Die ersten Kinos haben wieder geöffnet. So werden wir an dieser Stelle wie gewohnt an jedem Donnerstag einen Kinofilm vorstellen, der eine Woche später anläuft.
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1. IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA
2. WELTREISE MIT BUDDHA
3. DIE GEBURT DES LEOPARDEN
Donnerstag 06.08.2020
IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA
Ab 13. August 2020 im Kino
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Quelle: Verleih
In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe zwischen den Paten der sizilianischen  Mafia  ihren  Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenes Mitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Derweilen wüten in seiner Heimat die Fehden zwischen den Clans. Man begleicht offene Rechnungen und Buscettas Vertraute werden einer nach dem anderen umgebracht. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscetta eine Entscheidung, die die Mafia erschüttert: Vor dem Richter Falcone bricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde …


Ein Film von Marco Bellocchio
Mit Pierfrancesco Favino, Maria Fernanda Candido, Luigi Lo Cascio u.v.a

Marco Bellocchio, einer der vielseitigsten italienischen Regisseure, hat das europäische Kino entscheidend mitgeprägt. Sein mehrfach ausgezeichneter neuer Spielfilm IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA beruht auf der wahren Geschichte der schillernden Persönlichkeit des Tommaso Buscetta. Er steht in der Tradition großer Kinoepen wie „Der Pate“ und ist fern jeder Mafia-Glorifizierung. Kraftvoll, virtuos, packend:IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA ist ein Film, der unter die Haut geht.


Anmerkungen des Regisseurs

IL TRADITORE („Der Verräter“) ist mehr die Geschichte von Tommaso Buscetta als die der Cosa Nostra. Tommaso Buscetta ist ein unsteter Mensch und ständig in Bewegung, was sich in seinem Leben und seinen persönlichen Beziehungen widerspiegelt. Er ist ein außergewöhnlicher Mann, intelligent, charmant, entschlossen, mit der Ausstrahlung einer natürlichen Autorität. Ein Mafioso, der nicht nur loyal hinter der Cosa Nostra steht, sondern auch seinen eigenen Prinzipien folgt und keine Angst davor hat, sich mit den Mächtigen anzulegen. Von Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre sieht er sich mit der zunehmenden Macht der Corleonesi konfrontiert, an deren Spitze der brutale Totò Riina steht. Die Mitglieder dieser neuen Gruppierung missachten die grundlegenden Prinzipien der Cosa Nostra und kennen keine Gnade: Sie töten Frauen und Kinder und eliminieren alles, was sich ihnen in den Weg stellt. In diesem Umfeld ist kein Platz für Tommaso Buscetta. Als er 1982 mit seiner geliebten Frau und den Kindern nach Rio de Janeiro geht, will er mit der Mafia brechen. Aber die Mafia einfach verlassen – so etwas gibt es nicht: Er wird von der Organisation gejagt. Die brasilianische Polizei kommt ihnen jedoch zuvor und liefert Buscetta an Italien aus. Buscetta schlägt der italienischen Justiz einen Deal vor: Er kooperiert bei der Bekämpfung der Mafia und erhält im Gegenzug Garantien, die seinen persönlichen Schutz und sein Überleben  sichern. 
Bald wird er mit dem außergewöhnlichen Richter Giovanni Falcone konfrontiert, der sich durch Unbeugsamkeit und Hartnäckigkeit auszeichnet. Mit ihm wird das ganze Ausmaß der organisierten Kriminalität transparent, unzählige Morde, Schießereien, Erpressungen etc. All diese Verbrechen gehören eindeutig zu Buscettas Lebenslauf, und darum  bleibt er ein großes Mysterium der Cosa Nostra: Niemand weiß ganz genau, weshalb er kooperiert. Er scheint getrieben von Rache und dem Wunsch, eine Mafia zu bekämpfen, die nicht mehr im Einklang mit seinen Werten ist. Für die Anhänger der Mafia ist Buscetta ein Verräter, der zum Feind übergelaufen ist. Er selbst sieht das anders.In seinen Geständnissen betont er immer wieder, dass es zwischen „seiner“ Mafia und den Corleonesi eine tiefe Kluft gibt. Er will der „wahren Cosa Nostra“ auf seine Art Gerechtigkeit angedeihen lassen.
In seiner Darstellung gibt es nur einen Verräter: Totò Riina.Verrat ist ein immer wiederkehrendes Thema im Film, das zum Nachdenken über Veränderung und Umkehr inspiriert: Inwieweit kann sich die innere Haltung ändern? Kann ein Mensch sich wahrhaftig und grundlegend im Lauf seines Lebens verändern, oder bleibt das immer bloß ein Vorwand? Ist Veränderung eine Art zu heilen, zu bereuen? Ist Buscetta, der die Bezeichnung „Informant“ zeitlebens von sich gewiesen hat, diesen Weg der Heilung und Erlösung gegangen, um ein neuer Mensch zu werden? Oder hat er sich seine eigene Gerechtigkeit erschaffen?
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Donnerstag 23.07.2020
WELTREISE MIT BUDDHA
Ab 30. Juli 2020 im Kino
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Quelle: Verleih
In WELTREISE MIT BUDDHA erkundet Regisseur Jesco Pulujfrisch und unterhaltsam die verschiedensten Ausprägungen des Buddhismus weltweit.
Der junge deutsche Filmemacher reist in seinem Erstlingswerk um die Welt, um buddhistische Mönche und Nonnen zu treffen. Er geht dabei den Fragen nach: Was ist die Essenz des Buddhismus? Woraus schöpft diese Religion ihre tiefe Kraft? Und soll er selbst Buddhist werden?Jesco Puluj beginnt seine Reise in Thailand, wo er auf den charismatischen Mönch Julien trifft, der  ursprünglich aus Kanada stammt und in den  Bergen Thailands durch Meditation seine innere Ruhe gefunden hat. Doch ist Meditation der einzige Weg zum Glück? Jesco reist weiter nach Japan,  China, Nepal und Afrika, um den  Buddhismus in all seinen Facetten kennenzulernen. Er möchte verstehen, was das Mönch-Sein für viele so attraktiv macht. Schließlich versucht er sich sogar selbst als Mönchs-Novize, in der Hoffnung, Buddhas Lächeln tiefer erfassen zu können.

