photograph by Ellen Page Wilson, courtesy Pace Gallery
© Kiki Smith, courtesy Pace Gallery
Start: Freitag 09.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 10.06.2018
München Pinakothek der Moderne: GERMAINE KRULL. MÉTAL
Bilder
GERMAINE KRULL. MÉTAL
PINAKOTHEK DER MODERNE
SAMMLUNG MODERNE KUNST
AUSSTELLUNG VOM 28. SEPTEMBER 2017 – 10. JUNI 2018

Ihre Bedeutung als Künstlerin der Avantgarde verdankt die Fotografin Germaine Krull (Wilda 1897 – 1985 Wetzlar) ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“, das 1928 in Paris bei A. Calavas, Librairie des Arts Décoratifs in kleiner Auflage erschien. In 64 Lichtdrucktafeln setzt sie darin eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Es war wohl gerade diese Veröffentlichung, die Walter Benjamin veranlasste, Germaine Krull in seiner „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (1931)  in einem Atemzug mit den bedeutenden Fotografen August Sander und Karl Blossfeldt zu nennen.Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich ist der Kurzfilm „De Brug“ (1928) des niederländischen Filmemachers und Dokumentaristen Joris Ivens zu sehen. Hier zeigt sich nicht nur die persönlich künstlerische Verbindung der beiden, sondern auch die wechselseitige Inspiration der technischen Bildmedien Film und Fotografie in der Moderne.Germaine Krull, die ihre Ausbildung an der Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie absolviert hatte und 1920 aufgrund ihrer politischen Gesinnung aus Bayern ausgewiesen wurde, lebte nach Stationen in Moskau, Berlin und Amsterdam ab 1926 in Paris. Dort avancierte sie zu einer gefragten Werbe- und Porträtfotografin und arbeitete als Fotojournalistin. Trotz reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit in den 1920er und 1930er Jahren geriet sie nach 1945 in Vergessenheit.Ann und Jürgen Wilde konnten Germaine Krull 1974 in Nordindien ausfindig machen und richteten ihr 1977 eine erste Retrospektive in Deutschland aus. Diese leitete die Wiederentdeckung der Fotografin und ihres bedeutenden Werkes ein.

PINAKOTHEK DER MODERNE
Barer Straße 40
80333 München

Bild:

- Germaine Krull, Tour Eiffel, um 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen
Start: Donnerstag 15.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 19.08.2018
München Deutsches Museum: energie.wenden
Bilder
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energie.wenden

Deutsches Museum München
Ausstellung vom 15. Februar bis 19. August 2018

Schon der Titel der neuen Sonderausstellung des Deutschen Museums ist eine Aufforderung: „energie.wenden“ heißt sie – und lässt ein hochpolitisches, kontroverses und komplexes Thema lebendig und anschaulich werden. Die Ausstellung ist ab 15. Februar 2017 auf der Museumsinsel zu sehen – und zu erleben. Der Ansatz ist für das Deutsche Museum etwas völlig Neues: Im Zentrum der Ausstellung steht ein multimediales Rollenspiel, bei dem die Besucher selbst die Entscheidungen zur Energiewende treffen.
 
Warum gerade dieses Thema? Generaldirektor Wolfgang M. Heckl erklärt, warum diese Ausstellung perfekt zum Deutschen Museum der Zukunft passt: „Die Energiewende ist eines der großen globalen Themen für das 21. Jahrhundert. Es stellt Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Technik gleichermaßen vor große Herausforderungen. Wir möchten mit der Ausstellung dazu beitragen, dieses Projekt voranzutreiben – und die Herausforderung zu bewältigen.“

Sabine Gerber, Leiterin der naturwissenschaftlichen Ausstellungen beim Deutschen Museum, ist stolz auf die Ausstellung – und auf das Rollenspiel: „Das eine Art Übungsraum für die Gesellschaft, eine Welt im Kleinen.“ Denn das Herzstück der Ausstellung ist ein Spiel, das die Besucher auf das „politische Parkett“ und in den zentralen Raum der Ausstellung führt. Dort begegnen ihnen auf großen Bildschirmen von Schauspielern dargestellte Akteure der Energiewende. Von einer Atomkraft-Lobbyistin bis zu einer Frau, die Wasserkraftwerke baut, von einem Bauern bis zu einem Techniker für das Stromnetz ist alles dabei. Und alle haben gute Argumente für ihre Sache. Es sind zwar Lobbyisten, aber sie wissen, wovon sie sprechen. Alle Akteure haben Forderungen an die Besucher – wie „Baut die Stromnetze aus!“ oder „Mehr Elektroautos!“ Die Besucher müssen in diesem Geflecht von Forderungen und Argumenten entscheiden, was für eine Energiewende sie wollen – und übernehmen praktisch die Rolle eines Politikers.

Für die Auswertungen dieser von den Besuchern gefällten Entscheidungen haben sich die Ausstellungsmacher einen liebenswert analogen Weg ausgedacht. Die Besucher bekommen am Anfang eine Karte in die Hand. Ihre Entscheidungen stanzen sie selbst in diese Karte. Und am Ende schiebt man die entstandene Lochkarte  in ein Lesegerät, das einem verrät, was für ein „Energiewende-Typ“ man ist. „Das macht richtig viel Spaß, erweitert aber gleichzeitig das Wissen um die Energiewende erheblich“, sagt Sarah Kellberg, Leiterin des Sonderausstellungsteams. Und Sabine Gerber ergänzt: „Die Ausstellung ist alles andere als trivial, denn das Thema ist es auch nicht. Auch deshalb haben wir uns einen spielerischen Zugang zu dem Thema ausgedacht.“ Auf dem Weg durch das „Spiel“ werden die Besucher immer wieder eingeladen, in die Themenfelder abzubiegen. Rechts und links des gelben Spielparcours befinden sich insgesamt neun Ausstellungsbereiche zu Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch zu Mobilität oder zur Atomenergie.

Die Liste der beeindruckenden Exponate ist lang: Das erste davon sehen die Besucher schon im Museumsinnenhof. Eine große Blume mit Blütenblättern aus Solarzellen. Sie sammelt Sonnenenergie, dreht sich immer der Sonne zu und klappt abends ihre „Blütenblätter“ ein. Und sie ist mehr als ein Gag: Sie liefert im Jahr rund 4000 Kilowattstunden Strom – in etwa der Jahresverbrauch eines europäischen Durchschnittshaushalts.

In der Ausstellung selbst steht ein Tesla Roadster, der es als erstes Serien-Elektroauto 2012 einmal um die Welt geschafft hat. In 127 Tagen. Oder ein „Brandloch“ in einem Stück Metall, das sehr eindringlich die Kraft der Sonne dokumentiert – es wurde in einem Solarkraftwerk erzeugt. „Das Thema  Energiewende hat ganz viele Facetten“, erzählt Sarah Kellberg. Es geht um Themen wie „Smart Home“, Emissionshandel, Speichermedien und Radioaktivität. Und es geht eben nicht nur um die deutsche Energiewende, sondern um die Auswirkungen auf der gesamten Erde. Kellberg: „Die Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe. Und sie muss von der Gesellschaft getragen werden. Wir wollen mit der Ausstellung zeigen: Ja, die Energiewende ist möglich – aber wie? Die Ausstellung soll Orientierungswissen zur Verfügung stellen, aber auch zu Handlungen motivieren. Und zeigen, dass man etwas ändern kann.“

Sarah Kellberg lobt die Gestaltung der Ausstellung: „Dem Architekturbüro Space4 und der Medienproduktionsfirma teamstratenwerth ist es gelungen, die Vielschichtigkeit und Dichte des Ausstellungskonzeptes so aufzubereiten, dass den Besuchern eine Orientierung leichtfällt. Es gibt keine feste Besucherführung - aber klare Strukturen. Und ein tolles Raumkonzept.“

Auch sehr persönliche Gegenstände finden sich in der Ausstellung. Kellberg: „Wir haben eine Galerie ‚unsinniger Dinge‘ zusammengetragen, die uns Menschen für die Ausstellung geschenkt oder geliehen haben. Da kann man sich dann auch mal fragen, wozu ein batteriebetriebener jodelnder Flamingo aus Plüsch gut sein soll, wie viel Energie für seine Produktion aufgewendet worden ist und ob’s den denn wirklich für unser Leben braucht.“ Und es gibt auch ein Themenfeld zum Thema Mobilität, wo Menschen ihre tollen Freizeiterlebnisse teilen – aber sich auch überlegen können, mit welchen energetischen Kosten und welchem CO2-Ausstoß ihr letzter Urlaub bezahlt worden ist. Lieblingsinstallation von Sarah Kellberg ist ein Periskop, mit dem man über die Ausstellung hinwegblicken kann – und mit einer Handsteuerung selbst einen bestimmten Grad der Luftverschmutzung einstellen kann.

Und es gibt viele skurrile Dinge in der Ausstellung – wie zum Beispiel einen Atomenergie-Experimentierkasten für Kinder. „Gerade in Zusammenhang mit der Atomenergie wurde früher gern versprochen, man habe damit eine Lösung für alle Menschheitsprobleme gefunden“, sagt Kellberg. „Wir hingegen würden nie behaupten, eine globale Lösung für die Energiewende in der Ausstellung gefunden zu haben. Aber wir können sagen, wo etwas geklappt hat - und welche Möglichkeiten sich auftun.“ Die Ausstellung ist übrigens als internationale Wanderausstellung konzipiert. Die erste Station nach dem Deutschen Museum könnte Japan sein. Man hat dort bereits Interesse bekundet.


