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Start: Dienstag 18.04.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 31.10.2017
München Lenbachhaus: BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts
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Lovis Corinth Frühstück in Max Halbes Garten, 1899 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München; Mathias Schmid Die Feuerb'schau, um 1888 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München; Karl Millner Vorderer Gosausee mit Dachstein, um 1855 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Dauerleihgabe der Christoph Heilmannn Stiftung.
BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön«gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.Bildschön unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus.
Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, pr  äsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film­ und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.
Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mitder immer reicheren Bilderwelt.Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird.
Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum.Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus.
Kuratiert von Susanne Böller

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
Start: Freitag 28.04.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 03.09.2017
Dachau Gemäldegalerie: Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession
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Zu Gast in Dachau. 125 Jahre Münchener Secession

28. April bis 3. September 2017

Am 4. April 1892 traten 96 Künstler offiziell aus der Münchner Künstlergenossenschaft aus und gründeten den »Verein Bildender Künstler Münchens. Münchener Secession«. Die Künstler, zum größten Teil Maler, wollten moderne Ausstellungen auf hohem künstlerischem Niveau, an denen sich auch ausländische Kollegen beteiligten, und suchten dafür nach eigenen Möglichkeiten.
Die Münchener Secession war die erste Vereinigung dieses Namens, später folgten die Wiener (1897) und die Berliner Secession (1898). Schon 1913 spaltete sich dann bereits eine Gruppe ab, die sich von der immer konservativer gewordenen Künstlergruppe nicht mehr angemessen vertreten fühlte und »Münchener Neue Secession« nannte.
Ihre meist naturalistisch arbeitenden Künstler gaben der Kunst richtungweisende Impulse, die, ausgehend von der Landschaftsmalerei Barbizons, in den europäischen Künstlerkolonien entwickelt wurden. So ist es nicht verwunderlich, dass von den elf Künstlern, die am 29. Februar 1892 den von Ludwig Dill verfassten Aufruf zur Abspaltung von der Künstlergenossenschaft unterzeichneten, mehr als die Hälfte zum Malen in die der Künstlerkolonie Dachau fuhr.

Erstmals nach über 40 Jahren zeigt die Gemäldegalerie Dachau ausgewählte Gemälde aus der wertvollen Sammlung der Secession, vor allem der ersten beiden Jahrzehnte ihrer Sammeltätigkeit. Darunter sind Bilder prominenter Maler wie Albert von Keller, Franz von Stuck, Wilhelm Trübner oder Gabriele Münter aber auch Bilder zahlreicher Dachauer Maler wie Adolf Hölzel, Ludwig Dill, Arthur Langhammer, Hans von Hayek, Leo Putz, Rudolf Schramm-Zittau und Fritz von Uhde sowie einige wenige Skulpturen.

Gemäldegalerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
Start: Samstag 06.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 08.10.2017
München Lenbachhaus: Mentales Gelb. Sonnenhöchststand
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Maria Lassnig Maria Lassnig, Sanduhr, 2001 © Maria Lassnig Stiftung Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Sammlung KiCo; Maria Lassnig Die Braut badet den Bräutigam, 2005 © Maria Lassnig Stiftung Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Sammlung KiCo
Mentales Gelb. Sonnenhöchststand

Die Sammlung KICO

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus bereitet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn die Ausstellung »Mentales Gelb. Sonnenhöchststand« vor. Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Doris und Hans-Gerd Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an beiden Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung lag in ihren Anfängen auf monochromer Farbmalerei, hat sich jedoch im Lauf von zwei Jahrzehnten auf ein weites Spektrum von Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen ausgedehnt. Ankäufe erfolgen unter der Prämisse, vollständige Werkgruppen oder ganze Raumkonzepte in die Sammlung zu integrieren. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert und ermöglicht so die sinnvolle Ergänzung auch der Museumsbestände. Die Sammlung KiCo unterstützt das Lenbachhaus ebenso wie das Kunstmuseum Bonn ganz maßgeblich dabei, ihre jeweils eigene Sammlungspolitik auch in den kommenden Jahren entsprechend fortzusetzen.


Künstlerinnen und Künstler in der Münchner Ausstellung:
Franz Ackermann, Thomas Bechinger, Karla Black, Monica Bonvicini, Martin Boyce, Angela Bulloch, Heinz Butz, Antonio Calderara, Thomas Demand, Inge Dick, Thea Djordjadze, Ólafur Eliasson, Ceal Floyer, Isa Genzken, Katharina Grosse, Wade Guyton, Marcia Hafif, Charline von Heyl, Daniel Knorr, Maria Lassnig, Erik van Lieshout, Sarah Morris, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Rolf Rose, Karin Sander, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Adrian Schiess, Wolfgang Tillmans, Corinne Wasmuht

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München
Start: Freitag 12.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 08.10.2017
München Stadtmuseum: Kurt Eisner
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Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867-1919)

"Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft,
mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube an die Kraft
des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige."
(Heinrich Mann in seiner Gedächtnisrede anlässlich der Trauerfeier für Kurt Eisner im Münchner
Odeon am 16. März 1919)

Das Münchner Stadtmuseum fokussiert die Ausstellung zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner
(Berlin 1867-München 1919) auf den publizistischen und politischen Werdegang einer  charismatischen, noch heute von unterschiedlichen Interessengruppen vereinnahmten  Persönlichkeit. Die biografische Darstellung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Landeshauptstadt München 2018 / 2019 den historischen Ereignissen der  Revolution nachspüren wird.
Bis in die 1990er-Jahre, man kann sagen bis zur Veröffentlichung der Biografie von Bernhard Grau (München, 2001), die die gesamten historischen Quellen zu Kurt Eisners Leben auswertete, hielt  sich im historischen Gedächtnis nachhaltig dessen Beurteilung als Idealist und Utopist, als ein  Mann, der von Politik nichts verstand. Die Ausstellung hingegen nutzt die Gelegenheit, den  gesamten Lebensweg Eisners aufzubereiten und die ca. 105 Tage der Regierung Eisner an der  Spitze des Volksstaates Bayern zu thematisieren. Sie zeigt Kurt Eisner als engagierten  Journalisten und Politiker und macht so seinen Weg vom „Gefühlssozialisten“ zur prägenden  Persönlichkeit der Revolution vom November 1918 nachvollziehbar.
Während der Tod Eisners zunächst eine allgemeine Betroffenheit auslöste, brachen die Trennlinien einer zukünftigen Entwicklung wieder sehr bald auf. Die Ausstellung erzählt in Schlaglichtern diese  bis Mai 1919 währende Zeit der Auseinandersetzungen um die Frage „repräsentativer  Parlamentarismus oder Räterepublik“. Die Darstellung einzelner Schicksale daran Beteiligter  vertiefen das Geschehen zusätzlich.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Start: Freitag 19.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 28.01.2018
Dachau Bezirksmuseum: 500 Jahre Reformation
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Bezirksmuseum Dachau

