In INTERVIEW werden Persönlichkeiten vorgestellt, die auf unterschiedlichste Weise das kulturelle Leben gestalten und bereichern - dabei oftweit über die Landesgrenze hinaus wirkend. Grundlage für diese Portraits ist ein Fragebogen.
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1. Xaver Himpsl - „Ich wünsche allen Kindern, dass sie etwas finden, was...
2. Norbert Leinweber: „Jammern nützt nichts!“
3. Catherine Gordeladze - Musik als unerschöpfliche Inspirationsquelle meines ...
4. Jonas Khalil - Keine Gitarrenmusik für Gitarristen
5. Johanna Summer - Ein unfassbar gutes Himbeereis
Dienstag 22.09.2020
Xaver Himpsl - „Ich wünsche allen Kindern, dass sie etwas finden, was ihnen Spaß macht und Selbstbewusstsein gibt“
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Foto: Lena Semmelroggen
Musikalische Grenzen existieren für Xaver Himpsl einzig, um diese zu überwinden. Egal ob der Trompeter Mozart spielt oder Gershwin, ob er sich in der Band seines Vaters Franz Josef, der Unterbiberger Hofmusik, mit türkischer oder arabischer Folklore beschäftigt, ob er frei improvisiert, in seiner eigenen Formation brasilianische mit bayrischer Musik mixt, immer spürt man seine Freude und Leidenschaft, Stimmungen und außergewöhnliche Ideen über sein Instrument auszudrücken. Zudem hat er (zwei Semester) Physik studiert, später Kulturmanagement. Seine Trompetenlehrer waren die besten ihrer Zunft: Hannes Läubin, Reinhold Friedrich, Claudio Roditi und Bobby Shew.
Am 09. Oktober eröffnen Xaver Himpsl und seine Bavaschoro plus der Sängerin Dandara die 6. Gilchinger Kunst- und Kulturwoche. Beginn des Konzerts: 19.30 Uhr im Veranstaltungssaal des Gilchinger Rathauses (am Rathausplatz 1).

KultKomplott: Welche Faktoren waren ausschlaggebend, dass Sie wurden, was Sie heute sind?
Xaver Himpsl: Meine Familie, unsere über die ganze Welt verstreuten Musikerfreunde, aber auch mein etwas abgedrehter Rollenspieler Freundeskreis hier in München. Ich bin sehr froh, dass mein Leben so gelaufen ist wie es ist. In jeder Situation hatte ich etwas auf das ich stolz sein konnte: mein Trompetenspiel. Ich wünsche allen Kindern, dass sie etwas finden, was ihnen Spaß macht und Selbstbewusstsein gibt. Bei der Musik ist außerdem die Möglichkeit interessante und coole Leute zu treffen sehr sehr hoch!

KK: Wen bzw. was möchten Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?
XH: Alle Leute die sich zwar unterhalten fühlen, aber dabei auf anspruchsvolles, musikalisches Programm nicht verzichten wollen.

KK: Mit welchen Widrigkeiten müssen Sie sich bei Ihrer Arbeit am häufigsten auseinandersetzen?
XH: Im Moment tatsächlich mit den beschränkten Auftrittsmöglichkeiten durch die Corona-Pandemie, allerdings auch grundsätzlich mit der Tatsache, dass sich mit aufgenommener Musik kaum noch Geld verdienen lässt.

KK: Welche Erlebnisse haben Sie zuletzt stark beeindruckt?
XH: Unsere Tour nach Brasilien mit Bavaschôro im April 2019 war ein unglaubliches Erlebnis. Die kleine Sorge, dass die Brasilianer unsere Herangehensweise an ihre Musik nicht positiv sehen würden, hat sich Gott sei Dank als genau das Gegenteil herausgestellt. Sie verstehen zwar kein Bayerisch, aber selbst so haben sie ihren Spaß und finden die Übersetzungen lustig. Grundsätzlich muss ich sagen alle Touren in den letzten Jahren (Mit der Hofmusik zum Beispiel auch nach Ägypten, Tunesien, Marokko, Iran) waren unglaublich. Ich hoffe sehr, dass sie vielleicht nächstes Jahr wieder möglich werden. Das Gedenkkonzert zu Ehren unseres Onkels und Freundes Claudio Roditi, das vermutlich 2021 stattfinden wird, wollen wir auf jeden Fall irgendwie besuchen.

KK: Welches sind die schönsten Momente in Ihrer Arbeit?
XH: Das Gefühl im Raum nach einem gelungenen Konzert, alle Beteiligten, ob Publikum oder Musiker sind sich näher gekommen. Das beste Gefühl von Gemeinschaft dass ich kenne.