Deutsches Museum
Museumsinsel 1,
80538 München


Abbildungen:

1. Das Herzstück der Ausstellung: Die Besucher bewegen sich auf einem „politischen Parkett“ und müssen in einem Rollenspiel Entscheidungen treffen.

2. Verschiedene Akteure der Energiewende – vom Kraftwerksbetreiber bis zur Chemikerin – sprechen die Besucher auf dem Weg an. An den Spielstationen können die Besucher dann zum jeweiligen Thema eine Entscheidung treffen, die per Stanze in die Spielkarte gelocht wird.
Start: Freitag 23.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Samstag 09.06.2018
München Galerie Thomas: PAUL KLEE - MUSIK UND THEATER IN LEBEN UND WERK
Bilder
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PAUL KLEE
MUSIK UND THEATER IN LEBEN UND WERK

Austellung vom 23. Februar bis 12. Mai 2018
VERLÄNGERT BIS 9. JUNI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Die Ausstellung „Paul Klee – Musik und Theater in Leben und Werk“ in der Galerie Thomas folgt Paul Klees musikalischen Spuren und seinem großen Interesse an der Oper und dem Theater. Paul Klee (1879-1940)  war nicht nur bildender Künstler, sondern auch Musiker. In seiner Jugend hatte er sich nur schwer zwischen den beiden Professionen entscheiden können, und obwohl er der Malerei schließlich den Vorzug gab, blieb er der Musik zeitlebens eng verbunden: als  passionierter Geiger und als ebenso begeisterter wie kritischer Besucher von Konzerten und Opernaufführungen, vor allem auch in München. Musik und bildende Kunst gingen aber nicht nur in Klees Leben, sondern auch in seinem Werk eine enge Verbindung ein. Rhythmen und Melodien spiegeln sich in Landschaften, Architekturen und abstrakten Kompositionen, Pathos und Witz des Bühnenspiels liegen
 vielen seiner Figurenszenen zu Grunde. Mit rund 40 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von 1914 bis 1939 veranschaulicht die Galerie Thomas, wie Klee das Thema Musik durch alle Werkphasen hindurch beschäftigte. Darunter sind bekannte Werke, aber auch solche, die bisher nur selten oder gar nicht in Ausstellungen zu sehen waren. Die Ausstellung setzt dabei vor allem zwei Schwerpunkte: Auf der einen Seite sind dies Bühnenfiguren und Masken, also Werke, die aus seiner Leidenschaft für Oper, Theater und Puppenspiel entstanden, auf der anderen Seite zeichenhaftabstrakte Aquarelle und Gemälde, deren Bildgestaltung das Vorbild musikalischer Strukturen spiegelt.

Der Höhepunkt der Ausstellung ist das Bild  „Die Sängerin L. als Fiordiligi“, 1923, ein Werk, das Klee nicht nur genau vorbereitet, sondern auch mehrfach wiederholt hat. Nicht weniger als fünfmal hat er die Figur gestaltet, so häufig wie kein anderes Motiv in seinem Werk. Zwei Fassungen sind in der Ausstellung zu sehen: Das Hauptstück von 1923 und die davon abgeleitete handkolorierte Lithographie, die Klee nur an ausgewählte Sammler verschenkte. Eine weitere Fassung ist im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München und wird zeitgleich in der Ausstellung der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Neben privaten Leihgebern wurde die Ausstellung dankenswerter Weise auch von
 öffentlichen Museen mit Leihgaben unterstützt: Bechtler Museum of Modern Art, Charlotte (North Carolina, USA); Kunsthalle Karlsruhe; Franz Marc Museum, Kochel am See; Ulmer Museum, Ulm und andere.
Die Kuratorin der Ausstellung „Paul Klee – Musik und Theater in Leben und Werk“ ist Dr. Christine Hopfengart, ehemalige Leiterin der Paul-Klee-Stiftung, Bern.

DOKUMENTATION
Die ausgestellten Werke werden von einer umfangreichen Dokumentation zu Klees „musikalisch-theatralischer Biographie“ begleitet. Seine Auftritte als Geiger kommen hier ebenso zur Sprache, wie seine Tätigkeit als Musikund Theaterkritiker oder der Einfluss der Musik auf seinen Unterricht am Bauhaus. Besondere Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus seinen Verbindungen zur Münchner Musik- und Theaterszene. Hier empfing er nicht nur prägende Eindrücke in den Aufführungen des Münchner Hoftheaters und bei seinen zahlreichen Konzertbesuchen, hier machte er vor allem auch die entscheidenden Schritte hin zu seiner „musikalischen Bildsprache“. Parallel zur thematischen Ausstellung bietet die Galerie eine gesonderte Auswahl von Werken Paul Klees zum Verkauf an.

BEGLEITPROGRAMM
Die Galerie Thomas veranstaltet begleitend zur Ausstellung „Paul Klee – Musik und Theater in Leben und Werk“ fünf Themenabende, die Klees Verbindung zu Musik und Theater vertiefen.Die Klee-Abende in der Galerie Thomas umfassen Konzerte, in denen Werke von Bach und Mozart zur Aufführung kommen, sowie die Arie der „Fiordiligi“ aus „Così fan tutte“, weil Klee diese Werke besonders liebte; andererseits Werke zeitgenössischer Komponisten nach Bildmotiven Paul Klees, eine Auf führung mit Repliken von Klees Handpuppen sowie eine Lesung aus seinen Schriften, Briefen und Tagebüchern. Paul Klee gehörte nicht nur zu den bildenden Künstlern des 20. Jahrhunderts, die sich am intensivsten mit Musik auseinandergesetzt haben, er war auch der jenige, der mit seinem malerischen Werk das umfangreichste Echo bei Musikern und Komponisten gefunden hat. Klee  selber nahm Anregungen aus der Musik auf und gab sie auch wieder zurück. Mehr als 450 Kompositionen sind seit den 1940er-Jahren bis heute entstanden, die sich auf Klee und einzelne seiner  Bilder beziehen. Die Inspiration durch Klee reicht bis in die Jetzt-Zeit hinein. Eine Vielzahl prominenter Kompositionen wird an den musikalischen Begleitabenden in unterschiedlichen Besetzungen interpretiert, darunter ein kompletter Zyklus des französischen Komponisten Francis Poulenc, bestehend aus sieben Liedern.

KATALOG
Ausstellungsbegleitend erscheint im Wienand Verlag das von Christine Hopfengart herausgegebene, gleichnamige Katalogbuch. Mit mehreren Beiträgen von kunst historischer und auch  musikwissenschaftlicher Seite gibt der reich bebilderte Katalog Einblick in Klees „Doppel-Leben“ als Maler und Musiker – seine besondere Existenz als „Maler-Geiger“ – und das künstlerische Spannungsfeld, in dem er sich bewegte. Das Katalogbuch zeigt neben zahlreichen Photographien aus dem privaten Leben Klees sowie der Theater- und
 Musikszene der Zeit sämtliche ausgestellten Werke in
 farbigen, ganzseitigen Abbildungen.


GALERIE THOMAS
Expressionism&Classic Modern
Türkenstrasse 16
80333 München


Abbildungen:

- PAUL KLEE
Komische Alte
Feder, Bleistift und Aquarell auf Papier auf Karton 1923
32,5 x 18 cm Dale Taylor & Angela Lustig
© Zentrum Paul Klee, Bern, Archiv / courtesy Galerie Thomas

- PAUL KLEE
Mephisto als Pallas Kreide,
Aquarell und Tempera auf Grundierung auf Papier 1939
48,5 x 30,9 cm Museum Ulm
© Museum Ulm / courtesy Galerie Thomas
Start: Freitag 23.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 29.07.2018
München Kunsthalle: DU BIST FAUST
Bilder
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© Kunsthalle München, Foto: Michael Naumann /
DU BIST FAUST
Goethes Drama in der Kunst
23. Februar – 29. Juli 2018