500 Jahre Reformation
Zur Geschichte der Protestanten im Dachauer Land

19. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Die öffentliche Kritik Martin Luthers an den kirchlichen Missständen, insbesondere am Ablasshandel, verbreitete sich infolge der Erfindungen im Buchdruck im ganzen deutschsprachigen Raum wie ein Lauffeuer. Sie traf den Nerv der Menschen und stieß zunächst auch in Bayern auf Sympathien.
Die Bauern im Landgericht Dachau blickten über den Lech auf die blutigen Kämpfe ihrer unterdrückten Standesbrüder. Auch in den Hofmarken und Klöstern gärte es: 1528 wurden die adeligen Brüder Augustin und Christoph Perwanger, Anhänger der Täufer-Bewegung und Hofmarkbesitzer von Günzlhofen und Vogach, als Ketzer hingerichtet. Im Kloster Altomünster begeisterte sich Johannes Hausschein, genannt Oecolampadius für die reformatorische Sache und auf Schloss Odelzhausen finden wir in Johannes Mathesius, den ersten Biografen Martin Luthers.
Was als Widerspruch begann, endete mit der Abspaltung der evangelischen Kirche. Doch Bayern blieb gemäß dem Grundsatz cuius regio, eius religio katholisch. Erst in Folge des Religionsedikts von 1803 wanderten protestantische Familien aus der Pfalz ins Dachauer Land ein. Barbara Strohms Tagebuch verrät, wie sie sich fühlte, als sie zusammen mit ihren Eltern 1819 Wagenried im Landgericht Dachau erreichte: in einem fremden Land und nicht katholisch. Damals entstanden in Kemmoden und Lanzenried die ersten evangelischen Kirchenbauten. Doch war der Weg zum toleranten Miteinander nicht selten mühevoll. Man wolle wohl auch lieber ächt katholische Dornen, Disteln und Sümpfe, als ketzerische Wiesen und Futterkräuter haben, vermutete der Protestant Friedrich Nicolai auf seiner Reise durch das Bayernland im Jahr 1781.
Schließlich wurde durch die gewaltigen Flüchtlings- und Vertriebenenströme nach dem Zweiten Weltkrieg die konfessionelle Spaltung allerorten greifbar. In Dachau und Karlsfeld machten die Protestanten nun fast ein Viertel der Bevölkerung aus. Wie aber erging es den andersgläubigen Fremden, wie den alteingesessenen Katholiken? Zuwanderung, Vorurteile, Ausgrenzung und Integration fanden damals statt.
Die Ausstellung geht der regionalen Historie mit vielen interessanten Objekten nach, darunter Ablassbriefen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, einer frühen Ausgabe der Lutherbiografie von Johannes Mathesius aus dem Jahr 1570 und Filmausschnitten über die protestantischen Neusiedler aus der Pfalz.
Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird die Ausstellung um das Thema ›Protestantische Weihnachtszeit‹ ergänzt.
Zur Ausstellung erscheint ein informativer Begleitband.


Bezirksmuseum Dachau
Augsburger Straße 3
85221 Dachau
Start: Dienstag 30.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 17.09.2017
München Lenbachhaus: After the Fact. Propaganda 2001-2017
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After the Fact. Propaganda 2001-2017

Die beste Propaganda erscheint im Gewand der Entertainments.
(N.J. O'Shaughnessy)

Mit dem 21. Jahrhundert beginnt eine neue Ära politischer Propaganda. Geopolitische Ereignisse wie der 11. September, der von Georg W. Bush erklärte War on Terror, die Einführung der Gemeinschaftswährung der Europäischen Union und die Kriege im Nahen Osten haben über die Jahre zu verhärteten Fronten geführt: Okzident und Orient, Freiheitsk ämpfer und Terroristen, Wutbürger und Lügenpresse, die Europäische Union als Wunschziel (für Migranten aus kriegsversehrten und ärmeren Ländern) und Fluchtgrund zugleich (Brexit) ­­ diese und andere polarisierende Kategorien prägen seitdem die politische Diskussion. Propaganda als strategische Praxis der Kommunikation und Einflussnahme ist in aktuellen gesellschaftlichen Prozessen allgegenwärtig. Dennoch wird der Propagandabegriff heute zumeist gebraucht, um historische Phänome oder Missstände 'anderswo' zu bezeichnen. Euphemismen wie "strategische Kommunikation", »politisches Management« oder schlicht »Marketing« werden in westlichen Demokratien anstelle des negativ besetzten Ausdrucks verwendet, um Methoden unterschiedlich gearteter Meinungsmache zu umschreiben. Künstler*innen finden verschiedene Wege des Umgangs mit Propaganda. Sie adaptieren ihre historische Formensprache, karikieren oder fiktionalisieren politische Täuschungsmanöver und sehen sich zugleich mit neuen Tendenzen konfrontiert, die ihre Kunst zu instrumentalisieren suchen. Anhand von künstlerischen Positionen sowie tagespolitischer Berichterstattung beabsichtigt After the Fact, Propaganda in ihren Verfahren und Zielen im Hier und Jetzt zu lokalisieren und als Konzept neu zubeleuchten.
Begleitend zur Ausstellung findet in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen ein Veranstaltungsprogramm statt.
Mit Coco Fusco, Alfredo Jaar, Carlos Motta, Khalil Rabah, Aura Rosenberg, Sean Snyder, Franz Wanner, u.a.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstraße 33
80333 München

Fotos:
1. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017

2. Coco Fusco
A Room of One's Own: Women and Power in the New America (Ein eigenes Zimmer: Frauen und Macht im Neuen Amerika)
Performance, Whitney Biennial 2008
Photo Eduardo Aparicio. Courtesy der Künstlerin und Alexander Gray Associates / Courtesy the artist and Alexander Gray Associates
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2017
Start: Freitag 02.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 01.10.2017
Landsberg Museum: Servus Transall! Zum Abschied der Luftwaffe in Penzing
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Ausstellung 02.06. – 01.10.2017

Ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geht zu Ende. Seit 1971 startet die Transall vom Heimatflughafen Penzing aus in weltweite Einsätze. Die Ablösung durch ein neues Flugzeugmuster beendet die tägliche Präsenz der Transall im Luftraum der Stadt Landsberg und die Geschichte des Lufttransportgeschwaders 61 in der Region.

