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Mittwoch 18.09.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gauting: Signum Quartett & Daniel Ottensamer, Klarinette: Mozart und Widmann
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Signum Quartett & Daniel Ottensamer, Klarinette: Mozart und Widmann

Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen [lat. signum] in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich als eines der interessantesten Ensembles seiner Generation etabliert.  Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett, sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägten die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen hat (u.a. Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und im Rahmen des stART-Programms von Bayer Kultur und als Ensemble der BBC Radio 3 New Generation Artists gefördert wurde. Berlin, Hamburg, München, Paris, Barcelona, Amsterdam, London, New York − das Signum Quartett ist regelmäßig auf den großen internationalen Podien und Festivals zu erleben. Nach umjubelten Gastspielen in Paris (Philharmonie), London (Wigmore Hall) und Amsterdam (Concertgebouw), war das renommierte Ensemble mit dem ihm gewidmeten 3. Streichquartett von Bruno Mantovani in Wien, Luxemburg und Frankfurt zu hören.
 
FLORIAN DONDERER Violine
ANNETTE WALTHER Violine
XANDI VAN DIJK Viola
THOMAS SCHMITZ Violoncello
 
Sowohl als Solist und Kammermusiker, als auch in seiner Position als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker konzertiert Daniel Ottensamer mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den wichtigsten Musikzentren der Welt. Zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben wie dem „Carl Nielsen International Clarinet Competition“ in Dänemark im Jahr 2009, begleiteten seinen künstlerischen Werdegang. Zu den Höhepunkten der letzten Jahre gehören Daniel Ottensamers Auftritte als Solist unter Lorin Maazel (†), Gustavo Dudamel, Andris Nelsons, Adam Fischer und Ivor Bolton mit den Wiener Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra und dem Simon Bolivar Symphony Orchestra. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Künstler wie Daniel Barenboim, Angelika Kirchschlager, Barbara Bonney, Thomas Hampson, Juliane Banse, Bobby McFerrin, Bernarda Fink, Krassimira Stoyanova, Heinrich Schiff, Julian Rachlin, Mischa Maisky, das Hagen Quartett, das Signum Quartett, das Ensemble daniel ottensamer music (u.a. mit Noah Bendix-Balgley, Christoph Traxler, Harriet Krijgh und Stephan Koncz) u.v.m.
 
Programm
MOZART Streichquartett B-Dur KV 458 „Jagdquartett“
WIDMANN „Jagdquartett“
MOZART Klarinettenquintett A-Dur KV 581

Bosco
Oberer Kirchenweg 1,
82131 Gauting
Freitag 20.09.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Puchheim PUC: Puchheimer Country Nacht
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Puchheimer Country Nacht

Regelmäßig finden sich Titus Waldenfels und die legendären "Wandrin Stars" zusammen, um die Gemeinsamkeiten zwischen Country und bayrischer Musik auszuloten: Manfred Pichler, stimmgewaltiger, sich an Johnny Cash und dem Kraudn Sepp anlehnender Sänger, der umtriebige Stefan Berchtold am geschlagenen Kontrabass, Gitarrist Thomas Losch mit perfekten Repliken der alten twang-guitar-licks und Michael Reiserer simultan an Schlagzeug und Akkordeon. Ein Programm aus instrumentalen Originals, Covers von Johnny Cash, Elvis, Hank Williams & Roy Orbison, deren Gassenhauer frisch klingen durch die Spezialbehandlung der ´retro´, aber nicht altmodisch spielenden Wandrin" Stars, und Klassiker der bayrischen Wirtshausmusik.
Die Geige fügt etwas western-swing-flavour hinzu, die twin guitars liefern schönsten Hippie-Countryrock. Es gibt hier keine Musikapartheid: Blues, Jazz, Rock, Polka, Walzer und europäische Melodien fließen so ruhig ineinander wie das Wasser des Colorado. Als special guest mit an Bord: Schauspielerin und Sängerin Silvia-Maria Jung. Ergänzt wird der Abend von Frontfrau Danah Heiser und ihrer Country-Rockband Rebel Bunch aus München. Sie waren bereits auf diversen Festivals und in stimmungsvollen Kneipen zu hören und werden einmal mehr ordentlich aufdrehen. Eine Country-Nacht, die keine Wünsche offen lässt!