Goethes ›Faust‹ ist das weltweit bekannteste Werk der deutschen Literatur. Seit seiner Veröffentlichung im frühen 19. Jahrhundert hat es unzählige Künstler fasziniert und zu eigenen Schöpfungen herausgefordert. Die Ausstellung »Du bist Faust. Goethes Drama in der Kunst« in der Kunsthalle München präsentiert zahlreiche Gemälde, Grafi ken, Skulpturen, Fotografien, Vertonungen und Filme von rund 70 Künstlern aus Europa und den USA wie Eugène Delacroix (1798–1863), Charles Gounod (1818–1893), Max Beckmann (1884–1950), Karl Lagerfeld (*1933), Sigmar Polke (1941–2010), Martin Scorsese (*1942), Anselm Kiefer (*1945) und Robert Mapplethorpe (1946–1989).
Die innovativ inszenierte Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens.Goethes ›Faust‹ ist ein Menschheitsdrama von größter Aktualität: Der Pakt mit dem Teufel, die Liebesbegegnung mit Margarete, der Treuebruch, die Selbstbetäubung im orgiastischen Treiben der Walpurgisnacht, Margaretes soziale Ächtung, ihr verzweifelter Kindsmord, das tragische Ende im Wahnsinn – all diese Szenen haben die europäische Kulturgeschichte bis in die Gegenwart geprägt und in verschiedenen Ländern zu sehr unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung angeregt.
Für eine Kunstausstellung mit literarischem Thema ist »Du bist Faust« nicht nur in Bezug auf die Werkauswahl, sondern auch hinsichtlich der Präsentation ein Novum: Die Besucher betreten selbst die Bretter, die die Welt bedeuten, und werden zu Wegbegleitern Fausts, Margaretes und Mephistos. Durch die theatrale Ausstellungsgestaltung wird das Publikum Teil der Inszenierung und sieht sich unmittelbar mit den zentralen Fragen des Goethe-Dramas konfrontiert. Im Titel der Ausstellung »Du bist Faust« klingt an, dass uns Goethes Faust, Margarete und Mephisto den Spiegel vorhalten: Themen wie Verführbarkeit, Jugendwahn, Egoismus und ein unstillbarer Hunger nach mehr bestimmen auch unser Leben.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München
Start: Sonntag 25.02.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 10.06.2018
Kochel Franz Marc Museum: Paul Klee - Landschaften
Bilder
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Paul Klee - Landschaften
Eine kleine Reise ins Land der besseren Erkenntnis

Franz Marc Museum
25. Februar - 10. Juni 2018

Paul Klee, dessen Oeuvre über 10.000 Werke umfasst, hat sehr viele Landschaften gemalt. Dies ergibt zumindest ein Blick in sein Werkverzeichnis, wo der Begriff Landschaft in zahlreichen Bildtiteln vorkommt. Nur sehr selten wird er allerdings auf konkrete Orte bezogen, wie es bei einem traditionellen Verständnis der
Bildgattung zu erwarten wäre. Noch weniger entsprechen die Werke selbst dieser Erwartung.
„Landschaft“ ist bei Paul Klee kein wirklicher, sondern ein imaginärer Ort, der die allgemeine Vorstellung von Landschaft als Folie nutzt, um eine „kleine Reise ins Land der besseren Erkenntnis zu unternehmen“.
In seinem ersten kunsttheoretischen Text, „Schöpferische Konfession“ (1920) nutzt Klee das Bild der Reise, um den Rezipienten seiner Werke mit der zeitlichen Dimension der Bildbetrachtung vertraut zu machen und ihm die Assoziationsbreite der bildnerischen Zeichen zu vermitteln: „Entwickeln wir, machen wir unter Anlegung eines topographischen Planes eine kleine Reise ins Land der besseren Erkenntnis. Über den
toten Punkt hinweggesetzt sei die erste bewegliche Tat (Linie). Nach kurzer Zeit Halt, Atem zu holen. (Unterbrochene oder bei mehrmaligem Halt gegliederte Linie.) Rückblick, wie weit wir schon sind. (Gegenbewegung). Im Geiste den Weg dahin und dorthin erwägen (Linienbündel). Ein Fluß will hindern, wir bedienen uns eines Bootes (Wellenbewegung). Weiter oben wäre eine Brücke gewesen (Bogenreihe).“...
Der Spaziergang in einer Landschaft wird zum Gleichnis der Bildbetrachtung, die sich ebenso Schritt für Schritt vollzieht, wie die Erschaffung des Kunstwerks. Die spielerische Distanzierung von dem traditionellen Verständnis der Landschaftsmalerei ermöglicht es Klee, immer wieder neue Varianten dieser Gattung zu entwerfen und sich dabei völlige Freiheit von möglichen Naturvorbildern zu schaffen oder diese ganz zu verwerfen und sich nur auf imaginäre Bilder zu beziehen.
Die Ausstellung im Franz Marc Museum lädt dazu ein, den poetischen Text Paul Klees neben seinen Bildern zu betrachten und zu lesen und dabei die Vielfalt seiner Landschaften zu entdecken. Im Katalog, wie
an den Wänden der Ausstellungsräume wird der Text Paul Klees „inszeniert“. Die Buchstaben geraten in Bewegung und nehmen den  Ausstellungsbesucher mit auf die Reise durchs Bild.

Mit über 60 Exponaten stellt unsere Ausstellung eine kleine Landschaftstypologie Paul Klees vor. Von dem
„Blick auf einen Fluß“ (1912) und anderen, durch die sehr spezifische Auseinandersetzung Klees mit dem Impressionismus geprägten Naturstudien ausgehend, führt sie über die frühen, durch die Begegnung mit Kandinsky inspirierten Aquarelle, etwa „Die Erinnerung an Romanshorn“ (1913) oder „Friedhofsbau“ (1913), zu Bildern, die sich von einem traditionellen Verständnis der Gattung endgültig lösen. So könnte die Darstellung „Winterlich“ mit Klees Kommentar (landschaftlich, abstract) von 1923 eine Illustration der „kleinen Reise ins Land der besseren Erkenntnis“ sein. Auch „Burglandschaft m .d. schwarzen Blitz“ (1920), die „ Landschaft mit gelbem Kirchturm“ (1920) oder „Dünenlandschaft“ (1924) zeigen einen spielerischen, ironischen Umgang mit dem Konzept Landschaft. Schließlich kann Landschaft zum Synonym für Sinneseindrücke, Träume oder psychische Befindlichkeiten werden, etwa in der Zeichnung „Landschaft in Adur“ (1939), oder dem Gemälde „Landschaft für Verliebte“ (1924).

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Sammlung Moderne in der Pinakothek der Moderne statt. Dort wird parallel vom 01.03. bis 10.06.2018 die Ausstellung „Paul Klee, Konstruktion des Geheimnisses“  gezeigt. Die beiden Projekte verbindet ein gemeinsames  Begleitprogramm.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Bilder:

Paul Klee, Ohne Titel (Schwarzes Herz und schwarzer Baum), 1939, 347 (Y 7)
Privatbesitz, Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Ermüdung in einer weitläufigen Stadt, 1915
Aquarell, Bleistift und Feder, 20 x 26,4 cm
Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano
Start: Freitag 02.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 19.08.2018
München Haus der Kunst: Blind Faith - Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion
Bilder
Bilder
Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion

Ausstellung, von 02.03.18 — 19.08.18

Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl „blinden Vertrauens“ breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt 28 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen:
Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cécile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, KAYA, Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi.

Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet.

Kuratiert von Julienne Lorz, Daniel Milnes und Anna Schneider


Fotos:
Mary Reid Kelley mit Patrick Kelley,
This is Offal, 2016
1-Kanal-Video, HD, Ton 12:30 Min

Ed Atkins,
Safe Conduct 2016,
3-Kanal HD Video mit Ton (Filmstandbild), 9:05 Min.
Courtesy the artist, Isabella Bortolozzi Galerie, Cabinet Gallery, Gavin Brown’s Enterprise, Dépendance
Start: Freitag 09.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 03.06.2018
Penzberg Museum: „Werdet wie ich: Johannes Grützke!“
Bilder
Bilder
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„Werdet wie ich:  Johannes Grützke!“

Ausstellung vom 09.03.2018 bis 03.06.2018

Museum Penzberg
Sammlung Campendonk

 „Zeichnet die Wege nach, die ihr gegangen seid: Hinterlaßt Spuren! Setzt Zeichen! Seid selbst Zeichen! Manifestiert euch! Dokumentiert euch! Werdet wichtig! Werdet wie ich: Johannes Grützke!“
 
So beendete Johannes Grützke seine Reden im Progressiven Museum Basel 1970 sowie 1977 im Theater Cordial Köln und in der Berliner Galerie Natubs. Meinte er das ernst? War das Eitelkeit? Oder war das reine Provokation? Klar ist, dass der Berliner Künstler (19372017) die Selbstinszenierung zentral in seinem Werk verankerte. Damit ist er heute, ein Jahr nach seinem Tod, aktueller denn je: Nicht zuletzt eine Vielzahl an Medien rückt die Selbstdarstellung und die Dokumentation des eigenen Lebens zunehmend in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft. Grützke brauchte dazu allerdings keine digitalen, sozialen Netzwerke. Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk zeigt, wie genial Grützke sich ganz klassisch malerisch in Szene setzte in seinen üppigen Ölbildern, leuchtenden Pastellen und zarten Grafikzyklen. Er verstand sich dabei stets als Vertreter des Volkes – und somit sind seine Bilder auch immer der Spiegel des Volkes.

„Malen ist Denken.“
 
Das war die felsenfeste Überzeugung von Johannes Grützke. Gekonnte Technik und eine subtile Gesellschaftsanalyse waren dafür sein Handwerkszeug. Frechheit und Ironie waren seine ganz besonderen Zutaten. Das Ergebnis sind Bilder, die manchmal fast altmeisterlich und historisierend, dann wieder frei schwingend, aber immer ganz klar figurativ sind. Auch wenn man auf Anhieb die Motive schnell umreißen kann, so merkt man bald: Hier brodeln viele Bild- und Gedankenebenen unter der Oberfläche. Johannes Grützke spielt mit Zitaten aus der Malerei und der Geschichte.

"Malen ist Erkenntnis."
 