Die Soldaten des Geschwaders berichten von ihrer Arbeit in einem fliegenden Verband. Objekte der Luftwaffe verdeutlichen den Arbeitsalltag und erzählen tragische und berührende Geschichten: wie die Dankschreiben aus Bergrettung oder das Wrackteil einer verunglückten Transall. Technikfreaks können sich ins Cockpit setzen oder das Schnittmodell eines Transall-Fahrwerks studieren. Auf den Führungen am Fliegerhorst bietet sich den Besuchern eine der wenigen Gelegenheiten, eine Transall zu besichtigen, bevor die letzten verbliebenen Maschinen den Fliegerhorst Penzing im Herbst verlassen.

Museum Landsberg
Von-Helfenstein-Gasse 426
86899 Landsberg
Start: Freitag 02.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 05.11.2017
München Literaturhaus: OSKAR MARIA GRAF - Rebell, Weltbürger, Erzähler
OSKAR MARIA GRAF
Rebell, Weltbürger, Erzähler

Zum ersten Mal seit über 20 Jahren ist er mit einer großen Schau in München neu zu entdecken: Oskar Maria Graf (1894–1967), der Rebell, Weltbürger und große Erzähler. Im Mittelpunkt seines Schreibens und unserer Ausstellung: die Zeit des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«.
Schreiben war für Graf ein politischer Akt, ob in München, Wien, Brünn oder New York, wo er über 30 Jahre seines Lebens verbrachte. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist dort entstanden. Als Erzähler beschwört
er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Flucht, Exil, Aufbrechen, Ankommen – diese großen Themen spiegelten sich in den beeindruckenden und berührenden Fotografien von Herlinde Koelbl. Sie zeigt Geflüchtete nach ihrer Ankunft in Deutschland, Italien oder Griechenland, zeigt Aufnahmen des Wartens, des Sich-Einrichtens in einer unbestimmt langen Zwischenzeit.

Und auch unsere neue Ausstellung beschäftigt sich mit diesen Themen, denn die Lebensgeschichte des bayerischen Rebellen Oskar Maria Graf (1894–1967) ist eine Geschichte der Emigration. Seine langjährige Staatenlosigkeit und sein Rückzug in die sprachliche Isolation bieten Anknüpfungspunkte für die heutigen weltpolitischen Fragen nach Flucht und Asyl.
Die Ausstellung zeigt Oskar Maria Graf als internationalen und modernen Schriftsteller. Im Mittelpunkt steht sein Leben und Schreiben in den Jahren des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«. Oskar Maria Graf und seine Frau Mirjam lebten von 1933 bis 1938 in Wien und Brünn und ab 1938 in New York. Schreiben war für Graf ein politischer Akt. Sein Hauptwerk »Das Leben meiner Mutter«, von Thomas Mann als »einzigartiges Monument der Liebe und der Pietät« gepriesen, ist in New York  entstanden. Als Erzähler beschwört er Landschaften der Erinnerung; in seiner Überzeugung gegen jede Art von Ideologie steht Graf fest wie ein Baum, sein Leben lang. Ein Baum bildet daher das Zentrum der der Ausstellung.

Der Besucher folgt bei seinem Weg durch die Ausstellung den Stationen einer Emigration. Begleitet von Oskar Maria Grafs biografischem Weg, werden die in den jeweiligen Phasen wichtigen Themen inszeniert. Die Räume und Denkbilder ermöglichen eine überzeitliche Auseinandersetzung mit den großen Konzepten Politik, Vernetzung, Erinnerung, Sprache und Heimat. Zugleich entfaltet das erzählerische Werk Oskar Maria Grafs seine ganze Kraft, indem die Themen anhand von literarischen Werken versinnbildlicht werden. Neben den politischen Artikeln und der Lyrik sowie dem New York Roman »Flucht ins Mittelmäßige« nimmt der große autobiografische Roman »Das Leben meiner Mutter« eine zentrale Rolle ein.

Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia
Kulturpartner: Bayerischer Rundfunk
Leitung Literaturhaus: Tanja Graf
Kuratorinnen: Laura Mokrohs und Karolina Kühn
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Elisabeth Tworek, Prof. Waldemar Fromm, Prof. Wilfried F. Schoeller
Gestaltung und Szenografie: unodue{ münchen
Audiobegleitung: Friedrich Ani
Filmberatung: Andreas Ammer

Mit freundlicher Unterstützung durch die Freunde und Förderer des Literaturhauses München

Mo-Mi & Fr 11-19 Uhr
Do 11-21.30 Uhr
Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr
Start: Donnerstag 22.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 24.09.2017
Fürstenfeldbruck Kunsthaus: Graphzines aus dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte
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Graphzines aus dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte
„New Lung Seeded Inside“ Installation von Stéphane Blanquet
Museum Fürstenfeldbruck und Zentralinstitut für Kunstgeschichte München
Donnerstag, 22. Juni bis Sonntag, 24. September 2017

Mit der Ausstellung „Graphzines“ zu französischen Künstlerpublikationen leistet das Museum Fürstenfeldbruck zusammen mit dem Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) Pionierarbeit: Zum ersten Mal überhaupt werden französische Graphzines in einem Museum
in Deutschland zu sehen sein. Über 100 Werke aus der bedeutenden Graphzines-Sammlung
der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte laden ab Donnerstag, 22. Juni 2017 ein
zur Entdeckung einer künstlerischen Szene, die seit der Mitte der 1970er abseits des großen Kunstbetriebes besteht und bis heute in immer neuen Formen lebendig ist. Begleitend zur Bücherausstellung zeigt Stéphane Blanquet (Paris), einer der wichtigsten Künstler der Szene,
auf rund 250m² Quadratmetern die begehbare Installation „New Lung Seeded Inside“, die
als begehbares Buch konzipiert ist.