Puchheimer Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Straße 2
82178 Puchheim
Freitag 27.09.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Dachau: Silke Eberhard, Nikolaus Neuser, Antonis Anissegos, Boris Bell
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Silke Eberhart, Nikolaus Neuser, Antonis Anissegos, Boris Bell
jazz e.v. dachau

3εll kommt mit rhythmisch intensiven Stücken des Weges, die in loop-betonte kollektive Improvisationen münden. Auf der Suche nach den obsessiven Momenten, der Balance aus Rausch und Erzählung. Und mit der anarchischen Lust, die Dinge gegen den Strich zu bürsten.

Kulturschranne
Pfarrstraße 13
85221 Dachau
Freitag 27.09.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gauting: Metropoltheater München - Ende des Regens
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Metropoltheater München: "Das Ende des Regens" von Andrew Bovell

Das Mosaik einer tragischen Familienchronik erzählt von Schweigen, Einsamkeit, Verbrechen, Verlust, aber auch von Liebe und Versöhnung vor dem Hintergrund einer von Naturkatastrophen heimgesuchten Welt.

Deutsch von Maria Harpner und Anatol Preissler
Alice Springs, Australien, 2039: Gabriel York erwartet seinen Sohn Andrew, den er vor 20 Jahren verlassen und seitdem nicht mehr gesehen hat. Es regnet.

London, 1968: Henry Law verlässt seine Frau Elizabeth und den 8-jährigen Sohn Gabriel. Über den Grund seines Fortgehens wird Elizabeth für immer schweigen. Es regnet.

London, 1988: Der 28-jährige Gabriel Law bricht nach Australien auf, um sich auf die Spuren seines zwanzig Jahre zuvor am Ayers Rock verschwundenen Vaters zu begeben. Es regnet.

Coorong, Australien, 1988: Als Gabriel sich in die junge Gabrielle York verliebt, kommen sie einem seit fast 30 Jahren verschwiegenen Geheimnis auf die Spur, dessen Folgen das Schicksal ihrer beiden Familien unauslöschlich und für immer miteinander verbindet. Es regnet.

Alice Springs, Australien, 2039: Gabriel York, der Sohn von Gabriel und Gabrielle, begegnet seinem Sohn Andrew. Nach acht Jahrzehnten verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

„Das Ende des Regens“ entfaltet die Geschichte zweier Familien über 80 Jahre, vier Generationen und zwei Kontinente hinweg und umspannt dabei die Jahre 1959 bis 2039. Szene um Szene greift die Handlung voraus und zurück, verschränken sich die Orte des Geschehens, zeigen sich die Figuren zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Lebens. Stein um Stein lässt Andrew Bovell das Mosaik einer tragischen Familienchronik entstehen; er erzählt von Schweigen, Einsamkeit, Verbrechen, Verlust, aber auch von Liebe und Versöhnung vor dem Hintergrund einer von Naturkatastrophen heimgesuchten Welt.

Bosco
Oberer Kirchenweg 1,
82131 Gauting
Samstag 28.09.2019; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Iffeldorf: Reinhold Quartett Leipzig
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Reinhold Quartett Leipzig
Iffeldorfer Meisterkonzerte

Dietrich Reinhold - Violine
Tobias Haupt - Violine
Norbert Tunze - Viola
Dorothée Erbiner - Violoncello
 
Anton Rubinstein (1829 - 1894)
- Streichquartett d-moll op. 47 Nr. 3
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847)
- Streichquartett a-moll op. 13
 