KK: Hören Sie Musik und wenn ja, welche Art von Musik mögen Sie besonders?
XH: Hauptsächlich Blues, Funk and Soul, aber auch Electro, Swing und Balkan.

KK: Hören Sie eher CD oder Vinyl?
XH: Ich bin gerade wieder auch der Suche nach einem Plattenspieler und einem Platz dafür.

KK: Was lesen Sie momentan?
XH: Viel LitRPG (Verstehen nur Leute die schon Rollenspiele auf dem Computer oder im Pen and Paper gespielt haben.)

KK: Was ärgert Sie maßlos?
XH: Die Tunnelsicht der Politiker auf die Autoindustrie. In den 13 Teilbranchen der Kreativwirtschaft ist fast soviel Geld unterwegs wie dort, allerdings mit viel mehr Beschäftigten.

KK: Was freut Sie ungemein?
XH: Das sich das langsam ein bisserl ändert.

KK: Haben Sie jemals ein Kleidungs- bzw. Möbelstück selbst gemacht?
XH: Ja, einen Umhang für einen Magier den ich gespielt habe.

KK: Von welchem Schauspieler / welcher Schauspielerin sind sie in welchem Film beeindruckt?
XH: Tim Seyfi in „Komissar Pascha“ und  Andi Rinn in „Lord und Schlumpfi“.

KK: Was würden Sie gern erfinden, was es Ihrer Meinung bisher noch nicht gibt?
XH: Einen Rucksack-Hubschrauber oder wie er bei Spireau und Fantasio heißt, der Fantaschrauber.

KK: Fühlen Sie sich eher als Einzelkämpfer, oder Teamplayer?
XH: Teamplayer, bei dieser Familie gar nicht anders möglich ;-)

KK: In welcher Situation haben Sie die besten Einfälle?
XH: Beim Radlfahren, wenn der Akku vom Handy aus ist und ich kein Hörbuch hören kann.

KK: Welche Websites oder Blogs lesen Sie?
XH: 9Gag, Sueddeutsche, Twitterperlen

KK: Was würden Sie ändern, wenn Sie für einen Tag Staatsminister für Kultur wären?
XH: Falscher Ministerposten ;-) Es gäbe andere Posten, die ich lieber mal für nen Tag hätte. Wobei…etwas mehr Unterstützung für Touren ins Ausland, sozusagen ein Musikexportbüro wäre eine super Idee!

KK: Wenn Sie eine Autobiographie schreiben würden, wie wäre der Titel?
XH: Das Leben ist ein Spiel. Im Notfall ganz fest blasen.

KK: Wie stellen sie sich die Zukunft vor?
XH: Sehr unterschiedlich. Ich habe zu viele Utopien und Dystopien gelesen. Ich hoffe, es wird nicht wie in 1984. Aber ich hoffe sehr noch das tatsächliche Weltraumzeitalter zu erleben, nicht
das der Weltmächte, sondern der Privatwirtschaft. Ich befürchte allerdings einen Weltraumlift werden wir Menschen nicht sobald bauen.
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Samstag 08.08.2020
Norbert Leinweber: „Jammern nützt nichts!“
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Foto Jazzchor Freiburg: Fotogråfin Lisa
Der Ausbruch der Cornona-Pandemie verändert das Leben der Menschen weltweit. Sowohl im ganz persönlichen, privaten Bereich, in der Arbeitswelt, als auch was die institutionellen Angebote und Aktivitäten betrifft. Besonders hart trifft es die Kulturbranche. Im März dieses Jahres wurden sämtliche Veranstaltungen deutschlandweit ausgesetzt, wodurch die Existenz vieler Künstler und natürlich auch Veranstaltungshäuser in Frage gestellt wurde. Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld hat als einer der ersten Kulturanbieter mit einem entsprechend ausgearbeiteten Konzept am 27. Juni seine Tore mit dem Klaviersommer für das Publikum erfolgreich geöffnet. Norbert Leinweber, Leiter des Fürstenfelder Veranstaltungsforum, spricht im folgenden über die Erfahrungen in den zurückliegenden Wochen und Monaten.


KultKomplott: Es war ja eine Art kulturelle Vollbremsung, die sie im März dieses Jahres vollziehen mussten. Wie haben Sie als Veranstalter die folgenden Monate erlebt?
Norbert Leinweber: Diese Vollbremsung war schon eine extreme Situation. In unseren knapp 20 Betriebsjahren waren Veranstaltungsverschiebungen bzw. -absagen ja bislang absolute Ausnahmefälle. Nach einer kurzen Phase der Schockstarre begann dann ab Ende März das große Verschieben von Künstlern, Terminen und Räumen und das Hoffen auf den möglichen Neustart. Dass dieser schließlich erst Ende Juni erfolgen konnte, haben wir nicht gedacht.
In die veranstaltungsfreie Zeit wurden Inventur-, Sonderreinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie alle möglichen organisatorischen und administrativen Aufgaben, die üblicherweise im Spätsommer und Herbst erledigt werden, vorgezogen. In Absprache mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde schließlich aufgrund der anhaltenden starken Einschränkung des Geschäftsbetriebs für einen großen Teil der Stammbelegschaft anteilige Kurzarbeit beantragt.