Graphzines
Graphzines sind graphische, figurative Künstlerpublikationen, die eng mit dem alternativen Comic strip und den Fanzines verbunden sind. Sie werden in der Regel in kleineren Auflagen hergestellt,
oft im Siebdruckverfahren, und bei spezialisierten Buchhandlungen, Galerien und Festivals angeboten. Das formale Spektrum reicht vom fotokopierten Zine bis zu großformatigen serigraphischen Meisterleistungen und Unikaten.
Die Ausstellung über Graphzines liegt im Trend. Zahlreiche Ausstellungen über Comics, darunter umfangreiche Schauen wie Pioniere des Comic in der Schirn Kunsthalle Frankfurt 2016 und Comics! Mangas! Graphic Novels! in der Bundeskunsthalle Bonn 2017 zeigen, dass der Comic und verwandte Genres nicht mehr als Produktionen einer Subkultur gelten, sondern als bedeutende kulturelle Medien wahrgenommen werden.
Vorgestellt werden einige der wichtigsten Künstler bzw. Künstlerproduzenten von den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Im Fokus steht die französische Szene
der achtziger und neunziger Jahre, die große, prägende Zeit der Graphzines. Folgende Namen strukturieren die Ausstellung: Bazooka, Elles sont de sortie (mit Pascal Doury und Bruno Richard),
Le Dernier Cri (Pakito Bolino), Stéphane Blanquet (Chacal Puant / United Dead Artists), ferner Y5P5, Pierre La Police, Philippe UG (CBO éditions), Thierry Guitard, Blexbolex und Charles Burns als Repräsentant der angloamerikanischen Verbindungen. Seltene Plattenhüllen erinnern an die enge Verbindung der graphischen mit der musikalischen Szene. Werbegraphiken, Pop-up-Bücher, Jugendbücher und Graphic Novels verdeutlichen, dass die Graphikkünstler verschiedenste Formate nutzen. Einige sind bereits einem größeren Publikum bekannt (Stéphane Blanquet, Blexbolex, Charles Burns, Kiki Picasso, Philippe UG).

Die Installation
Der 1973 geborene französische Künstler Stéphane Blanquet zählt zu den wichtigsten Vertretern
der internationalen Comic-Avantgarde. Als Schöpfer und Produzent von Graphzines begann er seine künstlerische Laufbahn in den späten achtziger Jahren. Mit seiner Produktionsstruktur United Dead Artists ist er heute einer der bedeutendsten Verleger französischer und internationaler graphischer Künstlerpublikationen. Einem größeren Publikum wurde er durch seine unverwechselbaren Kinderbücher und graphischen Erzählungen in Scherenschnitt-Technik, seine Presseillustrationen und seine Zeichentrick-Kurzfilme für Canal+ bekannt. Großformatige Wandmalereien schuf er 2008
in den Gewölben der KABINETTpassage im Wiener Museumsquartier. Seit vielen Jahren entwirft er für den Theaterregisseur Jean Lambert-wild Bühnenbilder und Kostüme, zuletzt für dessen spektakuläre Inszenierung von Shakespeares Richard III. am Théâtre de l’Union Limoges. Blanquet ist multimedial tätig, er produziert Lithographien, Tapisserien, Porzellan - und Bronzeplastiken sowie elektronische Graphik und Musik. Umfangreich Installationen waren im Kunstmuseum Singapur 2012 und 2016 im Centre Georges Pompidou in Paris zu sehen.
New Lung Seeded Inside ist Blanquets erste Installation in Deutschland. Sie ist als begehbares monumentales Buch angelegt, das im Innern die Fantasiewelt Blanquets sinnlich überwältigend zur Anschauung bringt und gleichzeitig den Anstoß dafür geben will, Graphzines als künstlerisches Medium in die Zukunft zu tragen.
Die Sammlung des ZI
Mit mehr als 1.800 Titeln besitzt die Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (ZI)
in München die umfangreichste Sammlung französischer Graphzines außerhalb Frankreichs.
Sie wurde seit einem 2013 in Paris erfolgten Ankauf eines größeren Bestandes kontinuierlich ausgebaut. Eine auf der ZI-Sammlung beruhende Publikation zum Thema ist in Vorbereitung
und soll 2018 erscheinen (Verlag der Buchhandlung Walther König).
Künstlerbücher im Museum Fürstenfeldbruck
Mit der Ausstellung knüpft das Museum Fürstenfeldbruck an zwei erfolgreiche Künstlerbuch – Präsentationen an: „Künstlerbücher. Die Sammlung Reinhard Grüner“ (2004) und „ Freundschaften und tiefe Einblicke in die Zeit. Künstlerbücher aus der Sammlung Reinhard Grüner“ (2015/16).

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck

Abbildungen:

- Blexbolex (*1966): Cahier de Jef. - Selbstverlag, 1992. - 9 Blätter, 38 x 30 cm, Serigraphie, Fadenbindung, Auflage 35 Exemplare. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Thierry Guitard (*1966): 2ème round. - Paris: Monotrash Édition, 1997. - 8 Blätter, 21 x 14,7 cm, Serigraphie, Auflage: 100 Exemplare, nummeriert und signiert. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Thierry Guitard (*1966): Fantastik. - Liancourt: CBO éditions, 1998. - 9 Blätter in Leporellofaltung, 21 x 21 cm, Serigraphie. (Foto: Wolfgang Pulfer)

- Stéphane Blanquet, (*1973): Ame Chimique. Paris 2015. 27 x 39 cm, Mischtechnik auf Papier.
(Foto: Stéphane Blanquet)
Start: Freitag 30.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 03.10.2017
Kochel Franz Marc Museum: Blaues Land und Großstadtlärm - Die Fondazione Braglia im Franz Marc Museum
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Die Sammlung der Fondazione Braglia mit Schwerpunkt auf dem deutschen Expressionismus wurde bisher nur für einige Wochen in den 2015 eröffneten Museumsräumen der Stiftung in Lugano präsentiert. Im diesem Sommer zeigt das Franz Marc Museum diese herausragende Sammlung für sechs Monate im Rahmen einer Ausstellung, die als „expressionistischer Spaziergang durch Kunst und Literatur“ konzipiert ist. Im Zentrum der Sammlung der Fondazione Braglia steht die Kunst des „Blauen Reiters“, insbesondere Paul Klees, Gabriele Münters und Marianne von Werefkins. Sie umfasst darüberhinaus wichtige Arbeiten von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Lyonel Feininger.Diese Perspektive auf den deutschen Expressionismus ist von der Vorliebe für Farbintensität, Poesie und erzählerische Elemente geprägt. Sie blendet Momente von Melancholie, Depression oder Verzerrung weitgehend aus.Im Dialog mit der Sammlung des Franz Marc Museums werden diese charakteristischen Aspekte des deutschen Expressionismus berücksichtigt, so dass –auch im Zusammenspiel mit Werken der ahlers collection, die ab 2017 den Bestand des Museums ergänzt –einerseits ein abgerundetes Bild entsteht, andererseits viele, bisher in der Öffentlichkeit kaum präsentierte Exponate gezeigt werden können.Die Ausstellung –ein Dialog zwischen der Sammlung des Franz MarcMuseums und Werken der FondazioneBraglia ist thematisch strukturiert: „Blaues Land“, „Paare,Passanten“, „Kinderspiele“ lauten einige der Überschriften zu den Ausstellungskapiteln. Unter diesen Themen werden nicht nur Bilder, sondern auch Texte zusammengefasst, denn Motive, Gedankengut und emotionale Haltung des Expressionismus in der bildenden Kunst hatten Parallelen in der Literatur, sie waren inspiriert von Texten des Symbolismus und Naturalismus und wiesen voraus auf Literatur des fortschreitenden 20. Jahrhunderts. Dieses Zusammenspiel zwischen Kunst und Literatur erweitert die Perspektive auf den deutschen Expressionismus, der durch seine Rezeption insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg auf Ausdrucksstärke, Farbintensivität und Innovationskraft beschränkt wurde, während die „dunkleren“, hintergründigen Seiten dieser Kunstepoche vernachlässigt wurden.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Abbildungen:
- August Macke
Badende mit Lebensbäumen, 1910
Öl auf Leinwand
Sammlung Braglia