Grützke traute sich, radikal subjektiv und radikal gegenständlich seine ureigene Wahrnehmung von Welt, Mensch und Leben zu malen. Mutig wechselte er dabei die Blickwinkel, probierte verschiedene Rollen aus und scheute sich auch nicht davor, mit einer ordentlichen Portion Humor den Perspektivenwechsel anzugehen. Heraus gekommen sind dabei oft schonungslose (Selbst-) Inszenierungen als gebündelte Erkenntnisse über Historie, menschliche Verhaltensweisen und gesellschaftliche Werte. 
 
„Kunst ist nicht modern, sondern immer!“
 
Gemäß dieser Devise des Berliners werden die Besucher in der Ausstellung auf drei Stockwerken mit rund 60 Werken zu einem Gedankenaustausch mit Johannes Grützke eingeladen: Im Erdgeschoss dreht sich alles um die Themenkomplexe Gesellschaft und Individuum, Selbstinszenierung und Rollenspiele in opulenten Ölbildern. Im Obergeschoß geht es zudem um die Hinterfragung des künstlerischen Selbst. Während im Dachgeschoß Grützkes Bezüge zu Kunst, Musik und Theater in Pastellen und Grafiken nachvollziehbar werden. 
 
Johannes Grützke (1937-2017) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin u.a. als Meisterschüler von Peter Janssen. 1962 war er Schüler von Oskar Kokoschka an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Künste in Salzburg. 1965 gründete er das Musikensemble „Die Erlebnisgeiger“, 1973 setzte er als Mitbegründer der „Schule der Neuen Prächtigkeit“ weitere provokante Maßstäbe, die er auch am Theater und im Film auslebte: Ab 1979 war er Bühnenbildner für Peter Zadek und von 1985-88 sein künstlerischer Berater am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In den 1980er Jahren arbeitet er als Schauspieler u.a. mit Otto Waalkes und Ulrich Schamoni zusammen. 1976/77 lehrte er als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, 1987 war er Dozent an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Künste Salzburg. 1992 bis 2002 war er Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er malte bis zu seinem Tod 2017. 
 
Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit der Galerie KK Klaus Kiefer, Essen. Alle Bildrechte: Galerie KK Klaus Kiefer, Essen

Museum Penzberg — Sammlung Campendonk
Am Museum 1(Ehemalige Karlstraße 61)
82377 Penzberg

Abbildungen:

Grützke
Authentizität Realität Idealität Demut, 1995

Grützke
Wildung mit Affe 2011
© Galerie KK Klaus Kiefer

Johannes Grützke
Die Gans, 2004
Start: Donnerstag 22.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 01.07.2018
Murnau Schlossmuseum: Wladimir von Bechtejeff - Wiederentdeckt!
Bilder
Bilder
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Wladimir von Bechtejeff - Wiederentdeckt!
Schlossmuseum Murnau

Ausstellung vom 22. März bis 01. Juli 2018

Alexej von Jawlensky lobte ihn als Naturtalent, Franz Marc hielt ihn für feinfühlig und melancholisch. Der Maler und Illustrator Wladimir von Bechtejeff ist heute kaum
noch bekannt, obwohl sich sein monumentales Ölbild „Rossebändiger“ von 1912 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, und weitere Bilder in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, der Staatsgalerie Stuttgart, dem Von der Heydt-Museum Wuppertal, und in zahlreichen Privatsammlungen befinden.

Der geborene Moskauer studierte Malerei an der dortigen Akademie der Künste und
führte ab 1902 seine Kunststudien in München und Paris fort. Später war er als Mitglied
der Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.) erfolgreich, musste aber 1914 wie
so viele ausländische Künstler, Deutschland Hals über Kopf verlassen. Nach der Rückkehr
in die Heimat erfuhr Bechtejeff dort bald Verbannung und Malverbot.
 
Nicht nur sein Frühwerk verdient eine Wiederentdeckung, sondern auch seine ganz andersartigen Arbeiten der russischen Periode. Dem Schloßmuseum Murnau und
Jelena Hahl-Fontaine ist es geglückt, in dieser ersten Retrospektive Bechtejeffs über sechzig Gemälde und Grafiken des Künstlers zusammenzuführen und damit Einblick in
das vielfältige Werk eines Künstlers zu geben, der in politisch schwierigen Zeiten allzu schnell in Vergessenheit geraten und dessen Wiederentdeckung längst überfällig war.

Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Begleitpublikation mit erstmals ver-öffentlichten Werken, Dokumenten und Fotografien, einer das erste Mal auf Deutsch publizierten Autobiografie sowie Fachbeiträgen von Jelena Hahl-Fontaine und Annegret Hoberg

Schlossmuseum Murnau
Schloßhof 2-5,
82418 Murnau am Staffelsee

Abbildungen:

Wladimir von Bechtejeff, Amazonenjagd, um 1910, Aquarell,
Privatsammlung

Wladimir von Bechtejeff, Bacchanal (Vorstudie), um 1911, Öl auf Karton,
Privatbesitz, Ursprünglich im Besitz von Adolf Erbslöh

Wladimir von Bechtejeff, Pferde am Meer, 1912, Aquarell auf Papier,
Privatsammlung, Schweiz
Start: Freitag 23.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 26.08.2018
Landsberg Stadtmuseum: „Ich sehe mich nicht, wie du mich siehst!“
Bilder
 „Ich sehe mich nicht, wie du mich siehst!“

Ausstellung vom 23. März bis 26. August 2018

Das Neue Stadtmuseum greift das Thema „Migration“ nicht nur deshalb auf, weil es spätestens seit der sogenannten Flüchtlingswelle in aller Munde und damit aktuell ist, sondern weil es auch ein Thema ist, das die Gesellschaft und das Zusammenleben der Menschen in Landsberg am Lech schon lange prägt. Die ganze Menschheitsgeschichte gleicht einer Geschichte der Migration – die Ausstellung fokussiert darum sehr breit auf Wanderungsbewegungen und Vielfalt als Grundlage von gesellschaftlicher Entwicklung.  Migration beinhaltet immer ein Aufeinandertreffen von Wertehorizonten, von Selbst- und Fremdbildern. Sie löst eine Auseinandersetzung mit dem Eigenen und Fremden aus. Häufig prägen Stereotype und Vorurteile die eigene Wahrnehmung und verzerren die Realität. So mancher könnte antworten: „Ich sehe mich nicht, wie du mich siehst!“
 
Diese Aufgabenstellung war Herausforderung für das P-Seminar Kunst des Dominikus-ZimmermannGymnasiums unter Leitung von Michael Gerngroß. Die Schüler haben das Museum in den vergangenen eineinhalb Jahren bei der Entwicklung der Ausstellung begleitet und sich zum Ziel gesetzt, Zuschreibungen zu hinterfragen und Wahrnehmungsmuster bewusst zu machen: Wie sehe ich mich selbst, wie sehe ich andere und wie sehen andere mich? Das P-Seminar nahm den Migrationshintergrund von Mitschülern und Freunden unter die Lupe. Es entstanden Kofferwelten und beeindruckende Porträtfotos. Eine Installation soll den Besucher damit überraschen, wie es sich anfühlt, unter Beobachtung zu stehen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten!
 
Die Ausstellung vereint historische, aktuelle, künstlerische und kulturwissenschaftliche Schlaglichter auf ein breites Themenfeld und möchte zum Nachdenken anregen. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Verbindet uns nicht mehr als wir denken? Woran machen wir fest, dass jemand „fremd“ ist?

Neues Stadtmuseum,
Von-Helfenstein-Gasse 426,
86899 Landsberg am Lech


Abbildung: Reprovorlage Völkertafel Kammerhofmuseum
Start: Freitag 23.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 07.10.2018
München Literaturhaus: INS BLAUE
Bilder
Bilder
Bilder
INS BLAUE
NATUR IN DER LITERATUR

VOM 23.3. BIS ZUM 7.10.2018

EINE AUSSTELLUNG DES LITERATURHAUSES MÜNCHEN
GEFÖRDERT DURCH DIE KULTURSTIFTUNG DES BUNDES

Natur boomt – nicht nur in der Literatur. Je mehr wir uns von ihr entfremden, desto mehr sehnen wir uns nach ihr. Die neue Ausstellung im Literaturhaus München zeigt die »Natur in der Literatur« jenseits von Kitsch und Klischee als überraschend und verspielt, unheimlich und verführerisch. In zehn Kapiteln und einem »geheimen Garten« lässt sie die Besucher berühmte Texte in neuem Kontext entdecken und Neues von berühmten Autoren, darunter Goethe und Kafka, Bettina Brentano und Ingeborg Bachmann. Extra für die Ausstellung verfasste Texte und persönliche Naturstücke von mehr als 30 zeitgenössischen Autoren – darunter Eva Menasse und Teresa Präauer, Marcel Beyer und Martin Mosebach, Marion Poschmann und Anja Kampmann, Michael Fehr und Arno Geiger – laden ein, das eigene Verhältnis zur Natur unter verändertem Blickwinkel zu betrachten.