KultKomplott: Aber blicken wir nach vorn. Mit dem Fürstenfelder Klaviersommer haben Sie als einer der ersten Veranstalter Kultur wieder öffentlich zugänglich gemacht. Dafür haben Sie ein spezielles Konzept erarbeitet. Wie ist das angekommen – sowohl bei den Künstlern, als auch beim Publikum?
Norbert Leinweber: Am 16.06.20 wurde seitens der Staatsregierung angekündigt, dass ab dem 22.06.20 wieder bis zu 100 Besucher*innen für Kulturveranstaltungen in Innenräumen zugelassen sind. In Absprache mit dem künstlerischen Leiter Dinis Schemann haben wir dann umgehend beschlossen, den Fürstenfelder Klaviersommer in modifizierter Form zu veranstalten. Um möglichst vielen Musikfreunden Live-Erlebnisse bieten zu können, wurden alle Konzerte doppelt - also jeweils um 17.00 und um 20.00 Uhr – gespielt. Dass das die richtige Entscheidung war, zeigt der große Publikumszuspruch: Alle sechs Konzerte waren sehr gut besucht bzw. ausverkauft. Auch die Künstler waren glücklich endlich wieder ihrer Passion nachgehen zu können. Zudem hat sich auch unser Hygienekonzept gut bewährt und wir konnten so den ersten Schritt auf dem Weg in die „neue Normalität“ erfolgreich gehen.

KultKomplott: Jetzt steht das neue Programm für die zweite Jahreshälfte. War es schwierig, dieses zu organisieren?
Norbert Leinweber: Ja, allein die Koordination der Termine unserer acht Abonnementreihen untereinander ist schon sehr komplex. Und neben den Kulturveranstaltungen sind ja auch sämtlichen Messen und Publikumsveranstaltungen sowie der gesamte Seminar- und Tagungsbereich betroffen. Hinzu kommen erschwerend verschiedene Planungsunsicherheiten, vor allem in Bezug auf die maximalen Besucherzahlen und mögliche neue Einschränkungen bei einem kritischen Verlauf des Infektionsgeschehens. Aber jammern nützt nichts und natürlich muss die Gesundheit aller Besucher*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen an erster Stelle stehen.

KultKomplott: Auf was können sich die Besucher besonders freuen?
Norbert Leinweber: Bis Mitte August läuft noch der Fürstenfelder Kinosommer, direkt danach folgt unser „Kultur trotz(t) Corona“-Open-Air mit elf Show-Highlights im Stadtsaalhof. Besonders ans Herz legen kann ich hier die packende Artisten-Show „Kontraste“ (3. September, 21.00 Uhr), bei der Neuer Circus auf klassisches Varieté trifft.
Herzstück unseres Programms sind und bleiben die Veranstaltungen unserer Reihen JazzFirst, BluesFirst, Literatur in Fürstenfeld, Alte Musik in Fürstenfeld sowie der Theater- und der Konzertreihe. Die hochkarätigen Veranstaltungen dieser Reihen führen regelmäßig international renommierte Künstler und erstklassige Ensembles nach Fürstenfeld.
So etwa den JazzChor Freiburg, der in seinem neuen Programm „Infusion“ am 28.10.20 Revolutionäres wagt: Instrumentaltitel von Pat Metheny, Herbie Hancock und Esbjörn Svensson werden betextet und neu arrangiert. Gekonnt von Ausnahmetrompeter Joo Kraus begleitet, fusioniert der Chor diese Klangwelten auf nie dagewesene Weise.
Nach Sharon Eyals elektrisierendem „Soul Chain“ kehrt das Tanzensemble des Staatstheaters Mainz ins Veranstaltungsforum zurück. Das Stück „The Cell“, das Po-Cheng Tsai mit den Mainzer Tänzern entwickeln wird, steht für das vielfältige Entwicklungspotential von Zellen, für die unterschiedlichen Wachstumsphasen von Persönlichkeiten. Für die zerstörerischen wie schöpferischen Elemente des menschlichen Wesens, für die Einzigartigkeit des Individuums und die interaktive Kraft sozialer Gemeinschaften. Nach der Mainzer Uraufführung wird das Stück am 8. Januar 2021 in Fürstenfeldbruck seine süddeutsche Premiere feiern.
Ein besonderes Jubiläum feiert die Reihe Alte Musik in Fürstenfeld mit ihrer 10. Saison: Den Auftakt am 11. Oktober bestreitet die Capella Antiqua Bambergensis mit über 40 Musikinstrumenten und Liedern aus der Zeit von Walter von der Vogelweide. Freunde hochkarätiger Musik aus Renaissance und Barock erwarten außerdem weihnachtliche Flöten-, Harfen- und Hackbrettklänge, eine ungewöhnliche Großbesetzung sowie der bekannte Countertenor und Violinist Dmitry Sinkovsky mit Ensemble.
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Foto: Mischa Blank
Sonntag 21.06.2020
Catherine Gordeladze - Musik als unerschöpfliche Inspirationsquelle meines Lebens
Catherine Gordeladze beherrscht als Pianistin die klassische Musikliteratur. Ob Scarlatti, Hadyn oder Chopin, von Johann Strauss bis Maurice Ravel – sie brilliert mit einem wunderbaren Anschlag und einer unglaublichen Virtuosität. Ob heiter ausgelassen, oder in elegischer Melancholie, die deutsch-georgische Musikerin mit Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main führt sicher und beeindruckend durch ein breites Repertoire.
Dabei hat die in Tiflis geborene Künstlerin schon früh begonnen Klavier zu spielen. Aus einer Architektenfamilie stammend galt sie als Wunderkind, das mit sieben Jahren seinen ersten Orchesterauftritt hatte und mit zehn den ersten Klavierabend gab.
Vor wenigen Tagen ist, nach mehreren von der Kritik und vom Publikum gefeierten Aufnahmen, ihr neues Album „Caprice Brillant“ bei Antes erschienen, mit Werken unter anderen von Johann Sebastian Bach, Leopold Godowsky, Nikolai Kapustin, Muzio Clementi und Ludwig van Beethoven.