- Mitschnitt BR KLASSIK -
Das Reinhold Quartett, bestehend aus Musikern des Gewandhausorchesters Leipzig, gründete sich 1996 mit dem Wunsch, gemeinsam zu musizieren und ­eigene musikalische Wege zu beschreiten.
Wichtige Anregungen bekamen sie u.a. durch ­Thomas Brandis. Seither gab das Ensemble zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Besondere Höhepunkte waren und sind Auftritte im ­Leipziger Gewandhaus und in der Semperoper Dresden. Ein Janáček-Zyklus in Prag und ein Quartettabend im Edvard-Grieg-Haus in Bergen sind ebenso zu ­nennen wie die Auftritte bei den Festivals im ­Rheingau und in Bad Hersfeld.
Mit einem besonderen Programm kommen die ­Musiker nach Iffeldorf:  Musik von Anton ­Rubinstein, der zu Lebzeiten als höchstviruoser Pianist und als Komponist gefeiert wurde, ist leider nur selten zu hören. In diesem Konzert ist sein Streichquartett d-moll kombiniert mit dem großartigen op. 13 von Felix  Mendelssohn Bartholdy, mit dem ­Rubinstein in seinen Berliner Jahren in engem ­Kontakt stand und dessen Musik er zeitlebens ­bewunderte und ­aufführte.

Iffeldorfer Meisterkonzerte
Auf der Trat 4
82393 Iffeldorf
Mittwoch 02.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeldbruck: tanzmainz - Soul Chain
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tanzmainz
Soul Chain

Theater Fürstenfeld

Choreographie: Sharon Eyal + Gai Behar

Schon als Tänzerin der berühmtem Batsheva Dance Company war Sharon Eyal eine Ausnahme-Erscheinung. Inzwischen hat die Israelin auch als Choreographin weltweit für Furore gesorgt. „Soul Chain“ wurde 2018 mit dem deutschen Theaterpreis FAUST ausgezeichnet.

Getrieben von stampfenden Techno-Beats werden exzessive, fragile und aggressive Einzelwesen zu einem vibrierenden Gesamtkörper, der scheinbar von einer unsichtbaren Macht gesteuert wird. Sind diese Wesen Menschen oder Avatare? Haben sie Gefühle oder sind sie seelenlos? Gibt die Gruppe ihnen Schutz oder sperrt diese sie ein? Die beeindruckenden Choreographien liefern keine eindeutigen Antworten. Wenn sich Tango-Schritte in Techno- Stakkatos schleichen, sich eine erregte Frau nach Berührungen sehnt, eine andere schmerzerfüllt zum Himmel fleht und ausgelassene Männer eine dritte in die Höhe werfen, dann entstehen spannungsreiche Szenen zwischen Distanz und Nähe, Freiheitsdrang und Gruppenzwang. Intensive, vieldeutige Bilder, die lange nachwirken.

„Ein mitreißendes, elektrisierendes Gesamtkunstwerk um das Thema Liebe und Sehnsucht.“ (ARD)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Samstag 05.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Yonathan Avishai Trio
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Yonathan Avishai Trio
„Joys and Solitudes“

Der Pianist Yonathan Avishai hat wichtige Beiträge zur Musik von Avishai Cohen geleistet, dokumentiert auf dessen Alben „Into The Silence“ und „Cross My Palm With Silver“. Das Landsberger Publikum konnte diese besondere Zusammenarbeit im Frühjahr 2018 live im Stadttheater erleben. Parallel dazu hat er mit dem Bassisten Yoni Zelnik und dem Schlagzeuger Donald Kontomanou sein eigenes Trio-Projekt entwickelt. In seinen Kompositionen bezieht sich Yonathan Avishai auf ein breites Spektrum an Musik und Erfahrungen: „Les Pianos de Brazzaville“ ruft seine Reisen in die Republik Kongo in Erinnerung, „Tango“ gibt eine spielerische Antwort auf Dino Saluzzis und Anja Lechners „Ojos Negros“, „When Things Fall Apart” wurde von Avishai Cohen inspiriert. Diese vielfältigen Einflüsse werden durch sein traditionsbewusstes Klavierspiel gefiltert, respektvoll gegenüber den alten Werten von Blues und Swing und doch eigenständig in seiner Entschlossenheit und Präzision. Wir erleben ein Pianotrio vom Feinsten. Kein Wunder, dass das aktuelle Album „Joys and Solitudes“ beim Münchner ECM Label erschien.