- Ernst Ludwig Kirchner
Blaue Artisten, 1914
Öl auf Leinwand
Franz Marc Museum, Kochel am See
Dauerleihgabe aus Privatbesitz

- Marianne von Werefkin
Der Tänzer Sacharoff, 1912/13
Gouache auf Bütten
Sammlung Braglia
Start: Mittwoch 05.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 03.10.2017
Kochel Franz Marc Museum: Per Kirkeby – Torso-Ast
Bilder
Bilder
Per Kirkeby – Torso-Ast

Ausstellung vom 18. April bis 03. Oktober 2017

Die Aufstellung der Skulptur Torso-Ast von Per Kirkeby im Museumspark gegenüber dem Haupteingang soll die für das Franz Marc Museum wesentliche Idee des Dialogs von Kunst und Natur für jeden Besucher erfahrbar machen, noch bevor er das Museum betritt. Die begleitende Ausstellung mit Skulpturen, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier Per Kirkebys macht die Bedeutung von Torso-Ast vor dem Hintergrund dieser Phase seines Werks deutlich.

In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts schuf Per Kirkeby eine Reihe von Bronzeplastiken, die den Prozess organischer Entwicklung als Analogie der bildhauerischen Praxis anschaulich machen. Ein Arm oder ein Bein oder ein anderes Glied wird zu einem ganzen Körper. Groesseres zu denken durch `Fragmente`. Rodins Radikalisierung des Torsos. Im Rückgriff auf Rodin geht Kirkeby von Fragmenten aus – Armen, Gesichtern, Torsi, die die Materie, in die sie eingebunden sind, wie von innen her durchdringen, was sich in den vielfaeltig strukturierten, das Licht einfangenden Oberflaechen der Skulpturen spiegelt.

Die Skulptur Torso-Ast gehört zu den groessten Plastiken aus dieser Schaffensphase Per Kirkebys. Sie variiert ein traditionelles Thema der Skulptur, indem sie den menschlichen Torso zum pflanzlichen Torso werden laesst und umgekehrt. Der Rumpf koennte ein Baumstamm sein und der abzweigende Ast ein Arm. Die bewegungslose Massivitaet der Plastik laesst die Erinnerung an den antiken Herkulestorso aufscheinen, verbindet die Skulptur aber auch mit den umstehenden Baeumen, denn wie sie scheint sie aus dem Boden herauszuwachsen, in dem sie fest verwurzelt ist.

Das Verhaeltnis von Kunst und Natur ist fuer das Franz Marc Museum seit seiner Gruendung, 1986, konzeptionell grundlegend. Otto Stangl, die Gemeinde Kochel und die Franz Marc Stiftung siedelten das Franz Marc Museum damals in Kochel an, um die Kunst Franz Marcs und des Blauen Reiters in der Landschaft zu zeigen, in der sie entstand und die Inspirationsquelle dieser Kuenstler war. Diese Idee ist neben dem Leitgedanken, Franz Marc im Kontext des 20. Jahrhunderts zu praesentieren, auch seit der Eroeffnung des Neubaus und der Erweiterung der Sammlung weiterhin praesent. Seit der Neueroeffnung 2008 geht das Selbstverstaendnis des Hauses ueber die Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne hinaus. In Ausstellungen der letzten Jahre wurde Franz Marc Joseph Beuys, Georg Baselitz oder Per Kirkeby gegenuebergestellt und damit die Kontinuitaet bestimmter, theoretischer und gestalterischer Positionen in der Kunst des 20. Jahrhunderts thematisiert und anschaulich gemacht.

Die Ausstellung findet anlaesslich der Aufstellung der Skulptur Torso-Ast (1988) von Per Kirkeby im Park des Franz Marc Museums statt.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Fotos:
Per Kirkeby „Torso Ast“, 1988
Bronze patiniert
Auflage: 6 + 0 Guß 1/6 · 643 kg
208 x 158 x 78 cm
Galerie Michael Werner, Märkisch Wilmersdorf, Köln und New York

Per Kirkeby Ohne Titel (bez.:Laeso), 1986
Tusche, Pastell, Gouache
Galerie Michael Werner, Märkisch Wilmersdorf, Köln und New York
Start: Mittwoch 05.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 01.10.2017
München Pinakothek der Moderne: GLOBAL PREKÄR - FLUCHT, TRAUMA UND ERINNERUNG IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE
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Eva Leitolf, Überfahrt, Melilla – Almería, Mittelmeer 2009 (aus:
Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.