KultKomplott: Welche Faktoren waren ausschlaggebend, dass Sie wurden, was Sie heute sind?
Catherine Gordeladze: Begabung, Disziplin, zu richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Die eigene Arbeit lieben und sich treu bleiben.

KK: Wen bzw. was möchten Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?
CG: Meine künstlerischen Fähigkeiten als Konzertpianistin an die Zuhörer weiterzugeben, sowie mein Wissen und meine Erfahrung in der Lehrtätigkeit mit Studierenden zu teilen.

KK: Mit welchen Widrigkeiten müssen Sie sich bei Ihrer Arbeit am häufigsten auseinandersetzen?
CG: Als Pianistin muss ich mich vor jedem Konzert im Saal an die Eigenarten eines neuen Instruments gewöhnen, manchmal mit sehr kurzfristigen oder sogar gar keinen Proben. Im Unterschied zu anderen Musikern, z.B. Streicher oder Bläser, die ihr eigenes Instrument immer dabei haben. Das ist jedes Mal eine gewisse Herausforderung für mich, um damit umzugehen habe ich natürlich im Laufe der Zeit eine sehr große Erfahrung. 

KK: Welche Erlebnisse haben Sie zuletzt stark beeindruckt?
CG: Die Auswirkungen der Corona-Krise.

KK: Welches sind die schönsten Momente in Ihrer Arbeit?
CG: Der schöpferische Prozess auf der Bühne.

KK: Hören Sie Musik und wenn ja, welche Art von Musik mögen Sie besonders?
CG: Klassik und Jazz.

KK: Hören Sie eher CD oder Vinyl?
CG: CD.

KK: Was lesen Sie momentan?
CG: „Chopin“ von Eva Gesine Baur.

KK: Was ärgert Sie maßlos?
CG: Dilettantismus.

KK: Was freut Sie ungemein?
CG: Neue kreative Ideen, Einfälle und Entdeckungen, nicht nur am Mainstream orientiert.

KK: Haben Sie jemals ein Kleidungs- bzw. Möbelstück selbst gemacht?
CG: Nein.

KK: Von welchem Schauspieler / welcher Schauspielerin sind sie in welchem Film beeindruckt?
CG: Meryl Streep in „Florence Foster Jenkins“.

KK: Was würden Sie gern erfinden, was es Ihrer Meinung bisher noch nicht gibt?
CG: Eine Zeitmaschine.

KK: Fühlen Sie sich eher als Einzelkämpfer, oder Teamplayer?
CG: Einzelkämpfer.

KK: In welcher Situation haben Sie die besten Einfälle?
CG: Ich nehme die Inspiration meistens aus Kunst und Literatur. Außerdem sind mir menschliche Kontakte sehr wichtig.