Leitung Literaturhaus: Tanja Graf
Kuratorin: Heike Gfrereis

Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München


Abbildungen:

Kräutergarten
Foto © Thomas Dashuber

Blüten
Foto © Thomas Dashuber

Naturstück von Teresa Präauer
Foto © Thomas Dashuber
Start: Freitag 23.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 01.07.2018
München Museum Fünf Kontinente: Töchter des Lebens
Bilder
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Töchter des Lebens. Daughters of Life 
Fotografien von Angèle Etoundi Essamba

Museum Fünf Kontinente München
Ausstellung vom 23. März bis 01. Juli 2018

„Töchter des Lebens. Daughters of Life. Fotografien von Angèle Etoundi Essamba“ ist der Titel einer am 23. März 2018 beginnenden Sonderausstellung im Museum Fünf Kontinente.
In Douala, Kamerun, geboren, kam Essamba als Zehnjährige nach Paris und verbrachte dort ihre Schulzeit. Danach  führte  der  Weg  in  die  Niederlande, wo sie eine Ausbildung an der Photo Academy of Amsterdam absolvierte. Diese Stadt ist noch heute Essambas Wirkungszentrum. Ihre Arbeiten sind eine Rückbesinnung  auf Afrika, genauer gesagt auf die Frauen Afrikas. Inszenierte, aber auch alltägliche Situationen verwendet die Fotografin, Filmemacherin und Poetin für ihre Darstellung von Frauen, die eine besondere Art von Identität ausstrahlen und mithilfe eindrücklicher Ästhetik eine Vision des zeitgenössischen Afrika transportieren. Essamba verknüpft ihre Werke mit Weltbildern und Philosophien, sensibilisiert die Betrachter für menschliche Grundfragen. Sie reduziert das Themenspektrum ihrer Fotoarbeiten bewusst auf drei Begriffe: Stolz, Stärke und Selbstbewusstsein. Masken, Schleier oder Körperverhüllungen tauchen bei den von ihr porträtierten Frauen immer wieder auf. Doch Masken und Stoffe verbergen ihre Trägerinnen nicht, sondern lassen sie vielmehr betont sichtbar werden. Sie wirken wie Akzente auf einem Körper oder einem Gesicht und unterstützen die vom Betrachter wahrnehmbare Ausstrahlung des dargestellten Menschen. Ein zuweilen wenig schöner Alltags‐Hintergrund lässt die Menschen umso entschlossener und intensiver dem Betrachter gegenübertreten. Obwohl digital fotografiert und nur ausnahmsweise nachbearbeitet, wirken Essambas Bilder nicht selten wie gemalt, entwickeln eine Prächtigkeit, die man sonst nur von Gemälden zu kennen glaubt. Mit Beigaben wie Kalebassen, bunten Stoffen oder traditionellen afrikanischen Masken wirken die Arrangements nicht selten wie natürliche Stilleben – höchst lebendige allerdings. Denn gerade  Masken dienen als Schnittstellen zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft, dem Innen und Außen. Masken sind Sinnbild für das, was man vor der  Welt verbergen und was man offenbaren möchte. Kalebassen hingegen sind in vielen afrikanischen Mythologien das wichtigste Geschenk der Schöpfergottheit an die Menschen. Man kann aus ihnen essen und trinken, sie kommen bei der Reinigung zum Einsatz, als Transportbehälter, Vorratsspeicher – ja sogar als Musikinstrument.

Museum Fünf Kontinente 
Maximilianstraße 42 
80538 München 

Abbildungen:

Toechter des Lebens. Bild 07
Les planteuses de mangrove, Adounko, Bénin 2017
© Angèle Etoundi Essamba

Toechter des Lebens. Bild 12
Healing 5124, 2016
© Angèle Etoundi Essamba

Toechter des Lebens. Bild 05
Reine de Bagangté, 2016
© Angèle Etoundi Essamba

Toechter des Lebens. Bild 01
Healing 5052, 2016
© Angèle Etoundi Essamba
Start: Samstag 24.03.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 10.07.2018
Buchheim Museum: CARL RABUS: PASSION
Bilder
CARL RABUS: PASSION
Ausstellung vom 24. März bis 10. Juni 2018

Der 1898 in Kempten geborene, in München aufgewachsene und 1983 in Murnau gestorbene expressionistische Künstler Carl Rabus ist maßgeblich von den Künstlern der »Brücke« geprägt. In den 1920er Jahren arbeitet er als Buchillustrator. In den Jahren der Nazi-Diktatur wird er verfemt, verfolgt und schließlich 1940 in Belgien verhaftet. Er kommt in ein Internierungslager in Saint-Cyprien in Südfrankreich. Nach dem Elend der Kriegsjahre »arbeitete er sich den Schmerz von der Seele«, wie seine Witwe Erna Rabus später erzählen wird. Er schneidet die »Passion« in Linol. Der großformatige Zyklus ist mit seinen fünfzehn Blättern vollständig in der Ausstellung zu sehen. Nicht die Passion Jesu Christi ist auf ihnen dargestellt, sondern die am eigenen Leib erlebten Leiden der Opfer des Nationalsozialismus. Noch viel authentischer an diesem Thema dran sind die Skizzen aus seiner Internierungszeit, welche Erna Rabus Lothar-Günther Buchheim für das Buchheim Museum schenkte. Nach einmaliger Präsentation in Saint-Cyprien werden sie nun erstmals in Deutschland gezeigt! Die kleinen Bleistiftzeichnungen zeigen eindrücklich verdichtet Szenen aus dem Lagerleben. Nach dem Krieg verbringt Rabus mehrmals Malurlaube im italienischen Positano. Seine hier am Strand gefertigten Farbzeichnungen fügen der Ausstellung eine überraschende Pointe hinzu. Rabus führt uns mit diesem erstmals öffentlich zu sehenden Zyklus mit Filzstift und Aquarellpinsel in lässigen Linienzügen und in explodierender Farbpracht vor Augen, um welche Botschaft es ihm eigentlich geht: Das Leben ist schön.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried

Abbildung:

Carl Rabus
Positano, 1968/69
Farbzeichnung
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
Start: Dienstag 17.04.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Mittwoch 19.09.2018
München Lenbachhaus: Stephan Dillemuth
Bilder
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Stephan Dillemuth

Ausstellung im Lenbachhaus München vom 17. April bis 19. September 2018

Stephan Dillemuth schlüpft in unterschiedliche Rollen: er ist der Maler, der rauchend der Inspiration harrt; der Fernsehmoderator, der ein Video von Stephan Dillemuth ankündigt; er ist Friedrich Nietzsche, der gegen Richard Wagner ätzt und – in seiner beständigsten Rolle – der Professor für Kunstpädagogik an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Die Rollen, die Künstler und Künstlerinnen in der Gesellschaft und im Kunstsystem übernehmen, sind Dreh­ und Angelpunkt für den in München und Bad Wiessee lebenden Künstler. Unter Verwendung einer ergebnisoffenen und häufig kollektiven Forschungsmethode, die er als „bohemistisch“ bezeichnet, nimmt er verschiedene Formen künstlerischer Lebensweisen wie die Lebensreformbewegung, die Münchner Boheme des angehenden 20. Jahrhunderts oder die Kunstakademie unter die Lupe, auch um sie auf Sinn und Zweck für die heutige Situation abzuklopfen. Als Kunststudent an den Akademien in Düsseldorf und Nürnberg wählte Dillemuth als Vorlage seiner Malereien regional spezifischen Kitsch wie Postkartenmotive von Paaren und Kindern in Tracht. Auch die Schönheitengalerie im Schloss Nymphenburg – bestehend aus 36 Porträts „schöner“ Frauen, die Joseph Karl Stieler im Auftrag König Ludwigs I. schuf – machte der junge Dillemuth sich zu eigen: Vorstellungen darüber, was schön oder hässlich sei, wurden damals unterden Vorzeichen des Punk auf den Kopf gestellt. Mit diesen Kategorien jonglierend malte Dillemuth 1985 für seine Schönheitsgalerie sämtliche Nymphenburger Porträts neu und spürte so dem ästhetischen Umbruch nach. Zugleich unterlief er mit seiner Motivwahl den Pathos männlicher Identität, mit dem gerade die deutsche neoexpressionistische Malerei quasi gleichbedeutend geworden war.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:

Ausstellungsansicht
Stephan Dillemuth. Regulär 10 Euro. Ermäßigt 5, 2018, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus © VG Bild-Kunst Bonn, 2018

Stephan Dillemuth
Der arge Weg zur Erkenntnis, 2012, Foto: Lenbachhaus © VG Bild-Kunst Bonn, 2018

Stephan Dillemuth
The Pleasures Of Now, 2016 © VG Bild-Kunst Bonn, 2018
Start: Donnerstag 19.04.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Donnerstag 19.07.2018
Fürstenfeldbruck: SYRIEN - Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit
Bilder
Bilder
Bilder
Bilder
SYRIEN
Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit

Fotografien von Yvonne v. Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960

Ausstellung vom 19. April bis 29. Juli 2018
Museum Fürstenfeldbruck

Das Museum Fürstenfeldbruck zeigt ab Donnerstag, 19. April 2018 im Kunsthaus die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne v. Schweinitz (1921-2015). Die Fotografin reiste 1953 und 1960 nach Syrien in die heute weitgehend zerstörten Städte Damaskus, Homs, Hama und Aleppo, mit Abstechern in die Wüstenoase Palmyra und ins Alawitengebirge. Ihr Weg führte sie weiter bis zur Kreuzritterburg „Krak des Chevaliers“ und an die nördliche Grenze zur Türkei, zum Simeonskloster, Qal’at Sim‘an.
Zu sehen sind über 70 S/W-Fotografien und zahlreiche Farbdiapositive, die Yvonne v. Schweinitz mit ihrer Rolleiflex und verschiedenen Kleinbildkameras aufgenommen hat. Ergänzendes Material bietet Einblick in die aktuelle, vom Bürgerkrieg erschütterte Situation in Syrien.