Zu den ausgestellten Werken:In der als 124-teilige Serie angelegten Arbeit »There and Gone« (Dort und Fort) entwickelt John Gossage (*1946, New York City) in drei Kapiteln einen fotografischen Essay über das zwischen den USA und Mexiko liegende Grenzgebiet. Von US-amerikanischer Seite aus betrachtet, zeigt er schemenhaft Menschen am Strand von Tijuana, das Bildmaterial wurde mit Teleobjektiven aufgenommen oder stammte aus Überwachungskameras. Im zweiten Kapitel »Spurenlesen« dokumentiert er in präzisen Ausschnitten das Niemandsland des durch einen Zaun gesicherten Grenzstreifens mit ausgetretenen Pfaden, Verstecken und illegalen Durchbrüchen.
Das letzte Kapitel verbindet Detailansichten aus dem kalifornischen Alltagsleben mit Begriffen, wie sie auf mexikanischen Lotteriekarten zu finden sind, ohne dass sich zwischen Bild und Text ein unmittelbarer Sinnzusammenhang herstellen lässt.Eva Leitolf (*1966, Würzburg) untersucht in der Serie »Postcards from Europe«, die sich seit 2006 als work in progress fortschreibt, das Verhältnis Europas zu seinen Außengrenzen und dem zunehmenden Strom von Flüchtlingen.
Nicht das vielfach dokumentierte Leid der Migranten, sondern der gesellschaftliche und politische Umgang mit ihnen steht im Mittelpunkt. Die dargestellten Orte sind  Schauplätze von Konflikten, die sich hier abgespielt haben, bevor die Künstlerin sie aufgesucht hat. Die in den Fotografien nur andeutungsweise sichtbaren Spuren von Ausgrenzung, Gewalt und Elend nehmen durch sachliche, auf Fakten gestützte Texte, die in Form von Postkarten mitgenommen werden können, konkret Gestalt an und verschränken Bild und Text zu einer gleichermaßen bedrückenden wie aufrüttelnden Zeitstudie. 



Kuratorin: Dr. Inka Graeve Ingelmann,
Sammlung Fotografie und Neue Medien

Pinakothek der Moderne,
Sammlung Moderne Kunst
Start: Donnerstag 13.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 12.09.2017
Gilching Rathaus: Ausstellung im Gilchinger Rathaus mit Werken von Stefanie Schielein
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Ausstellung im Gilchinger Rathaus mit Werken von Stefanie Schielein

Die 1983 geborene Stefanie Schielein präsentiert ihre Werke vom 13.7.-12.9.2017 im Gilchinger Rathaus. Sie studierte Freie Malerei und Kunsterziehung bei Prof. Peter Angermann an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, lebte und arbeitete einige Jahre im Landkreis Starnberg und ist seit 2012 Kunstlehrerin am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck. Seit 2006 hat sie ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Bayern und teils auch im Ausland präsentiert. 2016 nahm sie erfolgreich am item Kunstpreis für Malerei teil (2. Platz Publikumspreis).
„Die Malerei von Stefanie Schielein begegnet uns sehr einfach, geradlinig und ohne alle Umschweife. In klaren, aufgeräumten Kompositionen und plakativen, doch fein abgestimmten Farben teilt sie uns etwa die vielfältigen Beobachtungen mit, die sie über ihre Umgebung und ihre Mitmenschen anstellt, zeigt uns, wie diese in aller Ungezwungenheit ihre Freizeit gestalten. Wegen der Einfachheit des Vortrags auf den ersten Blick eher naiv wirkend, offenbaren diese Bilder bei näherer Betrachtung dann jedoch schnell ihre Präzision der Wahrnehmung, ihre liebevolle Einfühlung, ihre feine und unaufdringliche Ironie. Die meist jungen, offenen und lebendigen Gesichter ihrer Protagonisten und Akteure nehmen uns schnell für sich ein, wecken unser Verständnis und unsere Anteilnahme. Wir erinnern uns, erkennen uns selbst darin wieder, auch wenn wir vielleicht völlig anderen Milieus oder Generationen angehören: Archetypen der Kindheit und Jugend, seit eh und je in gleichermaßen vertrauter wie fremder, erst noch zu erforschender Umgebung. Dies alles ist derart schnörkellos und unprätentiös vorgetragen, dass keinerlei bei solch erbaulichen Genrethemen durchaus nahe liegende Süßlichkeit eine Chance hätte, die Sache zu verkitschen. Dazu kommt eine sichere und zupackende Malweise, die das recht ausgeprägte Talent souverän ausspielt, ohne es eitel herauszukehren und zur Schau zu stellen. So gesehen haben wir hier nicht nur eine sehr ehrliche und engagierte Malerei vor uns, sondern darüber hinaus als Gegenentwurf zu den artworld-üblichen Auftrumpfereien, Zynismen und ausgeleierten Provokationen ein sehr sympathisches und nicht unbeträchtliches künstlerisches Wagnis.“ Prof. Peter Angermann

Die Ausstellung kann während der Rathaus-Öffnungszeiten vom 14.7. bis 12.9.2017 besichtigt werden:
Mo, Di, Do, Fr 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Mi 07:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Do 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Gemeinde Gilching
Rathausplatz 1
82205 Gilching
Start: Sonntag 16.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Dienstag 03.10.2017
Buchheim Museum: HOLMEAD: KRUDE KÖPFE
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Ausstellung vom 16. Juli bis 3. Oktober 2017

Holmead, geboren 1889 als Clifford Holmead Phillips in Shippensburg, Pennsylvania, gestorben 1975 in Brüssel, lebte als Wanderer zwischen den Welten. Als Autodidakt entwickelte er sich zugleich zum Kritiker und zum Protagonisten der Moderne in Europa und Amerika. Motive seiner anfangs noch impressionistisch, später expressionistisch geprägten Malerei sind Porträts, Landschaften, Stadtansichten und literarische Themen. Holmeads Spätwerk, um das es im Buchheim Museum in der Hauptsache geht, gleicht einem kunsthistorischen Paukenschlag. Nach einer fast 60 Jahre langen künstlerischen Entwicklung, die zwei Weltkriege und einen Schlaganfall überdauerte, entwickelte er die neue Malweise des »Shorthand Painting«. Mit einigen Spachtelhieben brachte der greise Maler in wenigen Minuten seine Bilder zielsicher auf den Malgrund. Bei seinen grandiosen Porträts gehen abstrakter und figurativer Expressionismus eine einzigartige Synthese ein. Mit Ausstellungen in der Kunsthalle Schweinfurt und dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal wurde Holmead in jüngster Zeit euphorisch neu entdeckt. Die Ausstellung wurde aus Leihgaben von Privatsammlern und Museen zusammengestellt. Das Buchheim Museum konnte zwischenzeitlich die Zustiftung eines großen Konvoluts von Holmead-Werken erwirken, die im kommenden Jahr in einer eigenen Ausstellung zu sehen sein werden.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried


HOLMEAD, Colette, 1970, Sammlung Dr. Gabriele Dilla-Gerns und Ronald Gerns
@ Nachlass Holmead, Frankfurt