KK: Welche Websites oder Blogs lesen Sie?
CG: klassik.com, klassik-heute.com

KK: Was würden Sie ändern, wenn Sie für einen Tag Staatsminister für Kultur wären?
CG: Ein Tag wäre wirklich sehr kurz etwas zu ändern…

KK: Wenn Sie eine Autobiographie schreiben würden, wie wäre der Titel?
CG: Musik als unerschöpfliche Inspirationsquelle meines Lebens.

KK: Wie stellen sie sich die Zukunft vor?
CG: Nach der Krise (derzeitige Coronazeit) kommt ein Neustart. Ich wünsche mir Weltfrieden, Sicherheit, mehr Toleranz und Weltoffenheit. Ich hoffe meine künstlerische Arbeit kann auch ein Teil dazu beitragen.
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Mittwoch 03.06.2020
Jonas Khalil - Keine Gitarrenmusik für Gitarristen
Jonas Khalil lebt seine Vorlieben und Überzeugungen. Egal, wie sein Umfeld darauf reagiert. Diese Einstellung ermöglicht es ihm, nicht nur über Grenzen hinweg zu schauen, sondern scheinbare Befestigungen und Gräben zu übersteigen und in benachbarten Bereichen neue Erfahrungen zu sammeln. So hat der Gitarrist und Komponist keine Schwierigkeiten, zum Beispiel Barockes und Modernes miteinander zu verbinden, oder, wie auf seinem im letzten Monat erschienen Album „Kharacter“ eigene Bearbeitungen von Christoph Willibald Gluck, Hans Werner Henze und eigene Stücke nebeneinander zu stellen. Diese Art der Freiheit funktioniert bei dem in Stuttgart lebenden Jonas Khalil wunderbar. Seine Musik klingt frisch, herausfordernd und ist in ihrer ganzen Struktur unglaublich spannend. Dass er „nebenher“ noch in einer True-Metal-Band (Sacred Steel) spielt, ist, zumindest für ihn, das Normalste auf dieser Welt.
Neues Album: Jonas Khalil „Kharacter“.

KultKomplott: Welche Faktoren waren ausschlaggebend, dass Sie wurden, was Sie heute sind?
Jonas Khalil: In erster Linie ich selbst. Ich habe mich nie verbiegen lassen und bin stets sehr offensiv zu meinen Interessen gestanden. Wenn ich etwas gut fand, das mich inspiriert, begeistert hat habe ich das auch zur Schau getragen. Seien es selbstgedruckte T-Shirts von Michael Jackson als 9-Jähriger, Trikots von Werder Bremen oder als Teenie Stretchjeans und Lederjacke mit allerlei Nieten und Patches von diversen Heavy Metal-Bands. Das war Ende der 90er, wohlgemerkt. Dass das nicht gerade zu einer ausgeprägten sozialen Beliebtheit geführt hat können Sie sich mit Sicherheit gut vorstellen...
Um im musikalischen Sinne auf die Frage zurückzukommen: mein sich bereits im Alter von acht Jahren ausprägender Musikgeschmack und natürlich meine Lehrer und Professoren, die alle einen entscheidenden Teil zu meinem Spiel beigetragen haben. Danke dafür! :-)

KK: Wen bzw. was möchten Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?
JK: Ich finde es immer sehr schön die Überraschung bei Leuten herauszuhören, die Gitarrenmusik so vielleicht noch nie gehört haben. Also ließe sich vielleicht sagen, dass ich keine Gitarrenmusik für Gitarristen mache, zumindest nicht in erster Linie, sondern für Menschen die einfach gerne gute Musik hören möchten.

KK: Mit welchen Widrigkeiten müssen Sie sich bei Ihrer Arbeit am häufigsten auseinandersetzen?
JK: Oft sind das ganz alltägliche Kleinigkeiten:
Zum einen mit den natürlichen Gegebenheiten, die das Gitarristen-Dasein nun mal mit sich bringt: kaputte Nägel, die natürlich in der Nacht vor dem Konzert nochmal einreißen müssen (mit Gruß an meinen stets in der Mitte gespaltenen Daumennagel - und das meine ich nicht politisch) und somit zur mittleren Katastrophe verkommen.
Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten beschäftigt mich die wiederkehrende Frage: verstärkt spielen oder nicht?
Zum anderen die unüberschaubare Zahl unmotivierter Schüler.

KK: Welche Erlebnisse haben Sie zuletzt stark beeindruckt?
JK: Nun ja, im Zusammenhang mit Corona natürlich das Herunterfahren der ganzen Welt, der Stillstand, die Ohnmacht, das Aushalten müssen der Isolation, der absoluten Einsamkeit.
Und die damit verbundene Einsicht, dass es davor doch alles gar nicht so schlimm war...und wahrscheinlich nie wieder so sein können wird.