Syrien – das unbekannte Land
Mit der Ausstellung möchte das Museum ein Land in den Fokus stellen, dessen bedeutende Kultur und viele Jahrtausende währende Geschichte den meisten von uns wenig bekannt ist. Das aktuelle Bild von Syrien ist geprägt von der medialen Berichterstattung über den Bürgerkrieg mit unzähligen Toten, zerstörten Städten und Kulturdenkmälern und Millionen von Menschen auf der Flucht.
Die Ausstellung vergegenwärtigt den kulturellen Reichtum und die historische Bedeutung Syriens und möchte dazu auffordern, das Land und seine Menschen nicht aufzugeben.

Erstmals zu sehen: Syrien-Fotografien von Yvonne v. Schweinitz
Yvonne von Schweinitz, geb. Gräfin von Kanitz, wurde 1921 in Danzig geboren. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte und war anschließend als Übersetzerin tätig. Ihre erste große Fotoreise führte sie 1952 durch den Maghreb. 1953 bereiste sie sieben Monate lang zusammen mit Kollegen, darunter auch der Journalist und Kameramann Hans v. Meiss-Teuffen, der für britische und US-amerikanische Auftraggeber arbeitete, mit dem Auto den Vorderen Orient: die Türkei, Syrien, Jordanien, Israel, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan. Ihre legendären Fotos brachte sie als Mitarbeiterin in das Atelier des bekannten Fotojournalisten Willy Pragher (1908-1992) in Freiburg i.Br. ein. 1957 heiratete sie Viktor v. Schweinitz. Ihren Beruf als Fotografin übt sie weiter aus. Auf ausgedehnten Reisen mit ihrem Mann nach Nordafrika, in den Nahen und Mittleren Osten und nach Südamerika entstanden zahlreiche Bildreportagen. Eine Auswahl ihre Syrien-Fotografien aus den Jahren 1953 und 1960 ist nun erstmals in einer eigenen Schau zu sehen.

Museum im Kunsthaus
Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6b
82256 Fürstenfeldbruck


Bildnachweis:

01_Damaskus_1953
Damaskus – Blick vom Minarett der Tekkiye Süleymans über den kanalisierten Barada nach Nordosten, 1953. Courtesy und © Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin. Foto: Yvonne v. Schweinitz

03_Aleppo_1960
Aleppo – Blick von der Zitadelle aus dem „Königsfenster“ auf die Khosrowiya Moschee und Stadt, 1960. Courtesy und © Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin. Foto: Yvonne v. Schweinitz

04_Aleppo_1960
Aleppo – Stadttor Maqam (Bab al-Maqam), 1960. Courtesy und © Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin. Foto: Yvonne v. Schweinitz

05_Aleppo_1960_DIA
Aleppo – Busgarage in der Altstadt, 1960, Ektachrome. Courtesy und © Estate Yvonne v. Schweinitz, Berlin. Foto: Yvonne v. Schweinitz
Start: Freitag 27.04.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 23.09.2018
München Stadtmuseum: Ehem. jüdischer Besitz
Bilder
Bilder
„Ehem. jüdischer Besitz”
Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus

Ausstellung vom 27. April bis 23. September 2018

Die Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungsbestän den gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Als erstes Museum in München widmet das Haus diesem Thema eine Ausstellung, in der auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit beleuchtet wird. Die Präsentation versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung. Sie zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Exponaten aus den unterschiedlichen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Kunstgegenstände aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Anhand der Vielfalt der unterschiedlichen Sammlungsbeständewird das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Raubaktionen greifbar, die sämtliche Segmente des öffentlichen und privaten Lebens betrafen.Präsentiert werden Objekte mit gesicherten Provenienzen ebenso wie Werke, deren Herkunft bislang ungeklärt ist. Aufgrund der zumeist lückenhaften Quellenlage besteht hier weiterer Forschungsbedarf.
Vor diesem Hintergrund versucht die Ausstellung durch die öffentliche Präsentation der Gegenstände weiterführende Hinweise über die noch ungeklärten Herkunftsgeschichten der Kunstobjekte zu erhalten.Während der NS-Herrschaft erwarb das Münchner Stadtmuseum durch Schenkung, Ankauf oder Tausch über 20.000 Kunst- und Kulturgegenstände, von denen etwa 2.600 Objekte hinsichtlich ihrer Herkunftsgeschichte als kritisch einzustufen sind und bezüglich ihrer Provenienz näher untersucht werden müssen. Die Herkunft von rund 450 Artefakten konnte bereits eindeutig geklärt werden.
Die Ankaufspolitik des Hauses der Jahre 1933 bis 1945 und die Aktivitäten der damaligen Museumsleitung werden in der Ausstellung über ausgewählte Kunstwerke sowie historischeDokumente und Fotografien nachgezeichnet. Weit über die Geschichte des Museums hinaus werden so auch die Bedingungen des Kunsthandels während der Diktatur sichtbar: ein gut organisiertes Netzwerk städtischer Entscheidungsträger und ein funktionierendes Zusammenwirken der verschiedenen, an der systematischen Verfolgungspolitik des NS-Regimes beteiligten Institutionen in München und auf nationaler Ebene.
Bislang beherrschen Kunstwerke namhafter Künstler oder bedeutender jüdischer Kunsthändler und -sammler die Schlagzeilen zu diesem Thema, wie zuletzt der sogenannte „Schwabinger Kunstfund" um die Sammlung Hildebrand Gurlitts. Verstellt wird dadurch der Blick auf die alltäglichen und mitunter sehr privaten Kunst- und Kulturgegenstände, die gleichermaßen der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Enteignungspolitik zum Opfer fielen. Denn von den Repressalien und dem staatlich organisierten Eigentumsentzug der Nationalsozialisten waren auchheute kaum noch bekannte jüdische Künstler, Gewerbetreibende und Privatpersonen betroffen, genauso wie politische Gegner des Regimes.
So wird die Geschichte der Entrechtung und Enteignung im „Dritten Reich" unvollständig bleiben, solange nicht auch dem Schicksal der „kleinen Leute" und dem aus kunsthistorischer Sicht weniger bedeutenden Kultur- und Kunstgegenständen die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Abbildungen:

Albrecht Adam, Gemälde „Im Atelier des Malers Albrecht Adam“ gekauft bei der Kunsthandlung Hugo Helbing
Öl auf Leinwand, 1854
© Münchner Stadtmuseum

Karteikarte zu einem Silberbecher von Johann Michael Ernst aus „beschlagnahmtem jüdischem Kunstgut“
Papier, 1940
© Münchner Stadtmuseum
Start: Donnerstag 10.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 08.07.2018
München Lenbachhaus: rater-noton: white circle
Bilder
Bilder
rater-noton: white circle

Ausstellung Lenbachhaus München vom 10. Mai bis 08. Juli 2018

Die Licht­ und Sound­Installation white circle entstand 2016 anlässlich der zwanzigjährigen Zusammenarbeit des Labels für elektronische Musik raster­noton. Sie ist vom 10. Mai bis 8. Juli 2018 im Kunstbau des Lenbachhauses zu sehen.white circle besteht aus im Kreis aufgestellten Leuchtstoffröhren, die auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Fünf eigens entstandene Kompositionen von alva noto, byetone, Frank Bretschneider und Kangding Ray laufen über ca. 45 Minuten im Loop unddefinieren auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Sound, Licht und Architektur. Jede Komposition stellt ein unabhängiges, in sich geschlossenes Konzept des jeweiligen Künstlers vor.Alle Arbeiten sind Mehrkanal­Kompositionen und basieren auf der Idee, akustischen Raum sowie visuelle Stimuli unmittelbar erfahrbar zu machen. 47 im Raum verteilte Lautsprecher werden so bespielt, dass der Klang selbst zur plastischen Raumerfahrung wird.Kuratiert von Eva HuttenlauchDie Installation beinhaltet starke Stroboskop­Effekte!Aus Sicherheitsgründen ist in der Installation nur eine begrenzte Besucherzahl zulässig. Wartezeiten beim Einlass bitten wir deshalb zu entschuldigen.

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München


Abbildungen:

raster-noton: White Circle
Halle am Berghain Berlin © 2016 Béla Bender

raster-noton: White Circle
© 2016 Béla Bender
Start: Donnerstag 17.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 17.03.2019
München Alpines Museum: gerade wild. Alpenflüsse
Bilder
gerade wild. Alpenflüsse
Sonderausstellung im Alpinen Museum

Vom 17. Mai 2018 bis zum 17. März 2019 zeigt der DAV die Sonderausstellung zu Alpenflüssen im Alpinen Museum auf der Praterinsel in München.


wild

Wilde Alpenflüsse wie den Tagliamento in Oberitalien, den Oberen Lech oder die Obere Isar gibt es nur noch wenige im Alpenraum. Sie sind ein bedeutender Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere sowie ein faszinierender Erholungsraum für den Menschen.
Alpenflüsse sind wie Lebensadern in der Landschaft.
 

gerade

Heute sind Alpenflüsse meist begradigt, abgeleitet und aufgestaut.
Die Auen werden genutzt.
Die Fische werden durch Querbauwerke am Wandern gehindert.