Regie / Produktion/ Kamera : Jesco Puluj

Schon seit jeher hat sich der Filmemacher Jesco Puluj von Buddha herausgefordert gefühlt. Was hat es mit dessen ewigem Lächeln auf sich? Jesco entschließt sich, die Welt mit seiner Kamera zu  bereisen, um den Buddhismus besser verstehen und einen persönlichen Zugang zum Buddhismus finden zu können. Dabei räumt er mit einigen Klischees auf.
Auf unterhaltsame und inspirierende Weise zeigt er dem Zuschauer, wie er sein eigenes Verhältnis zur Religion neu definieren und von Buddhas Lehren profitieren kann. Seine ganze Reise filmt Jesco Pulujals “One-Man-Crew” mit minimalem Equipment - ohne Filmförderung, aber ehrenamtlich unterstützt von Buddhisten, die ihm unterwegs begegnen.

“Eine sowohl emotional als auch intellektuell anregende Geschichte”
Raymond Lam, buddhistdoor.net

“Weltreise  mit  Buddha”  ist  ein  ehrlicher  und  authentischer  Blick  auf  den  Buddhismus in all seinen weltweit unterschiedlichen Ausprägungen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, direkt neben Jesco zu laufen. Ich dachte erst, es wäre ein Film, den ich mir in Teilen ansehen müsste. Aber ich konnte nicht aufhörenvon dem Moment an, als ich auf Play drückte!”
Dana Gornall, thetattooedbuddha.com
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Donnerstag 02.07.2020
DIE GEBURT DES LEOPARDEN
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Quelle: Verleih
Ab 16. Juli auf DVD & Blue-ray

Regie: Luigi Falorni
Kamera: Roland Wagner, Schnitt: Wolfgang Grimmeisen

Hinter der Entstehungsgeschichte des ‚Gattopardo’ verbirgt sich eine wahre Liebesgeschichte, die diesen großen Roman fast noch in den Schatten stellt.

Als der Autor Giuseppe Tomasi di Lampedusa 1957 starb, war er mittellos. Seine Witwe konnte nur mit einem Darlehen überleben. Doch als ein Jahr nach seinem Tod der einzige Roman Tomasis „Il Gattopardo - DER LEOPARD“ als Buch erschien, war er auf Anhieb ein Welterfolg mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren und er ist noch heute ein Bestseller.

Der gleichnamige Film von Luchino Visconti mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon gewann 1963 die Goldene Palme in Cannes. So wie der Roman heute als Meisterwerk der Weltliteratur gilt, wird die Verfilmung als Meisterwerk der Filmgeschichte angesehen.

Der Dokumentarfilm DIE GEBURT DES LEOPARDEN erzählt von der Verbindung des Autors mit seiner deutsch-baltischen Ehefrau, der Psychoanalytikerin Alexandra von Wolff-Stomersee. Sie lernten sich in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts kennen und lieben. DIE GEBURT DES LEOPARDEN ist eine filmische Beschreibung der Beziehung eines Paares, das vor dem Hintergrund der großen Umwälzungen Europas fast alles verloren hatte und dem es dennoch gelang, sich selbst neu zu erfinden. Es ist auch eine Geschichte zwischen dem äußersten Nordosten Europas und seinem südlichsten Ende.

Abbildung: Giuseppe Tomasi di Lampedusa ©Gioacchino Lanza Tomasi / FILMWELT
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