KK: Welches sind die schönsten Momente in Ihrer Arbeit?
JK: Wenn man gemeinsam mit dem Publikum einen gelungenen Konzertabend verbracht hat. Dazu gehört zum einen natürlich, dass überhaupt ein Publikum da ist (was bei einem Solokonzert mit klassischer Gitarre längst nicht selbstverständlich ist), dass man für sich selbst zufriedenstellend gespielt hat, dass der Rahmen, das Ambiente passt, die Atmosphäre da war und das Feedback der Anwesenden entsprechend ausfällt.
Es kann aber auch einfach eine produktive Probe sein oder - ganz klar - der Moment in dem ich einen neuen Klang entdeckt, eine neue Idee entwickelt habe aus der ein Stück entstehen kann; was längst nicht immer der Fall ist, aber der Moment ist trotzdem besonders.
Aktuell sind die schönsten Momente die „1:1 Concerts“ der Staatsoper Stuttgart. Ich bin sehr glücklich aufgrund meiner Verbundenheit zum Haus hierbei mitwirken zu dürfen.
Man spielt für einen Gast ein kleines Konzert von 10 Minuten, sitzt sich in gebührendem Abstand gegenüber und hält vor Beginn der Musik eine Minute lang Augenkontakt. Ein sehr intensives (Konzert-)Erlebnis für alle Beteiligten!
Hier wurde ein wirklich magisches Konzept entwickelt und in der Organisation für alle Beteiligten so grandios umgesetzt, dass ich hoffe, es als festen Bestandteil des kommenden Spielplans wiederzufinden, selbst wenn wir im großen Häuser wieder spielen dürfen.
An dieser Stelle ein riesiges DANKESCHÖN an all die tollen Menschen, die sich dafür so reinhängen und einsetzen!

KK: Hören Sie Musik und wenn ja, welche Art von Musik mögen Sie besonders?                    
JK: Ich höre hauptsächlich Rock und Heavy Metal sowie Pop/Rock Musik aus den 80ern. Klassische Gitarrenmusik höre ich zu Hause höchstens zu Recherche-Zwecken.
Und klassische Musik am liebsten im Konzert oder in der Oper.

KK: Hören Sie eher CD oder Vinyl?
JK: CD, auch wenn ich seit jeher Vinyl sammle. Leider hat mein aktueller Verstärker keinen Phono-Eingang, somit ist der Hör"genuss" deutlich eingeschränkt. Und das ständige Wenden fällt weg. ;-)

KK: Was lesen Sie momentan?
JK: „Miteinander reden“ von Friedemann Schulz von Thun. Davor „Springfield Confidential“ von Mike Reiss, einem Schreiber der Simpsons.

KK: Was ärgert Sie maßlos?
JK: Egoismus, der unsere Ellbogen-Gesellschaft (an der sich auch nach Corona nichts geändert haben wird!) bestimmt. Das fängt spätestens beim nicht-blinken im Straßenverkehr an.

KK: Was freut Sie ungemein?
JK: Empathische Menschen die beweisen, dass es eben doch anders gehen kann als nur nach seinem eigenen Wohl zu schauen. Und wissen wie man einen Blinker bedient.

KK: Haben Sie jemals ein Kleidungs- bzw. Möbelstück selbst gemacht?
JK: Nein! *lautes Gelächter*
Trotz erwiesener Fingerfertigkeit habe mich selbst stets als handwerkliche Krücke bezeichnet.

KK: Von welchem Schauspieler / welcher Schauspielerin sind sie in welchem Film beeindruckt?
JK: Edward Norton in „Fight Club“. Und immer wieder Neymar.

KK: Was würden Sie gern erfinden, was es Ihrer Meinung bisher noch nicht gibt?
JK: Ganz klar: das Beamen. Science, do your magic...!

KK: Fühlen Sie sich eher als Einzelkämpfer, oder Teamplayer?
JK: Schon durch die Wahl des Instruments liegt die Antwort ja auf der Hand: ganz klar als Einzelkämpfer. Das tut meiner Freude an gelungenem musikalischen Zusammenspiel natürlich keinen Abbruch, im Gegenteil. Vielleicht weiß ich es dadurch sogar noch mehr zu schätzen, mit den lieben Kolleg*innen gemeinsam im Graben zu sitzen oder Kammermusik zu spielen.

KK: In welcher Situation haben Sie die besten Einfälle?
JK: Immer dann wenn ich es grade nicht brauchen kann und wirklich überhaupt keine Zeit habe.

KK: Welche Websites oder Blogs lesen Sie?
JK: (Fast) alles über Werder Bremen.