 

Die Sonderausstellung „gerade wild. Alpenflüsse“ spielt eindrucksvoll mit dem Kontrast zwischen einem Wildfluss und einem begradigten, genutzten Fluss. Das Ausstellungsdesign ist ungewöhnlich, macht neugierig und lädt zum Entdecken ein.

Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojektes „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“, an dem 18 Projektpartner beteiligt sind. Sie wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.

Alpines Museum
Praterinsel 5,
80538 München


Abbildungen:

Die Ausleitung der Isar bei Krün. Das Wasser fließt in den Walchensee.
Foto: N. Schnitzer
Start: Donnerstag 17.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 14.10.2018
Museum Fürstenfeldbruck: Wald-Bilder
Bilder
Bilder
Bilder
Wald-Bilder

Museum Fürstenfeldbruck
Gemäldeausstellung im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Identitäten“ des Museumsverbundes „Landpartie – Museen rund um München“

Ausstellung 17. Mai bis 14. Oktober 2018

Landschaft in der Malerei ist oft identifizierbar, doch nie identisch mit der vorgestellten Natur- oder Kulturlandschaft. Landschaftsbilder transportieren Vorstellungen und Befindlichkeiten, die mit der dargestellten Natur wenig zu tun haben. Insbesondere Waldlandschaften wurden seit der Zeit der Romantik um 1800 mit deutscher Kultur und Wesensart gleichgesetzt, eine Grundstimmung, die bis heute zum Ausdruck kommt. Das Motiv des „marschierenden“ deutschen Waldes, der für militärische Wehrhaftigkeit stehen soll, findet man in Gemälden der Romantik, ebenso wie auf Propagandabildern des 20. Jahrhunderts. Der wilde Wald, der als Versteck dient, kann eine Metapher für Freiheit und Widerstand sein. Im Märchenwald steht der Wald für Ängste, Mut, aber auch für Verwandlung.

Für viele Maler des 19. Jahrhunderts war die Waldeinsamkeit ein Symbol für Abkehr vom weltlichen Getriebe; sie diente ihnen als Anregung und Motiv für ihre idyllischen Landschaften.

Werke von Carl Spitzweg, Fritz von Uhde, Gabriele Münter, Gerhard Richter und vielen anderen Malern, Grafikern und Fotografen führen die Vielfalt der Wald- und Baummetaphorik vor Augen und spüren der Herkunft der Vorstellungen nach.


Museum Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck

Abbildungen:

Paul Wilhelm Keller-Reutlingen (1854-1920)
Schafe im Wald
Öl auf Leinwand, 80x120 cm
Sparkasse Fürstenfeldbruck

Fritz Baer
Waldlandschaft
Öl/Karton, 47x58 cm
Museum Fürstenfeldbruck

Arthur Langhammer (1854-1901)
Die Reisigsammlerin, um 1890
Öl auf Leinwand, 74x100 cm
Sparkasse Dachau / Gemäldegalerie Dachau

Start: Freitag 18.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 21.10.2018
Museum Brandhorst: JUTTA KOETHER - TOUR DE MADAME
Bilder
JUTTA KOETHER - TOUR DE MADAME

Museum Brandhorst
18. Mai bis 21. Oktober 2018

Vor allem ist Jutta Koether Malerin. Angesichts ihrer vielgestaltigen künstlerischen Praxis, die zu wesentlichen Teilen auch aus Performances, Musik und literarischen, theoretischen und kritischen Texten besteht, mag diese Beobachtung überraschen. Doch die Ausstellung „Tour de Madame“ führt vor Augen, dass die Malerei Koethers künstlerische Landschaft wie ein Turm überragt und damit die Perspektive bietet, von der aus sich alles andere ordnen lässt. Und dazu ist die Ausstellung eine Grand Tour, eine Tour d’Horizon, eine Tour de Plaisir durch diese Landschaft, während der klar wird, dass die Malerei auch deswegen die prominente Position in Koethers Schaffen einnimmt, weil die Künstlerin sie anders denkt als viele ihrer Zeitgenossinnen und Zeitgenossen – nämlich eben nicht als isolierbares oder bloß historisches Phänomen, sondern als offene Bildfläche. So ist Koethers Malerei oft das, was Malerei in den vergangenen 35 Jahren selten war – ein Medium, um zu erzählen. Koether sucht dabei nicht allein die Analyse und Reflexion, sondern auch den Exzess und das Vergnügen, und sie stellt aus diesen Perspektiven positiv und konstruktiv konnotierte Bezüge zu einer Tradition der Malerei her, die nicht allein auf Referenzen zur Moderne beschränkt sind. Mit rund 150 Werken aus den Jahren von 1983 bis 2018 bietet „Tour de Madame“ zum ersten Mal einen systematischen und chronologischen Überblick über Koethers Malerei. Viele der in der Ausstellung gezeigten Werke und vor allem das Frühwerk sind Entdeckungen. Diese Bilder waren noch nie oder seit ihrer ursprünglichen Präsentation nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen. Die Zusammenführung aller Werkgruppen erlaubt dabei, Koethers Werk in seiner historischen Bedeutung zu erfassen: als groß angelegten Versuch, eine Gegen-Geschichte zu dem männlich dominierten Kanon der Moderne und Postmoderne zu entwerfen. Ihre Zugriffe auf Nicolas Poussin, Vincent van Gogh, Georgia O’Keeffe und andere sind dabei nicht historisierende Rückversicherungen, sondern Aktualisierungen einer Geschichte der Kunst, als deren Teil Koether sich selbstbewusst begreift. Konsequenz und Konsistenz ihres künstlerischen Schaffens lassen keinen Zweifel daran, dass Koether vor allem eines ist – eine der wichtigsten deutschen Malerinnen der letzten Jahrzehnte.

DER „TOUR DE MADAME“-ZYKLUS
Für den zentralen Raum im Untergeschoss des Museums
 Brandhorst hat Koether die Bildserie „Tour de Madame“ (2018) kon zipiert, die in Anordnung und Format auf Cy Twomblys monumentalen „Lepanto“-Zyklus (2001) antwortet. Mit der halbrunden architektonischen Gestaltung im Obergeschoss, die an eine Kirchenapsis erinnert, bildet der monumentale Zyklus
 einen Höhepunkt der ständigen Sammlungspräsentation im
 Museum Brandhorst. Basierend auf dem gleichen Grundriss wurden im Untergeschoss des Museums zwölf Glasscheiben installiert, die zu verschiedenen Blickwinkeln und zu einer Erfahrung des Raums einladen. Dort, gleichsam im Unterleib des Museums, führt uns Koether ihre Schlacht mit der Malerei- und Kunst geschichte vor Augen. In dieser Rückschau leuchten Motive und Dynamiken von
 Koethers Werdegang seit den frühen 1980er-Jahren auf. Die
 rote Farbe verleiht den Gemälden einen formalen und atmosphärischen Zusammenhalt und wird von zwei kleineren, tiefschwarzen und krustigen Bildern unterbrochen und damit in eine rhythmische Form gebracht. In einem der Bilder sehen wir runde Formen, die von Beginn an zum festen Bestand von Koethers
 
Werken gehören und die nun in einem überbordenden All-over die ganze Bildfläche in Beschlag genommen haben. Der Ausgangs- und Endpunkt des Zyklus ist ein Leichenzug, den Koether aus Nicolas Poussins „Die Beerdigung von Phocion“ (1648) entnommen hat. Bei Koether wird die Leinwand zum Leinentuch, das den aufgebahrten Körper bedeckt und dabei ein virtuoses Spiel leuchtender Glanzpunkte entfaltet. Der Topos vom Tod der Malerei, der die so utopischen wie rationalen Entwürfe der Moderne wie ein Gespenst begleitet hat, wird hier zu einem Tod „in“ der Malerei, der sich am Ende in einer verpixelten Variante wiederholt, die die mythologische Szene nur noch schemenhaft erahnen lässt. Das Gemälde erinnert an ihre „Bruised Grids“ und die Raster, die als Verzierung von Taschen oder Bänken oder als Motive ihre Gemälde seit den frühen 2000er-Jahren durchziehen und die sich zu autonomen Bildern verselbstständigten. Auch Cézanne, neben Malern wie Balthus, Freud, Poussin und van Gogh ein wichtiger Referenzpunkt für Koethers Praxis, taucht unter anderem in der Pose ihres Selbstporträts wieder auf, das auf Cézannes Bildnis von Madame Cézanne anspielt und über das Koether ihre Format füllenden Initialen „JK“ projiziert. Das zentrale Bild des Zyklus – eine Paraphrase von Balthus’
 „La Chambre“ (ca. 1953) – zeigt eine nackte weibliche Figur, die lasziv auf einem Bett liegt. Ihr Kopf ist nach hinten verdreht, beim Gesicht sind oben und unten vertauscht. Mit ihrer rechten Hand stützt sie sich ab, um mit ihrer Fußspitze ein Rasterbild aus dem Bild zu kicken. In dieser prekären Stellung hält sie mit ihrer Linken eine transparente Kugel in die Höhe – ein Balanceakt zwischen unten und oben, Schwerkraft und schwebender Leichtigkeit, Widerstand und Hingabe.   Mit dem Titel „Tour de Madame“ verweist sie auf ein weiteres gedankliches Vorbild, Michel de Montaigne. Seine Bibliothek und sein Arbeitszimmer waren auf dem Familienanwesen in einem Turm, dem „Tour de Montaigne“ untergebracht. Diesem gegenüber stand einmal der seiner Frau vorbehaltene Turm, der „Tour de Madame“. Eine zentrale These Montaignes’ ist, dass Denken nur in und durch Bewegung entsteht. Eine Bewegung, die in der Installation und den zwölf Werken aus „Tour de Madame“, ihrer Ballung an aus ihrem ¼uvre bekannten Bezügen, Themen und Motiven, zum Ausdruck kommt.