"Ich fühle mich sehr in der Tradition verwurzelt", sagt Yonathan Avishai. "Zuerst einmal liebe ich die Geschichte und die Perspektiven, die einem das Studium der Geschichte eröffnet. Und ich interessiere mich für die gesamte Jazzgeschichte, von Louis Armstrong bis Cecil Taylor und darüber hinaus." Auf die Frage, den Moment zu definieren, in dem er die Charakteristiken seines eigenen Stils erkannte, antwortet er: "Ich denke, das war der Moment, als ich erkannte, dass es Dinge gibt, die man nicht tun kann. Dabei geht es nicht nur um Fähigkeiten, sondern auch darum zu verstehen, in welchen Kontexten die eigene Stimme am ausdrucksvollsten ist. Irgendwann wurde mir klar, dass ich mit weniger Noten mehr ausdrücken konnte. Und wenn man Lester Young oder Louis Armstrong zuhört und sieht, wie sie einen in acht Takten zu Tränen rühren können..." Das, meint er, ist eine Ökonomie, die man anstreben sollte.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 10.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeldbruck: Leo Meixners CubaBoarisch 2.0
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Leo Meixners CubaBoarisch 2.0

Ob Salsa, Son oder Landler: Leo Meixner, ehemaliger Sänger der deutschlandweit gefeierten CubaBoarischen, ist zwar in Bayern daheim, aber durch seine Reisen nach Kuba musikalisch auch dort groß geworden. Als jüngster Spross der Band brachte er frischen Wind und Einflüsse aus Pop und Rap auf die Bühne. Jetzt ist die Zeit reif für einen neuen kreativen, musikalischen Cocktail aus Rum, Pop und Bavaria. Zeit für Meixners eigene Band: CubaBoarisch 2.0! Mit dabei ist die schon von den Fans der CubaBoarischen gefeierte Sängerin Yinet, die im Duo mit Meixner die kubanische mit der bayerischen Seele verschmelzen lässt. Marinus Wagner und Philipp Treichl blasen dazu virtuos einen bayerisch-südamerikanischen Marsch, Boris von Johnson heizt mit Latin-Rhythmen an der Percussion die Stimmung an, Csaba Schmitz lässt seine Drumsticks tanzen, während der erdig-alpine Groove von Funk- und Soulbassist Bernhard Lackner direkt in die Hüfte geht.

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Samstag 12.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Eching: „Mörderisches Bayern“ Udo Wachtveitl liest Robert Hültner
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„Mörderisches Bayern“ Udo Wachtveitl liest Robert Hültner

Unter dem Titel „Mörderisches Bayern“ hat der renommierte Krimiautor Robert Hültner eine Text-Collage aus seinen preisgekrönten drei Kriminalromanen um den bayerischen Inspektor Paul Kajetan zusammengestellt.

Udo Wachtveitl, bekannt als langgedienter Kommissar Franz Leitmayr im Tatort des Bayerischen Fernsehens, lässt durch seine facettenreiche Sprechkunst ländliche und städtische Milieus der Zwischenkriegszeit des vergangenen Jahrhunderts auf beeindruckende Weise lebendig werden. Er schenkt der schrulligen Blinden nicht weniger Aufmerksamkeit als dem autoritären Dorfpolizisten, gibt die weinerliche Münchner Hauswirtin ebenso überzeugend wie den zwielichtigen Baron mit einem Hauch von Berliner Schnauze. Der Kriminaler ermittelt mit Instinkt und Humor im „revolutionären Oberbayern“ der 20er Jahre und macht den Abend zu einem fesselnden Vergnügen.

Mit fantastischen Tönen und Klängen wird der Text unterlegt und gerahmt
Ein intelligenter, äußerst unterhaltsamer Krimi-Abend, der Emotionen weckt und die Phantasie beflügelt.

