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Start: Mittwoch 17.10.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Ende: Sonntag 28.10.2018
München: Internationales Figurentheaterfestival „mit:gefühl“
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Internationales Figurentheaterfestival „mit:gefühl“

Unter dem Titel „mit:gefühl“ wird das internationale Figurentheaterfestival 2018 Figurentheater als Theater für alle Sinne vorstellen und verstärkt Installationen und partizipative Formate zeigen.
Mit 31 Inszenierungen aus zehn Ländern präsentiert das Festival einen Querschnitt des zeitgenössischen Figurentheaters.
„mit:gefühl“ – ist der Titel des diesjährigen Festivals. Und es stimmt: Ohne Gefühl macht alles Theater keinen Sinn. Wir brauchen unsere Sinne und Gefühle, um es wahrzunehmen, um es für wahr zu nehmen. Das gilt für das Figurentheater in besonderem Maße. Denn hier steht die Animation im Mittelpunkt, die Beseelung von Materie, von Objekten, von Puppen. Und Animation geschieht über unser Gefühl. Als Zuschauer wissen wir in jedem Moment, dass wir etwas Leblosesvor uns haben, aber wir genießen es, dieses Wissen im Spiel hinter uns zu lassen. Wenn die Animation auf der Bühne gelingt, nehmen wir die Belebung des Leblosen für wahr und stellen unser Wissen, unseren Intellekt für den Moment zurück. So bewirkt das Mitgefühl den lustvollen Wechsel zwischen Wissen und Vergessen, es ermöglicht uns ein spielerisches Mit-Erleben, es ist essenziell für unsere Theaterform.


Ein Festival für alle Sinne

Das internationale figurentheaterfestival 2018 wird ein Festival der Gefühle, ein Festival für alle Sinne sein – und gleichzeitig auch unser Mitgefühl auf die Probe stellen. Denn Theater für alle Sinne bedeutet für uns auch erfahrbar zu machen, wie es ist, wenn nicht alle fünf Sinne zur Verfügung stehen. Die Inszenierungen des Festivalprogramms arbeiten mit ganz unterschiedlichen thematischen und ästhetischen Voraussetzungen. Ein besonderer Fokus wird auf Inszenierungen gelegt, die zwischen Installation, Performance und Theater liegen. Ob als „blinder“ Theaterparcours in mythische Parallelwelten, wo Klangvibrationen, Gerüche, Geschmäcker und Gefühle auf der Haut Erzählungen erfahrbar machen, in Stone Water Sting des Theater of Senses aus Litauen (Deutsche Erstaufführung) oder als inklusives Figurentheater, das humorvoll das Leben einer Puppe als Leben mit bestimmten Einschränkungen darstellt in Meet Fred des walisischen Hijinx Theaters, oder auch als intelligente Hinterfragung von moralischen Urteilen über das Leben mit Sexpuppen in Maniacs von Ulrike Quade aus den Niederlanden – die Inszenierungen fordern (Mit-)Gefühle und Wahrnehmung heraus.PressemitteilungInternationales Figurentheaterfestival „mit:gefühl“


Zeitgenössisches Figurentheater aus Deutschland, Europa und den USA

Zu den Highlights des internationalen Programms für Erwachsene gehört D-GENERATION: AN EXALTATION OF LARKS des US-amerikanischen Sandglasstheaters. Die Zuschauer werden Zeuge einer ungewöhnlichen Theateraufführung im Altersheim – und können die so lebensechten Figuren der alten Leute im Anschluss noch besuchen. In BLIND setzt sich der brasilianisch-niederländische Tänzer Duda Paiva mit einer kurzen Phase der Blindheit in seiner eigenen Kindheit auseinander. In einer einzigartigen Kombination aus Tanz, dem Spiel mit lebensgroßen Puppen, Video und Sound gelingt ihm ein ebenso ergreifendes wie komisches Stück.Der deutsche Puppenspieler Frank Soehnle, der auf dem Festival auch eine Ausstellung präsentiert (siehe Begleitprogramm) ist mit zwei Produktionen vertreten, die Musik und Figurenspiel in besonderer Weise verknüpfen. (NACHTKONZERT und WUNDERKAMMER – EINEBETRACHTUNG ÜBER DAS STAUNEN)Die Schweizer Formation Trickster-p lädt in „B“ jeweils einen Zuschauer ein, ihre ungewöhnliche Interpretation des Schneewittchen-Stoffes zu erleben: zu hören, zu riechen und zu sehen. Ihr  Audiowalk durch ein Labyrinth der Vergänglichkeit erzählt vom Übergang ins Erwachsenenalter, von der Sucht nach Schönheit, von der Begegnung mit dem Tod.