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a,
80333 München



Jutta Koether
Untitled, 1987
Öl auf Malkarton 18 x 24 cm
Courtesy of the artist and Galerie Buchholz, Berlin/Cologne/New York
Start: Samstag 19.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 04.11.2018
Bauernhofmuseum Jexhof: „Zwischen Disco, Minirock und Revolte: die 70er. Lebensgeschichten aus dem Brucker Land“
Bilder
Bilder
„Zwischen Disco, Minirock und Revolte: die 70er. Lebensgeschichten aus dem Brucker Land“

Bauernhofmuseum Jexhof

Ausstellung vom 19. Mai bis 04. Nove,ber 2018

Der Jexhof, das Bauernhofmuseum des Landkreises Fürstenfeldbruck bei Schöngeising, zeigt vom 19. Mai bis 4. November 2018 die Ausstellung „Zwischen Disco, Minirock und Revolte: die 70er. Lebensgeschichten aus dem Brucker Land“.

Rote Armee Fraktion, Ölpreisschock, Ostpolitik – viele Krisen und Verwerfungen haben die Gesellschaft in der Bundesrepublik in den 70er-Jahren bewegt. Es ist eine Umbruchphase, die schon in den 60ern ihren Anfang genommen hatte. Wie wurde dieser Abschnitt individuell erlebt, worin manifestierte sich im Leben des Einzelnen der vielbeschworene „wilde“ Zeitgeist? Der konkrete Blick auf Lebensgeschichten in der Region Fürstenfeldbruck soll die Vielfalt der sozialen Identitäten in den 70ern widerspiegeln und persönliche Erinnerungen als Teil des kollektiven Gedächtnisses freilegen. Die biografischen Zeitreisen werden in der Ausstellung durch ausgewählte persönliche Objekte aus Politik, Literatur, Kunst, Musik, Mode und Design greifbar.

Die Sonderausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums, Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr (montags Ruhetag, außer an Feiertagen) und Sonn- und Feiertag von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Während dieser Öffnungszeiten sorgen die Wirtsleute in der historisch eingerichteten Stube oder davor im Garten mit Kaffee und Kuchen, Getränken und kleinen warmen Speisen bzw. Brotzeiten für das leibliche Wohl der Besucher.

Bauernhofmuseum Jexhof
82296 Schöngeising 


Start: Freitag 25.05.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 03.06.2018
STAATLICHE GRAPHISCHE SAMMLUNG MÜNCHEN: IM BLICK: GIORGIO VASARI.
Bilder
IM BLICK: GIORGIO VASARI.
Zum Jubiläum der zweiten Ausgabe der „Viten“, 1568
STAATLICHE GRAPHISCHE SAMMLUNG MÜNCHEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE

Ausstellung vom 25. Mai bis 03. Juni 2018

Vor 450 Jahren veröffentlichte Giorgio Vasari (1511 –1574) die zweite Ausgabe der „Viten“, eine Sammlung
von Lebensbeschreibungen berühmter Künstler vom 13. bis über die Mitte des 16. Jahrhunderts. Gegenüber der ersten Ausgabe von 1550 ist die zweite verbessert und wesentlich erweitert. Sie begründete Vasaris Ruhm als Kunsthistoriograph und als „Vater der Kunstgeschichte“. Vasari bietet in den Vite de ́ più eccellenti pittori scultori ed architettori, wie das Werk im Original heißt, nicht nur aneinandergereihte biographische Erzählungen, sondern versucht zu ordnen und zu systematisieren. In den Augen des Renaissancemenschen Vasari hatte die Kunst der Antike hohe Vollkommenheit erreicht, verfiel dann und erlebte seit Cimabue bis in seine Zeit eine Wiedergeburt (rinascita). Die Lebensbeschreibungen spiegeln diesen von Vasari gesehenen Fortschritt in den Verdiensten der Meister um die Kunst wider. Ihren vorläufigen Gipfel erreicht die Entwicklung seiner Überzeugung nach im Werk des von ihm hoch verehrten Michelangelo, das die Antike noch übertreffe.
Mit dem Erfolg der „Viten“ etabliert sich das Epochenschema von Antike, „Gotik“ und Renaissance. Den
Ursprung von Malerei, Bildhauerei und Architektur fasst Vasari unter dem Leitbegriff des disegno, der
mit dem deutschen Wort „Zeichnung“ nur ungenügend übersetzt ist. In ihm sieht Vasari den geistigen Entwurf, einen kreativen, intellektuellen Akt, der höher einzustufen sei als die handwerklich perfekte
Ausführung eines Kunstwerks. 
Beschloss Vasari die erste Ausgabe der „Viten“ mit der Lebensbeschreibung Michelangelos, setzte er ans
Ende der zweiten Ausgabe, vier Jahre nach dem Tod des „Divino“, seine eigene Vita. Dies zum Zeichen des sicheren Bewusstseins, als Erbauer der Uffizien und Hofmaler der Medici selbst einer der führenden Künstler seiner Zeit zu sein, der aus einem reflektierenden Bewusstsein Kunst aus Kunst entstehen lässt.
Die Ausstellung nimmt das Jubiläum zum Anlass, neben einem Exemplar der zweiten Ausgabe der „Viten“, Vasari selbst als exquisiten Zeichner zu präsentieren. Daneben sind aus seiner berühmten Zeichnungssammlung Libro de ́ disegni Werke von Pollaiuolo und El Greco zu sehen. Die von Vasari in den „Viten“ beschriebene künstlerische Orientierung Michelangelos wird durch ein kapitales doppelseitiges Blatt des jungen Meisters auf geradezu frappierende Weise anschaulich. 

Pinakothek der Moderne | Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Barer Straße 29
80799 München



Abbildung:

Giorgio Vasari, Gestürztes Pferd
Giorgio Vasari (1511–1574)
Gestürztes Pferd, um 1570
Schwarzer Stift
240 x 374 mm
Staatliche Graphische Sammlung München
© Staatliche Graphische Sammlung München
Start: Sonntag 17.06.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 23.09.2018
Franz Marc Museum Kochel: Bilder vom Lesen - Vom Lesen der Bilder
Bilder
Bilder
Bilder vom Lesen - Vom Lesen der Bilder

Ausstellung vom 17. Juni bis 23. September 2018

Lesende sind Ort und Zeit enthoben und in eine Phantasiewelt vertieft, die auch der Blick des Malers
nicht zu erreichen vermag. Diese Privatheit und Intimität bestimmen die Bilder von Lesenden, die
seit dem 18. Jahrhundert in der europäischen Malerei zum wichtigen Genre werden. Sie sind Thema
der Ausstellung »Lektüre«, die den Schwerpunkt auf das 20. Jahrhundert legt. Die Exponate von Auguste Renoir, Lovis Corinth, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Alberto Giacometti und Pablo Picasso bis zu Paul Klee und Cy Twombly nehmen die besondere – und für den Maler als Motiv besonders reizvolle – Selbstvergessenheit und Entrücktheit der Lesenden in den Blick. Auf einigen Bildern scheint sich jedoch auch das langsame Verschwinden dieser »Kulturtechnik« schon anzudeuten.



Künstler

Ernst Barlach, Max Beckmann, Walter Benjamin, Henri Cartier-Bresson, Daniel Chodowiecki, Lovis Corinth, Tacita Dean, Joseph Ducreux, Adolf Erbslöh, Alberto Giacometti, Armand  Giullaumin, Julio Gonzales, Erich Heckel, Candida Höfer, Karl Hofer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Paul Kleinschmidt, Pierre Klossowski, Henri Lebasque, Max Liebermann, Jean-Etienne Liotard, August Macke, Franz Marc, A. Marquet, Henri Matisse, Adolf Menzel, Gabriele Münter, Emil Nolde, Emil Orlik, Beate Passow, Pablo Picasso, Marcel Proust, Auguste Renoir, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Schönfeld, Rosemarie Trockel, Cy Twombly, Jaques Villeglé, Edouard Vuillard

Die Ausstellung wird durch Führungen mit Lesung und Vermittlungsprojekte für Kinder begleitet.


Franz Marc Museum         
Franz Marc Park 8-10                                                                                                                  
82431 Kochel a. See


Abbildungen:

August Macke - Elisabeth und Walterchen, 1912
Öl auf Leinwand, 89 x 71,5 cm
Kunstmuseum Bonn
Foto: Kunstmuseum Bonn, Reni Hansen

Erich Heckel - Lesendes Mädchen, 1913
Kunstmuseum Bonn
Foto: Kunstmuseum Bonn, Reni Hansen
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