HOLMEAD, Drei Mädchen, 1971, Sammlung Joseph Hierling
@ Nachlass Holmead, Frankfurt
Start: Sonntag 23.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 15.10.2017
Buchheim Museum: Nolde. Die Grotesken
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Ausstellung vom 23. Juli bis 15. Oktober 2017

Das Werk von Emil Nolde scheint mit seinen dramatischen Landschaften, Wolkenbildern, Seebildern, den ausdrucksstarken Porträts und religiösen Bildern allgemein bekannt. So ist es überraschend, dass es mit dem Grotesken und Phantastischen einen zentralen Motivbereich gibt, der für den Künstler selbst von herausragender Bedeutung war – und doch noch nie zuvor Thema einer Ausstellung wurde! Mit über hundert Werken – farbintensiven Gemälden, Aquarellen und Druckgraphiken – lädt diese berauschende, große Sommerschau nun erstmals dazu ein, sich den Bildern zu widmen, die sich einer eindeutigen Erklärung entziehen, die dazu anregen, eigene Beobachtungen und Deutungen hineinzulegen und die Phantasie spielen zu lassen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den Internationalen Tagen Ingelheim und der Nolde Stiftung Seebüll. Sie umfasst 116 Werke, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden: 20 farbintensive Gemälde, 55 herrliche Aquarelle sowie 25 Farbdrucke und 16 einfarbige Drucke.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried



Emil Nolde, Tolles Weib,
Gemälde 1919, © Nolde Stiftung Seebüll


Emil Nolde, Seltsame,
Gemälde 1923, © Nolde Stiftung Seebüll


Emil Nolde, Tier und Weib,
Aquarell 1931-35, © Nolde Stiftung Seebüll
Start: Montag 31.07.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 24.09.2017
Museum Fürstenfeldbruck: Leidenschaft für Heilige
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Leidenschaft für Heilige
25 Jahre Museum Fürstenfeldbruck

Mit großer Leidenschaft und kunsthistorischer Kenntnis sammelte der Fürstenfeldbrucker Bäckersohn und Geistliche August Aumiller (1868-1929) Skulpturen und Gemälde von heiligen Männern und Frauen. Mit seinen Erwerbungen aus Klöstern und Kirchen, von Händlern und Bauern brachte er es auf eine Sammlung von über 2000 Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Zeit des Rokoko.

Im Fürstenfeldbrucker Kulturleben spielte Aumiller eine wichtige Rolle. Als Hofkaplan der königlichen Landhofkirche Fürstenfeld erwarb er zahlreiche Objekte aus der säkularisierten Zisterzienserabtei Fürstenfeld und betrieb zusammen mit Brucker Bürgern die Gründung eines historischen Museums.

Neuerwerbungen und Bestände des Museums Fürstenfeldbruck, Leihgaben aus dem Diözesanmuseum Freising und aus Privatbesitz gewähren erstmals Einblick in die hochwertige Sammlung, die nach dem Tod des Geistlichen zerstreut wurde.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Funktionen der Heiligen im Wandel der Zeit, zeigt, wie sich Heilige „zu erkennen geben“ und thematisiert Heiligenschein und Märtyrertod unter aktuellen Gesichtspunkten.

Katalog zur Ausstellung ¤ 8,90

Zur Ausstellung gibt es Führungen und ein museumspädagogisches Programm.


Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck
Start: Dienstag 01.08.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 07.01.2018
München Jüdisches Museum: Never Walk Alone - Jüdische Identitäten im Sport
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Ausstellung vom 15. April 2017 bis 07. Januar 2018

Ernst Emanuel Simon verließ den Berliner Sport Club nach antisemitischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg. Er trat 1918 dem Jüdischen Turn- und Sportverein Bar Kochba bei. Neben seinem Medizinstudium in Würzburg wurde er 1919 Berlin-Brandenburgischer Meister sowie 1921 Bayerischer Meister im 800-Meter-Lauf. Er war Mitbegründer des Makkabi-Weltverbandes und wanderte 1924 nach Palästina aus. Dort setzte er sich für die Institutionalisierung des Sportunterrichtes ein. Er war Mitorganisator der ersten Makkabiade 1932, den ersten jüdischen Weltsportspielen in Palästina. Vor allem war er ein Pionier der Sportmedizin. Sein Foto beim Zieleinlauf im August 1919 ist das Eröffnungsbild der Ausstellung Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport.In den beiden Ausstellungsebenen positionieren sich Sportlerinnen und Sportler und Fans jüdischer Herkunft in der Sportarena. Die Konzentration auf einzelne Biografien erlaubt es einerseits, die Selbstwahrnehmung der Sportlerinnen und Sportler zu betrachten und andererseits auch Zuschreibungen von außen offenzulegen. Die Anfänge der Sportbegeisterung sind ebenso Thema wie die facettenreichen 1920er Jahre sowie Ausgrenzung und Verfolgung während des Nationalsozialismus. Der Bogenwird von jüdischen Überlebenden in den Displaced-Person Camps der deutschen Nachkriegszeit über sportliche Positionierungen von Deutschen jüdischer Herkunft in der Emigration gespannt; bis hin zu athletischen Leistungen, die in den letzten Jahren Beiträge zum lokalen Sportgeschehen liefern.Der Titel der Ausstellung Never Walk Alone ist inspiriert von dem Lied You'll Never Walk Alone, das ursprünglich für das Musical Carousel geschrieben wurde. Der Liedtexter Oscar Hammerstein II. und der Komponist Richard Rodgers, übrigens beide jüdisch-amerikanischer Herkunft, vermitteln hierin Zugehörigkeit, Motivation, Trost und Unterstützung für die Protagonistin. In den Sportarenen ist die Idee der Singenden — inzwischen nicht mehr nur beim FC Liverpool — vergleichbar.

Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16
80331 München

Fotos:
- Der Läufer Ernst E. Simon | Berlin, um 1919 | Familie Simon, Israel
- Die Ringer Julius (links) und Hermann Baruch vor der Sammlung ihrer Medaillen, Pokale und Urkunden | Bad Kreuznach, um 1927 | Baruch-Archiv, Wiesbaden
Start: Donnerstag 03.08.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 03.12.2017
Rosenheim: PHARAO - LEBEN IM ALTEN ÄGYPTEN
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Ausstellung vom 24. März bis 03. Dezember 2017

Zwischen Menschen und Göttern, zwischen Himmel und Erde. Gewaltige Grabanlagen und steinerne Monumente königlicher Allmacht, die den Himmelsaufstieg des Pharaos und seine Eingliederung in den Kreislauf der Sonne symbolisieren. Hier lebten Menschen, die arbeiteten und feierten, an Kulten und Kriegen teilnahmen, liebten und litten, Kinder zeugten und starben.