Bürgerhaus Eching
Roßbergerstraße 6
85386 Eching
Donnerstag 17.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Puchheim PUC: Helge Lien & Knut Hem
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JAZZ AROUND THE WORLD:
Helge Lien & Knut Hem

1. Etappe: Zwischen klirrender Kälte Norwegens und glühender Freiheit Amerikas. Es sind genau 7644,27 km von Oslo nach Paris in Texas. Doch wenn Helge Lien und Knut Hem zu ihren Instrumenten greifen, fühlt es sich an wie ein Katzensprung. Mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz und Bluegrass zeigen die beiden Ausnahmemusiker die verblüffenden Ähnlichkeiten und sich anziehenden Gegensätze zwischen zwei scheinbar widersprüchlichen Welten auf: Der stillen Melancholie der Fjorde und der endlosen Einsamkeit der Canyons; der klirrenden Kälte des norwegischen Hinterlandes und der glühenden Freiheit der amerikanischen Highways.
Bezüge zu Wim Wenders und Ry Cooder sind rein zufällig. Und doch passt der Begriff "Cinematic Americana" hier ganz vorzüglich. Denn schon nach den ersten Takten stellen sich beim Hörer epische Bilder ein, evoziert die Musik ein Gefühl von Weite, von akustischen Kinoleinwänden für große Emotionen. Und das trotz der so minimalen Kombination aus Dobro und Klavier, von der man aufgrund ihrer spröden Schlichtheit eher intime Folk-Sessions auf der heimischen Veranda erwarten würde.
Als einer der weltweit führenden Spezialisten kitzelt Hem aus seiner Weissenborn, eine in den 30er Jahren in den USA entwickelten Lapsteel-Guitar, alle Nuancen heraus, einschließlich glasklar flirrender Obertöne und sanft schnarrender Saiten. Dabei sind es gerade die Passagen, in denen das Klavier von Helge Lien kurzzeitig die Führung übernimmt, in denen der Klang des Duos seine filmischen Qualitäten gewinnt und wahrhaft abhebt.
Besetzung: Helge Lien: Piano; Knut Hem: Dobro, Weissenborn

"Liens Klavierspiel sprudelt noch immer so lyrisch-belebend wie ein Gebirgsbach ..." (Jazz thing)

Puchheimer Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Straße 2
82178 Puchheim

Samstag 19.10.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gröbenzell: Pam Pam Ida (und das Silberfischorchester)
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Pam Pam Ida (und das Silberfischorchester): Die gwohnte Gäng

Auf das erfolgreiche Debut-Album „Optimist“ folgt am 11.01.2019 die neue Platte „Sauber“. Unter dem Tournamen „Die gwohnte Gäng“ fegen sie damit mal wieder kräftig durch die Poplandschaft.

Und Pam Pam Ida haben alle ihre Instrumente geputzt: Blockflöte, Sambatrommel, Streichquartett. Und natürlich glänzt auch mal ein Saxophonsolo durch den Bandsound. Der lässt hier und da auch mal die 80er durchblitzen, mal klingt’s nach 2019. Am Ende hört es sich an wie Pam Pam Ida. Nur neu.

Gegensätze sind für sie kein Balanceakt. Pam Pam Ida fühlen sich wohl zwischen den Polen aus Ironie und Ernst, Kunst und Komik. Lustige Geschichten zwischen den Songs, eine Ansprache vom legendären Bassisten Charlie. Und dann ein Song, der einen ganz fest ins Taschentuch schniefen lässt. Gleich danach packt Pam Pam Ida das Publikum ins Schleuderprogramm mit einer Disconummer, die sich gewaschen hat. Achterbahnfahrer und Abenteurer fühlen sich auf ihren Konzerten sehr wohl. Vor allem aber Musikbegeisterte und Tanzmäuse.

Die gewohnte Gäng macht auch Deine Stadt „Sauber“.