KK: Was würden Sie ändern, wenn Sie für einen Tag Staatsminister für Kultur wären?
JK: Versuchen den Fokus tatsächlich einmal auf die Kulturschaffenden zu richten.
Weg von Wirtschaft und der ach so vergötterten Automobilindustrie...(mir sind kurzzeitig die Augen zugefallen. Was doch mitunter für langweilige Menschen in diesen Branchen tätig sind...). Ich bin wirklich der Meinung, dass die Kulturschaffenden, die für so viel Lebensqualität (die ja stets angestrebt wird), für so viel Genuss sorgen einfach mehr Beachtung und Unterstützung finden sollten und schlicht mehr Respekt verdient haben.

KK: Wenn Sie eine Autobiographie schreiben würden, wie wäre der Titel?
JK: „Ernsthaft, liebe Kinder: Augen auf bei der Berufswahl!“ oder getreu nach Iron Maiden:
„The loneliness of the long distance runner"“.

KK: Wie stellen sie sich die Zukunft vor?
JK: Das ist derzeit tatsächlich nicht so leicht zu beantworten, da das Pendel gefühlt in alle Richtungen ausschlagen kann. Und da gibt es sicher stets für beide Seiten genügend und durchaus gleich gute Argumente.
Ich persönlich wünsche mir, wie gesagt, dass nicht immer erst ganz zuletzt an das "Luxusgut" Kultur gedacht und endlich verstanden wird, dass wir genauso „systemrelevant“ und dafür zuständig sind, dass das Leben erst lebenswert wird.
Und wenn man schon träumen darf stelle ich mir die Zukunft mit einem Erstligisten Werder Bremen vor.
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Johanna Summer © ACT / Gregor Hohenberg
Dienstag 19.05.2020
Johanna Summer - Ein unfassbar gutes Himbeereis
Johanna Summer hat auf ihrem letzten Album Robert Schumann interpretiert. Das ist an sich vielleicht nichts besonderes. Aber es kommt auf das „wie“ an. Und hier hat sich die Pianistin für Variationen entschieden, die dem Jazz sehr nahe stehen, um nicht zu sagen: Johanna Summer plays Jazz. Und der klingt bei der 1995 in Plauen geborenen Musikerin enorm erfahren, virtuos und insgesamt spannend. Die Süddeutsche Zeitung schätzt die Aufnahme „Schumann Kaleidoskop“ (Act Records) sogar als „Eine kleine Sensation“ ein.
Begonnen hat Johanna Summer mit dem Klavierspielen im Alter von sieben Jahren. Sie studiert an  der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden Jazzpiano und hat in den zurückliegenden Jahren mehrmals den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“ gewonnen.
Im September geht sie, wenn alles gut geht, wieder auf Tournee. Im Oktober steht dann je ein Konzert in München (Unterfahrt) und Gräfelfing (Bürgerhaus) an. Wir informieren auf jeden Fall.

KultKomplott: Welche Faktoren waren ausschlaggebend, dass Sie wurden, was Sie heute sind?
Johanna Summer: Zunächst einmal war das Musikmachen schon immer eines meiner liebsten Hobbys, auch wenn ich als Kind sehr übe-faul war. Das Musizieren an sich fand ich super. Ein wichtiger Wendepunkt war dann die Teilnahme an einem Jazz-Workshop, wo ich mit meinem damaligen Können ziemlich auf die Nase fiel. Ich hatte irgendwie gedacht, dass ich schon ziemlich gut spielen konnte, was allerdings nicht der Fall war. Danach habe ich angefangen, intensiv zu üben, mir Platten anzuhören, usw. Letztlich war auch der Lehrerwechsel zu einem Jazzpianisten ein entscheidender Schritt. Ich hatte Glück, dass es in meiner Heimatstadt so jemanden gab, denn das war keine Selbstverständlichkeit. Im Studium wurde mir dann die Tür zur Jazzmusik natürlich noch weiter geöffnet. Ich habe viel geübt und war ständig auf Konzerten.

KK: Wen bzw. was möchten Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?
JS: Es klingt etwas abgedroschen, aber ich denke schon, dass das Geschichten erzählen bei mir im Vordergrund steht, vor allem wenn ich improvisiere. Im Grunde genommen erzähle ich mir ja dabei selbst eine Geschichte, deren Verlauf ich noch nicht kenne. Das Publikum ist aber genauso ein Teil davon und ich versuche, den Zuhörern meinen Blick auf gewisse Dinge zu zeigen - eben musikalisch.

KK: Mit welchen Widrigkeiten müssen Sie sich bei Ihrer Arbeit am häufigsten auseinandersetzen?
JS: Da gibt es zunächst natürlich die begrenzte Zeit zum Üben, weil man als freischaffender Musiker meistens auch sein eigener Manager ist und viele Sachen organisiert werden müssen. Wenn man dazu eine Familie hat, wird die Zeit noch knapper.
Und dann gibt es noch tausend Sachen, die beim Konzertieren selbst nicht ganz ideal sind, sei es das Instrument, der Raum, das Essen… Die Kunst ist es, sich trotz dieser Widrigkeiten voll und ganz der Musik und dem Moment hinzugeben. Am Ende entscheidet oft genau das darüber, ob man selbst und das Publikum einen schönen Konzertabend hatte.