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuartigen Blick auf die älteste Hochkultur der Welt.

Was hielt diese Gesellschaft über Jahrtausende zusammen? Wer erkämpfte Ägyptens Größe? Wer baute die monumentalen Grabanlagen, Tempel und Paläste?

Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte vermitteln eine einmalige „Aura“ der Geschichte‍‍(n). Detailgetreue Modelle und spannende Medienstationen machen das Leben im Alten Ägypten erfahrbar. Erleben Sie eine Kultur, die im Kreislauf von fruchtbarer Überschwemmung und sengender Trockenheit, in Zeiten des Umbruchs und des Aufstiegs über sich hinaus wuchs.

Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen.

Eine Ausstellung der VERANSTALTUNGS+KONGRESS GmbH Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Roemer- und Pelizeaus-Museum Hildesheim, dem Universitätsmuseum Aberdeen und MuseumsPartner  Die Kunstspedition.


Ausstellungszentrum Lokschuppen | Rathausstr. 24 | 83022 Rosenheim
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 9 – 18 Uhr | Sa, So, Fei: 10 – 18 Uhr
Information und Buchung: Tel.: 08031 365 9036 | E-Mail: lokschuppen@vkr-rosenheim.de
www.lokschuppen.de

Fotos:
Kopf eines Königs
Basalt, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statue des sitzenden Nefer-ihi
Rosengranit, Altes Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Relief eines stehenden Mannes mit Stabstrauß
Kalkstein, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Statuetten des Amenophis III. und der Teje
Ebenholz und Gold, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Bronzefigur einer Katze
Bronze, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statuette einer Frau
Holz, Altes Königreich
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob
Start: Samstag 05.08.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 27.08.2017
München Kunsthalle: PETER LINDBERGH - FROM FASHION TO REALITY
Bilder
Copyright: © Peter Lindbergh Courtesy line: Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery
DIE KUNSTHALLE MÜNCHEN PRÄSENTIERT EINE GROSSE AUSSTELLUNG ÜBER PETER LINDBERGH

Ausstellung vom 15. April bis 27. August 2017

Peter Lindbergh (*1944 in Lissa) ist einer der einlussreichsten Modefotografen der letzten 40 Jahre. Diese spektakuläre Schau zeigt über 220 seiner Fotograien. Neben seinen ikonischen Bildern, mit denen Lindbergh das Supermodel-Phänomen der 1990er-Jahre begründete, werden bisher unveröffentlichte Fotograien und weiteres, nie gezeigtes Material präsentiert; darunter persönliche Notizen, Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge, Filme und großformatige Drucke.

In einer Welt mit fest etablierten ästhetischen Codes bezog Lindbergh mit seinen wegweisenden Bildern klare Position zu gesellschaftlichen Themen: Er war der Erste, der den Fokus auf den einzigartigen Charakter seiner Modelle legte und so der oberlächlichen Künstlichkeit der Modefotograie eine Abfuhr erteilte. Anstatt hübsch ausstafierter menschlicher ›Kleiderständer‹ zeigt er selbstbewusste, ausdrucksstarke Fraueniguren, von der Femme Fatale bis zur Heldin; aber auch Tänzerinnen und Schauspielerinnen. Für sein Werk sind Porträts bestimmend, die Unbefangenheit und körperliche Anmutausstrahlen. Lindbergh revolutionierte damit die Bildsprache der bekannten Magazine und Mode-Labels und führte mit seinen meist schwarz-weißen, den lüchtigen Moment einfangenden Fotograien einen neuen Realismus in die Modefotograie ein, deren Entwicklung er seit den 1980er-Jahren maßgeblich mitbestimmte.

Kurator Thierry-Maxime Loriot, der in der Kunsthalle München bereits »Jean Paul Gaultier. From the Sidewalk to the Catwalk« inszenierte, erklärt: »Diese Ausstellung bietet keinen chronologischen, sondern einen thematischen Überblick. Die Besucher können die Welt von Peter Lindbergh erkunden, seinen einmaligen Blick auf jene Themen kennenlernen, zu denen er immer wieder zurückkehrt, aber auch solche Werke entdecken, die zusammen mit anderen Künstlern wie Pina Bausch oder Jenny Holzer entstanden. Zudem beleuchtet die Ausstellung die Bedeutung des Menschlichen in Lindberghs Werk. Sie verrät viel über seine Werte und über seine Einstellung zu Alter, Schönheit und Weiblichkeit sowie zu großen gesellschaftlichen Fragen. Dabei wird auch Lindberghs grenzenlose Kreativität und Imaginationskraft in seinen Fotos  offensichtlich.«

ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Die Ausstellung »From Fashion to Reality« ist eine Hommage an Lindberghs facettenreiches ¼uvre von 1978 bis heute. Sie zeigt seine künstlerische Entwicklung anhand der Themen, die er über die Jahre mit besonderer Leidenschaft verfolgte: »Supermodels«, »Couturiers«, »Zeitgeist«, »Tanz«, »Die Dunkelkammer«, »Das Unbekannte«, »Silver Screen« und »Ikonen«.

SUPERMODELS
Models wie Naomi Campbell, Linda Evangelista, Kate Moss, Christy Turlington und Tatjana Patitz waren jung und unbekannt, als Lindbergh sie in den späten 1970ern und den 1980ern fotograierte; danach reichte es, ihre Vornamen zu nennen, um zu wissen, von wem die Rede war. Stand bis dato in den einlussreichen Modemagazinen wie Harper’s Bazaar oder Vogue die Kleidung im Vordergrund, ging es nun um die Frauen, die diese Mode präsentierten.Neben den Kultfotos der 1990er-Jahre werden in diesem Kapitel Interviews und Fotograien von der Wiedervereinigung der Supermodels (veröffentlicht in der italienischen Vogueim September 2015) gezeigt, die deutlich machen, dass sie auch 25 Jahre später nichts von ihrer Schönheit und ihrer ausdrucksstarken Persönlichkeit verloren haben.



Anlässlich der Ausstellung hat Peter Lindbergh die Schaufenster von Ludwig Beck am Münchner Marienplatz gestaltet.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.