Stockwerk Gröbenzell
Oppelner Str. 3-5,
82194 Gröbenzell
Dienstag 22.10.2019; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Puchheim PUC: Bruno Jonas
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Bruno Jonas

Nur mal angenommen...
... denn das Leben ist eine Annahme. Viele glauben, dass sie annehmen müssen, was ihnen geboten wird. Aber immer mehr Menschen können nicht mehr glauben, dass es so weiter gehen soll, wie bisher. Diese Annahme findet nicht nur in Österreich immer mehr Anhänger, sondern auch in anderen Ländern, in denen die Menschen es satt haben, von Politikern regiert zu werden, die zwar immer nur das Beste wollen, von dem sich immer mehr fragen, muss das wirklich sein? Die europäischen Werte? Brauchen wir die? Gibt´s die überhaupt? Und wenn ja, was sind sie uns wert? Krieg ich sie in der Türkei günstiger? Was kostet uns die Ukraine? Wird es eine Freihandelszone über alle Grenzen hinweg geben? Was dürfen wir von Russland annehmen? Existiert ein Annahmestopp für die Zukunft? Dürfen wir annehmen, dass der Islam zu Deutschland gehört oder müssen wir uns mit der Annahme vertraut machen, dass Deutschland zum Islam gehören wird? Viele nehmen an, dass Europa eine tolle Idee ist, der Euro noch lange halten wird, Griechenland irgendwann schuldenfrei sein wird und die CSU auf ewig in Bayern an der Macht bleibt. In der Politik sind Annahmen sehr beliebt. Die SPD nimmt an, dass sie eine Volkspartei bleiben wird, selbst wenn sie demnächst an der 5% Klausel scheitern sollte, die Grünen sind überzeugt, dass sie die moralische Instanz im Lande sind und ihre Energiewende das Weltklima retten wird, selbst wenn diese mit dem Verkauf von CO2-Rechten finanziert wird; und über alle Parteigrenzen hinweg herrscht die Annahme, dass die AfD bald wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Aber jetzt NUR MAL ANGENOMMEN, wenn nicht? Auch ich nehme an, was ich annehmen kann, vor allem Päckchen von DHL, aber nur, wenn ich daheim bin. Auf mich kann man sich verlassen, zumindest, was die Annahmen angeht.

Puchheimer Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Straße 2
82178 Puchheim
Freitag 25.10.2019; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Germering Stadthalle: Die Enttäuschung
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Die Enttäuschung

In über 20 Jahren hat „Die Enttäuschung“ unglaublich viel Jazzgeschichte absorbiert. Mit Kollektivimprovisationen jenseits aller Konven­tionen entrollen die Musiker das ganze Potential ihrer musikalischen Fantasie. Das künstlerische Anstandsgefühl wird aufs Äußerste provoziert, während im nächsten Augenblick der Ausdruck heiligen Ernstes in die Gesichter der Musiker einzieht. Und dennoch zeigt diese Band alles, was Jazz groß macht. Ihre Musik strotzt vor Energie, alles scheint aus dem Stegreif, aus der Gegenwart geboren und dabei inspiriert bis in die Haarspitzen.

Rudi Mahall, Bassklarinette und Klarinette/ Axel Dörner, Trompete / Christof Thewes, Posaune / Jan Roder, Bass / Michael Griener, Schlagzeug

"Schamlos witzig, heilig ernst" (Jazzzeitung)

Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
D-82110 Germering
Donnerstag 31.10.2019; Uhrzeit: 20:30 Uhr
Ebersberg: Fred Frith Trio
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Foto: Heike Liss
Fred Frith Trio
Closer to the Ground 70th Birthday Tour with special guest Lotte Anker

Der Improvisateur, Komponist und Multi-Instrumentalist, der lachende Außenseiter zwischen Rock und Jazz, Improvisation und Komposition, führt sein Gitarrentrio aus der Bay Area mit einer zweiten CD-Veröffentlichung weiter: „Closer to the Ground“. Fred Frith verarbeitet darin frühe Erfahrungen aus der Rock & Roll-Zeit und kombiniert sie mit seiner eigenwilliger Spielweise und seinem höchst persönlichen Sound.

„Drei außergewöhnlich kreative Musiker spielen eine Musik, wie wir sie zuvor noch nie gehört haben“, schreibt der kanadische Jazzkritiker Raul da Gama.

Altes Kino Ebersberg
Eberhardstraße 3,
85560 Ebersberg
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.