KK: Welche Erlebnisse haben Sie zuletzt stark beeindruckt?
JS: Zur Zeit passieren nicht so viele aufregende Dinge. Ich war letztens in Potsdam und habe ein unfassbar gutes Himbeereis gegessen, so banal das klingen mag!

KK: Welches sind die schönsten Momente in Ihrer Arbeit?
JS: Die Momente, die man erstens nicht kommen sieht (oder hört) und, zweitens, in denen man nicht versteht, was gerade passiert. Das ist mit Worten schwer zu beschreiben, weil es oft eine Art Energie ist, die im Raum ist. Solche Momente sind natürlich am schönsten, wenn man sie mit einem Publikum teilen kann.

KK: Hören Sie Musik und wenn ja, welche Art von Musik mögen Sie besonders?
JS: Als Musiker bin ich natürlich ständig mit Musik umgeben. Trotzdem versuche ich, sie immer bewusst zu hören, das heißt mit voller Aufmerksamkeit. Wenn ich z.B. koche oder Hausarbeiten mache, kann ich mich nicht in dem Maß drauf konzentrieren wie ich es gern möchte und dann bleibt die Musik auch aus.

KK: Hören Sie eher CD oder Vinyl?
JS: Weder noch. MP3 oder Streaming ist einfach schneller griffbereit.

KK: Was lesen Sie momentan?
JS: „Die Kraft der Liebe“ von Erich Fromm und „Inner Game of Music“: ein Buch über die Überwindung von Hindernissen, die man beim Musikmachen sich selbst in den Weg legt.

KK: Was ärgert Sie maßlos?
JS: Mich ärgert momentan gerade die Ignoranz, die der Wissenschaft in Sachen Coronavirus entgegengebracht. Und dass sich viele Menschen nicht an die Regeln halten können, die uns allen helfen würden, die Krise schneller zu überwinden.

KK: Was freut Sie ungemein?
JS: Ich bin gesund, meine Familie ist gesund, mehr brauche ich gerade nicht.

KK: Haben Sie jemals ein Kleidungs- bzw. Möbelstück selbst gemacht?
JS: Nein.

KK: Von welchem Schauspieler / welcher Schauspielerin sind sie in welchem Film beeindruckt?
JS: Von Joaquin Phoenix in „Der Joker“.

KK: Was würden Sie gern erfinden, was es Ihrer Meinung bisher noch nicht gibt?
JS: Emissionsfreie Flugzeuge und Autos.

KK: Fühlen Sie sich eher als Einzelkämpfer, oder Teamplayer?
JS: Ich mag das Wort „Einzelkämpfer“ nicht, weil es für mich das Bild von „Ellenbogen raus“ impliziert und das funktioniert (zumindest in der Jazz-Welt) nicht. Letztendlich ist jeder Musiker ein Einzelkämpfer und ein Teamplayer gleichermaßen. Man verbringt den größten Teil seiner Zeit allein im Überaum und hat daneben doch Bands und Projekte, die nur als Kollektiv funktionieren.

KK: In welcher Situation haben Sie die besten Einfälle?
JS: Am kreativsten bin ich, wenn ich mich entspannen kann. Gerade beim Musizieren geht mir das so - wenn ich mich wohl am Instrument fühle und nicht das Gefühl habe, für irgendjemanden spielen zu müssen, kommen meistens die Einfälle, die man sich eigentlich gar nicht zutraut.

KK: Welche Websites oder Blogs lesen Sie?
JS: Für Jazzfans: „Do the math“ vom Pianisten Ethan Iverson (ehemals „The Bad Plus“).

KK: Was würden Sie ändern, wenn Sie für einen Tag Staatsminister für Kultur wären?
JS: Ich würde gern Subventionen für Jazz und improvisierte Musik einführen - in dem Maß, wie sie in der Klassik üblich sind. Spielstätten sollten stärker gefördert werden.

KK: Wenn Sie eine Autobiographie schreiben würden, wie wäre der Titel?
JS: „Sagen Sie: wie kommt man eigentlich als junger Mensch dazu, Jazzmusik zu machen?“ - Diese und 20 andere Fragen, die man als Jazzmusiker nicht mehr hören kann

KK: Wie stellen sie sich die Zukunft vor?
JS: Ich hoffe auf eine Gesellschaft, die sich durch Corona zum Positiven verändert. Ich hoffe wirklich, dass wir etwas aus dieser Krise lernen können.
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