Vielfältiges Kinderprogramm

Neben 17 Inszenierungen für Erwachsene stehen auch 14 herausragende Produktionen für mitfühlende, mitlebende und mitlachende Kinder auf dem Programm: Sie erwartet in „A“ der französischen Compagnie Skappa! eine Kunstinstallation über das Paradies, die in Bewegung gerät und die Kinder eine poetisch erzählte Fluchtgeschichte miterleben lässt. Auch ZUGVÖGELdes Schweizer Figurentheaters Lupine und TRAUMKREUZUNG des Ensemble Materialtheater setzen sich auf fantasie- und humorvolle Art mit dem Thema Flucht auseinander. Die Grande Dame des Schweizer Figurenspiels, Margrit Gysin, führt in einer kleinen Werkschau mit drei Produktion in ganz unterschiedliche kindliche Lebenswelten, behutsam, humorvoll und voller Lust am Spiel. Zwei Premieren für Kinder ab 4 Jahren stehen auf dem Festivalprogramm. In TÜR ZU in der Schauburg inszeniert Ariel Doron aus Israel ein verrücktes Badezimmer-Abenteuer für Furchtlose und Ängstliche. Und das Münchner Figurentheater Pantaleon zeigt mit SO WEIT OBEN ein tierisches Kuchen-Stück über das Oben und das Unten nach dem Bilderbuch von Susanne Straßer.


Begleitprogramm

Mit der Ausstellung „wunder.kammer“ (18.10.2018 – 27.1.2019) des bekannten deutschen Figurenspielers und -bauers Frank Soehnle wird das Festivalthema noch einmal in anderer Form aufgenommen. Soehnles Theater steht in besonderem Maße für die Grenzüberschreitung des Figurentheaters hin zu Musik und bildender Kunst. Die Ausstellung soll Soehnles Theaterkosmos sinnlich erfahrbar machen.Workshops und Publikumsgespräche ergänzen das Programm. Für Kinder ist in der Pasinger Fabrik ein Aktionsraum eingerichtet, in dem sie ihre Theatererlebnisse spielerisch weiterführen können.


Auf dem Weg zur Inklusion

Wenn Theater für alle Sinne auf dem Programm steht, ergibt sich fast automatisch die Frage, wie sich Leben anfühlt, wenn nicht alle Sinne uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Deshalb gibt es auf diesem Festival Angebote für und Produktionen mit Menschen mit Behinderung – auch wenn das Festival noch weit davon entfernt ist, wirklich inklusiv zu sein. Für die Festivaleröffnung entwickelt das Kreativ Labor der Stiftung Pfennigparade München unter Leitung des Figurenspielers Matthias Jungermann als Walk Act eine PARADE DER GEFÜHLE. Ein Workshop zum Thema Figurentheater und Gebärdensprachpoesie richtet sich an taube und hörende Jugendliche. Viele Inszenierungen kommen ohne gesprochene Sprache aus. Zwei Inszenierungenwerden jedoch mit Gebärdendolmetschen angeboten. Besonders für Blinde eignet sich die PressemitteilungInternationales Figurentheaterfestival „mit:gefühl“17. – 28. Oktober 2018Seite 3Inszenierung des Theater of Senses. Ein Workshop führt in die kreative Arbeit mit Demenzkrankennach der TimeSlips Methode ein. Vor allem aber zeigt das Festival viele Produktionen, die körperliche Einschränkungen kreativ erfahrbar machen – und damit vielleicht für mehr Verständnis und Mit:gefühl sorgen.


Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel. +49-(0)89-233-22370


Abbildungen:

Produktion: Vanessa Valk (DE):
Frida und das Wut,
Auf dem Bild: Vanessa Valk,
Foto: René Harder

Produktion: Figurentheater Anne-Kathrin Klatt (DE):
KlaMOTTE und BASS,
auf dem Bild v.l.n.r.: Judith Goldbach, Anne-Kathrin Klatt,
Foto: © Figurentheater Anne-Kathrin Klatt

Produktion: Sandglass Theater (US):
D-Generation – An Exaltation of Larks,
auf dem Bild: Kirk Murphy,
Foto: © Sandglass Theater
Mittwoch 24.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Poetry Slam
Poetry Slam

Die Slammer erobern das Stadttheater!

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
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